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Full text of "Jahrbuch der Hamburgischen Wissenschaftlichen Anstalten"

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THE  AMERICAN  MUSEUM 

OF 

NATURAL  HISTORY 


3.  Beiheft 

zum 

Jahrbuch  der  Hamburgischen  Wissenschaftlichen  Anstalten. 

XXIV.   1906. 


6\  6  t 


Mitteilungen 

ans  den 


Botanischen  Staatsinstituten 

in  Hamburg*. 


Inhalt: 

Seite 
II.  Klfhahn :   Weitere  Untersuchungen  über  die  Sklerotienkrankheiten  der  Zwiebel- 
pflanzen.    Mit  1 1  Abbildungen  im  Text 1—53 

Heinrich  Timpe:  Panaschierung  und  Transplantation 55—104 

Dr.  W.  Heering:  Die  SüfäwasseraJgen  Schleswig  -  Holsteins  und  der  angrenzenden 
Gebiete  der  Freien  und  Hansestädte  Hamburg  und  Lübeck  und  des  Fürstentums 
Lübeck  mit  Berücksichtigung  zahlreicher  im  Gebiete  bisher  nicht  beobachteten 
Gattungen  und  Arten.  Unter  Mitwirkung  von  Spezialforsche'rn,  insbesondere 
Professor  H.Homfeld(Altona).  2.  Teil:  Chlorophyceae  (Allgeraeines.'—  Siphonales). 
Mit  57  Textfiguren '....... 105—235 


Hamburg  1907. 

Kommissionsverlag  von  Lncas  Gräfe  &  Sillem. 


3.  Beiheft 

zum 

Jahrbuch  der  Hamburgischen  Wissenschaftlichen  Anstalten. 

XXIV.   1906. 


Mitteilungen 

aus  den 


Botanischen  Staatsinstituten 

in  Hamburg. 


Inhalt: 

Seite 
H.  Klebahn :   Weitere  Untersuchungen  über  die  Sklerotienkrankheiten  der  Zwiebel- 
pflanzen.    Mit  1 1  Abbildungen  im  Text 1—53 

Heinrich  Timpe:  Panaschierung  und  Transplantation 55—104 

Dr.  W.  Heering:  Die  Süßwasseralgen  Schleswig  -  Holsteins  und  der  angrenzenden 
Gebiete  der  Freien  und  Hansestädte  Hamburg  und  Lübeck  und  des  Fürstentums 
Lübeck  mit  Berücksichtigung  zahlreicher  im  Gebiete  bisher  nicht  beobachteten 
Gattungen  und  Arten.  Unter  Mitwirkung  von  Spezialforschern,  insbesondere 
Professor  H.  Homf  eld  (Altona).  2.  Teil:  Chlorophyceae  (Allgemeines.  —  Siphonales). 
Mit  57  Textfiguren  105—235 


Hamburg  1907. 

Kommissionsverlag-  von  Lucas  Gräfe  &  Sillem. 


Weitere  Untersuchungen 
über  die  Sklerotienkrankheiten  der  Zwiebelpflanzen. 

Von  H.  Klebahn. 


Mit  11  Abbilduno'en  im  Text. 


Die  fortgesetzte  wissenschaftliche  Beschäftigung  mit  einer  Gruppe 
von  Pilzen,  die  wie  die  Sklerotienpilze  der  Tulpen  und  verwandter 
Zwiebelpflanzen  einerseits  noch  verhältnismäßig  wenig  genau  bekannt 
sind,  andererseits  als  Schädlinge  einiger  der  wichtigsten  und  schönsten 
Zierpflanzen  für  die  Gärtnerei  im  allgemeinen  und  für  einen  der  Haupt- 
erwerbszweige ganzer  Landstriche  in  Holland  insbesondere  eine  hervor- 
ragende Bedeutung  haben,  bedarf  kaum  einer  besonderen  Begründung. 
Eine  im  Botanischen  Garten  zu  Hamburg  im  Frühjahr  11)03  unter  den 
Tulpen  auftretende  Epidemie  gab  die  Veranlassung  und  zugleich  eine 
bequeme  Gelegenheit,  Untersuchungen  über  diese  Pilze  in  Angriff  zu 
nehmen  (Kleb ahn  I  u.  II).  Das  wichtigste  Ergebnis  der  bisherigen 
Arbeit  war,  daß  es  sich  nicht  um  eine  einzige  Krankheit  handelt,  wie 
Ritzema-Bos  (V),  dem  wir  die  ersten  eingehenden  Untersuchungen  und 
Versuche  ziu-  Bekämpfung  verdanken,  meinte,  sondern  daß  auf  den  Tulpen 
zwei  verschiedene  Krankheiten,  durch  zwei  verschiedene  Pilze  veranlaßt, 
auftreten,  die  zwar  beide  die  Pflanzen  zugrunde  richten  können,  im 
übrigen  aber  sich  ziemlich  verschieden  verhalten  und  es  daher  nötig 
machen,  bei  der  Beurteilung  kranker  Pflanzen  und  bei  der  Bekämpfung 
der  Krankheiten  wohl  zu  unterscheiden  und  die  Verschiedenheiten  zu 
berücksichtigen.  Zahlreiche  neue  Fragen,  welche  im  Laufe  der  Arbeit 
auftauchten,  drängten  zu  einer  Fortsetzung  der  Untersuchungen.  Dabei 
konnte  es  für  die  Erreichung  des  Ziels  nur  förderlich  sein,  wenn  auch 
die  verwandten  Erscheinungen  zur  Vergleichvmg  herangezogen  wurden, 
und  die  Verbindung  mit  der  Praxis  lieferte  dazu  genügendes  Material. 
Dies  betrifft  namentlich  den  ,,Zwart-snot"-Pilz  der  Hyazinthen,  Sclerotinia 
hidhorum,  dessen  Verhältnis  zu  Sclerotium  TuUparum  genauerer  Fest- 
stellung bedurfte.  Die  nachfolgenden  Mitteilungen  sind  das  Ergebnis 
der  in  drei  weiteren  Jahren  ausgeführten  Untersuchungen. 

Eine  wesentliche  Ergänzung  erfuhren  meine  Beobachtungen  durch 
eine  im  Auftrage  der  Hamburgischen  Botanischen  Staatsinstitute 
unternommene  Reise  nach  Holland,  auf  der  es  mir  möglich  wurde,  einen 


2  H.  Klebahn. 

Einblick  in  die  Art  und  Weise  der  Kultur  der  Blumenzwiebeln  und  ein 
Urteil  über  die  Verbreitung  und  die  Bedeutung-  der  beiden  verschiedenen 
Tulpenkrankheiten  zu  gewinnen.  Auf  dieser  Reise  nahmen  sich  die 
Herren  H.  und  A.  C.  Polman-Mooy  in  Haarlem,  von  denen  auch  die 
Anregung  dazu  ausging,  meiner  in  der  liebenswürdigsten  Weise  an. 
Ferner  bin  ich  besonders  Herrn  E.  H.  Krelage  in  Haarlem  und  außerdem 
den  Herren  C.  P.  und  W.  N.  Alkemade,  J.  Braun  und  P.  de  Groot  in 
Noordwijk,  Mitgliedern  der  daselbst  tätigen  Kommission  zur  Bekämpfung 
der  Tulpenkrankheiten,  für  ihr  freundliches  Entgegenkommen  und  die 
Förderung  meiner  Bestrebungen  zu  Dank  verpflichtet.  Besonders  lehr- 
reich war  auch  ein  Besuch  der  sehr  sorgfältig  betriebenen,  an  Neuheiten 
und  interessanten  Sorten  reichen  Gärtnerei  des  Herrn  vanTubergen  in 
Haarlem.  Den  Herren  Polman-Mooy,  die  sich  für  die  Krankheiten 
und  ihre  Bekämpfung  lebhaft  interessieren,  verdanke  ich  außerdem  die 
Zusendung  einer  großen  Zahl  teils  kranker,    teils  verdächtiger  Zwiebeln. 

I.   Allgemeines  über  die  Tulpenkultur  und  die 
Tulpenkrankheiten. 

Hinsichtlich  der  Kultur  der  Tulpen  ist  die  produktive  Kultur,  deren 
Ziel  die  Gewinnung  der  Zwiebeln  ist,  die  „bloembollencultuur"  der 
Holländer,  zu  unterscheiden  von  der,  man  könnte  sagen  „konsumierenden" 
Kultur  der  Liebhaber  und  Handelsgärtner,  denen  es  nur  auf  die  Blüte 
ankommt,  und  die  meistens  die  Zwiebeln  blühreif  kaufen.  Das  Haupt- 
produktionsgebiet der  Tulpenzwiebeln  sind  die  Küstenstrecken  Hollands 
westlich  vom  Zuidersee.  Nur  vereinzelt  trifft  man  Zwiebelzüchtereien 
außerhalb  Hollands ;  so  findet  sich  z.  B.  auch  in  der  Nähe  Hamburgs,  in 
Wandsbek,  eine  Gärtnerei,  die  in  umfangreichem  Maße  Tulpenzwiebeln 
gewinnt. 

Die  Kultur  der  Tulpenzwiebeln  und  anderer  Blumenzwiebeln  nimmt 
in  den  erwähnten  Gegenden  Hollands  einen  sehr  erheblichen  Teil  der 
nutzbaren  Bodenfläche  in  Anspruch.  Man  sieht  daneben  fast  nur  Wiesen 
und  nur  wenig  in  landwirtschaftlichem  Betriebe  stehenden  Ackerboden, 
namentlich  in  der  Umgegend  von  Haarlem.  Allerdings  wechselt  man  auf 
dem  für  die  Blumenzwiebelkultur  benutzten  Boden  mit  Gemüsebau.  Man 
pflanzt  z.  B.  nach  der  Ernte  der  Tulpenzwiebeln  im  Juli  noch  Kohl,  der 
im  Winter  geschnitten  wird,  gräbt  dann  im  Januar  oder  Februar  um, 
düngt  und  zieht  nun  im  nächsten  Sommer  Kartoffeln  oder  Bohnen.  Darauf 
aber  werden  im  Herbst  wieder  Blumenzwiebeln  gepflanzt,  z.  B.  Hyazinthen, 
die  im  nächsten  Sommer  geerntet  werden,  und  im  Herbst  folgen  dann 
wieder  Tulpen  usw. 

Wenn  diese  Bestellungsfolge  auch  im  einzelnen  manche  Abänderungen 


Weitere  Untersuchungen  über  die  Sklerotienkrankheiten  der  Zwiebelpflanzen.        3 

erfahren  mag,  insbesondere  durch  die  Einschaltung  anderer  Arten  von 
Blumenzwiebeln  in  den  Kreislauf,  z.  B.  von  Narzissen,  Crocus,  oder  auch 
von  anderen  gärtnerischen  Pflanzen,  so  handelt  es  sich  doch  in  den  meisten 
Fällen  um  intensive  und  rasch  aufeinanderfolgende  Inanspruchnahmen 
des  Bodens  für  Zwiebelpflanzen,  und  vielfach  für  solche  derselben  oder 
ähnlicher  Art.  Freilich  muß  eine  starke  Düngung  nebenhergehen,  um 
den  Boden  ertragsfähig  zu  halten.  Aber  durch  diese  Art  der  Bodenaus- 
nutzung wird  es  verständlich,  daß  Krankheitskeime,  die  länger  als  ein 
Jahr  lebenskräftig  bleiben,  sich  leicht  in  verheerendem  Grade  ansammeln 
können. 

Eine  derartige  Verseuchung  des  Bodens  liegt  den  Erscheinungen  zu- 
grunde, die  der  holländische  Tulpenzüchter  als  „kwade  plekken"  oder 
„kwade  grond"  bezeichnet,  und  die  bereits  seit  längerer  Zeit  der  Gegen- 
stand eines  nicht  allzu  erfolgreichen  Kampfes  sind  (vgl.  Ritzern a-Bos  V 
und  die  Berichte  der  Kommission  zur  Bekämpfung  der  kwaden  plekken 
in  Noordwijk,  s.  Verslag  over  de  proefnemingen  usw.). 

Nachdem  es  mir  gelungen  war,  zwei  verschiedene  Ursachen  der 
Tulpenkrankheit  zu  erkennen,  entstand  die  Aufgabe,  festzustellen,  wie 
weit  jede  derselben  an  den  Erkrankungen  in  Holland  beteiligt  sei.  Es 
war  von  vornherein  wahrscheinlich,  daß  das  Sclerotium  Tuliparum  die 
Ursache  der  „kwaden  plekken"  sei,  und  meine  Beobachtungen  haben  dies 
bestätigt.  Indessen  habe  ich  zugleich  erkannt,  daß  die  Botrytis  parasitica 
bei  weitem  nicht  so  harmlos  ist,  wie  ich  auf  Grund  vergleichender  In- 
fektionsversuche mit  Sclerotium  und  mit  Botrytis  bisher  geglaubt  hatte; 
sie  besitzt  vielmehr  eine  weit  größere  Verbreitung  als  das  Sclerotium-, 
tritt  vielfach  gleichzeitig  mit  demselben  auf  und  macht  ziemlich  allen 
Züchtern  viel  zu  schaffen. 

Beide  Krankheiten  der  Tulpen  haben  in  erster  Linie  für  den  Zwiebel- 
züchter  eine  verhängnisvolle  Bedeutung,  denn  ihm  schädigen  und  stören 
sie  das  Hauptgeschäft.  Der  konsumierende  Handelsgärtner  kann  im 
schlimmsten  Falle  auf  die  Tulpentreiberei  verzichten.  Aber  für  ihn  ge- 
winnt die  übrigens  auch  für  den  Züchter  keineswegs  belanglose  Frage 
eine  besondere  Bedeutung,  ob  und  inwieweit  die  Krankheiten  durch  den 
Handel  mit  den  Zwiebeln  verschleppt  werden  können.  Der  Produzent 
liefert  im  allgemeinen  nach  bestem  Wissen  gesunde  Ware  oder  behauptet 
wenigstens,  dies  getan  zu  haben,  der  Konsument  ist  leicht  geneigt,  für  Fehler, 
die  er,  oft  unbewußt,  selbst  begangen  hat,  dem  Lieferanten  schuld  zu 
geben.  Infolgedessen  werden  nicht  selten  Ansprüche  auf  Entschädigung 
erhoben,  und  es  entstehen  Streitigkeiten,  wenn  diese  abgelehnt  wird 
(vgl.  Ritzema-Bos  II,  pag.  48). 

Die  Frage  nach  den  Möglichkeiten  der  Verschleppung  der  Tulpen- 
krankheiten erscheint  daher  augenblicklich  als  eine  der  wichtigsten  kxxi- 


4  H.  Klebalin. 

gaben  der  Forschimg".  Fi'ir  die  BotryHs-KYnwkWii  g-laiibe  icli  dieselbe  im 
wesentlichen  gelöst  zu  haben;  hinsichtlich  der  Sklerotienkrankheit  fehlt 
es  noch  an  Erfahrung-;  aber  die  Frage  drängt  sich  anch  hier  in  vielen 
Fällen  auf.  Vermutlich  findet  die  erste  Einschleppung  mit  einer  einzelnen 
oder  wenigen  übersehenen  oder  auch  nicht  unterscheidbaren,  den  Keim 
an  sich  tragenden  Zwiebeln  statt.  Das  Nichtbeachten  des  Ausbleibens 
dieser  Zwiebeln  und  Mangel  an  Sorgfalt  hinsichtlich  der  Reste  der 
kranken  Pflanzen  oder  hinsichtlich  der  Beseitigung  des  verseuchten  Bodens 
führt  dann  in  den  nächsten  Jahren  das  Umsichgreifen  der  Krankheit 
herbei,  das  nun  erst  dieselbe  entdecken  läßt  und  zugleich  den  Verdacht 
erweckt,  daß  die  zuletzt  bezogene  Ware  schlecht  gewesen  sei.  So  scheinen 
die  Verhältnisse  bei  dem  Auftreten  der  Krankheiten  im  Botanischen  Garten 
zu  Hamburg,  das  die  Veranlassung  zu  den  vorliegenden  Studien  gegeben 
hat,  gelegen  zu  haben,  und  ähnlich  dürften  sie  in  zwei  mir  neuerdings 
bekannt  gewordenen  Fällen  gewesen  sein,  die  ich  im  Anschluß  an  das 
Vorstehende  kurz  besprechen  will. 

Von  dem  ersten  Falle  erhielt  ich  Kenntnis  aus  dem  im  Bremer 
Courier  vom  29.  Mai  1906  abgedruckten  Jahresbericht  des  Bürgei-park- 
vereins  in  Bremen.  Es  heißt  dort:  „Auf  den  Blumenbeeten  im  Meierei- 
garten mußte  ein  Wechsel  bei  der  Bepflanzung  derselben  stattfinden,  da 
die  Tulpen  nach  mehrjährigem  Anbau  auf  demselben  Gelände  von  der 
Tulpenkrankheit  befallen  wurden."  Auf  nähere  Nachfrage  teilte  mir  Herr 
Parkdirektor  Ohrt  mit,  daß  seiner  Meinung  nach  sowohl  die  Botrytis- 
wie  die  Sklerotienkrankheit  vorhanden  gewesen  sei,  daß  man  den  Boden 
der  Beete  zweimal  im  Jahre  ausgehoben  und  erneuert  habe,  im  Herbst 
vor  dem  Pflanzen  der  Tulpen  und  im  Sommer  vor  dem  Neubepflanzen  der 
Beete  mit  Sommerzierpflanzen,  und  daß  man  die  Tulpenkultur  aufgegeben 
habe,  sobald  die  Krankheit  bemerkt  worden  sei. 

Die  Mitteilung  des  zweiten  Falles  verdanke  ich  Herrn  Prof.  Dr. 
M.  Möbius  in  Frankfurt  a.  M.  Bei  einem  Frankfurter  Handelsgärtner 
wurden  zuerst  im  Winter  1904/05  und  dann  wieder  im  Winter  1906/07 
etwa  zwei  Drittel  der  zum  Treiben  gepflanzten  Tulpen  vernichtet,  während 
im  Winter  1905/06  nur  wenig  Schaden  vorhanden  war.  Soweit  die  über- 
sandten Proben  schließen  lassen,  war  in  diesem  Falle  niu-  das  Sclerotium 
vorhanden.  Die  holländische  Firma,  von  welcher  die  Zwiebeln  geliefert 
waren,  hatte  sich  nach  dem  ersten  Krankheitsfalle  auf  eine  Entschädigung 
eingelassen;  sie  versichert  aber  auf  meine  Anfrage,  daß  ihr  weitere  Klagen 
über  das  Auftreten  der  Krankheit  in  den  von  ihr  gelieferten  Zwiebeln 
nicht  bekannt  geworden  seien.  Auch  ist  bei  einem  anderen  Frankfurter 
Gärtner,  der  von  derselben  Firma  bezogen  hat,  keine  Krankheit  bemerkt 
worden. 

Offenbar   ist    in    beiden   Fällen    das  erste  Auftreten  der  Krankheit 


Weitere  Uutersucliuiigen  über  die  Sklerotieukrankheiten  der  Zwiebelpflauzeii.        5 

Übersehen  Avorden,  und  die  Beseitigmig-  der  Reste  der  früheren  Kulturen 
ist  nicht  so  gründlich  erfolgt,  wie  sie  wenigstens  dann  geschehen  sollte, 
wenn  Krankheiten  vorhanden  sind. 

Es  ist  natürlich  auch  denkbar,  daß  die  Krankheit  mit  dem  Miste 
eingeschleppt  worden  ist,  falls  man  denselben  von  einem  Produzenten 
bezogen  hatte,  der  in  seinem  Garten  Tulpen  zieht  und  die  Überreste  der- 
selben auf  den  Misthaufen  wirft;  doch  ist  dies  wenig  wahrscheinlich. 
Jedenfalls  aber  muß  der  Meinung  entgegengetreten  werden,  daß  die  Pilze 
in  bestimmten  Sorten  von  Dünger  gewissermaßen  von  selbst  entstehen 
könnten,  wie  manche  Praktiker  behaupten  oder  zu  glauben  geneigt  sind. 

Ich  gehe  nun  dazu  über,  meine  neueren  Erfahrungen  und  Versuche 
im  einzelnen  zu  besprechen.  Es  scheint  mir  zweckmäßig  zu  sein,  dabei 
jeder  der  Krankheiten  eine  kurze  Beschreibung  ihrer  Symptome  voran- 
zuschicken. 

Zuvor  mag  noch  bemerkt  werden,  daß  ich  Gelegenheit  hatte,  das 
Sklerotium,  welches  Libert  (Crypt.  x^rduenn.  Nr.  36)  mit  der  Bezeichnung: 
„Sclerotium  Tulipae,  N.  Sparsum,  adnatum,  parAaim,  ovale,  pallide  fuscum, 
laeve,  demum  nigrum,  rugosum,  intus  album.  Ad  caules,  Pericarpia  et 
semina  Tulipae  Oesnerianae.  Autumno."  herausgegeben  hat,  an  dem 
Exemplar  des  K.  Botanischen  Museums  in  Berlin  zu  untersuchen.  Wie 
schon  die  Diagnose^  (adnatum,  par^aim,  demum  nigrum)  zeigt,  hat  der 
Pilz  mit  meinem  Sclerotium  Tidi])ariim  nichts  zu  tun.  Er  entspricht  im 
Aussehen  völlig  dem  Sklerotium  der  Botrytis  parasitica,  nur  haben  die 
Hyphen  im  Sklerotium  eine  etwas  geringere  Dicke  und  etwas  mehr  ver- 
quollene Wände.  Ein  direkter  Beweis  für  die  Zugehörigkeit  zu  der  Botrytis 
läßt  sich  natürlich  an  dem  trockenen  Material  nicht  mehr  erbringen. 

IL   Die  Botrytis -Krankheit  der  Tulpen 
(Botrytis  parasitica  Cavara). 

Die  Botrytis-Krankheit'^)  befällt  in  erster  Linie  die  oberirdischen 
Teile;  sie  vernichtet  je  nach  den  begünstigenden  Umständen  einzelne 
Blätter  oder  den  ganzen  Trieb;  seltener  dringt  sie  bis  in  die  Zwiebel 
vor,  diese  mehr  oder  weniger  schädigend.  Der  Pilz  bildet  Mycel,  kleine 
schwarze,  auf  den  erkrankten  Geweben  festsitzende  Sklerotien  und  an 
feuchter  Luft  Botrytis-ComdientrÄger.  Die  Conidien  infizieren  leicht  und 
schnell  und  verbreiten  die  Krankheit  während  des  Sommers.  Die  Sklerotien 
überwintern  und  infizieren  im  nächsten  Frühjahr  oder  früher,  vielleicht 
durch  Conidien,  die  auf  ihnen  entstehen,  vielleicht  auch  durch  Mycel, 
das  von  ihnen  auswächst. 


')  Vgl.  die  Abbildungen  Kleb  ahn  I,  Fig.  4  u.  13;  11,  Fig.  1—3;   IV,  Fig.  56-59. 


g  H.  Klebahn. 

Wie  schon  erwähnt,  ist  Botrytis  parasitica  bei  weitem  häufiger  als 
Sclerotium  Tuliparum.  In  den  Gärtnereien  in  und  um  Haarlem  fand  ich 
trotz  hingen  Suchens  anfangs  immer  nur  diesen  Pilz.  Die  Häufigkeit  der 
Krankheit  steht  in  einem  merklichen  Zusammenhange  mit  dem  Grade  der 
Pflege,  die  man  den  Kulturen  angedeihen  läßt.  Die  sorgfältigeren  Züchter 
revidieren  ihre  Kulturen  häufig  und  holen  jede  verdächtige  Pflanze  heraus. 
In  den  wohlgepflegten  Kulturen  einiger  der  großen  Firmen  in  Haarlem 
war  infolge  dieser  Behandlung  die  Krankheit  nur  verhältnismäßig  spärlich 
anzutreffen,  während  ich  sie  in  kleineren  Betrieben  bei  ländlichen  Züchtern, 
die  mit  der  Wichtigkeit  der  Beseitigung  der  kranken  Pflanzen  weniger 
vertraut  sind,  z.  B.  in  Beverwijk  und  auch  näher  bei  Haarlem  in  Aerden- 
hout,  in  höherem  Grade  fand.  Immerhin  fehlte  auch  in  den  am  saubersten 
gehaltenen  Gärtnereien  in  Haarlem  die  Krankheit  keineswegs;  einzelne 
mit  Botrytis  behaftete  Exemplare  fanden  sich  überall. 

Die  Krankheit  äußerte  sich  um  jene  Zeit,  es  war  Anfang  April, 
wo  die  gesunden  Pflanzen  bereits  mehrere  wohl  entfaltete  Blätter  über 
den  Boden  streckten,  darin,  daß  der  Trieb  mehr  oder  weniger  zurück- 
blieb. Die  Infektion  beschränkte  sich  in  der  Regel  nicht,  wie  es  bei 
meinen  früheren  Infektionsversuchen  meistens  der  Fall  gewesen  war, 
auf  das  erste  Blatt  (siehe  Klebahn  II,  Abbild.  2;  desgl.  IV,  Abbild.  56), 
sondern  sie  hatte  in  der  Eegel  den  ganzen  Trieb  ergriffen,  so  daß  dieser 
seine  Blätter  überhaupt  nicht  entfaltete  und  als  ein  mehr  oder  weniger 
verkümmerter  welker  Stiel  aus  dem  Boden  hervorragte.  Einige  daran 
sitzende  kleine  schwarze  Sklerotien  oder  die  Botrytis-U-äsen,  die  wenigstens 
bei  feuchtem  AVetter  nicht  fehlen  und  sich  sonst  beim  Feuchthalten  ent- 
wickeln, lassen  Botrytis  parasitica  als  die  Ursache  der  Erscheinung  er- 
kennen. Die  Zwiebel  ist  in  diesem  Stadium  in  der  Regel  noch  voll- 
kommen gesund. 

Später  im  Jahre  greift  die  Krankheit,  wie  man  mir  mitteilte,  an 
den  oberirdischen  Teilen  oft  noch  in  erheblichem  Grade  um  sich.  Dies 
ist  völlig  verständlich,  denn  bei  feuchtem  Wetter  entwickeln  sich  Conidien, 
und  diese  können  das  noch  gesunde  Laub  der  Nachbarpflanzen  infizieren. 
Daß  die  Conidien  in  feuchter  Luft  binnen  24 — 48  Stunden  Infektions- 
flecken hervorrufen,  und  daß  der  Pilz  dann  die  ganzen  Pflanzen  rasch 
zerstören  kann,  habe  ich  früher  bereits  auf  Grund  meiner  Versuche  ein- 
gehend beschrieben  (I,  pag.  23). 

Zuletzt  wird  sehr  häufig  auch  die  Zwiebel  ergriffen  und  mehr  oder 
weniger  zerstört.  Die  Herren  Polman-Mooy  schickten  mir  im  letzten 
Sommer  ein  großes  Quantum  auf  diese  Weise  geschädigter  Zwiebeln. 
Wenn  der  Befall  ein  mäßiger  bleibt,  fügt  es  sich  nicht  selten,  daß  aus 
der  kranken  Zwiebel  eine  völlig  gesunde,  kräftige  und  wohl  verkäufliche 
Tochterzwiebel  hervorgeht,    die    aber  verborgen  an  der  braunen  Schale, 


Weitere  Untersuchungen  über  die  Sklerotieukranklieiten  der  Zwiebelpflanzen. 


an  dem  Reste  des  alten  Stengels  oder  an  ung'enügend  entfernten  Resten 
der  alten  Zwiebel  die  Keime  künftiger  Erkrankung,  die  Sklerotien,  an 
sich  trägt,  wie  ich  früher  bereits  gezeigt  habe  (I,  Tal.  II,  Fig.  13;  II, 
Abbild.  1 ;  IV,  Abbild.  58  ii.  59). 

Daß  derartige  Zwiebeln  nicht  bloß  ausnahmsweise,  sondern  regel- 
mäßig unter  den  im  Handel  befindlichen  vorkommen,  konnte  ich  bei  einer 
Durchsicht  der  Vorräte  in  zwei  großen  Hamburger  Geschäften,  zu  der  mir 
gütigst  die  Erlaubnis  erteilt  wurde,  nachweisen.  Außerdem  fanden  sich 
solche  unter  den  für  den  Bedarf  des  Botanischen  Gartens  direkt  aus 
Holland  bezogenen  Zwiebeln. 

Bei  diesen  Nachforschungen  wurden 
auch  einzelne  Zwiebeln  gefunden,  an  denen 
die  Sklerotien  nicht  auf  dem  Stengelrest 
oder  der  trockenen  braunen  Schale  saßen, 
sondern  auf  kleinen  eingetrockneten  und 
gebräunten  Flecken  des  äußersten  der 
saftigen  und  weißen  Blätter.  Ein  paar 
Zwiebeln  derselben  Art  sandten  mir  auch 
die  Herren  Polman-Mooy.  Die  neben- 
stehende Abbildung  stellt  einen  solchen 
Fall  dar. 

Ich  habe  früher  experimentell  gezeigt 
(II,  pag.  3 — 7),  daß  es  leicht  gelingt,  mittels 
der    von   derartigen  käuflichen  Zwiebeln  .,,.,i 

_  Abbildung  1. 

entnommenen  Sklerotien  die  ^o^r^^zs- T^^Jpg„^^Jg^^gl,^^i^^5^^,.^^,■,.I^,fg],tions- 
Krankheit    an  gesunden  Zwiebeln  hervor-  stelle  und  Botrytis-Skleroüen  auf  dem 

£  ..  1         •,  j      T^n  weißen  Zwiebelblatte. 

zurufen,   wahrend   man  gesunde  Pflanzen 

erhält,  wenn  man  die  Sklerotien  sorg- 
fältig von  den  Zwiebeln  entfernt  hat.  Im  folgenden  wird  noch  gezeigt 
werden,  daß  die  mit  den  anhaftenden  Sklerotien  gepflanzten  Zwiebeln  in 
vielen  Fällen  kranke  Pflanzen  liefern.  In  dem  häufigen  Vorkommen 
derartiger  sklerotienbehaf teter  Zwiebeln  selbst  in  hervor- 
ragend guter  Ware  liegt  daher  der  Hauptgrund  für  die  allge- 
meine Verbreitung  der  ^o^r^/^zs-Krankheit,  selbst  in  den 
Kulturen  der  sorgfältigsten  Züchter.  Dasselbe  ist  offenbar  zu- 
gleich die  Hauptursache  für  die  Erscheinung,  daß  man  diese  Krankheit 
auch  außerhalb  Hollands  überall  antrifft,  wo  Tulpen  zur  Zierde  oder  für 
Handelszwecke  in  größeren  Mengen  gepflanzt  werden. 

Die  einmal  vorhandene  Botrytis-KrRnkheit  hat  verschiedene  Mittel, 
sich  trotz  der  gegen  sie  gerichteten  Bekämpfung  zu  erhalten  und  gelegent- 
lich noch  auszubreiten.  Das  auf  den  Conidien  beruhende  Umsichgreifen 
wurde  bereits  erwähnt.     Jede    auf    dem  Beete  bleibende  botrytiskranke 


8  H.  Klebahn. 

Pflanze  ist  bei  entsprechender  Wittenmg-  eine  Gefahr  für  alle  andern. 
Die  Erhaltung-  für  das  folgende  Jahr  beruht  auf  den  Sklerotien,  die  auf 
verschiedene  AVeise  in  und  auf  den  Boden  gelangen  können,  entweder 
wenn  die  Zwiebeln  gar  nicht  herausgenommen  werden,  oder  wenn  bei  der 
Ernte  oder  bei  früherem  Herausnehmen  die  sklerotientragenden  Reste  der 
alten  Zwiebel  oder  der  erkrankt  gewesenen  Stengel  und  Blätter  abfallen 
oder  unachtsamerweise  fortgeworfen  werden.  Die  letzteren  können  auch, 
wenn  sie  genügend  stark  befallen  waren,  bereits  ohne  menschliches  Zutun 
von  der  Pflanze  getrennt  werden  und  in  den  Boden  geraten.  So  wird 
der  Boden  verseucht,  und  wenn  auch  auf  denselben  Beeten  im  nächsten 
Jahre  keine  Tulpen  gebaut  werden,  so  gelangen  doch  die  sehr  winzigen 
Boirpfis-Sklerotieii  leicht  durch  den  Wind,  durch  Unachtsamkeit  oder 
irgend  welche  Zufälligkeiten  auf  benachbarte  Tulpenfelder. 

■  Ob  es  aber  auf  diese  Weise  zu  einer  länger  als  ein  Jahr  dauernden 
Verseuchung  des  Bodens  kommen  kann,  ist  eine  Frage,  auf  die  ich 
augenblicklich  noch  keine  bestimmte  Antwort  habe.  Es  kommt  für  die 
Beantwortung  derselben  wesentlich  darauf  an,  festzustellen,  wie  lange  die 
Lebensfähigkeit  der  Botrytis-^klerotien  im  Erdboden  dauert,  eine  Frage, 
deren  Wichtigkeit  mir  erst  durch  die  bisher  nicht  genügend  gewürdigte 
Bedeutung,  welche  die  Botrytis-Krainkh.eit  hat,  nahegelegt  worden  ist. 
Der  allgemeine  Eindruck,  den  ich  gewonnen  habe,  spricht  aber  dafür, 
daß  eine  dauernde  Verseuchung,  wie  das  Sclerotium  TuUparum  sie  hervor- 
ruft, durch  die  Botrytis  nicht  zuwege  gebracht  wird;  denn  Erscheinungen, 
die  den  weiter  unten  zu  besprechenden  „kwaden  plekken''  glichen,  habe 
ich  in  denjenigen  Gegenden,  wo  nur  die  Botrytis,  wenngleich  häufig,  vor- 
handen war,  nicht  gesehen.  Ich  glaube  vielmehr,  daß  alle  Botrytis- 
Sklerotien  während  des  Winters  auskeimen  und  damit  ihre  Keimkraft  ver- 
lieren, und  daß  die  Hauptursache  des  Auftretens  der  Botrytis-Krmk\iQ\i 
darin  besteht,  daß  unter  Hunderten  gepflanzter  Zwiebeln  immer  einige 
sind,  an  denen  irgendwo  verborgen  ein  paar  Sklerotien  sitzen.  Indessen 
kann  nur  weitere  Erfahrung  diese  Frage  endgültig  entscheiden. 

Im  nächsten  Abschnitt   sollen  nun   die   mit  Botrytis  parasitica  seit 
dem  Herbst  1904  angestellten  Versuche  besprochen  werden. 

1.  Versuche,  Tulpen  mittels  Sklerotien  von  Botrytis  parasitica 

zu  infizieren. 

a)  Versuche  vom  Herbst  1904. 
Je  drei  Zwiebeln  der  folgenden  Sorten  —  I.  einfache  frühe  Gelber 
Prinz,  II.  monströse  Lutea  major,  III.  späte  Carinata  rubra,  IV.  einfache 
früheste  Duc  van  ThoU,  V.  Darwin  gemischt  —  wurden  einzeln  in  Töpfe 
gepflanzt  und  Sklerotien  neben  die  Spitze  gelegt.  Der  Boden  war  ge- 
wöhnliche gute  Gartenerde.     Die  Töpfe  wurden  im  Freien  überwintert, 


Weitere  Uiitersuchuiigeu  über  die  Sklerotieiikrauklieiteii  der  Zwiebelpfiauzeii.        9 

auf  einer  Schicht  Sand  stehend  und  mit  einer  Schicht  Sand  bedeckt.  — 
Erg-ebnis  im  Frühjahr  1905:  Alle  fünfzehn  Pflanzen  sind  infiziert. 
An  je  zwei  Pflanzen  von  I,  II  und  IV  ist  der  Trieb  völlig-  getötet,  die 
Zwiebel  indessen  nicht  wesentlich  geschädigt.  Die  übrigen  haben  aus- 
gedehnte Infektionsstellen  an  dem  ersten  Blatte  des  Triebes.  An  den 
meisten  erkrankten  Stellen  sind  bereits  wieder  Sklerolien  vorhanden. 
Beim  Feuchthalten  brechen  Conidienträger  hervor. 

b)  Versuche  vom  Herbst  1905. 
Es  wurden  sechs  Zwiebeln  in  Töpfe  gepflanzt,  je  zwei  in  Lehm  mit 
Gartenerde  zu  gleichen  Teilen,  bezugsweise  in  Sand  mit  einem  Drittel 
Gartenerde,  oder  in  fette  Misterde  mit  wenig  Gartenerde,  und  Sklerotien 
neben  die  Spitzen  gelegt.  —  Ergebnis  im  Frühjahr  1906:  Die  Pflanzen 
in  Sanderde  sind  beide  stark  infiziert,  von  denen  in  Misterde  ist  nur  eine, 
von  denen  in  Lehmerde  keine  infiziert.  Aus  diesen  wenigen  Versuchen 
einen  Schluß  auf  den  Einfluß  des  Bodens  abzuleiten,  würde  verfrüht  sein, 
da  auch  irgend  welche  Zufälligkeiten  die  Infektion  gehindert  haben  können. 

2.   Versuche    mit    sklerotieiibehafteten    Tulpenzwiebeln, 

Herbst  1906. 

Es  wurden  achtzehn  aus  verschiedenen  Quellen  stannnende,  kräftige 
und  völlig  gesund  aussehende,  aber  mit  einzelnen  -Botrytis-i^kleYoüeji 
behaftete  Zwiebeln,  wie  sie  unter  den  käuflichen  Zwiebeln  stets  vereinzelt 
vorkommen,  in  Töpfe  gepflanzt.  Im  Frühjahr  1907  gingen  sieben  Pflanzen 
mit  Botrytis  behaftet  auf.  Unter  diesen  waren  drei,  an  denen  sich  die 
Sklerotien  am  Stengelrest  befunden  hatten,  je  eine,  an  denen  sie  an  der 
Spitze  bezugsweise  in  der  Mitte  der  braunen  Schale  gesessen  hatten,  und 
zwei,  die  braune  trockene,  vermutlich  durch  Botrytis-lnieküoii  entstandene 
Stellen  auf  der  weißen  Schale  gehabt  hatten.  Bei  der  Ernte  (Anfang 
Juni)  fanden  sich  noch  drei  weitere  Zwiebeln  infiziert,  und  zwar  waren 
bei  diesen  neue  Sklerotien  an  der  braunen  Hülle  der  Tochterzwiebeln 
entstanden;  hier  war  die  Infektion  offenbar  nur  schwach  gewesen.  Im  ganzen 
waren  also  von  den  achtzehn  Pflanzen  zehn  infiziert  worden.  Ich  war 
zunächst  etwas  überrascht,  daß  nicht  mehr  oder  nicht  alle  Pflanzen  in- 
fiziert waren.  Doch  brauchen  nicht  in  allen  Fällen  die  Bedingungen  für 
die  Infektion  gleich  günstige  gewesen  zu  sein;  die  braune  Schale  der 
Zwiebel  gewährt,  wenn  sie  unverletzt  ist  und  die  Sklerotien  sich  nur  auf 
ihrer  Außenseite  oder  an  dem  Stengelrest  befinden,  gegen  die  Infektion 
einen  gewissen  Schutz,  und  außerdem  spielt  natürlich  auch  die  Zahl  der 
vorhandenen  Sklerotien  eine  Rolle. 

Es  kommen  zu  diesen  Versuchen  noch  diejenigen  Fälle  hinzu,  wo 
bei   den  unten  zu  besprechenden  Versuchen  mit  Sclerotium  Tulipanmi  in 


10  H.  Klebahn. 

einzelnen  Fällen  unerwartet  die  Botrytis  auftrat.  In  einem  Falle  gelang 
es,  auf  der  Innenseite  der  braunen  Schale  sitzende,  beim  Pflanzen  über- 
sehene Botnjtis-'^Y\Qxotie\\  nachträglich  nachzuweisen.  Die  andern  Fälle 
dürften  auf  ähnlichen  Verhältnissen  beruht  haben. 

3.   Versuche,  andere  Blumenzwiebeln  mittels  Sklerotien  von 
Botri/tis  i)arasiticn  zu  infizieren,  1904  und  1905. 

Die  Zwiebeln  folgender  Pflanzen  wurden  in  gute  Gartenerde  gepflanzt, 

die  Sklerotien  neben  die  Spitze  gelegt: 

Herbst  1904       Herbst  1905 

Hyazinthen 2  Zwiebeln    3  Zwiebeln 

Fritillaria  imperialis 1  „  1  „ 

Scilla  sibirica 3  „  2  „ 

Oalanthus  nivalis 4         „  2  „ 

Narcissus  Pseudonarcissus  ...   2  „  2  „ 

Narcissus  xmetiais 2  „  2  „ 

Iris  hispanica 2  „  2  „ 

Crocus  vernus 3  „  4  „ 

Ergebnis  im  Frühjahr  1905:  Die  Hyazinthen  zeigen  beim  Austreiben 
auf  den  Blättern  ein  paar  unbedeutende,  aber  wohl  kaum  auf  den  Pilz 
zurückführbare  Flecken.  Sie  entwickeln  sich  dann  und  blühen  trotz 
dauernden  Verweilens  unter  Glasglocken  ohne  Schaden  und  ohne  Auf- 
treten von  Pilzen.  Fritillaria  zeigt  einen  Fleck  auf  dem  ersten  Blatte, 
bleibt  aber  im  übrigen  gleichfalls  völlig  ohne  Schädigung  und  kommt  zur 
Blüte.  An  den  übrigen  Pflanzen  sind  keine  Schädigungen  nachweisbar. 
Ergebnis  im  Frühjahr  1906:  An  keiner  der  Versuchspflanzen  wird 
eine  auf  eine  A^'irklmg  des  Pilzes  zurückführbare  Erscheinung  bemerkbar. 

4.   Versuche  mit  Conidien. 

Infektionsversuche  mit  Conidien  von  Botrytis  parasitica  habe  ich  in 
größerer  Zahl  im  Frühjahr  1903  ausgeführt  (Klebahn  I,  pag.  23).  Einige 
im  Frühjahr  1906  vorgenommene  Versuche  hatten  im  wesentlichen  nur 
den  Zweck,  zum  Vergleiche  mit  dem  Verhalten  einer  auf  Narzissen 
beobachteten  Botrytis  zu  dienen  (siehe  unten).  Das  Resultat  entsprach 
den  bereits  früher  gewonnenen  Ergebnissen.  Die  Tulpen  wurden  an 
beliebigen  Stellen  rasch  und  reichlich  infiziert;  die  übrigen  Pflanzen 
erlitten  an  den  Blättern  keinen  Schaden;  nur  die  Blüten,  mitunter  erst 
die  absterbenden,  wurden  in  einigen  Fällen  von  dem  Pilze  befallen. 

Es  wurde  ferner  im  Frühjahr  1907  Muscari  botryoides  reichlich  mit 
Conidien  bepudert  und  14  Tage  unter  einer  Glasglocke  feucht  gehalten. 
Es  entstanden  nur  einige  graue  Flecken  an  den  Blüten  und  zuletzt 
Schädigungen  durch  das  lange  Feuchthalten,  aber  keine  Botrytis- 
Entwickelung. 


Weitere  Untersuchungen  über  die  Sklerotienkrankheiten  der  Zwiebelpflanzeu.      H 

Folgerungen. 

Die  Ergebnisse  der  vorstehenden  Versuche  sind  im  wesentlichen 
Bestätigungen  des  früher  Festgestellten;  sie  lassen  sich  folgendermaßen 
kurz  ausdrücken: 

1.  Die  kleinen  schwarzen  Sklerotien  der -Bo^r^/^fsjoaras^Yica  infizieren 
leicht  die  austreibenden  Tulpen,  und  es  treten  an  diesen  dann  nur  die 
Erscheinungen  auf,  die  für  Botrytis  parasitica  charakteristisch  sind. 

2.  Unter  den  im  Handel  befindlichen  Tulpenzwiebeln,  auch  in  bester 
Ware,  findet  sich  regelmäßig  ein  kleiner  Prozentsatz  solcher,  die  am 
Stengelrest,  an  der  braunen  Schale  oder  selbst  auf  dem  äußersten  weißen 
Zwiebelblatte  Botrytis-Skleroüew  tragen.  Diese  liefern  in  vielen  Fällen 
botrytiskranke  Pflanzen.  Ein  großer  Teil  der  in  den  Tulpenpflan- 
zungen auftretenden  Botrytis -Erkrankmo-gen  beruht  auf  den  mit 
solchen  Zwiebeln  eingeschleppten  Sklerotien.  Mitunter,  wenn 
auch  selten,  sitzen  die  Sklerotien  so  verborgen,  z.  B.  unter  der  braunen 
Schale,  daß  man  sie  nicht  leicht  findet.  Es  scheint  auch,  als  ob  ein- 
getrocknete Infektionsstellen  ohne  Sklerotien,  die  man  mitunter  auf  dem 
weißen  äußeren  Zwiebelblatte  findet,  zu  einer  Wiederbelebung  des  Pilzes 
führen  können;  doch  bedarf  dies  weiterer  Prüfung. 

3.  Die  Conidien  übertragen  die  Krankheit  leicht  auf  gesunde  Pflanzen. 

4.  Hyazinthen,  Narzissen,  Schneeglöckchen,  Crocns,  Scilla, 
Fritillaria,  Iris  sihirica  und  Muscari  botryoides  werden  an  den  Zwiebeln 
und  am  Laube  weder  von  den  Sklerotien  nocli  von  den  Conidien  der 
Botrytis  geschädigt.  Die  auf  den  Blüten  einiger  dieser  Pflanzen  mögliche 
Entwickelung  ist  ohne  größere  praktische  Bedeutung.  Die  genannten 
Pflanzen  tragen  daher  zur  Verbreitung  der  Botrytis ■Kriinkheit  nicht  bei 
und  sind  dort,  wo  nur  die  Botrytis  auftritt,  als  Vorfrucht  vor  Tulpen 
unbedenklich. 

5.  Es  liegen  bisher  keine  Erfahrungen  vor,  die  dafür  sprechen, 
daß  die  BotrytisSkleroüen  im  Boden  länger  als  ein  Jahr  infektionskräftig 
bleiben;  doch  ist  diese  Frage  noch  weiter  zu  prüfen. 

III.    Die  Sklerotien-Krankheit  der  Tulpen  oder  die  Krankheit 
der  „kwaden  plekken"  (Sclerotium  Tuliparum  Klebahn). 

Die  Sklerotien-Krankheit')  befällt  hauptsächlich  die  Zwiebel,  am 
häufigsten  von  der  Spitze  aus,  seltener  von  unten  her,  und  tötet  sie  ab, 
bevor  der  Trieb  die  Länge  der  Zwiebel  erreicht  hat,  während  die  Wurzeln 
kräftig  entwickelt  sind.  Die  Zwiebelblätter  erscheinen  rötlich  grau  verfärbt 
und  sind  von  Mycel  durchsetzt,  das  die  Zellwände  durchbohrend  die 
Zellen   durchdringt  und   sich   auch   außerhalb   der  Zwiebel  im  Erdboden 

')  Vergl.  die  Abbildungen  Klebahn  I,  Fig.  1—3;  11,  Fig.  4  u.  5;  IV,  Fig.  53—55. 


12  H.  Klebalm. 

verbreitet.  Im  Mycel  bilden  sicli  große  Sklerotien  (1,5 — 9  mm),  die  anfangs 
weiß  sind  und  später  außen  braun  und  innen  liellbräunlich  werden.  Sie 
finden  sich  in  dem  die  Zwiebel  umgebenden  Erdreich,  besonders  in  der 
Nachbarschaft  des  Zwiebelhalses,  mitunter  auch  zwischen  den  Wurzeln. 
Anfangs  durch  das  Mycel  festgehalten,  werden  sie  später  frei.  vSelten 
trifft  man  sie  im  Innern  der  Zwiebel,  zwischen  den  Zwiebelblättern.  Die 
Infektion  findet  durch  die  im  Erdreich  verbleibenden  Sklerotien  statt, 
anscheinend  durch  Mycel,  das  aus  denselben  hervorsproßt.  Conidien  werden 
nicht  gebildet,  auch  nicht  in  Reinkulturen.  Ebensowenig  gelang  es  bisher, 
selbst  nicht  nach  drei  Jahre  langem  Liegen  der  Sklerotien  im  Erdboden, 
eine  Ascosporenfruchtform  zu  erhalten. 

In  seltenen  Fällen  wird  nur  der  Trieb  von  dem  Pilze  ergriffen. 
Einen  solchen  Fall  beobachtete  ich  im  Februar  1907  an  dem  aus  Frankfurt 
übersandten  Material.  Der  Trieb  war  4 — 6  cm  über  der  Zwiebel,  da  wo 
die  Blütenknospe  lag,  befallen  und  trug  hier  Sklerotien;  die  Zwiebel  war 
gesund  geblieben.  Ich  nehme  an,  daß  dieser  außergewöhnliche  Fall  eine 
Folge  des  künstlichen  Treibens  der  Tulpen  war;  der  befallene  Trieb  hatte 
sich  vermutlich  so  rasch  gestreckt,  daß  der  Pilz  nicht  Zeit  fand,  in  die 
Zwiebel  einzudringen. 

Wie  oben  schon  angedeutet  ist,  gelang  es  mir  anfangs  nicht,  bei 
Haarlem  die  Sklerotien-Krankheit  aufzufinden.  Endlich  zeigte  mir  Herr 
Kr e läge  eine  Stelle  auf  etwas  feuchterem  schwarzen  Boden,  wo  sie 
vorhanden  war,  aber  ohne  daß  sie  hier  zu  einer  ausgeprägten  Entstehung 
von  „kwaden  plekken"  geführt  hätte,  und  Herr  Polman-Mooy  brachte 
mir  vereinzelte  kranke  Zwiebeln  und  sandte  mir  auch  im  April  1907  eine 
kleine  Kollektion.  Man  teilte  mir  mit,  daß  man  die  „kwaden  plekken" 
allerdings  kenne  und  sie  hier  und  da  gehabt  habe.  iVnscheinend  ist  es 
aber  durch  rechtzeitig  in  genügendem  Umfange  vorgenommenes  Entfernen 
der  kranken  Pflanzen  gelungen,  die  Krankheit  einzudämmen. 

Ein  mit  „kwaden  plekken"  seit  langer  Zeit  stark  verseuchtes  Gebiet 
liegt  dagegen  bei  Noordwijk,  und  hier  hat  daher  die  allerdings  nicht  mit 
genügenden  Mitteln  ausgerüstete  Kommission  ihren  Sitz,  welche  die  Aufgabe 
verfolgt,  Versuclie  zur  Bekämpfung  des  Übels  zu  machen.  Die  Herren  von  der 
Kommission  waren  so  liebenswürdig,  mich  an  eine  geeignete  Stelle  zu  führen, 
und  dort  sah  man  sogleich,  daß  die  Erscheinungen  ganz  andere  sind  als  die 
durch  Botrytis  hervorgebrachten.  Es  waren  nicht  vereinzelte  Tulpen 
zwischen  den  umgebenden  gesunden  krank,  sondern  auf  ganzen  Strecken 
der  Beete  waren  nui-  vereinzelte  Tulpen  aufgegangen ;  wenn  man  die  aus- 
gebliebenen Zwiebeln  herausholte,  fand  man  in  ihrer  Umgebung  die  großen 
braunen  oder  noch  weißen  Sklerotien,  und  sie  selbst  zeigten  sich  beim 
Durchschneiden  inwendig  faul.  Die  verseuchten  Stellen  erstreckten  sich 
oft  über  mehrere  benachbarte  Beete,  und  sie  fanden  sich  auf  den  Äckern 


Weitere  Untersucluuigen  über  die  Sklerotieiikraiiklieiten  der  Zwiebelpflaiizeii.      13 

in  gToßcn  Mengen,  so  daß  es  sich  also  mn  ein  weit  ausgebreitetes  und 
dalier  entsprechend  schwer  zu  bekämpfendes  Übel  handelt. 

Die  Ursachen  dei-  Entstehung  dieser  großen  verseuchten  Flächen 
sind  in  erster  Linie  in  der  Lebensweise  des  Pilzes  und  in  zweiter  in  der 
Art  und  Weise  der  Kultur  der  Tulpen  zu  suchen.  Zur  Erntezeit  der  Tulpen 
sind  die  kranken  Zwiebeln  verfault ;  sie  werden  daher  entweder  überhaupt 
nicht  aus  dem  Boden  genommen,  oder  es  fallen  beim  Herausnehmen  die 
Sklerotien  ab  und  verbleiben  im  Boden.  Vielleicht  werden  gelegentlich 
auch  kranke  Zwiebeln  achtlos  beiseite  geworfen.  Gräbt  man  dann  um, 
so  werden  die  Sklerotien  verbreitet,  und  es  entstehen  Flächen,  auf  denen 
sie  überall  vorhanden  sind.  Ein  im  folgenden  beschriebener  Versuch  zeigt 
das  Zustandekommen  einer  solchen  verseuchten  Stelle  sehr  deutlich  (I D  c  2). 
Nun  wird  unten  ferner  gezeigt  werden,  daß  die  Lebensdauer  der  Sklerotien 
im  Boden  drei  Jahre  erreicht.  Wenn  also  innnerhalb  dieser  Zeit  wieder 
eine  Blumenzwiebelsorte  kultiviert  wird,  die  für  den  Pilz  empfänglich  ist, 
so  entstehen  neue  Sklerotien,  die  denBoden  auf  weitere  drei  Jahre  verseuchen. 

Es  erhebt  sich  allerdings  die  Frage,  ob  vielleicht  die  örtlichen  Ver- 
hältnisse in  Noordwijk  das  Auftreten  der  „kwaden  plekken''  in  besonderer 
Weise  begünstigen.  Die  betreffenden  Felder  liegen  unweit  des  Meeres, 
hinter  den  Dünen;  der  Boden  ist  lockerer  Dünensand.  Dieser  lockere 
Sand  ist  natürlich  an  sich  kein  Nährboden  für  den  Pilz,  und  auch  die 
Ausbreitung  des  Mycels  scheint  in  reinem  Sand  in  erheblich  schwächerem 
Grade  stattzufinden  als  in  Boden,  der  wenigstens  geringe  Mengen  Humus 
enthält  (Versuch  I  D  6).  Nun  wird  dieser  Boden  allerdings  stark  gedüngt, 
und  es  steht  fest,  daß  das  Mycel  in  sterilisiertem  Dünger  wachsen  und 
sogar  Sklerotien  bilden  kann  (Versuche  IV).  Aber  dies  ist  in  dem  Boden 
bei  Noordwijk  keineswegs  in  höherem  Grade  der  Fall  als  an  anderen 
Orten,  und  außerdem  bezweifele  ich,  daß  sich  die  Bedingungen  für  die 
Entwickelung  des  Pilzes  in  dem  mit  allen  möglichen  anderen  Pilzen  durch- 
setzten Miste  im  Erdboden  mit  denen  in  einer  Reinkultur  vergleichen  lassen. 
Man  könnte  ferner  die  Frage  stellen,  ob  die  Bildung  der  Sklerotien  durch  den 
lockeren  Boden  besonders  begünstigt  wird,  da  dieselben  gern  an  der  Luft 
entstehen  und  sich  selten  im  Innern  der  Zwiebeln  finden.  Meine  Versuche 
mit  verschiedenartigen  Böden  geben  indessen  dieser  Vermutung  einstweilen 
keine  Stütze.  Dagegen  spielt  vielleicht  der  lockere  Sandboden  in  Ver- 
bindung mit  einem  anderen  Moment  eine  Eolle,  nämlich  dem  Winde,  der 
in  diesen  flachen,  in  unmittelbarer  Nähe  des  Meeres  gelegenen  Gebieten 
oft  eine  besondere  Heftigkeit  erlangt.  Wie  er  den  Sand  der  Dünen  be- 
wegt, so  wird  er  auch  mit  Leichtigkeit  Sklerotien,  die  durch  das  Um- 
graben an  die  Oberfläche  gelangt  sind,  mit  sich  fortführen  und  dadurch 
zur  Vergrößerung  der  „kwaden  plekken"  beitragen  oder  den  Krankheits- 
keim in  bisher  unverseuchte  Gebiete  befördern. 


14  H.  Klebalm. 

Sehr  wahi'schoinlich  ist  es  auch,  daß  man  in  früheren  Zeiten  keine 
ausreichenden  ]Vraßregehi  zur  Beseitigung  der  kranken  Pflanzen  angewandt 
hat,  und  es  würde  bei  den  eben  geschilderten  Verbreitungsmöglichkeiten 
unter  Umständen  schon  genügt  haben,  wenn  ein  einzelner  Züchter  seine 
Felder  vernachlässigt  hätte. 

Neben  dem  Sclerotium  TuUparum  war  übrigens  in  dem  Gebiete  der 
„kwaden  plekken"  auch  Botrytis  imrasitica  vorhanden,  und  zwar  nicht 
minder  häufig  als  auf  den  Feldern  bei  Haarlem  und  bei  Beverwijk,  wo 
die  „kwaden  plekken"  selten  sind.  Man  hat  es  hier  also  mit  beiden 
Krankheiten  zu  tun,  die  Bekämpfung  wird  dadurch  erschwert,  und  die 
bisherigen  Ergebnisse  des  Kampfes  müssen  infolge  der  nicht  stattgehabten 
Unterscheidung    der   beiden  Krankheiten    notwendigerweise   unklar  sein. 

Es  mag  nun  auch  hier  eine  Besprechung  meiner  Versuche  folgen. 

I.   Versuche,  Tulpen  mit  Sclerofliun  TuUparum  zu  infizieren. 

A.    Versuche  vom  Herbst  1904, 
Ergebnisse  festgestellt  im  Frühjahr  1905. 
Die  Versuche  umfassen  zehn  Reihen,  jede  Reihe  betrifft  fünf  Tulpen- 
zwiebeln,   die  einzeln  in  Töpfe  gepflanzt  wurden,    von  folgenden  Sorten: 
I.    einfache  frühe  Gelber  Prinz;    IL  monströse  Lutea  major]    III.   späte 
Carinata  rubra ;  IV.  einfache  früheste  Duc  van  Tholl ;  V.  Darwin,  gemischt. 

1.  Gruppe:  Sklerotien  vom  Frühjahr  1903,  die  bis  zum 
Beginn  der  Versuche  im  Freien,  jeder  Witterung  ausgesetzt,  in 
Erde  aufbewahrt  worden  waren,  neben  die  Spitze  der  Zwiebeln 
gelegt. 

Reihe  1,  Zwiebeln  in  fetter  Gartenerde.  —  Ergebnis:  Zwiebel  IV 
(Duc  van  Tholl)  gesund ;  die  übrigen  vier  getötet,  nach  dem  Zerschneiden 
Sklerotien  bildend. 

2.  Gruppe:  Sklerotien  vom  Frühjahr  1904,  neben  die  Spitze 
der  Zwiebeln  gelegt. 

Reihen  2  und  3,  Zwiebeln  in  fetter  Gartenerde.  —  Ergebnis: 
Zwiebel  I,  Reihe  2,  nicht  von  Sclerotium  TuUparum,  sondern  vermutlich 
infolge  Übersehens  an  der  Zwiebel  sitzender  i5o^r?/^?5-Sklerotien  von 
Botrytis  parasitica  befallen;  Zwiebel  II,  Reihe  3,  getötet,  aber  keine 
Sklerotien  bildend.  Die  übrigen  acht  getötet  und  teils  bereits  mit  Skle- 
rotien umgeben,  teils  solche  nach  dem  Zerschneiden  bildend. 

Reihen  4  und  5,  magere  Gartenerde.  —  Ergebnis:  Alle  zehn 
Zwiebeln  getötet,  alle  außer  V,  Reihe  4,  und  IV,  Reihe  5,  mit  Sklerotien 
besetzt  oder  solche  nach  dem  Zerschneiden  bildend. 

Reihen  6  und  7,  Lehm  mit  etwas  Sand.  —  Ergebnis:  Neun 
Zwiebeln  getötet  und  mit  Sklerotien  besetzt  oder  solche  nach  dem  Zer- 


Weitere  Untersuchungen  über  die  Sklerotienkrankheiten  der  Zwiebelpflanzen.      15 

schneiden  bildend,  die  zehnte,  nämlich  III,  Reihe  7,  gesund  geblieben. 
Die  neugebildeten  8klerotien  fanden  sich  in  einigen  Fällen  zwischen  den 
Wurzeln  an  der  Wand  des  Blumentopfes,  also  weit  von  der  Zwiebel 
entfernt. 

3.  Gruppe:  Skier otien  vom  Frühjahr  1904,  1  cm  von  der 
Spitze  der  Zwiebel  entfernt  gelegt. 

Reihe  8,  fette  Gartenerde;  Reihe  9,  magere  Gartenerde;  Reihe  10, 
Lehm  mit  etwas  Sand.  —  Ergebnis:  Sämtliche  15  Zwiebeln  getötet, 
alle  Sklerotien  bildend  mit  Ausnahme  von  III,  Reihe  8,  I  und  V,  Reihe  9, 
und  V,  Reihe  10.  Die  Sklerotien  in  den  Töpfen  mit  Lehmerde  zum  Teil 
an  der  Topfwand  zwischen  den  Wurzeln. 

Im  ganzen  sind  von  50  geimpften  Zwiebeln  dieser  Kultui^en  nur  drei 
der  Infektion  entgangen. 

Hieran  schlössen  sich  noch  folgende  zwei  Versuche: 

1.  Zwei  Zwiebeln  wurden  mit  Sklerotien  geimpft,  die  in  Rein- 
kultur auf  sterilisierten  Tulpenzwiebeln  entstanden  waren.  Ergebnis: 
Beide  Zwiebeln  getötet,  aber  keine  Sklerotien  bildend. 

2.  In  eine  Schale  von  32  cm  Durchmesser  wurden  in  einer  Kreis- 
fläche von  10  cm  Durchmesser  zwölf  Tulpenzwiebeln  in  Gartenerde  neben- 
einander gepflanzt.  Um  dieselben  herum,  etwa  3 — 4  cm  entfernt, 
wurden  Sklerotien  in  einem  Kreise  verteilt.  Ergebnis:  Zehn  Zwiebeln 
mehr  oder  weniger  stark  befallen  und  Sklerotien  bildend;  zwei  gesund 
geblieben. 

B.    Versuche  vom  Herbst  1905, 

Ergebnisse  festgestellt  im  Frühjahr  1906. 

a)    Versuche  in  Töpfen  (Zwiebeln  einzeln  in  Töpfe  gepflanzt). 

1.  Gruppe:  Sklerotien  vom  Frühjahr  1904,  die  bis  zum 
Beginn  der  Versuche  im  Freien  aufbewahrt  worden  waren, 
neben  die  Spitze  der  Zwiebeln  gelegt. 

Zwiebeln  1  und  2  in  Lehmerde  (Lehm  mit  Gartenerde  zu  gleichen 
Teilen).  —  Ergebnis:  Beide  geschädigt,  Zwiebel  1  Sklerotien  bildend. 

Zwiebeln  3  und  4  in  Misterde  (fette  Misterde  mit  wenig  Gartenerde 
und  Sand  gemischt).  —  Ergebnis:  Zwiebel  3  getötet,  Sklerotien  bildend; 
Zwiebel  4  gesund. 

Zwiebeln  5  und  6  in  sandiger  Erde  (Sand  mit  weniger  als  ein  Drittel 
Gartenerde).  —  Ergebnis:  Beide  gesund. 

2.  Gruppe:  Sklerotien  aus  einer  Reinkultur  auf  sterili- 
sierten Tulpenzwiebeln  vom  Sommer  1905,  neben  die  Spitze  der 
Zwiebeln  gelegt. 

Zwiebel  1,  Lehmerde,  getötet,  Sklerotien  bildend ;  Zwiebel  2,  Mist- 
erde, gesund;  Zwiebel  3,  sandige  Erde,  getötet,  Sklerotien  bildend. 


\Q  H.  Klebalm. 

3.  Gruppe:  Auf  natürlichem  Wege  erhaltene  Sklerotien 
vom  Frühjahr  1905,  neben  die  Spitzen  der  Zwiebeln  gelegt. 

Zwiebeln  1 — 4  in  Lehmerde:  Alle  getötet,  1,  2  und  3  bilden  Skle- 
rotien, 1  und  2  auch  zwischen  den  Wurzeln;  aus  Zwiebel  3  gehen  drei 
winzige  gesunde  Brutzwiebeln  hervor. 

Zwiebeln  5 — 8  in  Misterde :  Zwiebeln  5  und  8  getötet,  Sklerotien 
bildend;  7  stark  geschädigt,  nicht  Sklerotien  bildend;  6  gesund. 

Zwiebeln  9 — 12  in  sandiger  Erde:  9  und  11  getötet,  11  Sklerotien 
bildend,  9  nicht;  10  und  12  gesund. 

Zwiebeln  13 — 16  in  reinem  Sand:  13  und  16  bereits  am  19.  Februar 
getötet  und  Sklerotien  bildend;  14  und  15  gesund. 

Im  ganzen  sind  von  25  Zwiebeln  dieser  Versuche  16  getötet,  neun 
gesund  geblieben. 

b)  Versuche  in  Schalen. 
Die  Zwiebeln  wurden  in  gewissen  Gruppierungen  in  Schalen  von 
etwa  32  cm  Durchmesser  gepflanzt  und  die  Sklerotien  an  bestimmte 
Stellen  gelegt,  um  die  Verbreitung  der  Infektion  im  Boden  verfolgen  zu 
können.  Die  Anordnung  der  Zwiebeln  und  die  eingetretene  Infektion 
werden  durch  die  beigegebenen  Diagramme  erläutert. 

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2c 

Abbildung  2. 

Anordnung-  der  Tulpenzwiebeln  bei  den  Infektionsversuchen  in  Schalen  1905  und  Erfolg 

der  Infektion  1906.    Die  Striche  geben  die  Infektionsstellen  an,  die  schwarzen  Kreise  die 

getöteten,  die  weißen  die  gesund  gebliebenen  Pflanzen. 

S  Sclerotium  Ttiliparum  vorhanden.     B  Botrytis-lniektion  vorhanden. 

1.  Schale  (Abbild.  2  a):  Lehm  und  Gartenerde  zu  gleichen  Teilen. 
Zwiebel  I  in  der  Mitte,  II — VI  in  einem  Kreise  von  6  cm  Radius  um 
dieselbe  herum,  VII — XII  in  etwa  4 — 5  cm  Abstand  auf  den  durch  die 
Verbindungslinien  von  I  mit  II — VI  bezeichneten  Radien,  auf  dem  Radius 
I — V  eine  Zwiebel  mehr  und  die  Zwiebeln  etwas  dichter  (I,  V,  VII,  VIII). 
Ein  Kranz  von  Sklerotien  in  einem  Kreise  von  etwa  3  cm  Radius  um  die 
Zwiebel  I  gelegt.  —  Ergebnis:  Zwiebeln  I — VI  getötet  und  Sklerotien 
bildend;  die  übrigen  gesund  geblieben,  blühend  und  ziemlich  gute  neue 
Zwiebeln  hervorbringend. 


\¥eitere  Untersuchungen  über  die  Sklerotieiikrankheiten  der  Zwiebelpflanzen.      17 

2.  Schale  (Abbild.  21)):  Lelim  imd  Gartenerde  zu  gleichen  Teilen. 
Neun  Zwiebeln  in  gleichen  Abständen  am  Eande  herum  verteilt,  ungefähr 
zwei  Drittel  des  Umfangs  einnehmend  und  der  Reihe  nach  numeriert 
(I — IX);  eine  zehnte  Zwiebel  in  der  Mitte  des  freien  Drittels.  Um  die 
mittlere  (V)  der  neun  Zwiebeln  ein  Kranz  von  Sklerotien  gelegt.  — 
Ergebnis :  Zwiebel  V  ganz  getötet,  Sklerotien  bildend ;  Zwiebeln  IV  und  III 
der  Trieb  ausgeblieben,  Sklerotien  gebildet,  aber  ein  gesunder  Kern  er- 
halten, der  zu  einer  ziemlich  guten  Tochterzwiebel  wird;  Zwiebel  VI, 
auf  der  andern  Seite  an  V  angrenzend,  stark  geschädigt,  aber  ohne  große 
Sklerotien  und  mit  Botrytis -Sklerotien  besetzt,  also  anscheinend  durch 
Botrytis  getötet;  die  übrigen  Zwiebeln  nicht  infiziert,  später  blühend  und 
gesunde  Tochterzwiebeln  hinterlassend. 

3.  Schale  (Abbild.  2  c) :  Misterde  mit  Gartenerde  gemischt.  Acht 
Zwiebeln  wie  bei  Schale  2  am  Rande  herum  auf  zwei  Dritteln  des  Um- 
fangs verteilt,  die  neunte  in  der  Mitte  der  Lücke.  Sklerotien  in  einem 
Kranze  um  die  vierte  gelegt.  —  Ergebnis:  Zwiebel  I  gesund;  II  durch 
Botrytis  geschädigt;  III  Trieb  ausbleibend,  Zwiebel  faul,  Sklerotien  vor- 
handen; IV  (Impfung)  ebenso;  V.  gesund  geblieben,  eine  gesunde  Tochter- 
zwiebel liefernd,  aber  ein  paar  Sklerotien  in  den  AVurzeln;  VI  Trieb 
kümmerlich,  Zwiebel  größtenteils  faul,  Sklerotien  zwischen  den  Wurzeln; 
VII  gesund;  VIII  von  Botrytis  befallen;  IX  gesund. 

c)  Versuch  im  Freien. 
Es  wurden  170  Tulpen  in  20  Reihen  zu  abwechselnd  8  und  9  Zwiebeln 
ziemlich  dicht  auf  ein  Beet  gepflanzt,  so  daß  der  Abstand  der  Zwiebeln 
etwa  7 — 8  cm  betrug.  Dann  wurde  zwischen  die  Zwiebelreihen  2  und  3, 
8  und  9,  10  und  11,  13  und  14  je  eine  Reihe  Sklerotien  gelegt.  —  Er- 
gebnis: Wie  erwartet  werden  konnte,  wurde  eine  Anzahl  Zwiebeln  in 
den  unmittelbar  an  die  Sklerotienreihen  angrenzenden  Zwiebelreihen 
getötet.  Im  ganzen  aber  war  die  Zahl  eine  geringe;  in  den  nicht  un- 
mittelbar angrenzenden  Reihen  war  keine  Zwiebel  getötet  und  das  Beet 
zeigte  zur  Blütezeit  keine  auffälligen  Lücken.  Vgl.  die  Fortsetzung 
dieses  Versuchs,  D  c  2. 

C.  Versuche  vom  Frühjahr  1906. 
Es  wurden  am  11.  April  an  zwölf  Tulpen  nahe  dem  Zwiebelhalse 
kleine  Wunden  in  das  äußere  Zwiebelblatt  geschnitten  und  in  diese  zer- 
schnittene Sklerotien  gesteckt,  teils  solche  vom  vorigen  Jahre,  teils  im 
Frühjahr  1906  neugebildete.  Der  Erfolg  dieser  Versuche  war  nur  ein 
mäßiger.  Vier  Zwiebeln  waren  befallen;  zwei  davon  waren  ganz  faul 
und  zeigten  keine  Sklerotien;  die  beiden  anderen  waren  nur  teilweise 
geschädigt,  und  es  fanden  sich  einige  Sklerotien  an  denselben. 


18 


U.  Klebalm. 


D.    Versuche  vom  Herbst  1906, 
Ergebnisse  festgestellt  im  Frühjahr  1907. 

a)  Versuche  in  Töpfen. 

1.  Reihe.  Sklerotien  vom  Frühjahr  1904,  seit  ihrer  Ent- 
stehung im  Freien,  jeder  Witterung  ausgesetzt,  im  Erdboden 
aufbewahrt,  also  im  dritten  Winter  nach  ihrer  Entstehung 
geprüft. 

Töpfe  1—3  Lehmerde,  Töpfe  4—6  Misterde,  Töpfe  7—9  sandige 
Erde;  jeder  Topf  mit  3  Zwiebeln. 

Ergebnis:  In  Topf  2  sind  alle,  in  den  Töpfen  1,  7  und  9  eine  oder 
zwei  Zwiebeln  getötet  und  mit  Sklerotien  behaftet.  In  Topf  4  und  5  ist 
je  eine  Zwiebel  geschädigt,  es  bilden  sich  aber  keine  vSklerotien  daran. 
Die  Pflanzen  der  Töpfe  3,  6  und  8  sind  der  Sklerotien-Infektion  entgangen. 
—  Zwei  Pflanzen  in  Topf  8  haben  eine  schwache  Botrytis-lntektion  auf 
der  weißen  Schale ;  eine  Pflanze  in  Topf  2  ist  außer  mit  Sclerotium  auch 
mit  Botrytis  behaftet. 

2.  Reihe.     Sklerotien  vom  Frühjahr  1906. 

Töpfe  1—3  Lehmerde,  Töpfe  4—6  Misterde,  Töpfe  7—9  sandige 
Erde,  Töpfe  10—12  reiner  Sand;  jeder  Topf  mit  zwei  Zwiebeln. 

Ergebnis:  Sämtliche  Tulpen  getötet,  mit  Sklerotien  behaftet 
oder  nach  dem  Zerschneiden  Sklerotien  bildend.  —  An  einer  Zwiebel  auch 
^oi^r^/fo's-Sklerotien. 

3.  Reihe.  Versuche  über  den  Einfluß  der  Lage  und  der 
Entfernung  der  infizierenden  Sklerotien. 

Töpfe  1  und  2:   Sklerotien  unter  die  Zwiebel  gelegt. 

Töpfe  3  und  4:  Sklerotien  neben  den  unteren  Teil  der  Zwiebel 
gelegt. 

Töpfe  5  und  6:  Sklerotien  oben  an  den  Rand  des  Topfes  gelegt. 

Töpfe  7  und  8:   Sklerotien  ganz  unten  in  den  Topf  gelegt. 

Jeder  Topf  mit  einer  Zwiebel.  Sklerotien  von  1906,  die  der  Töpfe 
mit  geraden  Zahlen  in  Reinkultur  erzogen.  Die  Töpfe  waren  12  cm  hoch 
und  oben  14  cm  weit. 

Ergebnis:  Sämtliche  Zwiebeln  getötet,  die  in  den  Töpfen  2, 
3,  4,  5,  6  und  8  mit  Sklerotien  besetzt,  die  beiden  andern  nach  dem 
Zerschneiden  Sklerotien  bildend. 

Bei  den  vorstehenden  Versuchen  sind  die  mit  Sklerotien  von  1906 
geimpften  Zwiebeln  sämtlich  getötet,  von  27  mit  Sklerotien  von  1904 
geimpften  dagegen  nur  9. 

b)  Versuche  in  Schalen. 

Diese  Versuche  hatten  den  Zweck,  weitere  Erfahrungen  über  die 
Ausbreitung  des  Pilzes  im  Boden  zu  sammeln.    Es  wurden  7  Schalen  von 


Weitere  Untersuchuiig-en  über  die  Sklerotieiikrankheiten  der  Zwiebelpflanzen.      19 

30  32  cm  Durchmesser  verwendet,  je  zwei  mit  Lelimerde,  Misterde, 
sandiger  Erde  imd  eine  mit  reinem  Sand.  Die  Tulpenzwiebeln  wurden 
in  ungefähr  5  cm  Abstand  teils  in  drei  Reihen,  teils  in  einem  Kreise 
ang-eordnet,  wie  es  die  nebenstehenden  Diagramme  (Abbild.  3)  zeigen. 
An  einer  oder  an  zwei  Stellen  wurden  Sklerotien  zwischen  die  Zwiebeln 
gelegt;  die  Impfstellen  sind  in  den  Diagrammen  durch  einen  geraden 
Strich  angegeben. 

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Abbildung  3. 
Anordnung  der  Tulpenzwiebeln  bei  den  Infektionsversueben  in  Schalen  1906  und  Erfolg 
der  Infektion  1907.  Die  Striche  geben  die  lufektionsstellen  an,  die  schwarzen  Kreise  die 
am  15.  März  bereits  getöteten  Zwiebeln,  die  halbschwarzen  die  bis  zum  15.  April  noch 
getöteten  oder  stark  geschädigten,  die  weißen  die  am  15.  April  (im  Kalthaus)  blühenden 
Pflanzen,     a  und  d  Lehmerde,   b  und  e  Misterde,   c  und  f  sandige  Erde,   g  reiner  Saud. 

Ergebnis :  Abgesehen  von  dem  merkwürdigen  Umstände,  daß  in  drei 
Schalen  je  eine  unmittelbar  neben  der  Impfstelle  liegende  Zwiebel  der 
Infektion  entgangen  ist,  zeigen  die  Versuche  auf  das  deutlichste,  wie  der 
Pilz  sich  von  der  Impfstelle  aus  verbreitet  und  jede  in  seinen  Bereich 
kommende  Zwiebel  tötet.  Die  Wirkung  des  Pilzes  hat  sich,  von  Zwiebel 
zu  Zwiebel  fortschreitend,  bis  zur  dritten  oder  vierten  Zwiebel  und  bis 
auf  18  cm  von  der  Impfstelle  bemerkbar  gemacht.  Nur  die  Schale  mit 
reinem  Sand  verhält  sich  abweichend;  hier  ist  nur  eine  einzige  Zwiebel 
getötet.  Das  Nähere  zeigen  die  Diagramme  (Abbild.  3),  in  denen  die 
am  15.  März  bereits  getöteten  Zwiebeln  als  schwarze  gefüllte  Kreise, 
die  nachträglich  noch  getöteten  oder  stark  geschädigten  als  halbgefüllte 
Kreise,  die  gesund  gebliebenen  und  am  15.  April  blühenden  Pflanzen  als 
leere  Kreise  dargestellt  sind. 


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^0  Ö.  KleijaliTi. 

c)  Versuche  im  Freien. 

I.  Auf  einer  noch  nicht  zur  Tulpenkultur  verwendeten  Fläche  wurden 
40  Tulpenzwiebeln  in  vier  Längs-  und  zehn  Querreilien  in  reg-ehnäßigen 
Abständen  von  10  cm  gepflanzt.  In  die  dritte  und  achte  Querreilie  wurden 
Sklerotien  gelegt. 

Ergebnis:  Die  acht  Tulpen  der  dritten  und  achten  Querreilie  sind 
sämtlich  getötet,  außerdem  eine  Tulpe  der  zweiten  und  zwei  Tulpen  der 

neunten  Querreihe  (Abb.  4).  Die  übrigen 
entwickeln  sich  gesund.  Die  Infektion 
ist  hier  auf  etwa  10  cm  Entfernung 
eingetreten. 

2.  Die  Fläche,  auf  der  im  vorigen 
Jahre    Infektionsversuche    mit    Tulpen 
Abbildung  4.  ^^^d  Hyazinthen  gemacht  worden  waren, 

Anordnung   der  Tulpen   bei  einem  In-       ^iirdpsn  iiinP'PP-rabpn    dnß  ipdp  Sf^h-iiifpl 

fektionsversucbe  im  Freien.  Die  Stricbe     wuiüe  SO  umgegraDcn,  uau  ]eae  hcnauiei 

geben    die   Infektionsstellen    an,    die      voll   Erde   wieder   an    ihren  Platz   ge- 

schAvarzen   Kreise    die    getöteten,    die      ^^..fp,.  wurde     Dann  wurden  9^  Tuluen 
weißen  Kreise  die  gesund  gebliebenen      woiren  wume.   uann  wuraen  yo  luipen 

Tulpen.  in  fünf  Längsreihen  zu  19  Stück  darauf 

gepflanzt. 

Ergebnis:  Etwa  die  Hälfte  der  Tulpen  bleibt  ganz  aus.   Die  Lücken 

verteilen  sich  ziemlich  gleichmäßig  über  die  ganze  Fläche.    Nachträglich 

gehen  von  den  austreibenden  noch  manche  zugrunde,  so  daß  weniger  als 

ein  Drittel  gesund  bleibt. 

Der  Versuch  zeigt,  wie  die  Epidemie  sich  ausbreitet;  im  Jahre  1906 
waren  die  Lücken  auf  diesem  Beete  kaum  bemerkbar  gewesen  (vgl.  oben 
Versuch  B  c). 

II.  Versuclie,  Hyazinthen  und  andere  Blumenzwiebeln 

mit  Sclerotium  TiiUparum  zu  infizieren.   Herbst  1904,  1905  und 
1906.   Ergebnisse  festgestellt  Frühjahr  1905,  1906  und  1907. 

I.  Hyazinthen. 

a)  Versuche  1904 — 05.  Frühe  Hj^azinthen,  fünf  Zwiebeln,  und  späte 
Hyazinthen,  fünf  Zwiebeln,  wurden  einzeln  in  Töpfe  gepflanzt  und  Skle- 
rotien neben  die  Spitze  gelegt.  —  Ergebnis:  Die  oberirdischen  Teile, 
namentlich  die  Blütenknospen,  haben  an  mehreren  Pflanzen  stark  gelitten, 
ohne  völlig  abgetötet  zu  sein.  Die  Blätter  haben  braune  Spitzen,  die 
Blütenknospen  sind  teilweise  in  eine  jauchige  Masse  verwandelt.  Hiervon 
abgesehen,  entwickeln  sich  die  Pflanzen  normal  weiter.  Die  Zwiebeln 
zeigen  keinen  Schaden,  aber  an  einer  von  den  frühen  und  an 
zweien  von  den  späten  Hyazinthen  finden  sich  ein  paar  kleine 
Sklerotien. 


Weitere  Untersuclmiigen  über  die  Sklerotienkraiikheiten  der  Zwiebelpflanzeii.      21 

b)  Versuche  1905 — 06.  Zwei  Töpfe  mit  Lehmerde,  zwei  mit  Sand 
und  zwei  mit  Misterde,  entsprechend  den  Tulpenversuchen  von  1905, 
wurden  mit  je  einer  Hyazinthenzwiebel  besetzt  und  Sklerotien  daneben 
gelegt.  —  Ergebnis:  Die  Pflanzen  sind  teilweise  etwas  beschädigt,  ent- 
wickeln sich  aber  trotzdem  gut  und  blühen.  An  zwei  Zwiebeln, 
nämlich  IV  und  V  nach  der  angegebenen  Reihenfolge,  finden  sich  nach 
dem  Abblühen  ein  paar  Sklerotien. 

c)  Versuche  1906 — 07.  In  drei  Schalen,  eine  mit  Lehmerde,  eine  mit 
Misterde,  eine  mit  sandiger  Erde,  wurden  je  fünf  Hyazinthen  dicht  bei- 
sammen gepflanzt  und  reichlich  Sklerotien  darüber  gelegt.  —  Ergebnis: 
Sämtliche  ZAviebeln  sind  stark  geschädigt,  so  daß  an  keiner  der  Trieb 
sich  gut  entwickelt.  Am  20.  oVIärz  wurde  aus  jeder  Schale  die  schlechteste 
Zwiebel  entnommen  und  genauer  untersucht.  Es  fanden  sich  an  allen 
dreien  äußerlich  einige  junge  Sklerotien  und  nach  dem  Zerschneiden 
ein  mehr  oder  weniger  bis  auf  den  Grund  eindringender  Fäulnisprozeß.  Im 
feuchten  Räume  griff  die  Fäulnis  um  sich,  aber  es  entstand  nur  wenig 
Mycel,  und  an  diesem  nur  äußerst  spärliche  winzige  Sklerotien. 

2.  Fritillaria  imperialis. 

a)  Versuche  1904 — 05.  Di'ei  Zwiebeln,  Sklerotien  in  die  oben  be- 
findliche Hc'ililung  gelegt.  —  Elrgebnis:  Alle  drei  Zwiebeln  faulend,  Trieb 
ausbleibend,  aber  Sklerotien  nicht  gebildet. 

b)  Versuche  1905 — 06.  Ergebnis:  Eine  Zwiebel  verhält  sich  ebenso; 
die  andere  bleibt  gesund  und  entwickelt  sich  normal. 

c)  Versuche  1906 — 07.  Sechs  Zwiebeln,  je  zwei  in  Lehmerde  (1,  2), 
Misterde  (3,  4),  sandiger  Erde  (5,  6).  —  Ergebnis:  An  vier  Pflanzen 
(2,  3,  4,  5)  sind  die  aus  der  Erde  hervortretenden  Blätter  stark  geschädigt. 
Der  Trieb  wächst  aber  weiter,  die  faulen  Stellen  vertrocknen,  und  die 
Pflanzen  entwickeln  sich,  zwar  teilweise  sehr  schwach,  aber  so  wTit  normal, 
wie  die  entstandenen  Defekte  es  zulassen,  allerdings  ohne  zu  blühen. 
Die  Schwächung  beruht  auf  einer  teilweisen  Zerstörung  der  Zwiebel; 
nur  an  einer  wurde  ein  einziges  Sklerotium  gefunden.  Die  beiden  andern 
Pflanzen  wachsen  und  blühen  normal. 

3.   Scilla  sibirica. 

a)  Versuche  1904 — 05.  Neun  Zwiebeln,  Sklerotien  neben  die  Spitze 
gelegt.  —  Ergebnis:  Blätter  und  Blüten  haben  stark  gelitten.  An  den 
Zwiebeln  ist  kein  Schaden  bemerkbar.    Sklerotien  werden  nicht  gebildet. 

b)  A^ersuche  1905 — 06.  Drei  Zwiebeln.  —  Ergebnis:  Zwei  Zwiebeln 
zerstört,  aber  ohne  Sklerotien;  eine  gesund. 

c)  Versuche  1906 — 07.  Je  zwölf  Zwiebeln  in  drei  Schalen,  je  einer 
mit  Lehmerde  (1),  Misterde  (2)  und  sandiger  Erde  (3).   —  Ergebnis:  Die 


22  H.  Klebahn. 

meisten  Pflanzen  getötet  oder  stark  geschädigt,  in  Schale  3  kommen  sechs, 
in  Schale  1  und  2  nur  je  zwei  noch  ziemlich  gut  zur  Blüte.  An  einzelnen 
Zwiebeln  sind  spärliche  Sklerotien.  Beim  Feuchthalten  durchschnittener 
Zwiebeln  greift  die  Fäulnis  um  sich,  es  entwickeln  sich  Schimmelpilze, 
aber  keine  neuen  Sklerotien. 

4.    Muscari  botryoides. 

Versuche  1906—07.  Drei  Töpfe  mit  je  sechs  Zwiebeln.  —  Ergebnis: 
Die  Pflanzen  entwickeln  sich  vollkommen  gesund. 

5.    Galanthus  nivalis. 

a)  Versuche  1904 — 05.  Zwölf  Zwiebeln.  Sklerotien  neben  die  Spitzen 
gelegt.  —  Ergebnis :  Scheidenblätter  gebräunt,  aber  ohne  Mycel.  Blätter, 
Blüten  und  Zwiebeln  gesund.     Unter  Glocke  keine  Pilzentwickelung. 

b)  Versuche  1905—06.  Vier  Zwiebeln.  —  Ergebnis:  Keine 
Schädigung. 

6.   Narcissus  Pseudonarcissus. 

a)  Versuch  1904—05.  Sechs  Zwiebeln.  Sklerotien  neben  die  Spitze 
gelegt.  —  Ergebnis:  Die  Blätter  haben  gelbliche  oder  braune  Spitzen, 
entwickeln  sich  im  übrigen  aber  normal,  ebenso  die  Blüten.  An  einer 
Zwiebel  sind  ein  paar  Sklerotien  entstanden,  eine  Schädigung  der 
Zwiebeln  ist  nicht  nachweisbar. 

b)  Versuch  1905—06.  Vier  Zwiebeln.  —  Ergebnis:  Ein  paar 
geschädigte  Spitzen,  Entwickelung  im  übrigen  gut,  Sklerotien  nicht 
gefunden. 

c)  Versuche  1906—07.  An  Stelle  von  Narcissus  Pseudonarcissus 
erhielt  ich  Gartennarzissen;  es  -woirden  in  sechs  Töpfe  je  zwei  Zwiebeln 
gepflanzt,  nämlich:  1,  2  Trompet  major,  3,  4  weiße  Princeps,  5,  6  gefüllte 
von  Sion.  —  Ergebnis:  An  den  meisten  Pflanzen  (Topf  1,  2,  4,  5)  haben 
die  aus  der  Erde  hervorkommenden  Blätter  faule  Stellen,  die  sich  zwar 
nicht  ausbreiten,  aber  eine  dauernde  Schädigung  des  Aussehens  der 
Pflanzen  bewirken.  Die  Pflanzen  in  Topf  3  und  6  sind  fast  völlig  gesund. 
Sklerotien  wurden  an  den  Zwiebeln  nicht  gefunden,  und  sie  entstanden 
auch  nicht  beim  Feuchthalten  der  zerschnittenen  Zwiebeln. 

7.    Narcissus  poeticus. 

Versuche  1904 — 05  sechs  Zwiebeln;  Versuche  1905 — 06  vier  Zwiebeln. 
Sklerotien  neben  die  Spitze  gelegt.  —  Ergebnis:  Von  ein  paar  braunen 
Spitzen  an  den  Blättern  des  ersten  Versuchs  abgesehen  Entwickelung 
ohne  Tadel. 


Weitere  Untersuchungen  über  die  Sklerotienkrankheiten  der  Zwiebelpflanzen.      23 

8.   Tazetten. 

Versuche  1906 — 07.  Je  zwei  Zwiebeln  der  Sorten  Grand  Soleil  und 
Generalstaaten.  Sklerotien  neben  die  Spitze  gelegt.  —  Ergebnis:  Keine 
Schädigung  bemerkt. 

9.    Iris  hispanica. 

a)  Versuche  1904 — 05.  Sechs  Zwiebeln,  Sklerotien  neben  die  Spitze 
gelegt.  —  Ergebnis :  Alle  Pflanzen  haben  gelitten,  an  einigen  ist  der  Trieb 
ausgeblieben  und  die  Zwiebel  faul.     Es  werden  Sklerotien  gebildet. 

b)  Versuche  1905 — 06.  Vier  Zwiebeln.  —  Ergebnis:  Die  Zwiebeln 
sind  getötet,  faul  und  bilden  Sklerotien. 

c)  Versuche  1906—07.  Schale  1,  Lehmerde,  13  Zwiebeln;  Schale  2, 
Misterde,  16  Zwiebeln;  Topf  3,  sandige  Erde,  drei  Zwiebeln.  Anordnung 
der  Schalen  wie  in  den  Diagrammen  Fig.  3,  a — c.  —  Ergebnis :  Die  von 
den  Impfstellen  ausgehende  Infektion  breitet  sich  über  die  ganzen  Schalen 
aus;  die  meisten  Zwiebeln  werden  getötet,  in  den  Schalen  bleiben  nur 
je  vier  bis  fünf  einigermaßen  gut.  An  einigen  Zwiebeln  sind  Sklerotien 
nachweisbar. 

10.   Crocus  vernus. 

a)  Versuche  1904 — 05.  Neun  Zwiebeln,  Sklerotien  neben  die  Spitze 
gelegt.  —  Ergebnis :  An  zwei  Pflanzen  ist  der  Trieb  getötet,  und  es  ent- 
stehen an  diesem  beim  Feuchthalten  ein  paar  Sklerotien.  Die  übrigen 
entwickeln  sich  gesund. 

b)  Versuche  1905 — 06.  Acht  Zwiebeln.  —  Ergebnis:  Keine  Schä- 
digung. 

c)  Versuche  1906 — 07.  Topf  1,  Lehmerde,  drei  Zwiebeln;  Topf  2, 
Misterde,  16  Zwiebeln;  Topf  3,  sandige  Erde,  sechs  Zwiebeln.  —  Ergebnis: 
Keine  Schädigung. 

III.    Versuche  mit  verdächtigen  Zwiebeln. 

Die  Wichtigkeit  der  Frage  nach  der  Möglichkeit  einer  Verschleppung 
der  Sklerotien-Krankheit  mittels  der  Tulpenzwiebeln  wurde  im  vorauf- 
gehenden bereits  erörtert.  Da  es  kaum  möglich  zu  sein  scheint,  daß  sich 
an  den  im  Handel  befindlichen  gereinigten  Zwiebeln  Sklerotien  von 
Sclerotium  Tkdiparum  befinden,  so  müssen  sich  die  Versuche  auf  solche 
Zwiebeln  erstrecken,  die  in  ihrem  Ursprung  oder  in  ihrem  Aussehen  ver- 
dächtig sind.  Natürlich  können  solche  Zwiebeln,  wenn  sie  noch  wachsen 
sollen,  nicht  gründlich  untersucht  werden;  findet  es  sich  bei  Beendigung 
der  Versuche,  daß  eine  Zwiebel  von  der  Krankheit  befallen  wurde,  so 
kann  man  sich  bei  einer  größeren  Zahl  von  Versuchen  des  ursprünglichen 
Aussehens  jeder  einzelnen  nicht  genau  erinnern.  Darin  liegt  eine  große 
Schwierigkeit  in  bezug  auf  die  Ausführung  und  Verwertung  dieser  Versuche. 


24  H.  Klebalm. 

Es  wurden  gepflanzt: 

1.  Eine  Anzahl  Tulpenzwiebeln  verschiedenen  Ursprungs,  auf  denen 
sich  verdächtige  -  -Flecken,  Wunden,  Pilzvegetationen  und  dergleichen 
befanden. 

2.  Einige  der  Zerstörung  entgangene  Brutzwiebeln  aus  sklerotien- 
kranken  Kulturen. 

3.  Eine  Anzahl  in  Noordwijk  auf  Feldern  mit  kwaden  plekken 
geernteter  Tulpen-,  Hyazinthen-  und  /r/s-Zwiebeln. 

Im  einzelnen  und  über  die  Ergebnisse  ist  das  Folgende  zu  bemerken: 

1.  Von  17  Tulpen  mit  verdächtigen  Flecken  ging  eine  mit  Botrytis 
behaftet  auf,  ob  infolge  der  Flecken  oder  infolge  übersehener  Botrytis- 
Sklerotien  ist  nicht  festzustellen.  Keine  dieser  Tulpen  war  von  der 
Sklerotien-Krankheit  befallen. 

Eine  Zwiebel  mit  einem  weißen  Mycel,  das  an  Champignonbrut 
erinnerte,  trieb  ohne  Schaden  aus. 

Wunden  mit  und  ohne  Schimmelvegetationen  auf  denselben  waren 
gleichfalls  in  der  Regel  ohne  Einfluß  auf  das  Gedeihen  der  Pflanzen. 
In  den  wenigen  Fällen,  wo  die  Tulpen  zugrunde  ging:en  und  sich  bei  der 
Untersuchung'  mit  Schimmel  angefüllt  erwiesen,  wird  man  annehmen  dürfen, 
daß  der  Schaden  bereits  vor  dem  Pflanzen  einen  größeren  Umfang  an- 
genommen hatte,  als  sich  bei  einer  äußerlichen  Besichtigung  der  Zwiebeln 
feststellen  ließ. 

2.  Zwei  Zwiebeln,  aus  erkrankten  Zwiebeln  der  Schalen  1  und  2 
der  Versuche  von  1905 — 06  (I  B  b)  hervorgegangen  und  im  Herbst  1906 
gepflanzt,  waren  1907  beide  getötet,  und  die  eine  war  reichlich  mit 
Sclerotium  Tuliparum  besetzt.  Diese  letztere  ist  bisher  der  einzige  Fall, 
daß  eine  Zwiebel  von  verdächtigem  Aussehen  und  Ursprünge  an  der 
Sklerotien-Krankheit  erkrankte.  Leider  ist  nicht  mehr  festzustellen,  in 
welchem  Zustande  sich  der  Pilz  an  der  Zwiebel  befunden  hat. 

Von  16  weiteren  Zwiebeln  derselben  Kulturen  wurde  eine  botrytis- 
krank,  die  übrigen  blieben  gesund. 

Eine  große  Zahl  winzig  kleiner,  aus  sklerotienkranken  Zwiebeln 
entstandener,  zum  Teil  sehr  schlecht  aussehender  Brutzwiebeln  wurde  in 
eine  Schale  gepflanzt.  Ungefähr  die  Hälfte  ging  gesund  auf.  Sklerotien 
waren  an  den  getöteten  nicht  vorhanden. 

3.  Auf  meinen  Wunsch,  verdächtige,  auf  „kwaden  plekken"  geerntete 
Zwiebeln  zu  erhalten,  hatte  mir  eine  Firma  in  Noordwijk  zuerst  ein 
größeres  Quantum  tadellos  aussehender  Tulpen-,  Hyazinthen-  und  Iris- 
Zwiebeln  geschickt.  Nachdem  ich  dann  nochmals  genau  den  Zweck 
angegeben  hatte,  welchem  die  Zwiebeln  dienen  sollten,  sandte  dieselbe  Firma 
ein  großes  Quantum  ausgesucht  schlechter  und  kümmerlicher  Tulpen- 
zwiebeln mit  dem  ausdrücklichen  Bemerken,   daß  ich  aus  dem  Verhalten 


Weitere  Untersuchungen  über  die  Sklerotienkrankheiten  der  Zwielielpflauzen.      25 

derselben  nichts  schließen  dürfe,  da  dergleichen  Material  auf  keinen  Fall 
verkauft  und  verwendet  werde. 

Die  Tulpen  der  ersten  Sendung,  50  Stück  frühblühende  gelbe, 
ergaben  sämtlich  gesunde  Pflanzen  bis  auf  eine  einzige,  die  botrytis- 
krank  wurde.  Bei  genauer  Untersuchung  gelang  es  nachträglich  noch, 
auf  den  Resten  der  braunen  Schale  Botrytis-Skleroüen  zu  linden,  die  beim 
Pflanzen  übersehen  worden  waren. 

Die  Hyazinthen  der  ersten  Sendung  (25  Stück)  entwickelten  sich 
sämtlich  tadellos. 

Von  den  100  Zwiebeln  von  Iris  hispanica  blieben  dagegen  12  aus. 
Die  äußeren  Zwiebelblätter  waren  faul  und  entwickelten  einen  eigen- 
tümlichen Gärungsgeruch.  Mycel  und  Sklerotien  traten  jedoch  nicht  auf, 
so  daß  nicht  festgestellt  werden  kann,  ob  der  Sklerotienpilz  oder  eine  andere 
Ursache  das  Absterben  veranlaßt  hat. 

Von  den  Tulpen  der  zweiten  Sendung  mußte  ich  allerdings  vieles 
fortwerfen.  Was  aber  noch  lebensfähig  aussah,  wurde  gepflanzt.  Ich  halte 
mich  nämlich  doch  für  berechtigt,  aus  dem  Verhalten  von  dergleichen 
Material  Schlüsse  zu  ziehen,  denn  wenn  es  erst  bewiesen  ist,  daß  eine 
überhaupt  noch  lebensfähige  Zwiebel  den  Krankheitskeim  an  sich  tragen 
kann,  so  rückt  auch  die  Übertragbarkeit  der  Krankheit  mit  gut  aus- 
gebildeten Zwiebeln  der  Wahrscheinlichkeit  näher.  Der  größere  Teil  dieser 
Pflanzung  trieb  gesund  aus  und  lieferte  gesunde,  wenn  auch  schwache 
Pflanzen,  die  sogar  zur  Blüte  kamen.  "Weniger  als  Vio  blieb  aus.  Die 
kranken  Zwiebeln  wurden  gesammelt  und  untersucht.  Es  fand  sich, 
daß  in  einer  Anzahl  derselben  Sklerotien  vorhanden  waren, 
aber  nicht  solche  von  Srierofium  Tulipamm,  sondern  solche,  die 
das  Aussehen  der  Sklerotien  von  Sclerotinia  hdhcn'um  hatten. 
Sie  waren  groß,  platt,  außen  schwarz,  innen  schmutzig  weiß.  Die  Tat- 
sache ist  sehr  auffällig  und  bedarf  der  iVufklärung,  da  ein  Übergehen  des 
Hyazinthenpilzes  auf  Tulpen  bis  jetzt  nicht  bekannt  ist  und  jedenfalls  in 
meinen  Versuchsreihen  bisher  nicht  eintrat. 

IV.    Reinkulturen  in  sterilisiertem  Mist. 

Um  über  das  Vermögen  des  Tulpensklerotiums,  auf  Mist  zu  wachsen 
und  sich  zu  vermehren,  Aufschluß  zu  erhalten,  wurden  Anfang  April  nach 
dem  früher  beschriebenen  Verfahren  Reinkulturen  auf  sterilisierten  Tulpen- 
zwiebeln angelegt  und  dann  Teile  davon  auf  sterilisierten,  halbverrotteten 
Pferdemist  in  Erlenmeyer-Kölbchen  übertragen. 

Es  konnte  festgestellt  werden,  daß  das  Mycel  sich  ausbreitete  und 
in  feinen  Fäden  den  Mist  durchzog.  Bei  der  Untersuchung  am  31.  Mai 
zeigte  sich,  daß  zahlreiche,  allerdings  verhältnismäßig  kleine  Sklerotien 
innerhalb  des  Mistes  neu  entstanden  waren. 


26  H.  Klebalm. 

Folgerungen  aus  den  Versuchen. 

A.   Hinsichtlich  der  Tulpen  lassen  sich  die  folgenden  Ergeb- 
nisse aus  den  vorstehenden  Versuchen  ableiten: 

1.  Bei  der  Infektion  mit  Sclerotium  TuUparum  zeigen  sich  stets  die 
früher  beschriebenen,  für  diesen  Pilz  charakteristischen  Erscheinungen: 
Der  Trieb  bleibt  aus.  Beim  Zerschneiden  der  Zwiebel  erscheinen  die 
Zwiebelblätter  rötlichgrau,  und  oft  sind  sie  mehr  oder  weniger  in  Zer- 
setzung übergegangen.  In  dem  Erdreich  um  die  erkrankte  Zwiebel  finden 
sich  Sklerotien  und  oft  Mycel.  Wenn  die  Sklerotien  fehlen,  entstehen  sie 
in  der  Eegel  nachträglich,  wenn  man  die  Zwiebel  zerschneidet  und  sie 
einige  Tage  in  einem  feuchten  Räume  hält.  Auf  diese  Weise  wird  am 
besten  der  sichere  Beweis  für  die  durch  Sclerotium  TuUparum  erfolgte 
Infektion  erbracht. 

Es  kommt  allerdings  mitunter  vor,  daß  die  Zwiebeln  nach  der 
Impfung  mit  Sklerotien  zwar  faul  werden,  aber  keine  Sklerotien  bilden. 
Ich  nehme  an,  daß  in  solchen  Fällen  nach  der  Infektion  mit  dem  Sklerotium 
andere  Pilze  in  die  Zwiebel  eingedrungen  sind  und  dem  Sklerotiumpilze 
die  Nahrung  entzogen  haben;  denn  es  entwickelt  sich  auf  solchen  Zwiebeln 
eine  Mannigfaltigkeit  von  Schimmelpilzen,  und  auch  Bakterien  werden 
nicht  fehlen. 

Die  wenigen  Fälle,  in  denen  bei  diesen  Versuchen  Botrytis  auftrat, 
sind  nicht  dadurch  zu  erklären,  daß  die  großen  Sklerotien  und  die  Botrytis 
mit  ihren  kleinen  Sklerotien  bloß  Entwickelungszustände  desselben  Pilzes 
seien,  sondern  dadurch,  daß  unbeabsichtigt,  häufig  mit  der  Zwiebel  selbst, 
die  kleinen  Botrytis-^'^trolitw  in  die  Kultur  eingeführt  wurden. 

2.  Die  Sklerotien  von  Sclerotium  TuUparum  bewahren  ihr 
Infektionsvermögen,  wenn  sie  sich  im  Freien  im  Boden  befinden, 
bis  zum  dritten  Winter  oder  Frühjahr  nach  ihrer  Entstehung 
(Versuch  I  D  a,  1.  Reihe). 

Dieser  Umstand  erklärt  die  dauernde  Verseuchung  der  Tulpenfelder; 
denn  wenn  nach  der  oben  angegebenen  Bestellungsfolge  alle  drei  Jahre 
auf  demselben  xlcker  Tulpen  gezogen  werden,  so  finden  die  neuen  Tulpen 
stets  noch  lebenskräftige  Sklerotien  vor. 

Allerdings  scheint  die  Infektionskraft  im  dritten  Jahre  bei  vielen 
bereits  erstorben  zu  sein,  und  es  ist  also  Aussicht  vorhanden,  daß  die 
Sklerotien  im  vierten  Winter  nicht  mehr  infektionstüchtig  sind,  und  daß 
bei  einer  vierjährigen  Bestellungsfolge  mit  Tulpen  die  Gefahr  gehoben 
wäre ;  dann  dürften  aber  in  der  Zwischenzeit  auch  die  anderen  empfäng- 
lichen Zwiebelpflanzen,  namentlich  Hyazinthen,  Narzissen,  Iris  hispanica, 
Scilla  sibirica,  nicht  gebaut  werden.  (Vgl.  das  weiter  unten  über  diese 
Pflanzen  Bemerkte.) 

3.  Die  in  künstlicher  Reinkultm^  erwachsenen  Sklerotien  haben  sich 


Weitere  Untersuchungen  über  die  Sklerotieukranklieiten  der  Zwiehelpflanzen.      27 

als  ebenso  infektionstüchtig  erwiesen  wie  die  auf  dem  natürlichen  Wege 
entstandenen  (Versuche  II  B  a  2,  I  D  a  3). 

4.  Es  bedarf  keiner  besonderen  „Disposition"  in  den 
Tulpen,  um  die  Infektion  zustande  kommen  zu  lassen;  jede 
Zwiebel,  in  deren  Nähe  sich  Sklerotien  befinden,  fällt  der  Krankheit  zum 
Opfer.  Die  wenigen  Ausnahmen  in  den  Versuchen  dürften  auf  zufällige 
Umstände  zurückzuführen  sein.  Auch  zwischen  den  verschiedenen  Sorten, 
die  geprüft  wurden,  ergab  sich  kein  Unterschied  hinsichtlich  der  Emp- 
fänglichkeit (I  A  1 — 8).  Ob  vielleicht  trotzdem  bei  der  Kultur  im  großen 
einzelne  Sorten  mehr  leiden  als  andere,  müßte  erst  durch  weitere  Erfahrung 
festgestellt  werden. 

5.  Die  wahrscheinlich  durch  wucherndes  Mycel  von  den  Sklerotien 
ausgehende  infizierende  Wirkung  macht  sich  im  Erdboden  mehrere 
Zentimeter  weit  geltend.  Die  Infektion  tritt  natürlich  am  leichtesten 
ein,  wenn  die  Sklerotien  neben  der  Spitze  der  Zwiebel  liegen;  aber  sie 
kommt  fast  ebenso  regelmäßig  zustande,  wenn  die  Sklerotien  4 — 5  cm 
entfernt  sind,  und  es  ist  dabei  gleichgültig,  ob  sie  sich  neben  oder  unter 
der  Zwiebel  im  Erdboden  oder  in  einiger  Entfernung  an  der  Oberfläche 
befinden.    (Versuche  I  A  3,  I  B  b,  I  D  a  3.) 

6.  Sind  die  Tulpen  dicht  gepflanzt,  so  kann  die  Krankheit  von  einer 
Tulpe  zur  benachbarten  übergehen  und  sich  auf  diese  Weise  über  zwei 
oder  drei  Tulpen  gegen  18  cm  weit  ausbreiten.  Bei  der  gewöhnlichen 
Pflanzweite  der  Tulpen  ist  allerdings  die  Gefahr,  die  einer  Tulpe  von  der 
kranken  Nachbarin  droht,  nicht  so  gi'oß ;  doch  wurde  der  Fall  einige  Male 
beobachtet,  daß  die  10  cm  von  der  geimpften  Zwiebel  entfernte  Nachbar- 
zwiebel gleichfalls  getötet  wurde.     (Versuch  I  D  b  u.  c.) 

7.  Wenn  sich  die  Sklerotien  in  unmittelbarer  Nähe  der  Zwiebeln 
befinden,  ist  die  Art  des  Bodens  ohne  Einfluß  auf  das  Zustandekommen 
der  Infektion.  Selbst  in  reinem  Flußsande  erhielt  ich  fast  regelmäßig 
Infektionen.  (I  B  a,  3.  Gr.,  Zw.  13  u.  16;  I  D  a,  2.  Reihe.)  Dagegen  scheint 
die  Beschaffenheit  des  Bodens  einen  Einfluß  auf  die  Ausbreitung  des  Mycels 
zu  haben.  In  (sterilisiertem)  Mist  vermag  das  Mycel  zu  wachsen  und  sich 
auszubreiten  (Versuch  IV).  Bei  den  Versuchen,  wo  das  Mycel  die  Tulpen 
auf  gr()ßere  Entfernung  befallen  hatte,  war  wenigstens  ein  gewisser,  wenn 
auch  geringer  Gehalt  an  Humusstoffen  im  Boden  vorhanden;  in  reinem 
Sand  war  die  Infektion  auf  größere  Entfernung  fast  ganz  ausgeblieben. 
(I  D  b.) 

8.  Die  Sklerotienbildung  geht  in  Reinkulturen  auf  sterilisierten 
Zwiebeln  und  auf  durchschnittenen  erkrankten  Zwiebeln,  wenn  man  diese 
im  feuchten  Räume  hält,  regelmäßig  und  ohne  Schwierigkeiten  von  statten. 
An  den  im  Erdboden  befindlichen  kranken  Zwiebeln  scheint  sie  von  einigen 
Umständen  beeinflußt  zu  werden,   die  sich  noch  nicht  übersehen  lassen. 


28  H.  Klebalm. 

Es  fiel  auf,  dai)  in  einigen  der  mit  Lehm  beschiclvten  Töpfe,  aber  nicht 
in  allen,  besonders  reichlich  vSklerotien  entstanden  waren,  und  daß  sie 
sich  in  einigen  dieser  Fälle  mehrere  Zentimeter  weit  von  der  Zwiebel 
entfernt  befanden,  nämlich  zwischen  den  Wurzeln  an  der  Wand  des 
Blumentopfes,  also  so  weit  entfernt,  wie  sie  sich  unter  den  obwaltenden 
Umständen  überhaupt  befinden  konnten  (Vers.  I  A,  Reihe  6,  7,  8).  Auch 
in  anderen  Fällen  wurden  mehrere  Male  Sklerotien  zwischen  den  AA^urzeln 
gefunden.  Diese  Beobachtungen  sind  wichtig  in  bezug  auf  die  Frage, 
wie  weit  der  Boden  von  einer  kranken  Zwiebel  aus  verseucht  werden  kann. 
8.  In  bezug  auf  die  Frage,  ob  die  Sklerotien-Krankheit  mit  den 
käuflichen  Zwiebeln  verbreitet  werden  könne,  geben  die  vorliegenden 
Versuche  noch  kein  Urteil.  Es  wurde  schon  angedeutet,  daß  die  Zwiebel- 
züchter im  eigenen  Interesse  die  Möglichkeit  der  Verschleppung  bestreiten, 
und  daß  Eitzema-Bos  (II,  pag.  48)  sich  in  einem  Streitfalle  zwischen  einer 
holländischen  und  einer  deutschen  Firma  gutachtlich  dahin  geäußert  hat, 
daß  seiner  Meinung  nach  Verschleppung  mit  den  Zwiebeln  nicht  vorkommen 
könne.  Es  ist  vollkommen  richtig,  daß  aus  sklerotienkranken  Zwiebeln 
keine  verkäuflichen  Nachkommen  hervorgehen,  und  daß  an  einer  kräftigen, 
gut  gereinigten  Tulpenzwiebel  keine  Sklerotien  haften  können.  Aber  man 
darf  sich  doch  nicht  dabei  beruhigen.  Auf  irgend  eine  Weise  muß  doch  der 
Pilz,  der  plötzlich  in  einer  CTärtnerei  oder  in  einer  Zierpflanzung  auftritt, 
dahin  gelangt  sein.  Daß  er  stets  von  dem  Komposthaufen  stammt,  ist 
kaum  anzunehmen,  und  daß  er  in  gewissen  Sorten  Mist  von  selbst  entsteht, 
wie  die  Praktiker  leicht  meinen,  ist  natürlich  ausgeschlossen.  Es  liegt 
jedenfalls  am  nächsten,  eine  gelegentliche  Verschleppung  mit  Tulpenzwiebeln 
in  einer  noch  unbekannten  Form  anzunehmen,  und  es  erscheint  wichtig, 
über  diese  Frage  weitere  Erfahrungen  zu  sammeln.  Von  der  Möglichkeit 
einer  Verschleppung  des  Pilzes  mit  Hyazinthen  wird  im  folgenden  Abschnitt 
noch  die  Rede  sein. 

B.    Hinsichtlich   der   übrigen   Zwiebelpflanzen. 

1.  Iris  hispanica  wird  in  ähnlich  starkem  Grade  von  dem  Tulpen- 
sklerotium  angegriffen  wie  die  Tulpen  selbst,  wie  bereits  Ritzema-Bos 
feststellte.  Für  die  Sklerotien  liefert  die  Pflanze  einen  verhältnismäßig 
guten  Nährboden,  obgleich  sich  an  den  geschädigten  Zwiebeln  häufig 
keine  Sklerotien  entwickeln. 

2.  Hj^azinthen,  gelbe  Narzissen,  Scilla  sihirica  und  Fritillaria 
imperialis  können,  namentlich  durch  reichliche  Sklerotien,  stark  geschädigt 
werden.  Bei  allen  leiden  die  Spitzen  der  aus  dem  Boden  kommenden 
Triebe,  Blätter  und  Blüten  werden  faul.  Aber  der  Trieb  entwickelt  sich 
meistens  weiter;  die  Faulstellen  vertrocknen  dann  und  verursachen  Defekte 
und  Verunstaltungen.    Die  Zwiebeln  bleiben  bei  Hyazinthen  und  Narzissen 


Weitere  üntorsuclunis'en  ühei'  die  Sklerntieiikraiikheiten  der  ZM'ieljelpflaiizen.      2*J 

meist  mehr  oder  weniger  gesund,  bei  Scilla  werden  sie  häufiger  getötet, 
bei  Fritülaria  in  der  Regel,  doch  kann  hier  ein  Teil  der  Zwiebel  gesund 
bleiben.  Für  die  Sklei'otien  scheinen  alle  diese  Pflanzen  einen  verhältnis- 
mäßig schlechten  Nährboden  abzugeben.  An  Hyazinthen,  Narzissen  und 
Scilla  findet  man  spärliche  und  klein  bleibende  Sklerotien;  an  Fritülaria 
habe  ich  nur  einmal  ein  einziges  gefunden.  Wenn  sie  nicht  gebildet 
werden,  kann  man  natüilich  nicht  mit  Sicherheit  behaupten,  daß  die 
Schädigung  durch  den  Sklerotienpilz  verursacht  ist. 

3.  Von  den  übrigen  Zwiebelpflanzen  scheinen  Muscari  hotryoides, 
Narcissus  poeticus,  OulantJms  nivalis  und  Crocns  vernus  gar  nicht  oder  nur 
wenig  geschädigt  zu  werden.  An  Crociis  erhielt  ich  ein  einziges  Mal  eine 
Schädigung  und  Sklerotien.  In  bezug  auf  die  Tazetten  reicht  die  vor- 
liegende Erfahrung  nicht  aus,  ein  Urteil  zu  fällen.  Meinen  negativen 
Ergebnissen  mit  Muscari  steht  die  Angabe  von  Eitzema-Bos  (II,  pag.50) 
gegenüber,  wonach  diese  Pflanze  durch  „Botrytis  parasitica"  (Botrytis 
oder  Sclerotium?)  geschädigt  wird. 

Das  Verhalten  der  im  voraufgehenden  erwähnten  Zwiebelpflanzen 
gegen  das  Sclerotium  Tidiparum  ist  für  die  praktische  Blumenzwiebel- 
zucht von  großer  Bedeutung,  vielleicht  weniger  wegen  des  Schadens,  den 
einige  dieser  Pflanzen  selbst  durch  den  Pilz  erleiden,  als  vielmehr  wegen 
des  Einflusses,  den  dieselben  auf  die  Tulpenkultur  ausüben  können,  wenn 
sie  als  Zwischenfrucht  auf  einem  befallen  gewesenen  Acker  verwendet 
werden.  Denn  wenn  z.  B.  nach  Tulpen,  die  befallen  waren  und  im 
Juli  1906  geerntet  wurden,  nach  dem  gewöhnlichen  Bestellungs Wechsel 
im  Herbst  1907  Hyazinthen  und  im  Herbst  1908  wieder  Tulpen  gepflanzt 
werden,  so  werden  die  von  den  ersten  Tulpen  herstammenden  Sklerotien, 
die  im  Winter  1907/08  nach  den  oben  mitgeteilten  Erfahrungen  noch 
infektionstüchtig  sind,  die  Hyazinthen  infizieren  und  auf  diesen,  ohne  sie 
sehr  auffällig  zu  schädigen,  neue  Sklerotien  bilden,  welche  die  Zahl  der 
noch  lebensfähigen  vermehren  und  den  Acker  auf  weitere  drei  Jahre, 
also  bis  zum  Winter  1910/11,  verseucht  erhalten,  auch  wenn  man  keine 
Tulpen  folgen  ließe.  Ich  brauche  weitere  Beispiele  nicht  auszuführen. 
Es  ist  leicht  ersichtlich,  daß  ein  mindestens  vierjähriger  Abstand  der 
Kultur  empfänglicher  Blumenzwiebeln  nötig  ist,  um  die  Krankheit  auszu- 
rotten, vorausgesetzt,  daß  die  oben  begründete  Annahme  richtig  ist,  daß 
die  Sklerotien  im  vierten  Winter  nicht  mehr  infektionstüchtig  sind. 

Noch  in  einer  anderen  Beziehung  scheinen  namentlich  die  Hyazinthen 
und  vielleicht  auch  andere  empfängliche  Blumenzwiebeln  für  die  Tulpen- 
kultur verhängnisvoll  werden  zu  können. 

Da  die  Hyazinthenzwiebel  mehrere  Jahre  alt  werden  muß,  bevor 
sie  verkauft  werden  kann,  und  da  sie  durch  das  Sclerotium  Taliparum 
zwar  angegriffen  wird,   aber  wenig  leidet,   so  wäre  es  denkbar,  daß  an 


30 


H.  Klebahn. 


einer  käuflichen  Zwiebel  Sklerotien  oder  das  Mycel  in  irgend  einer  Form 
haften,  und  daß  man  mit  solchen  Zwiebeln  den  Pilz  in  einen  Boden 
brächte,  in  dem  man  vielleiclit  im  folgenden  Jahre  Tulpen  zieht.  Ritzema- 
Bos  (V,  pag. 25)  hat  schon  auf  diese  Möglichkeit  aufmerksam  gemacht.  Be- 
stimmt nachgewiesen  ist  indessen  auch  diese  Art  der  Verschleppung  bisher 
noch  nicht,  und  es  muß  Gegenstand  weiterer  Forschung  sein,  festzustellen, 
ob  sie  stattfindet. 

IV.  Bekämpfung  der  Tulpenkrankheiten. 

Die  Maßregeln,  welche  sich  aus  meinen  Erfahrungen  für  die  Be- 
kämpfung der  Tulpenkrankheiten  ergeben,  habe  ich  kürzlich  an  anderer 
Stelle  (IV)  für  die  Zwecke  der  Praxis  ausführlich  dargestellt.  Hier  seien 
nur  die  Hauptpunkte  kurz  angegeben. 

Alle  Maßregeln  sind  eng  an  die  Lebensweise  der  Tulpenpilze  anzu- 
passen, die  der  praktische  Züchter  daher  kennen  zu  lernen  suchen  sollte. 

A.  Allgemeine  Regeln. 

1.  Man  pflanze  nur  tadellos  aussehende  Zwiebeln  und  achte  auch 
bei  bester  Ware  auf  das  Vorkommen  von  Botrytis -Sklerotien 
an  den  Zwiebeln. 

2.  Man  entferne  sogleich  nach  dem  Austreiben  jede  aus- 
bleibende Zwiebel  und  später  jede  krankwerdende  Pflanze. 
Zum  Herausholen  der  Zwiebeln  dient  der  Tulpenstecher  ^),    der    zugleich 


1  2,  3  4- 

Abbildung  5. 
Scbematiscbe  Darstellung  der  Anwendung  des  Tulpenstechers.  Tulpen 
im  Erdboden.  1  und  3  gesund  austreibend,  2  sklerotienkrank,  von 
Sklerotien  umgeben,  4  botrytiskrank.  Der  Tulpenstecher  (2)  entfernt 
die  kranke  Tulpe  samt  den  neugebildeteu  Sklerotien,  ohne  diese  im 
Boden  zu  verbreiten. 


')  Röhre  aus  Blech,  ca.  35  cm  lang,  12  cm  weit,  unten  scharf,  oben  mit  zwei 
Handgriffen,  ein  den  holländischen  Züchtern  unter  dem  Namen  Koker  (Köcher,  Röhre) 
bekannter  Apparat.     Die  Abbildung  5  zeigt  seine  Anwendung  und  "Wirkung. 


Weitere  Untersuchungen  über  die  Sklerotienlirankheiten  der  Zwiebelpflanzen.      31 

das  verseuchte  Erdreich  mit  den  Sklerotien  entfernt.  Herauswühk^i  der 
Zwiebeln  mit  der  Hand  oder  dem  Spaten  verbreitet  die  Krankheit!  Die 
herausgeholte  Erde  und  die  Abfälle  werden  in  eine  tiefe  Grube  gebracht 
und  sogleich  mit  Erde  bedeckt ;  es  darf  davon  nichts  wieder  auf  Tulpen- 
felder kommen. 

3.  Man  vermeide  als  Vorfrucht  vor  Tulpen  Pflanzen,  die  für  Sclerotium 
TuUparum  empfänglich  sind ;  wenn  das  nicht  möglich  ist,  soll  man  Tulpen 
nach  ihnen  nur  pflanzen,  wenn  die  Felder  völlig  gesund  und  unver- 
dächtig waren. 

B.  Im  Falle  des  Auftretens  der  Botrytis-KrsiTikheit  beseitige  man 
die  kranken  Pflanzen  in  der  angegebenen  Weise  so  zeitig,  daß  keine 
Conidien  in  die  Luft  gelangen.  Das  sofortige  Bedecken  der  beseitigten 
Teile  mit  Erde  ist  besonders  wichtig.  Verseuchung  des  Bodens  auf  längere 
Zeit  ist  anscheinend  nicht  zu  befürchten;  der  Kampf  muß  aber  deshalb 
ein  ständiger  sein,  weil  die  Krankheit  erstens  durch  Conidien  aus  der 
Nachbarschaft,  zweitens  und  besonders  aber  durch  sklerotienbehaftete 
Zwiebeln  immer  wieder  eingeschleppt  wird. 

C.  In  Hinsicht  auf  die  Bekämpfung  der  Sklerotien-Krankheit  oder 
der  kwaden  plekken  ist  es  wichtig,  sich  der  folgenden  Verhältnisse  be- 
wußt zu  sein: 

1.  Die  Verbreitung  der  Krankheit  erfolgt  nicht  durch  Sporen,  sondern 
durch  die  Sklerotien,  die  mit  den  Abfällen  der  kranken  Pflanzen  oder 
mit  Teilen  des  Erdbodens  verschleppt  werden,  oder  die  der  Wind  auf 
benachbarte  Felder  weht.  Vermutlich  findet  sie  gelegentlich  auch  mit 
den  käuflichen  Zwiebeln  statt;  es  steht  aber  noch  nicht  fest,  auf  welche 
Weise  dies  möglich  ist. 

2.  Die  neugebildeten  Sklerotien  finden  sich  dicht  beisammen  in  der 
Umgebung  der  kranken  Zwiebeln;  sie  verlieren  ihr  Infektionsvermögen 
nicht  vor  dem  vierten  Winter. 

3.  Die  außer  diesen  im  verseuchten  Boden  enthaltenen  älteren 
Sklerotien  verlieren  ihr  Infektionsvermögen  rascher. 

4.  Umgraben  und  Bewegen  des  Bodens  verbreitet  die  Sklerotien, 
macht  die  kwaden  plekken  größer  und  bringt  auch  einen  Teil  der  Skle- 
rotien an  die  Oberfläche,  wo  sie  dem  Winde  zugänglich  sind. 

D.  Unter  Berücksichtigung  dieser  Verhältnisse  sind  für  die  Be- 
kämpfung der  Sklerotien-Krankheit  folgende  Vorschläge  zu  machen. 

1.  Das  einfachste,  aber  nicht  immer  anwendbare  Mittel  ist,  die  ver- 
seuchten Felder  eine  genügend  lange  Zeit  überhaupt  nicht  zur  Blumen- 
zwiebelkultur zu  verwenden.  Bis  zum  vierten  Winter  müßte  man  auf  alle 
Fälle  warten.  Dann  könnte  man  eine  Versuchspflanzung  mit  Tulpen  machen. 

2.  Wenn  der  Umfang  der  kwaden  plekken  es  irgend  zuläßt,  ver- 
suche man  folgendes  Verfahi^en: 


32  H.  Klebalin. 

a)  Man  stecke  die  kwaden  plekken.  sobald  die  Tulpen  austreiben, 
durch  in  den  Boden  getriebene  Stäbe  g'enau  ab,  damit  man  sie  später 
wiedererkennen  kann. 

b)  Dann  hebe  man  alle  kranken  Tulpen  mittels  des  Tulpenstechers 
heraus  und  entferne  die  herausgeholten  Massen.  Dies  ist  nicht  schwer 
durchzuführen,  wenn  die  Tulpen  gut  in  Reihen  gepflanzt  sind. 

c)  Nach  der  Ernte  grabe  man  die  kwaden  plekken  für  sich  allein 
und  sehr  vorsichtig  um,  damit  doch  etwa  zurückgebliebene  Sklerotien 
nicht  in  den  benachbarten  keimfreien  Boden  verschleppt  werden. 

d)  Dann  setze  man  die  Blumenzwiebelkultur  so  lange  aus,  wie  es  die 
Verhältnisse  irgend  gestatten,  und  widme  später  den  verseucht  gewesenen 
Stellen  unter  Fortsetzung  und  Wiederholung  der  Maßregeln  besondere 
Aufmerksamkeit. 

3.  Wem  dieses  Verfahren  zu  umständlich  erscheint,  dem  kann 
augenblicklich  kein  anderes  Mittel  empfohlen  werden,  als  die  von 
Ritzema-Bos  und  der  Kommission  in  Noordwijk  geprüfte  Behandlung 
des  Bodens  mit  Karbolineum.  Das  Karbolineum  macht  aber,  je  nach  der 
angewandten  Menge,  den  Boden  auf  längere  oder  kürzere  Zeit  zum 
Pflanzenbau  ungeeignet,  und  da  man  dasselbe  nicht  so  reichlich  anwenden 
kann  und  es  auch  nicht  so  gleichmäßig  im  Boden  verteilen  kann,  daß  alle 
Sklerotien  getötet  werden,  so  beseitigt  es  auch  die  Krankheit  nicht  voll- 
ständig, wie  die  Erfahrungen  der  Kommission  in  Noordwijk  lehren.  Es 
treten  also  neue  Krankheitsherde  auf,  wenn  man  wieder  zur  Tulpenkultur 
übergeht. 

4.  Es  dürfte  sich  aber  empfehlen,  das  Karbolineum  verfahren  und 
das  Ausstechen  miteinander  zu  verbinden.  Kwade  plekken,  die  zu  groß 
sind,  um  alle  kranken  Zwiebeln  auszustechen,  behandelt  man  mit  Karbo- 
lineum. Dadurch  wird  der  größere  Teil  der  Sklerotien  getötet.  Dann 
wartet  man  mit  der  Blumenzwiebelkultur  solange  wie  möglich.  Geht  man 
darauf  wieder  zur  Tulpenzucht  über,  so  ist  die  Zahl  der  kranken  Pflanzen 
voraussichtlich  so  gering,  daß  man  jetzt  mit  Ausstechen  vorgehen  und 
damit  unter  Berücksichtigung  der  oben  näher  angegebenen  Verhältnisse 
der  Krankheit  Herr  werden  kann.  Aber  man  steche  nun  die  kranken 
Pflanzen  wirklich  heraus  und  beruhige  sich  nicht  bei  dem  mit  Karbolineum 
erzielten  Erfolge.  Im  allgemeinen  ist  es  viel  richtiger,  die  Sklerotien  aus 
dem  Boden  herauszuholen,  als  sie  in  demselben  zu  vergiften.  Der  Gift- 
stoff und  seine  Anwendung  bedingen  auch  Kosten  und  Mühe;  zudem  ist 
die  Anwendung  des  Karbolineums  nicht  ohne  Störung  des  Betriebes  möglich. 
Die  größere  für  das  Ausstechen  der  Tulpen  erforderliche  Sorgfalt  kann 
aber  dem  Gesamtbeflnden  der  Pflanzung  nur  dienlich  sein. 

Zum  Schlüsse  mag  noch  darauf  hingewiesen  sein,  daß  es  wichtig 
ist,  die  Nachbarn  zu  ähnlichem  Vorgehen  zu  veranlassen. 


Weitere  Untersucliuiig-en  über  die  Sklerotienkranklieiten  der  Zwiebelpflauzen.      33 

V.  Die  Sklerotien-Krankheit  oder  der  schwarze  Rotz  (zwart  snot) 
der  Hyazinthen  (Sclerotinia  bulborum  Wakker^). 

Eine  der  zalili-eiclien  Zusendimgen,  die  ich  den  Herren  Polman- 
Mooy  verdanke,  gab  mir  eine  willkommene  Gelegenheit,  die  Sklerotien- 
Krankheit  der  Hyazinthen,  die  in  Holland  unter  dem  Namen  „zwart  snot" 
(schwarzer  Rotz)  bekannt  ist,  mit  der  Sklerotien-Kr^inkheit  der  Tulpen 
zu  vergleichen.  Die  Hyazinthen-Krankheit  ist  schon  vor  reichlich  zwanzig 
Jahren  von  J.  H.  Wakker  (I,  II,  ni)  eing:ehend  bearbeitet  worden.  Meine 
Beobachtungen,  die  ich  im  folgenden  kurz  darstellen  will,  bestätigen  die 
Beobachtungen  Wakkers  in  den  wesentlichsten  Punkten  und  ergänzen 
sie  in  anderen. 

Nachdem  ich  die  beiden  erhaltenen  Zwiebeln  durchschnitten  unter 
eine  Glasglocke  gelegt  hatte,  entwickelte  sich  reichliches  weißes  Mycel, 
und  es  entstanden  neue  Sklerotien,  die  für  alle  weiteren  Versuche  aus- 
reichendes Material  lieferten.  Es  bedurfte  keiner  eingehenden  Vergleichung 
mit  Sclerotium  Tulijiarum,  um  sofort  feststellen  zu  können,  daß  Sclerotium 
Tulipmmm  von  Sclerotinia  bulborum  wesentlicli  verschieden  ist  und  auch 
nicht  aus  der  letzteren  hervorgegangen  sein  kann.  Der  Mycel  ist  viel 
üppiger;  die  Sklerotien  haben  außen  eine  grünlichschwarze  und  zuletzt 
ganz  schwarze  Farbe,  während  die  des  Sclerotium  Tuliparum  braun  sind. 
Innen  sind  sie  grünlichvveiß.  Auch  werden  sie  viel  größer,  und  ihre 
Gestalt  ist  nicht  rundlich,  sondern  es  sind  meist  platte,  übrigens  sehr  unregel- 
mäßige Gebilde.  Sie  entstehen  häufig  auch  im  Innern  der  Zwiebel  zwischen 
den  Zwiebelblättern.  Ein  sehr  bemerkenswerter  Unterschied  besteht  so- 
dann noch  darin,  daß  aus  den  Sklerotien  des  Hyazinthenpilzes  im  Frühjahr 
(März)  leicht  -S'cZero^mz'a-Fruchtkörper  hervorwachsen,  während  es  bisher 
nicht  gelang,  aus  den  Sklerotien  der  Tulpen  Fruchtkörper  irgend  welcher 
Art  zu  erhalten. 

Die  /S'c/ero^mm-Fruchtkörper  zeigten  sich  in  den  Töpfen,  in  welchen 
Zwiebelpflanzen  mit  Sklerotien  ausgepflanzt  waren.  In  den  Töpfen,  die 
nur  Erde  mit  Sklerotien  behufs  Aufbewahrung  derselben  enthielten,  ent- 
standen sie  nicht.  Ob  dies  mehr  als  Zufall  ist,  kann  ich  nicht  sagen. 
Übrigens  entsprach  ihre  Zahl  keineswegs  der  Zahl  der  ausgelegten 
Sklerotien,  so  daß  diese  also  nur  teilweise  in  Becherfrüchte  auswachsen. 
Es  kann  aber  sein,  daß  im  letzten  Frühjahre  die  lange  andauernde  Frost- 
periode hierbei  einen  Einfluß  hatte.  Die  Becherfrüchte  halten  sich  nur 
wenige  Tage. 

Die  Sporen  werden  ausgeschleudert,   und  man  kann  sie  auffangen, 


0  Da  Wakker  (II,  pag.  26)  iiQwVilz  Feziza  {Sclerotinia)  hulhorum  n&wwi,  scheint 
es  mir  berechtigt  zu  sein,  Wakker  auch  als  Autor  der  Verbindung  Sclerotinia  bulborum 
zu  betrachten. 


34 


H.  Klebalin. 


wenn  man  um  die  Fnichtkörper  herum  Objektträger  legt  und  aufstellt, 
wobei  man  die  ganze  Kultur  unter  einer  Glasglocke  hält.  In  den  A\'asser- 
tröpfchen,  womit  die  Objektträger  beschlagen,  keimen  die  Sporen  schon 
nach  24  Stunden. 

Ich  habe  Sclerotinia  hulborum  auch  in  Reinkultur  auf  sterilisierten 
Hyazinthenzwiebeln  gezogen,  auf  denen  sie  üppig  wächst  und  sich  reichlich 
vermehrt.  Wenn  man  an  einem  Sklerotium  eine  frische  Bruchfläche  herstellt, 
so  kann  man  leicht  mit  einem  spitzen  sterilen  Messer  aus  der  Mitte 
kleine  Teile  entnehmen,  die  von  fremden  Keimen  frei  sind  und  zu 
reinen  Kulturen  auswachsen.  Es  entwickelt  sich  zunächst  ein  schnee- 
weißes Mycel,  das  in  einigen  meiner  Kulturen  so  überhand  nahm,  daß  es 
das  ganze  Kulturgefäß  (Erlenmeyerkolben)  bis  an  den  Wattestopfen  aus- 
füllte. In  dem  Mycel  entstehen  sehr  bald  Sklerotien  von  sehr  verschiedener 
Größe  und  Gestalt;  ich  erhielt  neben  kleinen  und  rundlichen  solche,  die 
bei  einer  Dicke  von  etwa  0,3  cm  und  einer  Breite  von  1 — 1,5  cm  eine 
Länge  von  6 — 7  cm  erreichten.  Später  geht  das  Mycel  zurück,  und  es 
findet  sich  ein  Quantum  klarer  Flüssigkeit  unter  den  Sklerotien  und  den 
Eesten  der  Hyazinthenzwiebel.  Diese  Flüssigkeit  ist  zum  Teil  auf  die 
Ausschwitzung  der  Sklerotien  während  des  Reifungsprozesses  zurückzu- 
führen, die  schon  de  Bary  (I,  pag.  38)  erwähnt. 

Sowohl  die  erkrankten  Zwiebeln  wie  die  Reinkulturen  zeichnen  sich 
durch  einen  eigentümlichen  scharfen  Geruch  aus. 

Es  ist  auch  leicht,  aus  den  Ascosporen  Reinkulturen  heranzuziehen. 
Die  Keimung  der  Sporen  und  die  Entwickelung  des  Mycels  wurden  im 
Agartropfen  unter  Deckglas  in  feuchten  Kammern  nach  dem  früher 
beschriebenen  Verfahren  (Klebahn  III,  pag.  489)  beobachtet. 

Die  Keimung  (Abbild.  6)  findet 
mit  einem  seitlichen  oder  endständigen 
Keimschlauche  statt;  mitunter,  aber 
keineswegs  immer,  teilen  sich  die 
Sporen  dabei  durch  eine  Querwand. 
Die  Hyphen  in  den  Deckglaskulturen 
waren  bis  5,5  fi  dick,  aber  sehr  dünn- 
wandig und  von  Zeit  zu  Zeit  durch 
Querwände  geteilt.  Der  protoplas- 
matische Inhalt  erhält  durch  zahlreiche 
dichtgedrängte  Vacuolen  ein  schaum- 
artiges Aussehen,  wie  auch  schon 
Wakker  (II,  pag. 311 ;  III,  pag. 35)  beschreibt.  ImNähragar  werden  große, 
schön  ausgebildete  oktaedrische  Kristalle  abgeschieden. 

Außer  den  Hyphen  finden  sich  zweierlei  Gebilde  in  den  Reinkulturen, 
nämlich  sklerotienartige  oder  haftscheibenartige  Bildungen  und  eine  Art 


Abbildung  6. 
Sclerotinia  hulborum.   Keimung  der  Sporen 
und  Bildung  winziger  conidienartiger  Kör- 
pereben   an    denselben  oder  an  den  Keim- 

scbläucben.    —r-. 


Weitere  Untersucliungen  über  die  Sklerotienkraiiklieiten  der  Zwiebelpflanzen.      35 

Coiiidien.  Die  erstgenannten  gehen  aus  vielfach  durcheinander  gewundenen 
und  gekrümmten  Hyplien  hervor,  die  von  einem  Haupthyphenzweige 
entspringen.  Sie  bilden  kleine  Schüppchen,  die  nur  wenige  Zellen  dick 
sind.  Die  Hyphenteile  erscheinen  zuletzt  abgerundet  und~sind  mit  dicken 
etwas  gebräunten  Membranen  umgeben  (Abbild.  7  und  8).     Infolgedessen 


Abbildung  7. 
Sclerotium  bulboriim.  Bildung  conidien- 
artiger    Körperchen    und    Anfang    der 
Sklerotien-  oder  Haftscbeibchenbildung 
675 
1   • 


in  Reinkultur. 


Abbildung  8. 
Sclerotium    bulboriim.      Haft- 
scheibcben     oder     sklerotien- 
artiges  Gebilde,  in  Reinkultur 

erwachsen. 


675 
1 


sehen  die  Gebilde  bei  flüchtiger  Betrachtung  wie  Häufchen  zusammen- 
gedrängter Sporen  aus.  Ähnliche  Bildungen  sind  wahrscheinlich  die 
kleinen  Sklerotien,  die  Wakker  (II,  pag.  35)  in  dem  flockigen  Mycel 
gefunden  hat. 

Die  Conidien  sind  winzig  kleine,  kugelige  Körperchen  von  2,5 — 3  /* 
Durchmesser.  Sie  entstehen  mitunter  schon  an  der  Ascospore  (Abbild.  6), 
indem  statt  des  Keimschlauches  ein  oder  zwei  kurze  dünne  Fäden  hervor- 
treten, die  an  ihrem  Ende  kugelig  anschwellen;  oder  sie  bilden  sich, 
wenn  der  Keimschlauch  zwei-  bis  dreimal  so  lang  geworden  ist  wie  die 
Spore,  an  dessen  zu  einer  dünnen  Spitze  verjüngtem  Ende,  einzeln  oder 
zu  zweien.  In  diesem  Stadium  sind  sie  bereits  von  Wakker  (II,  pag.  311; 
in,  pag.  32)  beobachtet  worden,  der  sie  „Sporidien"  nennt.  In  den  heran- 
gewachsenen Kulturen  werden  sie  häufiger.    Sie  entstehen  hier  an  kurzen 

3* 


36 


H.  Klebahn. 


Abbildung-  9 
Sclerotinia  bulhorum 


Seitenzwoig-en  der  stärkeren  Hyplien.  Ihre  Träger  stehen  entweder  einzehi 
und  bleiben  einfacli,  oder  sie  bilden  kleine  Gruppen  und  verzweigen  sich 
etwas,  so  daß  pinselförmige  oder  büschelartige  Gebilde  zustande  kommen 
(Abbild.  7  und  9).  Die  Zahl  der  am  Ende  dieser  Träger 
abgeschnürten  „Sporidien"  bleibt  meist  eine  geringe. 
Neuerdings  aber  habe  ich  den  Pilz  auf  Salep-Agar^)  in 
der  feuchten  Kammer  unter  Deckglas  gezogen  und  so 
reichliche  Sporidienbildung  erhalten,  daß  es  möglich  war, 
Übertragungen  auf  neuen  Nährboden  vorzunehmen.  Auf 
diesem  wurden  die  „Sporidien"  dann  wochenlang  beob- 
achtet, ohne  daß  eine  Keimung  festzustellen  war.  Dieses 
Ergebnis  bestätigt  also  die  Ansicht  von  Wakker,  der 
die  „Sporidien"  für  nicht  keimfähig  hält.  Möglicher- 
weise sind  es  also  Bildungen,  die  in  der  Entwickelungs- 
geschichte  des  Pilzes  keine  Rolle  spielen. 

Ähnliche    „Sporidien"     haben    bereits    de    Bary 
(II,    pag.  264)    bei    Peziza    Fuckeliana    und    Brefeld 
(I,  pag.  113  u.  Tat".  IX,  Fig.  17  u.  18;  IL  pag.  315)  bei 
Bildung-    conidienar-  Peziza  tuberosa,  P.  Lihertiana  und  anderen  Arten  beob- 
tiger  Körperchen^  in  .^ßl^^pt^     Appel   und   Brück   (I,   pag.    189)    haben    sie 
Kemku  tur.    -j-.     j^i^j.glich  für  Sclerotinia  Lihertiana  aufs  neue  beschrieben, 
und  auch  diese  Autoren  erklären  sie  für  nicht  keimfähig. 
Die  Reinkultiu'en  im  Agartropfen  in  feuchten  Kammern  bieten  eine 
weitere  Gelegenheit,    den  Hyazinthenpilz    mit    dem  Tulpenpilze    zu    ver- 
gleichen.    Das  Mycel  des  Sclerotium  Tidiparum  zeigt  gleichfalls  ziemlich 
dicke,    dünnwandige  Hyphen,    die    sich    in    langen  Büscheln  verzweigen. 
Vielfach    finden    sich    zarte  Querwände.     Aber    das  Protoplasma   enthält 
Tröpfchen,    es  ist  kaum  oder  wenig  schaumig  und  an  den  Hyphenenden 
mehr    homogen.      Sklerotien    oder    ähnliche    Gebilde    habe    ich    in    den 
Deckglaskulturen  nicht  erhalten.  Conidien  scheint  der  Tulpenpilz  überhaupt 
nicht  zu  bilden. 

Infektionsversuche  mit  Sclerotinia  bulborum. 

Mit  den  Sklerotien  der  Sclerotinia  hiilho7"um,  die  ich  an  den  von  den 
Herren  Polman-Mooy  gesandten  Hyazinthen  erhielt,  und  mit  solchen, 
die  in  den  daraus  gezogenen  Reinkulturen  gewachsen  waren,  stellte  ich 
eine  Reihe  von  Infektionsversuchen  an,  die  mm  im  folgenden  besprochen 
werden  sollen.  Außerdem  wurde  versucht,  Hyazinthen  mittels  der  Asco- 
sporen  zu  infizieren. 


1)  Nach  N.  Bernard,  Revue  gen.  de  Bot.  XVI,  1904,  pag.  408. 


Weitere  Untersuchungen  über  die  Sklerotienkrankheiten  der  Zwiebelpflauzen.      37 

I.  Versuche,  Hyazinthen  mittels  der  Sklerotien  von  Sclerotinia 
bulboruni  zu  infizieren. 

A.  Versuche  in  Töpfen,   Herbst  1905. 

Diese  Versuche  umfaßten  drei  Eeihen  mit  verschiedenem  Boden, 
nämlich  Reihe  1 :  Lehmboden,  Reihe  2 :  Sandboden,  Reihe  3 :  Misterde, 
wie  bei  den  Versuchen  mit  Tulpensklerotien  vom  Herbst  1905.  Jede  Reihe 
enthielt  vier  Zwiebeln,  I— IV,  neben  deren  Spitzen  Sklerotien  gelegt 
wurden.  Die  zu  Zwiebel  I  gelegten  stammten  aus  einer  Reinkultur,  die 
übrigen  waren  auf  natürlichem  Wege  entstandene  Sklerotien.  —  Ergebnis : 
Bei  der  ersten  Besichtigung,  am  19.  Februar  1906,  und  in  den  nächsten 
Wochen  fanden  sich  /S'c/er'o^m2ff  -  Becherfrüchte,  eben  aus  dem  Erdboden 
hervorragend,  nicht  in  allen  Töpfen,  aber  sowohl  in  solchen,  die  mit 
natürlichen,  wie  in  solchen,  die  mit  künstlich  in  Reinkultur  erzogenen 
Sklerotien  beschickt  waren  (I.Reihe,  I  und  IV;  2.  Reihe,  I;  S.Reihe,  I, 
III  und  IV).  Sämtliche  Pflanzen  entwickelten  sich  anscheinend  völlig 
normal  weiter,  sie  blühten  gut  und  setzten  zum  Teil  Früchte  an,  deren 
Samen  reiften.  Erst  um  diese  Zeit  wurde  an  einigen  ein  Gelb-  und 
Schlaffwerden  des  Laubes  bemerkt,  und  die  bald  darauf  vorgenommene 
Untersuchung  ergab,  daß  ein  paar  Zwiebeln,  nämlich  2.  Reihe,  III,  und 
3.  Reihe,  IV,  fast  ganz  zerstört  und  von  Sklerotien  durchsetzt  oder  mit 
solchen  bedeckt  waren.     Die  übrigen  Zwiebeln  waren  gesund  geblieben. 

B.  Versuche   im  Freien,   Herbst  1905. 

Es  wurden  si(»ben  Reihen  mit  je  vier  Hyazintlienzwiebeln  gepflanzt. 
Beiderseits  neben  di(>  mittlere  Reihe,  in  der  Mitte  zwischen  dieser  und 
den  angrenzenden,  wurden  Sklerotien  gelegt.  Die  Hyazinthen  gingen  gut 
auf,  entwickelten  sich  ausgezeichnet,  blühten  und  setzten  teilweise  sogar 
Frucht  an.  Erst  um  diese  Zeit  wurden  an  einigen  Pflanzen  Anzeichen 
der  Infektion  gefunden,  die  in  einem  Gelbwerden  der  Blätter  bestanden. 
Als  die  Zwiebeln  am  20.  Juni  aus  der  Erde  genommen  wurden,  zeigten 
sie  sich  stärker  infiziert,  als  ich  erwartet  hatte.  Unter  zwanzig  geernteten 
Zwiebeln  waren  acht  stark  befallen  und  mit  großen  Sklerotien  besetzt  und 
diu-chsetzt,  drei  schwächer  befallen,  zwei  zweifelhaft,  sieben  gesund.  In 
dem  Boden  in  der  Umgebung  der  erkrankten  Zwiebeln  fand  ich  stellen- 
weise eine  starke  Mycelverbreitung.  Der  Erfolg  der  Infektion  war  ein 
reichlicherer  als  bei  den  Topfversuchen,  obgleich  die  Sklerotien  in  einer 
größeren  Entfernung  von  den  Zwiebeln  gelegen  hatten  als  bei  diesen. 

C.    Versuche  im  Herbst  1906. 
1.  In  fünf  Töpfe,  je  einen  mit  Lehmerde  (1),  Misterde  (2),  sandiger 
Erde  (3j  und  zwei  mit  reinem  Sand  (4,  5),  wurde  je  eine  Hyazinthenzwiebel 


38  H.  Klebahii. 

g:epflanzt  und  Sklerotien  daneben  g'eleg-t.  Ergebnis:  Im  März  1907 
g-ehen  alle  Pflanzen  gut  auf;  1,  2  und  4  haben  gelbe  Spitzen  an  den 
Blättern.  Alle  gelangen  zur  Blüte.  Im  Juni  findet  sich  bei  1  und  2 
Mycel  in  dem  Erdreich  um  die  Zwiebel,  Ende  Juni  enthalten  1,  2  und  5 
Sklerotien.  Zwiebel  4  ist  faul,  enthält  aber  keine  Sklerotien.  Zwiebel  3 
bleibt  gesund. 

2.  In  drei  Schalen,  je  eine  mit  Lehm,  Misterde  und  sandiger  Erde, 
wurden  je  fünf  Hyazinthen  auf  einem  Durchmesser  in  Abständen  von 
etwa  5  cm  gepflanzt  und  neben  die  zweite  Zwiebel  Sklerotien  gelegt. 
Ergebnis:  Es  trat  keine  Infektion  ein.  Nur  eine  Zwiebel  in  Schale  3 
blieb  infolge  eines  beim  Pflanzen  nicht  bemerkten  Schadens  aus,  war  aber 
nicht  von  der  Sclerotinia  befallen. 

II.  Versuche,  andere  Blumenzwiebeln  mit  Sclerothiiu  bulboruni 
zu  infizieren,  Herbst  1905  und  1906. 

1.  Tulpen  1905.  Die  Versuche  umfassen  neun  Zwiebeln,  je  drei  in 
Lehmerde,  Sanderde  oder  Misterde  gepflanzt,  wie  bei  den  Versuchen  mit 
Tulpensklerotien  von  1905.  Ergebnis:  Im  März  1906  zeigt  sich  in  einer 
Anzahl  der  Töpfe  die  Sclerotinia,  die  Tulpen  entwickeln  sich  jedoch  ohne 
jede  Schädigung. 

2  a.  Fritillaria  imperialis  1905.  Eine  Zwiebel,  Sklerotium  oben  in 
die  Öffnung  gelegt.  Ergebnis:  Die  Zwiebel  treibt  nicht  aus;  sie  zeigt 
sich  später  faul  und  hat  Sklerotien  gebildet,  bereits  am  16.  März.  — 
b.  Fritillaria  imperialis  1906.  Zwei  Zwiebeln,  ebenso  behandelt.  Ergebnis: 
Keine  Schädigung. 

3  a.  Scilla  sibirica  1905.  Drei  Zwiebeln.  Erg-ebnis :  Anfang  März 
ist  die  Sclerotinia  entwickelt ;  die  Pflanzen  treiben  gesund  aus  und  blühen, 
die  Zwiebeln  sind  aber  beim  Herausnehmen  Anfang  Juli  getötet  und  stark 
von  Sklerotien  durchsetzt.  —  b.  Scilla  sibirica  1906.  Drei  Töpfe  mit  je 
drei  Zwiebeln,  je  einer  mit  Lehmerde,  Misterde,  sandiger  Erde.  Sklerotien 
neben  die  eine  Zwiebel  gelegt.  Ergebnis:  In  Topf  1  gehen  zwei,  in  den 
beiden  andern  je  drei  Pflanzen  ohne  Schaden  auf  und  entwickeln  sich  ziu- 
Blüte.  In  Topf  3  (sandige  Erde)  ist  im  Juni  das  ganze  Wurzelwerk  mit 
Mycel  durchsetzt,  und  später  finden  sich  Sklerotien  in  den  Zwiebeln.  Die 
Pfianzen  der  andern  beiden  Töpfe  sind  gesund  geblieben. 

4.  Muscari  botryoides  1906.  Zwei  Töpfe  mit  je  sechs  Zwiebeln. 
Ergebnis:  Die  Pfianzen  gelangen  zur  Blüte  und  bleiben  gesund. 

5.  OalantJius  nivalis  1905.  Vier  Zwiebeln.  Ergebnis:  Sclerotinia 
entwickelt,  die  Pfianzen  nicht  geschädigt. 

6.  Narcissus  poeticiis  1905.  Vier  Zwiebeln.  Ergebnis:  Keine  Schädigung. 
7  a.    Narcissus    Pseudonarcissus    1905.     Vier    Zwiebeln.     Ergebnis : 

Sclerotinia  entwickelt,  keine  Schädigimg.  —  b.  Narzissen  1906.   Weiße 


Weitere  Untersuchungen  über  die  Sklerotienkranklieiten  der  Zwiebelpflanzen.      39 

Princeps,  Trompet  major,  Gefüllte  von  Sioii,  je  eine  Zwiebel.  Ergebnis: 
Keine  Scliädig-nng. 

8.  Tazetten  1906.  Generalstaaten,  Grand  Soleil,  je  eine  Zwiebel. 
Ergebnis:  Keine  Schädigung. 

9a.  Crocus  vernus  1905.  Acht  Zwiebeln.  Ergebnis:  Sclerotinia 
entwickelt,  keine  Schädigung.  —  b.  Crocus  vernus  1906.  Drei  Töpfe  mit 
je  acht  Zwiebeln.     Ergebnis:  Keine  Schädigung  bemerkt. 

10.  Iris  hispanica  1905.  Vier  Zwiebeln.  Ergebnis:  Sclerotinia  ent- 
wickelt, Pflanzen  nicht  infiziert. 

III.   Infektionsvei'suche  mit  Ascosporen. 

SchonWakkerdI,  pag.311 ;  III,  pag.  37— 38)  hat  versucht,  Hyazinthen 
mittels  der  Ascosporen  zu  infizieren,  aber  er  hat  keinen  befriedigenden 
Erfolg  erhalten.  In  einem  einzigen  Falle  gelang  die  Infektion,  und  in 
diesem  Falle  waren  die  Sporen  auf  die  Zwiebelschuppen  gebracht  worden. 
Aber  andere  ebenso  behandelte  Pflanzen  blieben  gesund,  und  das  Auf- 
bringen der  Sporen  auf  die  verschiedenartigsten  anderen  Teile  der  Pflanzen 
blieb  ohne  Erfolg. 

Meine  eigenen  Versuche  waren  nicht  erfolgreicher. 

Im  Jahre  1906  überließ  ich  zunächst  diejenigen  Hj^azinthen  sich 
selbst,  neben  denen  Becherfrüchte  entstanden  waren.  Ferner  wurden  ein 
paar  Sklerotien  mit  daran  sitzenden  Becherfrüchten  in  winzige  Blumen- 
töpfchen  gepflanzt  und  diese  über  den  austreibenden  H3^azinthen  befestigt. 
Irgend  eine  Einwirkung  der  Sporen  konnte  nicht  festgestellt  werden. 
Das  Endergebnis  aber,  das  in  einem  Falle  in  einer  Infektion  der  Zwiebel 
bestand,  entscheidet  nicht,  da  sich  in  allen  Töpfen  auch  Sklerotien 
befanden. 

Im  Herbst  1906  pflanzte  ich  eine  Anzahl  Hyazinthen  ohne  Sklerotien. 
Im  Fi'ühjahr  1907  wurden  die  Sporen  einer  Becherfrucht  auf  Objekt- 
trägern aufgefangen,  in  Wasser  verteilt  und  zu  Infektionsversuchen  auf 
Hyazinthen  verwendet.  Sie  wurden  teils  auf  die  Blätter,  den  Stengel- 
grund und  die  Zwiebel  der  unverletzten  Pflanzen  aufgetragen,  teils  in 
AVunden  eingebracht,  die  im  oberen  Teil  der  Zwiebel  oder  am  Grunde 
der  Blätter  geschnitten  waren.  In  keinem  dieser  Fälle  trat  eine  In- 
fektion ein. 

Folgerungen. 

Die  vorstehenden  Versuchsergebnisse  stimmen  in  allen  wesentlichen 
Punkten  mit  denen  von  Wakker  (I,  II,  III)  überein.  Im  einzelnen  ist 
folgendes  hervorzuheben: 

1.  Hyazinthen  und  Scilla  werden  durch  die  im  Boden  befindlichen 
Sklerotien  infiziert,  wie  schon  Wakker  feststellte.   Außerdem  ist  Fritillaria 


40  H.  Klebaliu. 

imperialis  empfäiiglicli.  Niclit  infiziert  wurden  Tulpen,  Muscari,  Oalan- 
tJms,  Narzissen,  Tazetten,  Iris  his2)a7iica  und  Crocus.  Vielleicht  aber 
dürfte  sich  bei  längerer  Fortsetzung  der  Versuche  eine  gelegentliche 
Infektion  auf  einzelnen  dieser  letzteren  Pflanzen  ergeben;  Wakker 
erhielt  vereinzelt  schwache  Infektionen  auf  Crocus,  nach  einer  Angabe  von 
Ritzema-Bos  (IV,  pag.  61)  hatte  Muscari  auf  einem  Felde,  wo  sich  dieser 
Pilz  fand,  Schaden  gelitten  (ob  aber  durch  den  Pilz,  ist  allerdings  nicht 
festgestellt),  und  endlich  ist  hier  daran  zu  erinnern,  daß  ich  an  dem  aus 
Noordwijk  stammenden  Material  geschädigter  Tulpen  JSklerotien  erhielt, 
die  denen  der  Sclerotinia  hulborum  ähnlich  waren  (s.  III,  Versuche  mit 
verdächtigen  Zwiebeln). 

2.  Der  wirksame  Faktor  bei  diesen  Infektionen  ist  das  Mycel,  das 
von  den  Sklerotien  auswächst.  Dasselbe  besitzt  eine  hohe  Ausbreitungs- 
fähigkeit und  übertrifft  darin  das  von  Sclerotium  TuUparum  bedeutend. 
Die  Nachbarpflanzen  einer  von  Sclerotinia  hulborum  befallenen  Hyazinthe 
sind  daher  in  weit  höherem  Grade  der  Gefahr  der  Infektion  ausgesetzt 
als  die  Nachbarpflanzen  einer  von  Sclerotium  Tuliparum  befallenen  Tulpe. 
Um  so  mehr  ist  es  wichtig,  jede  krank  werdende  Hyazinthe  möglichst 
bald  aus  dem  Boden  zu  nehmen,  ein  Verfahren,  das  übrigens  bei  den 
sorgfältigeren  Züchtern  längst  geübt  wird. 

3.  Den  Sporen  scheint  das  Vermögen  zu  fehlen,  ihre  Keimschläuche 
in  die  gesunden  Gewebe  der  Pflanze  eindringen  zu  lassen.  Dieses  Ver- 
halten schließt  sich  an  die  von  de  Bary  (III,  pag.  396)  bei  Sclerotinia 
Lihertiana  festgestellten  Verhältnisse  an. 

Die  Tatsache,  daß  die  Sporen  eines  parasitischen  Pilzes  nicht 
infizieren,  ist  so  merkwürdig,  daß  man  sich  nicht  leicht  dabei  beruhigt. 
Man  ist  geneigt  zu  fragen,  welche  Rolle  sie  im  gewöhnlichen  Verlaufe 
der  Entwickelung  spielen,  welches  die  Substrate  sind,  auf  denen  sie  in 
der  Natur  zur  Keimung  und  Weiterentwickelung  gelangen,  und  ob  sie 
nicht  unter  ganz  bestimmten  Umständen  oder  an  ganz  bestimmten  Stellen 
der  Pflanze  doch  infizieren  können. 

4.  Die  im  Sommer  1905  entstandenen,  im  Freien  in  Erde  aufbewahrten 
Sklerotien  waren  im  Herbst  1906  zerfallen.  Es  scheint  danach,  daß  eine 
länger  dauernde  Verseuchung  des  Bodens  durch  Sklerotien  von  Sclerotinia 
hulborum  nicht  stattfindet.  Ein  abschließendes  Urteil  darf  natürlich  auf 
diese  eine  Beobachtung  nicht  gegründet  werden,  und  es  muß  auf  die 
Ansicht  von  Wakker  (II,  312  u.  346)  verwiesen  werden,  nach  der  sich 
der  Pilz  durch  die  in  den  Myceliumflocken  entstehenden  sekundären 
Sklerotien  ein  Jahr  lang  ganz  oder  fast  ganz  ohne  Nahrung  soll  erhalten 
können.  Indessen  sind,  soviel  ich  erfahren  habe,  auch  aus  der  Praxis 
der  Zwiebelkultur  Bodenverseuchungen  durch  Sclerotinia  hulborum,  welche 
eine   derartige  Hartnäckigkeit  besitzen  wie    die    „kwaden  plekken"   der 


Weitere  Untersuchungen  über  die  Sklerotienkrankheiten  der  Zwiebelpflanzen.      41 

Tiilpoiifelder,  nicht  bekannt.  Dabei  könnte  freilich  der  Umstand  eine 
Rolle  spielen,  daß  die  Hyazinthenfelder  wegen  des  hohen  Werts  der 
einzelnen  Zwiebeln  meist  mit  besonderer  Sorgfalt  von  kranken  Pflanzen 
gesäubert  werden. 

VI.    Zerstreute  Beobachtungen  und  Bemerkungen 

über  einige  andere  Krankheiten  und  Schäden  an  Zwiebelpflanzen 

und  über  einige  den  Erregern  verwandte  Pilze. 

Die  Beschäftigung-  mit  den  Tulpen-  und  Hyazinthenpilzen  brachte 
es  mit  sich,  auch  verwandte  Ersclieinungen,  die  sich  mehr  oder  weniger 
zufällig  darboten,  in  den  Kreis  der  Untersuchung  zu  ziehen.  Dabei 
wurden  verschiedene  Beobachtungen  gemacht,  die,  wenn  sie  auch  nur 
gelegentliche  waren,  doch  vielleicht  einiges  Interesse  haben.  Ich  stelle 
diese  Beobachtungen  zugleich  mit  einigen  kritischen  Bemerkungen  über 
die  sich  anschließenden  Fragen  im  folgenden  zusammen. 

1.    Eine  sklerotienbildende  Botvytia  auf  Narzissen. 

Während  meines  Aufenthalts  in  Haarlem  erhielt  ich  von  Herrn 
P  0 1  m  a  n -  M  0  0  y  ein  paar  gelbe  Narzissen  (Narcissus  Pseudo- Narcissus, 
gefüllt),  an  deren  Zwiebeln  ziemlich  große,  schwarze  Sklei'otien  festsaßen. 
Als  ich  dieselben  in  Hamburg  unter  einer  Glocke  feucht  hielt,  entwickelte 
sich  an  den  Blättern  und  Zwiebelschalen  eine  Botrytis,  von  der  man 
vermuten  konnte,  daß  sie  mit  dem  Sklerotien  in  denselben  Entwickelungs- 
gang  gehöre.  Ich  machte  damit  am  D.  April  1006  eine  Reihe  von 
Übertragungsversuchen  auf  Tulpen,  Hyazinthen,  Scilla  sihirica,  Narcissus 
Pseudo-Narcissus,  N.poeticus  und  Crocus  vernus,  konnte  jedoch  keine  Infektion 
zuwege  bringen.  Nur  auf  A\'unden  und  den  bald  absterbenden  Blüten 
kam  eine  Weiterentwickelung  zustande.  Die  ISklerotien  wurden  dann 
anfangs  feucht,  später  trocken  aufbewahrt  und  im  Herbst  zu  Infektions- 
versuchen verwendet. 

Es  wurden  vier  Narzissen  derselben  Sorte,  die  mir  Herr  Polman- 
Mooy  geschickt  hatte,  in  Töpfe  gepflanzt  und  die  Sklerotien  neben  und 
über  die  Spitze  gelegt.  Ferner  wurden  drei  Töpfe  mit  Tulpen  bepflanzt, 
der  eine  mit  einer  großen,  die  andern  mit  Je  drei  kleineren,  und  Sklerotien 
dazu  gebracht.  Am  20.  März  zeigte  sich  die  eine  Narzisse  infiziert;  die 
ungefähr  1  cm  über  den  Boden  hervorragenden  Blätter  waren  mit  einer 
hellbräunlichen  Botrytis  bedeckt.  Die  andern  waren  anscheinend  gesund, 
da  die  Blätter  grün  waren  und  weiter  wuchsen.  Beim  vorsichtigen  Heraus- 
nehmen aus  dem  Topfe  zeigte  sich  aber  nach  dem  Entfernen  des  Erdreichs, 
daß  am  oberen  Teil  der  Zwiebeln  und  an  den  Scheiden  angegriffene 
Stellen  vorhanden  waren,  und  in  der  Umgebung  der  noch  nachweisbaren 


42  H.  Klebalm. 

Sklcrotien  ließ  sich  Mj^cel  feststellen.  Beim  Feuclitlialten  entstanden  auch 
hier  Botri/Hs-Rasen.  Das  xlusbreitungsvermögen  des  Pilzes  ist  aber  kein 
großes ;  selbst  bei  dauerndem  Feuchthalten  blieb  die  Infektion  wesentlich 
auf  die  einmal  ergriffenen  Stellen  beschränkt,  während  die  nicht  ergriffenen 
Teile  weiter  wuchsen;  auf  einigen  gelben  Flecken  der  Blätter  trat  erst 
sehr  allmählich  die  Botrytis  auf.  Aussaat  der  Conidien  auf  gesunde 
Blätter  hatte  keinen  Erfolg,  ebensowenig  die  Übertragung  der  Conidien 
auf  die  Blätter  von  Tulpen,  obgleich  diese  zweieinhalb  Wochen  unter 
Glasglocken  blieben.  Der  Pilz  ist  demnach  in  seinem  Verhalten  von 
Botrytis  parasitica  auffällig  verschieden,  und  man  wird  zu  der  Vermutung 
gedrängt,  daß  die  vorhandene  Infektion  nicht  durch  Conidien  bewirkt, 
sondern  von  dem  aus  den  Sklerotien  hervorgewachsenen  Mycel  ausgegangen 
war,  dessen  Spuren  sich  in  der  Umgebung  der  Sklerotien  noch  nach- 
weisen ließen.  Auch  hier  begegnet  uns  also  die  merkwürdige  Tatsache, 
daß  den  Sporen  eines  parasitischen  Pilzes  das  Infektionsvermögen  fehlt, 
oder  daß  es  wenigstens  schwach  ausgebildet  ist,  ein  Verhalten,  das  mit 
dem  der  Ascosporen  von  Sclerotinia  bulhorum  und  anderer  Sklerotinien 
verglichen  werden  muß.  Nur  ist  im  vorliegenden  Falle  die  parasitische 
Natur  des  Pilzes  selbst  auch  weniger  hoch  entwickelt,  da  die  vorhandenen 
Infektionsstellen  kaum  das  Bestreben  zeigen,  sich  zu  vergrößern  oder  zu 
vermehren. 

Auf  künstlichem  Nährboden,  z.  B.  auf  Salep-Agar^),  wachsen  die 
Conidien  sehr  leicht.  Es  macht  daher  keine  Schwierigkeiten,  Reinkulturen 
anzulegen.  Diese  gedeihen  auch  gut  auf  sterilisierten  Möhren  oder 
sterilisierten  Narzissenzwiebeln.  Auf  allen  drei  Nährböden  entwickeln 
sich  an  dem  Mycelium  -Bo^r?/^2s-Conidienträger,  und  außerdem  entstehen 
Sklerotien,  besonders  reichlich  auf  den  sterilisierten  Narzissenzwiebeln, 
wo  sie  eine  Länge  von  4  mm  bei  1 — 2  mm  Dicke  erreichten. 

Auf  den  Zwiebeln  der  künstlich  infizierten  Versuchspflanzen  erhielt 
ich  dagegen  anfangs  keine  Sklerotien.  Erst  als  die  infizierten  Pflanzen 
Ende  Juni  aus  dem  Boden  genommen  wurden,  fanden  sich  einzelne  auf 
der  braunen  Schale.  Dieselben  waren  aber  bedeutend  kleiner  und  spär- 
licher als  diejenigen  an  dem  Material  von  Haarlem,  das  den  ^Ausgangspunkt 
meiner  Untersuchungen  gebildet  hatte.  Im  übrigen  waren  die  Zwiebeln 
völlig  gesund. 

Die  Conidienträger  (Abbildung  10)  dieser  Botrytis  erreichen  eine 
Länge  von  über  1  mm  und  sind  etwa  16 — 20  |U,  in  den  oberen  Teilen 
nur  8 — 12  {i  dick.  Die  Farbe  ist  unten  graubräunlich,  nach  oben  zu 
heller.  Sie  sind  teils  unverzweigt,  teils  nur  im  oberen  Teile  wenig  und 
kurz  verzweigt,   teils  mit   einer  größeren  Zahl   ziemlich  langer  Zweige 


^)  Nach  N.  Bernard,  Revue  gen.  de  Bot.  XVI,  1904,  pag.  408. 


Weitere  Untersuchuiigeu  über  die  Sklerotienkranklieiten  der  Zwiebelpflanzeii.      43 

versehen.  Die  letzten,  conidientragenden  Faden-  oder  Zweigendigimgen 
werden  durch  die  Conidien  verdeckt;  nach  dem  Abfallen  der  letzteren 
scheinen  sie  zu  verschrumpfen,  und  man  sieht  ihre  Reste  an  den  Enden 
der  Zweig-e  oder  an  den  kurzen  seitlichen  Ausstülpungen  derselben.  Die 
Enden    der    Träger   und    der   Zweige    haben    häufig    dadurch    ein    sehr 


1.  Untere  Teile  von  Conidienträgern 


Abbildung  10. 
Botrytis  auf  Narzissen. 
240 
1   • 


-2-U) 


2.  Spitze  eines  Avenig  verzweigten  Conidienträgers  mit  Conidien. 

3.  Oberer  Teil  eines  stärker  verzweigten  ('onidienträgers. 

4.  Spitze  eines  wenig  verzweigten  Conidienträgers  ohne  Conidien. 


240 


550 


5.  Conidien.      —^-. 

charakteristisches  Aussehen,  daß  sie  wie  abgestutzt  sind  und  die  Membran 
eine  flache,  rings  herum  mit  einer  Kante  vorspringende  Kappe  bildet. 
Der  Fuß  zeigt  keine  besonderen  und  regelmäßigen  Eigentümlichkeiten. 
Die  unterste  Zelle  ist  bald  kurz  und  etwas  gerundet,  bald  länger.  Die 
Conidien  sind  oval,  nach  dem  unteren  Ende  zu  etwas  spitzer,  10 — 12  /* 
lang,  6 — 7  fj  dick,  glatt,  schwach  bräunlich  gefärbt. 

Man   mag  den  Pilz,   wenn  man  einen  Namen  für  denselben  haben 
will,  bis  auf  weiteres  Botrytis  nardssicola  nennen.    Die  Frage,  ob  er  mit 


44  H.  Klebahn. 

einer  der  bereits  bescliriebenen  Formen  identisch  ist,  muß  ich  unentschieden 
lassen.  Die  Diagnosen  der  zahlreichen  Arten  sind  zu  ungenau  und 
namentlich  viel  zu  ungleichmäßig,  als  daß  es  möglich  wäre,  danach  sichere 
Bestimmungen  auszuführen.  Ich  habe  gelegentlich  verschiedene  Botrytis- 
Formen  kultiviert  und  auch  mikroskopisch  verglichen  und  finde  gewisse 
Unterschiede,  die  sich  aber  schwer  in  Worte  kleiden  lassen,  und  deren 
Konstanz  auch  noch  zu  prüfen  ist.  Es  wird  nur  dadurch  Licht  in  das 
Dunkel  zu  bringen  sein,  daß  zahlreiche  Formen  genau  gezeichnet  und  in 
ihrem  Infektionsvennögen  gegen  verschiedenartige  Pflanzen  und  in  ihrer 
Entwickelung  in  Reinkultur  auf  künstlichen  Substraten  genau  verglichen 
werden. 

2.    Ein  sklerotienbildender  Pilz  auf  Iris  Gatesii. 

In  der  Gärtnerei  des  Herrn  van  Tubcrgen  in  Haarlem  erhielt  ich 
eine  kranke  Knolle  von  Iris  Gatesii  Foster,  an  der  ziemlich  große, 
schwarze  Sklerotien  saßen.  Es  wurde  versucht,  durch  Feuchthalten  der 
Knolle  Conidienträger,  neues  Mycel  oder  neue  Sklerotien  hervorzurufen, 
aber  ohne  Erfolg.  Als  die  Sklerotien  im  Herbst  1906,  nachdem  sie  den 
Sommer  über  im  Freien  aufbewahrt  worden  waren,  zur  Infektion  von 
Iris  Gatesii  verwendet  werden  sollten,  sahen  sie  wie  ausgekeimt  und 
ausgesogen  aus.  Die  Infektion  wurde  trotzdem  versucht,  auf  drei  Knollen, 
hatte  aber,  wie  zu  erwarten  war,  keinen  Erfolg.  Leider  vermag  ich 
infolgedessen  über  die  Zugehörigkeit  des  Pilzes  nichts  weiter  zu  sagen. 
Auf  meine  Bitte  um  neues  Material  erhielt  ich  im  Frühjahr  1907  eine 
andere  Krankheitserscheinung  auf  einer  anderen  Iris  aus  der  Oncocycliis- 
Gruppe  von  Herrn  van  Tubergen  zugesandt.  Die  Knollen  waren  erweicht 
und  stellenweise  von  Mycel  durchzogen,  aber  Sklerotien  und  dergleichen 
waren  nicht  vorhanden.  An  einigen  Knollen  saßen  außen  kleine  Perithecien 
fest,  die  Ascosporen  enthielten.  Von  einer  genaueren  Untersuchung  dieser 
Erscheinung  mußte  ich  zunächst  absehen. 

3.    Botrytis  ffalantliina  (ßerk.  et  Br.)  Sacc. 

Unter  dem  Namen  Poly actis  galanthina  haben  Berkeley  und 
Broome  (I)  einen  später  von  Saccardo  (I,  pag.  137)  in  die  Gattung 
Botrytis  gestellten  Pilz  beschrieben,  der  die  Schneeglöckchen  (Galanthns 
nivalis)  schädigt  und  nach  Ludwig  (I,  pag.  .855)  an  den  Zwiebeln  derselben 
auch  Sklerotien  bildet.  W.  G.  Smith  (Ij  und  Oudemans  (I)  teilen  weitere 
Beobachtungen  mit;  der  letztgenannte  Autor  stellt  die  Literatur  kritisch 
zusammen. 

Der  von  Ludwig  dem  Pilze  gegebene  Name  Sclerotinia  Galanthi 
ist  zu  verwerfen.  Erstens  sind  Becherfrüchte  nicht  bekannt  geworden; 
zweitens  ist  die  Zusammengehörigkeit  von  Botrytis  und  Sclerotinia  überhaupt 


Weitere  Untersuchung-en  über  die  Sklerotienkrankheiten  der  Zwiebelpflanzen.      45 

mehr  als  zweifelliaft.  Diese  Zusammeng-ehörigkeit  wurde  für  Sclerotinia 
Fuckeliana  und  Botrytis  cinerea  nach  den  Angaben  de  Barys  (I,  pag-.  2ülj 
bisher  ziemlich  allgemein  ang:enommen.  Es  hat  aber  bereits  Brefeld 
(I,  pag.  129,  155;  II,  pag.  315)  auf  die  Unzulänglichkeit  des  Beweises 
hingewiesen.  Auch  sprechen  de  Barys  eigene  Angaben  (II,  pag.  275), 
wonach  aus  Conidien  in  Nährlösung  immer  wieder  Mycel  mit  Conidien,  aus 
Ascosporen  Mycel  mit  Sklerotien  und  nie  oder  so  gut  wie  nie^)  Conidien- 
träger  hervorgehen,  nicht  besonders  für  die  Zusammengehörigkeit.  Pi- 
ro tta  (1),  auf  dessen  von  de  Bary  angeregte  Beobachtungen  sich  dieser 
anscheinend  teilweise  stützt,  gibt  zwar  bestimmt  an,  daß  er  Ascosporen 
und  Botnjtis-Q owi^iew  in  demselben  Entwickelungszyklus  und  insbesondere 
aus  Ascosporen  Botrytis-Cowi^iQw  erhalten  habe,  indessen  bleibt  der 
Zweifel  möglich,  ob  die  angewandten  Maßregeln  der  Reinkultur  aus- 
reichende gewesen  sind.  Die  Arbeit  Pirottas,  eine  vorläufige  Mit- 
teilung, gibt  wenig  Einzelheiten  über  die  Ausführung  der  Versuche.  Der 
von  Frank  (I,  pag.  53S;  II,  pag.  491)  behauptete  Zusammenhang  der 
Sclerotinia  Lihertiana  mit  einer  Botrytis  ist  bereits  von  de  Bary  selbst 
(III,  pag.  458)  bestritten  worden,  und  neuerdings  haben  Appel  und 
Brück  (I)  Versuche  angestellt,  die  gegen  denselben  sprechen.  Schon 
der  Umstand,  daß  bisher  bei  keiner  anderen  Sclerotinia  Conidienträger 
gefunden  wurden,  die  Botrytis  ähnlich  sind,  läßt  den  Zusammenhang  von 
Sclerotinia  Fuckeliana  mit  einer  Botrytis  auffällig  erscheinen.  Eine 
definitive  Klärung  der  Frage  der  Sclerotinia  Fuckeliana  wäre  für  die 
Systematik  der  gesamten  hier  besprochenen  Pilze  von  großer  Wichtigkeit. 
Botrytis  galanthina  oder  ein  Pilz  von  demselben  Aussehen  soll  die 
Ursache  gewisser  Krankheiten  der  Tulpen  und  Hyazinthen  sein,  die  man 
holländisch  als  „het  vuur''  (das  Feuer)  bezeichnet.  Es  werden  zwei  Arten 
dieser  Krankheit  unterschieden.  ,,Topvuur"  (wörtlich  Spitzenfeuer)  soll 
nach  Ritzema-Bos  (II,  pag.  51 ;  III,  pag.  81 ;  IV,  pag.  63)  entstehen, 
wenn  der  Pilz  sich  auf  den  erfrorenen  oder  verletzten  Blattspitzen  an- 
siedelt, „Smetvuur"  (wörtlich  Fleckenfeuer),  wenn  derselbe,  durch  sapro- 
phytisches  Leben  erstarkt,  parasitisch  wird  und  gesunde  Blätter  befällt. 
Daß  auf  abgetöteten  Blattspitzen  beliebige  Botrytis  -  Arten  vegetieren 
können,  ist  nicht  zweifelhaft.  Dagegen  ist  es  mir  nicht  klar,  wie  die 
Botrytis  durch  saprophytisches  Leben  parasitisch  werden  soll.  Wird  das 
zunächst  saprophy tisch  auf  toten  Blattspitzen  angesiedelte  Mycel  all- 
mählich parasitisch?  Dann  müßte  „Topvuur"  von  oben  her  zum  Befall 
des  ganzen  Blattes  führen.  Oder  ist  gemeint,  daß  die  Conidien  nach  und  nach 
das  Vermögen  gewinnen,  zu  infizieren,  und  zwar  durch  das  saprophytische 


*)  „—  die  Fälle,  in  denen  sie,  immer  vereinzelt,  auftraten,  sind  höchst  seltene  Aus- 
nahmen und  bezüglich  derKeinheit  der  Aussaat  nicht  vorwurfsfrei",  de  Bary,  1.  c,  pag.  275. 


46  H.  Klebahn. 

Leben  des  Mycels,  auf  dem  sie  entstellen?  Das  wäre  eine  sehr  merk- 
würdig'e  Veränderung',  die  wohl  kaum  anderweitig  gemachten  Erfahrungen 
entspricht  und  jedenfalls  viel  genauer  bewiesen  werden  müßte.  Anscheinend 
ist  die  Grundlage  für  diese  von  Ritze ma-Bos  geäußerten  Ansichten  in 
den  Angaben  de  Barys  (III,  pag.  396,  423)  über  die  Sklerotinien  zu 
suchen.  Die  entwickelten  Mycelien  dieser  Pilze  scheiden  nach  de  Bary 
gewisse  Enzyme  ab,  welche  die  Wirtszellen  töten,  die  Mittellamelle  lösen 
und  dadurch  das  Eindringen  des  Mycels  ermög-lichen.  Die  Keimschläuche 
der  Sporen  sollen  dieses  Enzym  noch  nicht  bilden  und  daher  des  Infektions- 
vermögens entbehren.  Der  trotzdem  merkwürdige  und  keineswegs  genügend 
aufgeklärte  Umstand,  daß  die  Sporen  nicht  infizieren,  wurde  im  vorauf- 
gehenden bereits  einmal  gestreift. 

Bevor  man  im  vorliegenden  Falle  diesen  Fragen  nähertritt,  scheint 
es  mir  nötig  zu  sein,  das  Verhältnis  des  von  Ritzema-Bos  als  Botrytis 
galanthina  bezeichneten  Pilzes  zu  Botrytis  parasitica  genauer  zu  prüfen. 
Die  auf  Hyazinthen  angegebene  Botrytis  muß  allerdings  von  Botrytis 
parasitica  verschieden  sein,  da  die  letztgenannte  die  Hyazinthen  nicht 
infiziert.  Daß  es  aber  auf  den  Tulpen  noch  eine  zweite,  von  Botrytis 
parasitica  verschiedene,  parasitisch  lebende  Botrytis  geben  soll,  erscheint 
mir  einstweilen  zweifelhaft.  Ritzema-Bos  hat  Sclerotium  Tuliparum 
und  Botrytis  parasitica  noch  nicht  unterschieden  und  bezeichnet  den  Pilz 
der  „kwaden  plekken"  als  Botrytis  parasitica.  Es  ist  daher  wohl  denkbar, 
daß  der  Pilz  des  „smetvuur".  der  Tulpen  nichts  weiter  ist  als  Botrytis 
parasitica,  und  daß  Ritzema-Bos  denselben  deshalb  für  eine  andere 
Spezies  gehalten  hat,  weil  er  der  Meinung  war,  daß  für  Botrytis  parasitica 
diejenigen  Symptome  charakteristisch  seien,  die  wir  jetzt  als  dem  Sclerotium 
Tuliparum  angehörig  erkannt  haben. 

4.    Die  Botrytis-K.v2iVL\L\v^\t  der  Maiblumen. 

Mit  den  Sklerotien  der  früher  beschriebenen  M-oihlum&ß.- Botrytis, 
welche  in  den  Vierlanden  die  Maiblumen  schädigt  (Klebahn  II,  pag.  18), 
machte  ich  im  Herbst  1904  ein  paar  Infektionsversuche  auf  Tulpen.  Die 
Sklerotien  wurden  neben  die  Spitzen  von  zehn  in  Töpfe  gepflanzten 
Tulpen  gelegt;  die  Behandlung  der  Kulturen  war  dieselbe  wie  bei  den 
übrigen  Versuchen.  Im  März  1905  war  eine  Zwiebel  mit  Sclerotium 
Tuliparum  befallen,  ob  infolge  eines  Versuchsfehlers  oder  eines  nicht 
erkannten  Krankheitsherdes  an  der  Zwiebel,  ließ  sich  nachträglich  nicht 
mehr  feststellen.  Die  neun  übrigen  waren  völlig  gesund  geblieben.  Die 
M-Aibliimen- Botrytis  vermag  also  die  Tulpen  nicht  zu  infizieren  und  ist 
von  Botrytis  parasitica  verschieden. 

In  meiner  früheren  Publikation  ist  nicht  erwähnt  worden,  daß  bereits 
Ritzema-Bos  (I;  II,  pag.  47;  III,  pag.  82)  eine  Botrytis  auf  Convallaria 


Weitere  Untersuchungen  über  die  Sklerotienkranklieiten  der  Zwiebelpflanzen.      47 

majdlis  beobachtet  liat,  die  nach  ihrem  Aussehen  und  auf  Grund  von 
Kulturversuchen  mit  einer  die  Paeonien  schädigenden  Botrytis  identisch 
sein  soll  und  von  Oudemans  (11)  als  Botrytis  Paeoniae  beschrieben"worden 
ist.  Ritzema-Bos  (lY,  pag-.  (j3)  hat  auc^li  die  Krankheit  aus  den  Vier- 
landen untersucht,  die  ihm  Dr.  Reh  zusandte.  Er  hält  sie  für  identisch 
mit  der  in  Holland  beobachteten.  Ich  vermisse  aber  an  dem  mir  vor- 
lieg'enden  Matei-ial  die  eigentiimlichen  Ampullen,  die  Oudemans  (II)  bei 
Botrytis  Paeoniae  beschreibt  und  abbildet  (vergl.  meine  Abbildung-  in  II, 
pag.  20),  und  mein  Material  bildete  leicht  und  reichlich  Sklerotien,  während 
Ritzema-Bos  (I,  pag.  266)  an  der  Botrytis  von  Paeonia  nur  einmal  ein 
kleines  Sklerotium  erhielt.  Versuche,  den  Maiblumenpilz  auf  Paeonien 
zu  übertragen,  hatten  wenig  Erfolg,  so  daß  doch  vielleicht  noch  einige 
Zweifel  an  der  Identität  der  Pilze  auf  Paeonia  und  Convallaria  zulässig  sind. 
Ich  erhielt  auch  eine  Botrytis  auf  Paeonia  aus  Haarlem  von  Herrn 
Polman-Mooy  und  machte  einige  Versuche  damit.  Sie  inflzierte  aber 
schwer  und  griff  nur  wenig  um  sich,  so  daß  ich  auch  mit  dieser  Form 
zu  keinen  bestimmten  Resultaten  kam.  Die  ganze  Frage  bedarf,  wie  die 
Biologie  und  die  Unterscheidung  der  Botrytis -Arten  überhaupt,  weiterer 
Untersuchung. 

5.    Die  Botrytis  und  Sklerotieiipilze  der  AlUutti-Avi^ii. 

Über  die  naheliegende  Frage,  ob  die  Tulpenpilze  auf  die  Speise- 
zwiebeln (Allium  Cepa  etc.j  übergehen  können,  habe  ich  noch  kein 
bestimmtes  Urteil.  Die  Conidien  von  Botrytis  'parnsitica  scheinen  Allium 
nicht  zu  infizieren  und  erst  zur  Entwickelung  zu  kommen,  wenn  die 
Blätter  abzusterben  beginnen.  Versuche  mit  dem  Sklerotium  sind  unter- 
blieben, weil  die  Speisezwiebeln  nicht  im  Herbst  gepflanzt  werden;  das 
Absterben  einer  Zwiebel  bei  zwei  im  Herbst  angesetzten  Versuchen  kann 
auch  die  Folge  dieser  unrichtigen  Behandlung  gewesen  sein. 

Die  auf  den  Speisezwiebeln  beobachteten  Pilze  sind  wahrscheinlich 
von  denen  der  Tulpen  und  Hj^azinthen  verschieden.  Sorauer  (H,  pag.  294) 
und  Frank  (II,  pag.  503)  fassen  die  durch  dieselben  veranlaßten  Krank- 
heitserscheinungen unter  dem  Namen  „Verschimmeln  und  Sklerotien- 
krankheit  der  Speisezwiebeln"  zusammen.  Den  Angaben  liegen  Erfahrungen 
Sorauers  (I;  II,  pag.  295)  zugrunde,  dem  es  gelang,  Speisezwiebeln 
mit  einer  Botrytis,  die  er  als  Botrytis  cana  Pers.  bestimmt,  zu  infizieren 
und  Sklerotien  darauf  zu  erhalten.  Sklerotien  auf  Zwiebeln  sind  aber 
bereits  früher  beobachtet  worden;  sie  werden  von  Berkeley  (I)  unter 
dem  Namen  Sclerotium  cepivorum  als  selbständiger  Pilz  erwähnt.  Zu 
diesem  Sklerotium  rechnet  Ritzema-Bos  (III,  pag.  80)  eine  Botrytis,  die  er 
Botrytis  cinerea  var.  sclerotiopliila  (vergl.  Saccardo  I,  pag.  129)  nennt.  Vor 
kurzem  hat  Voglino  (I)  ein  Sklerotium  auf  Allium  ursinum  L.  mit  Sclerotium 


48  H.  Klebalm. 

ceydvorum  Berk.  ideiititiziert,  zu  dem  er  auch  Sei.  Cepae  Berk.  et  Br.  als 
Synonym  angibt.  Dieses  Sclerotium  bildet  keine  Botrytis,  sondern  kleine 
perlenartig'e  „Sporidien"  nacli  Art  der  bei  Sclerotinia  hnlhonim,  Sei. 
Lihertiana  nsw.  vorkommenden.  Voglino  hat  denselben  einen  besonderen 
Namen  gegeben,  Sphacelia  Allii. 

Man  gewinnt  aus  allen  diesen  Angaben  den  Eindruck,  daß  auch 
auf  den  Speisezwiebeln  zwei  verschiedene  sklerotienbildende  Pilze  vor- 
kommen, eine  Botrytis  und  ein  Sclerotium  oder  vielleicht  eine  Sclerotinia. 

6.    Die  Lebensdauer  der  Sklerotien  von  Sclerotinia  bacearuni. 

Im  Anschluß  an  die  oben  nachgewiesene  Langlebigkeit  der  Tulpen- 
zwiebeln mag  als  ein  weiteres  Beispiel  der  bei  Sklerotien  mitunter  vor- 
kommenden langen  Lebensdauer  die  folgende  Beobachtung  mitgeteilt 
werden.  Im  Herbst  1904  sammelte  ich  in  der  Hake  bei  Harburg  a.  d.  E. 
ein  großes  Quantum  Sklerotien  von  Sclerotinia  haccarum  (Schrot.)  Rehm. 
Dieselben  wurden  in  Blumentöpfen  auf  Sand  unter  einer  lockeren  Decke 
von  Kiefernnadeln  und  trockenem  Moos  im  Freien  überwintert.  Im 
Frühjahr  1905  entwickelten  sich  an  einem  Teile  derselben  die  Becher- 
früchte der  Sclerotinia.  Die  Töpfe  blieben  unverändert  weiter  im  Freien. 
Im  Frühjahr  1906  entstanden  abermals  Becherfrüchte,  und  zwar  auf  einer 
erheblich  größeren  Menge  von  Sklerotien.  Im  Frühjahr  1907  konnte  ich 
nur  noch  wenige  Eeste  der  Sklerotien  finden,  aber  an  einem  einzigen 
war  eine  in  der  Entwickelung  begriffene  Becherfrucht  vorhanden.  AVir 
haben  also  auch  hier  eine  dreijährige  Dauer  der  Lebenskraft,  ähnlich 
wie  bei  Sclerotium  Tuliparum. 

7.    Ein  Versuch  mit  Sclerotinia  tuberosa  (Hedw.)  Fuck. 

Auf  den  Kulturen  von  A^iemone  nemorosa  im  Botanischen  Garten 
hatten  sich  im  Frühjahr  1906  große  Mengen  der  Becherfrüchte  von 
Sclerotinia  tuberosa  entwickelt,  und  diese  schleuderten,  wenn  man  sie  zuvor 
unter  einer  Glasglocke  gehalten  hatte,  gewaltige  Mengen  von  Sporen  aus, 
die  sich  wie  kleine  Wolken  bemerkbar  machten.  Es  interessierte  mich, 
zu  erfahren,  ob  die  Sporen  dieses  Pilzes  leichter  infizieren  als  die  von 
Sclerotinia  hiilborum.  Ich  ließ  die  geschleuderten  Sporen  sich  wiederholt 
auf  Anemonen  lagern,  die  dicht  gedrängt  in  einer  Schale  \\n.ichsen,  und 
bedeckte  die  Pflanzen  mit  einer  Glasglocke.  Ein  paar  Blätter  wui'den 
gebräunt  und  erwiesen  sich  als  von  massenhaftem  Mycel  durchsetzt.  Die 
meisten  aber  widerstanden.  Es  konnte  nicht  mehr  festgestellt  werden, 
ob  die  ersteren  infolge  von  Verletzungen  oder  aus  anderen  Gründen  das 
Eindringen  der  Keimschläuche  ermöglicht  hatten.  Eine  weitere  AVirkung 
dieser  Infektion  trat  nicht  ein;  als  die  Schale  im  folgenden  Frühjahr 
besichtigt  wurde,  fanden  sich  weder  Sklerotien  noch  Becherfrüchte. 


Weitere  Untersucluuigeii  über  die  Sklerotienkraiikheiteu  der  Zwiebelpüanzen.      49 

Auch  bei  Sclerotinia  tnherosa  scheint  demnach  das  Infektionsvermögen 
der  Sporen,  entsprechend  den  mehrfach  erwähnten  Angaben  de  Barys  (III), 
zu  fehlen  oder  wenigstens  schwach  ausgebiklet  zu  sein.  Wäre  es  anders, 
so  müßte  der  Pilz  infolge  seiner  überreichlichen  Sporenbüdung  in  ver- 
heerendem Grade  um  sich  greifen.  Immerhin  wird  man  die  Frage  stellen 
dürfen,  ob  die  Weiterentwickelung  der  Sporen  nur  auf  saprophytischem 
^^'ege  vor  sich  geht,  oder  ob  es  noch  unbekannte  Bedingungen  gibt,  unter 
denen  dieselben  direkt  infizieren. 

8.    Eine  Sklerotieii-Krankheit  auf  Asarum  europaeum. 

Eine  Krankheit,  die  in  ihrem  Verlaufe  eine  gewisse  Ähnlichkeit  mit 
der  Sklerotien-Krankheit  der  Tulpen  hat,  wurde  im  Botanischen  Garten 
zu  Hamburg  auf  Asariim  europaeum  L.  beobachtet. 

Diese  Pflanze  eignet  sich,  da  sie  leicht  im  Schatten  wächst, 
gut  dazu,  unter  Bäumen,  wo  Grasrasen  sich  nicht  erhalten  läßt,  eine 
grüne  Laubdecke  herzustellen,  und  sie  wird  zu  diesem  Zwecke  in  der 
Waldpartie  des  Botanischen  Gartens  verwendet.  Diese  Anpflanzungen 
wurden  aber  durch  die  erwähnte  Krankheit  geschädigt.  Dieselbe  gibt 
sich  dadurch  zu  erkennen,  daß  die  bereits  ausgewachsenen  und  vorher 
völlig  gesunden  Blätter  einzelner  Pflanzen  plötzlich  welk  werden  und 
umfallen.  Die  Pflanzen  lassen  sich  in  diesem  Zustande  leicht  aus  dem 
Boden  ziehen,  und  man  erkennt  dann,  daß  die  kriechenden  Grundachsen 
von  einem  Pilze  befallen  sind.  Derselbe  besitzt  ein  weißes  Mycel,  welches 
die  kranken  Stengelteile  auch  äußerlich  überzieht,  und  bildet  kleine,  etwa 
0,5—1,5  mm  große,  anfangs  grünlich  schwarze,  später  ganz  schwarze, 
innen  grünlich  weiße  Sklerotien.  Conidien  werden  nicht  gebildet;  auch 
eine  zugehörige  Ascosporenfrucht  fand  ich  bisher  nicht.  Der  Pilz  läßt 
sich  leicht  in  Reinkultur  ziehen.  Man  geht  dabei  von  jungen  Sklerotien 
aus,  aus  denen  man  mit  sterilen  Messern  die  inneren  Teile  als  Aussaat- 
material zu  gewinnen  sucht.  Diese  lassen  auf  Salep-Agar,  auf  sterilen 
Möhren  und  wahrscheinlich  auch  auf  anderen  Nährböden  Mycel  hervor- 
sprossen, und  in  dem  letzteren  bilden  sich  nach  einiger  Zeit  neue  Skle- 
rotien. Auf  Salep-Agar  entstanden  dieselben  in  mehr  oder  weniger  ring- 
förmiger Anordnung  um  die  Impfstelle;  die  Möhren  waren  in  gewissen 
Abständen  ganz  von  denselben  bedeckt.  Auch  in  den  Reinkulturen  erhielt 
ich  weder  Sporen  noch  Conidien. 

Daß  der  Pilz  ein  Parasit  ist,  und  zwar  ein  sehr  verderblicher, 
wurde  durch  Infektionsversuche  gezeigt.  Die  ersten  Versuche,  im  Herbst 
1906  so  ausgeführt,  daß  neben  die  Rhizome  in  Töpfe  gesetzter  Äsamm- 
Pflanzen  Sklerotien  gelegt  wurden,  schlugen  fehl,  indem  im  Frühjahr 
überhaupt  keine  Pflanze  aufging,  auch  nicht  die  nicht  geimpften  Kontroll- 
pflanzen.    Am  13.  April  1907   wurden  neue  Pflanzen   in  Töpfe  gepflanzt 

4 


50 


H.  Klebalm. 


und  die  vom  vorigen  Herbst  nocli  vorhandenen,  Sklerotien  enthaltenden 
Keinknlturen  neben  die  Ehizome  gelegt.  Am  30.  Mai  zeigte  sich  der 
Erfolg  in  typischer  Form.  Die  Blätter  wurden  welk  und  fielen  zu  Boden ; 
am  Bhizom  war  eine  gebräunte  und  faule  Stelle  vorhanden,  und  diese 
war  außen  mit  Mycel  und  Sklerotien  bedeckt. 

Nach  dem,  was  durch  diese  Beobachtungen  über  den  Pilz  bekannt 
geworden  ist,  verhält  er  sich,  wie  schon  bemerkt,  dem  Tulpensklerotium 
ähnlich.  Daraus  folgt  natürlich  nicht,  daß  er  ein  naher  Verwandter  des 
letzteren  ist.  Es  muß  abgewartet  werden,  ob  er  vielleicht  im  Frühjahr, 
ähnlich  dem  Hyazinthenpilze,  Becherfrüchte  bildet;  ebenso  wäre  auf 
Conidien  weiter  zu  achten.  Eine  Botrytis  gehört  aber  sicher  nicht  in 
seinen  Entwickelungsgang.  Da  der  Pilz  noch  nicht  bekannt  ist,  schlage 
ich  vor,  demselben  bis  auf  weiteres  den  Namen  Sclerotium  asarinum 
beizulegen. 

Um  die  Ausbreitung  der  Krankheit  zu  verhüten,  muß  man  die 
kranken  Pflanzen  samt  dem  sie  umgebenden  Erdreich  entfernen. 

9.    Die  Hartfäule  oder  Steiiikraiikheit  der  Blumenzwiebeln. 

Unter  den  geernteten  und  bis  zum  Verkauf  gelagerten  Tulpenzwiebeln 
und  andern  Blumenzwiebeln,  z.  B.  Scilla,  Croais,  tritt  nicht  selten  eine 
Erscheinung   auf,    die   ich  nach  der  Beschaffenheit   der  ergriffenen  Teile 

als    Hartfäule    oder 


Steinkrankheit  be- 
zeichnen möchte.  Bei 
schwachem  Befall  ist 
eine  scharf  umschrie- 
bene Stelle  des  äußeren 
saftigen  Zwiebelblattes 
trocken,  hart,  mattweiß 
gefärbt  und  im  Ver- 
gleiche mit  dem  saftigen 
Gewebe  etwas  einge- 
sunken, wenn  auch  nicht  sehr  wesentlich.  Die  mikroskopische  Unter- 
suchung zeigt  die  Zellen  mit  Stärke  angefüllt,  aber  den  Zellsaft  ver- 
schwunden; dem  entspricht  die  etwas  mehlartige,  dem  Endosperm  eines 
Getreidekorns  ähnelnde  Konsistenz  des  Gewebes.  Die  Epidermis  enthält 
dagegen  feinkörnige  bräunliche  Massen,  die  man  für  Bakterien  halten 
könnte  (Abbild.  11). 

Die  Schädigung  kann  allmählich  an  Umfang  zunehmen  und  größere 
Teile  des  Zwiebelblattes  und  auch  das  nächstinnere  Blatt  ergreifen.  Bei 
sehr  starkem  Befall  wird  die  ganze  Zwiebel  in  eine  harte  steinartige 
Masse  verwandelt. 


Abbildung  11. 
Schnitt  durch  ein  Zwiebelblatt  einer  steinkrauken  Tulpe. 


240 


Weitere  Untersuchungen  über  die  Sklerotienkrankheiten  der  Zwiebelptianzen.      51 

Die  Ursache  der  Erscheinung  zu  ermitteln,  sind  eingehendere  Unter- 
suchungen nötig,  als  ich  bisher  dem  Gegenstande  widmen  konnte.  Man 
könnte  vermuten,  daß  die  krümeligen  Gebilde  in  der  Epidermis  Bakterien 
seien,  und  daß  die  durch  sie  bewirkte  Abtötung  der  Epidermis  ein 
rasches  Austrocknen  der  darunter  liegenden  Gewebe  veranlasse.  Man 
könnte  auch  an  eine  Wirkung  von  Schimmelpilzen  denken,  denn  beim 
Feuchthalten  kranker  Teile  entwickelt  sich  Schimmel  darauf,  und  die 
Krankheit  scheint  durcli  das  Liegen  der  Zwiebeln  in  dumpfigen  Räumen 
gefördert  zu  werden.  Indessen  habe  ich  kein  Mycel  in  dem  toten  Gewebe 
gesehen.  Versuche,  die  Krankheit  auf  gesunde  Zwiebeln  zu  übertragen, 
hatten  keinen  rechten  Erfolg.  Wenn  Teile  des  toten  Gewebes  in  kleine 
Wunden  gesunder  Zwiebeln  eingebracht  wurden,  entstanden  wohl  kleinere 
oder  größere  trockene  Stellen,  aber  nicht  die  eigentlichen  typischen 
Erscheinungen. 

Die  Hartfäule  ist  eine  Kalamität  für  den  Produzenten  und  den 
Händler,  denn  sie  macht  einen  Teil  der  Ware  unverkäuflich.  Der  Gärtner 
wird  steinkranke  Zwiebeln  zurückweisen  oder  wenigstens  nicht  pflanzen. 
Beim  Pflanzen  größerer  Mengen  von  Zwiebeln  können  aber  doch  leicht 
solche  mit  kleineren  Krankheitsherden  übersehen  werden,  und  es  entsteht 
daher  die  Frage,  wie  sich  derartige  Zwiebeln  im  Boden  verhalten,  und  ins- 
besondere die,  ob  Beziehungen  zu  den  oben  besprochenen  Zwiebel- 
krankheiten vorhanden  sind. 

Bei  meinen  Versuchen  ergab  sich,  daß  hartfaule  Tulpen,  soweit  sie 
überhaupt  noch  wachstumsfähige  Teile  haben,  normal  austreiben.  Die 
steinigen  Teile  findet  man  dann  erweicht  und  von  grünem  Schimmel 
durchsetzt.  Die  unter  ihnen  liegenden  Zwiebelblätter  sind  oft  vollkommen 
gesund.  Dringt  die  Fäulnis  tiefer  ein,  so  kann  man  nicht  entscheiden, 
ob  sie  nicht  schon  vor  dem  Austreiben  so  weit  vorgedrungen  gewesen  ist. 
Bei  einigen  Versuchen  wurden  gesunde  Zwiebeln  mit  großen  Mengen  der 
steinigen  Masse  erkrankter  Zwiebeln  umgeben.  Dies  störte  die  Ent- 
wickelung  der  Pflanzen  in  einigen  Fällen  gar  nicht  und  in  andern  nur 
insofern,  als  die  Wurzeln,  die  in  die  allmählich  faulende  Substanz  ein- 
drangen, infolge  dieser  Fäulnis  litten. 

Aus  diesen  Versuchen  geht  hervor,  daß  ein  Organismus,  der  gegen 
die  in  voller  Lebenstätigkeit  befindliche  Pflanze  wie  ein  Parasit  wirkt, 
in  den  hartfaulen  Teilen  nicht  enthalten  ist.  Ob  überhaupt  ein  Organismus 
beteiligt  ist,  oder  ob  ungünstige  Verhältnisse  beim  Lagern  die  Vergrößerung 
kleiner  vorhandener  Schädigungen  bewirken,  kann  einstweilen  nicht  ent- 
schiedenwerden, und  es  wäre  zwecklos,  darüber  Vermutungen  auszusprechen. 


52  H.  Klebaliii. 


Literatur. 

Appel,  0.,  und  Brück,  W.  F.  I.  Sclerotinia  Libertiana  Fuckel  als  Schädiger  von 
Wurzelfrüchten.  Arh.  d.  k.  Biol.  Anstalt  f.  Land-  u.  Forstwirtschaft  V,  190(5, 189—203. 

Berkeley,  M.  J.,  and  Broome,  C.  E.  I.  Notices  on  British  Fungi.  Ann.  a.  Mag.  of 
Nat.  Hist.  (4.  ser.,  XI,  p.  346,  No.  1385,  taf.  VIII,  fig.  8). 

Berkeley,  M.  .J.     I.  Outlines  of  British  Fungology.     London  1860  (p.  410). 

De  Bary,  A.  L  Morphologie  und  Physiologie  der  Pilze,  Flechten  und  Myxomyceten. 
Leipzig  1866.     In  Hofmeister,  Handbuch  der  physiol.  Botanik. 

—  IL  Vergleichende  Morphologie  und  Biologie  der  Pilze,  Mycetozoen  und  Bakterien. 
Leipzig  1884. 

—  IIL  Über  einige  Sklerotinien  und  Sklerotienki-ankheiten.     Botan.  Zeitung  1886. 
Brefeld,  0.     I.  Botanische  Untersuchungen  über  Schimmelpilze  IV,  1881. 

—  IL  Untersuchungen  aus  dem  Gesaratgebiete  der  Mycologie  X. 

Cavara,  F.     I.    Appunti    di    Patalogia   vegetale.     Istituto   bot.    d.  R.  Univ.    di  Pavia. 

Milano  1888. 
C  0  0  k  e ,  M.  C.     I.  British  Fungi.     Grevillea  II,  1874,  139. 
Frank,  A.  B.     I.  Die  Krankheiten  der  Pflanzen.     Breslau  1880. 

—  IL  Desgl.,  2.  Aufl.,  Bd.  II,  1896. 

Klebahn,  H.  L  Über  die  Botrytiskrankheit  der  Tulpen.  Zeitschr.  f.  Pflanz enkrankh. 
XI\^  1904. 

—  IL  Über  die  Botrytiskrankheit  und  die  Sklerotienkranklieit  der  Tulpen,  die  Botrytis- 
krankheit der  Maiblumen  und  einige  andere  Botrytiskrankheiten.  Jakrbuch  der 
Hamburg.  Wisseusch.  Anstalten  XXII,  1904,  3.  Beiheft. 

—  III.  Untersuchungen  über  einige  Fungi  imperfecti  und  die  zugehörigen  Ascomy- 
cetenformeu.     Jahrb.  f.  wisseusch.  Botanik  XLI,  1905,  485—560  (p.  486—492). 

—  IV.  Über  die  Krankheiten  der  Tulpen  und  ihre  Bekämpfung.  Gartenflora  1906, 
Heft  21  u.  22.  Ins  Holländische  übertragen  in  Weekblad  voor  Bloembollencultuur 
1907,  Nr.  56  u.  58. 

Ludwig,  F.     I.  Lehrbuch  der  niederen  Krj'ptogamen,  1892,  p.  355. 

—  IL  Eine  Sklerotinienkrankheit  der  Tulpenzwiebeln.  Deutsche  botan.  Monatsschi-ift 
XV,  1897,  153—154. 

Oudemans,  C.  A.  J.  A.  I.  Sur  une  raaladie  du  Perce- neige  (Galanthus  nivalis). 
K.  Akad.  v.  Wetensch.  te  Amsterdam.  Verslag  van  de  gewone  Vergadering  v. 
21.  April  1897,  p.  455—462. 

—  n.    Sur  une  maladie  des  Pivoines  (Paeonia).     Daselbst  p.  462 — 464. 

—  ni.  Aanwinsten  voor  de  flora  mycologica  van  Nederland.  Nederl.  Kruidk.  Ai'ch. 
Ser.  II,  T.  IV,  p.  260. 

—  IV.  Contributions  ä  la  flore  mycologique  des  Pays-Bas  XVIII.  Nederl.  Kruidk. 
Arch.  Ser.  IH,  T.  II,  p.  778. 

Pirotta,  E.  L  Sullo  sviluppo  della  Peziza  Fuckeliana  de  By.  e  della  P.  Sclerotiorum 
Lib.    Nuovo  Giornale  Botanico  Italiano  XIII,  1881,  130 — 135. 

Ritzema-Bos,  J.  I.  Botrytis  Paeoniae  Oudemans,  die  Ursache  einer  bis  jetzt  unbe- 
schriebenen Krankheit  der  Paeonien  sowie  der  Convallaria  majalis.  Zeitschr.  f. 
Pflanzenkrankh.  VIII,  1898,  p.  263. 


Weitere  Untersuchungen  über  die  Sklerotienkranklieiten  der  Zwiebelpflanzen.      53 

Ritzenia-Bos,  J.  11.  Phytopathologisch  Laboratorium  Willie  Commelin  Schölten. 
Verslag  over  de  inlichtingen,  gegeven  in  1899.   Landbouwkundig  Tijdschrift  1900. 

—  III.  Desgl.    Verslag  over  de  inlichtingen,  gegeven  in  1900. 

—  IV.  Desgl.  Verslag  over  Onderzoekingen  gedaan  in  en  over  inlichtingen,  gegeven 
vanwege    bovengenoeind    Laboratorium    in    het    jaar    1902.     Landb.    Tijdschr.  XL 

—  V.  Botrytis  parasitica  Cavara,  die  von  ihr  verursachte  Tulpenkrankheit  sowie  deren 
Bekämpfung.    Zentralbl.  f.  Bakteriologie  usw.,  2.  Abt.,  X,  1903,  p.  18—26  u.  89—94. 

Sauer  (Gärtner).  I.  Über  die  Kultur  der  Hyazinthen  und  Amaryllis  in  den  Niederlanden. 
Verhandl.  d.  Vereins  z.  Beförd.  d.  Gartenbaues  i.  d.  k.  preuß.  Staaten  VI,  1830, 
p.  40—48.  (Erwähnt  den  schwarzen  und  den  weißen  Rotz ;  C.  Bouche  fügt  p.  46 
in  einer  Fußnote  hinzu,  daß  der  schwarze  Rotz  durch  ein  Sklerotium  ver- 
ursacht werde.) 

Saccar do,  P.  A.     I.  Sylloge  Fuugorum  Bd.  IV. 

—  IL  Desgl.  Bd.  XIV. 

Schneevoogt  (Blumist  in  Haarlem).  I.  Etwas  über  den  weißen  Rotz  und  die  Ringel- 
krankheit der  Hyazinthen.  Verhandl.  d.  Vereins  z.  Beförd.  d.  Gartenbaues  i.  d. 
k.  preuß.  Staaten  X,  1834,  254  —  265.  (Erwähnt  p.  261—262  auch  den  schwarzen 
Rotz.) 

Smith,  W.  G.  I.  Disease  of  Snowdrops.  Polyactis  galanthina  B.  and  Br.  Gardeners' 
Chronicle,  2.  März  1889  (p.  275). 

S  Grauer,  P.     I.  Österr.  landwirtsch.  Wochenblatt  1876,  147.    Nicht  gesehen. 

—  n.  Handbuch  der  Pflanzenkrankheiten,  2.  Aufl.,  II,  1886,  295. 

—  III.  Jahresbericht  des  Sonderausschusses  für  Pflanzenschutz  (Jahrb.  d.  Deutsch. 
Landw.-Gesellsch.,  1893,  446). 

—  IV.  Das  Umfallen  der  Tulpen.    Zeitschr.  f.  Pflanzenkrankh.  XIII,  1903,  265—267. 
Vers  lag  over  de  proefnemingen  ter  bestrijding  van  kwade  plekken  in  den  tulpenvelden 

te  Noordwijk.    Weekblad  voor  BloemboUencultuur  1894,  1895  usw.  bis  1904. 
Voglino,  P.     I.  Sul  Parassitismo  e  lo  sviluppo  dello  Sclerotium  Cepivorum  Berk.  nell' 

Allium  sativum  L.  Le  Stazioni  sperimentali  agrarie  italiane  XXXVI,  1902,  p.  89  —  106. 
Wakker,   J.  H.     I.    Onderzoek   der  ziekteu  van   Hyazinthen   en   ander  Bol-   en  Knol- 

gewassen.  AUgemeene  Vereeniging  voor  BloemboUencultuur  te  Haarlem,  1883 — 1885. 

—  IL  Über  die  Infektion  der  Nährpflanzen  durch  parasitische  Peziza-(Sclerotinia-)Arten. 
Botan.  Zentralbl.  XXIX,  1887,  309—313  u.  342—346. 

—  III.  Contributions  ä  la  Pathologie  Vegetale  IL  La  morve  noire  des  Jacinthes  et 
plantes  analogues,  produite  par  le  Peziza  bulborum.  Archives  neerlandaises  XXIII, 
1889,  p.  25-45. 


Eingegangen  am  1.  Juli  1907 


Panaschierung  und  Transplantation. 

Von  Heinrich  Timpe. 


V  ersuche,  die  Panaschierung  durch  Pfropfen  auf  grüne  Unterlagen  oder 
grüne  Reiser  zu  übertragen,  sind  in  den  letzten  Jahrzehnten  in  größerem 
Plmfange  besonders  von  H.  Lindemuth  und  zuletzt  von  Erwin  Baur  gemacht 
worden.  Aus  älterer  Zeit  liegen  zahlreiche  Angaben  vor,  die  behaupten, 
daß  buntblättrige  Triebe  sich  an  normalen  Pflanzen  entAvickelten,  wenn 
ihnen  bunte  Reiser  aufgepfropft  worden  wären.  Lorence  berichtet  dies 
1715  z.B.  vom  Jasmin  und  von  der  Passionsblume,  Bradley  1724  von  der 
goldbunten  Esche,  die  mit  der  grünen  verbunden  diese  zum  Austreiben 
bunter  Blätter  veranlaßte,  obschon  die  bunten  Reiser  abstarben.  Darwin 
schließt  sich  diesen  Angaben  an,  wenn  er  in  seinem  Werke  „Das  Variieren 
der  Tiere  und  Pflanzen  im  Zustande  der  Domestikation"  (deutsch  von 
V.  Carus  1873),  L,  442,  sagt:  „Wir  wollen  nun  die  wenigen  Tatsachen 
betrachten,  welche  man  zur  Unterstützung  der  Annahme  angeführt  hat, 
daß  eine  Varietät,  wenn  sie  auf  eine  andere  Varietät  gepfropft  oder  okuliert 
wird,  zuweilen  den  ganzen  Stamm  affiziert  oder  an  der  Stelle  der  Ver- 
einigung eine  Knospe  oder  einen  Pfropfhybrid  entstehen  läßt,  welcher  an 
den  Charakteren  beider,  sowohl  des  Stammes  als  des  Pfropfreises,  teilhat." 
Als  Beispiele  führt  er  den  Jasmin  und  die  Esche  an  und  schließt:  „es 
scheint  nicht  unwahrscheinlich,  daß  alle  die  Veränderungen,  die  gewisse 
Bodenarten  in  den  Säften  und  Geweben  nur  immer  veranlassen  mögen, 
mögen  sie  eine  Krankheit  genannt  werden  oder  nicht,  von  dem  eingefügten 
Stück  Rinde  dem  Stamme  mitgeteilt  werden  können." 

InAvieweit  diese  Annahme  durch  Beobachtungen  und  Untersuchungen 
bestätigt  wurde,  ist  aus  den  Arbeiten  Erwin  Baurs  zu  entnehmen,  der  die 
Übertragbarkeit  der  ,. infektiösen  Chlorose"  zunächst  bei  den  Malvaceen 
studierte.')  Danach  entwickelt  sich  in  den  hellen  Flecken  bunter  Blätter 
im  Lichte  ein  Virus,  das,  ohne  ein  Organismus  zu  sein,  die  Fähigkeit  hat, 
zu  wachsen.  Dieses  Virus  wandert  aus  den  alten  in  die  jungen  Blätter 
ein  und  färbt  sie  bunt,    gleichgültig,    ob    diese    demselben  Exemplar  oder 


')  Erwin  Baur,    Über    die   infektiöse  Chlorose    der  Malvaceen  in  den  Sitzungsber. 
d.  Kgl.  preuPs.  Akad.  d.  Wiss.  1906,  I,  11—29. 

6 


56  Heinrich  Timpe. 

einem  fremden  Sprosse  angehören,  wenn  sie  nur  miteinander  in  Säfte- 
austausch stehen.  Die  Pflanze  kann  durch  Entfernen  der  alten  bunten 
Blätter  und  der  neu  entstehenden  in  kurzer  Zeit  von  dem  Gifte  befreit 
werden,  so  daß  sie  rein  grünblättrig  wird.  In  Aussaaten  erhält  sich  die 
Buntfleckigkeit  nicht,  die  Keimlinge  bunter  Exemplare  tragen  grüne  Blätter. 
Ganz  analog  verhält  sich  Ligusfriim  vulgare  foliis  aureovaricgcdis,  auf  rein 
grüne  Unterlagen  gepfropft,  und  Lahiirnmn  vulgare  cltrysoyhyUum  aufgrün- 
blättrigem Laburnum  vulgare.^)  Diesen  schließen  sich  noch  an:  Fraxiims 
puhescens  anaihifol/a,  Sorhus  aucuparia  fol.  lutco  -  varicgaiis  und  Ptdea 
trifoUafa  fol.  varitgatis.'^  Daß  Ahutilon  Thompsoni,  von  dem  die  meisten 
bunten  Individuen  der  Malvaceen  stammen,  eine  Sonderstellung  unter 
den  „panaschierten"  Pflanzen  beansprucht,  war  mir  bei  der  anatomischen 
Untersuchung  und  den  Jodreaktionen  aufgefallen,  bei  denen  sich  ergab, 
daß  die  hellen  Flecke  Stärke  speicherten,  und  zwar  in  der  Regel  mehr 
als  die  grünen  Gewebe.^) 

Baur  kommt  auf  Grund  seiner  Untersuchungen  wie  Lindemuth  zu  der 
Unterscheidung  einer  seltenen  Art  der  Panaschierung,  die  ausgesprochen 
infektiös,  dagegen  nicht  samenbeständig  ist,  und  einer  sehr  häufigen,  die 
nicht  infektiös  ist,  dagegen  mehr  oder  weniger  samenbeständig.*)  Die  erstere 
Gruppe  von  Erscheinungen  betrifft  Infektionskrankheiten,  die  sich  bei  den 
Malvaceen  gleichartig,  bei  Ligustrnm  und  Lahurmim  in  ähnlichem  Sinne 
äußern.  Die  Mosaikkrankheit  des  Tabaks,  deren  genauere  Kenntnis  wir 
Beijerink')  und  Iwanowski ^)  verdanken,  dürfte  jedoch  als  eine  Krankheit 
besonderer  Art  zu  betrachten  sein,  da  ihre  Übertragung  gelingt,  wenn  der 
Saft  mosaikkranker  Blätter  auf  gesunde  geträufelt  wird,  oder  wenn  die 
Wurzeln  normaler  Pflanzen  den  mit  Wasser  verdünnten  Saft  aufnehmen. 
In  der  zitierten  Abhandlung  macht  Beijerink  außerdem  Mitteilung  von 
seinen  Impfversuchen  mit  dem  Safte  verschiedener  j)anascliierter  Pflanzen, 
die    ergebnislos    verliefen.      Spätere  Versuche    von   Baur,    Lindemuth   und 


1)  Erwin  Baur,  Weitere  Mitteilungen  über  die  infektiöse  Chlorose  der  Malvaceen 
und  über  einige  analoge  Erscheinungen  bei  Ligustrnm  und  Lahnrnum.  Ber.  d.  deutschen 
l)ot.  Ges.   1906,  XXIV,  Heft  8,  416—28. 

2)  Erwin  Baur:  Über  infektiöse  Chlorosen  bei  Ligustruni,  Laburnum,  Fraxinns, 
Sorhus  und  Ptelea.     Ber.  d.  deutschen  bot.  Ges.  1907,  XXV,  Heft  7,  410—13. 

3)  H.  Tiinpe,  Beiträge  zur  Kenntnis  der  Panaschierung.  Diss.  Göttingen  1900. 
S.  48-51. 

4)  Erwin  Baur,  Zur  Ätiologie  der  infektiösen  Panaschierung  in  Ber.  d.  deutschen 
bot.  Ges.   1904,  S.  453. 

5)  M.  W.  Beijerink,  Über  ein  Contagium  vivum  flnnlum  als  Ursache  der  Flecken- 
krankheit der  Tabaksblätter.  Verh.  d.  kon.  Akad.  van  Wetensch.,  Deel  6,  Nr.  5,  1898. 
Amsterdam. 

ß)  Iwranowski,  Über  die  Mosaikkrankheit  der  Tabakspflanze,  in  Zentralblatt  für 
Bakteriologie,  TL.  Abt.,  1899,  5  Bd.,  S.  250. 


Panaschierung:  und  Transplantation.  57 

Lewin,  ü1)er  die  Lindemuth  in  der  Gartenflora  1905  (Jahrg.  54),  Heft  5, 
S.  120  u.  127,  im  Zusammenhang  berichtet,  hatten  empfänghche  Malvaceen 
zum  Gegenstande,  die  durch  Injektionen  unter  die  Rinde,  durch  Beträufeln 
der  Blätter  und  durch  Begießen  der  Topfpflanzen  mit  dem  Safte  bunter 
Abutilonblätter  beeinflußt  werden  sollten.  Das  Ergebnis  war  in  allen  Fällen 
ein  völlig  negatives.  Der  sicherste  Weg  zur  Übertragung  der  Panaschierung 
war  —  das  lehrten  auch  diese  Versuche  —  die  Herstellung  einer  Pfropf- 
symbiose. 

Bei  den  Übertragungsversuchen,  die  ich  seit  1908  im  Gange  habe  und 
über  die  ich  auf  den  folgenden  Blättern  berichten  will,  handelt  es  sich  um 
die  Beleuchtung  der  Frage,  ob  eine  gegenseitige  Beeinflussung  von  Reis 
und  Unterlage  in  dem  früher  behaupteten  Umfange  einer  Übertragung  der 
Panaschierung  auf  normale  Triebe  stattfindet.  Ist  die  Panaschierung  bei 
der  Mehrzahl  der  damit  behafteten  Formen  nichts  anderes  als  eine  Knospen- 
variation oder  Blattmutation  im  Sinne  von  de  Vries,  dann  ergibt  sich  mit 
ihrer  Übertragbarkeit  ein  Fall  vegetativer  Bastardbildung. 

Ein  Reis,  das  mit  einer  fremden  Unterlage  in  Säfteaustausch  steht, 
gerät  durch  die  Verbindung  in  ein  Verhältnis  ernährungsphysiologischer 
Abhängigkeit  von  dem  Grundstamm,  die  sich  unter  Umständen  als  Förderung 
oder  Hemmung  des  Wachstums  äußert.  Schon  Du  Hamel  bemerkt  in 
seiner  „Physique  des  arbrcs"  :  ,;Die  systematischen  Charaktere  der  in  Betracht 
kommenden  Pflanzen  werden  nicht  beeinflußt,  es  treten  ernährungsphysio- 
logische Veränderungen  auf."  Auch  die  nachstehend  mitgeteilten  Unter- 
suchungen werden  bei  den  meisten  Objekten  den  tief  in  die  Organisation 
und  den  Habitus  eingreifenden  Einfluß  der  Pfropfsymbiose  dartun. 

Ob  überhaupt  eine  Wanderung  sj)ezifischer  materieller  Teilchen  aus 
dem  Reis  in  die  Unterlage  und  umgekehrt  stattfindet,  ist  einstweilen  noch 
strittig.  Was  an  Mitteilungen  über  die  Wanderung  der  Alkaloide  vorliegt, 
aus  der  für  die  Natur  der  Panaschierung  Schlüsse  gezogen  werden  könnten, 
gibt  keinerlei  greifbare  Anhaltspunkte.  Das  von  Strasburger  0  beschriebene 
Auftreten  von  Atropin  in  den  Knollen  einer  Kartoffel,  Avelche  einer  Dafura 
als  Unterlage  diente,  ist  nach  Professor  Lewin''')  nicht  nachweisbar.  Die 
Versuche  der  Herren  Gräfe  und  Linsbauer"*),  die  die  wechselseitige  Beein- 
flussung von  Nicofiann  Tnhacum  und  N.-  affinis  bei  der  Pfropfung  behaupteten, 
wären  beweiskräftig,  wenn  jedesmal  die  eine  Solanacee  nikotinfrei  gewesen 
wäre.     Arthur  Meyer  und  Ernst  Schmidt^)  teilen   mit,    daß   bei  Pfropfung 


1)  Ber.  d.  deutschen  bot.  Ges.,  Bd.  III,  1885,  S.  XXXIV. 

3)  H.  Lindemuth,  Über  angebliches  Vorhandensein  von  Atropin.  Ber.  d.  deutschen 
bot.  Ges.,  Bd.  XXIV,  1906,  S.  431. 

3)  Ber.  d.  deutschen  bot.  Ges.,  Bd.  XXIV,  1906,  S.  366. 

*)  Die  Wanderung  der  Alkaloide  aus  dem  Pfropfreise  in  die  Unterlage.  Ber.  d. 
deutschen  bot.  Ges.,  XXV,  1907,  Heft  3,  S.  131  ff. 

6* 


58  Heinrich  Timpe. 

von  Datlira  auf  Solanum  und  von  Hyoscyamus  Atropin  bezw.  Hyoscyamin 
in  der  Unterlage  nicht  nachgewiesen  werden  könne. 

Für  die  Beantwortung  der  Frage,  wie  sich  Pfropfreis  und  Unterlage 
nach  Vornahme  der  Transplantation  verhalten,  ist  außer  der  Feststellung 
des  makroskopischen  Tatsachenbestandes  die  Darlegung  der  spezielleren 
anatomischen  Verhältnisse  unerläßlich.  Denn  ohne  ein  tieferes  Eindringen 
in  die  feineren  Organisationsverhältnisse  des  Individuums  wird,  um  mit 
Bertholds  Worten  zu  reden,  auch  ein  erheblicher  Fortschritt  im  Verständnis  all 
seiner  Lebensäußerungen  nicht  möglich  sein.  Daraus  ergibt  sich  hier  zunächst 
die  Aufgabe,  bei  jedem  Objekte  für  die  normalen  und  bunten  Blätter  den 
anatomischen  Befund  vor  Ausführung  der  Verbindungen  festzustellen.  In 
den  Hauptzügen  stimmen  diese  Befunde  mit  den  Angaben  überein,  die  ich 
in  den  „Beiträgen  zur  Kenntnis  der  Panaschierung"  gemacht  habe.  Dort 
wird  auch  über  Entwicklungsgeschichtliches,  Eingelungsversuche,  Fütterung 
mit  Salpeter  und  Zucker  berichtet,  was  einstweilen  zur  Vervollständigung 
des  Bildes  herangezogen  werden  dürfte.  Die  Hauptaufgabe  besteht  sodann 
darin,  die  Blätter  der  Unterlagen  und  der  Reiser  in  den  auf  die  Trans- 
plantation folgenden  Jahren  zu  untersuchen  und  das  Verhalten  der  grünen 
und  farblosen  Gewebe  in  bezug  auf  Stärke,  Zucker  und  gerbstoffartige 
Substanzen  zu  kontrollieren. 

Die  Transplantationsmethoden,  die  zur  Anwendung  kamen,  sind 
Pfropfen,  einfaches  Kopulieren,  Kopulieren  mit  der  Zunge,  Kollaterieren, 
Pfropfen  in  den  Spalt,  Anplattieren,  Triangulieren,  Einspitzen  und  Oku- 
lieren. Wiederholt  war  es  notwendig,  verschiedene  Methoden  zu  probieren, 
bis  die  Reiser  faßten.  Die  Verbindungen  wurden  im  Hamburger  Botanischen 
Garten   vom    Obergehilfen   Hildebrandt   unter  meiner    Aufsicht  ausgeführt. 

Die  Kultur  der  meisten  Pflanzen  geschah  in  Töpfen.  Das  Material 
bezog  der  Garten  aus  der  Kunst-  und  Handelsgärtnerei  von  Ansorge, 
Klein  -  Flottbek.  Sie  wurden  im  Kalthause  überwintert  und  standen 
während  des  Sommers  an  windstillen  Plätzen  im  Garten,  wo  sie  während 
des  größeren  Teiles  des  Tages  vom  direkten  Sonnenlichte  erreicht  werden 
konnten.  Den  Winter  1906/07  brachten  sie  bis  auf  die  krautigen  Ge- 
wächse, zum  Teil  ausgetopft,  im  freien  Lande  zu. 

Die  mikroskopischen  Untersuchungen  führte  ich  im  Institut  des  Ham- 
burger Botanischen  Gartens  aus.  Zu  den  mikrochemischen  Reaktionen  auf 
Stärke  diente  Jodjodkalium,  auf  Zucker  Fehlingsche  Lösung.  Um  den 
Niederschlag  der  gerbstoffartigen  Substanzen  zu  erhalten,  wurden  die  Blätter 
im  Rezipienten  der  Luftpumpe  mit  doppeltchromsaurem  Kali  injiziert.  Die 
Konservierung  der  gesamten  Materialien  erfolgte  in  schwachprozentigen 
Form  alinlösun  gen . 

Die  Durchführung  der  Untersuchungen  ermöglichte  mir  der  Direktor 
des  Hamburger   Botanischen    Gartens,    Professor   Dr.  E.  Zacharias,    durch 


Panaschierung  und  Transplantation.  59 

das  Entgegenkommen,  mit  dem  er  mir  die  wissenschaftlichen  und  tech- 
nischen Hilfsmittel  des  Gartens  zur  Verfügung  stellte,  und  durch  sein 
Interesse  an  dem  Fortgang  der  Arbeiten.  Es  ist  mir  ein  Bedürfnis,  ihm 
auch  an  dieser  Stelle  dafür  meinen  besten  Dank  auszusprechen. 

Ich  lasse  nunmehr  die  Untersuchungen  nach  Objekten  geordnet  folgen 
und  verweise  auf  die  kurzen  Zusammenfassungen  am  Schlüsse  der  Einzel- 
darstellungen, die  die  wesentlichsten  Ergebnisse  enthalten,  ohne  auf  Voll- 
ständigkeit Anspruch  machen  zu  sollen. 

Ulmus  campestris. 

Die  ersten  Verbindungen  wurden  am  9.  März  1903  an  ca.  5  m  hohen 
Bäumen  ausgeführt,  die  am  28.  Dezember  1902  bei  frostfreiem  Wetter  in 
Gartenland  gesetzt  waren.  Das  normale  Exemplar  war  zwölf  Jahre  alt, 
von  regelmäßigem  Wüchse  mit  schirmförmiger  Krone.  Die  panaschierte 
Ulme  hatte  ein  Alter  von  ungefähr  30  Jahren,  trug  am  unteren  Stamm- 
ende mehrere  Krebsstellen  und  Avar  für  den  Transport  auf  zwei,  einen 
Meter  lange  Aste  zurückgeschnitten  worden.  Zahlreiche  Zweige  trieben  im 
Sommer  1903  und  später  aus  schlafenden  Augen  an  den  Ästen  und  dem 
Stamme  aus,  so  daß  ihr  Wuchs  dem  der  Pyramidenpappel  vergleichbar  war. 
Die  Färbung  ihrer  Blätter  ist  ein  sattes  Grün  mit  weißen  Strichelchen  in 
der  Richtung  der  Seitennerven  und  dieselben  mit  Vorliebe  auf  der  einen 
Seite  begleitend,  oder  mit  weißen  Tupfen.  In  vielen  Fällen  machen  sie  den 
Eindruck,  als  wären  sie  mit  Kalk  bespritzt.  Sie  haben  die  Größe  normaler 
Blätter  und  eine  flache,  nicht  durch  Wellen  oder  Runzeln  verbogene  Spreite. 

Auf  die  bunte  Ulme  wurden  mehrere  Reiser  der  gi'ünen  an  zwei  Stellen 
von  zurückgeschnittenen  Zweigen  so  gepfropft,  daß  bunte  Seitenzweige  aus- 
treiben konnten.  Die  Pfropfung  der  bunten  Reiser  auf  die  grüne  Ulme  geschah 
folgendermaßen  auf  Endgabeln :  1 .  Der  eine  normale  Zweig  blieb  ungekürzt 
stehen,  der  andere  wurde  auf  eine  Länge  von  10  cm  zurückgeschnitten 
und  erhielt  das  Pfropfreis.  2.  Beide  Zweige  wurden  bis  auf  zwei  Knospen 
gekürzt,  auf  den  einen  von  ihnen  wurde  das  bunte  Reis  gepfropft. 
3.  Der  eine  Zweig  wurde  an  der  Verzweigungsstelle  abgenommen  und  dort 
ein  Paar  von  bunten  Reisern  kopuliert ;  der  andere  Zweig  behielt  seine  ur- 
sprüngliche Länge.  An  der  grünen  Ulme  trieben  mehrere  Reiser  schwäch- 
lich aus,  die  Blättchen  bUeben  jedoch  gefaltet  und  welkten  nach  wenigen 
Tagen;  an  der  bunten  kam  es  beim  Laubausbruch  überhaupt  nicht  zum 
Austreiben  der  grünen  Reiser.  Anfang  Juni  waren  sämthche  Reiser  ein- 
getrocknet, während  sich  die  beiden  Unterlagen  in  normaler  Weise  ent- 
wickelten und  grüne  bezw.  bunte  Blätter  ausbildeten.  Auch  später  zeigte 
sich  von  einer  Beeinflussung  keine  Spur.  Erneute  Pfropfungen  wurden  in 
den  folgenden  Jahren  nicht  vorgenommen,  da  sie  wegen  des  übermächtigen 
Einflusses  der  Unterlage  keinen  Erfolg  versprachen. 


ßO  Heinrich  Timpe. 

In  demselben  Jalire  Avurden  Pfropfversuche  mit  seclis  dreijährigen 
Topfexemplaren  eingeleitet,  sämtlich  grün.  Die  bmiten  Pfropfreiser  des 
Jahres  19Uo  und  aller  folgenden  Jahre  entstammten  einem  stattlichen 
Exemplar  von  ülmiis  campedris  variegata  des  Hamburger  Botanischen 
Gartens,  dessen  Blätter  die  bekannte  weiße  Strichelung  und  Sprenkelung 
zeigen  und  von  der  Größe  normaler  Blätter  an  ausgewachsenen  Exemplaren 
sind.  Die  Eeiser  lagen  drei  Wochen  bis  zum  9.  April  1903  bei  6-8*^  C 
in  feuchtem  Sande.  Die  Verbindung  erfolgte  am  9.  und  11.  April  durch 
Kopulieren  mit  der  Zunge.  Einstweilen  wurden  den  Unterlagen  die  übrigen 
Zweiglein  belassen. 

Die  anatomischen  Verhältnisse  der  grünen  und  bunten  Blätter  vor 
Ausführung  der  Verbindungen  waren  wesentlich  dieselben,  wie  früher  0  an- 
gegeben. Grüne  Blätter,  Ende  Juni  1905  frisch  untersucht,  bestehen  aus 
sechs  Schichten.  Die  Cuticula  ist  zart,  die  Zellen  der  oberen  Epidermis 
sind  weitlumig  und  in  ihrer  Mehrzahl  verschleimt,  2  besteht  aus  fest- 
gefügten nach  unten  sich  etwas  verjüngenden  Palisaden,  3—5  aus  groß- 
maschigem Schwanimgewebe.  Die  untere  Epidermis  (6)  ist  kleinzellig  und 
führt  an  vielen  Stellen  bräunliche  Konkretionen.  In  der  Höhe  der  Palisaden 
erstreckt  sich  über  den  Nerven  eine  Schicht  kollenchym atischer  Zellen. 
Nach  Jodzusatz  tritt  in  den  Palisaden  tiefblaue  Färbung  der  Stärkekörner 
auf,  in  den  meisten  Zellen  des  Schwammgewebes  färben  sie  sich  graublau. 
Bei  einer  Zuckerprobe,  die  am  IG.  Juli  190C  ausgeführt  wurde,  zeigten 
sich  mäßige  Mengen  von  Oxydulkörnchen  im  ganzen  Mesopliyll,  in  den 
Nerven  waren  noch  geringere  Mengen  vorhanden.  Der  Gerbstoffnieder- 
schlag erscheint  in  der  oberen  Epidermis  in  der  Form  von  lebhaft  braunen 
Kügelchen,  wenn  er  nicht  durch  die  Verschleimung  der  inneren  Mendjranen 
an  die  äußere  Zellwand  gedrängt  wird.  Die  Palisaden  führen  dunkelbraune 
oder  schwärzliche  Körnchen  oder  Tropfen,  das  Schwammgewebe  hat  in 
zerstreuten  Zellen  leuchtend  braunen  Niederschlag.  In  der  unteren  Epi- 
dermis findet  er  sich  überall  mit  graubrauner  Färbung;  eingestreut  sind 
ihm  hier  und  dort  gelbbraune  Körnchen.  Die  Bündel  der  größeren  Nerven 
sind  von  einer  Scheide  dunkelbraun  gefärbter  Zellen  umgeben,  die  obere 
Epidermis  ist  dort  tiefbraun,  die  untere  schmutzigbraun  gefärbt.  In  den 
kleineren  Nerven  ist  das  Leitparenchym  durch  den  Niederschlag  lebhaft 
braun  gefärbt. 

In  bunten  Blättern  können  besonders  mit  Rücksicht  auf  die  Verteilung 
des  Gerbstoffes  bei  verschiedenen  Exemplaren  weitgehende  Differenzen  vor- 
kommen.-) Da  bei  den  angestellten  Versuchen  jedoch  Reiser  von  derselben 
Mutterpflanze   genommen   wurden,    ergibt  sich  für  die  Blattanatomie  ziem- 


')  Beitr.  zur  Kenntnis  der  Panaschierung,  S.  57  ff. 
2)  a.  a.  0.,  S.  60—68. 


Panaschierung  nnd  Ti'ansplantation.  61 

lieh  einheitlich  folgendes  Bild,  Die  weißen  oder  graugrünen  Partieen  machen 
in  der  Eegel  wenigstens  die  Hälfte  der  Spreite  aus.  Das  Chlorophyll 
fehlt  dort  entweder  in  sämtlichen  Schichten  des  Mesophylls  oder  in  den 
Palisaden.  In  letzterem  Falle  hat  die  Blattfläche  ein  graugrünes  Aus- 
sehen. Der  Übergang  von  chlorophyllführendem  zu  chlorophyllfreiem  Gewebe 
erfolgt  unvermittelt,  wobei  nicht  selten  durch  Nerven  die  Grenze  gebildet 
wird,  oder  das  Chlorophyll  versclnvindet  ganz  allmählich  aus  dem  Palisaden- 
und  Schwammparenchym  von  oben  nach  unten.  Die  Palisaden  ähneln  im 
farblosen  Gewebe  den  Zellen  des  Schwammparenchyms,  sind  isodiametrisch 
und  schließen  lückenlos  aneinander.  Das  Schwammgewebe  besteht  aus 
kleineren  Zellen  als  in  den  grünen  Gebieten  und  hat  enge  Intercellularen. 
Verschleimte  Zellen  treten  in  der  oberen  Epidermis  der  farblosen  Gebiete 
spärlich  auf.  Die  Dickenunterschiede  grüner  und  farbloser  Gewebe  sind 
in  der  Regel  recht  erheblich.  Stärke  führt  das  Palisadengewebe  der 
grünen  Gebiete  überall,  das  Schwammgewebe  in  der  Mehrzahl  der  Zellen, 
die  farblosen  Gebiete  sind  stärkefrei.  Dagegen  tritt  das  Oxydul  in  den 
farblosen  Blattteilen  in  erheblich  größeren  Mengen  auf  als  in  den  grünen, 
während  sich  in  den  Nerven  geringe  Mengen  von  Stärke  und  Zucker 
finden.  Der  Gerbstoffniederschlag  ist  in  grünen  Gebieten  in  1  gelbbraun 
mit  dunkleren  Körnchen,  in  2  schwarzbraun  und  von  schwammigem  Aus- 
sehen, in  3 — 5  graubraun  diffus  fast  überall,  in  0  graubraun.  In  den 
chlorophyllfreien  Partieen  haben  die  Epidermen  ziemlich  ebensoviel  Nieder- 
schlag wie  in  den  grünen,  die  Palisaden  sind  mattbraun,  das  Schwamm- 
gewebe graulich  gefärbt.  Etwa  die  Hälfte  der  Zellen  des  Leitparenchyms 
führt  dunkelbraunen  Niederschlag,  die  übrigen  sind  farblos. 

Die  sechs  grünen  Exemplare,  mit  denen  bunte  Eeiser  verbunden 
waren,  zeigten  von  1903  —  1907  ein  nach  verschiedenen  Richtungen  von- 
einander abweichendes  Verhalten,  weshalb  die  Befunde  für  jedes  Exemplar 
gesondert  zur  Darstellung  gelangen.  Sie  sind  durch  I.,  IL,  III.,  IV.,  V.,  VI. 
unterschieden, 

I.  Bis  zum  11.  Mai  1003  hatten  die  Zweige  des  Grundstocks  kräftig 
ausgetrieben,  die  Augen  des  Reises  hatten  sich  noch  nicht  geöffnet. 
Deshalb  wurden  ahe  Triebe  des  Grundstocks  abgenommen  bis  auf  einen, 
dem  Pfropfreis  benachbarten,  der  zurückgeschnitten  wurde.  Darauf  ent- 
wickelten im  Sommer  1903  zwei  Augen  des  Reises  bunte  Blätter,  die 
bereits  Ende  August  abzusterben  begannen,  während  die  Blätter  der  Unter- 
lage bis  Ende  September  grün  bheben.  Im  Mai  und  Juni  1904  fielen  die 
Blätter  der  Unterlage  durch  ihre  hellgrüne  Färbung  vor  den  anderen 
Untersuchungsexemplaren  auf.  Dieser  Unterschied  war  im  August  aber 
nicht  mehr  wahrzunehmen.  Eine  Beeinflussung  der  Unterlage  durch  das 
Reis  und  umgekehrt  konnte  nicht  konstatiert  werden.  Anfang  Juni  1905 
wiesen  mehrere  Blätter   der  Unterlage   helle  Flecken  auf,    eine  Zeichnimg, 


ß2  Heinrich  Timpe. 

die  allerdings  mit  der  bei  TJlmiis  gewöhnlichen  Panaschierung  nicht  zu  ver- 
wechseln war.  Für  die  mikroskopische  Untersuchung  wurden  am  3.  Juni  1905 
einige  dieser  Blätter  und  ein  panaschiertes  Blatt  des  Pfropfreises  konserviert. 

Für  das  freie  Auge  tiberdeckte  der  tief  braune  Niederschlag  die  freudig 
grtine  Färbung  der  Spreite  samt  den  helleren  Flecken.  Nur  die  Zähne 
des  Blattrandes  waren  matt  gebräunt.  Die  meisten  Zellen  der  oberen 
Epidermis  waren  verschleimt,  das  Palisadengewebe  bestand  aus  schmalen, 
eng  aneinander  schließenden  Zellen  von  typischem  Bau,  die  Zellen  des 
Schwammgewebes  waren  locker  gelagert,  die  untere  Epidermis  wurde  von 
flachgestreckten,  hin  und  wieder  verschleimten  Zellen  gebildet.  Die 
Chlorophyllkörner  waren  stets  grün  im  Schwammgewebe,  im  Palisaden- 
gewebe dagegen  traten  ausgedehnte  Gebiete  auf,  in  denen  keine  Spur 
einer  Grünfärbung  mehr  wahrzunehmen  war.  Jod  färbte  die  grünen 
Palisaden  dunkelblau  und  ließ  die  farblosen  unverändert.  Die  Bläuung 
war  im  Schwammgewebe  weniger  intensiv;  dort  lagen  die  Stärkekörner 
nicht  so  zahlreich  wie  im  Palisadengewebe.  Der  Gerbstoffniederschlag 
erschien  in  der  oberen  Epidermis  in  der  Form  von  lebhaft  braunen  Kugeln, 
wenn  er  nicht  durch  die  Schleimmassen  an  die  Außenwand  der  Zellen 
gedrängt  war.  Die  grünen  Palisaden  führten  dunkelbraune  längliche 
Tropfen,  die  farblosen  hatten  schwachbraunen  Niederschlag,  der  das  ganze 
Zelllumen  erfüllte,  jedoch  die  Chlorophyllkörper  noch  erkennen  ließ.  Ver- 
einzelte Zellen  des  Schwammgewebes  wiesen  leuchtend  braune  Tropfen  auf. 
Die  untere  Epidermis  war  in  der  Regel  graubraun,  in  manchen  Zellen 
traten  zudem  noch  gelbbraune  Körnchen  auf.  Auf  den  Nervenquerschnitten 
zeigte  sich  ein  Kranz  dunkelbrauner  Zellen,  das  Bündel  umgebend.  Im 
übrigen  waren  sie  farblos  bis  auf  die  gelbbraunen  Epidermen. 

Das  Blatt  des  Pfropfreises  hatte  in  der  oberen  Epidermis  der  farb- 
losen Gebiete  lebhaft  gelben  Niederschlag,  dunkelbraune  Tröpfchen  in  den 
Palisaden,  in  wenigen  Zellen  des  Schwammgewebes  gelbbraunen,  in  der 
unteren  Epidermis  überall  gelblichen  Niederschlag.  Die  Epidermen  der 
Nerven  führten  gelblichen,  die  den  Palisaden  entsprechende  Schicht  matt- 
gelben Inhalt.  Um  die  Gefäßbündel  legte  sich  ein  Kranz  tiefbrauner 
Zellen,  das  Grundgewebe  war  farblos. 

Im  Sommer  1906  traten  hellere  Flecken  auf  der  Spreite  nicht 
wieder  auf. 

Am  7.  Juni  1906  konserviertes  Material  war  durch  die  Kalium- 
bichromatinjektion  tief  gebräunt  worden.  Die  obere  Epidermis  grüner 
Blätter  bestand  aus  isodiametrischen  Zellen  von  der  Breite  der  Palisaden. 
Sonst  stimmte  der  Bau  mit  dem  normaler  Blätter  überein.  Der  Nieder- 
schlag lag  dunkelbraun  in  den  Epidermen,  goldbraun  in  den  Palisaden, 
graugelb  im  Schwammgewebe. 

Die   Spreite    der    bunten  Blätter    hatte    dieselbe    Größe    wie   die   der 


Panaschierung  und  Transplantation.  63 

grünen,  aber  geringere  Dicke.  Die  Chlorophyllkörner  waren  in  allen 
Geweben  hellgrün,  nur  in  den  Palisaden  stellenweise  farblos.  Die  Epi- 
dermiszellen  waren  doppelt  so  breit  wie  die  Palisaden ;  diese  zeigten  überall 
die  typische  Form.  Der  Niederschlag  lag  gelbbraun  in  der  oberen 
Epidermis,  schwarzbraun  im  Palisadengewebe  und  stellenweise  in  der 
unteren  Epidermis,  grauHch  hin  und  wieder  im  Schwammgewebe.  Die  Nerven 
hatten  etwa  in  der  Hälfte  der  Zellen  der  Gerbstoffscheide  sattbraunen  Nieder- 
schlag. Die  Zuckerprobe  zeigte  am  10.  Juli  190G  in  den  grünen  Blättern 
erhebliche  Mengen  des  Oxyduls  im  ganzen  Mesophyll,  etwas  weniger  in  den 
Nerven.  Die  bunten  Blätter  enthielten  im  ganzen  nur  geringe  Mengen, 
meistens  die  gleichen  Mengen  überall,  stellenweise  weniger  im  weißen  Gewebe. 

Das  Exemplar  wurde  im  Spätsommer  in  das  freie  Land  gepflanzt  und 
wurde  Sommer  1907  buschig.  Die  panaschierten  Triebe  waren  sparrig 
ausgebildet  und  zeigten  auf  den  Blattflächen  am  25.  Mai  1907  ein  helleres 
Grün  als  die  Unterlage.  Die  Panaschierung  trat  sehr  schwach  auf.  Nur 
in  den  Palisaden  fehlte  auf  kleineren  Arealen  das  Chlorophyll.  In  1 V2  m 
Entfernung  waren  die  Reiser  nur  durch  ihre  hellere  Färbung  von  den 
Zweigen  der  Unterlage  zu  unterscheiden. 

Charakteristisch  für  I.  ist  also  das  Auftreten  hellerer  Bezirke  auf  den 
grünen  Blättern  der  Unterlage  1904  und  1905  mit  Reduktion  der  Zellen  und 
geringen  Niederschlagsmengen,  wodurch  sich  eine  Schwächung  der  Pflanze 
während  der  ersten  Jahre  nach  der  Pfropfung  bekundet.  Alsdann  erfolgt 
eine  allmähliche  Reduktion  der  Spreite  der  bunten  Blätter  und  gleichzeitig 
ein  Zurückgehen  der  Panaschierung  mit  Abnahme  der  Mengen  des  Gerb- 
stoifniederschlages. 

II.  Die  Kopulation  mit  der  Zunge,  am  11.  April  1903  ausgeführt, 
hatte  den  Erfolg,  daß  das  Reis  bald  nachher  schwach  austrieb.  Deshalb 
wurden  alle  Triebe  des  Grundstockes,  die  sich  bis  zum  11.  Mai  1903 
kräftig  entwickelt  hatten,  abgenommen.  Nur  einem  wurden  die  beiden 
untersten  Blätter  belassen.  Das  Pfropfreis  trieb  darauf  kräftig  aus;  eben- 
falls im  Sommer  1904.  Die  Blätter  der  beiden  Triebe  der  Unterlage 
waren  Sommer  1904  grün  und  spielten  ins  Gelbliche,  wie  es  eine  bei 
mangelhaft  ernährten  Blättern  häuflg  beobachtete  Erscheinung  ist.  Am 
3.  Juni  1905  zeigte  sich  gelbe  Sprenkelung  an  drei  Blättchen,  die  am 
Stamme  unterhalb  der  Verbindungsstelle  und  unterhalb  der  grünen  Triebe 
hervorgebrochen  waren.  Sie  Avaren  halb  so  groß  wie  die  der  Unterlage 
und  wiesen  eine  Zeichnung  abweichend  von  der  der  panaschierten  Blätter 
auf.  Die  Triebe  der  Unterlage  wurden  stark  zurückgeschnitten,  um  die 
Blättchen  zu  stärkerer  EntAvicklung  anzuregen.  Am  7.  Juli  waren  kleinere 
Gebiete  auf  ihnen  bereits  abgestorben,  die  Spreiten  im  übrigen  hell-  und 
tiefgrün  gescheckt.  Die  den  Seitennerven  zunächst  hegenden  Gebiete 
waren  tiefgrün,  dazwischen  fanden  sich  die  helleren  Areale. 


(34  Heinrich  Timpe. 

Das  mikroskopische  Bild  zeigte  in  den  lielleren  Gebieten  hellgrüne, 
winzige  Chlorophyllkörner  in  2,  in  3—5  die  Chlorophyllkörner  in  geringerer 
Anzahl  als  im  tiefgrünen  Mesophyll ;  die  Palisaden  waren  etwas  verkürzt, 
die  Form  und  Anordnung  der  Zellen  wies  in  3  —  5  nirgends  Verschieden- 
heiten auf. 

Eins  dieser  Blätter  wurde  am  7.  Juli  konserviert,  die  anderen  fielen 
Mitte  Juli  verwelkt  ab.  Schnitte  durch  das  konservierte  Blatt  zeigten  in 
der  oberen  Ei^idermis  wenig  verschleimte  Zellen,  die  glänzend  braune  Kon- 
kretionen führten,  in  2  hellglänzende  farblose  oder  schwach  grüne  Chloro- 
phyllkörper und  intensiv  gelben  Niederschlag,  in  3  —  5  stellenweise  mattgelbe 
Färbung  im  Zellsafte,  in  G  gelbbraune  Kügelchen.  Die  Verteilung  des 
Niederschlages  war  überall  im  wesentlichen  die  gleiche,  Jodzusatz  bewirkte 
schwache  Blaufärbung  in  den  vorher  grünen  Palisaden  und  ließ  die  farb- 
losen unverändert.  Der  ganze  Befund  läßt  darauf  schließen,  daß  hier  ein 
absterbendes  Blatt  vorlag. 

Ein  gleichzeitig  konserviertes  Blatt  desselben  Grundstockes  von  äußerlich 
normalem  Aussehen  hatte  die  einzelnen  Schichten  in  ihrer  typischen  Ent- 
wicklung, im  ganzen  Mesophyll  leuchtend  grün  gefärbte  Chlorophyllkörner, 
lebhaft  braunen  Niederschlag  in  der  Gestalt  von  Kügelchen  in  1  und  6, 
diffus  in  2;  3 — 5  waren  farblos.  Zahlreiche  Zellen  von  1  waren  verschleimt. 
Jod  färbte  das  Mesophyll  tiefblau. 

Die  grünen  Gebiete  bunter  Blätter  waren  von  demselben  Aussehen 
wie  normale.  Fehlte  den  Palisaden  das  Chlorophyll,  dann  waren  sie  fast 
isodiametrisch,  fehlte  es  auch  im  Schwammgewebe,  dann  lagen  die  kleinen 
Zellen  des  ganzen  Mesophylls  dicht  aneinander.  Die  Schleimzellen  der 
oberen  Epidermis  waren  groß  und  ebenso  zahlreich  wie  über  grünen  Palisaden, 

Im  Sommer  1906  waren  die  panaschierten  Triebe  schwach  bunt,  in 
der  Entfernung  von  einem  Meter  konnten  sie  von  den  grünen  in  der 
Färbung  kaum  unterschieden  werden.  Gelb  gesprenkelte  Blätter  traten  nicht 
wieder  auf. 

Am  7,  Juni  1906  wurden  mehrere  Blätter  der  Unterlage  und  des 
Pfropfreises  konserviert,  Erstere  hatten  zahlreiche  verschleimte  Zellen  in 
der  oberen  Epidermis,  Der  dunkelbraune,  körnige  Niederschlag  war  als- 
dann an  die  Außenwand  gedrängt.  Die  Palisaden  führten  überall  Chlo- 
rophyll und  hellbraunen  Niederschlag,  das  Schwammgewebe  ebenfalls  und 
graugelbUchen  Inhalt;  die  untere  Epidermis  war  dunkelbraun  gefärbt. 
Letztere  fielen  durch  die  beträchtliche  Größe  der  Zellen  der  oberen  Epi- 
dermis auf.  Eine  Epidermiszelle  lag  auf  drei  bis  vier  Palisadenzellen, 
auch  wenn  sie  nicht  verschleimt  war,  Grüne  und  farblose  Gebiete  waren 
im  Mesophyll  nicht  mit  Sicherheit  zu  unterscheiden.  Die  Chlorophyllkörner 
zeichneten  sich  durch  lebhaften  Glanz  aus  und  waren  fast  überall  hellgrün 
gefärbt.     Das  Palisadengewebe  bestand   aus  schmalen,  festgefügten  Zellen, 


Panaschierung  und  Transplantation.  65 

die  Schichten  des  SchwammgcAvebes  waren  locker  gelagert.  Der  Gerbstoff- 
niederschlag  füllte  mit  gelblicher  Farbe  die  Zellen  der  beiden  Epidermen, 
in  der  Form  graulicher  Massen  und  leuchtend  brauner  Kügelchen  das 
Palisadengewebe;  das  Schwaramgewebe  war  meistens  davon  frei.  Das 
Leitpjirenchym  der  Nerven  hatte  dunkelbraunen  Inhalt.  Am  26.  August 
1906  waren  die  Blätter  des  Grundstockes  schon  vergilbt,  die  Blätter  des 
panaschierten  Triebes  dagegen  noch  ziendich  frisch.  Das  Exemplar  wurde 
ausgepflanzt  und  verzweigte  sich  im  folgenden  Jahre  reichhch.  Der  bunte 
Trieb  sah  sparrig  aus.  Seine  Blätter  waren  kleiner  als  die  grünen,  was 
um  so  bemerkenswerter  ist,  als  die  Blätter  der  bunten  Mutterpflanze  un- 
gefähr viermal  so  groß  sind  wie  die  der  grünen  Unterlagen.  Völlig  farb- 
lose Gebiete  waren  am  25.  Mai  1907  selten,  meist  hatte  die  Spreite  ein 
mattgrünes  Aussehen, 

Für  IL  ist  demnach  am  bemerkenswertesten,  daß  1904  kleinere  Blätter 
mit  gelber  Sprenkelung  am  Stamme  austrieben.  Dort  waren  im  Palisaden- 
gewebe winzige  hellgrüne  Chlorophyllkörner;  im  Schwammgewebe  traten 
sie  in  geringerer  Anzahl  auf.  Verschleimung  in  1  war  selten,  die  Palisaden 
waren  verkürzt.  Diese  Blätter  sind  als  krankhafte  Bildungen  anzusehen, 
hervorgerufen  dui'cli  die  Störungen  im  Stoffwechsel,  die  die  Pfropfung  zur 
Folge  hatte.  In  den  bunten  Blättern  fällt  in  den  folgenden  Jahren  die 
Aveitergehende  Reduktion  der  Bhittspreiten  auf,  das  Zurückgehen  der  Pa- 
naschierung und  die  relativ  größere  Menge  des  Gcrbstoffniederschlages  auch 
im  Leitparenchym  der  Nerven. 

III.  Die  am  1 1 .  April  1903  ausgeführte  Verbindung  war  erfolglos. 
Deshalb  wurde  im  Juli  1904  durch  Anplattieren  eine  neue  Verbindung  her- 
gestellt. Das  Edelreis  wuchs  an,  entwickelte  sich  jedoch  1905  nur  langsam. 
Das  Zurückschneiden  der  grünen  Triebe  förderte  das  Wachsen  wenig. 

Die  größeren  Blätter  der  grünen  Triebe  hatten  am  7.  Juli  1905  stellen- 
weise etwas  hellere  Areale.  Sie  bevorzugten  das  Gebiet  der  kleineren 
Nerven.  Die  kleineren  Blätter  waren  blaß  gelbgrün.  Die  Färbung  der 
Chlorophyllkörper  war  in  den  Palisaden  der  helleren  Areale  weniger 
intensiv  als  sonst;  im  Schwammgewebe  lagen  dort  mehrfach  die  Chlorophyll- 
körper spärlich  mit  mattgrüner  Färbung.  Die  Zellen  des  Mesophylls  hatten 
die  typische  Ausbildung.  Im  Sommer  190G  zeigte  das  Exemplar  keine 
auffallenden  Erscheinungen,  es  wurde  ausgepflanzt  und  bildete  1907  mehrere 
kräftige  Triebe  am  Grundstock  aus.  Die  größten  Blätter  des  panaschierten 
Triebes  waren  am  25.  Mai  1907  bereits  völhg  ausgebildet  und  zeigten  nur 
schwache  Spuren  des  Chlorophyllmangels. 

IV.  Das  Eeis  war  unten  an  den  Grundstock  angesetzt  worden  und 
trieb  iu  jedem  Jahre  grün  aus.  Es  bleibt  die  Möghchkeit  bestehen,  daß 
das  Reis  von  einem  in  die  normale  Färbung  zurückgeschlagenen  Zweige 
der  bunten  Mutterpflanze  stammte. 


66  Heiurich  Tirape. 

V.  Die  Augen  des  am  1 1 .  April  1 903  angesetzten  Reises  trieben  trotz 
Zurückschneidens  der  Unterlage  1903  nicht  aus.  Im  zweiten  Jahre  (1904) 
entwickelten  sich  zwei  Augen  kräftig.  Das  Auge  der  Unterlage  oberhalb 
der  Verheilungsstelle  trieb  ebenfalls  aus  und  zeigte  in  sämtlichen  Blättern 
matt  gelbgrüne  Färbung.  190.5  wuchsen  beide  Teile  des  Exemplars  kräftig 
weiter,  ohne  gegenseitige  Beeinflussung  zu  zeigen.  Am  26.  August  1905 
waren  die  meisten  bunten  Blätter  noch  frisch,  die  übrigen  bereits  vergilbt. 
Die  grünen  Triebe  oberhalb  der  bunten  trugen  nur  noch  herbstlich  ver- 
färbte Blätter. 

Am  7.  Juli  1906  wurden  Blätter  der  Unterlage  und  des  Reises  kon- 
serviert. Die  ersteren  hatten  den  bei  normalen  Blättern  typischen  Bau, 
nur  führte  die  obere  Epidermis  wenig  Schleimzellen.  Sie  war  mit  gelbem 
Inhalt  und  dunkelbraunen  Kugeln  angefüllt.  2  hatte  hellgelben,  3 — 5  meist 
keinen  Niederschlag,  in  wenigen  Zellen  graulichen  Inhalt;  6  war  meist 
gerbstofffrei,  hin  und  wieder  fanden  sich  dunkelbraune  Zellen.  Chlorophyll- 
freie Zellen  waren  im  Mesophyll  nicht  aufzufinden.  In  den  bunten  Blättern 
waren  die  Dickenunterschiede  grüner  und  weißer  Gebiete  gering.  Ganz 
chlorophyllfreie  Partieen  traten  selten  auf  und  waren  von  geringer  Aus- 
dehnung. Der  Gerbstoffniederschlag  erfüllte  mit  intensiv  gelber  Färbung 
die  obere  Epidermis,  sattbraun  körnig  lag  er  im  Palisadengewebe,  grau- 
gelb im  Schwammgewebe,  dunkelbraun  in  der  unteren  Epidermis  —  ohne 
merkliche  Unterschiede  in  den  beiderseitigen  Geweben. 

Am  25.  Mai  1907  trugen  die  bunten  Triebe  zweierlei  Blätter,  kleine 
an  den  Seitentriebeu,  wie  mit  Kalk  besi^ritzt,  und  größere  Blätter  von  hell- 
grüner Färbung  mit  graugrüner  Panaschierung.  Nur  das  Palisadengewebe 
war  in  jenen  Arealen  farblos.  Die  Blätter  der  grünen  Triebe  waren  satt- 
grün und  klein  —  die  älteren,  oder  hellgrün  und  von  der  doppelten  Größe 
der  anderen  —  diese  hatten  sich  erst  später  ausgebildet. 

VI.  Das  Exemplar  wurde  erst  1906  untersucht,  als  die  Panaschierung 
auf  den  im  übrigen  hellgrünen  Blättern  des  Pfropfreises  sehr  schwach  ge- 
worden war.  An  der  Unterlage  waren  die  Blätter  weniger  kräftig  ent- 
wickelt als  am  Reise.  Die  am  7.  Juni  1906  konservierten  Blätter  der 
Unterlage  hatten  in  1  zahlreiche  Schleimzellen  und  nur  stellenweise  gelb- 
lichen Niederschlag.  Der  obere  Teil  der  Palisaden  war  schwarzbraun, 
das  Schwammgewebe  farblos  oder  graubraun,  die  untere  Epidermis  dunkel- 
braun. Die  gleichzeitig  konservierten  Blätter  des  Reises  hatten  kleine 
Intercellularen  überall  im  Schwammgewebe,  Palisaden,  die  doppelt  so 
lang  wie  breit  und  nicht  länger  als  die  quadratischen  Epidermiszellen 
waren  und  flachgestreckte  kleine  Zellen  in  der  unteren  Epidermis.  Gelber 
Niederschlag  war  in  1,  graubrauner  in  2,  stellenweise  dunkelbrauner  in 
3 — 5  und  6.  In  der  Regel  waren  3  —  6  farblos.  Unterschiede  in  grünen 
und  farblosen  Gebieten  waren  nicht  zu  konstatieren.      Stärke  dagegen  lag 


Panaschierung  und  Transplantation.  67 

nur  in  den  grünen  Geweben  überall,  stellenweise  auch  im  Scbwammgewebe. 
Die  Zuckerprobe  wies  in  grünen  Blättern  am  10.  Juli  1906  Oxydulkörneben 
diclitgesät  überall  nach,  in  bunten  Blättern  staubfein  im  ganzen  Mesophyll 
unterschiedslos  in  den  beiderseitigen  Geweben,  Das  Exemplar  wurde  1906 
ausgepflanzt,  hatte  1907  in  seinem  grünen  Teile  ein  buschiges  Aussehen 
und  trug  am  Pfropfreis  kleine  Blätter  mit  der  gewöhnlichen  Panaschierung. 

Ein  großes,  etwa  acht  Jahre  altes,  buntes  Topfexemplar  wurde  am 
22.  Februar  1906  im  Warmhause  mit  grünen  Reisern  versehen,  und  zwar 
wurden  drei  Reiser  anplattiert,  ein  Reis  in  den  Spalt  gepfropft  und  ein 
Reis  eingesetzt.  Die  bunte  Unterlage  entwickelte  panaschierte  Blätter,  die 
grünen  Reiser  trieben  im  Warmhause  hellgrün  aus.  Das  Exemplar  wurde 
allmählich  abgehärtet  und  ins  Freie  gebracht.  Allein  die  hellere  Färbung 
des  Pfropfreises  blieb.  Die  Blätter  hatten  hellere  Flecken  zwischen  den 
Seitennerven.  An  diesen  Stellen  war  die  Färbung  der  Chlorophyllkörner 
schwachgrün.  Im  Schwammgewebe  waren  sie  auf  bestimmt  abgegrenzten 
Arealen  so  verl)laßt,  daß  das  Mesophyll  dort  farblos  erschien.  Der  Ge- 
samteindruck war  der  mangelhafter  Ernährung. 

Die  Verbindung  bunter  Reiser  mit  grünen  Unterlagen  und  umgekehrt 
ist  demnach  nicht  ohne  Einfluß  auf  die  Größe  und  die  anatomischen  Ver- 
hältnisse der  Blätter.  Die  bunten  Blätter  erfahren  im  Laufe  der  Jahre 
eine  Reduktion  ihrer  Oberfläche  und  nähern  sich  in  ihrer  Größe  den 
Blättern  der  Unterlagen.  1907  war  bis  in  den  Juni  ihre  Spreite  nur 
','3  oder  '/4  von  den  Blattspreiten  an  der  Mutterpflanze.  In  demselben 
Maße  schwindet  in  ihnen  die  Panaschierung.  Die  panaschierte  Ulme  läßt 
bereits  aus  größerer  Entfernung  ihre  charakteristische  Färbung  erkennen. 
Bei  den  bunten  Reisern  ist  dagegen  sorgfältige  Betrachtung  aus  nächster 
Nähe  erforderlich,  um  noch  Spuren  der  weißen  Streif ung  und  Sprenkelung 
festzustellen.  Die  hellere  Färbung  auf  den  Blättern  der  Unterlagen  ist  nur 
vorübergehend,  kann  mit  der  Panaschierung  nicht  verglichen  werden  und 
erweist  sich  auch  durch  die  mikroskopische  Untersuchung  als  partielle 
Unterernährung.  Bei  Ulmiis  ist  demnach  als  Folge  der  Pfropfung  eher 
eine  Rückkehr  zu  der  grünen  Färbung  zu  konstatieren. 

Während  der  Monate  Juli  und  August  1907  erfolgte  ein  kräftigeres  Aus- 
treiben der  ins  freie  Land  gesetzten  Exemplare.  Es  bildeten  sich  starke  Hoch- 
sommertriebe an  den  Unterlagen  und  an  den  Reisern  mit  Blättern,  deren 
Größe  nicht  im  mindesten  hinter  denen  großer,  ausgewachsener  Bäume 
zurückstand.  Damit  gibt  Ulmns  ein  augenfälliges  Beispiel  ab  für  die 
Fähigkeit  einer  Pflanze,  nachdem  sie  vier  Jahre  lang  unzureichend  ernährt 
war,  bei  Darbietung  günstiger  Wachstumsbedingungen  das  Innengetriebe 
gewissermaßen  sofort  wieder  zu  reguheren.  Die  Energie  des  Wachstums 
äußerte  sich  bei  den  bunten  Reisern  in  der  Weise,  daß  die  bereits  vor- 
handenen Blätter,  die  nur  schwache  Spuren  der  Panaschierung  aufgewiesen 


68  Heinrich  Tiinpe. 

hatten,  völlig  ergrünten.  Die  neu  hinzukommenden  Blätter  des  Hochsommer- 
triebes dagegen  zeigten  auf  größeren  Gebieten  der  Sjireite  die  bei  Ulmus 
typische  Strichelung  und  Sprenkelung. 

"Wiederholt  ist  die  Frage  aufgeworfen  worden,  ob  tatsächlich  panaschierte 
Blätter  unter  Umständen  ergrünen  können.  Bouche  hat  darüber  in  der 
Botanischen  Zeitung  1870,  Gl 4  einige  Angaben  gemacht,  auch  Hassack  im 
Botanischen  Zentralblatt  28, 1 886.  Neuerdings  machtPantanelh')  Mitteilung  von 
einigen  Objekten  (Selaginella.  Fdargoniiim,  Ancuha,Lignstnim,Ilc.T,  Neriiim), 
bei  denen  im  späten  Alter  oft  gelbe  Blattteile  ergrünen.  Er  begründet  dies 
damit,  daß  sie  ihre  Chromatophoren  nicht  verloren  haben.  Ob  irgend  welche 
ernährungsphysiologische  Faktoren  dabei  in  Tätigkeit  treten,  läßt  der  Autor 
leider  nicht  erkennen.  In  der  Gartenflora  LIII  (1904)  S.  585  findet  sich 
eine  Notiz  des  Gärtners  Weidlich,  nach  der  Selaginella  Wafsoniana 
nur  bei  10°  C  kultiviert  werden  darf,  wenn  sie  weiße  Spitzen  ausbilden 
soll.  Das  wäre  demnach  ein  Objekt,  bei  dem  die  Temperatur  eine  aus- 
schlaggebende Rolle  spielt,  vergleichbar  vielleicht  dem  zur  Winterszeit 
weißblättrigen  Kohl,  über  den  weiter  unten  Näheres  berichtet  wird.  Bei 
TJlmus  liegen  die  Verhältnisse  insofern  kompliziert,  als  nach  dem  Aus- 
pflanzen und  darauf  erfolgender  üppigerer  Entwicklung  der  Frühjahrstrieb 
der  bunten  Reiser  im  Laufe  des  Sommers  völlig  ergrünt  und  der  normalen 
Pflanze  gleich  wird,  der  Hochsommertrieb  dagegen  die  charakteristische 
Panaschierung  zeigt.  Hier  müßte  also  die  bessere  Ernährung  an  demselben 
Triebe  entgegengesetzte  Folgen  gehabt  haben. 

Acer  Pseudoplataiiiis. 

Ein  normales  Exemplar,  1903  zwölf  Jahre  alt  und  4  m  hoch,  und  ein 
Acer  Pseudoplatanus  hiteo-virescens  von  demselben  Alter  und  ca.  'S  m  Höhe 
sollten  ursprünglich  neben  den  Topfexemplaren  zu  den  Versuchen  verwendet 
werden.  Am  9.  März  1903  bluteten  sie  jedoch  beim  Anschneiden  so  stark, 
daß  vom  Pfropfen  abgesehen  werden  mußte.  Der  bunte  Ahorn  lieferte  1903 
die  Pfropfreiser  für  die  an  den  dreijährigen  Topfexemplaren  ausgeführten 
Verbindungen. 

Seine  Blätter  stehen  an  Größe  hinter  normalen  wenig  zurück.  Die 
Oberfläche  ist  kraus,  indem  sich  die  grünen  Gebiete  blasen-  oder  buckei- 
förmig über  die  Spreite  erheben,  wo  größere  Strecken  die  zitronengelbe 
Panaschierung  zeigen.  Häufig  kommen  auch  Blätter  vor  mit  grüngelber 
Marmorierung  und  Sprenkelung;  stellenweise  erscheint  die  Spreite  dunkel- 
und  graugrün  gefeldert.  In  jugendlichen  Blättern  des  bunten  Exemplars 
tritt  von  Ende  April  bis  Ende  Mai  Rötung  mit  größerer  Intensität  auf  als 


^)    Pantanelli,    Über    Albinismus    im    Pflanzeni'eiuli;     in  Zeitschrift    für  Pflauzen- 
krankheiten.     XV.,  Heft  1,   1905,  S.  5. 


Panaschierung  und  Transplantation.  69 

in  den  Blättern  des  normalen,  wo  sie  bereits  Mitte  Mai  verscliwindet.  Ein 
zart  roter  Anflug  liegt  über  den  grünen  Blattpartieen,  über  den  chloro- 
phylllosen finden  sich  alle  Nuancen  zwischen  rosa  und  orangerot. 

Das  normale  Blatt  hat  7  Schichten:  die  Zellen  von  1  sind  mehr  lang 
als  hoch,  die  Palisaden  (2)  sind  zylindrisch,  nach  unten  sich  etwas  ver- 
jüngend, das  ScliAvammgewebe  (3 — G)  besteht  aus  großlumigen,  quer- 
gestreckten Zellen  und  ist  von  großen  intercellularen  Eiiumen  durchzogen, 
die  Zellen  der  unteren  Epidermis  (7)  sind  fast  so  groß  wie  die  des 
Schwammgewebes.  Wo  sich  die  Nerven,  auch  die  kleineren,  durch  das 
Blattgewebe  ziehen,  erscheint  es  auf  den  Querschnitten  eingeschnürt.  Die 
in  allen  Schichten  des  Mesophylls  zahlreich  liegenden  Chlorophyllkörner 
sind  glänzend  hellgrün.  Stärke  tritt  im  ganzen  Mesophyll  in  der  Form 
kleiner  Körner  auf.  Bei  einer  gleichzeitigen  Prüfung  auf  reduzierenden 
Zucker  ergaben  sich  dort  mäßige  Mengen  des  rotbraunen  Oxyduls.  In  den 
Nerven  lag  wenig  Stärke,  dagegen  viel  Oxydul.  Kaliumbichromat  fällt  in 
der  oberen  Epidermis  braungelbe  Körnchen  aus,  graugrüne  in  der  unteren; 
das  Mesophyll  ist  kaum  verändert,  stellenweise  haben  die  Palisaden 
graulichen  Inhalt,  desgleichen  das  Schwammgewebe.  Die  Epidermen  sind 
im  Bereiche  der  Nerven  tief  braun,  ebenso  zwei  Schichten  kollenchymatischer 
Zellen  unter  der  oljeren  Epidermis  und  eine  hypodermale  Schicht,  die  die 
untere  begleitet.  Das  Nervenparenchym  führt  Gerbstoff  in  zerstreuten 
Zellen. 

In  bunten  Blättern  ist  die  Schichtenzahl  dieselbe  wie  in  grünen.  Sie 
weichen  auch  in  den  grünen  Gebieten  von  der  Ausbildung  normaler  Blätter 
nicht  ab.  Die  chlorophyllfreien  Gebiete  haben  verkürzte  Palisaden  und 
enge  Intercellularen  im  kleinzelligen  Schwammgewebe.  Sie  stehen  deshalb 
auf  der  Mitte  der  Spreite  an  Dicke  erheblich  hinter  den  grünen  Gebieten 
zurück.  Das  Chlorophyll  fehlt  entweder  sämtlichen  Schichten,  dann 
erscheint  die  Spreite  zitronengelb,  oder  nur  dem  Palisadengewebe,  wodurch 
sie  für  das  freie  Auge  ein  graugrünes  Aussehen  erhält.  Auch  gibt  es 
Strecken,  wo  4  und  5  Chlorophyll  führen,  oder  wo  die  Pahsaden  abwechselnd 
grün  und  farblos  sind.  Nach  Zusatz  von  Jod  tritt  in  den  grünen  Gebieten 
schwache  Blaufärbung  auf,  oder  die  Zellen  bleiben  unverändert.  In  farb- 
losen Gebieten  verläuft  die  Stärkereaktion  negativ.  Bei  der  Zuckerprobe 
zeigen  sich  Spuren  des  Oxyduls  in  den  Nerven;  sehr  geringe  Mengen 
treten  im  Mesophyll  der  beiderseitigen  Gewebe  auf.  Der  Gerbstoffnieder- 
schlag hat  in  den  chlorophyllfreien  Gebieten  eine  intensivere  Färbung  als 
in  den  grünen:  Lebhaft  braune  Konkretionen  hegen  dort  in  1,  der  Zell- 
saft in  2  zeigt  schwache  Bräunung,  das  Schwammgewebe  ist  von  grau- 
braunem Niederschlag  erfüllt;  die  Bräunung  der  unteren  Epidermis  ist  um 
so  intensiver,  je  weiter  ihre  Zellen  von  den  grünen  Geweben  entfernt 
sind.    Die  sich  durch  farblose  Gewebe  hinziehenden  Nerven  sind  besonders 


70  Heinrich  Timpe. 

reich  an  Niederschlag.  Dunkelbraun  ist  dort  die  obere  Epidermis  mit  den 
beiden  ihr  folgenden  kollenchyraatischen  Zellschichten,  außerdem  die  untere 
Epidermis  und  die  ihr  angelagerte  kollenchymatische  Schicht.  Das  Leit- 
parenchym  führt   in    der  Regel  große  Mengen  tiefbraunen  Niederschlages. 

Die  geschilderten  anatomischen  Verhältnisse  gelten  auch  für  die 
normalen  und  bunten  dreijährigen  Topfexemplare,  an  denen  1903  mit  den 
Versuchen  begonnen  wurde. 

Auf  sechs  grüne  Unterlagen  wurden  am  9.  April  bunte  Reiser  gepfropft, 
desgleichen  auf  sechs  bunte  Unterlagen  grüne  Reiser.  Die  Verbindung 
erfolgte  durch  Kopulieren  mit  der  Zunge.  Dem  ersten  Paare  jeder  Gruppe 
wurden  am  Grundstock  sämtliche  Augen  belassen  und  die  Reiser  mit  vier 
Augen  angesetzt.  Dem  zweiten  Paare  wurden  die  Augen  bis  auf  zwei 
genommen  und  die  Reiser  mit  zwei  Augen  kopuliert.  Den  Grundstöcken 
des  dritten  Paares  wurde  nur  ein  Auge  gelassen,  die  Reiser  behielten  die 
Gipfelknospe  und  drei  Augen.  An  dem  zweiten  und  dritten  Paar  beider 
Gruppen  starben  die  Reiser  in  wenigen  Wochen  ab.  An  dem  ersten  Paar 
trieben  die  Unterlagen  kräftig  aus,  die  Knospen  der  Reiser  dagegen  ent- 
wickelten sich  nur  kümmerlich.  Deshalb  wurden  alle  Triebe  der  Unter- 
lagen am  n.Mai  abgenommen  bis  auf  einen,  der  zurückgeschnitten  wurde. 
Die  Reiser  entwickelten  sich  und  behielten  bis  1907  ihre  ursprüngliche 
Färbung.  Auch  die  Unterlagen  zeigten  keine  Veränderung  in  der  Färbung 
ihrer  Blätter.  Im  Sommer  1905  trat  auf  einigen  grünen  Blättern  eine 
Zeichnung  auf,  die  bei  oberflächlicher  Betrachtung  mit  Panaschierung  ver- 
wechselt werden  konnte.  Genauere,  auch  mikroskopische  Untersuchung 
zeigte  jedoch,  daß  Larvenfraß  die  Täuschung  hervorgerufen  hatte. 

Am  22.  Februar  1900  wurden  mit  grünen  und  bunten  fünfjährigen 
Topfexemplaren  neue  Versuche  eingeleitet.  Zunächst  wurden  zwei  bunte 
Augen  an  eine  grüne  Unterlage  anplattiert.  Eins  derselben  trieb  aus  und 
über  ihm  ein  grünes  Auge.  Der  grüne  Trieb  wurde  Herbst  190G  bis  auf 
ein  Auge  zurückgeschnitten.  Am  12.  März  1907  wurde  über  ihm  von 
neuem  ein  buntes  Auge  anplattiert.  Nach  dem  Laubausbruche  zeigte  sich 
(27.  Mai  1907),  daß  der  vorjährige  bunte  Trieb  wiederum  bunt  geworden 
war.  Der  grüne  Trieb  war  üppig  entwickelt  und  trug  grüne  Blätter.  Das 
neu  anplattierte  Auge  hatte  ein  ca.  5  cm  großes  gesprenkeltes  und  ein 
kleines  hellgrünes  Blatt.  Von  einer  gegenseitigen  Beeinflussung  war  dem- 
nach nichts  wahrzunehmen. 

Einem  anderen  grünen  Exemplar  von  ca.  50  cm  Höhe  wurden  am 
22.  Februar  1900  zwei  bunte  Reiser  in  der  Weise  anplattiert,  daß  hernach 
die  bunten  und  grünen  Triebe  miteinander  abwechselten.  Ein  buntes  Reis 
in  etwa  30  cm  Entfernung  vom  Boden  machte  den  Anfang.  Am  22.  Mai 
hatten  die  älteren  5  cm  langen  Blätter  des  unteren  panaschierten  Triebes 
nur  noch  schwache  Rotfärbung,    die  jüngeren  waren  intensiv  rosarot,    vor- 


Panaschierung  und  Transplantation.  71 

wiegend  in  den  chlorophyllfreien  Gebieten.  Ahnlich  war  das  Aussehen  der 
Blätter  des  oberen  panaschierten  Triebes,  der  5  cm  unter  der  Spitze  der 
Unterlage  angefügt  war.  Die  Blätter  wiesen  nur  eine  mäfsige  Grün- 
sprenkelung  auf.     In  der  Hauptsache  waren  sie  chlorophyllfrei. 

Die  Blätter  der  Unterlage  waren  bis  7  cm  lang.  Die  jüngeren  trugen 
eine  sanft  karmoisinrote  Färbung,  besonders  deutlich  in  den  Randpartieen 
und  den  höhergelegenen  Stellen  der  Spreite.  Die  den  Nerven  benachbarten 
Gebiete  waren  nicht  oder  nur  schwach  gerötet.  Die  älteren  Blätter  der 
Unterlage  wiesen  keine  Rotfärbung  mehr  auf.  Sie  waren  hellgrün  gefärbt 
und  unterschieden  sich  dadurch  von  den  sonst  sattgrün  gefärbten  Blättern 
des  Ahorns.  Die  Randpartieen  und  die  Gebiete  zwischen  den  größeren 
Nerven  waren  gelbgrün  und  stark  verl)laßt. 

22.  Mai  lOOß.  Schnitte  durch  ein  junges  panaschiertes  Blatt  hatten 
den  roten  Farbstoff  in  den  Palisadenzellen  und  in  einzelnen  Zellen  des 
Schwammgewebes  der  chlorophyllfreien  Gebiete.  Über  farblosem  Schwamm- 
gewebe hatten  die  Pahsaden  zudem  mehr  roten  Farbstoff  als  über  grünem. 
Stärke  trat  nirgends  auf. 

Ein  junges  Blatt  eines  grünen  Triebes  wurde  im  Bereiche  der  Nerven, 
wo  keine  Rotfärbung  auftrat,  und  in  den  geröteten  Partieen  untersucht. 
Der  Zellsaft  der  Palisaden  war  im  Bereiche  der  Nerven  farblos,  in  größerer 
Entfernung  von  ihnen  gerötet.  Jod  färbte  das  ganze  Mesophyll  auch  in 
den  farbstoffführenden  Gebieten  tiefblau. 

In  den  helleren  Partieen  älterer  grüner  Blätter  ohne  Rotfärbung  waren 
die  Chlorophyllkörner  der  Palisaden  intensiv  grün,  die  des  Schwamm- 
gewebes schwachgrün  gefärbt.  Nach  Jodzusatz  färl)te  2  sich  tiefblau, 
3 — 6  schwachblau.  Die  den  größeren  Nerven  benachbarten  tiefgrünen 
Partieen  zeigten  auch  im  Schwammgewebe  intensiv  grüne  Chlorophyllkörner. 
Jod  färbt  das  Mesophyll  schwärzlichblau.  Bei  der  Zuckerprobe  ergaben 
sich  am  22.  Mai  in  grünen  Blättern  ziemlich  beträchthche  Mengen  in  den 
größeren  Nerven,  geringere  in  den  kleinen;  wenig  lag  im  Mesophyll.  Die 
bunten  Blätter  hatten  nur  in  den  Nerven  geringe  Mengen.  Das  Mesophyll 
der  grünen  und  farblosen  Gebiete  war  fast  überall  ohne  Zucker. 

Am  7.  Juni  1906  wurden  grüne  und  bunte  Blätter  konserviert.  •  Die 
grünen  Blätter  wurden  von  den  Trieben,  die  sich  zwischen  den  bunten 
entwickelt  hatten,  und  oberhalb  derselben  abgenommen. 

In  der  Region  der  größeren  Seitennerven  bestand  in  den  grünen 
Blättern  von  dem  Gipfel  des  Versuchsexeraplars  1  aus  gestreckten  Zellen, 
2  aus  sich  nach  unten  etwas  verjüngenden  Palisaden,  3 — 6  aus  quer- 
gestreckten von  oben  her  eingedrückten,  7  aus  rundlichen  kleinen  Zellen. 
Die  Chlorophyllkörner  waren  im  Palisadengewebe  schwach  hellgrün,  im 
Schwammgewebe  leuchtend  grün.  Der  Gerbstoffniederschlag  war  überall 
gleichmäßig,  in  1  glänzend  braun  und  körnig,  in  2  gelb  und  sehr  feinkörnig, 

7 


72  Heinrich  Timpe. 

in  3 — 6  nicht  vorhanden  oder  selten  hellgelb,  in  7  graugelb  gekörnt.  Die 
kleineren  Nerven  hatten  in  wenigen  Zellen  intensiv  braunen  Niederschlag, 
die  größeren  eine  graubraun  gefärbte  Gerbstoffscheide;  die  Ej)idermen  mit 
den  benachbarten  Scliichten  waren  tiefbraun,  das  Nervenparenchym  wies 
keinen  Niederschlag  auf. 

Schnitte  aus  den  zwischen  den  größeren  Nerven  streichenden  Arealen, 
die  makroskojDisch  gelbgrün  und  stark  verblaßt  erschienen,  zeigten  folgendes : 
Der  Bau  war  ähnlich  wie  in  der  Nachbarschaft  der  Nerven,  nur  hatten 
die  Palisaden  schlauchförmige  Gestalt.  Die  Chlorophyllkörner  der  Palisaden 
schienen  der  Grünfärbung  völlig  zu  ermangeln,  im  Schwammgewebe  waren 
sie  glänzend  grün.  Schon  dem  freien  Auge  erschienen  diese  Areale  durch 
die  Kaliumbichromatinjektion  tiefer  gebräunt  als  die  im  Bereich  der  Nerven 
liegenden.  In  1  erfüllte  der  Niederschlag  gelblich  die  Zellen;  eingelagert 
waren  ihm  überall  schwarzbraune  Konkretionen.  2  war  mit  grauhchgelbem, 
vielfach  krümehg  erscheinendem  Niederschlag  erfüllt,  ähnlich  3 — 6  in  der 
Mehrzahl  der  Zellen.  7  hatte  grauen  Inhalt  mit  gelblichen  Körnchen. 
In  den  kollenchymatischen  Zellen  der  kleineren  Nerven  war  glänzend  tief- 
brauner Niederschlag  vorhanden.  Die  Intensität  der  Grünfärbung  der 
Chlorophyllkörner  wies  in  frischen  Blättern  zu  derselben  Zeit  nicht  die 
Verschiedenheiten  auf,  wie  sie  in  den  konservierten  hervorgetreten  waren. 
Den  Körnern  fehlte  dort  an  vielen  Stellen  die  scharfe  Umgrenzung,  sie 
sahen  aus,  als  wären  sie  zerrieben. 

Schnitte  von  Blättern,  die  zwischen  den  bunten  Trieben  an  einem 
kräftig  entwickelten  Zweige  standen,  zeigten  in  bezug  auf  die  Ausbildung 
der  Zellen,  die  Färbung  der  Chlorophyllkörner  und  des  Gerbstoffnieder- 
schlages ein  ähnliches  Verhalten. 

Die  bunten  Blätter  waren  um  ein  Drittel  dünner  als  die  ebenso  großen 
grünen.  Die  Fläche  war  mehrfach  hin  und  her  gebogen  und,  wo  sich 
kleinere  Nerven  durch  das  Blattfleisch  zogen,  eingeschnürt.  In  chlorophyll- 
freien Gebieten  schlössen  die  Palisaden  eng  aneinander  und  waren  sehr 
verkürzt;  das  Schwammgewebe  bildete  nur  drei  Schichten  aus  mit  kleinen 
Intercellularräumen.  Der  Niederschlag  lag  gelblich  mit  gelbbraunen  Kon- 
kretionen in  der  oberen  Epidermis,  graugelb  im  Palisadengewebe,  schwach- 
gelb im  Schwammgewebe,  intensiv  gelb  in  der  unteren  Epidermis  —  überall 
mehr  im  chlorophyllfreien  als  im  chorophyllführenden  Gewebe. 

Das  Exemplar  wurde  im  Spätsommer  1906  ins  freie  Land  gepflanzt, 
gelangte  1907  zu  kräftigerer  Entwicklung  und  zeigte  am  27.  Mai  in  den 
bunten  Trieben  die  typische  Panaschierung.  Die  grünen  Triebe  hatten 
tiefgrüne  Blätter  von  durchaus  normalem  Aussehen  ausgebildet. 

Zwei  grünen,  fünfjährigen  Exemplaren  wurden  am  22.  Februar  1906 
Reiser  des  gelbbunten  Eschenahorns  angesetzt,  durch  Kopulieren  und  durch 
Einspitzen.     Unterlage   und   Reiser  des  einen  trieben   1906  und   1907  aus. 


Panaschierung  und  Transplantation.  73 

ohne  daPs  eine  wechselseitige  Beeinflussung  in  der  Blattfärbung  sich  geltend 
gemacht  hätte.  Die  Reiser  des  anderen  gingen  ein.  Die  darauf  im  Juli 
190G  angesetzten  Augen  trieben  auch  1907  bunt  aus.  Die  Blätter  der 
Unterlage  behielten  ihre  grüne  Färbung. 

Ein  buntes  Exernjikr  wurde  am  22.  Februar  190G  folgendermaßen 
mit  grünen  Reisern  versehen.  Am  untersten  Zweige  wurde  ein  grünes 
Reis  anplattiert.  Es  folgten  neun  bunte  Zweige,  darauf  am  Stamme  ein 
grünes  Reis.  Auf  drei  weitere  bunte  Zweige  kam  wiederum  ein  grüner.  An 
einen  größeren  bunten  Zweig  ganz  oben  am  Stamme  wurde  ein  grüner 
kopuliert.  Die  Spitze  der  Pflanze  wurde  von  der  bunten  Unterlage  gebildet. 
Die  Blätter  der  grünen  Reiser  übertrafen  die  bunten  der  Unterlage  nicht 
an  Größe,  wie  am  29.  Mai  1906,  als  alle  Zweige  ausgetrieben  hatten, 
konstatiert  werden  konnte.  An  diesem  Bäumchen  wechselten  also  grüne 
und  bunte  Stockwerke  miteinander  ab.  ,  Die  Blätter  der  Reiser  waren 
sämtlich  rein  grün  und  kräftig   entwickelt. 

Am  7.  Juni  190G,  als  mehrere  grüne  und  bunte  Blätter  konserviert 
wurden,  waren  die  grünen  den  bunten  in  der  Entwicklung  der  Spreite 
vorangeeilt.  Der  Niederschlag  färbte  die  grünen  Blätter  sattbraun,  die 
bunten  schwach  grau. 

In  grünen  Blättern  war  der  Bau  wie  in  normalen.  Das  ganze  Meso- 
phyll führte  in  den  Chlorophyllkörnern  den  grünen  Farbstoff.  Der  Gerbstoff- 
niederschlag trat  in  den  Epidermen  prononciert  auf,  und  zwar  in  der  oberen 
in  der  Form  von  glänzend  braunen  Kügelchen  oder  gelbbraun  das  ganze 
Innere  erfüllend,  in  der  unteren  sattbraun  krümelig  oder  körnig.  Hin  und 
wieder  war  7  gerbstofffrei.  Im  Palisadengewebe  überall,  im  Schwammgewebe 
in  der  Mehrzahl  der  Zellen  fand  sich  gelblicher  oder  hellbrauner  Niederschlag. 

Die  Grenzlinie  zwischen  grünen  und  farblosen  Geweben  wurde  in  den 
bunten  Blättern  oft  von  den  Nerven  gebildet.  In  den  farblosen  Gebieten 
erschienen  die  Palisaden  sehr  verkürzt;  das  Schwammgewebe  bestand  aus 
dicht  geschlossenen  Zellen.  Die  Chlorophyllkörner  waren  in  ihrer  Größe 
reduziert.  Erheblich  größer  waren  die  Niederschlagsmengen  des  Gerbstoffs 
in  den  farblosen  Gebieten.  Hauptsächlich  fand  er  sich  dort  in  der  oberen 
Epidermis  als  dunkelbraune  oder  gelbbraune  Körnchen.  Das  Mesophyll 
war  arm  an  Gerbstoff.  Graulich  lag  der  Niederschlag  im  Palisaden-, 
gelblich,  wenn  vorhanden,  im  Schwammgewebe.  Die  untere  Epidermis  führte 
graugelben  Niederschlag.  Das  Nervenparenchym  war  bis  auf  die  Epidermen 
und  wenige  Zellen  im  Gebiete  des  Holzteils  ohne  Gerbstoff.  Jod  färbte  die 
grünen  Gebiete  tiefblau,   die  farblosen  und  die  Nerven  blieben  unverändert. 

Das  Bäumchen  wurde  im  Spätsommer  1906  ausgepflanzt  und  zeigte 
im  Sommer  1907  wiederum  die  miteinander  abwechselnden  bunten  und 
grünen  Etagen. 

Zwei   grüne   Reiser   wurden    am    22.  Februar    1906    mit   einer  bunten 


74  Heinrich  Timpe. 

Unterlage  verbunden.  Die  grünen  Blätter  wurden  im  Sommer  1906  größer 
als  die  bunten  und  behielten  andauernd  eine  hellgrüne  Färbung. 

Die  Zellen  der  oberen  Epidermis  in  grünen  Blättern  waren  etwas 
breiter  als  hoch,  die  Palisaden  viermal  so  lang  wie  breit,  nach  unten  sich 
zuspitzend,  die  vier  Schichten  des  Schwammgewebes  stellenweise  von 
großen  Intercellularen  durchzogen,  in  der  Regel  in  festem  Verbände,  die 
Zellen  der  unteren  Epidermis  isodiametrisch  und  klein.  Die  Färbung  der 
Chlorophyllkörner  war  überall  hellgrün.  Gering  waren  die  Niederschlags- 
mengen des  Gerbstoffes.  Gelbbraune  Konkretionen  lagen  in  der  oberen 
Epidermis,  graulichgelb  lag  er  diffus  im  Palisaden-  und  Schwammgewebe; 
gelbbraune  Körnchen  mit  intensiverer  Färbung  traten  in  der  unteren 
Epidermis  auf.  Die  Oberflächen  bunter  Blätter  waren  wellig  verbogen. 
Größere  Nerven  bildeten  die  Grenze  zwischen  den  beiderseitigen  Geweben, 
oder  die  grüne  Spreite  war  durch  die  farblosen  Partieen  gescheckt.  In 
der  Nachbarschaft  eines  größeren  Seitennerves  war  das  grüne  Gewebe  wie 
in  normalen  Blättern,  die  sich  anschließende  farblose  hatte  kaum  die  halbe 
Dicke  des  grünen.  Dort  waren  die  Palisaden  doppelt  so  lang  wie  breit 
oder  von  ähnlicher  Ausbildung  wie  die  Zellen  des  Schwammgewebes.  War 
das  Schwammgewebe  grün,  das  Palisadengewebe  farblos,  dann  hatte  es 
seine  typische  Gestalt.  Die  farblosen  Teile  enthielten  Gerbstoff  in  größeren 
Mengen  als  die  grünen  Teile  und  als  die  grünen  Blätter  dieses  Exemplares. 
Dunkelbraun  trat  der  Niederschlag  in  der  oberen  Epidermis  auf,  am  inten- 
sivsten war  die  Bräunung  über  den  größeren  Nerven. 

Das  im  Herbst  1906  ausgepflanzte  Exemplar  trieb  1907  in  den 
grünen  und  bunten  Teilen  kräftig  aus.  Von  einer  gegenseitigen  Einwirkung 
zeigten  die  Blätter  nichts.  Bn-  Grün  war  von  derselben  Tönung  wie  bei 
normalen  Exemplaren. 

Bei  Acer  Psendoplatanus  beschränkt  sich  demnach  die  Wirkung  der 
Verbindungen  auf  eine  weniger  ausgiebige  Ernährung  der  grünen  Blätter 
im  ersten  Jahre  nach  der  Verheilung  der  Reiser.  Die  bunten  Blätter 
unterscheiden  sich  auch  nachher  an  Größe  wenig  von  den  grünen  und 
bewahren  längere  Zeit  die  jugendliche  Rotfärbung.  Bei  der  Mehrzahl 
der  Exemplare  haben  sie,  ob  als  Blätter  von  Reisern  oder  von  Unterlagen, 
mehr  Gerbstoff  als  die  grünen,  zumal  in  den  farblosen  Gebieten.  In 
grünen  Blättern  hatten  die  Randpartieen  und  die  Gebiete  zwischen  größeren 
Nerven  im  ersten  Sommer  nach  der  Verbindung  hellgrüne  Färbung  der 
Chlorophyllkörner,  schwächlich  entwickelte  Zellen  und  tiefere  Bräunung  des 
Gerbstoffniederschlages  als  die  übrigen  Blattbezirke.  Durch  dieses  Ver- 
halten nähern  sie  sich  den  farblosen  Gebieten  bunter  Blätter.  Im  folgenden 
Sommer  ist  jedoch  von  einer  Beeinträchtigung  in  der  Energie  des  Wachs- 
tumes  nichts  mehr  wahrzunehmen.  Die  Blätter  der  grünen  Triebe  gleichen 
völlig  denen  normaler  Pflanzen. 


Panaschierung  und  Transplantation.  75 

Acer  Negimdo. 

Verbindungen  wurden  ausgeführt  zwischen  grünem  und  weifsbuntem 
Negundo,  zwischen  grünem  und  gelbbuntem  Negiindo,  zwischen  weiß-  oder 
gelbbuntem  Negundo  und  grünem  Acer  californicum,  und  zwar  dienten  alle 
Objekte  als  Unterlagen,  als  Reiser  alle  mit  Ausnahme  von  Acer  ccüifornicum. 

Die  ersten  Versuche  wurden  mit  einem  normalen,  zwölfjährigen,  3  m 
hohen  Exemplar  und  einem  weißbuntblättrigen,  2 "2  m  hohen  ebenfalls 
zwölfjährigen  Exemplar  gemacht.  Reiser  des  bunten  Eschenahorns  wurden 
am  1.  März  1903  auf  Endgabeln  des  grünen  wie  folgt  gepfropft.  1.  Der 
eine  Zweig  der  Gabel  blieb  ungekürzt,  der  andere  wurde  bis  auf  10  cm 
Länge  zurttckgeschnitten.  Auf  diesen  wurde  das  Pfropfreis  gesetzt. 
2.  Beide  Gabelzinken  wurden  bis  auf  zAvei  Augen  gekürzt,  der  eine  verstrichen, 
der  andere  mit  dem  bunten  Reise  besetzt.  3.  Der  eine  Gabelast  blieb 
ungekürzt,  der  andere  wurde  völlig  abgetrennt.  An  der  Schnittstelle 
wurde  ein  panaschiertes  Reis  durch  Kopulation  angebracht.  In  ähnlicher 
Weise  wurden  auf  das  panaschierte  Exemplar  grüne  einjährige  Triebe 
gepfropft.  Das  Ergebnis  war  auf  beiden  Bäumen  ein  negatives.  Die  Ver- 
heilung  erfolgte  bei  einigen  Reisern  nicht,  bei  den  anderen  ungenügend. 
Nach  kurzer  Zeit  waren  sämtliche  Reiser  abgestorben.  Deshalb  wurde  in 
der  Folge  nur  mehr  mit  Toj)fexemplaren  gearbeitet. 

Am  11.  April  1903  wurden  auf  sechs  dreijährige  normale  Exemplare 
von  Acer  Negundo  und  von  Acer  californicum  Reiser  des  weiübunten  und 
des  gelbbunten  Acer  Negundo  gepfropft,  so  daß  vier  grünbunte  Gruppen 
(I. — IV.)  zu  je  drei  Exemplaren  entstanden. 

Die  dünnhäutigen  lichtgrünen  Blätter  des  normalen  Acer  Negundo  mit 
schlanken  unbehaarten  Zweigen  tragen  zwei  Fiederpaare  und  ein  Endblatt. 
Das  Endblatt  ist  breitlanzettlich,  die  Fiederblätter  haben  stark  un- 
symmetrische Hälften,  indem  die  untere  ungefähr  doppelt  so  groß  ist  wie 
die  obere.  Der  Querschnitt  zeigt  sechs  Schichten :  1  und  G  kleinzelhge 
Epidermen,  2  kurze,  zylindrische  Palisaden,  überall  in  festem  Verbände, 
3 — 5  aus  isodiametrischen  Zellen  gebildetes  Schwammgewebe,  mit  kleinen 
Intercellularen. 

Die  im  ganzen  Mesophyll  abgelagerten  Stärkemengen  sind  beträchthch. 
Am  meisten  führt  das  Schwammparenchym,  Auch  die  Stärkescheide  der 
größeren  Nerven  wird  durch  Jod  tiefblau  gefärbt.  Gleichzeitig  vor- 
genommene Prüfungen  auf  reduzierenden  Zucker  ergaben  relativ  geringe 
Mengen.  Der  Gerbstoffniederschlag  tritt  in  den  Epidermen  am  intensivsten 
auf;  er  ist  in  der  oberen  gelbbraun,  in  der  unteren  schwärzlichbraun. 
Das  Palisadengewebe  führt  vielfach  trübbraunen  oder  graulichen  Inhalt, 
das  Schwammgewebe  ist  regelmäßig  nur  schwach  gebräunt  oder  ohne 
Niederschlag. 

Acer  californicum  mit  seinen  jungen  weichbehaarten  Zweigen  und  drei- 


76  Heinrich  Timpe. 

zäliligen,  ungleiclisägezähnigen  Blättern  bietet  anatomisch  bis  auf  die  etwas 
längeren  Palisaden  ziemlich  dasselbe  Bild  wie  Acer  Negundo. 

Die  Blätter  des  Acer  Negundo  f.  alho-variegatis  sind  weiß  umrandet 
oder  gestrichelt.  Die  weißen  Areale  bedecken  häufig  den  größeren  Teil 
der  Spreite  oder  schieben  sich  keilförmig  in  die  grünen  Gebiete  bis  zum 
Mittelnerven  oder  bis  zur  Spreitenbasis  vor.  Manche  Blattpartieen  er- 
scheinen in  graulichem  Silberglanze.  Andere  Blätter  sind  völlig  weiß  oder 
behalten  auf  der  Spreite  bis  Mitte  Juli  die  jugendliche  Rötung.  An  Größe 
stehen  sie  hinter  gleichaltrigen  grünen  Blättern  erheblich  zurück.  Selten 
bilden  sie  mehr  als  ein  Fiederpaar  aus.  Auch  sind  die  einzelnen  Blättchen 
insofern  von  abnormer  Ausbildung,  als  die  farblosen  Blattliälften  stark 
reduziert  erscheinen.  Die  grüne  Blatthälfte  biegt  die  Mittelrippe  oftmals 
sichelförmig  nach  der  farblosen  Seite.  Bei  weißer  Umrandung  wölbt  sich 
die  Blattfläche  über  den  Rand  aufwärts;  in  den  Gebieten  der  weißen 
Keile  sind  die  Blätter  eingeschnürt.  Häufiger  als  bei  anderen  untersuchten 
Formen  erfolgt  bei  dem  weißbunten  Acer  Negvndo  die  Bildung  grüner 
Triebe  an  bunten  oder  weißblättrigen  Zweigen. 

Die  Querschnitte  haben  sechs  Schichten  wie  bei  normalen  Blättern. 
In  den  farblosen  Gebieten  ähneln  die  Palisaden  den  Zellen  des  Schwamm- 
gewebes. Sämtliche  Schichten  liegen  in  festem  Zusammenhang  miteinander, 
so  daß  die  farblosen  Gebiete  von  erheblich  geringerer  Dicke  sind  als  die 
grünen.  Ein  allmähliches  Nachlassen  in  der  Intensität  der  Grünfärbung 
der  Chlorophyllkörner  auf  der  Grenze  von  grünen  zu  farblosen  Geweben 
kommt  nicht  vor.  Der  Silberglanz  scharf  abgegrenzter  Bezirke  auf  der 
Blattfläche  rührt  her  von  dem  Fehlen  des  Blattgrüns  in  den  Palisaden. 

Stärke  findet  sich  überall  in  den  grünen  Gebieten,  am  meisten  im 
Schwammparenchym.  In  den  Nerven,  die  das  grüne  vom  farblosen  Ge- 
webe trennen,  weist  die  Stärkescheide  nur  auf  der  dem  grünen  Gewebe 
zugewandten  Seite  nach  Jodzusatz  Blaufärbung  auf.  Farblose  Gebiete, 
auch  die  Nerven  derselben  sind  stärkefrei.  Bei  der  Zuckerprobe  ergeben 
sich  in  den  farblosen  Gebieten  größere  Mengen  als  in  den  grünen.  Durch 
den  Gerbstofifniederschlag  werden  die  grünen  Gebiete  kräftiger  gebräunt 
als  die  farblosen.  1  wird  überall  gelbbraun,  6  schwärzlichbraun;  2  —  5 
werden  dunkelbraun  in  grünen  Geweben,  bleiben  in  den  chlorophyllfreien 
dagegen  in  der  Regel  farblos. 

Die  gelbbunte  Form  des  Eschenahorns  weicht  in  der  Art  der  Pana- 
schierung von  der  weißen  nicht  wesentlich  ab.  Hier  finden  sich  gelbum- 
randete Blätter,  solche  mit  gelben  Strichen  und  keilförmigen  Zeichnungen. 
Im  ganzen  scheinen  sie  besser  ernährt  zu  sein  als  die  weißbunten.  Dafür 
spricht  auch  der  Umstand,  daß  die  Chlorophyllkörner  in  den  gelben  Be- 
zirken nicht  farblos,  sondern  hellglänzend  grün  sind,  eine  Färbung,  die  sich 
allerdings  in  den  Kaliumbichromatpräparaten  nicht   erhält.     Stärke   ist  in 


Panaschierung  und  Transplantation.  77 

den   gelben  Gebieten    nicht  nachzuweisen.      Der  Gerbstoffniederschlag  tritt 
in  den  beiderseitigen  Geweben  mit  gleicher  Fcärbung  auf. 

I.  Die  drei  Exemplare  der  ersten  Gruppe  —  weißbunte  Reiser  auf 
grüne  Acer  Negundo  gepfropft  —  stimmten  in  ihrem  Verhalten  bis  zum 
Abschluß  der  Untersuchungen  überein.  Die  bunten  Eeiser  trieben  Sommer 
1903  bunt  aus.  Die  Blätter  der  Unterlagen  nahmen  eine  hellere  Färbung 
an  als  normale,  außerdem  waren  sie  wellig  verbogen.  Dies  wiederholte 
sich  1904  und  1905.  Am  26.  August  1905  waren  die  grünen  Blätter 
hell  grüngelb  gefärbt  und  hatten  ein  scheckiges  Aussehen.  Die  mikro- 
skopische Untersuchung  zeigte,  daß  die  Zellschichten  sämtlich  normal  aus- 
gebildet waren.  Nur  hatten  die  Chlorophyllkörner  in  den  helleren  Partieen 
nicht  mehr  ihre  scharfbegrenzte  Gestalt  und  eine  gelbhchgrüne  Färbung. 
Bei  der  Stärkeprobe  trat  nur  stellenweise  schwache  Blaufärbung  auf.  Die 
Gerbstoffverteilung  war  wie  in  normalen  Blättern.  Die  farblosen  Chloro- 
phyllkörper hatten  in  bunten  Blättern  ein  starkglänzendes  Aussehen.  Der 
Gerbstoffniederschlag  lag  schwachgelb  in  der  oberen  Epidermis  überall, 
dunkler  in  der  unteren,  graugelb  gleichmäßig  im  Mesophyll. 

Die  grünen  Triebe  wurden  bis  1907  in  jedem  Jahre  zurückgeschnitten, 
um  die  bunten  zu  kräftigerem  Austreiben  zu  bringen.  So  wurden  1906 
und  1907  die  bunten  Triebe  kräftiger  als  die  Unterlagen,  behielten  aber 
die  Dreiteilung  ihrer  Blätter  und  ihre  Panaschierung  unverändert  bei. 

Am  7.  Juni  1906  konservierte  grüne  Blätter  waren  schwachgrün  und 
veränderten  sich  durch  die  Injektion  nur  unbedeutend.  Die  Querschnitte 
zeigten  den  für  Negundo  typischen  Bau,  die  Zellen  waren  sämtlich  in 
festem  Verbände  miteinander,  ohne  Intercellularen.  Der  Gerbstoffnieder- 
schlag trat  in  den  Epidermen  spärlich  auf  mit  gelblicher  oder  gelblich- 
brauner Färbung;  im  Mesophyll  war  kein  Niederschlag  wahrzunehmen. 
Die  Jodprobe  ergab  große  Stärkemengen  im  ganzen  Mesophyll.  Auch  das 
Nervenparenchym  führte  fast  in  allen  Zellen  reichlich  Stärkekörner. 

In  bunten  Blättern  verhielten  sich  die  grünen  Partieen  wie  normale 
Blätter.  Die  Palisaden  der  farblosen  waren  wenig  länger  als  breit  und 
schlössen  fest  zusammen.  Der  Gerbstoffniederschlag  lag  gelb-  bis  dunkel- 
braun in  der  oberen  Epidermis,  gelblich  in  der  unteren,  diffus  das  Lumen 
erfüllend,  schwachgelb  in  den  Palisaden.  Die  Nerven  waren  bis  auf  die 
tiefbraun  gefärbte  obere  und  die  graugelbe  untere  Epidermis  ohne  Nieder- 
schlag. Stärke  erfüllte  das  Mesophyll  der  grünen  Gebiete,  sie  fehlte  in 
den  fjirblosen  Gebieten  und  deren  Nerven. 

II.  Am  9.  April  1903  wurden  auf  drei  grüne  Unterlagen  von  A. 
Negundo  gelbbunte  Reiser  gepfropft.  Die  Verbindung  erfolgte  durch  Kopu- 
lieren mit  der  Zunge.  Dem  ersten  Exemplar  wurden  alle  Augen  belassen, 
dem  bunten  Reise  zwei,  da  es  sonst  unbequem  lang  gewesen  wäre.  Ob- 
gleich  am    11.  Mai  1903    alle    Triebe    der   Unterlage   bis    auf   einen,    ein- 


78  Heinricli  Tiinpe. 

gekürzten,  entfernt  wurden,  ging  das  Eeis  ein.  Am  2:2.  Juli  1903  wurden 
mehrere  gelbbunte  Augen  angesetzt.  1904  zeigte  sich,  daß  sie  eingegangen 
waren.  Auf  den  Blättern  der  Unterlage  waren  stellenweise  hellere  Flecken 
zu  sehen,  wie  sie  bei  mangelhafter  Ernährung  aufzutreten  pflegen.  Am 
22.  Februar  1906  wurde  ein  gelbbuntes  Reis  kopuliert  und  ein  Auge  an- 
plattiert. Nach  dem  Austreiben  zeigte  sich,  daß  die  Blätter  der  Unterlage 
grün,  die  der  Reiser  bunt  geworden  waren.  Im  Spätsommer  190G  wurde 
das  Exemplar  ins  freie  Land  gepflanzt.  1907  wuchsen  die  bunten  Reiser 
kräftiger  als  die  grünen  Zweige.  Die  Blätter  der  Unterlage  trugen  mehrere 
Löcher,  waren  wellig  und  kraus,  ihr  Rand  war  eingezogen. 

Bei  dem  zweiten  Exemplar  dieser  Gruppe  wurde  eine  Endgabel  bis 
auf  zwei  Augen  zurückgeschnitten  und,  was  sonst  an  Augen  vorhanden 
war,  entfernt.  Auf  das  eine  Gabelende  wurde  ein  Reis  mit  zwei  Augen 
gesetzt.  Am  11.  Mai  erfolgte  Zurückschneiden  der  grünen  Triebe  an  der 
Unterlage.  Trotzdem  ging  das  bunte  Reis  ein.  Das  Ansetzen  von  gelb- 
bunten Augen  am  22.  Juli  1903  verlief  ebenfalls  resultatlos.  Auch  das 
Kopulieren  eines  bunten  Reises  am  22.  Februar  1900  hatte  keinen  Erfolg. 
Ein  Verwachsen  der  Reiser  mit  der  Unterlage  trat  nicht  ein.  Die  Unter- 
lage selbst  blieb  grün. 

Dem  dritten  Exemplar  wurden  alle  Augen  bis  auf  eins  genommen; 
das  angesetzte  bunte  Reis  hatte  ein  Auge.  Es  ging  trotz  Zurückschneidens 
der  Unterlage  am  11.  Mai  ein.  Dasselbe  war  der  Fall  bei  den  am 
22.  Juli  1903  angesetzten  bunten  Augen.  Am  22.  Februar  1906  wurde 
ein  buntes  Auge  anplattiert.  Dieses  trieb  im  Frühjahr  kräftig  aus. 
Darüber  entwickelte  sich  ein  Trieb  mit  grünen  Blättern.  1907  war  der 
bunte  Trieb  kräftiger  als  der  grüne.  Die  Litensität  der  Grünfärbung  war 
dieselbe  wie  an  normalen  Exemplaren. 

Gruppe  III  enthielt  drei  Exemplare  von  Acer  californicum,  mit  denen 
weißbunte  Negmido -^qi^qt  oder  -Augen  verbunden  wurden.  Gruppe  IV 
desgleichen  mit  gelbbunten  A%t<nrfö-Reisern.  Die  Verbindungen  am  9.  und 
11.  AjDril  1903,  ähnlich  wie  bei  II  ausgeführt,  und  das  Ansetzen  bunter 
Augen  am  22.  Juli  1903  verhefen  resultatlos.  Am  22.  Februar  1906  er- 
folgte bei  sämtlichen  Exemplaren  Anplattieren  bunter  Augen  und  Kopu- 
lieren bunter  Reiser.  Die  meisten  entwickelten  sich  zunächst  im  Warm- 
hause und  später  im  Freien  kräftig.  Sie  behielten  ihre  bunte  Färbung. 
Die  Triebe  der  Unterlagen  waren  grün  und  von  normalen  nicht  zu  unter- 
scheiden. Im  Spätsommer  1906  wurde  von  jeder  Gruppe  ein  Exemplar 
ins  freie  Land  gepflanzt.  Diese  brachten  besonders  üppig  die  grüne 
Unterlage  zur  Entwicklung.  Es  mag  noch  besonders  erwähnt  werden,  daß 
die  nicht  angewachsenen  Reiser  wiederum  dem  gelbbunten  A.  Negimdo  an- 
gehörten. Einige  der  gelbbunten  Augen  waren  angewachsen,  trieben  aber 
trotz  Zurückschneidens  der  Unterlagen  auch  1907  nicht  aus. 


Panaschierung  und  Transplantation.  79 

In  Blättern  der  Gruppe  III  waren'  1906  die  anatomisclien  Verhält- 
nisse, wie  folgt. 

Blätter  der  grünen  Unterlage.  6  (7)  Scliicliten.  1  aus  quergestreckten 
Zellen,  2  aus  säulenförniigen  Zellen,  stellenweise  mit  Lücken,  3  —  5  (6) 
maschig  mit  kleinen  Intercellularen  oder  in  festem  Verbände,  0  (7)  ähn- 
lich den  Zellen  des  Schwammgewebes.  Die  Zellen  waren  im  ganzen 
derber  als  bei  Ä.  Nerpindo.  Chlorophyll  fand  sich  mit  gleicher  Intensität 
der  Färbung  im  ganzen  Blattinnern.  Am  7.  Juni  1906  konserviertes 
Material  hatte  in  1  gelbbraunen  Niederschlag,  in  2 — G  (7)  schwach  grau- 
braunen Inhalt.  Über  den  Nerven  war  die  obere  Epidermis  aufgewulstet 
und  aus  winzigen  isodiametrischen  Zellen  zusammengesetzt,  die  mit  der 
darunterliegenden  kleinzelligen  Schicht  sattbraunen  Niederschlag  führten. 
Das  Nervenparenchym  hatte  zerstreut  liegende  gerbstoiferfüllte  Zellen;  die 
untere  Epidermis  mit  der  hypodermalen  Schicht  war  mit  graugelbem  In- 
halt erfüllt.  Jod  färbte  im  Schwammgewebe  sämtliche  Zellen  tiefblau,  im 
Palisadengewebe  schwachblau  oder  ließ  sie  unverändert.  Im  Schwamm- 
gewebe nahmen  die  Stärkemeugen  in  der  Kichtung  auf  die  Nerven  noch 
zu.  In  den  Nerven  lagen  zerstreute  stärkeführende  Zellen.  Zwischen  dem 
Bündel  und  der  oberen  Epidermis  waren  die  Zellen  mit  Stärkekörnern 
ausgefüllt. 

Blätter  der  bunten  Reiser.  7  Schichten  von  typischer  Bauart.  Das 
Mesophyll  führte  weder  in  den  grünen  noch  in  den  farblosen  Gebieten 
Intercellularräume.  Das  Chlorophyll  fehlte  in  den  farblosen  Gebieten  ent- 
weder überall  oder  in  2  und  G.  Der  Gerbstoffniederschlag  war  in  den 
am  7.  Juni  1906  konservierten  Blättern  gelblich  in  der  oberen  Epidermis, 
graubraun  in  der  unteren,  ohne  erhebliche  Differenzen  in  den  beider- 
seitigen Geweben.  Das  Mesophyll  war  gerbstofffrei.  Über  den  Nerven 
waren  die  Zellen  der  oberen  Epidermis  klein,  rundlich  und  mit  intensiv 
braunem  Niederschlag  erfüllt.  Gefäßbündel  und  Nervenparenchym  waren 
ohne  Gerbstoff.  Jod  färbte  die  vorher  grünen  Gebiete  tiefblau.  Hart  an 
den  Gefäßbündeln  waren  große  Stärkemengen  vorhanden,  in  ihnen  fanden 
sich  spärlich  blaugefärbte  Körnchen. 

Zwei  weißbunte,  buschig  gewachsene,  etwa  acht  Jahre  alte  Topf- 
exemplare wurden  am  22.  Februar  1906  mit  grünen  Reisern  besetzt,  das 
eine  mit  Reisern  von  Äce?'  Negundo,  das  andere  mit  Reisern  von  Acer 
californicum.  Drei  Reiser  wurden  eingespitzt,  drei  Reiser  anplattiert,  ein 
Reis  kopuliert  und  drei  Augen  anplattiert.  Auf  den  Blättern  von 
A.  californicum  war  am  29.  Mai  1905.  keinerlei  Zeichnung  zu  sehen.  Sie 
waren  jedoch  im  ganzen  heller  als  an  normalen  Exemplaren  und  über- 
trafen die  bunten  der  Unterlage  an  Größe.  1907  war  die  Unterlage  locker 
und  durchsichtig  gebaut,  die  grünen  Triebe  hatten  sich  kräftig  entwickelt 
und    trugen   zahlreiche    Blätter    von    freudig   grüner   Farbe.      Das   andere 


80  Heinrich  Timpe. 

Exemplar  bildete,  nocli  während  es  im  Kaltliausc  stand  (19.  April  1906), 
auf  mehreren  grünen  Fiederblättchen  hellere  Flecken  von  der  Größe  eines 
Quadratzentimeters  aus.  An  manchen  Stellen  waren  die  Gebiete  zwischen 
zwei  Seitennerven  hell  gesprenkelt.  Diese  helleren  Stellen  waren  noch 
mehrere  Wochen  lang  bis  in  den  Juni  zu  sehen.  Querschnitte  zeigten,  daß 
dort  die  Blätter  etwas  geringere  Dicke  hatten.  Die  Chlorophyllkörner 
waren  kleiner  als  in  der  Nachbarschaft,  hatten  blassere  Färbung  oder 
erfüllten  krümelig  das  Zellinnere.  Völlig  farblose  Körner  wurden  nicht 
beobachtet.  Gleichalterige  bunte  Blätter  wiesen  in  den  hellgrünen  Ge- 
bieten Chloroplasten  mit  sanftgrüner  Tönung  auf.  Ihre  Form  war 
wie  in  den  grünen  Gebieten.  Später  wurden  diese  hellgrünen  Blattteile 
farblos. 

Nach  der  Konservierung  am  7.  Juni  190G  war  die  Bräunung  in  den 
bunten  und  den  grünen  Blättern  erheblich  tiefer  als  in  den  gleichzeitig 
konservierten  Blättern  der  übrigen  Versuchsobjekte.  Die  Querschnitte  grüner 
Blätter  zeigten  den  normalen  Bau.  Intercellularen  waren  wenig  aus- 
gebildet. Die  Chlorophyllkörper  waren  leuchtend  und  grün  in  den  Palisaden 
und  in  der  obersten  Schicht  des  Schwammgewebes.  In  den  vier  unteren 
Schichten  des  Schwammgewebes  waren  sie  ebenso  gefärbt  bis  auf  ein 
Gebiet,  das  sich  vom  Nerven  nach  der  einen  Seite  durch  etwa  80  Zellen 
erstreckte.  Dort  war  die  Grünfärbung  so  schwach,  daß  die  Chlorophyll- 
körper auf  den  ersten  Blick  farblos  erschienen. 

Intensiv  braun  lag  der  Gerbstoffniederschlag  in  der  oberen  Epidermis, 
gelbbraun  im  Palisadengewebe,  graulich  im  Schwammgewebe,  graugelb  in 
der  unteren  Epidermis  —  gleichmäßig  durch  das  ganze  Mesophyll.  Die 
Palisaden  hatten  geringe  Mengen  von  Stärke,  sehr  dicht  lag  sie  in  der 
obersten  Schicht  des  Schwammgewebes.  Die  übrigen  Schichten  des  Schwamm- 
gewebes hatten  auf  der  einen  Seite  der  Nerven  viel,  auf  der  anderen 
wenig.  Der  Vergleich  mit  den  nicht  tingierten  Schnitten  zeigte,  daß  letztere 
die  schwachgrünen  Bezirke  waren.  Andere  Blattpartieen,  die  nicht  gelblich 
gescheckt  waren,  hatten  den  Gerbstoffniederschlag  intensiv  braun  in  den 
Epidermen,  überall  gleichmäßig,  das  Mesophyll  war  fast  farblos.  Die 
Stärkereaktion  wies  überall  erhebliche  Mengen  nach.  In  bunten  Blättern 
wich  der  anatomische  Bau  und  das  Verhalten  in  bezug  auf  Gerbstoff  und 
Stärke  nicht  von  der  Regel  ab.  Bereits  1906  waren  die  grünen  Triebe 
bedeutend  kräftiger  entwickelt  als  die  bunten.  Noch  mehr  dominierten  sie 
1907,  nachdem  im  Spätsommer  1906  das  Exemplar  ins  Freie  gepflanzt 
worden  war.     Gelbgrüne  Sprenkelung  trat  nicht  wieder  auf. 

Ein  Exemplar  fällt  scheinbar  aus  der  Reihe  heraus.  Es  ist  dies  ein 
grünes  Exemplar  von  Acer  Negundo,  auf  das  am  22.  Februar  1906  ein 
„buntes"  Reis  durch  Einspitzen  gebracht  wurde.  Das  Reis  trieb  1906 
grün  aus,  ebenfalls  1 907.    Da  es  von  einem  bunten  Exemplar  zur  Winters- 


Panaschierung-  und  Transplantation.  gi 

zeit  genommen  wurde,    ist    es   nicht  unmöglich,    daß    es    von    einem   in  die 
grüne  Färbung  zurückgeschLagenen  Zweige  stammt. 

Für  Acer  Negunclo  ergibt  sich  demnach,  daß  in  dem  auf  die  Ver- 
bindung folgenden  Sommer  die  BLätter  der  grünen  Unterlagen  etwas  heller 
gefärbt  und  wellig  verbogen  sind.  Ende  August  beginnt  in  ihnen  bereits 
die  herbsthche  Verfärbung  mit  gelblicher  Sprenkelung  der  Spreite.  Der 
Gerbstoff  ist  wie  in  normalen  verteilt;  in  bunten  tritt  überall  gleich  viel 
auf.  In  späteren  Sommern  sind  die  Blätter  der  Unterlagen  freudig  grün, 
die  der  Reiser  bunt.  Wachsen  gelbbunte  Reiser  nicht  an,  so  zeigen  sich 
ähnhch  wie  vorhin  auf  den  grünen  Blättern  hellere  Flecken.  Bei  Ver- 
heilung  derselben  mit  der  Unterlage  treibt  sie  freudig  grün  aus.  Wird 
Acer  californivinn  als  Unterlage  benutzt,  so  erfolgt  bei  gelbbunten  Reisern 
nur  selten  die  Verwachsung,  bei  weißbunten  sind  die  Blätter  der  Unter- 
lagen von  normalen  nicht  zu  unterscheiden.  Acer  californicum,  auf  weiß- 
bunten Acer  Negundo  gesetzt,  treibt  im  ersten  Jahre  hellgrün  und  groß- 
blättrig aus,  im  zweiten  Jahre  freudig  grün.  Grüner  Acer  Negundo  auf 
weißbuntem  Negundo  entwickelt  im  ersten  Sommer  bis  Ende  Juni  hellere 
Flecken  zwischen  den  Seitennerven  auf  grüner  Spreite.  In  diesen  Flecken 
ist  der  Blattquerschnitt  von  geringerer  Dicke,  die  Chlorophyllkörner  sind 
kleiner,  blaß  und  krümelig,  während  die  Chloroplasten  der  bunten  Blätter 
in  den  später  farblosen  Gebieten  hellgrün  und  von  der  Beschaffenheit  der 
grünen  sind.  Keine  Differenzen  zeigen  sich  dort  in  der  Gerbstoffver- 
teilung. Im  ganzen  findet  sich  allerdings  mehr  Gerbstoff  in  den  hellge- 
fleckten als  in  rein  grünen  Blättern.  Diese  Flecken  traten  1907 
nirgends  wieder  auf.  Sie  sind  als  Anzeichen  mangelhafter  Ernährung 
anzusehen.  Partielle  Unterernährung  im  ersten  Sommer  nach  der  Ver- 
bindung ist  also  auch  bei  Acer  Negundo  in  der  Hauptsache  die  Wirkung  der 
Pfropfungen. 

Aesculus  Hippocastaimm, 

Die  zum  Pfropfen  verwendeten  bunten  Triebe  wurden  einem  mächtigen, 
grünblättrigen  Baume  aus  der  Waldpartie  des  Hamburger  Botanischen 
Gartens  entnommen.  Dieser  bildet  alljährlich  an  einigen  starken  Asten 
Blätter  aus,  deren  Oberfläche  halb  grün,  halb  weiß  sind  oder  weiße,  in  der 
Richtung  der  Seitennerven  verlaufende  Streifen  tragen.  Mehrere  Zweige 
haben  völhg  farblose  Blätter  von  etwa  der  halben  Größe  der  grünen,  die 
sich  bis  in  den  Spätsommer  an  den  Stielen  halten,  demnach  wäre  die 
Form  als  Aesculus  Hippocastanum  f.  foliis  argenfeo  -  variegatis  zu 
charakterisieren. 

Mit  vier  grünen  und  vier  bunten  dreijährigen  Topfexemplaren  wurden 
im  Sommer   1903  die  Versuche  begonnen. 

Die  normalen  Bäumchen  trugen  tiefgrüne,  siebenfingerige  Blätter  und 


82  Heinrich  Timpe. 

waren  unverzweigt.  Die  Blattquerschnitte  zeigten  Zellen  von  derbwandiger 
großlumiger  Beschaffenheit.  Die  obere  Epidermis  bildeten  flachgestreckte 
Zellen,  die  Palisaden  waren  lang,  zylindrisch  und  in  festem  Zusammenhang, 
die  drei  Schichten  des  Schwammgewebes  lagen  locker,  die  untere  Epidermis 
war  kleinzellig.  Die  Zellen  des  Palisadenparenchyms  zogen  sich  etwas 
verkürzt  über  die  Nerven  hin ;  über  ihnen  waren  zwei  Zellen  chlorophyllfrei. 
Auf  die  obere  Epidermis  über  den  Nerven  folgten  drei  Schichten  kollen- 
chymatischer  Zellen,  von  denen  die  beiden  oberen  Chlorophyll  führten. 
Die  untere  Epidermis  begleiteten  dort  1 — 2  Schichten  koUenchymatischer 
Zellen.  Sämtliche  Teile  der  Gefäßbündel  waren  graubraun.  Vereinzelte 
Zellen  des  Nervenparenchyms  führten  grüne  Chlorophyllkörner. 

Nach  Jodzusatz  färbten  sich  die  Palisaden  schwarzblau,  die  Zellen  des 
Schwammgewebes  kräftig  blau.  Die  chlorophyllführenden  Zellen  der  Nerven 
nahmen  ebenfalls  blaue  Färbung  an. 

Die  Zuckerprobe  ergab  beträchtliche  Mengen  des  Oxyduls  im  ganzen 
Mesophyll  und  in  den  Nerven. 

Der  Gerbstoffniederschlag  lag  in  der  oberen  Epidermis  mit  gelbbrauner 
Färbung,  in  den  Palisaden  gelbbraun  bis  schwarzbraun  als  zusammen- 
geballte Massen,  im  Schwammgewebe  graubraun,  ähnlich  in  der  unteren 
Epidermis. 

In  den  farblosen  Bezirken  der  bunten  Blätter  waren  die  Palisaden 
ebenso  hoch  wie  breit,  die  Zellen  des  Schwammgewebes  schlössen,  nur 
stellenweise  durch  enge  Intercellularen  getrennt,  aneinander.  Oberflächhch 
graugrün  erscheinenden  Stellen  fehlte  das  Chlorophyll  in  den  Palisaden. 
War  die  Blattunterseite  weißlich,  dann  waren  die  Schichten  5  oder  4  und  5 
chlorophyllfrei.  Völlig  weiße  Blätter  stimmten  anatomisch  mit  den  weißen 
Teilen  bunter  Blätter  überein.  Im  ganzen  waren  sie  zarter  gebaut  und 
zerrissen  leicht  beim  Schneiden. 

Jodzusatz  bewirkte  schwarzblaue  Färbung  der  Palisaden  und  lebhaft 
blaue  Färbung  des  Schwammgewebes  in  den  grünen  Gebieten.  Die  farb- 
losen Teile  und  weißen  Blätter  zeigten  nirgends  Blaufärbung,  auch  nicht 
in  den  Nerven. 

Zucker  war  im  ganzen  wenig  im  Mesophyll  der  grünen  Gebiete,  etwas 
mehr  in  den  Nerven,  schwache  Spuren  zeigten  sich  in  den  farblosen  Ge- 
bieten und  in  den  weißen  Blättern. 

Der  Gerbstoffniederschlag  war  in  den  grünen  Gebieten  gelbbraun  in 
der  oberen  Epidermis,  schmutzig-schwarzbraun  und  von  krümeliger  Be- 
schaffenheit im  Pahsadenparenchym,  graubraun  in  den  meisten  Zellen  des 
Schwammgewebes,  trübbraun  in  der  unteren  Epidermis.  Die  Verteilung 
in  farblosen  Gebieten  war  in  der  Regel  die  gleiche  wie  in  grünen.  An 
manchen  Stellen  fand  sich  die  obere  Epidermis  stärker  gebräunt.  Weiße 
Blätter  hatten  in  der  oberen  Epidermis  dunkelbraune  körnige  Massen,   im 


Panaschierung  und  Transplantation.  83 

Palisadengewebe  hin  und  wieder  mattgelben  Inhalt,  im  Schwammparenchym 
stellenweise  graubraune  Körnchen;  die  untere  Ej)idermis  führte  graubraune 
gekörnte  Massen. 

I.  Ein  bunter  Zweig  wurde  zuerst  am  20.  Juni  1903  mit  einer  grünen 
Unterlage  kollateriert.  Die  Verheilung  trat  nicht  ein.  Erneuert  wurde 
das  Kollaterieren  am  20.  Juni  1904.  Der  bunte  Trieb  entwickelte  sich 
1905  kräftig  und  trug  am  20.  Mai  vier  große  bunte  Blätter  und  in  der 
Mitte  ein  kleines,  das  hellgrün  war.  Die  grünen  Blätter  der  Unterlage 
waren  schwächlich  entwickelt,  nach  oben  und  unten  verbogen,  hellgrün  mit 
zahlreichen  gelblichgrünen  Flecken,  eine  Zeichnung,  wie  sie  in  der  Eegel 
bei  mangelhaft  ernährten  Pflanzen  auftritt.  Am  auffallendsten  zeigten  die 
nach  dem  Innern  stehenden  Blätter  dieses  Aussehen.  Die  beiden  kräftigsten 
Blätter  wurden  entfernt.  Das  größte  der  vier  bunten  Blätter  war  am 
2G.  August  grün,  die  übrigen  begannen  abzusterben. 

Sommer  190G  waren  die  bunten  Triebe  kräftig  entwickelt.  Seitlich 
waren  einige  Triebe  hervorgekommen,  deren  Blätter  keine  Spur  von  Pana- 
schierung aufwiesen.  Außerdem  trugen  mehrere  bunte  Blätter  einzelne 
reingrüne  Blättchen.    Die  Blätter  der  Unterlage  hatten  sattgrüne  Färbung. 

II.  Grüne  Unterlage  mit  bunten  Reisern  am  20.  Juni  1904  durch 
Kollaterieren  verbunden.  Ende  Mai  1905  hatte  ein  buntes  Reis  vier  bunte 
und  ein  fast  völlig  weißes  Blatt  ausgebildet.  Die  grünen  Triebe  waren 
kräftig  entwickelt  und  hatten  nur  wenige  hellere  Flecken  auf  den  Blättern. 
Ein  grüner  Trieb  wurde  bis  auf  zwei  Augen  seiner  Blätter  beraubt,  die 
anderen  wurden  zurückgeschnitten. 

Am  7.  JuH  waren  die  beiden  Augen  ausgetrieben.  Sie  trugen  hell- 
grüne Blättchen.  Ein  höherstehender  grüner  Trieb  zeigte  an  einigen 
Blättern  den  Seitennerven  parallel  laufende,  '/2  cm  breite,  hellere  Striche. 
Diese  Striche  zogen  sich  auf  den  Seiten  der  Nerven  hin,  die  der  Blattbasis 
zugekehrt  waren.  Schnitte  durch  Partieen  zu  beiden  Seiten  dieser  Nerven 
zeigten  auf  der  einen  Seite  normalen  Bau  des  Mesophylls  und  dunkelgrün 
gefärbte  Chlorophyllkörner,  auf  der  anderen  etwas  geringere  Dicke  des 
Blattes,  im  übrigen  den  gleichen  Bau  der  Zellen ;  die  Färbung  des  Chloro- 
phylls war  hellgrün.  Wo  kleinere  Nerven  sich  durch  das  Blattfleisch  zogen, 
war  die  Spreite  deutlich  eingeschnürt.  Der  Holzteil  der  größeren  Nerven 
war  gebräunt,  ebenfalls  zeigte  sich  Bräunung  in  den  Kollenchymschichten. 
Am  19.  August  waren  die  Chlorophyllkörper  in  den  hellgrünen  Strichen 
ziemhch  desorganisiert,  in  den  dunkelgrünen  hatten  sie  noch  ihre  ursj)rüng- 
liche  Form. 

Die  hellere  Streifung  in  der  Richtung  der  Seitennerven  trat  1906  auf 
allen  grünen  Blättern  der  Unterlage  auf.  Der  Gerbstoffniederschlag  war 
in  den  am  7.  Juni  1906  konservierten  Blättern  in  gleicher  Verteilung  wie 
in  normalen,    besonders    groß    waren    die    Mengen    im  Mesophyll    in    der 


g4  Heinrich  Timpe. 

Nachbarschaft  der  Nerven.  Die  vorgefundenen  Stärkemengen  waren  gering, 
das  Schwammgewebe  führte  sehr  wenig,  die  Nerven  waren  stärkefrei.  In 
bunten  Blättern  Aviesen  die  grünen  Bezirke  das  bei  Aesculus  gewöhnhche 
satte  Grün  auf. 

Am  25.  Mai  1907  standen  an  den  bunten  Trieben  zur  Hälfte  farb- 
lose, zur  Hälfte  rein  grüne  Blätter.  Die  grünen  Triebe  hatten  Blätter  von 
rein  grüner  Färbung  ausgebildet.  Sie  wucherten  so  stark,  daß  sie  zurück- 
geschnitten werden  mußten,  um  den  bunten  Luft  und  Licht  zu  schaffen. 

HL  Am  20.  Juni  1904  wurde  ein  buntes  Reis  mit  einer  grünen 
LTnterlage  kollateriert.  Ln  nächsten  Jahre  trieb  das  Reis  bunt  aus.  Unter- 
halb der  Lisertionsstelle  entwickelte  sich  ein  Trieb  mit  mattgrünen 
Blättchen;  deren  Unterseiten  weißlich  gefärbt  waren.  Die  Palisaden  dieser 
Blätter  führten  Chlorophyllkörner  mit  ziemlich  intensiver  Grünfärbung. 
Das  Schwammgewebe  war  vom  farblosen  kaum  zu  unterscheiden.  Die 
Stärkereaktion  verlief  in  den  meisten  Schnitten  negativ.  Proben  von 
anderen  Blattstellen  gaben  im  Palisadengewebe  schwache,  aber  deutliche 
Blaufärbung;  im  Schwammgewebe  fanden  sich  nur  Spuren.  Im  Laufe  des 
Sommers  nahmen  die  Blättchen  nur  wenig  an  Größe  zu,  es  erfolgte  jedoch 
lebhaftes  Ergrünen  auf  beiden  Seiten.  Die  übrigen  Blätter  der  Unterlage 
hatten  einen  gelblichen  Schein,  der  von  der  helleren  P'ärbung  des  Chloro- 
phylls überall  und  von  gelblichen  kleinen  Flecken,  die  über  die  ganze 
Spreite  zerstreut  waren,  herrührte.  An  dem  bunten  Reise  hatten  sich 
Blätter  mit  weißer  Streifung  und  völlig  weißen  Hälften  ausgebildet.  Eine 
am  10.  Juli  1906  ausgeführte  Prüfung  auf  reduzierenden  Zucker  ergab  in 
den  Blättern  der  grünen  Unterlage  überall  beträchtliche  Mengen.  Die 
Blätter  des  bunten  Reises  hatten  wenig  im  Mesophyll  der  grünen  Gebiete, 
erheblich  mehr  in  den  Nerven.  Das  farblose  Mesophyll  hatte  keinen 
Zucker,  dort  fanden  sich  nur  in  den  Nerven  spärliche  Körnchen  des  rot- 
braunen Oxyduls. 

IV.  Die  am  12.  Juli  und  20.  August  1905  an  eine  grüne  Unterlage 
angesetzten  bunten  Augen  starben  ab.  Am  22.  Februar  1906  wurden 
drei  Triebe,  die  in  den  vorhergehenden  Jahren  farblose  Blätter  gebildet 
hatten,  angesetzt.  Die  Unterlage  trieb  1906  und  1907  grün  aus,  die  drei 
Reiser  entwickelten  farblose  Blättchen  von  etwa  5  cm  Länge,  die  sich  bis 
in  den  Spätsommer  an  den  Zweigen  hielten. 

Die  grünen  Blätter  hatten  6 — 7  Schichten.  1  obere  Epidermis,  aus 
nach  oben  gewölbten  Zellen  bestehend,  2  Palisaden,  zylindrisch,  nach  unten 
sich  wenig  verjüngend,  fest  mit  der  Epidermis  und  dem  Schwammgewebe 
verbimden,  3 — 5  (6)  weitmaschiges  Schwammparenchym,  6  (7)  untere 
Epidermis  aus  ungleich  großen  Zellen  zusammengesetzt. 

Der  Gerbstoffniederschlag  färbte  das  Blatt  lederbraun.  In  1  war  es  mit 
sattbrauner  Färbung  an  der  Außenwand  gelagert,  die  Zellen  scharf  kontu- 


Panascliierung  und  Transplantation.  85 

rierend.  3  erfüllte  er  mit  lockeren  dunkelbraunen  Massen,  die  die  Chloro- 
phyllkörner nicht  selten  verdeckten.  3 — 5  hatten  etwa  in  der  Hälfte  der 
Zellen  schwamm  artigen  Niederschlag.  Die  untere  Epidermis  führte  den 
Niederschlag  in  Form  von  Kugeln  mit  glänzendbrauner  Färbung  oder  hatte 
ihn  als  äußeren  Wandbelag.  In  den  Nerven  war  die  untere  Epidermis  mit 
der  ihr  benachbarten  kollenchymatischen  Schicht  schwärzlichbraun,  das 
Grundgewebe  bis  auf  zerstreute  dunkelbraune  Zellen  ohne  Niederschlag. 
Um  die  Sklerenchymscheide  des  Bündels  lag  ein  mehrfach  unterbrochener 
Kranz  von  gerbstoffführenden  Zellen.  Zahlreiche  mit  intensivbraunem  Nieder- 
schlag erfüllte  Zellen  fanden  sich  zwischen  den  Gefäßen  des  Bündels. 
Palisaden  und  obere  Epidermis  waren  in  der  Nachbarschaft  der  Nerven 
schwarzbraun  gefärbt. 

Die  Stärkereaktion  ergab  beträchthche  Mengen  im  Pahsadengewebe, 
geringe  im  Schwammgewebe.  In  der  Nachbarschaft  der  Nerven,  wo  im 
Mesophyll  der  Gerbstoffniederschlag  mit  sehr  intensiver  Färbung  auftrat, 
war  wenig  Stärke  abgelagert.     Die  Nerven  waren  stärkefrei. 

In  den  weißen  Blättern  w^aren  die  Palisaden  kurz,  die  Zellen  des 
Schwammgewebes  schwächlich  entwickelt  und  nur  stellenweise  durch  enge 
Intercellularen  getrennt.  Der  Gerbstoffiiiederschlag  erfüllte  in  der  oberen 
Epidermis  gelbbraun  das  ganze  Zelllumen,  färbte  die  Palisaden  sattbraun, 
graubraun  etwa  die  Hälfte  der  Zellen  des  Schwammgewebes,  gelbbraun 
die  aus  kleinen  gleichgroßen  Zellen  bestehende  untere  Epidermis. 

Die  Stärkereaktion   verlief  im  Mesophyll   und  in  den  Nerven  negativ. 

Die  umgekehrte  Verbindung  —  grün  auf  bunt  —  erfolgte  wiederholt, 
jedoch  ohne  Erfolg.  Erst  die  am  12.  Juli  1905  okulierten  grünen  Augen 
und  Ende  Juni  1905  durch  Kollaterieren  verbundenen  Reiser  verwuchsen 
mit  den  bunten  Unterlagen.  Das  Austreiben  der  Reiser  geschah  190G  und 
lieferte  zunächst  kümmerliche  grüne  Triel)e.  Sie  kräftigten  sich  zusehends 
im  Laufe  des  Sommers,  behielten  aber  die  hellgrün-dunkelgrüne  Bänderung 
parallel  zu  den  Seitennerven,  wie  sie  bei  den  Blättern  der  grünen  Unter- 
lagen in  der  ersten  Versuchsreihe   „bunt  auf  grün"  aufgetreten  war. 

Auf  ein  buntes  Exemplar  war  ein  grüner  Trieb  als  Kopf  gesetzt 
worden.  Die  Blätter  dieses  Triebes  entfalteten  sich  hellgrün  und  behielten 
während  des  Sommers  190G  und  1907  ihre  lichtgrüne  Färbung.  Die 
bunten  Unterlagen  bildeten  Blätter  von  derselben  Größe  und  Panaschierung 
aus  wie  vor  der  Pfropfung  der  grünen  Reiser.  Im  Sommer  1907  trat  auf 
den  grünen  Blättern  wiederum  die  erwähnte  Bänderung  auf.  Im  Juli 
schrumpften  die  hellgrünen  Striche  und  trockneten  ein,  so  daß  die  Mehr- 
zahl der  Blätter  eine  grün  und  braune,  gerippte  Oberfläche  erhielt. 

Bei  Aesmhis  treten  also  in  dem  der  Verbindung  folgenden  Sommer 
auf  den  Blättern  grüner  Unterlagen  oder  grüner  Reiser  gelblichgrüne 
Flecken    auf.       Häufiger   jedoch    erscheinen    hellgrüne    Streifen,    die    den 


86  Heinrich  Tinipe. 

Seitennerven  parallel  laufen.  An  diesen  Stellen  ist  das  Blatt  von  nor- 
malem Bau,  nur  etwas  dünner  als  auf  der  übrigen  Spreite,  die  Chloro- 
pliyllkörner  gehen  bereits  frühzeitig  zugrunde.  Saftgrün  wie  bei  normalen 
Blättern  ist  die  Spreite  nie  gefärbt;  sie  hat  in  der  Regel  lichtgrüne  Fär- 
bung. Ein  selteneres  Vorkommen  ist  es,  daß  das  Schwammgewebe  nach 
der  Laubentfaltung  zunächst  wie  in  farblosen  Blattteilen  des  Chlorophylls 
ermangelt,  wodurch  die  Blattunterseiten  ein  weißes  Aussehen  erhalten. 
Im  Laufe  des  Sommers  tritt  allmählich  Ergrünen  ein.  Die  hell-dunkel- 
grüne Bänderung  verschwindet  bei  den  grünen  Unterlagen  im  Laufe  der 
Jahre  nach  und  nach  und  ist  1907  nicht  mehr  wahrzunehmen.  Bei 
grünen  Reisern  auf  bunten  Unterlagen  erhält  sie  sich  bis  zuletzt.  Der 
Vergleich  mit  unzureichend  ernährten  Pflanzen  zeigt,  daß  die  Bänderung 
als  Wirkung  mangelhafter  Stoffzufuhr  anzusehen  ist.  Die  grünen  Unter- 
lagen erholen  sich  allmählich,  während  die  grünen  Reiser  andauernd  auf 
die  bunten  Grundstöcke  angewiesen  sind. 


Weigelia  japonica. 

Die  Blätter  der  normalen  Exemplare  sind  breit-lanzettlich,  lang  zu- 
gespitzt, von  rauher  Oberfläche  und  von  tiefliegenden  Adern  durchzogen, 
auf  der  Oberseite  gelblichgrün,  auf  der  Unterseite  graulich  und  von  einem 
Filze  bedeckt.  Von  ähnlicher  Form  und  Beschaffenheit  sind  die  Blätter 
der  bunten  Exemplare,  die  von  einem  gelben,  unregelmäßig  verlaufenden 
Rande  eingefaßt  sind.  Sie  erreichen  jedoch  selten  die  Größe  normaler 
Blätter.  Ziemlich  früh  tritt  in  dem  gelben  Rande  Rotfärbung  auf.  Anfang 
September  haben  die  grünen  Partieen  einen  rötlichen  Anflug,  die  Um- 
randung ist  intensiv  rot.  Von  der  Spitze  der  Spreite  bis  zur  Basis  nimmt 
die  Lebhaftigkeit  der  Rotfärbung  allmählich  ab. 

Grüne  Blätter  haben  8  (10)  Schichten.  1  obere  Epidermis,  aus 
relativ  großen  elliptischen,  quergestreckten  Zellen  gebildet,  2  schlanke 
Säulenzellen,  dicht  gelagert,  3 — 5  von  palisadenähnlichem  Bau,  mit 
kleinen  Intercellularen,  6 — 7  (9)  aus  sternartigen  Zellen  zusammengesetztes 
Schwammparenchym,  von  großen  intercellularen  Räumen  durchzogen,  8  (10) 
untere  Epidermis,  deren  Zellen  perlschnurartig  aneinander  gereiht  sind. 
Wo  kleinere  Nerven  das  Blatt  durchziehen,  erscheint  es  stark  ein- 
geschnürt. 

Auf  Jod  reagieren  kräftig  die  Schichten  2 — 5  bis  hart  an  das  Gefäß- 
bündel der  Nerven;  schwache  Bläuung  zeigt  sich  in  G — 9.  Mäßige  Mengen 
von  Stärke  hegen  im  Grundgewebe  der  Nerven,  eine  Stärkescheide  ist  nicht 
zu  erkennen. 

Der  Gerbstoffniederschlag  liegt  mit  goldbrauner  Färbung  in  der  oberen 
Epidermis.     Lebhaft  gelb  färbt  er    sämtliche  Zellen    des  Palisadengewebes, 


Panaschierung  und  Transplantation.  87 

einzelne  dunkelbraun.  Das  Schwammgewebe  führt  graulichen  Inhalt,  die 
untere  Epidermis  gelbliche  Tropfen.  Die  Gefäßbündel  werden  von  zwei 
Schichten  gerbstofführender  Zellen  umgeben. 

Die  bunten  Blätter  haben  ebenfalls  8 — 10  Schichten.  In  grünen 
Gebieten  besteht  die  obere  Epidermis  aus  großen,  rechteckigen  Zellen. 
Die  Palisaden,  Schicht  2  oder  2 — 3,  sind  von  sehr  ungleicher  Länge 
und  fest  verbunden.  Das  Schwammgewebe,  3—7  oder  4 — 9,  ist  von 
maschenartigem  Aufbau  und  aus  sternartigen  Zellen  gebildet.  8  (10)  klein- 
zellige untere  Ei)idermis.  Die  Blattquerschnitte  sind  in  den  chlorophyll- 
freien  Gebieten  erheblich  dünner.  Dort  sind  die  Zellen  der  oberen  Epidermis 
quadratisch.  Die  Palisaden  sind  stark  verkürzt,  fast  isodiametrisch. 
Die  Zellen  des  SchwammgeAvebes  liegen  eng  aneinander.  Einige  derselben 
führen  diffus  verteilten  roten  Farbstoff. 

Jod  bewirkt  intensive  Blaufärbung  im  grünen  Schwammgewebe.  Die 
grünen  Palisaden  werden  schwach  gebläut.  Hin  und  wieder  treten  auch 
in  den  Epidermen  blaugefärljte  Körnchen  auf,  unterschiedslos  auf  der 
ganzen  Spreite.     Das  farblose  Mesophyll  ist  stärkefrei. 

Der  Gerbstoft'iiiederschlag  bräunt  die  obere  Epidermis  und  die 
Palisaden.  Das  Schwammgewebe  bleibt  fast  farblos.  Die  untere  Epidermis 
wird  intensiv  gelb  gefärbt.  Die  Intensität  der  Färbung  in  den  chlorophyll- 
freien Gebieten  übertrifft  die  in  den  grünen. 

Ältere  Blätter  haben  (9.  Sei)tcmber  1905)  in  den  grünen  Gebieten  hin 
und  wieder  im  Palisadengewebe  Zellen,  die  mit  rotem  Farbstoff  erfüllt  sind. 
In  den  chlorophyllfreien  Gebieten  findet  sich  der  rote  Farbstoff  in  der 
Mehrzahl  der  Zellen  des  Palisadengewebes.  Ziemlich  häufig  tritt  er  auch 
in  verschiedenen  Schichten  des  Schwammgewebes  auf.  In  den  Grenzgebieten 
zwischen  den  grünen  und  chlorophyllfreien  Geweben  häufen  sich  allmählich 
im  ganzen  Mesophyll  die  farbstoffführenden  Zellen. 

Am  11.  April  1903  wurden  an  drei  grünen  und  drei  bunten  Topf- 
exemplaren die  Pfropfungen  ausgeführt.  Die  Reiser  wurden  seitlich 
angesetzt.  Eine  Verheilung  derselben  mit  den  Unterlagen  trat  nicht  ein. 
Die  in  den  Sommern  1903,  1904  und  1905  vorgenommenen  OkuHerungen 
verHefen  gleichfalls  resultatlos,  während  sich  die  Unterlagen  kräftig  ent- 
wickelten. 

Am  22.  Februar  1906  wurden  an  das  erste  grüne  Exemplar  zwei 
bunte  Reiser  trianguliert;  bei  dem  zweiten  wurde  ein  Reis  trianguhert 
und  eins  eingespitzt,  bei  dem  dritten  wurden  drei  Reiser  trianguliert. 
Die  Mehrzahl  der  Reiser  wuchs  an.  Mit  dem  ersten  bunten  Exemplar 
wurde  ein  grünes  Reis  durch  Kopulation  und  ein  anderes  durch  Trian- 
gulation verbunden.  Das  erste  Reis  trieb  bald  nachher  aus,  das  zweite 
Ende  Mai.  An  das  zweite  bunte  Exemplar  wurden  zwei  Reiser  anplattiert 
und  zwei  Reiser  trianguliert.     Das  dritte  bunte  Exemplar  war  eingegangen. 

s 


88  Heinrich  Timpe. 

Im  Sommer  1906  und  1907  trieben  die  grünen  Unterlagen  grün  aus 
und  ihre  Reiser  bunt.  Die  Intensität  in  der  Färbung  des  Grüns  war 
dieselbe  wie  bei  grünen  und  bunten  Vergleichsexemplaren,  Die  bunten 
Unterlagen  bildeten  in  beiden  Jahren  bunte  Blätter  aus.  Die  grünen 
Blätter  der  Reiser  waren  blaß  hellgrün  und  hatten  ein  kränkliches  Aus- 
sehen. Das  Auspflanzen  eines  grünbunten  und  eines  buntgrünen  Exemplars 
im  Spätsommer  1906  hatte  1907  außer  üppigerem  Wachstum  keine  Ver- 
änderungen zur  Folge. 

Die  Blätter  einer  grünen  Unterlage  bestanden  190G  und  1907  aus 
8 — 10  Schichten.  Je  eine  der  großen  elliptischen  Zellen  zog  sich  über 
4 — 7  Palisadenzellen  hin.  Die  Palisaden  waren  sehr  schlank,  zylindrisch 
und  schlössen  lückenlos  aneinander.  Das  Schwammgewebe  bestand  aus 
5 — 7  Schichten,  deren  drei  obere  von  palisadenartigem  Bau  waren  und  in 
ziemlich  festem  Verbände  lagen.  Die  unteren  Schieliten  bildeten  ein  von 
großen  Intercellularräumen  durchzogenes  Gewebe.  Die  Zellen  der  unteren 
Epidermis  waren  isodiametrisch. 

Vereinzelte  Stärkekörnchen  lagen  im  Grundgewebe  der  Nerven, 
Größere  Mengen  traten  im  Palisadengewebe  und  in  den  drei  darauf 
folgenden  Schichten  auf  bis  nahe  an  das  Gefäßbündel,  woselbst  sich  nur 
Bräunung  durch  den  Gerbstoffniederschlag  zeigte.  Die  lockeren  Schichten 
des  Schwammgewebes  waren  arm  an  Stärke. 

In  dem  am  7.  Juni  1906  konservierten  Material  lag  in  1  überall 
goldbrauner  Niederschlag.  Mit  lebhaft  gelber  Färbung  erfüllte  er  sämtliche 
Zellen  des  Palisadengewebes,  außerdem  zerstreut  liegende  Zellen  desselben 
mit  dunkelbraunem  Niederschlag.  Graulich  lag  er  im  Zellsafte  des  Schwamm- 
gewebes, intensiv  gelb  in  der  unteren  Epidermis.  Ein  doppelter  Ring  von 
dunkelbraun  gefärbten  Zellen  umgab  die  Gefäßbündel. 

Die  Blätter  von  dem  bunten  Reise  desselben  Versuchsobjektes  hatten 
in  den  grünen  Gebieten  denselben  Bau  wie  normale  Blätter.  In  den  farb- 
losen Randteilen  waren  die  Palisaden  fast  isodiametrisch,  die  Intercellularen 
im  Schwammgewebe  sehr  klein.  Stärke  fand  sich  nur  in  den  Palisaden 
und  den  pahsadenähnlichen  Schichten  der  grünen  Gebiete.  Der  Gerbstoff- 
niederschlag trat  in  den  farblosen  Gebieten  mit  intensiverer  Färbung  auf 
als  in  den  grünen.  Dunkelbraun  war  der  Niederschlag  in  der  oberen 
Epidermis  und  in  den  Palisaden.  Das  Schwammgewebe  führte  matt- 
graulichen, die  untere  Epidermis  intensiv  gelben  Inhalt, 

Der  Befund  in  den  Blättern  bunter  Unterlagen  und  grüner  Reiser 
war  dem  geschilderten  ganz  analog. 

Die  Verwachsung  der  Reiser  mit  den  Unterlagen  ist  demnach  bei 
Weigelia  nicht  leicht  zu  bewerkstelligen.  Ist  sie  erfolgt,  dann  treiben  die 
bunten  Reiser  kräftig  aus,  die  grünen  Unterlagen  erleiden  keine  Schädigung 
ihrer  Entwicklung.     Die  Nuance  des  Grüns   ist   dieselbe   wie  bei  normalen 


Panaschierung  und  Transplantation.  89 

Exemplaren.  Grüne  Reiser,  auf  bunte  Unterlagen  gebracht,  bilden  blaß 
hellgrüne,  kränkelnde  Blätter  aus.  Von  einer  Panaschierung  allerdings 
zeigt  sich  in  ihnen  keine  Spur. 

Coriius  mas. 

Die  eirunden,  lang  zugespitzten  Blätter  des  normalen  Hartriegels  sind 
glänzend  grün  und  werden  im  Herbste  rötlich.  Die  verwendete  bunte 
Form  trägt  glänzend  grüne  Blätter  mit  gelben  Rändern,  die  im  Hoch- 
sommer kirschrote  Farbe  annehmen.  Die  bunten  Ränder  trocknen  in 
begrenzten  Bezirken  frühzeitig  ein.  Sie  ist  näherhin  als  Cornus  mas  f. 
Anreo-elegaiifissima  zu  bezeichnen. 

Das  normale  Blatt  hat  7  Schichten,  die  locker  gelagert  sind.  Die 
Zellen  der  oberen  Epidermis  (1)  sind  relativ  groß,  isodiametrisch,  die 
Palisaden  (2)  sind  kurz  und  gedrungen,  in  festem  Verbände,  das  Schwamm- 
gewebe (3  —  0)  zeigt  ein  maschenartiges  Gefüge,  die  Zellen  der  unteren 
Epidermis  (7)  sind  schmal  und  gestreckt.  Wenn  auch  mit  freiem  Auge 
keine  Rotfärbung  zu  erkennen  ist,  sind  die  Zellwände  der  beiden  Epidermen 
in  manchen  Schnitten  schwachrosa  gefärbt,  ebenso  das  Kollenchym  der 
Nerven.     Die  Chlorophyllkörner  sind  leuchtend  grün. 

Stärke  tritt  im  ganzen  Mesophyll  auf.  Nach  Jodzusatz  linden  sich 
auch  Konkretionen  mit  brauner  Färbung  zahlreich  in  der  oberen  Epidermis. 

Nach  der  Injektion  von  Kaliumbichromat  am  3.  März  1005  war  das 
Mesophyll  grünlichgell)  gefärbt.  Die  Färbung  der  Chlorophyllkörner  war 
stark  verblaßt.  In  wenigen  Zellen  der  unteren  Epidermis  trat  gelber 
krümeliger  Niederschlag  spärlich  auf.  Meistens  war  die  obere  Epidermis 
ohne  Niederschlag,  stellenweise  nur  fanden  sich  in  ihr  gelbbraune 
Körnchen. 

Jüngere  gelbgesäunite  Blätter  sind  an  manchen  Stellen  graugrün.  Der 
zitronengelbe  Saum  spielt  am  Rande  Aviederum  ins  Grünliche. 

8 — 10  Schichten.  1  obere  Epidermis  aus  rechteckigen,  gestreckten 
Zellen,  2  pahsadenähnliche  Schicht  von  lockerem  Gefüge,  3  gedrungene 
Palisaden,  4 — 7  (9)  locker  gelagertes  Schwammgewebe,  8  (10)  untere 
Epidermis,  aus  großlumigen  Zellen.  Das  ganze  Mesophyll  ist  in  den 
gelben  Bezirken  schwächer  entwickelt.  Das  Schwammgewebe  hat  dort  eine 
geringere  Anzahl  von  Schichten. 

In  der  Richtung  auf  die  gelben  Gebiete  nimmt  von  der  Mitte  her 
häufig  die  Intensität  in  der  Grünfärbung  der.  Chlorophyllkörner  ab.  Bis- 
weilen fehlt  das  Chlorophyll  nur  der  zweiten  Schicht.  In  den  Rand- 
partieen  sind  die  Chlorophyllkörner  gelb  gefärbt.  Vielfach  gewinnt  es  den 
Anschein,  als  ob  dort  das  ganze  Mesophyll  mit  einem  gelben  Niederschlag 
erfüllt  wäre.  Am  Rande  weisen  die  Chlorophyllkörner  deutlich  Grün- 
färbuno-  auf.     Dort  sind  auch  die  Intercellularen  größer. 


90  Heinrich  Timpe. 

Die  Rotfärbung  kommt  in  älteren  Blättern  durch  den  in  der  palisaden- 
ähnliclien  Schicht  diffus  auftretenden  roten  Farbstoff  zustande.  Er  füllt 
die  Zellen  aus  und  enthält  karminrote  Kügelchen.  Zerstreut  gelagerte 
Zellen  des  Schwammgewebes  sind  ebenfalls  rot  gefärbt. 

Stärke  findet  sich  nur  in  den  grünen  Partieen  und  in  feinen  Spuren 
am  Rande.  Der  Gerbstoffniederschlag  ist  in  ]  glänzend  braun,  in  2  gelb- 
lich, in  3  —  b  (6)  graulich  oder  nicht  vorhanden,  in  6  (7)  graugelb  als 
Tröpfchen.  Im  Gebiete  der  Nerven  findet  er  sich  nur  in  den  Epidermen. 
Die  chlorophyllfreien  Ränder  sind  reicher  an  Gerbstoff  als  die  grünen 
Gebiete,  besonders  in  den  rotgerandeten  Blättern. 

Am  11.  April  1903  wurden  bunte  Reiser  auf  sechs  grüne  dreijährige 
Topfexemplare  gesetzt.  Das  Objekt  erwies  sich  als  ein  wenig  geeignetes, 
da  die  Rinde  sich  nur  mit  Mühe  lösen  ließ.  Am  11.  Mai  1903  waren 
sämtliche  Reiser  eingegangen.  Der  Versuch,  durch  Okulieren  eine  Ver- 
bindung herzustellen,  mißlang  1903  gleichfalls  bei  vier  Exemi^laren.  Bei 
zwei  Pflanzen  trieben  die  Augen  1904  kümmerlich  aus  und  bildeten  gelb- 
gerandete  Blätter.  Die  Unterlageji  entwickelten  sich  normal  mit  grüner 
Belaubung.  Der  bunte  Trieb  des  einen  ExemjDlars  starb  im  Herbste  ab. 
Das  andere  trieb  bis  1907  an  der  Unterlage  grün,  an  dem  Pfropfreise 
bunt  aus. 

Das  am  3.  Juli  1905  und  am  7.  Juli  1900  von  letzterem  Exemplar 
konservierte  Material  zeigte  übereinstimmend  folgendes: 

In  grünen  Blättern  Avaren  die  Zellen  der  oberen  Epidermis  weitlumig, 
rechteckig  bis  oval.  Die  Palisaden  waren  schmal  und  kurz,  von  der  Länge 
der  Epidermiszellen  und  schlössen  lückenlos  aneinander.  Das  Schwamm- 
gewebe, Schicht  3  —  5  (6),  bestand  aus  etwas  quergestreckten  Zellen.  Die 
untere  Epidermis  war  großzellig.  Stärke  lag  im  ganzen  Mesophyll,  vorzugs- 
weise im  Palisadenparenchym.  Der  Gerbstoffniederschlag  fand  sich  gelblich 
diffus  die  obere  Epidermis  erfüllend  mit  eingelagerten,  glänzend  braunen 
Körnchen.  Schwarzbraune  Massen  lagen  in  den  Palisaden,  im  Schwamm- 
gewebe zusammengeballte  dunkelbraune  Konkretionen.  Die  untere  Epidermis 
hatte  gelblichen  Inhalt  mit  eingestreuten  lebhaft  braunen  Körnchen.  In- 
tensiv gebräunt  war  das  Grundgewebe  der  Nerven,  die  Gefäßbündel  waren 
von  einem  braunen  Zellenkranze  umgeben. 

Die  gelbgesäumten  Blätter  waren  schon  Anfang  Juni  stellenweise  am 
Rande  eingetrocknet,  die  grüne  Blattmitte  zeigte  Unebenheiten  und  Ver- 
zerrungen in  der  Richtung  der  Nerven.  Die  obere  Epidermis  (1)  bildete 
überall  große  rechteckige  Zellen;  2  war  von  palisadenähnlichem  Bau  und 
locker  gelagert ;  3  kurze  zylindrische  Palisaden ;  4 — 7  (9)  aus  sehr  un- 
regelmäßig angeordneten  Zellen  zusammengesetzt;  8  (10)  aus  rechteckig 
gestalteten  Zellen.  Die  zweite  Schicht  war  meistens  auch  über  grünem 
Gewebe  farblos.     Der  Übergang   von    den  grünen  zu  den  gelben  Geweben 


Panaschierung  und  Transplantation.  91 

erfolgte  allmählich.  Stärke  fehlte  in  der  palisadenähnlichen  Schicht  und 
im  gelben  Gewebe,  in  chlorophyllführenden  Zellen  trat  sie  überall  auf. 
Der  Gerbstoffniederschlag  bildete  glänzend  braune  Körner  in  der  oberen 
Epidermis,  gelblich  diffus  verteilt  war  er  in  2,  graulich  im  übrigen  Meso- 
phyll, in  graugelben  Tröpfchen  in  der  unteren  Epidermis.  Die  Nerven 
waren  bis  auf  die  Epidermen  frei  von  Niederschlag.  Die  Intensität  der 
Bräunung  war  in  den  Randgebieten  größer  als  in  den  grünen  Gebieten. 
Ältere  bunte  Blätter  hatten  in  den  geröteten  Randpartieen  eine  dunklere 
Bräunung  des  Niederschlages  als  die  gelbgerandeten.  Im  übrigen  wichen 
die  anatomischen  Verhältnisse  von  denen  gelbbunter  Blätter  nicht  ab.  Das 
Exemplar  wurde  im  Spätsommer  1906  ins  freie  Land  gesetzt.  Die  Unter- 
lage entwickelte  sich  1907  üppig.  Die  Blätter  des  Reises  erreichten  jedoch 
auch  so  nur  zwei  Drittel  der  Größe  der  grünen  und  bräunten  sich  bereits 
Ende  Mai  am  Rande. 

Am  22.  Februar  1906  wurden  bunte  Reiser  auf  zwei  von  den  Exemplaren 
veredelt,  die  in  den  vorhergehenden  Jahren  nicht  gefaßt  hatten.  Drei  bunte 
Reiser  wurden  bei  dem  einen  Exemplar  anplattiert,  ein  Reis  kopuliert. 
Alle  Reiser  gingen  ein.  Bei  dem  andern  wurde  ein  Reis  kopuliert,  ein 
Reis  anplattiert  und  ein  Reis  eingespitzt.  Das  kopulierte  Reis  wuchs  an 
und  bildete  1906  und  1907  bunte  Blätter  aus.  Die  Unterlage  entwickelte 
glänzend  grüne  Blätter. 

Die  bunten  Reiser  verbinden  sich  also  bei  Cormis  mas  nicht  leicht 
mit  den  grünen  Unterlagen  und  fristen  auf  ihnen  ein  kümmerliches  Dasein. 
Sie  bleiben  an  Größe  erheblich  hinter  den  grünen  Trieben  zurück;  ihre 
Blätter  erreichen  etwa  zwei  Drittel  der  Größe  grüner  Blätter,  und  die 
Ränder  derselben  beginnen  frühzeitig  abzusterben.  Im  übrigen  verhalten 
sie  sich  ganz  wie  Blätter  bunter  Exemplare.  Die  grünen  Unterlagen 
wachsen  unbekümmert  um  die  bunten  Reiser  weiter.  Das  Grün  ihrer 
Blätter  verblaßt  nicht,  zeigt  keine  helleren  Flecken  oder  Streifen;  auch 
ihre  Randpartieen  sind  wie  bei  normalen.  Die  gelben  Ränder  bunter  Blätter 
enthalten  größere  Gerbstoffmengen  als  die  grünen  Blattmitten  und  grüne 
Blätter  vor  der  Pfropfung.  Der  relativ  große  Gerbstoffgehalt  von  grünen 
Blättern,  der  in  einem  Exemplar  nach  Ausführung  der  Verbindungen  kon- 
statiert wurde,  erklärt  sich  vermutlich  dadurch,  daß  die  Gerbstoffmengen 
von  Exemplar  zu  Exemplar  verschieden  sein  können,  wofür  wenigstens 
Ulnnis  ')  ein  typisches  Beispiel  abgibt. 

Fraxiiiiis  excelsior. 

Am  28.  Dezember  1902  wurde  ein  normales  zwölfjähriges,  etwa  3  m 
hohes  Exemplar   und   ein  Exemplar  von  Fraxinus  excelsior  f.  foliis  aureis 

>)  a.  a.  0.  S.  57 ff. 


92  Heinrich  Timpe. 

von  demselben  Alter  in  Gartenland  gepflanzt.  Die  wechselseitige  Ver- 
bindung erfolgte  am  9.  März  1903  in  der  Weise,  daß  von  den  Endgabeln 
der  eine  Zweig  abgeschnitten  oder  verkürzt  wurde,  um  dort  das  Eeis 
anzusetzen.  Der  andere  Zweig  wurde  zurückgeschnitten.  Die  Pfropfung 
wurde  an  drei  verschiedenen  Zweigen  ausgeführt.  Die  Reiser  gingen 
sämtlich  ein.  Die  Triebe,  die  sich  an  der  grünen  Unterlage  oberhalb  und 
unterhalb  der  Insertionsstellen  der  bunten  Reiser  entwickelten,  waren 
sämtlich  grün.  Der  Versuch  bestätigte  also  nicht  die  Mitteilung  Darwins^) : 
„Mr.  Rivers  führt  nach  der  Autorität  eines  zuverlässigen  Freundes  an,  daß 
einige  Knospen  einer  goldgefleckten  Esche,  welche  auf  gemeine  Eschen 
gepfropft  waren,  alle  mit  Ausnahme  einer  einzigen  abstarben;  aber  die 
Eschenstämme  wurden  affiziert  und  erzeugten  sowohl  oberhalb  als  unter- 
halb der  Insertionsstellen  der  Rindenstücke  Sprossen,  welche  gefleckte 
Blätter  trugen." 

Das  bunte  Exemplar  bildete  im  Sommer  1903  tiefgrüne  Blätter  aus, 
die  bis  in  den  August  hinein  nirgends  die  goldfleckige  Panaschierung 
zeigten.  Nur  an  zwei  Blättchen  traten  Ende  August  drei  oder  vier  kleine 
gelbe  Flecken  auf.  In  den  folgenden  Jahren  trieb  dies  Exemplar  jedesmal 
grün  aus,  brachte  dann  aber  bis  Mitte  Juli  auf  allen  Blättern  kleine  und 
große,  unregelmäßig  gestaltete,  goldgelbe  Flecken  zur  Ausbildung,  die  den 
größeren  Teil  der  Spreite  bedeckten,  so  daß  die  ganze  Krone  bis  zum 
Laubfall  in   goldbunter  Belaubung  dastand. 

Zu  den  Übertragungsversuchen,  die  am  9.  April  1903  mit  Topfexem- 
plaren begonnen  wurden,  dienten  sechs  dreijährige  Pflanzen  der  gemeinen 
Esche  mit  länglich-elliptischen,  zugespitzten,  oberseits  dunkelgrünen,  unter- 
seits  blaßgrünen  Blättern.  Die  Zellen  der  oberen  Epidermis  waren  flach 
gestreckt,  doppelt  so  breit  wie  hoch.  Das  Palisadengewebe  bestand  aus 
einer  Schicht  langgestreckter  Zellen.  Darunter  befand  sich  eine  Schicht 
palisadenähnlicher  Zellen,  die  kürzer  und  breiter  und  wegen  ihrer  stellen- 
weise unregelmäßigen  Gestalt  den  Zellen  des  Schwammgewebes  ähnlich 
waren.  Das  Schwammgewebe  bestand  aus  zwei  oder  drei  Schichten  von 
sehr  lockerer  liagerung.  Die  untere  Epidermis  wurde  von  auffallend 
großen  Zellen  gebildet. 

Nach  Zusatz  von  Jod  (6.  Juni  1905)  trat  im  ganzen  Mesophyll  intensive 
Rotblaufärbung  ein,  jedoch  niclit  überall  in  der  Stärkescheide  größerer 
Nerven. 

Das  am  6.  Juni  1905  konservierte  Material  hatte  in  der  oberen 
Epidermis  glänzend  braunen  Niederschlag.  Das  Mesophyll  war  mattgrau 
gefärbt  oder  unverändert  geblieben.     Hin   und  wieder  fanden   sich  in  den 


')  Das  Variieren  der  Tiere  und  Pflanzen  im  Zustande  der  Domestikation.    Deutsch 
von  Victor  Carus  1873,  I,  S.  442. 


Panaschierung  und  Transplantation.  93 

Zellen  einzelne  glänzend  gelbe  Kügelchen.  Die  untere  Epidermis  war  mit 
graugelben  Tröpfchen  versehen,  die  in  mattgrauem,  die  Zellen  erfüllendem 
Niederschlag  lagen.  Arm  an  Gerbstoff  waren  die  Nerven,  ihre  Epidermen 
verhielten  sich  wie  im  Mesophyll.  Ein  oder  zwei  kollenchymatische  Zell- 
schichten unter  der  oberen  Epidermis  waren  glänzendbraun. 

Die  bunten  Reiser  stammten  von  Fraxinus  mnericana  f.  foUis  argenieo- 
marginatis  Spaeth.  Die  Blätter  waren  graugrün  mit  einem  weißen,  bald 
buchtig,  bald  keilförmig  in  die  grünen  Gebiete  einspringenden  Rande. 
Stellenweise  zeigte  die  Spreite  Silberglanz.  Der  weiße  Rand  schnürte  die 
grüne  Blattfläche  so  zusammen,  daß  sie  sich  nach  oben  wölbte. 

Die  Blätter  hatten  7  Schichten  in  grünen  Gebieten :  1  obere  Epidermis 
aus  elliptischen  Zellen  gebildet,  2  Palisaden,  sechsmal  so  lang  wie  breit, 
3 — 6  lockeres  Schwammgewebe,  7  untere  Epidermis  aus  rundlichen  Zellen. 
Im  farblosen  Gewebe  waren  die  Palisaden  sehr  verkürzt,  etwa  doppelt  so 
lang  wie  breit.  Die  Schichten  des  Schwammgewebes  lagerten  dicht  auf- 
einander ohne  Intercellularräume.  Wo  auf  der  Spreite  Silberglanz  auftrat, 
fehlte  nur  den  Palisaden  Chlorophyll. 

Bei  der  Jodprobe  färbten  sich  die  grünen  Zellen  dunkelblau. 

Der  Gerbstoffniederschlag  war  goldbraun  in  der  oberen  Epidermis, 
gelblichgrau  im  Palisadengewebo,  ähnlich,  nur  etwas  schwächer  im  Schwamm- 
gewebe und  in  der  unteren  Epidermis,  ohne  Unterschied  in  den  beider- 
seitigen Geweben.  In  den  Nerven  hatte  die  untere  Epidermis  mit  einer 
anliegenden  Schicht  tiefbraunen  Niederschlag. 

Die  Verbindungen  der  bunten  Reiser  mit  der  grünen  Unterlage  er- 
folgten am  n.  April  1903.  Bei  zwei  Exemplaren  (Gruppe!)  blieben  der 
Unterlage  alle  Augen,  die  Reiser  hatten  vier  Knospen  und  die  Gipfel- 
knosj)e.  Von  zwei  anderen  Exemplaren  (Gruppe  II)  wurden  alle  Knospen 
bis  auf  zwei  abgenommen,  an  den  Reisern  saßen  drei  Augen  und  die 
Gipfelkuospe.  Ein  weiteres  Exemplar  (III)  wurde  aller  Augen  bis  auf 
eins  beraubt,  das  Reis  behielt  zwei  Augen,  die  Gipfelknospe  wurde  entfernt. 
Bei  dem  letzten  Exemplar  (IV)  wurde  die  Gabel  gespalten  und  das  Reis 
in  den  Spalt  gepfropft. 

1903  trieb  in  Gruppe  I  die  Gipfelknospe  eines  Exemplars  aus,  die 
übrigen  gingeh  ein.  Dasselbe  war  der  Fall  in  der  Gruppe  IL  Das  bunte 
Reis  des  Exemplars  III  brachte  ein  Seitenauge  zur  Ausbildung.  Das  Reis 
des  Exemplars  IV  ging  ein.  Die  ausgetriebenen  Augen  der  Reiser  ent- 
wickelten sich  schwächlich  und  hatten  sämtlich  graugrüne  Blätter  mit 
weißem  Rande.     Die  Blätter  der  Unterlagen  Avaren  freudig  grün. 

1904.  I.  Die  Gipfelknospe  des  einen  Exemplars,  die  im  Vorjahre  aus- 
getrieben hatte,  war  eingegangen.     Die  Unterlagen  trieben  grün  aus. 

1904.  II.  Der  bunte  Trieb  des  einen  Exemplars  trieb  von  neuem 
bunt   aus.      An    dem   andern   entwickelte    sich    noch    ein   Seitenauge,    das 


94  HeinricL  Timi:)e. 

während  des  Vorjahres  geruht  hatte,  und  zwar  bunt.  Die  Unterlagen 
bildeten  grüne  Blätter. 

1904.  in.  Die  Unterlage  hatte  freudig  grüne  Blätter,  der  bunte 
Seitentrieb  Blätter  mit  weißem  Rande. 

1904.  IV.  Das  in  den  Sj^alt  gei^fropfte  Reis  war  abgestorben,  die 
Unterlage  hatte  grüne  Blätter. 

An  den  Exemplaren  der  Gruppe  I  und  an  IV  wurden  bis  1907  keine 
neuen  Verbindungen  ausgeführt.  Die  Blätter  der  Unterlagen  trieben  in 
jedem  Jahre  grün  aus  und  zeigten  nie  eine  Spur  von  Panaschierung. 

Das  Exemplar  der  II.  Gruppe,  an  dem  die  Gipfelknospe  bunt  aus- 
getrieben war,  wurde  im  Frühjahr  1905  mit  einem  grünen  Gipfel  versehen. 
Zu  diesem  Zwecke  wurde  an  dem  bunten  Gipfel  seithch  ein  grünes  Reis 
so  anplattiert,  daß  unterhalb  und  oberhalb  der  Insertionsstelle  bunte 
Augen  saßen.  Das  obere  Ende  des  grünen  Reises  überragte  den  bunten 
Trieb.  Die  Verwachsung  erfolgte  vollkommen  mit  der  Wirkung,  daß  die 
bunten  Augen  unterhalb  der  Insertionsstelle  nicht  austrieben,  das  grüne 
Reis  grüne  Blätter  bildete  und  die  Partie  des  bunten  Triebes  oberhalb  der 
Insertionsstelle  abstarb.  Das  grüne  Reis  bildete  auch  1906  und  1907 
grüne  Blätter  aus.     Die  bunten  Augen  ruhten. 

Das  zweite  Exemplar  der  Gruppe  II,  an  dem  1904  ein  ruhendes 
Seitenauge  des  Reises  bunt  ausgetrieben  hatte,  wurde  am  12.  März  1907 
noch  unten  am  Stamm  durch  Anplattieren  mit  einem  bunten  Reise  ver- 
sehen. Die  Augen  der  Unterlage  zwischen  den  beiden  bunten  Trieben, 
die  sich  im  Sommer  entwickelten,  trieben  grün  aus  und  hatten  keine  Spur 
einer  weißen  Umrandung.  Das  Exemplar  III  bildete  in  jedem  Jahre  an 
dem  1903  entstandenen  bunten  Seitenzweige  bunte  Blätter. 

Alle  bunten  Blätter,  die  sich  auf  den  grünen  Unterlagen  entwickelten, 
waren  erheblich  kleiner  als  die  grünen.  Sie  erreichten  kaum  den  dritten 
Teil  von  deren  Größe.  Der  weiße  Rand  umsäumte  die  grünen  Bezirke  in 
unregelmäßigen  Linien.     Die  grüne  Blattmitte  war  blasenförmig  aufgeworfen. 

Am  7.  Juni  1906  wurden  grüne  und  bunte  Blätter  des  Exemplares  III 
konserviert. 

Die  Zellen  der  oberen  Epidermis  waren  hier  in  den  grünen  Blättern  im 
Querschnitt  elliptisch,  die  Palisaden  bildeten  eine  Schicht  fest  aneinander 
gereihter  langgestreckter  Zellen,  darauf  folgte  eine  palisadenähnliche  Schicht. 
Das  Schwammgewebe  bestand  aus  drei  bis  vier  Schichten  sehr  locker 
gelagerter  Zellen.  Die  Intercellularen  übertrafen  die  Zellen  an  Größe  etwa 
um  das  Dreifache.  Die  Zellen  der  unteren  Epidermis  waren  klein  und 
rundlich. 

Jod  bewirkte  eine  sehr  ungleiche  Färbung  der  Schichten.  2  war  in 
der  Regel  tiefblau,  über  kleineren  Nerven  schwachblau  gefärbt.  Tiefblau 
wurden  ebenfalls  die  palisadenähnlichen  Zellen.     Schwachblau  färbten  sich 


Panaschierung  und  Transplantation.  95 

die  Schichten  4  und  5  im  Schwammgewebe,  Die  Intensität  der  Färbung 
nahm  noch  ab  in  der  Nähe  der  kleineren  Nerven.  Die  untersten  Schichten 
des  Schwammgewebes  bheben  nach  Jodzusatz  ungefärbt.  Sie  führten  jedoch 
regelmäßig  Stärke  in  der  Nachbarschaft  der  größeren  und  der  Hauptnerven. 
Bis  auf  die  Stärkescheide  waren  die  Nerven  selbst  stärkefrei. 

Die  dunkelbraune  Färbung  der  ganzen  Spreite,  die  nach  der  Kalium- 
bichromatinjektion  in  grünen  Blättern  auftrat,  rührte  her  von  leuchtend 
goldbraunem  Niederschlag,  der  die  Zellen  der  oberen  Epidermis  ausfüllte. 
In  zahlreichen  gelbbraunen  oder  graubraunen  Tröpfchen  zeigte  er  sich  in 
den  Palisaden,  in  kleinen  graubraunen  Kügelchen  im  Schwammgewebe. 
Gelbbraune,  winzige  Körnchen  zu  traubigen  Massen  vereinigt  lagen  in  der 
unteren  Epidermis. 

Bunte  Blätter  stimmten  im  Bau  der  Epidermen  an  den  farblosen 
Stellen  mit  den  grünen  überein.  Die  Palisaden  waren  dort  sehr  verkürzt, 
kaum  doppelt  so  lang  wie  breit.  Die  palisadenähnliche  Schicht  grüner 
Gebiete  war  von  den  Schichten  des  Schwammgewebes,  die  ohne  Intercellularen 
fest  aufeinander  lagen,  nicht  zu  unterscheiden. 

Nach  Jodzusatz  färbten  sich  sämtliche  Zellen  im  Mesophyll  grüner 
Gebiete  dunkelblau.  Die  chlorophyllfreien  Gebiete  blieben  überall 
unverändert. 

Goldigbraun  lag  der  Gerbstoffniederschlag  in  der  oberen  Epidermis 
gleichmäßig  über  den  beiderseitigen  Geweben,  im  Palisadengewebe  gelblich- 
grau  das  Lumen  mit  feinen,  glänzenden  Körnchen  erfüllend;  graulicher 
Inhalt  war  in  den  Zellen  des  Schwammgewebes,  gelblichgraue  Körnchen 
lagen  in  der  unteren  Epidermis.  Die  größeren  Nerven  führten  wenig  Gerb- 
stoff; dort  war  die  untere  Epidermis  und  eine  hypodermale  Schicht  tief- 
braun gefärbt. 

Für  Fraximis  sind  deshalb  die  bemerkenswertesten  Ergebnisse  folgende : 
Das  goldbuntblättrige  Exemplar  trieb  in  dem  auf  das  Verpflanzen  folgenden 
Sommer  rein  grün  aus.  Die  weißbunten  Blätter  der  Pfropfreiser  behielten 
bis  1907  dieselbe  Größe  und  bheben  erhebhch  hiijter  den  Blättern  der 
Unterlagen  zurück.  Diese  zeigten  nie  schwächliche  Entwicklung.  Die 
Tönung  ihres  Grüns  unterschied  sich  nicht  von  der  bei  normalen  Esclien- 
blättern  gewöhnlichen  Färbung.  Eine  Überleitung  der  Panaschierung  vom 
Keis  auf  die  Unterlage,  wie  sie  von  Darwin  berichtet  wird,  war  also  nicht 
zu  konstatieren.  Eine  nachträgliche  Beeinflussung,  wenn  ein  buntes  Reis 
ausgetrieben  hatte  und  später  einging,  trat  ebenfalls  nicht  auf.  Ruhen 
bunte  Augen  ein  Jahr  lang,  so  treiben  sie  bunt  aus.  Befindet  sich  zwischen 
der  grünen  Unterlage  und  einem  grünen  Gipfel  ein  buntes  Zwischenstück, 
so  treiben  seine  Augen  nicht  aus.  Der  Gipfel  hingegen  bildet  auch  weiter- 
hin grüne  Blätter.  Die  Triebe  der  Unterlage,  die  zwischen  bunten  Reisern 
hervorkommen,  haben  rein  grüne  Blätter.    Der  mikroskopische  Bau  grüner 


9(5  Heiniich  Timpe. 

und  bunter  Blätter  ist  nach  der  Verbindung  derselbe  wie  vorher.  Auch 
in  der  Verteilung  von  Stärke  und  Gerbstoff  zeigen  sich  nachher  keine 
Unterschiede. 

Rosa  caiiiua. 

Die  eirundlichen  Blätter  der  normalen  Pflanzen  sind  dunkelgrün.  Bei 
den  buntscheckigen  Rosen  zeigt  sich  gelbe  Sprenkelung  in  der  Regel  nur 
auf  einigen  Fiederblättchen;  sie  bevorzugt  die  Nachbarschaft  der  Seiten- 
nerven von  der  Mitte  bis  nahe  an  den  Rand  und  erstreckt  sich  unregel- 
mäßig auf  beiden  Seiten  derselben  ins  grüne  Gewebe,  vielfach  nur  kleinere 
oder  größere  grüne  Inseln  zurücklassend.  Bei  oberflächlicher  Betrachtung 
ähnelt  sie  der  Panaschierung  der  goldbunten  Esche.  Sie  soll  vor  mehreren 
Jahren  in  der  Rosenzüchterei  des  Gärtners  Michael  auf  der  Elbinsel  Beute 
an  einem  Wildling  spontan  aufgetreten  sein.  Durch  Pfropfen  bunter  Reiser 
auf  den  Wurzelhals  grüner  Rosen  erhielt  derselbe  in  den  folgenden  Jahren 
eine  größere  Anzahl  bunter  Exemplare,  von  denen  einige  die  Buntscheckig- 
keit auf  die  Unterlage  übertragen  haben  sollen.  Eine  genaue  Besichtigung 
mehrerer  Stöcke  ergab  jedoch,  daß  die  neuen  gelbgefleckten  Triebe  dicht 
über  der  Verwachsungsstelle  an  den  bunten  Pfropfreisern  hervorgekommen 
waren.  Gleichwohl  wurden  im  Winter  1906  sechs  kräftige  Exemplare  in 
den  Hamburger  Botanischen  Garten  verpflanzt,  um  durch  Ausführung  von 
Pfropfungen  und  Okulierungen  das  Verhalten  dieser  Rosen  festzustellen. 

Im  Sommer  1907  Avurde  mit  dem  Ansetzen  bunter  Augen  an  grüne 
Unterlagen  und  umgekehrt  begonnen. 

Das  normale  Blatt  hat  8  Schichten.  1  rechteckige  Zellen,  2  und  3 
schlanke,  festverbundene  Palisaden,  4 — 7  maschen  artig  angeordnetes 
Schwammgewebe,  stellenweise  mit  großen  Intercellularen,  8  untere  Epidermis 
aus  quadratischen  Zellen  gebildet.  Jod  färbt  die  Palisaden  schwarzblau, 
das    Schwammgewebe    graublau;    in   den  Nerven   tritt   keine  Färbung   auf. 

Die  bunten  Blätter  haben  relativ  stark  ausgebildete  Epidermen,  sie 
machen  zusammen  etwa  ein  Drittel  des  Blattquerschnittes  aus.  Auch  in 
ihnen  besteht  das  Blattinnere  aus  sechs  Schichten,  die  den  Schichten  in 
normalen  Blättern  ziemlich  ähnlich  sind.  Die  Palisaden  sind,  auch  in  den 
chlorophyllführenden  Gebieten,  sehr  verkürzt;  die  Zellen  der  Schicht  3  sind 
fast  isodiametrisch.  Die  Zellen  des  Schwammgewebes  sind  polygonal  und 
liegen  dicht  aneinander.  Häufig  führen  nur  die  Palisaden  Chlorophyll, 
an  manchen  Stellen  nur  die  Schichten  5  und  6  des  Schwammgewebes. 
Die  Intensität  der  Grünfärbung  nimmt  in  der  Richtung  auf  die  gelben 
Gebiete  allmählich  ab.  Die  Chloroplasten  sind  in  letzteren  lichtgelb  gefärbt. 
Die  Stärkereaktion  verläuft  schwach.  Ziemlich  viel  Stärke  liegt  im  grünen 
Palisadengewebe,  Spuren  finden  sich  im  grünen  Schwamm parenchym.  In 
den  gelben  Gebieten   zeigt   sich   keine  Blaufärbung.     Bei   einem  Vergleich 


Panaschierung  und  Transplantation.  97 

der  im  Sommer  1907  gebildeten  bunten  Blätter  mit  denen  des  Novembers 
190G  füllt  auf,  daß  letztere  erheblich  größere  gelbe  Flecken  aufwiesen  als  die 
Blätter  des  Sommers. 

Hedera  helix. 

Die  ungeteilten,  gelaj^pten  oder  buchtigen  Blätter  des  normalen  Efeus 
sind  lederartig,  flach  und  tiefgrün  gefärbt.  Ein  schneeweißer,  hier  und  da 
in  scharfen,  schmalen  Strichen  oder  breiten  Zungen  in  das  grüne  Gewebe 
vorspringender  Rand  umsäumt  die  bunten  Blätter,  deshalb  Hedera  lielix  f. 
foUis  argenteo-variegatis.  Größere  Partieen  der  Spreite  sind  graugrün,  darüber 
hin  ziehen  sich  unregelmäßig  konturierte  tiefgrüne  Flächen  hauptsächlich 
in  der  Nachbarschaft  des  Mittelnerven.  Durch  die  stärkere  Entwicklung 
der  grünen  Partieen  wölben  sich  die  Blätter  in  der  Mitte  ziemlich  stark 
und  biegen  die  Gebiete  zwischen  den  kleineren  Nerven  auf-  und  abwärts. 
Im  ganzen  genommen  sind  die  Blätter  brüchig. 

Die  Epidermen  des  11  schichtigen  Blattes  sind  kleinzellig  und  dick- 
wandig, 2  und  3  bilden  gedrungene  Palisaden,  die  ohne  Intercellularen 
aneinander  schließen,  4 — 10  mauerartig  gelagertes  Schwammgewebe. 

In  bunten  Blättern  findet  sich  dieselbe  Schichtenzahl  und  in  den 
grünen  Geweben  der  gleiche  Bau  wie  in  normalen  Blättern.  Sobald  in  der 
oberen  Palisadenschicht  das  Chlorophyll  fehlt,  haben  ihre  Zellen  iso- 
diametrische  Gestalt.  Diese  kommt  durch  Ausbildung  einer  Querwand  zu- 
stande, so  daß  also  zwei  kleinzellige  farblose  Schichten  über  dem  grünen 
Gewebe  liegen.  Aus  den  untersten  Schichten  des  Schwammgewebes  weicht 
an  denselben  Stellen  des  Blattes  das  Chlorophyll  von  Schicht  zu  Schicht 
zurück.  Schließlich  wird  es  nur  noch  von  der  zweiten  Palisadenschicht 
geführt,  bis  es  auch  dort  in  den  Randgebieten  verschwindet.  In  den 
farblosen  Partieen  sind  die  Palisaden  von  den  Zellen  des  Schwammgewebes 
nicht  zu  unterscheiden.  Das  ganze  Mesophyll  ist  ein  gleichartiges,  aus 
isodiametrischen  Zellen  gebildetes  Gewebe.  Die  Stärkereaktion  hatte  in 
grünen  und  in  bunten  Blättern  am  24.  August  ein  negatives  Resultat. 

190G  wurde  eine  bunte  Unterlage  mit  grünen  und  eine  grüne  Unter- 
lage mit  bunten  Reisern  versehen.  Die  Tönung  des  Grüns  blieb  1907  auf  den 
grünen  Blättern  dieselbe  wie  auf  normalen  Exemplaren.  Auf  den  bunten 
trat  die  Panaschierung  mit  der  gewohnten  Zeichnung  auf.  Die  neu  aus- 
gebildeten Blätter  glichen  den  früheren  an  denselben  Trieben.  Auch  die 
anatomischen  Befunde  wichen  von  den  oben  geschilderten  nicht  ab. 

Brassica  oleracea  acephala. 

Hans  Molisch  berichtet ')  über  eine  Kohlvarietät,  Brassica  oleracea 
acephala,  die  während  des  "Winters  im  Kalthause  weißgrün  gescheckte,  so- 
genannte panaschierte  Blätter  trägt.    Das  Geäder,  insbesondere  das  Haupt- 

')  Ber.  d.  d.  bot.  Ges.,  XIX.  1,  S.  32—34. 


98  Heinrich  Timpe. 

geäder  und  dessen  Umgebung,  ist  ganz  lichtgrün,  gelblich  oder  zumeist 
schneeweiß.  Diese  Färbung  verschwindet  im  Frühjahr  in  den  noch  jungen 
Blättern,  die  neu  entstehenden  sind  von  Anfang  an  grün.  Im  Oktober 
stellt  sich  die  weiße  Färbung  in  denjenigen  Blättern  ein,  die  sich  von  da 
an  aus  der  KnosjDe  entfalten.  Ende  Februar  erreicht  die  weiße  Färbung 
ihre  größte  Ausbildung,  indem  die  jüngsten  Blätter  sich  völhg  weiß  ent- 
wickeln. Daß  der  Wechsel  in  der  Temperatur  die  Ausbildung  und  das 
Verschwinden  der  weißen  Färbung  bedingt,  davon  überzeugte  sich  Molisch 
durch  Übertragen  der  gescheckten  Pflanzen  aus  dem  Kalthause  von 
4 — 7°  C  in  ein  Warmhaus  von  12 — 15'^  C.  Im  Warmhause  ergrünten 
nach  8 — 14  Tagen  die  schon  vorhandenen  Blätter,  die  neu  entstandenen 
wurden  völlig  grün.  Wiederum  ins  Kalthaus  gebracht,  bildeten  die  Exemplare 
weißgefleckte  oder  weiße  Blätter  aus. 

Durch  die  Güte  des  Herrn  Professors  Molisch  erhielt  der  Hamburger 
Botanische  Garten  mehrere  Exemplare  dieses  weißgescheckten  Kohls,  wo- 
durch es  mir  ermöglicht  wurde,  die  mitgeteilten  Beobachtungen  und  Ver- 
suche zu  bestätigen  und  zu  ergänzen.  Außerdem  wurden  Verbindungen 
zwischen  grünen  und  bunten  Pflanzen  ausgeführt. 

Als  im  Herbst  1905  bei  den  im  Garten  stehenden  Pflanzen  die  weiße 
Aderung  auftrat,  wurden  acht  kräftige  Exemplare  eingetopfb  und  in  das 
Kalthaus  gebracht.  Zu  diesen  kamen  sechs  normale  Pflanzen.  Je  später 
die  Blätter  der  bunten  Pflanzen  sich  entwickelten,  auf  desto  größeren  Be- 
zirken fehlte  ihnen  das  Chlorophyll.  Die  jüngsten  hatten  bald  nur  noch 
hier  und  da  einen  schwachgrünen  Anflug  auf  der  gebuckelten  Spreite, 
nur  die  Spitzen  des  Blattrandes  waren  tiefgrün.  Die  kleinen  noch  in  der 
Knospe  befindlichen  Blätter  hatten  hellgrüne  Spitzen.  Nach  der  Entfaltung 
waren  sie  bis  auf  die  Spitzen  schneeweiß. 

In  reingrünen  Partieen  älterer  Blätter  bestand  die  obere  Epidermis  aus 
flachgestreckten  Zellen;  die  Schichten  2  bis  4  aus  zyhndrischen  Pahsaden; 
5  bis  8  war  Schwamragewebe,  aus  kugeligen  Zellen  zusammengesetzt  mit 
ziemlich  großen  Intercellularen,  9  bis  10  mauerartig  geschichtetes  Schwamm- 
gewebe, 11  untere  Epidermis  aus  kleinen  flachen  Zellen.  Nach  Jodzusatz 
trat  keine  Blaufärbung  ein. 

Auch  in  größtenteils  weißen  Blättern  bestand  das  Mesophyll  aus 
1 1  Schichten.  Die  Epidermen  waren  wie  in  grünen  Blättern  gebaut,  im 
Innern  ließen  sich  jedoch  die  Schichten  des  Pahsaden-  und  Schwamm- 
gewebes voneinander  nicht  unterscheiden,  überall  war  maschiges  Gewebe. 
Die  Zellen,  nahmen  in  der  Richtung  von  der  Oberseite  zur  Unterseite  an 
Größe  ab.  Die  intercellularen  Räume  waren  meistens  sehr  klein.  Stellen, 
die  dem  freien  Auge  mattgrün  erschienen,  hatten  in  den  unteren  Blatt- 
schichten zerstreut  liegende,  chlorophyllführende  Zellen.  Die  oberen  farb- 
losen Schichten  waren  dort  von  maschenartigem  Aufbau. 


Panascliierung  und  Tran'^plantation.  99 

In  den  Blättchen,  die  noch  in  der  Knospe  gefaltet  waren,  bestand  das 
Mesophyll  aus  gleichartigen,  fest  zusammengepreßten  Zellen,  in  denen  ein- 
zelne große,  hellglänzende  Körnchen  lagen. 

Am  21,  Januar  190G  wurden  zwei  Exemplare  in  ein  Warmhaus  von 
15*^  C  gebracht.  Bis  zum  3.  Februar  bildeten  sich  ca.  30  cm  hohe  Schosse, 
deren  Blätter  von  unten  nach  oben  mehr  und  mehr  die  grüne  Farbe  an- 
nahmen. Die  terminalen  Blätter  wiesen  nur  noch  Spuren  der  Weiß- 
scheckigkeit  in  Form  von  Punkten  am  Rande  auf.  Die  Blattunterseiten 
waren  noch  ziendich  bleich,  während  auf  den  Oberseiten  sich  bereits 
freudiges  Grün  zeigte.  In  diesen  Blättern  waren  die  fünf  auf  die  obere 
Epidermis  folgenden  Schichten  aus  isodiametrischen  Zellen  zusammengesetzt 
und  reich  an  grünglänzenden  Chlorophyllkörnern.  Die  unteren  4  oder 
5  Schichten  bestanden  aus  flachgestreckten,  von  großen  Intercellularen 
durchzogenen  Zellen  mit  spärlichen,  grünen  Chlorophyllkörnern  oder 
ohne    solche. 

Jüngere,  etwa  10  cm  lange  Blätter  waren  völlig  grün  bis  auf  die 
weißen  Spitzen  und  von  ziemlich  glatter  Oberfläche.  Die  typische  Form 
der  zylindrischen  Pahsaden  deutete  sich  bereits  an,  die  Zellen  waren  wenig 
länger  als  breit.     Das  Schwanimgewebe  bestand  aus  isodiametrischen  Zellen. 

Die  Blättchen  der  Knospe  hatten  eine  gelblichgrüne  Färbung  und 
waren  2  bis  4  cm  lang.  Zum  Teil  hatten  sie  sich  bereits  entfaltet.  Dort 
zeigten  sie  ein  lichtes  Grün,  während  die  im  Grunde  zusammengepreßten 
Partieen  gelblich  waren.  Die  Palisaden  hatten  überall  die  typische  Form, 
die  Zellen  des  Schwammgewebes  waren  kugelig,  Chlorophyll  zeigte  sich  in 
allen  Chlorophyllkörperchen,  wenngleich  mit  schwacher  Färbung.  Selbst 
die  äußerlich  gelb  erscheinenden  Bezirke  führten  hellgrün  gefärbte  Körner. 

Seit  dem  16.  Februar  zeigte  sich  die  Infloreszenz  mit  geschlossenen 
Blüten.  Das  untere  Ende  der  Blütenstiele  war  weiß,  die  Kelchblätter 
hatten  auf  grünem  Grunde  weiße  Streifen. 

Am  23.  Februar  lagen  in  den  am  3.  Februar  10  bis  14  cm  langen 
Blättern  deutlich  erkennbare  Palisaden,  Sie  waren  wenig  länger  als  breit 
und  fest  verbunden,  wie  die  isodiametrischen  Zellen  des  Schwammgewebes, 
Die  Chlorophyllk()rper  waren  lebhaft  grün.  Die  am  3.  Februar  4 — 5  cm 
langen  Blätter  wiesen  ähnlich  gestaltete  Palisaden  und  quergedelmte 
Zellen  im  Schwammgewebe  auf  mit  leuchtend    grünen  Chlorophyllkörnern. 

In  den  Achseln  weißgefleckter  oder  weißer  Blätter  trieben  Knospen 
aus  von  ca.  20  cm  Länge,  Diese  Schosse  waren  mit  Blättern  besetzt,  die 
an  Breite  hinter  den  grünen  Blättern  an  der  Spitze  der  Pflanze  zurück- 
blieben. Die  Spreite  war  gebuckelt.  Das  Grün  dieser  Blätter  spielte  etwas 
ins  Gelbliche,  während  die  Blätter  an  der  Spitze  freudig  grün  waren.  Das 
hellste  Grün  war  an  der  Blattbasis,  nach  der  Spitze  hin  zeigte  sich  tieferes 
Grün.    Querschnitte,  die  in  der  Nähe  der  Basis  durch  diese  Blätter  geführt 


JQQ  Heinrich  Timpe. 

wurden,  ergaben  Palisaden  von  zylindrischein  Bau  und  dicht  zusammen- 
gedrängt. Die  Chlorophyllkörper  waren  in  allen  Schichten  hellgrün 
gefärbt. 

Die  Infloreszenzen  kamen  nicht  zu  normaler  Entwicklung.  Sie 
erreichten  eine  Länge  von  etwa  20  cm.  Die  Blüten  öffneten  sich  nicht 
und  fielen  nach  kurzer  Zeit  mit  ihren  Stielen  ab. 

Gleichzeitig  mit  der  Ül)ertragung  dieser  beiden  Exemplare  in  das 
Warmhaus  wurden  die  Verbindungen  bunter  Knospen  und  Gipfelsprosse 
mit  grünen  Unterlagen  und  umgekehrt  vorgenommen.  Um  die  Verwachsung 
mit  der  Unterlage  zu  erleichtern,  war  es  nötig,  die  Pflanzen  aus  dem 
Kalthause  in  ein  Warmhaus  zu  bringen.  Es  wurde  ein  Warmhaus  von 
10«   C  gewählt. 

Die  eine  Hälfte  der  grünen  Exemplare  wurde  am  2G.  Januar  1906 
geköpft  und  mit  Gipfeln  versehen,  die  weißgescheckte  Blätter  trugen.  Das 
Herz  dieser  Gipfel  hielt  sich  längere  Zeit  frisch,  die  äufseren  Blätter  hingen 
am  3.  Februar  schlaff  herunter  und  welkten  langsam  ab.  Die  Achse  ver- 
längerte sich  etwa  um  die  Hälfte.  Die  Blätter,  die  sich  ein  wenig  ent- 
falteten, bekamen  grüne  Spitzen  und  hier  und  da  einen  schwachgrünen 
Anflug  auf  der  Spreite.  Im  März  welkten  auch  sie  dahin.  Beim  Ab- 
lösen der  Verbände  zeigte  sich,  daß  eine  Verwachsung  mit  der  Unterlage 
nirgends  eingetreten  war.  .  Die  bunten  Gipfeltriebe  hatten  gewissermaßen 
auf  der  feuchten  Unterlage  schmarotzt  und  die  in  ihnen  gespeicherten  Re- 
servestoffe  zum  Austreiben  verwendet.  Die  partielle  Grünfärbung  ihrer 
Blätter  war  als  Wirkung  der  höheren  Temperatur  zu  deuten,  da  die 
Ähnlichkeit  mit  den  Blättern  der  in  das  Warmhaus  von  1 5  o  C  gebrachten 
Pflanzen  unverkennbar  war.  Daß  Pfropfreiser,  auch  ohne  mit  der  Unterlage 
zu  verwachsen,  längere  Zeit  am  Leben  bleiben  und  austreilien,  bestätigt 
Lindemuth'):  „Die  Erscheinung,  die  mir  in  Hunderten  von  Fällen  entgegen- 
getreten ist,  daß  aufgepfropfte  Eeiser  ohne  wirkliche  Verwachsung  längere 
Zeit  am  Leben  und  frisch  bleiben  und  auf  Kosten  ihrer  Reservestoffe  selbst 
austreiben,  ist  bisher  nicht  genügend  beachtet  worden." 

Bei  der  zweiten  Hälfte  der  grünen  Exemplare  wurden  am  26.  Januar 
1906  bunte,  schwach  ausgetriebene  Augen  seithch  an  den  Stamm  gesetzt 
und  die  Köpfe  der  größten  Blätter  beraubt.  Das  Aussehen  dieser  Augen 
bheb  etwa  zwei  Monate  lang  das  gleiche.  Schließlich  starben  sie  ab,  ohne 
daß  eine  Verbindung  mit  den  Unterlagen  eingetreten  wäre,  oder  daß  diese 
ihr  Aussehen  verändert  hätten. 

Auf  drei  bunte  Exemplare  wurden  am  26.  Januar  1906,  nachdem  das 
weiße  Herz  entfernt  war,  grüne  Köpfe  gesetzt.  Die  inneren  Blätter  der- 
sell)en   waren   am  3.  Februar    noch  frisch  und  grün,    die    äußeren   welkten 


»)  H.  Lindemuth,  Ber.  d.  deutschen  bot.  Ges.  lOOli,  XXIV.  Heft  8,  S.  434. 


Panaschierung  und  Transplantation.  101 

bereits.  Auch  hier  trat  keine  Verwachsung  mit  den  Unterlagen  ein.  Die 
grünen  Gipfeltriebe  starben  bald  ab. 

Die  an  drei  andere  bunte  Exemplare  seitlich  angesetzten  grünen 
Augen  trieben  1 — 3  cm  lang  aus,  und  zwar  mit  grüner  Färbung,  um 
darauf  ebenfalls  abzusterben. 

Im  Sommer  190G  wurden  die  Blüten  normaler  Pflanzen  mit  dem 
Pollen  der  bunten  Form  künstlich  l^efruchtet  und  umgekehrt.  Die  erhaltenen 
Samen  wurden  1907  ausgesät  und  lieferten  in  beiden  Gruppen  Pflanzen, 
die  sich  einstweilen  voneinander  nicht  unterscheiden.  Im  kommenden 
Winter  soll  ihr  Verhalten  den  wechselnden  Temperatureinflüssen  gegenüber 
untersucht  werden. 

Bei  Brassica  komplizieren  sich  die  Verhältnisse  insofern,  als  die 
Temperaturunterschiede  das  Auftreten  und  Verschwinden  der  Panaschierung 
beeinflussen.  Der  Transport  in  ein  Warmhaus  während  des  Winters  hat 
das  allmähliche  Ergrünen  weißer,  noch  jugendlicher  Blätter  zur  Folge. 
Da  nun  zum  Verwachsen  der  bunten  Reiser  mit  den  grünen  Unterlagen 
höhere  Temperaturen  unerläßlich  sind,  tritt  das  Ergrünen  der  weißen 
Blätter  auch  ohne  Einwirkung  von  selten  der  Unterlagen  ein.  Weiß- 
scheckigkeit  zeigt  sich  auf  den  grünen  Blättern  nachträglich  jedenfalls  nicht. 
Auch  dort,  wo  grüne  Augen  an  bunte  Unterlagen  gebracht  werden,  tritt 
eine  Beeinflussung  der  austreibenden  grimen  Blätter  durch  die  gescheckten 
Unterlagen  nicht  ein. 

Coleiis  seiitellariodes. 

Von  dieser  sehr  sortenreichen  Art  wurden  für  die  Pfropfungen  rein- 
grüne Pflanzen  ausgesucht,  die  erst  auf  alten  Blättern  rotangelaufene 
Mittelnervcn  hal)en  und  bunte  mit  strohgelber,  grün  eingefaßter  Spreite. 
Die  Blätter  sind  eirundlanzettlich,  zugespitzt,  mit  gekerbtem  Rande  ver- 
sehen und  von  sanftgrüner  Färbung. 

Normale  Blätter  haben  C  Schichten.  1,  obere  Epidermis,  besteht  aus 
großlumigen,  elliptischen  Zellen,  2  aus  schlauchartigen  Pahsaden,  3 — 5 
aus  isodiametrischen  Zellen  mit  kleinen  Intercellularen,  6  aus  kleinen 
quergestreckten  Zellen.  Manche  der  zahlreichen  Haare  führen  rötlich- 
violetten Farbstoff.  Die  Nerven  bestehen  größtenteils  aus  Aveitmaschigem 
Parenchym,  das  Gefäßbündel  ist  von  winzigem  Querschnitt,  Kollenchym- 
schichten  treten  nicht  auf. 

Das  ganze  Mesophyll  führt  (24.  August)  beträchthche  Mengen  von  Stärke. 
Auch  den  Zellen  des  Grundgewebes  der  Nerven  sind  einzelne  Stärkekörn- 
chen eingelagert. 

In  bunten  Blättern  treten  G — 8  Schichten  auf.  1  obere  Epidermis 
aus  flachgestreckten  Zellen,  2  (und  3)  aus  langen  und  schmalen  Palisaden, 
die    im    farblosen  Gewebe    bis    auf   die  Hälfte  verkürzt    sind,    3 — 5  (4  —  7) 


102  Heinrich  Timpe. 

Schwammgewebe  aus  fest  anein anderschließenden  Zellen,  6  (8)  untere 
Epidermis,  deren  Zellen  perlschnurartig  verbunden  sind.  Wo  nicht  das 
ganze  Blattinnere  chlorophyllfrei  ist,  fehlt  der  grüne  Farbstoff  am 
häufigsten  in  den  Palisaden  und  den  obersten  Schichten  des  Schwamm- 
gewebes. 

Jod  färbt  die  vorher  grünen  Zellen  tiefblau.  Das  Grundgewebe  der 
durch  farblose  Gebiete  verlaufenden  Nerven  führt  zerstreut  liegende  Stärke- 
körnchen. 

Bei  der  1900  vorgenommenen  Verbindung  grüner  Reiser  mit  bunten 
Unterlagen  und  umgekehrt  trat  die  Verwachsung  ein.  Die  Zeichnung  der 
bunten  Blätter  blieb  dieselbe  wie  früher,  die  an  den  bunten  Trieben  neu 
sich  entfaltenden  waren  strohgelb  mit  grüner  Einfassung.  Die  grünen 
Unterlagen  und  Reiser  änderten  ihre  Färbung  nicht.  Grün  waren  auch 
die  nach  Ausführung  der  Pfropfung  an  ihnen  neu  gebildeten  Blätter.  Der 
mikroskopische  Bau  der  grünen  und  bunten  Blätter  stimmte  mit  dem 
vorhin  geschilderten  überein. 

Pelargouiinu  zouale. 

Die  rundbch- herzförmigen,  weichhaarigen,  seicht  -  viellappigen  Blätter 
der  normalen  Pflanzen  sind  reingrün.  Die  bunte  Sorte  ist  starkwüchsig 
und  trägt  reingrüne  Blätter  mit  etwas  graulichem  Anfluge  und  weißem, 
unregelmäßig  verlaufendem  Rande. 

Grüne  und  weißgerandete  Blätter  haben  9  Schichten.  1  besteht  aus 
flachen  Zellen,  2  und  3  aus  mäßig  langen  Palisaden,  4 — 8  aus  locker 
gelagerten  Zellen  mit  großen  Intercellularen,  9  aus  kleinen  isodiametri- 
schen Zellen.  In  den  farblosen  Rändern  der  bunten  Blätter  sind  die 
PaHsaden  fast  so  lang  wie  breit,  die  Schichten  des  Schwammgewebes 
sind  dicht  gelagert.  Im  übrigen  stimmen  die  bunten  Blätter  mit  den 
grünen  in  ihrem  Bau  überein.  Stärke  liegt  feinkörmig  in  den  grünen 
Geweben. 

Im  Winter  1906  wurden  grüne  Reiser  an  bunte  Unterlagen  und  bunte 
Reiser  an  grüne  Unterlagen  gesetzt.  Sämtliche  Reiser  entwickelten  sich 
kräftig.  Ende  August  1907  war  das  Grün  der  Blätter  der  grünen  Unter- 
lagen von  dem  normaler  Exemplare  nicht  verschieden.  Die  bunten  Reiser 
hatten  weißgerandete  Blätter.  Bei  der  umgekehrten  Verbindung  lagen  die 
Verhältnisse  ganz  entsprechend.  Auch  der  anatomische  Befund  wich  von 
dem  vorhin  mitgeteilten  nicht  ab. 

Nicotiaiia  colossea. 

Die  Blätter  der  grünen  Form  sind  elliptisch- eirundlich,  gegen  70  cm 
lang  und  freudig  grün.    Die  Blätter  des  panaschierten  Tabaks  sind  50  bis 


Panascliiei'uiig  und  Transplantation.  103 

P)()  cm  lang,  von  derselben  Form  wie  die  grünen  und  haben  eine  runzlige 
Oberfläche.  Ausgedehnte  Partieen,  oft  mehr  als  die  Hälfte  des  Blattes, 
sind  chlorophylllos,  oder  die  Blattfiäche  erscheint  graugrün  bis  weißlich- 
grün. Größere  Nerven  bilden  in  der  Regel  die  Grenzen  zwischen  farblosen 
und  chlorophyllführenden  Gebieten.  Reingrüne  Areale  treten  nur  auf  einigen 
Blättern  der  Pflanze  auf,  bedecken  dann  aber  größere  Flächen  bis  zur 
Hälfte  des  Blattes. 

Die  Querschnitte  normaler  Blätter  zeigen  ein  großzelhges  Parenchym. 
1  obere  Epidermis,  aus  flachen,  rechteckigen  Zellen,  2  Palhsaden,  bald 
keulenförmig,  bald  schenkelknochenartig,  bald  schlauchförmig  und  ver- 
bogen, 3 — 7  aus  quergedehnten  Zellen  bestehendes,  reichlich  durch- 
lüftetes  Schwammgevvebe,  8  untere  Epidermis  aus  isodiametrischen  kleinen 
Zellen  gebildet.  Das  Grundgewebe  der  Nerven  ist  reich  an  sternartig 
verzweigten,  inneren  Haaren.  Die  Epidermen  sind  mit  zahlreichen  mehr- 
zelligen oder  gegabelten  Haaren  und  mit  Drüsenhaaren  besetzt.  In  den 
Zellen  des  Mesophylls  liegen  zahlreiche  kleine  Chlorophyllkörner  von 
leuchtend  grüner  Färbung.  Stärke  war  am  24.  August  1907  nicht  nach 
zuweisen. 

Der  Bau  bunter  Blätter  weicht  in  den  reingrünen  Gebieten  von  dem 
normaler  Blätter  nicht  ab.  Erscheint  die  Blattoberseite  graugrün,  dann 
fehlt  das  Chlorophyll  den  Palisaden  und  häufig  auch  der  Schicht  3  im 
Schwammgewebe.  Die  Palisaden  sind  in  diesem  Falle  nur  wenig  verkürzt. 
An  den  Stellen,  wo  das  Grün  nur  schwach  durchschimmert  oder  die 
Blattfläche  weißlich  grün  oder  silberglänzend  ist,  sind  die  luftführenden 
Räume  zwischen  den  Zellen  größer,  die  Zellen  selbst  kleiner  als  in 
grünen  Gebieten.  Die  Palisaden  sind  erheblich  verkürzt,  zugleich  faden- 
förmig dünn  und  unregelmäßig  hin-  und  hergebogen,  bewahren  aber 
selbst  in  völlig  farblosen  Blattteilen  ein  von  den  Zellen  des  Schwamm- 
gewebes verschiedenes  Aussehen.  Am  beständigsten  ist  das  Chlorophyll 
noch  in  den  Schichten  (j  und  7.  Fehlt  es  auch  dort,  dann  sind  die  Zellen 
des  Schwammgevvebes  polygonal.  Gleichzeitig  findet  eine  Verminderung 
seiner  Schichten  bis  auf  zwei  oder  eine  statt.  Die  Stärkereaktion  verlief 
am  24.  August  1907  negativ. 

Im  Sommer  1907  wurden  zwei  bunte  Unterlagen  mit  grünen  Reisern 
versehen,  die  seitlich  angesetzt  gut  verheilten  und  austrieben.  Ihre  Blätter 
waren  am  24.  August  zum  Teil  gegen  10  cm  lang,  in  den  den  Hauptnerven 
benachbarten  Partieen  freudig  grün,  in  den  Randgebieten  matt-  oder 
gelbhchgrün.  Panaschierung  trat  nicht  auf.  Der  mikroskopische  Befund 
deckte  sich,  abgesehen  von  einer  etwas  zarteren  Ausbildung  der  Zellen 
in  den  grünen  Blättern  mit  dem  oben  für  die  grünen  und  bunten  Blätter 
angegebenen. 

Aus    der    Beschreibung    des    bunten    Tabaks    ergibt    sich,     daß     es 


-[  Q4  Heini-ich  Timpe. 

sich  um  eine  panascliierte  Form  handelte.  Bejerinck  und  Iwanowski  ') 
arbeiteten  mit  einer  Tabaksorte,  deren  Blätter  eine  Marmorierung  ähnhch 
der  von  Äbutüon  Thompsoni  aufwiesen.  Wurde  der  ausgepreßte  Saft 
dieser  Blätter  gesunden  Tabakpflanzen  durch  Träufeln  auf  die  Blätter 
oder  durch  die  Wurzeln  zugeführt,  dann  zeigten  sie  bald  nachher  ebenfalls 
buntgescheckte  Blätter.  Diese  „Mosaikkrankheit"  des  Tabaks  überträgt 
sich  also  auf  normale  Pflanzen,  wogegen  die  Panaschierung  die  Verwachsungs- 
stelle nicht  überschreitet. 


1)    Iwanowski,    Über    die  Mosaikkrankheit   der   Tabakspflanze    im   Zentralblatt   für 
Bakteriologie.     IL  Abt.  1899,  Bd.  5,  S.  250  ff. 


Eingegangen  am  24.  September  1907. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig -Holsteins 

und   der  angrenzenden  Gebiete    der  Freien  und   Hansestädte   Hamburg    und 

Lübeck  und  des  Fürstentums  Lübeck 
mit  Berücksiclitigiing  zahlreicher  im   Gebiete   bisher  nicht    beobachteten 

Gattungen  und  Arten. 
Unter  Mitwirkung  von  Spezialforschern,   insbesondere  Professor  H.  Homfeld  (Altona), 

von  Dr.   W.  Heering. 


2.  Teil :  Chlorophyceae  (Allgemeines.  —  Siplionales). 
Mit  57  Textfiguren. 


Klasse   Chloropliycetae.^') 

Wille,  N.,    Natürliche    Pflanzenfamilien   I.  Teil,    Abt.  2,    lb97,    S.  24—175    (mit 
Ausschluß  der  Hefcrokonfac  und  Characeae). 

Oltmanns,  f.,   Morphologie  und  Biologie  der  Algen  I,  S.  i;^3— 317. 

Unterscheidende  Merkmale. 

Ein-  bis  vielzellige  Algen  von  sehr  verschiedener  Gestalt^).     Chro- 

matophoren  von  mannigfaltiger  Form,  rein  grün  (wiePhanerogamenblätter-). 

Als    sekundäres  Assimilationsprodukt    findet  sich  meist  Stärke,  _  entweder 

an  ein  oder  mehrere  Pyrenoide  gebunden   oder  frei,   seltener  OP).     Ver- 


*)  Auf  eine  eingehendere  Angabe  der  auf  die  ganze  Klasse  bezüglichen  Literatur 
kann  ich  wohl  verzichten.  Sie  wird  bei  den  einzelnen  Ordnungen  angeführt 
werden.  Am  Schlüsse  der  allgemeinen  Behandlung  der  Klassenmerkmale  fliiden 
sich  nur  die  für  spezielle  Angaben  benutzten  Werke  zitiert.  Im  übrigen  ver- 
weise ich  auf  das  Literaturverzeichnis  II,  Teil  I,  S.  87  dieser  Flora. 

Es  ist  mir  eine  angenehme  Pflicht,  Herrn  Prof.  Dr.  Mönros-Fi'ankfurt 
und  Herrn  Apotheker  SELK-Hamburg  meinen  Dank  auszusprechen  für  die 
Unterstützung,  die  sie  mir  durch  Mitlesen  der  Korrekturbogen  erwiesen  haben. 
Ferner  danke  ich  folgenden  Herren  für  die  gütige  Zusendung  ihrer  Arbeiten 
über  Süßwasseralgen:  Prof.  Dr.  H.  BACHMANN-Luzern,  Dr.  F.  Boergesen- 
Kopenhagen,  Prof.  BORZI-Palermo,  G.  W.  F.  CARLSON-Upsala,  Prof.  Dr.  F.  E. 
FRITSCH-London,  Prof.  Dr.  G.  VON  LAGERHEIM-Stockholm,  Prof  Dr.  M.  MüBlUS- 
Frankfurt  a.  M.,  Prof.  Dr.  NORDSTEDT-Lund,  Dr.  C.  OSTENFELD-Kopenhagen, 
Dr.  A.  PASCHER-Prag,  Prof.  Dr.  SCHMIDLE-Meersburg  a.  Bodensee,  Apotheker 
H.  SELK-Hamburg,  Dr.  S.  STOCKMAYER- üuterwaltersdorf,  Nieder-Österreicli, 
Prof.  TEODORESCO-Bukarest,  TORKA-Nakel  a.  d.  Netze,  Prof.  Dr.  DE  Wildeman- 
Brüssel  und  Prof.  Dr.  N.  WILLE-Christiania. 

Über  die  mir  zuteil  gewordene  Unterstützung  speziell  bei  der  Bearbeitung 
der  Vancheriaceap  werde  loh  bei  dieser  Familie  (s.  S.  111)  sprechen. 


106  W.  Heering. 

mehruiig-*)  durch  Zellteilung-,  Zerfall  der  Kolonien  oder  Fäden,  ohne 
vorherg-ehende  wesentliche  Umbildung-  der  Zellen,  oder  durch  Akineten. 
Ungeschlechtliche  Fortpflanzung'"')  durcli  Zoosporen  mit  zwei  oder  vier 
gleichlangen  Ciiien  oder  zahlreichen  Cilien,  und  durch  Aplanosporen, 
geschlechtliche*^)  durch  Kopulation  gleichartiger  oder  verschiedenartiger 
Zoogameten,  die  zu  einer  Zygospore  verschmelzen,  oder  durch  Befruchtung 
eines  ruhenden  Eis  durch  schwärmende  Spermatozoiden,  wodurch  das  Ei 
zur  Oospore  wird.  Häufig  sind  in  den  Entwicklungsgang-,  regelmäßig  oder 
infolge  besonderer  Verhältnisse,  von  der  normalen  vegetativen  Erscheinung 
abweichende  Zustände  eingeschoben,  wie  das  Pa/me//a-Stadium ''). 

Anmerkungen. 

1)  Gestalt:  Es  ist  bereits  darauf  hingewiesen  (I,  S.  97),  daß  viele  Gattungen  der 
Heterokonten  in  ihrer  Form  den  Chlorophyceengattungen  sehr  ähnlich  sehen.  Um 
die  Bestimmung  zu  erleichtern,  wird  am  Schlüsse  der  Bearbeitung  der  Grünalgen 
noch  eine  zusammenfassende  Übersicht  über  alle  beschriebenen  Wachstumsformen 
gegeben  werden. 

2)  Farbe:  Die  grüne  Farbe  der  Chromatophoren  hat  der  ganzen  Klasse  den  Namen 
gegeben.  Bezüglich  der  abweichenden  Farbe  der  Chromatophoren  bei  den  Hetero- 
koniae  vergl.  I,  S.  90.  Es  ist  dort  schon  darauf  hingewiesen,  daß  der  Unterschied 
nicht  immer  sehr  klar  ist,  und  die  Beschaffenheit  der  Farbe  von  äußeren  Umständen 
abhängig  sein  kann.  Besonders  hervorzuheben  ist,  daß  der  Unterschied  kein 
qualitativer,  sondern  ein  quantitativer  ist,  indem  das  sowohl  bei  den  Heterokontae 
als  auch  bei  den  echten  Chlorophyceae  vorhandene  Xanthophyll  bei  den  ersteren 
als  überwiegender  Bestandteil  auftritt. 

Aber  auch  bei  den  zweifellos  zu  den  Chlorophyceen  gehörigen  Algen  finden 
sich  Arten,  die  häufig  oder  beständig  keine  rein  grüne  Farbe  aufweisen.  Bei  einigen 
Gattungen  liegt  dies  daran,  daß  das  in  Wirklichkeit  rein  grüne  Chromatophor  durch 
einen  gelbroten,  nicht  im  Chromatophor  befindlichen  Farbstoff,  das  Haematochrom, 
verdeckt  wird,  z.  B.  bei  Trentepohlia.  Ebenso  kann  gelbliches  Öl  die  grüne  Färbung 
beeinträchtigen,  zumal  wenn  es  selbst  durch  Auflösung  von  Haematochrom  intensiver 
gefärbt  ist,  wie  bei  Botryococcus. 

Schließlich  ist  darauf  aufmerksam  zu  machen,  daß  manche  zweifellosen  Grün- 
algen oft  eine  Farbe  aufAveisen,  die  mit  der  der  Cyanophyceen  übereinstimmt.  Wenn 
die  Chromatophoren  noch  dazu  undeutlich  sind,  so  ist  hier  eine  Verwechslung  leicht 
möglich.  Zu  nennen  sind  hier  namentlich  Algen,  die  zu  den  kleineren  gehören  und 
häufig  im  Plankton  vorkommen,  wie  Pediastrum  tetras,  Crucigenia  {Lemmermannia) 
emarginaia ,  Formen  von  Bhaphidium  u.  a.  *) 

0.  Zacharias,  dem  diesei'  Umstand  bei  seiner  Untersuchung  holsteinischer 
Moore  auffiel,**)  sucht  die  Abweichung  durch  „chromatische  Adaption"  dieser  Algen 
zu  erklären,  da  das  Wasser  durch  die  aufgelösten  Humusverbindungen  gelb  gefärbt 
ist.  Ich  kann  mich  dieser  Ansicht  nicht  anschließen,  da  die  betreffenden  Arten  mit 
ebenderselben  Farbennuance  seit  Jahren  in  Gewässern  beobachtet  wurden,  die  völlig 
reines  Wasser  enthalten    und  bei   denen   ein  Zufluß  aus   einem  ]\Ioorgewässer  nicht 


")   Herr  Selk  teilt  mir  mit,  daß  nach  seineu  Beobachtungen  die  Abweichung  von 

der  normalen  Färbung  selten  sei. 
")  Zacharias,  0.,  in  Forsch. -Ber.  Biol.  Stat.  Plön  X,  S.  275. 


t)ie  Süßwasseralge»  Schleswig-Holsteins  usw.  107 

statthat.  Es  sclieinen  doch  eher  von  den  Lichtverhältnisseii  nuabhängige  cytolo- 
gische  Eigenheiten  zn  sein,  für  die  eine  genügende  Erklärung  meines  Wissens  bisher 
nicht  gegeben  ist. 

Es  möge  schließlich  noch  bemerkt  Averden,  dafs  Ruhestadien,  sowohl  unge- 
schlechtliche als  auch  geschlechtliche,  sehr  hcäufig  keine  grüne,  sondern  gelbe,  rote 
oder  braune  Farbe  aufweisen,  die  durch  Haematochrom  bedingt  ist. 

3)  Stärke,  Öl,  Pyrenoide:  Während  bei  den  Heterokonten  Stärke  fehlt,  sind 
dagegen  bei  den  Chlorophyceen  beide  Assimilationsprodukte,  Stärke  und  Öl,  beobachtet, 
so  daß  das  Vorhandensein  von  Öl  allein  kein  sicheres  Kriterium  gibt,  ob  eine  Alge 
zu  den  Heterokonten  gehört.  Ebenso  ist  natürlich  die  Menge  dieser  Stoffe  je  nach 
der  Jahreszeit  und  dem  Entwicklungsstadium  sehr  verschieden,  so  daß  sie  mitunter 
schwer  nachzuweisen  sind.  Schließlich  ist  zu  erwähnen,  daß  auch  eine  Umwandlung 
von  Stärke  in  Öl  oder,  besser  gesagt,  eine  Mehrproduktion  von  Öl  bei  einem  Ab- 
nehmen von  Stärke  besonders  in  Ruhestadien  stattfindet. 

Welche  Bedeutung  die  Pyrenoide  für  den  Stoffwechsel  haben,  ist  noch 
nicht  geklärt.  Sehr  häufig  sind  sie  mit  einem  Stärkemantel  umgeben,  doch  ist  z.B. 
bei  Dicranochaete  von  HiERONYMUS*)  ein  Pyrenoid  beschrieben,  das  keinen  Stärke- 
niantel  besitzt.  Umgekehrt  braucht  auch  das  Vorhandensein  der  Stärke  nicht  an 
das  Vorkommen  eines  Pyrenoids  gebunden  zu  sein.  Solche  Stärke  nennt  man  im 
Gegensatz  zur  Pyrenoidstärke  Stromastärke.  Diese  findet  sich  z.  B.  regelmäßig  bei 
Microspura.  Schließlich  können  auch  beide  Arten  von  Stärke'  auftreten,  dann  besitzt 
die  Pyrenoidstärke  mehr  den  Charakter  des  Reservestoffs. 

Die  Natur  des  Pyrenoids  ist  überhaupt  noch  unvollständig  bekannt.  Bei 
Boiryd'mni  (vergl.  I.  S.  94)  ist  nachgewiesen,  daß  es  nur  im  Jugendzustand  vor- 
kommt. Durch  Kulturversuche  hat  man  die  Größe  des  Pyrenoids  beeinflussen 
können.  Innerhalb  von  Gattungen,  die  sonst  stets  Pyrenoide  aufweisen,  ist  es 
gelungen,  Formen  ohne  diese  zu  finden,  und  umgekehrt.**)  Selbst  unter  den 
Conjugaten,  die  sich  durch  besonders  deutliche  Pyrenoide  auszeichnen,  hat  Palla***) 
eine  pyrenoidlose  Form  nachgewiesen.  Es  scheint  mir  daher  sehr  fraglich,  ob  wir 
dem  Umstände,  ob  ein  Pyrenoid  vorhanden  ist  oder  fehlt,  so  viel  Gewicht  beilegen 
dürfen,  um  daraufhin  eine  neue  Gattung  zu  gründen,  wie  es  vielfach  geschehen  ist. 
Ich  werde  mich  daraixf  beschränken,  das  Vorhandensein  oder  Fehlen  des  Pyrenoids 
zu  registrieren,  ohne  die  ausschließlich  auf  diesem  Umstand  begründeten  Gattungen 
aufrechtzuerhalten.  Ich  glaube  um  so  mehr  davon  absehen  zu  dürfen,  als  wir  über- 
haupt noch  nicht  wissen,  ob  das,  was  wir  Pyrenoid  nennen,  ein  einheitliches 
Gebilde  ist. 

4)  Vermehrung  (ohne  Zellverjüngung). 

Zerfall:  Die  Vermehrung  durch  Zerfall  von  Fäden  und  Kolonien,  deren 
Zerfallprodukte  durch  neue  Zellteilungen  wieder  zu  vollständigen  Individuen  aus- 
wachsen,  ist  als  eine  mehr  zufällige  zu  betrachten  und  findet  insbesondere  infolge 
mechanischer  Verletzungen  statt. 

Akineten :  Unter  Akineten  versteht  man  Zellen,  die  durch  Aufspeicherung 
von  Reservestoffen  (Öl,  Stärke)  und  durch  mehr  oder  weniger  auffallende  Verdickung 

*)    HiERONYMUS,  G.,  in  COHNs  Beiträge  V.,  S.  370. 

**)   Serbinow,  J.  L.,    Über    eine  neue    pyrenoidlose   Rasse    von    Chlamyäomonas 

stellata  DiLL.,  BulL  Jard.  Irap.  Bot.  de  St.  Petersbourg  IL  190-2,  S.  Ul  — 153. 

—  ChODAT  in  Mem.  de  l'Herb.  Boiss.  1900,  n.  17.   (BhaiMdium  iiijrenogerimi.) 

***)   Palla,  E.,    Über  eine  neue  pyrenoidenlose  Art    und  Gattung  der  Conjugatae. 

Ber.  Deutsche  Bot.  Ges.  1894,  S.  228. 

10* 


108  W.  Heering. 

der  ursprüngliclien  Zell  wand  selbst  instand  gesetzt  werden,  längere  Perioden  ungünstiger 
Verhältnisse  zu  ertragen.  Eine  besondere  Form  der  Akineten  sind  die  Bru  tkeulen, 
die  dadurch  entstehen,  daß  sich  der  protoplasmatische  Inhalt  der  Zweigspitzen  ver- 
dichtet und  keulenförmige  Körper  bildet,  welche  sich  bei  der  Keimung  oder  bereits 
früher  vom  Thallus  trennen.  Unter  Cysten  verstehen  wir  die  durch  Zellwand- 
verdickung  ausgezeichneten  Dauerzustände  einzelliger  Algen. 
5)  Ungeschlechtliche  F  o  r  t  ])  f  1  a  n  z  u  n  g  (Vermehrung  durch  Z  e  1 1  v  e  r  - 
jüngung). 

Zoosporen  (Pianosporen).  Zoosporen  finden  sich  bei  den  meisten  Gattungen 
der  Chlorophyceen.  Entweder  entstehen  in  einer  Zelle  wenige  große  Zoosporen, 
dann  nennt  man  sie  Makr  o  zoo  sp  or  en ,  oder  kleine  in  größerer  Anzahl,  dann 
heißen  sie  Mikr  oz  o  o  sp  o  r  en.  Bei  einigen  Arten  treten  beide  Formen  zugleich 
auf.  Die  Mutterzelle  bleibt  entweder  unverändert  oder  bildet  sich  zu  einem  ab- 
weichend geformten  Zoosporangium  um.  Die  Entstehung  der  Sporen  erfolgt  durch 
succedane  (aufeinander  folgende)  oder  simultane  (gleichzeitige)  Teilungen  des  Zell- 
inhalts.    Selten  bildet  sich  nur  eine  große  Zoospore  (Voltzellbildung). 

Durch  den  Bau  der  Zoosporen  sind  die  Chlorophyceen  besonders  charak- 
terisiert. Die  Zoosporen  sind  rings  gleich  und  tragen  an  dem  hyalinen  Vorderende 
2  oder  4  farblose  Cilien.  Diese  Cilien  sind  gleich  lang,  weshalb  für  diese  Klasse 
im  Gegensatz  zu  den  Heterokontae  der  Name  Isokontae  vorgeschlagen  wurde.  Ganz 
abweichende  Zoosporen  besitzen  die  Oeäogoniaceae,  die  am  Vorderende  einen  Kranz 
von  Cilien  tragen,  und  die  Vaucheriaceae,  bei  denen  die  ganze  Oberfläche  oder 
wenigstens  das  Vorderende  mit  zahlreichen  Cilienpaaren  besetzt  ist.  Von  BOHLIN 
wird  daher  eine  völlige  Abtrennung  der  Oedogoniaceae  als  StejyJianokontae  vor- 
geschlagen. Die  Vaucheriaceae  rechnet  er  ohnehin  als  Vaucheriales  zu  den  Hetero- 
kontae. Von  diesen  beiden  Familien  wird  noch  die  Rede  sein  (S.  110).  Im  übrigen 
besitzen  die  Schwärmsporen  der  Chlorophyceen  ein  rein  grünes,  plattenförmiges  oder 
halbzylindrisches  Chromatophor,  häufig  einen  Augenpunkt  (Stigma)  und  kontraktile 
Vakuolen.  Die  Zoosporen  umgeben  sich  schon  während  der  Bewegung  oder,  nach- 
dem sie  zur  Kühe  gekommen  sind,  mit  einer  Membran  und  wachsen  gleich  zu  einer 
neuen  Pflanze  aus. 

Intermediäre  Schwärmer.  PASCHER*)  untersuchte  sehr  eingehend  den 
Bau  und  das  physiologische  Verhalten  der  verschiedenen  Zoosporenformen  bei  den 
Ulotrichales  und  widmete  auch  den  intermediären  Schwärmern  einen  größeren 
Abschnitt  seiner  Arbeit.  „Die  eigentlich  intermediären  Schwärmer  stehen  gewöhn- 
lich in  bezug  auf  mehrere  charakteristische  Merkmale,  die  zueinander  in  Korre- 
lation stehen,  intermediär;  so  nahm  mit  der  abnehmenden  Größe  der  Makrozoo- 
sporen die  Zahl  der  wie  Mikrozoosporen  stigmatisierten  Schwärmerformen  zu,  und 
das  analoge  Gegenteil  war  bei  den  Mikrozoosporen  der  Fall.  Die  Zahl  der  inter- 
mediären Schwärmer  nimmt  aber  mit  der  vorschreitenden  Organisationshöhe  ab."**) 
Wenn  auch  diese  Schwärmerform  systematisch  wichtig  ist,  kann  ich  hier  wohl  auf 
die  Behandlung  bei  den  einzelnen  Gruppen  verweisen  und  im  übrigen  auf  die 
genannte  Arbeit  von  Pascher. 

Zu  erwähnen  ist  hier  auch,  daß  Gameten,  die  zufällig  nicht  zur  Kopulation 
gelangen,  sich  ebenfalls  ungeschlechtlich  zu  einer  neuen  Pflanze  entwickeln  können. 

Eine  primitive  Form  stellen  die  amöboiden  Schwärmer  dar,   bei  denen 


*)  Pascher,  A.,  Studien  über  die  Schwärmer  einiger  Süßwasseralgen.    Biblio- 

theca  botanica,  Heft  67. 
**)  Pascher,  a.  a.  0.  S.  78. 


Die  Snßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw.  109 

der  Körper  stärkere  amöboide  Bewegungen  auszuführen  imstande  ist.  Die  .ein- 
fachste Form,  die  den  unmittelbaren  Übergang  zur  rein  vegetativen  Vermehrung 
bildet,  haben  wir  dann  vor  uns,  Avenn  der  Protoplast  einer  Zelle  in  eine  Anzahl 
Portionen  zerfällt,  die  aus  der  Zelle  austreten,  sich  kurze  Zeit  amöboid  beAvegen, 
da  sie  nicht  mit  Cilien  versehen  sind,  und  sich  dann  mit  einer  Membran   umgeben. 

Aplanosporen.  Zoosporen,  die  nicht  zur  völligen  Entwicklung  kommen, 
sondern  sich  bereits  im  Innern  der  Mutterzelle  mit  einer  Membran  umgeben,  nennt 
man  Aplanosporen.  Wird  diese  Membran  besonders  verdickt  und  macht  die  Aplano- 
spore  eine  Ruheperiode  durch,  so  nennt  sie  Chodat  eine  Hypnospore. 

Aiitospoi'en.  Als  Autosporen  bezeichnet  Chodat  die  Verjüngungszellen, 
welche  durch  vielfache  Teilung  der  Mutterzelle  entstehen  und  bereits  in  ihrem  Innern 
ihre  definitive  Form  wenigstens  annähernd  erhalten.  (Autosporaceae.)  In  gleichem 
yinne  führt  er  den  Namen  Autokolonie  ein,  wenn  sich  die  Tochterkolonie  bereits 
im  Innern  der  Mutterzelle  völlig  entwickelt  und  dann  erst  austritt.  Wille  faßt 
die  Entstehung  dieser  Formen  als  vegetative  Teilungen  auf.  Phylogenetisch  läßt  sich 
diese  Bildung  wohl  so  erklären,  daß  die  durch  die  Zellteilung  eingeleitete  Zoosporen- 
bildung nicht  zur  Ausführung  kommt,  sondern  die  Teilprodukte  sich  gleich  den 
Aplanosporen  mit  einer  Membran  umgeben.  Die  Autosporeu  unterscheiden  sich  nun 
dadurch  von  den  Aplanosporen,  daß  gleich  die  Zellanhänge  und  Vorsprünge  ausge- 
bildet werden.     Man  kann  sie  also  auch  als  entwickelte  Aplanosporen  auffassen. 

6)  Geschlechtliche  Fortpflanzung. 

Gameten  (Gametosporen).  Die  Gameten*)  sind  den  Zoosporen,  besonders  den 
Mikrozoosporen,  sehr  ähnlich  und  wohl  von  ihnen  herzuleiten.  Ihrer  Funktion 
entsprechend  besitzen  sie  meist  keine  Membran.  Entweder  sind  beide  kopulierenden 
Gameten  gleichartig,  dann  nennt  man  sie  Isogam  eten,  oder  der  eine,  der  weibliche, 
ist  größer,  dann  spricht  man  von  Hete  roga  nieten.  Die  Zellen,  in  denen  sie 
entstehen  (Gametangien)  sind  entweder  den  vegetativen  gleich  oder  von  ihnen  ver- 
schieden. Das  Kopulationsprodukt  ist  eine  Zygote,  die  meist  gleich  zur  Ruhe  kommt. 
Nur  in  seltenen  Fällen  bleibt  sie  noch  kurze  Zeit  in  Bewegung  (Zygozoospore). 
Die  Zygote  kann  entweder  gleich  keimen  oder,  wie  in  den  meisten  Fällen,  erst  ein 
längeres  Ruhestadium  durchmachen.  Unterbleibt  die  Kopulation,  so  können  sich 
die  Gameten  auch  ungeschlechtlich  entwickeln. 

Eibefruchtun^-;  Die  Eibefruchtung  läßt  sich  unmittelbar  aus  der  Gameten- 
kopulation  ableiten,  indem  der  oder  die  weiblichen  Gameten  nicht  aus  ihrer  Mutter- 
zelle (Oogonium)  austreten,  sondern  in  dieser  durch  bewegliche  Spermatozoiden 
befruchtet  werden.  Die  Spermatozoiden  sind  von  Gameten  abzuleiten;  die  Mutter- 
zelle heißt  Antheridium.  Nach  der  Befruchtung  umgibt  sich  die  nackte  Eizelle  mit 
einer  oder  mehreren  Membranen  und  wird  zur  Oospore.  Diese  macht  einen  längeren 
Ruhezustand  durch. 

7)  Palmellastadium  (im  weiteren  Sinne):  Manche  Algengattungen  machen  ein  Pal- 
mellastadium di;rch,  indem  eine  zur  Ruhe  gekommene  Zoospore,  eine  Ruhezelle 
(Aplanospore  oder  Akinete)  oder  bei  den  gewöhnlich  beweglichen  Formen,  wie 
Chlaniydomonas,  eine  vegetative  Zelle  sich  teilt  und  ein  faden-,  flächen-  oder  kugel- 
förmiges Gebilde  liefert,  aus  dem  entweder  Sporen  oder  durch  Sprossung  eine  neue 
Pflanze  entsteht.  Im  engeren  Sinne  spricht  man  von  einem  Palmellastadium,  wenn 
zugleich  eine  Vergallertung  der  Membranen  stattfindet. 

An  diese  Formen  anzuschließen  sind  die  Zwergkeimlinge,  wie  sie  aus  den 
intermediären  Schwärmern  hervorgehen,  die  ,,Stigeodoiimmsohle''  usw. 


*)   Die  Kopulation  der  Konjugaten  ist  hier  nicht  berücksichtigt. 


]  10  W.  Heering. 

Einige  Bemerkungen   über   die  Geschichte,   Umgrenzung  und 
Einteilung  der  Chlorophy ceen. 

Urspiünglich  umschloß  diese  Algenklasse  alle  Grünalgen.  In  neuerer 
Zeit  hat  dagegen  die  Klasse  eine  engere  Umgrenzung  gefunden,  die  ins- 
besondere in  der  Abtrennung  der  Heterokonten  zum  Ausdruck  kommt, 
nachdem  bereits  früher  die  Conjugaten  ausgeschieden  wai-en.  Die  Con- 
jugaten  bilden  in  der  Tat  eine  so  gut  umgrenzte  Gruppe,  daß  ihre  selb- 
ständige Stellung,  wofern  man  nicht  auf  die  Beschaffenheit  des  Farbstoffs 
besonderes  Gewicht  legen  will,  nicht  bezweifelt  werden  kann.  Mit  den 
Heterokonten,  die  ja  auch  in  dieser  Flora  als  selbständige  Klasse  behandelt 
werden,  ist  es  in  dieser  Hinsicht  schlechter  bestellt.  Die  Klasse  ist,  wie 
im  ersten  Teile  der  Arbeit  gezeigt  wurde,  sehr  wenig  einheitlich.  Wenn 
wir  die  Summe  unserer  Kenntnisse  über  die  Klasse  zusammenfassen,  so 
ist  das  Resultat  doch  recht  dürftig.  Insbesondere  ist  die  verschiedene 
Länge  der  Geißeln  in  gar  zu  wenig  Fällen  nachgewiesen.  Dies  scheint 
mir  aber  das  wichtigste  Merkmal.  Aber  selbst  wenn  es  überall  konstatiert 
und  als  konstant  erwiesen  wird,  könnte  doch  wohl  die  Güte  dieses  Unter- 
scheidungsmerkmals bezweifelt  werden.  Eine  gewisse  Einseitigkeit  läßt 
sich  hierbei  nicht  in  Abrede  stellen.  Jedenfalls  wird  es  eine  interessante 
Aufgabe  sein,  durch  eingehendere  Untersuchungen  nachzuweisen,  ob  sich 
die  Klasse  aufrechterhalten  läßt.  Wie  ich  aus  veischiedenen  Zuschriften 
nach  Erscheinen  des  ersten  Teils  ersehe,  sind  durchaus  nicht  alle  Algo- 
logen  für  das  Fortbestehen  der  Heterokonfae. 

Was  den  Eest  der  Chlorophyceen  betrifft,  so  ist  bereits  darauf  hin- 
gewiesen, daß  sich  dieVaucheriaceenundOedogoniaceen  durch  abweichenden 
Bau  der  Schwärmsporen  besonders  auszeichnen.  Über  die  Vaucheriaceen 
ist  bereits  gesprochen  worden.  Ich  möchte  sie  in  dieser  Klasse  beibe- 
halten, obwohl  sie  eine  solitäre  Stellung  einnehmen.  Für  die  Oedogo- 
niaceen  scheint  mir  eine  völlige  Abtrennung  noch  weniger  erforderlich 
zu  sein. 

Es  ist  die  Aufgabe  eines  Systems,  die  Formen  nach  dem  Gesichts- 
punkte der  phylogenetischen  Entwicklung  zu  gruppieren.  Bei  den  Chloro- 
phyceen sind  wir  nur  auf  morphologische,  entwicklungsgeschichtliche 
und  physiologische  Vergleiche  angewiesen.  Unsere  Kenntnisse  sind  aber 
in  manchen  Formenkreisen  noch  sehr  unzureichend.  So  kommt  es,  daß 
fast  jeder  Autor  eines  größeren  Algenwerkes  ein  anderes  System  entwirft. 
Wie  in  der  Einleitung  gesagt,  liegt  mir  hier  durchaus  nicht  daran,  ein 
neues  System  zu  liefern,  sondern  die  gefundenen  Formen  so  zu  gruppieren, 
daß  sie  bestimmt  werden  können.  Dies  schien  mir  um  so  mehr  angängig 
zu  sein,  als  durch  die  Fortlassung  der  rein  marinen  Gattungen  und  die 
nebensächliche  Behandlung  tropischer  Formen  das  System  ohnehin  lückenhaft 
werden  muß. 


Die  Süßwasseralgeii  Schleswig-Holsteins  u.sw.  1 1 1 

Aus  rein  praktischen  Gründen  verzichte  icli  hier  auch  auf  eine 
Aufzählung  und  Charakterisierung  der  Oidnungen  und  Familien,  da  die 
allgemeinen  Charaktere  für  die  Bestimmung  meist  nicht  in  Betracht 
kommen.  Eine  solche  zusammenfassende  Übersicht  werde  ich  am  Schluß 
der  Arbeit  geben. 

Literaturverzeichnis  IV. 

(s.  S.  105  Anm.) 

169.  *  Chodat,  R.,    Siu-   trois   g-enres   nouveaux   de   Protococcoidees   et   sur   la   florule 

pranktoiiique  d'un  etaiig  du  Dänemark  iu  Memoires  de  rHerbier  BdlSSiER  1900, 
n.  17  {Baplndium  pijrcnogermn). 

170.  *  HiERONYMUS,  G.,  Über  Dicranochade  reniformis  HlER.    Eine  neue  Protococcacee 

des  Süfswassers.     COHXs  Beitr.  zur  Biologie  der  Pflanzen  is'.)2,  V,  S.  351. 

171.  *  PALLA,  E.,    Über    eine    neue    pyrenoidenlose  Art    und    Gattung    der  Covjugafae. 

Ber.  Deutsche  Bot.  Gesellsch.,  1S94,  S.  228. 

172.  *  Pascher,  A.,    Studien  über  die  Schwärmer  einiger  Süßwasseralgen.     Bibliotheca 

botanica,  Heft  (;7,  1907,  ll(j  S.,  S  Tafeln. 

173.  Serbinow,  J.  L.,  Über  eine  neue  pyrenoidlose  Rasse  von  Chlami/domonas  stcUafa 

Dill.  (Bull,  du  Jardin  Imp.  de  Bot.  de  St.  Petersbourg,  2,  1902). 


Ordnung  Siphonales  GREVILLE  1830. 

Siphoueae  Greville,  Algae  brittanicae  S.  183. 

Nur  eine  Familie,  die  Vaucheriaceae,  im  süßen  Wasser.  Da  diese 
innerhalb  der  Ordnung  auch  hinsiclitlich  der  Fortpflanzung  eine  solitäre 
Stellung  einnimmt,*)  indem  Eibefruchtiing  nur  bei  dieser  Familie  vor- 
kommt,  beschränke  ich  mich  auf  die  Anführung  der  Familiencharaktere. 

Familie  Vaucheriaceae**)  (GRAY  1821) 
DUMORTJER  emend.    1822. 

Vaucheriaceae  GRAY,  J.  E.  A  natural  arrangenient  of  British  Plauts.  London 
1821.     S.  288. 

Vaucheriaceae  DUMORTIER,  Comm.  Bot.  S.  71. 
Vaucherieae  Decaisne,  Class.  des  Algues  S.  328. 

*)  Vergl.  auch  diese  Flora  Teil  I.  S.  93. 
**)  Die  Bearbeitung  dieser  Familie  ist  für  eine  Lokalflora  reichlich  ausführlich 
geworden.  Trotzdem  mußte  ich  noch  eine  ganze  Anzahl  Angaben  unterdrücken, 
die  mir  für  die  vorliegende  Arbeit  entbehrlich  zu  sein  schienen.  Namentlich 
beziehen  sich  diese  anf  ältere  Arten  und  Standorte.  Ich  werde  sie  gelegentlich 
als  besondere  Arbeit  publizieren.  Dagegen  habe  ich  möglichste  Vollst<ändigkeit 
in  der  Zitierung  der  Literatur  zu  erreichen  gesucht,  nur  die  Werke,  die  aus- 
schließlich Fundorte  enthalten,  sind  bis  auf  wenige  nicht  berücksichtigt.  Einige 
AVerke,  die  mir  nicht  zugänglich  waren,  wurden  mir  von  Herrn  Professor 
Dr.  MÖBIUS  und  Dr.  Pascher  überlassen.  Die  Exsiccate,  welche  ich  unter- 
suchte, stellte  mir  Herr  Geheimrat  Prof.  Dr.  Reinke  zur  Verfügung.   Ich  sage 


112 


W.  Heeriiiß-. 


Fig.  44. 


Der  Thallus  ist  schlauchförmig-,  durch  Spitzenwachstum  eine  Länge 
von  mehreren  Dezimetern  erreichend,  stets  ohne  Querwände,^)  also  ein- 
zellig-, meist  sparsam  verzweigt,  mitunter  scheinbar  dichotomisch^)  (bei 
Dkhofoniosiphon*)  echt  dichotomisch),  in  fließendem  Wasser  mittels 
Haft  Organen^)  festsitzend,  in  stehendem  Wasser  oft  treibend,  auf  feuchter 

Erde  dünne  Überzüge  bildend.  Die  Zellwand  ist 
im  Verhältnis  zum  Durchmesser  der  Fäden  dünn.^) 
Der  Zellinhalt ^)  ist  ein  dichter  Protoplasma- 
schlauch**) mit  zahlreichen  kleinen  Kernen,  kleinen 
scheibenförmigen  Chromatophoren,  oft  mit  zahl- 
reichen gelben  Öltropfen  (bei  Dkliotomosiphon  nie 
mit  Öl,  sondern  mit  Stärke),  geleg-entlich  auch  mit 
Kristallen.  Vegetative  Vermehrung'')  durch  Re- 
generation abgerissener  Fadenstücke  und  aus- 
tretender Plasmamassen,  die  durch  Verletzungen 
des  Schlauches  frei  geworden  sind,  durch  Akineten, 
die  durch  Querwandbildung  im  Faden  entstehen 
(bei  Dkliotomosiphon  durch  Brutkeulen***,  ange- 
schwollene und  abfallende  Fadenenden).  Unge- 
schlechtliche Fortpflanzung^)  durch  Zoosporen,  die 
in  der  Einzahl  durch  Vollzellbildung  an  den  Zweig- 
enden entstehen,  nachdem  diese  sich  durch  Anlage 
einer  Querwand  zum  Zoosporangium  umgebildet 
haben.  Zoosporen  mit  zahlreichen  Cilien  auf  der 
ganzen  Oberfläche  oder  am  Vorderende.  Bei 
einigen  Arten  finden  sich  Aplanosporen,  oft  an  kurzen 
seitlichen  Zweigen.  Sie  umgeben  sich  bereits 
innerhalb  der  Mutterzelle  mit  einer  Membran  und 
werden  durch  Platzen  der  Mutterzellmembran  frei. 
Geschlechtliche  Fortpflanzung^)  findet  in  Form  von 
Eibefruchtung  statt.  Die  Oogonien  und  Antheridien 
sind  Ausstülpungen  des  Thallus  (Fig.  44,  45).  Einige 


Fig.  45. 

Fig.  44  u.  45.   Anlage  der 
Geschlechtsorgane  von 

V.  uncinata  KÜTZ. 

Fig.  44.  Vorderansicht. 

Fig.  45.    Seitenansicht. 

a.  bei  hoher,  b.  bei  tiefer 

Einstellung. 

Bot.  Garten,  Kiel. 


den  genannten  Herren  meinen  verbindlichsten  Dank.  Ganz  besonders  aber 
fühle  ich  mich  Herrn  Professor  Dr.  0.  NORDSTEDT-Lund  zu  Dank  verpflichtet, 
der  mir  nicht  nur  eine  große  Anzahl  Abhandlungen  zur  Durchsicht  übersandte, 
sondern  auch  eine  Reihe  von  Werken  persönlich  mit  den  Angaben  in  der 
Übersicht  der  Literatur  und  Synonyme  (S.  174)  verglich  und  von  mehreren 
Excerpte  anfertigte  und  mir  zur  Verfügung  stellte. 
*)   Die   Charaktere,    die    sich    speziell    auf  Dichotomosiphon    beziehen,    sind,    um 

Wiederholungen  zu  vermeiden,  in  Klammern  gesetzt. 
*•■*)   Über  die  Bewegung  des  Protoplasmas  vergl.  GÖTZ,  Flora  1897,  S.  89,  00  und 

Leidy,  Grevillea  III.  S.  31. 
***)   Ähnliche  Gebilde  auch  bei  F.  megaspora  IWANOFF, 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw.  113 

Arten  sinrl  zweihäiisig,*)  die  meisten  einhäusig.  Im  letzteren  Falle 
sind  Antheridien  und  Oog'onien  einander  genähert.  Bei  einigen  Arten 
sitzen  sie  entweder  auf  dem  Thallusfaden  selbst,  bei  andern  ent- 
weder nur  die  Antheridien  oder  nur  die  Oogonien.  Bei  einer  Gruppe 
stehen  beide  auf  je  einem  kurzen  Seitenzweige.  (Bei  Dichotomo- 
siphon  sitzen  die  Antheridien  und  Oogonien  am  Ende  der  Zweige 
letzter  Ordnung.)  Schließlich  können  Antheridien  und  Oogonien  auch 
gemeinsam  auf  einem  Seitenzweige  sitzen.  Die 
Geschlechtsorgane  sind  meist  nur  durch  eine  Quer- 
wand**) vom  Thallus  getrennt,  oder  es  findet  sich 
außerdem  noch  eine  mehr  oder  weniger  inhalts- 
leere Zelle,  die  Begrenzungszelle,  eingeschoben. 
Auch  kann  bei  den  Antheridien  außer  der  Be- 
grenzungszelle noch  eine  besondere  Zelle  vorhanden  ^^ 

sein,  welche  die  in  diesem  Falle  in  der  Mehrzahl 

Fig   4() 
vorhandenen  Antheridien  trägt  (Androphor).    Das       ^,  omifhorephnia  Ag. 

Oogonium  hat  eine  (bei  marinen  Arten  auch  f.rrtr?o6(7is(TEODOREsco) 
mehrere)  Befruchtungsöffnung,  die  häufig  Schnabel-  Herrixg.^  ^^^^«^  Oogomnm 
artig  vorgezogen  ist.  Vor  der  Befruchtung  tritt  ein  wände  vom  Thallus  ge- 
Tropfen farblosen  Plasmas  aus,  und  die  nackte  Ei-  trennt (nachTEODORESco). 
zelle  rundet  sich  ab.    Die  Antheridien  öffnen  sich 

in  einer  Spalte  oder  mit  einem  oder  mehreren  Löchern  (Befruchtung^s- 
öffnungen),  aus  denen  die  Spermatozoiden  austreten.  Nach  der  Befruchtung 
umgibt  sich  die  Oospore  mit  mehreren  Membranen,  fällt,  mit  der  Oogonien- 
membran  verbunden,  ab  und  macht  ein  Euliestadium  durch.  Bei  der 
Keimung  treibt  die  Oospore  einen  oder  mehreie  Schläuche,  die  wieder 
Sporen  oder  Geschlechtsorgane  hervorbringen. 

Anmerkungen. 

1)  Querwände:  Unter  normalen  Verhältnissen  fehlen  Querwände  (mit  Ausnahme  der 
zur  Abgrenzung  der  Fortpflanzungsorgane  dienenden)  vollständig.  Bei  Dkhotomo- 
siphon  finden  sich  dagegen,  insbesondere  an  der  Basis  jüngerer  Zweige,  Andeutungen 
von  Querwänden  in  der  Form  von  ringförmigen  Wülsten***)  (Fig.  47).  Bei  Ver- 
letzungen   wird     der    Faden     durch    eine    Querwand    abgeschlossen. f)      Derartige 

*)   Außer  V.  dicJiofoma,   von   der  bisher   nur   zweihäusige  Exemplare   angegeben 
werden,   ist  noch  V.  sphaerospora  gelegentlich  zweihäusig,   dasselbe  wird  von 
F.  pachyderma  von  LEWIN  (Über  spanische  Süfswasseralgen  S.  1(5)  angegeben. 
**)   TeodoRESGO,    Beih.   Bot.   Zentralbl.  XXI,    S.  ICl,    berichtet,    daß   er  bei  V. 
pohjsperma   var.  variahllls   häufig  beobachtet  habe,   daß   das  Oogonium   durch 
zwei    Scheidewände    von    dem    Thallusfaden    getrennt  ist.     Die    der   Oospore 
benachbarte  Membran  ist  dünn  und  eben,   während  die  andere,   welche  dicker 
ist,  sich  nach  dem  Thallus  zu  ausstülpt  (Fig.  46). 
***)   Ernst,  Beih.  Bot.  Zentralbl.  XIII,  S.  121. 
t)   HANSTEIN,  Bot.  Ztg.  1873,  S.  697. 


114 


W.  Heeriiig. 


Fig.  47. 

Dichofo)iiosipho7i  tubc- 
rosiis  (A.  Br.)  Ernst. 
Dichotomie.    Die  stärker 
gezeichneten       Begren- 
zungslinien     sind    ring- 
förmige      Verdicknngen 
iler  Membran 
(nach  Ernst). 


Fäden  sind  außerordentlich  häufig.  Über  die  Anlage  von 
Querwänden  olme  vorliergegangene  mechanisclie  Verletzung 
s.  Aiim.  6. 
•J)  Dichotomie:  An  normalen  vegetativen  Fäden  ist  die 
Verzweigung  stets  seitlich,  nie  dichotomisch.  Auch  bei 
V.  dichotoma  ist  trotz  des  Namens  die  Dichotomie  nur  eine 
scheinbare.*)  Nur  bei  Dichotomosiphon  ist  der  Thallus 
echt  dichotomisch  verzweigt,  bei  fruktitizierenden  Pflanzen 
trieho-  bis  pentachotomisch  (Fig.  47,  100).  Bei  V.  trifurcata 
KÜTZING**)  scheint  allerdings  eine  trichotomische  Ver- 
zweigung aufzutreten,  doch  gehört  diese  Art  zu  den  un- 
vollständig bekannten.  Nur  in  besonderen  Zuständen  können 
echt  dichotomische  Verzweigungen  auch  bei  andern  Arten 
auftreten.  So  Iiieten  die  Ehizoiden  mitunter  das  Bild  echter 
Dichotomien.  Bei  V.  geminata  ist  im  Stadium  der  Akineten- 
bildung  ebenfalls  Dichotomie  nachgewiesen.  ***)  Von 
Interesse  ist  auch  die  Deutung  der  Hörnchen  der  Notom- 
jwafrt-Gallen  (s.  S.  l-.Hiu.  Fig.  54),  die  ROTHERTf)  als  Zweige 
letzter  Ordnung  ansieht.  Ihre  Verzweigung  ist  dichotom 
oder  trichotom,  mitunter  2— 3  fach.  (ROTHERT,  a.  a.  0. 
Taf.  VIII,  Fig.  13.)  Daß  die  Hörner  Verzweigungen  sind, 
zeigt  besonders  schön  die  Abbildung  von  Balbiani, 
Taf.  IV,  f.  17.  (S.  127  Amn.) 
3)  Haft  Organe:  Die  Ehizoiden  sind  chlorophyllarme  oder 
völlig  farblose  Gebilde.  Sie  sind  meist  reich  verzweigt  und 
bilden  sich  am  Ende  der  Fäden  oder  auch  durch  seitliche 
Ausstülpungen  derselben.  Nach  BORGEsff)  Untersuchungen 
an  Vaucheria  davata  ist  Kontaktreiz  eine  der  Hauptursachen 
der  Ehizoidenbildung.  Besonders  die  Formen  des  schnell- 
fließenden Wassers  zeichnen  sich  naturgemäß  durch  stark 
entwickelte  Ehizoiden  aus. 
4)  Zell  wand:  (letrocknete  FawcÄerirt- Formen  kollabieren  stark,  doch  nehmen  sie 
beim  Aufweichen  verhältnismäßig  leicht  ihre  frühere  Form  an.  Stärkere  Wände 
besitzen  die  auf  feuchter  Erde  wachsenden  Formen.  Unter  ungünstigen  Bedingungen 
treten  mitunter  ganz  auffällige  Zellwandverdickungen  ein,  ff f)  insbesondere  beim 
Austrocknen  der  natürlichen  Standorte  und  in  zugrunde  gehenden  Kulturen  in 
stehendem  Wasser.     Mitunter  sind  die  Fäden  mit  Kalk  inkrustiert. 


Fig.  48. 

Zellwandverdickungen 

bei  V.  sp.  {V.  haniafa?). 

Bei  Kiel. 


*)   SOLMS-Laubach,  Bot.  Ztg.  1867,  S.  361. 
**)   KÜTZING,  Tabulae  Phycologicae  VI,  Taf.  67,  f.  I. 
***)   STAHL,  Bot.  Ztg.  1879,  Taf.  II,  Fig.  1. 

f)  ROTHERT,  Pringsh.  .lahrb.  XXIX,  S.  53S. 
ff)  Borge,  0.,  Über  die  Ehizoidenbildung  bei  einigen  fadenförmigen  Chloro- 
phyceen,  S.  43—48.  —  Oltmanns,  der  diese  Untersuchungen  erwähnt,  spricht 
an  einer  andern  Stelle  irrtümlicherweise  von  BORZI.  (Morph,  u.  Biol.,  I.  Bd., 
S.  317.) 
ff f)  Walz  beobachtete  solche  Verdickungen  an  V.  terrestris  (a.  a.  0.  S.  1'29).  Stahl, 
Bot.  Ztg.  1879,  S.  134,  Anm.,  erwähnt  ebenfalls  diese  Verdickungen.  Seine  An- 
gabe, daß  Walz  diese  Verdickungen  nicht  bespreche,  ist  niclit  richtig.  Von 
andern   Autoren,    die    derartige    Zellwandverdickungen    behandeln,    nenne    ich 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw.  1 1 5 

5)  Zellinhalt:  Die  Chromatophoren,  die  im  Umriß  elliptisch  bis  kreisrund  sind, 
enthalten  nach  BOHLIN  einen  Farbstoff,  ähnlich  dem  der  Heierokontac  (vergl.  I,  S.  93). 
Bestimmt  gibt  er  dies  für  Vaucheria  sessilis  an.  Als  sekundäres  Assimilations- 
prodiikt  und  als  Reservesubstanz  *)  findet  sich  Öl,  das  oft  in  großen  Massen,  sowohl 
in  den  Fäden,  als  auch  in  den  Oosporen  auftritt.  Daß  Dichotomosiphon  Stärke 
enthält,  ist  bereits  erwähnt.  Nach  BOHLlNs  Auffassung  müßte  diese  Gattung 
deshalb  aus  der  Familie  entfernt  werden.  Walz  erwähnt,  daß  er  bei  V.  sericea 
(=:  ornifJiocephala)  neben  Öl  auch  ganz  vereinzelt  Stärkekörner  beobachtet  habe,  eine 
Beobachtung,  die  von  GÖTZ  und  FLEISSIG  nicht  bestätigt  wird.**) 

Gelegentlich  finden  sich  in  den  VaucheriaSchYÄnchen  auch  Kristalle.  Soweit 
ich  sehe,  sind  sie  zuerst  von  KARSTEN  ***)  für  V.  sessilis  angegeben.  Er  bemerkt, 
daß  es  Kristalle  von  oxalsaurem  Kalk  seien,  „ein  in  dem  Gewebe  dieser  Gewächse 
selten  sich  ausscheidender  Stoff".  Die  von  ihm  abgebildeten  Kristalle  waren 
Oktaeder,  die  in  einer  absterbenden  Zweigspitze  auftraten.  Ich  fand  in  einem, 
wahrscheinlicli  durch  Parasiten  zum  Absterben  gebrachten  Zweig  einer  Vaucheria 
sp.  (F.  uncinata  oder  F.  gcniinata)  zahlreiche  Sphaerokristalle,  deren  chemische 
Natur  ich  aber  nicht  untersucht  habe.  Nach  DE  BARYf)  findet  sich  in  den 
Antheridien  manchmal  ein  Kristall  von  oxalsaurem  Kalk.  KLEIN  bespriclit  das  Vor- 
kommen von  Kristallen  bei  V.  dichotoma  (Sphaerokristalle),  F.  geminata  und  F.  sessilis 
(Flora  XXXV,  1877,  S.  316).  Ebenso  erwähnt  WORONlNff)  das  Vorkommen  von 
Kristallen  bei  F.  De  Bari/ana,  BORODiNfff)  hält  diese  Kristalle  von  oxalsaurem 
Kalk  für  ein  pathologisches  Produkt.  Er  bildet  zahlreich  vorkommende  kleine  und 
vereinzelt  vorkommende  große  Kristalle  ab. 

G)   Vegetative  Vermehrung. 

Reproduktion.  Das  Austreten  von  Plasmamassen  wird  bereits  von  KARSTEN*') 
beschrieben  und  abgebildet.     Er  faßt  diesen  Vorgang  als  einen  spontanen  und  eine 


Solms-Laubach,  Bot.  Ztg.  1S77,  S.  3GI,  Taf.  IX,  Fig.  18;  BORODIN,  ebenda  1878, 
S.  515,  Anm.;  IWANOFF,  Bull,  des  Nat.  de  Moscou  1890,  S.  11.  —  Besonders 
eingehend  beschäftigt  sich  V.  ISTVANFFI  (SCHAARSCHMlDT)  mit  diesen  Membran- 
wucherungen, die  an  den  von  ihm  abgebildeten  Fäden  von  F.  sessilis  ganz 
ungewöhnliche  Dimensionen  erreichen.  (Zellhautverdickungen  und  Zellulin- 
körner  bei  Vaucheria  und  Chareii,  1884,  Taf.  I,  f.  1  — 19.) 
*)  Borodin  a.  a.  0.,  Fleissig,  Über  die  physiologische  Bedeutung  der  ölartigen 
Einschlüsse  in  der  Gattung  Vatichtria,  1900.  —  Ob  es  ein  direktes  Assimila- 
tionsprodukt ist,  ließ  sich  nicht  entscheiden. 

**)   Strasburger    (Zellbildung   und   Zellteilung,    -2.  Aufl.,    S.   106)    erwähnt    bei 
F.  ornitliocephala  (wahrscheinlich  eine  Form  von   F.  sessilis)  ebenfalls  Stärke. 
***)  Karsten,  Bot.  Ztg.  1852,  S.  90,  Taf.  II,  Fig.  5. 
t)   WALZ,  a.  a.  0.  S.  134. 

tt)  WORONIN,  Bot.  Ztg.  1880,  S.  427. 
ttt)  BORODIN,  Bot.  Ztg.  1878,  S.  548,  Taf.  XII,  Fig.  4  (große  Kristalle),  Fig.  3 
(kleine  Kristalle).  —  Benecke,  W.,  Über  Oxalsäurebildung  in  grünen  Pflanzen, 
Bot.  Ztg.  1903,  S.  86  hat  das  Auftreten  von  Kalkoxalat  in  Fäden  einer  von 
ihm  V.  ßuitans  benannten  Art  experimentell  untersucht.  Es  liegt  eine  Zwischen- 
form zwisclien  V.  ciavata  und  F.  sessilis  vor.  In  günstigen  mineralischen 
Lösungen  zeigte  sich  keine  nennenswerte  Oxalatbildung.  Doch  konnte  durch 
Kombination  wachstumshemmender  Bedingungen  und  Kalkzufuhr  eine  massen- 
hafte Ausfällung  von  oxalsaurem  Kalk  erzielt  werden. 

* ')  Karsten,  a.  a.  0.  Fig.  15. 


116  W.  Heering. 

Art  Sporenbilduug  auf.  Späterhin  ist  ein  derartiges  Austreten  von  Plasmamassen 
auf  mechanisclie  Verletzungen  zurückg-eführt.  Im  Jahre  1S92  gibt  aber  Bennett*) 
Avieder  eine  mit  der  Auffassung  Karstens  übereinstimmende  Deutung-  des  Vorganges. 
„Die  Spitze  einiger  Fäden  (von  V.  sessilis  var.  caesjntosa)  war  offen,  und  das  grüne 
Endochrom  entwich  hieraus  ruckweise  und  mit  ansehnlicher  Kraft;  es  fand  sich 
keine  Einschnürung  des  Fadens  und  keine  Querwandbildung  unter  dem  Protoplasma, 
das  auf  diese  Weise  ausgestofjeu  wurde."  Die  ausgestoßenen  Massen  bewegten  sich 
ruckweise,  kamen  aber  dann  zur  Ruhe  und  umgaben  sich  mit  einer  Membran. 
Bennett  hält  diese  Gebilde  für  eine  Art  Sporen.  Er  betont  ausdrücklich,  daß  aus 
seinen  Beobachtungen  keineswegs  anzunehmen  sei,  daß  ein  pathologischer  Prozeß 
vorliegt.  —  Auffällig  ist,  daß  bereits  Lyngbye**)  seine  V.  caespitosa  mit  mehreren 
Zvveigspitzen  abbildet,  aus  denen  der  Inhalt  heraustritt.  Eine  Entwicklung  solcher 
Plasmaklunipen  zu  einer  neuen  Pdanze  ist  nach  HANSTEIN***)  möglich,  wofern  noch 
ein  Kern  in  ihnen  enthalten  ist. 

Akineteiif):  STAHL  ff)  beobachtete  auf  ausgeworfenem  Schlamm  im 
Herbste  eine  Vaucheria,  die  kleine  Eäschen  bildete  und  sich  durch  lebhaft  grüne 
Farbe  von  andern  in  der  Nähe  wachsenden  Vaucherien  unterschied.  Der  Zellinhalt 
hatte  sich  in  isodiametrische  Portionen  gesondert,  die  sich  mit  dicken  gallertigen 
Membranen  umgeben  hatten.  Diese  Gebilde  sind  als  Akineten  zu  bezeichnen. 
Bereits  KÜTZiNGfff)  hat  diese  Form  von  Vaucheria  gekannt,  aber  irrtümlicher- 
weise als  Gongrosira  dichotoma  beschrieben  und  abgebildet.  Er  beobachtete 
ganz  richtig,  daß  seine  Gongrosira  in  Vaucheria  übergelie.  Seine  systematische 
Auffassung  wird  aber  verständlich,  wenn  wir  bedenken,  daß  KÜTZING  an  die  Ver- 
wandlung niederer  Algenformen  in  höhere  glaubt.*')  Mit  der  jetzigen  Gattung 
Gongrosira  hat  diese  Form  natürlich  nichts  zu  tun.**')  Wenn  Stahl  und  andere 
Autoren  nach  ihm  von  einem  Gongrosira-^tAAmm.  sprechen,  so  bezieht  sich  dies  auf 
die  mitgeteilte  Tatsache.  Besonders  zweckmäßig  scheint  es  mir  allerdings  nicht, 
diese  Bezeichnung  beizubehalten.***') 

Die  Akineten  können  entweder  direkt  zu  einem  neuen  Schlauch  auswachsen 
(Fig.  49),  oder  der  ganze  Inhalt  tritt  aus,  um  bald  zu  keimen.  Häuiiger  aber  zerfallen  sie 
in  zahlreiche  amöboide  Zellen,  die  ihrerseits,  nachdem  sie  Kugelgestalt  angenommen 
und  sich  mit  einer  Membran  umgeben  haben,  entweder  sofort  zu  neuen  Fäden  aus- 
wachsen oder  erst  ein  Ruhestadium  durchmachen.  Diese  Ruhezellen  können  sich 
durch  Teilung  vermehren.  Sie  keimen,  indem  der  Inhalt  nach  Sprengung  der 
Membran  heraustritt,  sich  mit  einer  Haut  umgibt  und  einen  neuen  Faden  bildet. 

Die  akinetenbildenden  Fäden  sind  wiederholt  dichotomisch  verzweigt.      Nach 


*)   Bennet,  Ann.  of  Bot.  1892,  VI,  S.  152. 
**)  Lyngbye,  Hydr.  Dan.,  Taf.  XXIII B. 
***)  Hanstein,  Bot.  Abhandl.  IV/2,  S.  49.    —   Klees,  Beitr.  zur  Physiologie  der 
Pflanzenzelle,  1888,  S.  506—515,  Taf.  V  1—6,  VI  1—3. 
f)   Die  von  STOCKMAYER   als  keimende  Akineten   abgebildeten  Gallen   haben  mit 
diesen  Akineten  natürlich  nichts  zu  tun,  vergl.  S.  127  Anm. 
ff)    STAHL,  Bot.  Ztg.  1879,  S.  129—137,  Taf.  IL 
fff)   KÜTZING,  Tab.  Phyc.  IV,  Taf.  98. 
*')   KÜTZING  (Umwandl.  Algenf.  S.  59)  bemerkt,  daß  diese  Gongrosira  aus  V.  Dlll- 
tcynii  hervorgehe. 
**')    Wille,  Gongrosira  S.  13. 

***')   G.  S.  West,  Brit.  Freshw.  Alg.  S.  111,  polemisiert  ganz  besonders  gegen  die 
Verwendung  dieser  Bezeichnung. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


117 


der  Basis  zu  gehen  sie  in  normale  Vaucheria-'FMen  üher. 
In  dieser  typischen  Form  habe  ich  die  Akinetenbildung 
nicht  beobachtet.*)  Dagegen  wurden  häufig  Fäden  beob- 
achtet, die  Querwände  aufwiesen,  ohne  daß  eine  mechanische 
Verletzung  stattgefunden  hatte.  Meistens  waren  für  das 
Wachstum  ungünstigt^  Bedingungen  zu  konstatieren.  Bereits 
Karsten**)  zeichnet  die  Anlage  solcher  Querwände  in 
krankhaften  Zweigen  von  F.  sessilis,  ähnliche  Beobachtungen 
macht  V.  ISTVANFFI.  Bates  und  (JOOKE***)  beobachteten 
solche  septierten  Fäden  an  V.  sessilis,  die  unter  dem  Eise 
eines  Tümpels  gefunden  wurde.  Insbesondere  scheint  aber 
die  von  Bennett f)  beobachtete  Form  dem  von  Stahl 
untersuchten  Zustand  nahezukon)men.  Bennett  beobachtete 
an  V.  sessilis  var.  caesjntosa-^-f)  Querwände,  die  entweder 
in  weiten  Abständen  auftreten  oder  bisweilen  zu  2—3  dicht 
zusammen.  Die  Wände  waren  oft  schief  und  stets  dick 
und  gelatinös.  Viele  der  Fäden  waren  im  Verfall.  Mitunter 
waren  die  Fadenlängswände  bereits  verschwunden  und  die 
Querwände  allein  trieben  noch  im  Wasser  als  dicke  Scheiben 
von  gelatinöser  Cellulose. 

An  die  Akineten    lassen    sich   wohl  auch    die  Brut- 
keulen  von   Dichotomosiphon    anschließen,    die    aber   stets 

direkt  zu  einer  neuen  Pflanze  auswachsen.   Ferner  sind  die  von  IWANOFF  als  Akineten 
bezeichneten  Gebilde  bei  F.  megaspora  als  eine  besondere  Form  anzusehen,  (s.  S.  163.) 
7)   Ungeschlechtliche  Fortpflanzung: 

Die  ungeschlechtliche  Fortpflanzung  erfolgt  durch  bewegliche  Zoosporen  und 
durch  unbewegliche  Aplanosporen,  die  in  engem  genetischen  Zusammenhang  stehen. 
Gerade  Vaiicheria  zeigt  sehr  schön  die  verschiedenen  Zwischenforraen.  Die 
Zoosporangienbildung  ist  schon  von  Vaucher  beobachtet,  der  eine  in  diesem  Zu- 
stand befindliche  Art  als  Edospcrma  clavata  beschrieb. ff f)  Die  auffallende  Größe 
der  Zoosporen  läßt  es  erklärlich  erscheinen,  daß  die  Aufmerksamkeit  immer  wieder 


Fig.  49. 

T".  geminata  DC. 

Faden    mit    Akineten, 

die    direkt    zu    neuen 

VaucJieria-  Schläuchen 

auswachsen  (nach 

Stahl). 


*)   Ein   Exemplar    von  F.  geminata   in    diesem    Zustand    ist   ausgegeben   in   der 
Sammlung  von  Wittrock  und  NORDSTEDT,  n.  455. 
**)  Karsten  a.  a.  0.  Fig.  8. 
***)    COOKE,  British  Freshw.  Alg.  S.  119.  —  Einen  ausführlichen  Bericht  über  diese 
Beobachtung  liefert  CoOKE  in  Grevillea,  Vol.  11.  1883.  S.  104.  Taf.  IGl.     Die 
Fäden   zeigen    ganz   den   Habitus  einer  Claäophora.     Eine  Verwechslung   ist 
ausgeschlossen,  da  COOKE  auch  die  Geschlechtsorgane  beobachtete.     Er  sucht 
diese  Septierung  mit  der  Zoosporenbildung  in  Verbindung  zu  bringen, 
f)  Bennett,  A.  W.,  in  Ann.  of  Bot.  VI,  1S92,  S.  152. 
ff)    Ob  sessilis  oder  geminata  vorlag,  ist  nicht  zu  entscheiden, 
fff)   Die  Zoosporenbildung  selbst  wurde  nach  Götz  von  dem  Kezensenten  der  Arbeit 
Vauchers  05  S.  76  zuerst  beobachtet.      GÖTZ  nennt   aber  weder  den  Rezen- 
senten noch   die  Rezension,    da  er  die   Angabe   aus  WALZ   übernommen  hat, 
der  den  Rezensenten   auch  nicht  namhaft  macht.     Er  zitiert   aber  wenigstens 
als  Ort  der  Rezension:   Die   allgem.  lit.  Zeit.  1805.     Der  Rezensent  ist  unter 
der  Rezension  nicht  genannt.    Nach  Walz  könnte  schon  Blumenbach  (1781) 
die  Zoosporen  und  ihre  Keimung  gesehen  haben.   Doch  erwähnt  Blumenbach 
nicht,  daß  die  Sporen  beweglich  sind.    (s.  Conferva  fontinalis  im  Anhang.) 


118 


W.  Heering. 


auf  diese  Gebilde  lüngelenkt  wurde.  Es  liegt  nicht  im  Rahmen  dieser  Arbeit,  die 
einzelnen  Beobachtungen  zu  besprechen.  Ich  verweise  auf  die  beiden  Monographien 
der  Gattung.  Die  älteren  Autoren  untersuchten  Arten  der  Sektion  Corniculatae , 
von  der  bei  V.  rej^ens,  sessilis  und  davata  die  Zoosporenbildung  bekannt  ist.  Alle 
drei  Arten  sind  von  früheren  Autoren  zusammengezogen  und  erst  in  neuester  Zeit 
von  Klebs  und  GÖTZ  wieder  getrennt  worden.  Aus  diesem  Grunde  sind  bei  den 
älteren  Angaben  die  jetzigen  Arten  nicht  immer  genau  festzustellen.  Doch  geht 
auch  aus  den  neueren  Untersuchungen  eine  wesentliche  Übereinstimmung  in  der 
Bildung  des  Zoosporangiums  und  der  Zoosporen  hei  diesen  Arten  hervor. 


Fig.  50. 

Formen  der  Zoosporangien  und  Aplanosporangien. 

Von  links  nach  rechts :    V.  sessilis  f.  davata  (nach  GÖTZ), 

f.  repens  (nach  GÖTZ),   V.  hamata  (nacli  WALZ),   V.  pilo- 

boloides    mit    austretender    Aplanospore     (nach    ERNST), 

F.  geminata  (nach  WiTTROCK). 

Die  Zoosporangienbildung  wird  durch  eine  starke  Stoffeinwanderung  in  die 
Zweigspitzen  eingeleitet,  so  daß  diese  ein  dunkelgrünes  Aussehen  erhalten.  Schließlich 
trennt  sich  die  Zweigspitze,  die  entweder  den  gleichen  Durchmesser  behält  oder 
keulig  anschwillt,  durch  eine  helle  Querwand  vom  Thallus  ab.  Bald  darauf  gerät 
der  Inhalt  in  Bewegung,  der  Gipfel  des  Zoosporangiums  verschleimt  und  zerreißt 
und  durch  die  entstandene  Lücke  wird  die  Zoospore  hinausgepreßt.  Wie  die  Unter- 
suchungen von  Ernst  an  den  Aplanosporen  von  Vaudieria  piJoboloides,  von  denen 
noch  die  Rede  sein  wird,  zeigen,  sind  die  treibenden  Kräfte  einerseits  eine  Kontraktion 
der  Mutterzellwand,  andererseits  ein  Expansionsbestreben  der  Zoospore.*)  Letzteres 
geht  aus  dem  veränderten  Größenverhältnis  nach  ihrem  Austritt  hervor.  So  verhält 
sich  der  Breitendurchmesser  der  eben  frei  gewordenen  Zoospore  von  F.  repens  zum 
Durchmesser  der  Sporangienzelle  wie  1"2 — 13:9,  von  F.  sessilis  wie  17:12.  Wenn 
man  die  dicht  mit  Cilien  besetzte  Zoo.spore  sieht,  die  sich  nach  Austritt  aus  dem 
Sporangium  langsam  fortbewegt,  wird  man  unwillkürlich   an  ein  spontanes  Heräus- 


^)  A.  Braun,  Verjüngung  S.  174,  und  Dippel,  Flora  1856  S.  502,  geben  dieselhen 
Ursachen  an.  Walz,  a.  a.  0.  S.  132,  dagegen  meint,  daß  nach  seinen  Messungen 
an  F.  sessilis  nicht  anzunehmen  sei,  „daß  die  Zoospore  herausgepreßt  wird  durch 
die  Zusammenziehung  der  elastischen  Wand  des  Zoosporangiums,  welche  durch 
die  sich  in  ihm  bildende  Zoospore  ausgedehnt  war". 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw.  119 

schlüpfen  denken  (die  Pflanze  im  Moment  der  Tierwerdung!),   doch  scheint  es  nach 
dem  Gesagten  hesser,  von  einem  Ausstoßen  der  Zoosporen  zu  reden. 

Was  den  Bau  der  Zoosporen  angeht,  so  hat  eine  genauere  mikroskopisclie 
Untersuchung  zu  der  Annahme  geführt,  daß  jede  Zoospore  eine  „Synzoospore''  ist, 
d.  h.  daß  sie  aus  zahlreichen  zweiwimperigeu  SchAvärmsporen  zusammengesetzt  ist.*) 

Den  ersten  Schritt  zur  Rückhildung  zeigen  die  Zoosporen 
bei  V.  ornithoceplmla  und  f.  polysperma,  hei  denen  die  Cilien 
entweder  ausschließlich  am  Vorderende  oder  außerdem  sehr 
spärlich  am  Hinterende  zur  Entwicklung  kommen  (Fig.  51). 

Schon  den  Aplanosporen  zuzurechnen,  aber  durch  die 
Form  und  den  Bau  des  Sporangiums  den  geschilderten  Zoo- 
sporen sehr  nahestehend  sind  die  Aplanosporen  von  V.  piloho- 
loides.  Es  gelang  Ernst  **)  wiederholt,  hei  dieser  Art  die 
Ausstoßung  der  Aplanosporen  zu  beobachten.  Aus  einem 
Sporangium  von  300/^  Länge  und  120  p.  Breite  entwickelte  sich 
während  der  kurzen  Zeit  der  Entleerung  eine  Spore  von  875  /i 
Länge  und  140/-/.  Breite  (s.  oben  und  Fig.  50).  Ähnlich  wie  bei  der  Fig.  51. 

vorgenannten  Art  ist  wohl  das  „Ausschlüpfen"  der  Aplanosporen  Zoosporen  von  T".  or- 
bei  y.  hamata  zu  erklären,  deren  Vorhandensein  allerdings  nithocephaJa  Ag. 
bisher  nui'  von  Walz  und  Hansgiru  angegeben  worden  ist.  (>^'ach  Teodoresco.) 
Ich  habe  sehr  gut  übereinstimmende  (lebilde  auch  an  iilaterial 
aus  dem  Teiche  des  Botanischen  Gartens  in  Kiel  beobachtet,  kann  aber  eine  bestimmte 
Angabe  nicht  machen,  da  an  den  Exemplaren  Geschlechtsorgane  nicht  auftraten 
und  V.  sessilis  und  V.  uncinata  an  demselben  Standorte  vorkamen. 

Bei  den  typischen  Aplanosporen  aber  scheint  mir  eine  derartige  Ausstoßung 
nicht  mehr  stattzufinden.  Ich  habe  nicht  beobachtet,  daß  sie  unmittelbar  nach 
Austritt  eine  wesentliche  Größenzunahme  zeigten.***)  Das  Sporangium  öffnet  sieh 
so  weit,  daß  die  Aplanospore  einfach  herausfallen  kann.  Solche  typischen  Aplano- 
sporen haben  eine  elliptische  oder  rundliche  Form  und  entstehen  in  einem  gleich- 
geformten, auf  einem  kurzen  Seitenzweige  sitzenden  Sporangium.  Sie  sind  bekannt 
für  V.  geminata  (inkl.  V.  race))ws(d,  V.  imcinafa,  V.  humicola,  V.  hamata  (s.  oben) 
und  V.  Woronuiiana. 

Während  die  Zoosporen  bald,  nachdem  sie  zur  Ruhe  gelangt  sind,  zu  keimen 

beginnen,    machen    die   Aplanosporen    meist    eine    längere   Euheperiode   durch;    die 

erwähnten  tJbergangsstadien   zwischen   Zoo-  luid  Aplanosporen   beginnen  allerdings 

bald  zu  keimen. 

8)    Geschlechtliche  Fortpflanzung:      Der  eigentliche  Befruchtungsvorgang  ist 


*)  Breckenfeld,  Life  History  of  Vaucheria  (zitiert  nach  JüSTs  Jahresber.  1885, 
I,  S.  411)  berichtet,  daß  er  einmal  statt  einer  großen  Zoospore  hunderte  von 
kleinen  farblosen  Zoosporen  beobachtet  habe.  Er  schließt  daraus,  daß  die 
großen  Zoosporen  aus  vielen  kleinen  zusammengesetzt  seien.  Ahnliches  scheint 
auch  ITZIGSOHN  (Bot.  Ztg.  XII,  1854,  S.  527)  beobachtet  zu  haben,  der  aber 
merkwürdigerweise  die  Zoosporen  für  Spermatosphärien  hält. 

**)  Ernst,  Siphoneenstudien  IIL  Beih.  Bot.  Zentralbl.  372. 

***)  EOTHERT,  a.  a.  0.  S.  534,  erwähnt,  daß  die  Aplanosporen  von  V.  Walzi 
C=  F.  uncinata)  bald  nach  der  Reife  eine  geringe  Volumzunahme  zeigen.  Nach 
dem  Austritt  sind  sie  130—152  //  lang,  100— 115  ß  breit,  einige  Tage  später  150 
bis  190//.  lang,  110-150//.  breit.  Bei  der  Keimung  schwellen  sie  noch  mehr 
an  (200 /£  lang,  ISO//,  breit). 


120 


W.  Heering. 


für  die  spezielle  Systematik,  insbesondere  für  die  Bestimmung  der  Arten,  nicht  in  Be- 
tracht zu  ziehen.*)  Von  größter  Wichtigkeit  dagegen  ist  der  Bau  und  die  An- 
ordnung der  Geschlechtsorgane. 

Es  wird  deshalb  bei  der  speziellen  Behandlung  der  Gattungen  und  Arten 
besondere  Rücksicht  darauf  genommen  werden.  Dem  System  ist  besonders  die  Be- 
schaffenheit der  Antheridien  zugrunde  gelegt.  Eine  wesentliche  Schwierigkeit  beim 
Bestimmen  scheinen  mir  insbesondere  die  Anomalae  zu  bieten,  wenn  die  Anthe- 
ridien nur  eine  Öffnung  haben.  Dann  ist  eine  Verwechslung  mit  den  Corniculatae 
wolil  möglich.  Die  Oospore  füllt  meist  das  Oogoniura  ganz  oder  fast  ganz  aus. 
Bei  V.  aversa  scheint  sie  frei  zu  schweben,  bei  der  marinen  V.  piloboloides  nimmt 
sie  nur  den  oberen  Teil  des  Oogoniums  ein.  Bei  der  Brackwasserform  V.  litorea 
findet  sich  außer  der  Oospore  eine  zweite  Zelle  im  Oogonium,  die  den  unteren  Teil 
desselben  ausfüllt.  Überhaupt  sind  unter  den  marinen  und  Brackwasserformen  Arten, 
die  recht  wesentlich  im  Bau  der  Geschlechtsorgane  von  den  Süßwasserarten  ab- 
weichen. 

Was  die  Loslösung  der  Oosporen 
betrifft,  so  fallen  sie  in  den  meisten 
Fällen  samt  der  Oogonienmembran  ab 
(Fig.  52,  79).  Bei  mehreren  Arten  sind 
besondere  Membranbildungen,  die  das 
Oogonium  von  dem  Faden  trennen,  an- 
gegeben.**) Die  Oogonienmembran  zer- 
setzt sich  später. ,  Nur  bei  F.  terrestris 
geht  diese  Membran  in  Gallerte 
über  (Fig.  85).  Ausnahmsweise  kann 
eine  Zersetzung  der  Oogonienmembran 
auch  bei  andern  Arten  bereits  früher 
eintreten,  so  daß  die  Oosporen  heraus- 
fallen. Walz  berichtet  dies  für  V.  tm- 
cinata  (nach  getrocknetem  Material), 
DiPPEL  für  F.  sessÜis. 

Die  Oosporen  umgeben  sich  nach 
der  Befruchtung  mit  einer  Membran,  die 
sich  später  in  drei  Schichten  differenziert. 
Bei  einigen  Arten  ist  noch  eine  weitere 
Differenzierung  der  Membranschichten  zu  bemerken,  auf  die  im  speziellen  Teile  ein- 
gegangen  werden  wird.     Welchen   Wert   für  die  Bestimmung   die   roten,    braunen 


Fig.  52. 

F.  uncinata  KÜTZ.   ( F.  peiuhila  ARECH.) 

Fruchtstand,     dessen    Oogonien     abgefallen 

sind.     Links  reife  Oospore. 

WiTTR.  &  NORDSTEDT  n.  947. 


*)  Eine  kurze  Übersicht  über  die  Geschichte  der  Erforschung  der  geschlechtlichen 
Fortpflanzung  geben  WALZ,  a.  a.  0.  S.  133—141,  und  GÖTZ,  a.  a.  0.  S.  95,  9G. 
—  Über  das  Verhalten  der  Kerne  usw.  vergl.  Oltmanns,  Über  die  Entwicklung 
der  Sexualorgane  bei  Vaurhcria.  Flora  1895.  Hier  findet  sich  auch  eine  kurze 
Besprechung  der  bisherigen  Ergebnisse,  insbesondere  der  neueren  Forschung. 
Nach  Davis,  B.  M.,  Oogenesis  in  Vaucheria,  Bot.  Gazette  1904,  S.  81,  ist  das 
Verhalten  der  Kerne  anders  als  von  Oltmanns  dargestellt,  doch  erklärt 
Oltmanns  die  Abweichung  dadurch,  daß  DAVIS  eine  andere  Art  untersucht 
hat  und  die  Abweichungen  der  einzelnen  Arten  sehr  beträchtlich  sind.  Die 
von  Davis  untersuchte  Art  wird  als  geminata  racemosa  bezeichnet. 
**)    F.  dichofonia,  F.  De  Baryana,  ferner  bei  Dichoiomosiphon. 


I)ie  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  xisw.  121 

oder  schwarzen  Körper  im  Inhalt  der  reifen  Oospore  besitzen,  läßt  sich  noch  nicht 
entscheiden.  Walirscheinlicli  sind  es  T'mwandlnngsprodnkte  des  Chlorophylls  (vergl. 
aber  S.  TiS). 

Die  Oosporen  keimen  nach  längerer  Ruhe.  Nach  Walz  und  GoTZ  dauert 
die  Ruhe  4  Wochen,  nach  Pringsheim  3  Monate.  Nach  meinen  Beobachtungen 
kommt  es  sehr  auf  die  äußeren  Verhältnisse  an.  Ich  habe  Kulturen  gehabt,  in 
denen  die  Oosporen  den  ganzen  Winter  über  auf  dem  Boden  lagen  und  erst  im 
Frühjahr  keimten. 

Gattungen :    Vaucheria,  Dichotomosiphon. 

Schlüssel  der  Gattungen, 

Normale  vegetative  Fäden  nie  exakt  clichotom  verzweigt,  im  Innern  stets 
Öl,  nie  Stärke VaiicJieria. 

Normale  vegetative  Fäden  dicliotom,  an  den  äußersten  Spitzen  bis  penta- 
chotom  verzweigt,  im  Innern  mit  Stärke    DichofomosipJwn. 

Vaucheria*)  DE  CANDOLLE  1801,   emend.  DE  CANDOLLE  1805. 

Dk  (Jandot.le,  Extrait  d'un  rapport  sur  les  Conferves  fait  ä  la  societe  philo- 
niatique.  Bull,  des  sciences  par  la  soc.  philomatique  de  Paris,  T.  III,  ISO],  S.  19,  und 
Journ.  de  Physique,  Chimie  et  d'Histoire  naturelle,  T.  LIV,  Paris  1802.  De  Candoli.k, 
Flore  fran^aise  II,  61. 

Syn.:  Edosperma  Vauoher  180->.  Histoire  des  Conferves  d'eau 
douce,  S.  9—36.  —  BORY  dict.  class.  VI,  p.  63. 

Woroninia  SOLMS-Laubach  1867,  Bot.  Ztg.  Bd.  XXV,  S.  366.**) 

Literatur:  WALZ,  J.  Beitrag  zur  Morphologie  und  Systematik 
der  Gattung  Vaucheria  DC.  PRINGSH.  Jahrb.  1866,  Bd.  V,  S.  127. 

NORDSTEDT,  0.  Algologiska  smäsaker.  2.  Vaucheria-studiür  1879. 
Botaniska  Notiser  1879,  S.  177—190. 

NORDSTEDT,  0.  Some  remarks  on  British  submarine  Vaticheriae. 
The  Scottisch  Naturalist   1886,  S.  382-385.     1  Tafel. 

GÖTZ,  H.  Zur  Systematik  der  Gattung  Yaiicheria,  speziell  der  Um- 
gebung Basels.     Flora  1897,  Bd.  LXXXIII,  S.  88. 

Die  Charaktere  sind  bereits  angegeben.  Die  Gattung  ist  im  Gebiete 
weit  verbreitet.^)  Selbst  in  vegetativem  Zustande  ist  die  Gattung  mit 
keiner  andern  des  Süßwassers  zu  verwechseln.  Zur  Bestimmung  der 
Arten^)  ist  die  Kenntnis   der  Geschlechtsorgane    unbedingt    erforderlich, 


*)  Nach  dem  Genfer  Algenforscher  Vaucher. 
**)  Daß  Solms-Laubach  für  F.  dkhotoma  eine  neue  Gattung  schuf,  erklärt  sich 
aus  der  mangelhaften  Kenntnis  der  Salzwasserformen  der  Gattung.  NORDSTEDT, 
dem  wir  hauptsächlich  eine  Bereicherung  unseres  Wissens  in  dieser  Richtung 
zu  verdanken  haben,  erklärt  1878  (Bot.  Notiser  S.  178)  die  Unterscheidungs- 
merkmale nicht  für  ausreichend.  —  DE  TONl  (Sylloge  I,  S.  394)  gibt  eine  Gegen- 
überstellung der  Charaktere  von  Vaucheria  und  Woroninia. 

11 


122  W.  Heering. 

die  Beobachtung-  der  ungeschlechtlichen  Vermehrung-  ist  nicht  ausreichend. 
Pathologische  Veränderungen  der  Fäden •'^)  und  Geschlechtsorgane  sind 
sehr  häufig  und  können  bei  der  Bestimmung-  irreführen. 

A  n  m  e  r  k  u  n  g  e  n : 

I)  Verbreitung.  Die  Gattung-,  welche  in  den  Tropen  seltener  vorzukommen  sfhcint,*) 
ist  in  den  gemärsigten  Zonen  sehr  verbreitet.  Auch  im  Gebiet  gehurt  sie  zu  den 
häufigsten  Gattungen.  Bei  der  großen  Lebenszähigkeit  der  Arten  ist  es  nicht  ver- 
wunderlich, dafä  sie  sicli  den  mannigfachsten  äußeren  Verhältnissen  anzupassen  ver- 
mögen. Aus  diesem  Grunde  habe  ich  auch  die  gewöhnlich  in  salzigem  Wasser  vor- 
kommenden Arten  mit  aiifgeführt,  da  sich  eine  scharfe  Grenze  nicht  ziehen  läßt. 
Denn  Brackwasserformen  können  auch  im  süßen  Wasser  oder  auf  dem  Ufer  selbst, 
Süßwasserformen  gelegentlich  auch  im  Gebiete  des  Brackwassers  vorkommen.**)  Eine 
echte  marine  Art  scheint  nur  F.  piloholoides  Thuret  zu  sein.  Ich  glaubte  mich 
zu  dieser  Abweichung  vom  Plane  der  Arbeit  um  so  mehr  berechtigt,  als  die  Mehrzahl 
der  Brackwasserarten  auch  im  Gebiet  beobachtet  worden  sind. 

Für  die  Arten  des  süßen  Wassers  kommen  als  Wohnstätten  in  Betracht: 
fließendes  Wasser,  stehendes  Wasser  und  feuchte  Erde.  Götz  gibt  für  alle  von 
ihm  untersuchten  Arten  an,  daß  er  sie  entweder  in  fließendem  Wasser  gesammelt 
habe  oder  daß  sie  in  fl^eßendem  Wasser  gutes  vegetatives  Wachstum  zeigten. 
Deshalb  ist  wohl  der  Schluß  berechtigt,  daß  auch  die  noch  nicht  an  natürlichem 
Standort  in  fließendem  Wasser  konstatierten  Arten  darin  vorkommen  können.  Die 
Angaben  sind  bisher  hinsichtlich  dieses  Punktes  noch  sehr  dürftig,  da  mit  Ausnahme 
von  V.  ornithocephnla  an  keiner  Art  an  solchen  Standorten  Geschlechtsorgane 
beobachtet  wurden.  Ohne  diese  ist  aber,  wie  gesagt,  eine  Bestimmung  unmöglich, 
wenn  man  nicht  durch  Kultur  die  Alge  in  einen  bestimmbaren  Zustand  überführt. 
Mit  Ausnahme  der  genannten  Art  waren  sämtliche  Exsiccate  und  in  Formol  auf- 
bewahrten FcMfc/ierirt-Exemplare,  die  in  ständig  fließendem  Wasser  im  Gebiete  ge- 
sammelt waren,  steril.  Es  würde  zwecklos  sein,  die  einzelnen  Fundorte  aufzuzählen, 
doch  soll  darauf  hingewiesen  werden,  daß  gerade  diese  Vaucheria-P olster,  -Rasen 
und  -Büschel  für  die  nicht  übermäßig  zahlreichen  schnellfließenden  Gewässer  des 
Gebiets  sehr  charakteristisch  sind. 

Wesentlich  anders  verhalten  sich  die  FaMc/icrict-Exemplare,  die  an  gelegent- 
lich überrieselten  Stellen,  an  Quellen,  Ausflußröhren  usw.  wachsen.  Hier  werden 
oft  Geschlechtsorgane  beobachtet. 

In  stehendem  Wasser  können  alle  Arten  vorkommen.  Da  dieser  Standort  für 
die  Hervorbringung  der  Geschlechtsorgane  günstig  ist,  liegen  für  diese  Lokalitäten 
die  meisten  Angaben  vor.  Insbesondere  sind  Tümpel,  Dorfteiche,  Gräben  gute 
Fundorte.   Moorige  Gewässer  pflegen  sehr  selten  Vaucheria- Arten  zu  beherbergen.***) 

Was  das  Vorkommen  auf  feuchter  Erde  betrifft,  so  sind  die  Brackwasser- 
formen während  der  Ebbezeit   außerhalb    des  Wassers,   ja   F.  synandra  findet  sich 


*)  Fritsch  in  Ann.  of  Bot.  XXI,  S.  254 — "255.  —  Hier  möge  auch  erwähnt  werden, 
daß  die  Gattung  in  fossilem  Zustande  beobachtet  ist.  Eine  Zusammenstellung 
der  subfossilen  Fa?<c/ierm-Funde  gibt  V.  Lagerheim,  Fossile  Algen,  Geol.  Foren. 
Förhandl.  n.  217,  Bd.  XXIV,  S,  475. 

**)  Diesen  Angaben  scheinen  die  Kulturversuche  von  A.  Richter  (Flora  LXXV, 
S.  53)  zu  widersprechen,  doch  verweise  ich  andererseits  auf  ERNST,  Beih.  Bot. 
Zentralbl.  1904,  S.  378. 

''**)   Das  rührt  wohl  von  dem  Kalkbedürfnis  der  Vaucheria- kxtew  her. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  nsw.  123 

sogar  zwischen  Gras.  Andererseits  ist  auch  T^.  sessills  am  Ufer  zwischen  faulender 
Zostera  beobachtet  worden.  Diese  Standorte  schliefsen  sich  an  die  oben  genannten, 
temporär  überrieselten  an.  Vielfach  sind  auch  die  sonst  angegebenen  terrestrischen 
Standorte  solche  Lokalitäten,  an  denen  sich  kürzere  oder  längere  Zeit  Wasser 
befand,  wie  Eegenwassertümpel,  Gräben,  Überschwemmungsgebiet  der  Flüsse  nsw. 
Die  Arten,  die  in  diesem  stehenden  Wasser  wuchsen,  können  auch  bei  Verschwinden 
des  Wassers  weiter  vegetieren,  doch  stellen  sich  häufig  pathologische  Zustände 
ein.  Nur  wenige  Arten  bezw.  Formen  haben  sich  der  terrestrischen  Lebensweise 
in  höherem  Grade  angepaPst,  wie  V.  ierresiris,  V.  pnchyderma  nnd  7.  sessüis 
(f.  rejicns).  ]\ran  findet  sie  aber  stets  an  ständig  feuchten  Orten,  wie  Blumentöpfen, 
schattigen  Plätzen  in  Gärten  usw. 
2)    Bestimmung  der  Arten. 

Diese  große  Anpassungsfähigkeit  der  Arten  fordert  zu  Vorsicht  auf  gegen- 
über den  neuen  Arten,  die  auf  Grund  physiologischer  Charaktere  aufgestellt  Avorden 
sind.  Insbesondere  hat  GÖTZ,  der  letzte  Slonograph  der  Gattung,  mehrere  der 
alten  Arten  wieder  gespalten.  Für  die  Beurteilung  der  Konsequenzen  in  .systema- 
tischer Hinsicht  wäre  es  sehr  wichtig  gewesen,  wenn  Gmz  angegeben  hätte,  von 
welchem  Fundort  er  sein  Material  entnommen  hatte.  Dafs  sich  ein  Individuum 
einer  Art,  das  in  stehendem  Wasser  gewachsen  ist,  anders  verhält  als  eins  aus 
fließendem  Wasser,  ist  wohl  anzunehmen.  Man  könnte  diese  Formen  also  wohl  als 
physiologische  Rassen  bezeichnen,  aber  docli  noch  nicht  als  Arten.  Beispielsweise 
gibt  Götz  für  V.  davata  an,  daß  sie  ausschließlich  in  schnellfließendem  Wasser 
vorkomme.  Er  kultivierte  sie  aber  monatelang  in  stehendem  Wasser  und  erzielte 
in  diesem  auch  Geschlechtsorgane.  Wie  werden  sich  nun  aber  die  aus  diesen 
Oosporen  im  stehenden  Wasser  hervorkeimenden  Pflanzen  verhalten?  Werden  sie 
sich  überhaupt  weiter  entwickeln  oder  nicht?  Wenn  sie  sich  entwickeln,  werden 
sie  die  von  Götz  als  spezifische  Eigentümlichkeiten  bezeichneten  Charaktere  zeigen  ? 
oder  werden  sie  die  Merkmale  anderer  unter  natürlichen  Verhältnissen  im  stehenden 
Wasser  vorkommenden  Formen  annehmen?  Es  wäre  zu  wünschen,  wenn  speziell 
auf  diesen  Punkt  hinzielende  Kulturen  angestellt  würden.  Nach  meinen  eignen, 
wenn  auch  lückenhaften  Versuchen  kann  ich  mich  der  systematischen  Auffassung 
von  GÖTZ  nicht  anschließen,  und  durch  das  Studium  der  Literatur  und  zahlreicher 
Fartc/ieWrt-Exemplare  werde  ich  in  meiner  Ansicht  befestigt. 

Die  Angaben  über  die  Kulturergebnisse  von  GÖTZ  verlieren  jedoch  deshalb 
durchaus  nicht  ihren  Wert.  Ich  gebe  sie  ohne  Änderungen  in  Form  einer  Tabelle 
wieder.  Es  sind  aber  die  Bemerkungen  über  die  einzelnen  Arten  im  speziellen  Teil 
der  Arbeit  zu  vergleichen. 


Anweisung 

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124 


W.  Heering. 


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126  W.  Heering-. 

Diese  Kiilturau Weisungen,  die  durch  Angaben  anderer  Autoren  ergänzt  werden, 
geben  dem  Floristen  die  M()glichkeit,  alles  oder  wenigstens  das  meiste  friscligesammelte 
Material  zu  bestimmen.  Reinkulturen  sind  wohl  zu  entbehren,  wenn  auch  manche 
Arten  durcheinander  wachsen  xmd  dadurch  zu  Verwechslungen  Anlaß  gegeben  haben. 
Exsiccate  sind  leidlich  gut  zu  untersuchen.  Bei  einigen  Arten,  wie  V.  aversa  und 
F.  ornithocephala^  läßt  allerdings  die  Beschaffenheit  der  Antheridien  meist  zu  wünschen 
übrig.  Ich  habe  bei  dieser  Gattung  ein  umfangreicheres  Exsiccatenmaterial  unter- 
sucht und  die  Angaben,  welche  allgemeineres  Interesse  bieten,  hier  mit  veröffentlicht. 
£j)  Pathologische  Veränderungen:  Von  den  unter  abnormen  Verhältnissen  auf- 
tretenden Zellwandverdickungen  und  Querwandbildungen  ist  schon  die  Rede  gewesen. 
(S.  114.)  Hier  möchte  ich  noch  auf  die  eigenartigen  Fadenanschwellungen  hinweisen, 
die  durch  den  Parasitismus  eines  Rädertiers,  Notommafa  Wertiecki  Ehrb.,  hervor- 
gerufen werden.  Man  kann  sie  als  Gallen  bezeichnen.  Bereits  Vaucher*)  erkannte, 
daß  diese  Gebilde  durch  einen  Parasiten  hervorgerufen  werden.  Er  nannte  ihn 
Cyclops  Lupula.  Lyngbye**)  bemerkt  mit  Bezug  auf  diese  Beobachtungen,  daß  er 
die  Gallen  an  V.  duhoioma  gesehen  habe.  Eine  genaue  Beschreibung  der  Gallen 
liefert  Ungek  (1827),  der  auch  darauf  hinweist,  daß  die  von  ROTH  als  Conferra 
düatata  ß.  davata  und  y.  hursata*'**)  beschriebenen  Formen  nichts  anderes  als 
V.  davata  seien,  deren  Fäden  mit  Gallen  besetzt  sind.  Von  V.  dilatafa  ß.  davata 
wird  bereits  1807  von  Trextepohl  angegeben,  daß  die  Anschwellungen  durch  Tiere 
verursacht  werden.  Die  von  Roth  und  Lyngbye  bei  dieser  Art  zitierte  Abbildung 
Flora  Danica  Taf.  949  zeigt  die  Gallen  ganz  deutlich.  Dies  ist  wohl  die  erste  Ab- 
bildung der  Gallen  überhaupt,  da  sie  1787  erschien.  Die  erste  richtige  Beschreibung 
des  Parasiten  gab  Ehrenberg  (1S34).  Er  erhielt  von  Werneck  in  Salzburg 
eine  Zeichnung,  die  dieser  auf  Grund  seiner  Untersuchung  des  ihm  von  Unger 
zugesandten  Materials  angefertigt  hatte.  Hassall  erwähnt  die  Gallen  bei 
V.  racemosa  und  nennt  den  Parasiten  ebenfalls  Cydops  lupula  MÜLLER.  Sie 
sind  schon  früher  in  England  beobachtet  und  1807  in  der  English  Botany  Taf.  17Gö 
an  V.  sessilis  abgebildet.  KÜTZING  hat  diese  Gallen  abgebildet,  aber  gänzlich  ver- 
kannt. Er  hält  sie  für  Akineten  und  stellt  für  die  mit  solchen  Gallen  behaftete  Alge 
einen  neuen  Namen,  V.  sacculifera,  auf.f)  Auch  RABENHORSTff)  verkannte  die  Natur 
der  Gallen.  Erst  von  1877  ab  beschäftigen  sich  eine  Anzahl  Aufsätze  ausführlicher 
mit  diesen  Gebilden.  Da  sie  für  die  Bestimmung-  unwesentlich  sind,  verweise  ich 
auf  die  Literatur.fff)     Es  ist  auffallend,  daß  viele  Autoren  über   den  Gegenstand 


*)   Vaucher,  Hist.  des  Conferves,  S.  17,  32,  36,  vergl.  auch  Walz,  a.  a.  0.  S.  156. 
Vaucher   beobachtete   sie  an  V.  racemosa   und   T".   appenäiculata.     Agardh 
(1824),  Spec.  Alg-.,  S.  469,   beschreibt  ebenfalls  die  Gallen  bei  dieser  Art  und 
nennt  als  Parasiten  Infusionstierchen. 
**)  Lyngbye,  Hydr.  Dan.,  S.  82  Anm. 
***)    s.  S.  ISO  und  Fig.  55. 

t)  KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI.  t.  63,  f.  III. 
tt)  Rabenhorst,  Fl.  Eur.  Alg.  III.,  S.  269. 
ttt)  Unger,  Die  Metamorphose  der  Edosperma  davata  Vauch.  Bonn  1827  und 
Ann.  des  sc.  nat.  1828,  Bd.  XIII,  S.  428,  Taf.  XVI,  f.  8—12.  —  Meyen,  Beitr. 
zur  Physiologie  und  Systematik  der  Algen,  1828,  S.  460.  —  Wimmer,  Über- 
sicht der  Arb.  d,  schles.  Gesellsch.  für  Vaterland.  Kultur,  1833  (1834),  S.  71.  — 
Ehrenberg,  Organisation  in  der  Richtung  des  kleinsten  Raumes.  3.  Beitr. 
1834,  S.  72.  —  Ehrenberg,  Die  Infusionstiere  als  vollkommene  Organismen. 
1838,  S.  426.  (Er  beobachtete  Gallen  an  V.  didwtoma  und  V.  racemosa,  aber 
keine  Tiere,  sondern  Eier,  die  er  ebenfalls  genauer  untersuchte.)  —  MORREN, 


Die  Süßwasseralgeu  Schleswig-Holsteins  ixsw.  127 

geschrieben  haben  ohne  genügende  Kenntnis  der  Literatur.  Eine  ausführliche  und  vor- 
zügliche Untersuchung  über  die  Gallen  schrieb  Rothert.*)  Er  untersuchte  den  ganzen 
Entwicklungsgang  des  Tieres  und  die  morphologischen  und  biologischen  Verhältnisse. 

Die  Arten,  für  die  das  Vorhandensein  der  Notommata-Qallen  konstatiert  ist, 
gehören  zu  den  Corniculatae,  außer  F.  dichofoma.  Bei  V.  pachyderma,  die  Debray 
untersuchte,  ist  nach  ROTHERT  der  Parasit  ein  anderer.  Walz  erwähnt,  dafs  auch 
Rotifer  vulgaris  als  Parasit  vorkomme. 

Bereits  im  .Jahre  1900  konnte  ich  an  F.  uncinata,  die  im  Teich  des  Botanischen 
Gartens  in  Kiel  wuchs,  den  ganzen  Entwicklungsgang  des  Tieres  studieren.  An 
diesem  Material  wurden  vielfach  aucli  junge  Geschlechtsorgane  Iteobachtet,  die  von 
dem  Parasiten  befallen  waren.  Es  fanden  sich  neben  den  Gallen  mit  2  Hörnern, 
wie  sie  am  häufigsten  vorkommen,  auch  anders  gestaltete.  (Fig.  bo.)  Typische 
zweihörnige  Gallen  fand  ich  an  einer  Vaucheria  spec.  im  Eppendorfer  Mühlen teich 
bei  Hamburg.  Im  Kieler  Herbar  liegt  eine  1853  von  Hansen  bei  Grundhof  ge- 
sammelte Vmicheria  (Corniculatae  Eaccmosae)  mit  zahllosen  Gallen,  die  vielfach 
Eier  enthalten.    (Fig.  54). 


De  l'existence  des  Infusoires  dans  les  plantes.  Bull,  de  l'Acad.  de  Bruxelles. 
1839.  Taf.  VI,  S.  298.  —  ROEJIER,  Die  Algen  Deutschlands.  1S45,  S.  5 
(Gallen  an  F.  dichotoma).  —  Cleve,  Svenska  Arterna  af  slaegtet  Vaucheria 
(1863),  S.  7,  erwähnt  die  Gallen  bei  F.  sessilis.  —  MAGNUS,  P.,  Über 
Gallen,  die  ein  Rädertierchen  an  Vaucheria -Y'&den  erzeugt.  Bot.  Ztg.  1877, 
S.  497.  —  WOLLNY,  Über  die  Gallen  von  Vaucheria,  Hedwigia  1877,  und 
weitere  Beobachtungen  über  die  EntAvicklung  der  Notommata  in  einer  Aus- 
sackung der  Vaucheria,  Hedwigia  1878,  S.  5.  —  BALBIANI,  G.,  Observations 
sur  le  Notominafa  de  Werneck  et  sur  son  parasitisme  dans  les  tubes  des 
Vaucheriees.  Ann.  Sc.  Nat.  (Zoologie)  t.  VII  1878,  l  Taf.  —  Benkoe  Gabor, 
Fa?<c7ierm-gubacsok,  ISS'2,  Növentyani  Lapok,  S.  14G— 152.  In  dieser  Arbeit 
findet  sich  eine  Zusammenstellung  der  bis  dahin  bekannten  Fundorte  und 
Wirtspfianzen  des  Parasiten.  —  COOKE,  Br.  Fr.  W.  Algae,  S.  125,  zitiert 
English  Botany,  Tafel  2419,  2.  Ausgabe.  Er  bemerkt  dazu,  daß  die 
Alge  zu  sessilis  gehöre.  HASSALL  habe  sie  für  (/eminata  gehalten,  weil 
man  zu  jener  Zeit  glaubte,  F.  geminafa  sei  die  Sonimerform  zu  F.  sessilis. 
COOKE  zitiert  für  diese  Angabe  Engl.  Bot.  Ed.  II,  S.  125.  Ferner  gibt 
CoOKE  an,  daß  über  diesen  Parasiten  von  A.  LlSTER  dem  Essex  Field 
Club  am  22.  Juli  1S82  eine  Mitteilung  gemacht  sei,  die  in  die  Proceedings  des 
Clubs  (Vol.  III)  aufgenommen  werden  würde.  Da  COOKE  aber  den  Namen 
Notommata  nirgends  nennt,  sondern  nur  von  dem  Parasiten,  „was  es  auch  sein 
mag",  spricht,  scheinen  ihm  die  vorgenannten  Arbeiten  unbekannt  geblieben 
zu  sein.  —  Bennett,  A.  W.,  Vaucheria  Galls.,  Ann.  ot  Bot.  1S89.  —  STOCK- 
MAYER, Vaucheria  caespitosa,  Hedwigia  1890,  S.  275,  Taf.  XVI  Fig.  3— fi,  bildet 
die  Gallen  als  Akineten  ab.  —  VON  ISTVANFFI,  Rumeliai  Algak  1890,  S.  7G. 
—  Debray,  Sur  Notommata  Werneckii  Ehrb.  Parasite  des  Vaucheriees,  Bull. 
Sc.  de  la  France  et  de  la  Belgique  1890,  T.  XXII,  S.  222—240.  -  Lemmer- 
MANN,  E.,  Abb.  d.  nat.  Ver.  Bremen,  XII.  Bd.,  1893,  S.  520,  Anm.  —  FORTI,  A., 
I  Cecidi  di  Notommata  Wernecki  Ehrb,  in  Italia.  Atti  R.  Istit.  Venet.  di  sc. 
lett.  ed  arti.  T.  LXIV,  1905,  S.  1751  —  1752. 
*)  Rothert,  W.,  Über  die  Gallen  der  Rotatorie  Notommata  Wernecki  auf 
Vaucheria  Walzi  n.  sp.  Pringsh.  Jahrb.  XXIX,  189G,  S.  525-594,  Taf.  VIII,  IX. 
{Vaucheria  Walzi  ist   F.  uncinata  KÜTZ.) 


128 


W.  Heering. 


Es  kommen  auch  sonst  Parasiten  in  den  Vaucheria-Fääen  vor.  Eine  Apla- 
iiospure  einer  Vau cheria- Art  aus  dem  Wilden  Moor  bei  Rendsburg  war  von  eiför- 
migen Körpern  erfüllt,  die  mir  von  den  Eiern  der  Nofommata  verschieden  zu  sein 
schienen.     Da  das  Material  zu    dürftig  war  und   sich  bereits   in  fixiertem  Zustand 


Fig.  58. 
Einhöniige  Galle.  Im  Innern  das  Mutter- 
tier und  Eier.     Die  Detailzeichnung  ist 
weggelassen.   (Nach  einer  nach  lebendem 
Material  entworfenen  Skizze.) 


Fig.  54. 
Zweihörnige  Galle.    Die  Galle  ist  leer. 
Die    beiden    Hörner    sind    offen.     (Nach 
einem    von    HANSEN   bei   Gruudhof   ge- 
sammelten Exsiccat.) 


befand,  konnte  ich  Genaueres  nicht  feststellen.  Auch  Eeinsch  *)  bildet  eine  kleine 
eiförmige  Zelle  im  Innern  eines  Vauchcria-SchlsMches  ab,  die  er  für  einen  Parasiten  (?) 
hält.     Wille**)   führt    Chyiriähmi  yhmcratum   COENU  als   Parasit  von  Fonc/^eria 


Fig.  55. 
V.  r/cminata  WALZ.  Nach  einem  von  MOHJ! 
als  Conferva  dilatata  EOTH  bestimmten 
Exsiccat.  Aufjer  den  Geschlechtsorganen 
fanden  sich  auch  Aplanosporangien  (in  der 
Figur  rechts).  Die  Fäden  waren  dicht  mit 
Eiern   erfüllt.     Beigemischt  war  F.  sessiUs 

f.  repens. 


Fig.  5(). 
r.  uncinata  KÜTZ.  Durch- 
wachsung eines  entleerten 
Aplanosporangiums.  Der 
neue  Zweig  trägt  wieder 
ein  Aplanosporangium. 
(Nach  EOTHERT.) 


geminata  an,  Atkinson  Harpochi/trium  Hedenii  auf  Vauchcria  spec.  Schließlich 
möchte  ich  noch  auf  die  Beobachtungen  von  BASTIAN***)  hinweisen,  der  der  Ansicht 
ist,  daß  die  farbigen  Körper  im  Innern  der  T^aMc/icria-Oosporeu,  deren  Entstehung 
sonst   auf   die  Umbildung    des   Chlorophylls    bei    der  Reifung    zurückgeführt    wird, 


*)   Reinsch,    D.  B.  G.  V,  1887,  S.  191,  Taf.  VIII,  Fig.  4  a. 

**)   Wille,   Bidr.  tili  Sydam.  Algflora  1883,  S.  38.    —    Ati^nson,  G.  W.,   Notes 
on  the  Genus  Harpochytrium,  Jouru.  of  Mycology  X,  1904. 
***)  H.  Charlton  Bastian,    Qu  some   points   in   connection  with   the   ordinary 
Development  of  Vauchcria  resting-spores, 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw.  129 

Rnhestadien  einer  Amöbe  darstellen.  Wenn  auch  diese  Körper  hinsichtlich  ihrer 
Farbe,  Größe,  Zahl  und  Anordnung  ziemlich  variieren,  so  scheint  mir  doch  eine 
Bestätigung  dieser  Angaben  sehr  nötig  zu  sein.  GÖTZ  erwähnt  ausdrücklich,  daß 
diese  gefärbten  Körper  in  den  Oosporen  zurückbleiben  und  bei  der  Keimung  nicht 
weiter  verarbeitet  v?erden. 

Eine  zweite  Gruppe  pathologischer  Veränderungen  betrifft  die  Organe  der 
ungeschlechtlichen  und  geschlechtlichen  Fortpflanzung.  Sie  treten  so  häufig  auf, 
daß  man  wohl  selten  eine  völlig  normal  ausgebildete  Vauchtria  finden  wird.  Eine 
eingehende  Behandlung  dieser  abnormen  Formen  ist  hier  wohl  nicht  nötig,  doch 
sollen  wenigstens  einige  der  häufig  vorkommenden  Fälle  namhaft  gemacht  werden, 
da  die  ältere  Systematik  diese  Formen  vielfach  zu  Arten  erhoben  hat. 

Eine  Gruppe  dieser  Veränderungen  kann  man  als  Durchwachsuugserscheinungen 
(Prolifikationen)  bezeichnen.  Es  kommt  bei  den  Zoosporangien  vor,  daß  der  Zweig 
nach  dem  Austreten  der  Spore  durch  das  entleerte  Sporangium  hindurchwächst, 
wie  es  schon  Trentepohl  1807  und  später  Borodin*)  für  Y.  sessiUs  angibt.  Für 
die  Aplanosporangien  von  V.  geminata  wird  dies  zuerst  von  WlTTROCK**),  für  die 
der  V.  uncinata  von  ROTHERT  ***)  augegeben  (Fig.  5G).  Die  gleiche  Erscheinung 
bildet  Ernst  f)  bei  V.  jnloboloides  ab. 

Eine  Durchwachsung  der  Geschlechtsorgane  findet  sich  besonders,  wenn 
Oogonien  und  Antheridien  auf  einem  besonderen  Fruchtzweige  sitzen,  wie  bei  den 
Cornkulatac  Racemofide.  In  diesem  Falle  finden  sich  Avieder  verschiedene  Arten  der 
Durchwachsung.ff )  Am  einfachsten  ist  die  Erscheinung,  daß  sich  der  Tragast  weiter 
entwickelt,  wenn  der  alte  Fruchtstand  seine  Funktion  erfüllt  hat,  wie  es  z.  B. 
ßOTHERT  bei  V.  uncinata  abbildet,  f ff )  Es  treten  aber  auch  Fälle  ein,  wo  der 
Tragast  weiter  wächst,  wenn  der  erste  Fruchtstand  noch  nicht  seine  Oogonien  ver- 
loren hat.  Besonders  auffällig  wird  diese  Erscheinung,  Avenn  der  durchwachsende 
Tragfaden  gleich  wieder  Geschlechtsorgane  hervorbringt  und  dieser  zweite  Frucht- 
stand nochmals  durchwachsen  wird.  Einen  solchen  Fall  mit  ilrei  übereinanderstehenden 
Fruchtständen  hat  z.  B.  KÜTZING  als  F.  circinata  abgebildet.*  ')  Mitunter  bleiben 
aber  die  durchgewachsenen  Fäden  steril.  Ich  beobachtete  auch  Fälle,  in  denen  ein 
Fortwachsen  des  Fruchtstandes  bereits  eintrat,  ehe  die  Geschlechtsorgane  völlig 
angelegt  waren,  so  daß  dann  z.  B.  ein  Fruchtstand  nur  aus  einem  Antheridiuni 
bestand,  während  sich  statt  der  Oogonien  ein  vegetativer  Faden  entAvickelte.**  ') 
(Fig.  57.)     Ebenso  kann  das  Antheridium  vegetativ  auswachsen. 

Eine  andere  Abweichung  von  normalen  Verhältnissen  besteht  darin,  daß  sieh 
statt  der  Oogonien  Antheridien  entwickeln***  ^  und  umgekehrt.   Letzteres  ist  z.  B. 


*)   BORODIN,    Bot.  Ztg.   1878,  S.  530,  Taf.  XII,  Fig.  6,  7. 
**)   WITTROCK,    Alg.  Stud.  1867,  Taf.  II,  Fig.  6. 
***)   ROTHERT,  1896,  a.  a.  0.  S.  534,  Taf.  VIII,  Fig.  7. 

t)   ERNST,    Beih.  Bot.  Centralbl.  XVI,  1904,  Taf.  XX,  besonders  Fig.  8,  9. 
tt)   Eine  Zusammenstellung  dieser  verschiedenen  Fälle  gibt  CAMPBELL  1886. 
ttt)   ROTHERT,  a.  a.  0.  Fig.  5. 
* ')   KÜTZINCt,    Tab.  Phyc.  VI,  t.  60.     Nach   der  Abbildung   scheint  allerdings  eine 

normale  Entwicklung  der  Geschlechtsorgane  nicht  mehr  stattzufinden. 
**')   Über  einen  ähnlichen  Fall  berichtet  HiCK  1891. 
***>)   GÖTZ  a.  a.  0.  S.  HG.     V.  verticillata  KÜTZ.     Tab.  Phyc.  VI.  Taf.  64  f.  I.  und 
V.  racemosa   ebenda  Taf.  63   Fig.  IL      Klebs    hat    die    Ursachen    dieser   Er- 
scheinung auf  experimentellem  Wege  untersucht.     Er  berichtet  (Bedingungen 
der  Fortpflanzung  S.  125—132,  Fig.  3),  daß  das  weibliche  Organ  früher  vege- 


.130 


W.  Heeriiiß-. 


der   Fall    bei   V.  frigcmina  KÜTZlNG.*)     Den    ersteren  Fall   beobachtete   ich  an   V. 
uncinata  (Fig.  5S). 

Wenn  bei  den  Formen  mit  mehreren  Oogonien  die  Oogonien  fast  in  einer 
Ebene  entspringen,  so  entsteht  ein  wirteliger  Fruchtstand,  wie  er  bei  V.  verticillata 
abgebildet  ist.**) 

Bei  den  Corniculatae  Sessiles  sind  der- 
artige Abnormitäten  von  mir  nicht  beobachtet 
und,  soweit  ich  sehe,  auch  in  der  Literatur  nicht 
angegeben.  Bei  ihnen  entstehen  aber  durch 
das  Zusammenrücken  oder  Verwachsen  von  An- 
theridien  und  Oogonien  eigentümliche  ,.gynan- 
drische"  Bildungen,  wie  sie  Reinsch***)  und 
GüTZf)  beschreiben. 

Die  Regel  sind  solche  gyuandrischen  Bil- 
dungen bei  F.  intermedia  NORDSTEDT. 

Schließlich  sind  noch  abnorme  Formen 
der  Oosporen  und  Oogonien  zu  erwähnen.  Der 
häufigste  Fall  besteht  darin,  daß  ein  Teil  der 
Oospore  aus  dem  Oogonium  heraustritt,  so  daß 
die  Oospore  gleichsam  aus  zwei  miteinander 
zusammenhängenden  Kugeln  gebildet  ist.  WO- 
RONIN  bezeichnet  diesen  Anhang  als  Schnabel.f f) 
Doch  ist  es  wohl  besser,  diesen  Ausdruck  fallen 
zu  lassen,  da  im  allgemeinen  der  Vorsprung  des 
Oogoniums  an  der  Befruchtungsöffnung  so  ge- 
nannt wird.  Diese  abnormen  Oosporen  sind 
vielfach  abgebildet. f ff)  Auch,  hinsichtlich  der 
ganzen  Form  können  Abweichungen  vorkommen. 
So  bildet  N(  iRDSTEDT  *  0  eine  monströse  Form 
des  Oogoniums  bei  V.  sphaerosj)ora  ab.  Viel- 
leicht handelt  es  sich  bei  V.  pyrifera  um  ähn- 
liche Abnormitäten  von  F.  dichotoma**  ')  Zu 
erwähnen  sind  noch  die  als  Pseudo-Oosporen  von  IWANOFF  bezeichneten  Oosporen,  die 
den  echten  Oosporen  ganz  ähnlich  sehen,  aber  nicht  befruchtet  sind,  da  die  Oogonien- 
membran  sich  zu  keiner  Zeit  öffnet,  sondern  die  Oospore  stets  völlig  umschließt,  also 
einen  Eintritt  von  Spermatozoiden  luimöglich  macht.   Derartige  Oosporen  beobachtete 


Fig  57. 
F.    hamata   WALZ.      Protilikation. 
Das  Oogonium   ist  zu  einem  vege- 
tativen Zweig  ausgewachsen. 


Fig.  öS. 
F.  uncinata  KÜTZ. 
Statt  der  ( )ogonien  haben  sich  aus- 
schließlich  Antheridien    entwickelt. 
KETELSBYE. 


tativ  oder  unterdrückt  wird,  als  das  männliche,  vor  allem  aber,  daß  eine  Üljer- 
produktion  männlicher  Organe  veranlaßt  wird,  wenn  die  Kulturen  einer  höheren 
Temperatur  und  niederem  Luftdruck  ausgesetzt  waren. 
*)   KÜTZING,  Tab.  Phyc.  VL  Taf.  6:'.  f.  I,  auch  bei  verticillata  ebenda  Taf.  64  f.  Ib 
links  und  a  rechts. 
**)   KÜTZING,  Tab.  Phyc.  VL  Taf.  (;4,  Fig.  L 
***)   Reinsch,  P.     Eine  neue  Vaiichcria  der  Corniculatae    sowie  über  gynandrische 
Bildung  bei  Vaucheria.     Ber.  Deutsch.  Bot.  Ges.  V.   1887,  S.  189,  Taf.  VIII. 
f)    GÖTZ,  a.  a.  0.  S.  116,  Fig.  '29,  30. 

ff)   WORONIN,  Bot.  Ztg.  1880,  S.  4-29,  Taf.  VII,  Fig.  10  und  11. 
fff)  Reinsch,  a.  a.  0.  Fig.  2.  —  Karsten,  Bot.  Ztg.  1852,  Taf.  II,  Fig.  26,  27,  30. 

*')   NORDSTEDT,  Some  Remarks  on  Brit.  Subm.   Vcmchericae  Fig.  5— 6. 
**  ')   KÜTZING,  Tab.  Phyc.  VI,  Taf.  56,  f.  c.  ■ 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw.  i;^l 

ich  an  einer  zu  den  Cornkulatae  Scssiles  gehörigen  Art,  welche  von  Le  JOLIS  gesam- 
melt und  bisher  als  V.  ornithocephala  f.  marina  DE  TONI  angesehen  Avnrde.*)  Da 
es  sich  aber  um  ein  Exsiccat  handelt,  scheint  mir  eine  Beobachtung  an  lebendem 
Material  zur  Bestätigung  nötig  zu  sein. 

Kurze  Übersicht  über  die  Geschichte  der  Gattung. 

Da  die  Gattung-  Yaudieria  makroskopisch  sichtbare  Formen  umfaßt, 
ist  sie  schon  Gegenstand  der  Beobachtung  geworden,  ehe  die  mikro- 
skopische Technik  und  die  Kenntnisse  in  der  allgemeinen  Botanik  aus- 
reichten, genügende  Beschreibungen  und  Abbildungen  zu  liefern.  Auf 
diese  älteren  Angaben,  die  doch  nur  historischen  Wert  besitzen,  will  ich 
hier  nicht  eingehen.  Die  eigentliche  Geschichte  der  Gattung  beginnt  mit 
der  grundlegenden  Arbeit  von  VAUCHER  (1803).  In  den  folgenden  Jahr- 
zehnten sind  Arten  der  Gattung  häufig  untersucht.  Wegen  der  Größe 
gab  sie  ein  ausgezeichnetes  Objekt  für  physiologische,  speziell  die  Fort- 
pflanzung betreffenden  Untersuchungen,  und  in  dieser  Hinsicht  nimmt  sie 
unter  den  Süßwasseralgen  eine  hervorragende  Stellung  ein.  So  kam  es, 
daß  die  Gattung,  was  ihre  Lebensgeschichte  betrifl't,  bald  zu  den  best- 
bekannten Algen  zählte.  Leider  w^aren  die  systematischen  Arbeiten 
weniger  gründlich.  Es  ist  daher  ein  besonders  glücklicher  Zufall,  daß 
Walz,  ein  Schüler  DE  BARYs,  im  Jahre  186G  eine  vorzügliche  Mono- 
graphie der  Gattung  verfaßte,  in  der  von  den  zahlreichen  beschriebenen 
Formen  nur  drei  Arten  als  gut  anerkannt  wurden.  WALZ  beschränkte 
sich  nicht  auf  das  von  ihm  selbst  gesammelte  Material,  sondern  untersuchte 
auch  Belegexemplare  für  ältere  Angaben  aus  den  Herbarien  von  De  Bary, 
A.  Braun,  Nagelt,  Rabenhorst,  Koch  und  Hantzsch.  Seine  Mono- 
graphie lege  ich  der  folgenden  Bearbeitung  zugrunde.  Die  folgende  Zeit 
hat  uns  eine  Reihe  vorzüglicher  systematischer  Einzelbeschreibungen  von 
7a?tc/?ma- Arten  geliefert;  ich  nenne  nur  die  Arbeiten  von  WiTTROCK, 
Solms-Laubach,  Woronin,  Nord&tedt,  Ernst,  Iwanoff.  Von  zusammen- 
hängenden Arbeiten  ist  die  Abhandlung  von  NORDSTEDT,  Vauckeria- 
studier  1879,  zu  nennen,  in  der,  außer  den  Beschreibungen  mehrerer 
Meeresstrandformen,  eine  Revision  der  Arten  des  AGARDH'schen  Herbars 
und  eine  systematische  Übersicht  über  die  europäischen  Vau cheria- Arie^^ 
gegeben  wird.  Als  letzte  zusammenfassende  Arbeit  ist  die  Monographie 
von  GÖTZ  1897  zu  nennen.  GÖTZ  beschränkt  sich  auf  die  von  ihm  selbst 
beobachteten  Arten  der  Umgebung  Basels  und  liefert  Avertvolle  Beiträge 
zur  Kenntnis  der  Lebensgeschichte  der  einzelnen  Arten. 

Von  zusammenfassenden  floristischen  Arbeiten  sind  die  Untersuchungen 
von  Cleve  (1887)  und  HiRN  (1900)  zu  nennen,  die  die  Arten  Schwedens 
und  Finnlands   behandeln,    ferner   die   von  NORDSTEDT  (188G)   über  die 

*)   s.  S.  153. 


132  W.  Heering. 

britisclien  submarinen  Arten  der  Gattung-.  Die  Arbeit  von  AEECHAVALETA 
(1883),  der  eine  Übeisicht  über  die  Vaitcheria- Arten  von  Montevideo  gibt, 
ist  weniger  glücklich,  da  er,  wohl  aus  Mangel  an  Literatur,  manche 
Formen  als  neu  beschreibt,  die  diesen  Anspruch  nicht  machen  können. 
Auf  weitere  Angaben  muß  ich  hier  verzichten.  Die  am  Ende  dieser 
Ordnung  gegebene  Literaturübersicht  ist  zugleich  eine  Geschichte  der 
Gattung.  Um  ein  Bild  von  der  Entwicklung  unserer  jetzigen  systematischen 
Anschauungen  über  die  einzelnen  Arten  zu  geben,  habe  ich  die  auf  jede 
Art  bezüglichen  Angaben  am  Schhisse  der  Gattung  Vaucheria  in  chrono- 
logischer Reihenfolge  zusammengestellt.  Zufolge  dieser  Einteilung  habe 
ich  auch  im  Text  auf  die  ausführliche  Zitierung  von  Synonymen  und 
Literaturbelegen  verzichten  können. 

Schlüssel  der  Sektionen. 

A.  Antheridien  ohne  Begrenzungszelle. 

1.  Antheridien  sitzend  oder  sehr  kurz  gestielt,  wenig  oder  gar  nicht 
gekrümmt. 

a)  Antheridien  zylindrisch,  durch  einen  Spalt  geöffnet  Tuhuligerae. 

b)  Antheridien  keulenförmig  oder  lanzettlich,  mit  einer  besondei'en 
apikalen  Befruchtungsöffnung Woroninia. 

2.  Antheridien  stets  deutlich  gestielt. 

a)  Antheridien  hörn-  oder  hakenförmig  gekrümmt,  an  der  Spitze 
geöffnet,  aber  ohne  besonders  vorgebildete  Befruchtungsöffnung 

Corniculatae. 

b)  Antheridien  gestreckt,  dann  mit  einer  endständigen  Befruchtungs- 
öffnung, oder  kurz  gekrümmt,  häufig  der  umgebogene  Teil 
erweitert  mit  zwei  oder  mehreren  (selten  einer)  vorspringenden 
Befruchtungsöffnungen Anomalae. 

B.  Antheridien  mit  Begrenzungszelle. 

1.  Über  der  Begrenzungszelle  ein  Androphor AndrojjJioreae. 

2.  Androphor  fehlt Püoholoideae. 

I.  Sekt.  TuhuUfjerae  WALZ  1866. 
Walz,  Peingsh.  Jahrb.  V,  S.  144. 

Die  Antheridien  sind  länglich-zylindrisch,  fast  gar  nicht  gekrümmt  und 
selten,  und  dann  nur  wenig  gestielt.  Sie  bilden  meist  einen  spitzen  Winkel 
mit  dem  Thallusfaden.  Sie  öffnen  sich  in  unregelmäßiger  Weise  an  der  Spitze. 
Die  Oogonien  sind  nie  kugelig,  sondern  stets  mehr  oder  weniger  schief 
und  bilateral  symmetrisch,  nur  bei  reihenweisem  Vorkommen  sind  die 
mittleren  um  die  Längsachse  i-adial  symmetrisch.  Die  roten  Pigmentkörper 
sind  in  der  reifen  Spore  verteilt.  Ungeschlechtliche  Fortpflanzung  durch 
Zoosporen  nur  bei  einer  der  beiden  Arten  nachgewiesen. 


Die  Süfswasseralgeu  Schleswig-Holsteins  usw. 


133 


Fig.  59. 
Verschiedene  Formen  der  Antheridien, 
Tubuligerae:  6,    Woroninia:  5,    Corniculatae:  3,  12,  Anomalae:  8 — 11,   15—16,  (13,  14), 
AndropJioreae:  4,    Piloboloideae :  1,  2, 


1.  V.  sphaerospora,  eine  nicht  gewöhnliche      9. 
Form  der  Antheridien  (NachNORDSTEDT).    10. 

2.  V.  sphaerospora  (Nach  NORDSTEDT). 

3.  F.  pachydcrma  (Nach  WALZ). 

4.  T'.  ftiinandra  (Nach  NORDSTEDT). 

5.  F.   thuretii  (Nach  NORDSTEDT). 

6.  F.  aversa. 

7.  F.  intermedia  (Nach  NORDSTEDT). 

8.  F.  De  Barijana  (Nach  GÖTZ). 


11. 

12. 

T^ 

13. 

F. 

14. 

F. 

15. 

F. 

IG. 

F. 

F.  De  Baryana   (Nach  WORONIN)- 


.sessiZis. 

ArecliavaUiae  (Nach  WILLE). 
i^nharcchavaletae  (Nach  BORGE). 
TForoniniajia  von  vorn  (Nach  GÖTZ). 
TForoniHirtrtft    von   der  Seite    (Nach 
GÖTZ). 


Schlüssel  der  Arten. 
Fäden  meist  über  80  ^  dick.     Oospore  meist  viel  kleiner  als  das  Oogonium, 

freischwebend T\  aversa. 

Fäden  stets  weniger  als  80  fj,  dick.    Die  Oospore  stößt  wenigstens  an  die 
Wände  des  Oogoniums  oder  füllt  es  im  unteren  Teil  völlig  aus 

V.  orniihocephala. 

Anmerkung. 
Die  Sektion   ist    hier  wieder  im   engeren  Sinne  gefafst,  indem  F.  dichotoma  und 
Verwandte  einer  besonderen  Sektion  zugeteilt  sind.    Im  jetzigen  Sinn  umfafst  die  Sektion 
nur  Süßwasserformen,*)    während   die    ausgeschiedenen  Arten  in  erster  Linie  im  Brack- 
wasser vorkommen. 

V.  aversa  Hassall  1843. 

HASS  ALL,  Ann.  and  Mag.  of  Nat.  Hist.  XI,  S.  429  und  Brit.  Freshw.  Algae  1845, 
S.  54,  T.  VI,  Fig.  5. 

Die  Thallusfäden  sind  50—131  /*  dick.^)  An  ihnen  sitzen  die  Ge- 
schlechtsorgane gruppenweise,  Oogonien  und  Antheridien  stets  an  derselben 
Seite  des  Fadens,**)  entweder  ein  Oogonium  und  ein  Antheridium  einander 


*)   Die  Aufstellung  einer  Forma  marina  von  F.  ornithocephala  beruht  auf  einem 

Irrtum. 
**)    Nach   DE  BARY,   Über   den   geschlechtlichen   Zeugungsprozeß   bei   den  Algen 
S.  218  können  aber  auch  die  Antheridien  einander  gegenüberstehen,  d.  h.  eins 
auf   derselben  Seite  des  Fadens  wie  die  Oogonien,    eins  diesem  gegenüber  auf 
der  anderen  Seite  des  Fadens. 


134 


W.  Heering, 


zugewendet  odei-  ein  Oogonium  zwischen  zwei  ihm  zugewendeten  Anthe- 
ridien  oder  seltener  mehrere  (3 — G)  Oogonien  zwischen  zwei  Antheridien. 
Wenn  ein  Oogonium  und  ein  Antheridium  zusammenstehen,  sind  sie  am 
Faden  oft  derart  gruppiert,  daß  die  beiden  einander  den  Rücken  wendenden 
Oogonien  zwischen  den  ihnen  zugew^endeten  Antheridien  stehen.  Die 
Antheridien  sind  schlauchförmig  zylindrisch,  vom  Thallusfaden  nur  durch 
eine  Querwand  getrennt,  die  mitunter  etwas  über  die  Ebene  der  Längs- 
wand   herausgehoben    ist.      Sie    öffnen    sich  durch  Zerreißen  des  Gipfels 

(Fig.  596).  Die  Oogonien^)  sind  blasen- 
förmig,  die  Befruchtungsöfifnung  ist 
mehr  oder  weniger  schnabelförmig 
vorgezogen.  Der  Schnabel  steht 
entweder  vertikal  vom  Faden  ab, 
wodurch  das  Oogonium  eine  an- 
nähernd eiförmige  Gestalt  erhält, 
oder  häufiger  ist  er  schräg  aufwärts 
gerichtet  oder  am  oberen  Ende  des 
Oogoniums  und  mitdeniFaden  parallel. 
Schließlich  kann  auch  der  Schnabel 
fast  bis  zum  Thallus  zurückgekrümmt 
und  nach  dem  Oogonium  zu  gerichtet  sein  (Fig.  60).  Das  Oogonium  ist  bis 
154  p.  hoch,  130  fi  breit.  Die  reife  Oogonienmembran  weist  eine  feine  nach 
der  Basis  zu  gehende  Streifung  auf.  Die  Oospore^)  ist  kugelig  oder  schwach 
elliptisch.  Sie  schwebt  scheinbar  frei  im  Oogonium.  In  seltenen  Fällen  be- 
rührt sie  im  Reifezustand  die  Wände.  Die  Lage  der  Oosporen  im  Oogonium 
ist  wechselnd.  Meist  fällt  die  größte  Ausdehnung  der  Spore  in  die  Längs- 
achse des  Oogoniums,  mitunter  bildet  sie  einen  Winkel  mit  ihr,  selten 
fällt  auch  die  kleinste  Ausdehnung  der  Spore  in  die  Längsrichtung  des 
Oogoniums.  Die  beobachteten  und  angegebenen  Maße  sind  77 — 114,5  ^w, 
Länge,  71,5— HO /y,  Breite.  Die  reife  Oospore  zeigt  im  Innern  mehrere 
über  den  ganzen  Inhalt  verteilte  rote  Körper. 


Fig.  (io. 
F.  aversa  HASS.     (Nach  GÖTZ.) 


Anmerkungen. 

1)  Fadendicke:  Die  Maße  für  die  Fäden  werden  von  den  Autoren  ziemlich  ver- 
schieden angegeben:  Cleve  50//,  GÖTZ  60,.-)— 71,5 //,  Teodoresco  6G— 88 /z,  nach 
meinen  Beobachtungen  88 — llO/Ji,  nach  den  untersuchten  Exsiccaten  88 — 131/-/.; 
durchsclinittlich  ist  wohl  80—90  ß  als  Fadendicke  anzunehmen. 

2)  Oogonien:  Die  Form  der  Oogonien  scheint  mir  wesentlich  von  der  Gruppierung 
abhängig  zu  sein.  Steht  ein  Oogonium  zwischen  zwei  Antheridien,  so  ist  die  Be- 
fruchtungsöffnung meist  vertikal  aufwärts  gerichtet.  Steht  ein  Oogonium  neben 
einem  Antheridium,  so  ist  die  Befruchtungsöffnung  schräg  gerichtet  imd  das  An- 
theridium meist  ebenfalls  schräg  aufwärts.  Ist  der  Oogouiumschnabel  ganz  dem 
Thallus  genähert,  so  liegt  auch  das  Antheridium  dem  Thallus  fast  an. 


Die  Süfswasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw.  1;']5 

:')  Oosporen:  Für  die  Gröfse  der  Oospore  gebe  ich  folgende  Mafse,  indem  als  Längs- 
richtung der  Oospore  die  Hauptachse  des  Oogoniums  angenommen  wird.  Die  für 
Länge  und  Breite  mitgeteilten  Mafae  korrespondieren : 

97—105,6—110—114,4-113//.  Länge, 

92,4-110—1)7—110—84  ß  Breite. 
GÖTZ  gibt  nur  77— 8S/y.  Länge,  llJj—SS/j.  Breite  an,  TeodORESCO  81-108//.  Durch- 
messer, Cleve  100  fj.  Durchmesser.     Die    von    mir   untersuchten   Exsiccate    zeigten 
Maiie,  die  innerhalb  der  mitgeteilten  Grenzen  lagen. 

Vorkommen. 
Im  Gebiete  wurde  die  Art  bisher  nur  in  stehendem  Wasser  beobachtet, 
nach  TEODORESCO  kommt  sie  auch  in  fließendem  Wasser  voi-,  nach  Cleve 
und  Hirn  auf  feuchter  Erde.  In  Schleswig-Holstein  ist  die  Art  stellen- 
weise sehr  verbreitet.  Insbesondere  habe  ich  sie  in  der  Nähe  von 
Hambur g- Alton a  so  häufig,  und  zwar  fiuktifizierend,  gefunden,  daß  ich 
später  gar  keine  speziellen  Fundorte  mehr  notiert  habe.  Beispielsweise 
nenne  ich  Tümpel  bei  Ohlsdorf,  am  Eidelstedter  Moor,  bei  Pinne berg, 
Hohenraden,  Tangstedt.  Sie  fruktifiziert  im  Frühjahr  und  Hochsommei'. 
Bei  Kiel  in  einem  Wiesengraben  (J.  LÜDERS,  April  1867,  ausgegeben  in 
Rabenhorst,   Algae  exsicc.  Nr.  2057!  —  Fig.  61  a,  b). 


Fig.  61. 

Oogonien-  und  Oosporenformen  von  V.  aversa  Has.s. 

(a.  b.  Rabenhorst  n.  2057,  c.  Rabenhorst  n.  2040,  d.  nach 

einem  Exsiccat  von  Ll'DERS.) 

Sonstige  Verbreitung :  Mittel-  und  Nordeuropa  (KÜTZING  Dec.  n.  11 7 
als  rosfellafal,  RABENHORST  Alg.  n.  2040!  gesammelt  von  A.  De  Brebisson 
als  ornithocephala  var.  aversa,  Fig.  61  c),  Nordamerika,  Südamerika  (Monte- 
video), Rumänien  (TEODORESCO). 

V.  ornithocephala  Agardh  1817. 

Agardh,  Syn.  Alg.  Scaud.  S.  49. 
Thallusfäden  22 — 75  fi,  dick.  Oogonien  auf  einer  Seite  des  Fadens, 
selten  einzeln,  meist  mehrere,  bis  sechs,  in  einer  Reihe.  Die  Scheidewand  ist 
mitunter  ein  w^enig  über  den  Faden  erhoben.  Die  Oogonien  sind  stets 
geschnäbelt,  die  Schnäbel  oft  alle  nach  derselben  Seite  gerichtet,  auf  der 
entweder  ein  Antheridium  den  Oogonien  entgegen  gerichtet  ist  oder  auch 
zwei  Antheridien,  die  je  auf  einer  Seite  des  Fadens  stehen.  Hinsichtlich 
der  Form  und  Lage  der  Oogonien  herrscht  einige  Verschiedenheit.  Meist 
sind  sie  schief  eiförmig,  mitunter  vogelkopfartig  (Schnabel  vom  Faden 
fast  vertikal   abstellend   oder   schräg  aufwärts  oder  dem  Faden  parallel). 


136  W.  Heering. 

seltener  sind  die  Oogonien  fast  oder  ganz  herunterhängend.  Die  Oosporen 
stoßen  stets  an  die  Wände  des  Oogoniums.  Sie  sind  entweder  rund  und  lassen 
dann  den  oberen  und  unteren  Teil  desselben  frei  oder  mehr  oder  weniger 
oval  und  füllen  dann  den  unteren  Teil  aus.  Die  Oosporen  sind  bis  83,6  /* 
lang  und  bis  60,5  [x,  breit,  mit  dreischichtiger  Membran  und  im  Eeife- 
zustand  mit  vielen  roten  Körpern,  die  in  der  ganzen  Spore  verteilt  sind. 
Antheridien  schlauchförmig-zylindrisch,  meist  kurz  gestielt,  an  der  Spitze 
durch  Aufspringen  geöffnet.  Ungeschlechtliche  Fortpflanzung  durch  Zoosporen 
(Fig.  51),  die  (nach  Teodoresco)  folgende  Dimensionen*)  haben,  von  dem 
Augenblick  des  Ausschlüpfens  bis  zum  Augenblick  w^o  sie  unbeweglich 
werden:  151— 126  — 110— 97 /*  lang, 

54—73—75—78  fi  breit. 

Anmerkung. 

GÖTZ  hat  die  Art  in  zwei  Arten:  V.  ornithocephala  und  polysperma  gespalten. 
Ich  kann  mich  nicht  entschließen,  diese  Spaltung  aufrechtzuerhalten.  GÜTZ  sieht  in 
der  einen  Art  eine  typische  Anpassungsforin  an  fließendes  Wasser,  in  der  anderen  eine 
Form  des  stehenden  Wassers.  Ich  habe  schon  an  anderer  Stelle  betont,  daß  ein  ver- 
schiedenes physiologisches  Verhalten  zweier  Individuen,  die  von  zwei  so  verschiedenen 
Standorten  stammen,  nicht  verwunderlich  ist.  Deshalb  brauchen  die  Individuen  aber 
noch  nicht  vei'schiedenen  Arten  anzugehören.  Die  von  GÖTZ  angeführten  morpho- 
logischen Merkmale  reichen  zur  Unterscheidung  dieser  Arten  nicht  aus.  Dies  kommt 
auch  in  der  Arbeit  von  Teodoresco  zum  Ausdruck.  Er  behilft  sich  damit,  daß  er  von 
V.  polysperma  eine  i.  variabilis  aufstellt.  Die  von  mir  untersuchten  Exsiccate  zeigen 
ebenfalls  teilweise  intermediäre  Formen,  und  die  von  G()TZ  festgestellten  physiologischen 
Tatsachen  widersprechen  dieser  Vereinigung  meiner  Meinung  nach  nicht. 

Forma  genuina. 
Syn.:  V.  ornithocephala  AG.  —  GÖTZ  a.  a.  0.  S.  103. 
Fäden  24 — 75  /j.  dick.^)  Oogonien  schief  eiförmig  bis  vogelkopf- 
artig,  mehr  oder  weniger  aufrecht  oder  zum  Faden  niederhängend,  zu 
1 — 6  an  einer  Seite  des  Fadens.  Antheridien  oft  auf  beiden  Seiten  des 
Fadens  einander  gegenüber  stehend.  Oosporen  6(j^*) — 70,4 — 82 — 83,6  ^w. 
48,4—52,8—52—52,8  ^. 

Anmerkungen. 

1)    Faden  dicke.     Die   Dicke   der   Fäden    ist   nach 

GÖTZ   33—44  //.      Nach    TEODORESCO    kommen 

auch  Fäden  von  24  /j.  Dicke    vor.     G.  S.  WEST 

gibt  48 — 55  /j.  als  Fadendicke  an.     Er  bezeichnet 

jijjy    g.>  sie  als  die  dünnste  Art. 

V.   ornithocephala   AG.     Vor    der     '^^   Oosporen.      Die    Maße    sind    nach    Exsiccaten 

Befruchtung.    (Nach  Walz.)  gegeben,   die  ich  untersucht  habe.    Nach  Walz 


*)    GÖTZ  gibt  als  Länge  82,5—115,5//,  als  Breite  66—99//  an. 
**)   Nach  Teodoresco  ist  die  kleinste  Länge  50  //.   Nach  GÖTZ  sind  die  Oosporen 
44—49,5//  breit,  stets  länger,  bis  60,5/./. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  nsw.  1H7 

betragen  die  Dimensionen:  130—155,  135—175,  180—190//.  Ob  diese  Form  mit  der 
vorliegenden  zu  vereinigen  ist,  ist  fraglich  (Fig.  fi2).  In  der  Form  stimmt  sie  ganz  gut 
mit  der  von  GÖTZ  untersuchten  überein.  Agardh  scheint  nach  NORüstedt  ähnliche 
Formen  mit  niederhängenden  Oogonien  nicht  gesehen  zu  haben.  TeodorkscO  bildet 
eine  solche  bei  V.  polysperma  f.  cariabilis  ab  (Fig.  4G). 

Vorkommen. 

In  fließendem  Wasser  in  dünnen  weichen  Polstern  am  Grunde,  in 
ruhigem  Wasser  in  Form  freischwimmender  wattenförmiger  Rasen. 

Flensburg,  Ausacker  im  Mühlenbach.  (HANSEN,  bestimmt  als 
sericea  von  FröLICh!  —  Dies  Specimen,  Fig.  63  a,  ist  abgebildet  in  KÜTZING 
Tabulae  Phycologicae  VI,  tab.  55,  Fig.  II).  —  Außerdem  finden  sich 
Exemplare  ohne  genaue  Standortsbezeichnung  im  Kieler  Herbar. 

Sonstige  Verbreitung:  Europa  und  Nordamerika.  Wegen  der  bis- 
herigen Unsicherheit  in  der  Begrenzung  dieser  Art  bedürfen  die  älteren 
Angaben  sehr  einer  Nachprüfung, 

Forma  variabilis. 

Syn.:   V.  polyfiperma  f.  variabilis  TeODORESCO. 

Beih.  Bot.  Centralbl.  XXI  2,  S.  160,  Fig.  5ß-ß4. 

Thallusfäden  27,5—30—32—35-36,5  //.. 

Oosporen  lang  60— 5'.)— 51— 59— 65— 59— 57— 48— 51  //. 
breit  52—45—47-47—54—51—50—48—51  ß. 

Die  Antheridien  sind  stets  einzeln.  Diese  Form  steht  vollständig  intermediär 
zwischen  der  echten  F.  omithocephala  AG.  und  T'.  polysperma  HASS.  —  Bemerkenswert 
ist  der  Umstand,  dafa  die  Geschlechtsorgane  vielfach  durch  doppelte  Scheidewände  vom 
Thallus  getrennt  sind  (Fig.  46). 

Vorkommen:  Bisher  nur  aus  Rumänien  an- 
gegeben, doch  gehören  vielleicht  die  meisten  als  omi- 
thocephala bezeichneten  Exemplare  hierher.  In  Raben- 
HORST  n.  1375  linden  sich  meist  Oosporen  von  44  //. 
Durchmesser,  doch  ausnahmsweise  sind  auch  solche  von 
61  ^.  Länge,  52,8 /j  Breite  vorhanden.  Das  Exemplar 
ist  in  fließendem  Wasser  gesammelt.  Andererseits  zeigt 
Rabenhorst  n.  IIOO  aus  stehendem  Wasser  außer 
kugeligen  Oosporen  auch  eiförmige  (Fig.  63  b,  c). 

Forma  polysperma.  ^.                y^. 

Syn.:   F.  j;oZ^sj9«-wa  Hassall  1845,  Brit.  Fresh-  ^-      g., 

water  Algae  S.  59,  Taf.  VI,  Fig.  6.    -    GÖTZ  a.  a.  0.  y   ,,,,it,,^,jZla  AG. 

S.  105,  106,  Fig.  9—11.  a.    f.  yenuina  Flensburg. 

Die  Thallusfäden   sind  22—33  //.  dick.     Die  Oo-  b.  c.  f.  variabilis  (Rabenhorst 

gonien  stehen  vom  Faden  ab.   Die  Antheridien  kommen  "•  HOO). 
stets   in  der  Einzahl  vor.     Die  Oosporen  sind  kugelig, 

44—55-60,5  jj.  laug  und  breit.   Zoosporen  82,5—93,5  /j.  lang,  66—88  /j.  breit  (nach  GÖTZ). 

Vorkommen. 
In  stehendem  Wasser,  freischwimmende  lockere  Fadenmassen  bildend.    Im  Gebiete 
nicht  beobachtet.      Sonstige  Verbreitung:  Schweiz,  Großbritannien,    Schweden,  Rußland 
(IWANOFF). 

12 


138  ^-  Heering'. 

Anmerkung. 
Cleve,*)  der  eine  typische  2->olyspernin  abbildet,  gibt   als   Dicke   der  Fäden  40  fi 
Uli,  für  die  Oosporen  TU  //  Durchmesser. 

IL  Sekt.    Woroninia. 
Syn.:  Woromma  SOLMS-Laubach,  Bot.Zeitg.  1867,  S.366,  als  Gattung. 

Sekt.  Tuhdigerae  Aut.  (z.  Teil). 
Antlieridien  oft  senkrecht  vom  Faden  abstehend,  wenig  oder  gar 
nicht  gestielt,  lanzettlich,  oblong,  birn-  oder  eiförmig,  stets  mit  einer 
einzigen  papillenartigen  apikalen  Befruchtungsöffnung.  Oogonien  oft  radial 
symmetrisch  mit  einer  vertikal  vom  Faden  abstehenden  Befruchtungs- 
öffnung ohne  Schnabel.  Oosporenmembran  braun.  Ungeschlechtliche 
Fortpflanzung  nicht  genügend  bekannt  (für  V.  Thuretii  von  Farlow 
angegeben). 

Schlüssel  der  Arten. 

Antheridien  und  Oogonien  auf  getrennten  Fäden  V.  dichotoma. 

Antheridien  und  Oogonien  auf  denselben  Fäden. 
Fäden  60—120//  dick,    Antlieridien  60-140^  lang,    40—80^  breit. 

V.   Thurefii. 
Fäden  120— 180  ^m,  dick,  Antheridien  140—170^  lang,  47—80/*  breit. 

V.  Schleicheri. 


Fig.  64.  Fig.  65. 

V.  dichotoma  (L.)  AG.  V.  dichotoma  (L.)  AG. 

Zwei  Gruppen   von  je  3  Antheridien.     Das  zweite  Anthe-  Zwei  geöffnete  Antheridien. 

ridium  von  rechts  ist  kollabiert.    Flensburg.     (Nach  einem  Flensburg.    (Nach  einem  Exsiccat 

Exsiccat  von  Hansen.)  von  Hansen.) 

V.  dichotoma  (Linne)  Agardh  1817. 

Agardh,  Syn.  Alg.  Scand.  S.  47. 

Syn.:  Conferva  dichotoma  LiNNE,  Spec.  Plant,  n.  1635. 

Thallusfäden  50 — 220(— 343)  (.i  dick.^)  Oogonien  und  Antheridien 
auf  verschiedenen  Fäden.  Die  Oogonien  sitzen  unmittelbar  auf  dem 
Thallus.    Sie  sind  kugelig  oder  mitunter  etwas  länger  als  breit,  bis  374  [x, 

*)  Cleve  faßt  aber  auch  die  als  omithocephala  angesehene  Form  des  fließenden 
Wassers  als  polysperma  auf.  Als  Standort  gibt  er  sogar  nur  fließendes  Wasser 
an,  und  neben  den  kugeligen  Oosporen  erwähnt  er  auch  halbrunde. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  nsw. 


139 


lang,  330  ^  breit. ^)  Die  Befruchtungsölfnuiig-  ist  papillenartig  vorgewölbt. 
Die  reife  Oospore  füllt  das  Oogonium  vollständig  ans.  Sie  ist  mit  drei 
dünnen  Membranen  umgeben.  Die  Antlieridien  sind  110 — 232  p  lang, 
75 — 153  /j,  breit, ^)  regelmäßig  eiförmig  oder  ellipsoidisch,  vertikal  vom 
Tliallus  abstehend,  mit  papillenförmiger  Befruclitungsöffniing,  einzeln  oder 
in  Gruppen.    (Fig.  64,  65.) 

Anmerkungen. 

1)  Fadendicke.  Bisher  ist  diese  Art  in  zwei  Formen  gespalten,  von  denen  die 
f.  marina  durch  50 — 1(10 /z  Fadendicke,  einander  genälierte  Oogonien  von  200—280// 
Durchmesser  ausgezeichnet  sein  soll,  während  die  typische  Form  ISO — 220 /.t  Faden- 
dicke und  100  fj.  Oogoniendurchmesser  haben  soll.  Diese  Unterscheidung  läfst  sich 
nicht  aufrechterhalten.  Es  kommen  alle  möglichen  Kombinationen  hinsichtlich  der 
Größe  des  Fadens  und  der  Oogonien  vor.  So  fanden  sich  Fäden  von  194  ß  Dicke 
mit  Oogonien  von  374  /-/.  Länge  und  330  ß  Breite,  Fäden  von  220  //  Dicke  mit  Oo- 
gonien von  286  iJ.  Dicke.  Auch  SOLMS-Laubach  gibt  bei  200  //  Fadendicke  500  /x 
als  Durchmesser  des  Oogoniums  an,  und  Trodoresco  beobachtete  Oogonien  von 
327  ß  Länge  und  320  ß  Breite  an  Fäden  von  190 — 210  ß  Dicke.  So  kleine  Oogonien 
wie  von  den  meisten  Autoren  angegeben  werden,  habe  ich  nicht  gesehen.  Das 
Vorkommen  im  Meere  allein  scheint  mir  kein  genügendes 
Merkmal  zur  Aufstellung  einer  Form  zu  sein.  Es  ist  wohl 
überhaupt,  auch  im  Inlande,  eine  Brackwasserform,  was  das 
gelegentliche  Vorkommen  im  Süßwasser  nicht  auszuschließen 
braucht. 

Die  größte  Fadendicke,  die  ich  an  fruktifizierenden 
Exemplaren  beobachtete,  Avar  220  ß.  Die  Angabe  343  // 
bezieht  sich  auf  sterile  Exemplare.  Sie  sind  von  HOFMAN 
Bang  gesammelt  und  bestimmt.  Da  er  reichliches  Material 
beobachtete,  ist  es  vielleicht  nur  Zufall,  daß  das  untersuchte 
Exsiccat  steril  war. 

2)  Oogonien.  Von  der  Größe  der  Oogonien  ist  bereits  die 
Rede  gewesen.  Sie  sind  meist  mit  bloßem  Auge,  immer 
mit  der  Lupe  sichtbar.*) 

Das  reife  Oogonium  hat  eine  Membran,  die  ans  zwei 
Schichten  besteht,  deren  innere  leicht  braun  gefärbt  ist. 
Die  Oosporenmembran  besteht  aus  drei  Schichten,  von  denen 
die  äußerste  sehr  zart,  die  innerste  schmal  und  farblos  aber 
stark  lichtbrecheud,  während  die  mittlere  am  dicksten  und 
lichtbraun  gefärbt  ist. 

3)  Antheridien.  Durch  die  Form  der  Antheridien  ist  diese 
Art  von  den  übrigen  zu  unterscheiden.  Meist  finden  sich 
die  Fäden  durcheinander.  SOLMS-Laubach**)  hat  die 
Bildung  der  Öffnung  des  Antheridiums  untersucht  und  ab- 
gebildet (Fig.  66c).  „An  der  Spitze  bildet  sich  durch  ein 
eigentümliches     Aufquellen     seiner     bis     dahin     einfachen 


Fig.  66. 
a,  b:  Y.  Schleicheri 
De  Wildem.  Öffnung 
des  Antheridiums;  bei 
a  ist  die  äußere  Mem- 
bran gesprengt,  das 
Antheridium  aber  noch 
durch  eine  Cellulose- 
kappeverschlossen.  Bei 
b  ist  das  Antheridium 
ganz  geöffnet.    (Nach 

De  Wildeman.) 
c  V.  dichotoma  AG. 
Gipfel  des  Antheri- 
diums vor  der  Öffnung. 
Auch  die  äußere  Mem- 
branscbicht  nimmt  an 

der  Quellung  teil. 

s.  Textanm.  3.     (Nach 

Solms-Laubach.) 


•)  SOLMS-Laubach  a.  a.  0.,  S.  363,  gibt  an,  daß  die  Oogonien  von  De  Bary 
zuerst  entdeckt  seien.  Das  ist  doch  nach  den  vorliegenden  früheren  Abbildungen 
nicht  zutreffend.     Vergl.  auch  S.  365  seiner  Arbeit. 

*)   a.  a.  0.  S.  362. 

12* 


140  W.  Heering. 

Membran  eine  stumpfe  Papille,  deren  Zusammensetzung  aus  drei  Membranschichten 
leicht  zu  erkennen  ist.  Die  Quellung  kommt  dabei  hauptsächlich  auf  Rechnung 
der  mittelsten  der  drei  Schichten,  die  äußerste  quillt  wenig  und  wird  dann  bald 
durch  den  Druck  der  mittleren  gesprengt.  In  wenigen  Fällen  beobachtete  ich  eine 
Abweichung  hiervon,  indem  auch  die  äußerste  Membranschicht  an  der  intensiven 
Quellung  teilnahm,  es  waren  dann  innerhalb  derselben  deutlich  drei  untergeordnete 
Schichtungslamellen  sichtbar  und  abermals  deren  mittlere  die  am  stärksten  gequollene, 
die  von  den  beiden  anderen  in  Profilstellung  wie  von  schmalen  Säumen  umgeben 
wurde.  —  Die  innerste  bisher  intakte  Membranschicht  der  Papille  wird  jetzt,  wahr- 
scheinlich diirch  eine  Quellungserscheinung  des  Antheridiuminhalts  oder,  wie  ich 
vermute,  speziell  der  dicht  unter  der  Papille  gelegenen  farblosen  Zone  desselben 
ausgedehnt  und  in  Form  eines  Spitzchens  durch  die  von  der  Quellung  der  Mittel- 
schicht der  Papille  herrührende  Gallertmasse  hindurchgetrieben."  Den  Moment  der 
Öffnung  selbst  beobachtete  Solms-Läubach  nicht. 

Vorkommen. 

Lebend  habe  ich  die  Art  im  Gebiete  nicht  beobachtet,  was  wohl 
damit  im  Zusammenhang  steht,  daß  ich  im  Brackwasser  nicht  gesammelt  habe. 

Flensburg:  Langballigau,  in  Gräben  mit  Brackwasser,  c/',  $. 
(Hansex!  im  Herb.  Kiel),  Lauenburg:  Friedrichsruh,  aus  dem  großen 
Teich  bei  der  Fabrik.  August  1824  (Nolte!  im  Herb.  Kiel.  Fäden  88  ^ 
dick,  nur  ein  Faden  mit  Antheridien,  die  110  ^u  lang,  75/*  breit  waren). 
Lübeck  (Hacker,  zitiert  von  Walz*),  Helgoland  (SONDER,  als 
V.  Pilus  nacli  RABENHORST  FI.  Eur.  Alg.  HI,  S.  273). 

Steril:  Glückstadt,  in  Gräben  sehr  häufig  (HOFMAN  Bang!  im  Herb.  Kiel.  Die 
Fäden  sind  343  ß  dick.  Da  HOFMAN  BANG  wohl  reichliches  Material  beobachtete,  hat 
er  die  Alge  vielleicht  fruktifizierend  gesehen.  Der  Standort  ist  ein  derartiger,  daß  ein 
Vorkommen  wahrscheinlich  ist),  Schleswig,  See  bei  Schloß  Gottorp  (V.  SUHR !  Herb.  Kiel, 
Faden  SS /_«  dick). 

Sonstige  Verbreitung:  In  ganz  Deutschland,  hauptsächlich  im 
Brackwasser  (JÜRGENS  n.  3!  9),  Dänemark  (WiTTR.  &  NORDST.  n.  338! 
t.  pauUo  incrustata,  und  n.  337!  Oktober  mit  Früchten),  Schweden  (WiTTR. 
&  NORDST.  n.  739!  Juni  mit  Früchten),  Gioßbritannien  (E.  M.  HOLMES 
n.  49,  als  f.  suhmarina  Lyngb.),  Italien  (Phycotheca  italica  n.  182!  als 
f.  marina),  außerdem  von  zahlreichen  Standorten  aus  diesen  und  anderen 
Ländern  Europas  angegeben,  ferner  in  Nordamerika  und  Mittelamerika 
(Nordstedt),  Brasilien  (Flor,  bras.),  Java  (v.  Martens). 

V.  Thuretil  WOEONIN  1S69. 

WOEONIN,  Beitr.  zur  Kenntnis  der  Vaucherien.  Bot.  Ztg,  S.  157,  Taf.  II,  Fig.  30—32. 

Thallusfäden  60 — 122  /j.  dick.  Oogonien  und  Antheridien  auf  demselben  Faden. 
Oogonien  einzeln,  umgekehrt  eiförmig  oder  birnenförmig,  kurz  gestielt,  selten  sitzend, 
geneigt,  130— 300 /t  im  Durchmesser.  Oosporen  170  —  240//  lang,  120— 200 /x  breit. 
Antheridien  abstehend  oder  fast  horizontal,  oblong-eiförmig  oder  zitronenförmig,  60 — 140  /j. 
lang,  40— 80  A«  breit,  gestreckt  oder  gekrümmt.  —  (Fig.  67,  595.) 

*)   Walz  a.  a.  0.  S.  153    erwähnt   auch  v.  Marxens   als  Gewährsmann.    Dieser 
hat  aber  nie  bei  Lübeck  gesammelt. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


141 


Fig.  67. 

V.  Thureta  WORONIN. 

(Nach  FarlOW.) 


Vorkommen. 
An  den  Meeresküsten  Europas  (E.  M.  HOLMES  n.  75!, 
Hauck  &  KiCHTER  n.  224!,  C.  Easch!  bei  Kopenhagen)  und 
Nordamerikas  (WiTTR.  &  Nordstedt  n.  2281). 

Anmerkung. 

In  dem  von  Wolle  gesammelten  Exsiccat  (Wittrock 
&  Nordstedt  n.  228)  finden  sich  dünnere  Fäden,  die  nach 
Nordstedt  einer  andern  Art  zuzurechnen  sind.  Er  be- 
schreibt sie  folgendermaßen:  Fäden  24— 64 /i  dick,  mit  un- 
geschlechtlichen Sporen,  die  110 — 130//  dick  sind.  Farlow 
sucht  nachzuweisen,  dafs  diese  Sporen  tatsächlich  in  den 
Entwicklungsgang  von  V.  Thuretii  gehören. 

„Bei  WOODs  Holl  fanden  Avir  das,  was  die  unge- 
schlechtliche Frucht  dieser  Art  zu  sein  scheint.  Sie  bestand 
in  ovalen  Sporen,   die  kleiner  als  die  Oosporen  waren  (80  //. 

breit,  100— 120 /a  lang).  Sie  waren  entstanden  an  den  Spitzen  kurzer  Zweige,  welche 
unter  rechten  Winkeln  aus  den  Hauptfäden  entsprungen  waren.  Die  Zweige  mit  den 
Sporen  fallen  ab,  und  die  letzteren  entweichen  nach  einiger  Zeit  aus  dem  abgebrochenen 
Zelleude.  Die  Sporen  sind  bewegungslos  und  ohne  Cilien.  Sie  erinnern  an  eine  der 
ungeschlechtlichen  Sporen  von  V.  geminata  Walz.  Während  der  vier  ©der  fünf  Tage, 
während  wir  sie  überwachen  konnten,  unterlagen  sie  keiner  Veränderung."  —  Im  An- 
schluß an  die  mitgeteilte  Ansicht  von  NORDSTEDT  fährt  FarlOW  fort:  „NORDSTEDT 
wird  augenscheinlich  zu  seinem  Schluß  geführt  durch  die  Tatsache,  daß  die  Fäden, 
welche  die  ungeschlechtlichen  Sporen  tragen,  ziemlich  viel  dünner  sind  als  die,  welche 
die  Oogonien  und  Antheridien  tragen.  Bei  den  Exemplaren  von  WoODs  Holl  waren  die 
Fäden  regelmäßig  etwas  dünner  als  die,  welche  die  Oosporen  tragen ;  aber  der  Unter- 
schied ist  sehr  gering,  und  man  findet  bisweilen  oosporentragende  Fäden,  die  nur  30  p. 
im  Durchmesser  aufweisen,  während  die  Fäden  mit  ungeschlechtlichen  Sporen  40 — 50  ij. 
Durchmesser  hatten."  Einmal  beobachtete  FARLOW  auch  ein  Autheridium  auf  einem 
Faden  mit  ungeschlechtlichen  Sporen. 

Eine  Bestätigung  dieser  Angaben  ist  mir  nicht  bekannt  geworden.  Nach  der 
Beschreibung  handelt  es  sich  aber  wohl  eher  um  Akineten  als  um  Aplanosporen.  Am 
nächsten  stehen  ihnen  jedenfalls  die  von  IWANOFF  bei  V.  megaspora  beschriebenen 
Akineten. 

V.  Schleicheri  De  Wildeman  1895. 

De  Wildeman,  Bull,  de  l'herbier  Boissier  III,  S.  591,  Taf.  XVI,  Fig.  1—10. 

Einhäusig.  Fäden  120—180  ß  dick.  Oogonien  seitlich,  einzeln,  umgekehrt 
eiförmig  oder  kugelig  (?),  sitzend  oder  kaum  gestielt,  280 — 340  ß  im  Durchmesser. 
Oosporen  unbekannt.  Antheridien  seitlich  sitzend,  aufgerichtet  oder  einen  mehr  oder 
weniger  spitzen  Winkel  mit  dem  Thallusi'aden  bildend,  oblong-oval,  bisweilen  fast  birn- 
förmig.  Öffnung  an  der  Spitze  18  /-/.  breit,  Antheridien  140—170  p.  lang,  47—80  ,« 
Durchmesser  (Fig.  66  a,  b). 

Vorkommen:    Schweiz  (?),  in  salzigem  Wasser, 

/ 
III.  Sekt.  Coniiculafae  WALZ  1866. 

Walz,  Beitr.  Pringsh.  Jahrb.  V,  S.  143. 
Oogonien  und  Antheiidien    entweder    zusammen    auf   einem  Seiten- 
zweige oder  die  Oogonien  auf  dem  Thallusfaden  selbst,  sitzend  oder  kurz 


1^2  W.  Heering. 

gestielt.  Die  Aiitheridien  sind  stets  gestielt,  lioniförmig-  gebogen,  an  der 
Spitze  aufspringend,  ohne  besondere  Befruchtungsöffnung.  Die  Oogonien 
sind  stets  mit  einer  Befruchtungsöffnung  versehen,  die  meist  schräg  oder 
parallel  zu  dem  Thallusfaden  oder  Fruchtzweig  gerichtet  ist,  seltener 
senkrecht  absteht.  Im  ersteren  Falle  ist  das  Oogonium  bilateral,  im 
letzteren  Falle  um  die  Längsachse  herum  radial  symmetrisch  gebaut. 
Die  Oospore  füllt  das  Oogonium  stets  vollständig  oder  fast  vollständig 
aus.  Im  Innern  finden  sich  ein  bis  wenige  rote,  braune  oder  schwarze 
Körper,  die  zentral  liegen.  Ungeschlechtliche  Fortpflanzung  durch  Zoo- 
sporen oder  Aplanosporen. 

Die  Arten    finden    sich    im   süßen  Wasser    oder  auf  feuchter  Erde, 
keine  kommt  als  ständiger  Bew^ohner  von  Brackwasser  vor. 

Schlüssel  der  Arten. 

A.  Oogonien  stets  auf  dem  Thallusfaden,  sitzend  oder  kurz  gestielt,  einzeln 
neben  einem  gestielten  Antheridium  oder  zwei  Oogonien  mit  einem 
Antheridium  in  der  Mitte Subsekt.  Sessües. 

a)  Oogonienmembran  glatt .  .  .  V.  sessiUs  (F.  horealis,  V.  antarcUca). 

b)  Oogonienmembran  getüpfelt V.  pachyderma. 

B.  Oogonien  stets  auf  einem  ausnahmsweise  sehr  kurzen  Seitenzweige, 
der  mit  dem  Antheridium  endigt Subsekt.  Eacemosae*) 

a)   Oogonien  sitzend  oder  kurz  gestielt,  wenn  länger  gestielt,  aufrecht.  , 

1.  Oosporenmembran  glatt. 

«)   Die  Krümmungsebene    der  1—6  Oogonien    und    des  Anthe- 
ridiums   bilden  einen  Winkel.     Die  Oogoniummembran  fällt 
mit  der  Oospore  ab,  ohne  in  Gallerte  überzugehen. 
t)   Oogonien  meist  2  oder  mehr,   der  Schnabel  dem  Anthe- 
ridium     zugewendet,      aufgerichtet.       Oosporenmembran 
3 schichtig,  Mittelschicht  wenig  verdickt...  V.  geminata. 
tt)   Oogonien  1—2,  sehr  häufig  in  der  Richtung  des  Anthe- 
ridiums    vornübergeneigt.      Oosporenmembran    mit    einer 
besonders  dicken,  glänzenden  Mittelschicht..  V.  hamata. 
ß)   Das  fast  stets  einzeln  vorkommende  Oogonium  ist  meist  in 
derselben    Ebene    wie    das    Antheridium    gekrümmt.      Die 
Oogoniummembran  verwandelt  sich  in  Gallerte .  V.  terrestris. 

2.  Oosporenmembran  warzig V.  scrohiculata. 


*)  Die  für  die  Arten  dieser  Subsektiuu  gegebenen  Unterscheidungsmerkmale  gelten 
nur  für  die  hauptsächlichsten  Fälle,  da  es  schwer  bestimmbare  Zwischen- 
formen gibt. 


Die  Sürswasseralgen  Schleswig-Holsteins  ixsw.  143 

b)   Oogonien  auf  längeren  Stielen,  die  meist  demFaden  zugewendet  sind. 

1.  2  Oogonien,   deren  Krümmungsebene  dieselbe  ist,   wie  die  des 
Antlieridiums V.  humicola. 

2.  2  oder  meist  mehr  Oogonien,   deren  Krümmungsebene  mit  der 
des  Antlieridiums  einen  Winkel  bildet. 

«)   Ungeschlechtliche  Fortpflanzung  durch  Aplanosporen. 

V.  uncinata. 
ß)   Ungeschlechtliche    Fortpflanzung    durch    Akineteii     (Brut- 
keulen)     F.  megaspora. 

Subsekt.  Sessiles  WALZ  1866. 
Walz  a.  a.  0.  S.  144. 

Die  Oogonien  sitzend  oder  kurz  gestielt,  [die  Antheridien  stets  auf 
einem  Seitenzweig.  Ungeschlechtliche  Fortpflanzung,  wo  bekannt,  durch 
Zoosporen,  nie  durch  Aplanosporen. 

In  diese  Subsektion  sind  eine  große  Anzahl  von  Formen  zu  rechnen, 
über  deren  spezifischen  Wert  die  Meinungen  sehr  geschwankt  haben.  Sie 
gehören  zu  den  verbreitetsten  und  in  den  von  ihnen  bewohnten  Gebieten 
zu  den  gemeinsten  Algen.  Kaum  eine  Süßwasseralge  ist  so  oft  und  so 
gründlich  untersucht  worden  wie  V.  sessilis  in  ihren  verschiedenen  Formen. 
Auch  die  zweite  Art  V.  pacJiyderma  ist  zweifellos  weit  verbreitet.  Auf 
diese  Art  beziehen  sich  sicher  viele  der  Angaben  übei"  7.  Dilhvi/nii,  wahr- 
scheinlich aber  auch  zahlreiche  Beobachtungen,  die  nicht  kontrollierbar 
sind,  weil  die  Autoren  nicht  die  Form,  die  Walz  gerade  beschrieben  hat 
oder  diese  nicht  in  vollständiger  Eeife  beobachtet  haben.  Jedenfalls 
fehlt  uns  von  F.  luichy derma  eine  vollständige  Entwicklungsgeschichte. 
GÖTZ  führt  die  Art  in  seinem  Verzeichnis  auf,  aber  nur  den  Namen. 
Untersucht  hat  er  die  Art  nicht.  Nach  Klebs  kommt  sie  in  der  Umgebung 
Basels  vor.  Nach  der  vorliegenden  Beschieibung  ist  F.  pachyderma  eine 
gut  umschriebene  Art.  Wenn  auch  sie  einmal  so  gut  untersucht  wird  wie 
F.  sessilis,  werden  wahivscheinlich  ebenfalls  zahlreiche  Formen  gefunden, 
die  vielleicht  mit  manchen  der  bisher  zu  F.  sessilis  gerechneten  identisch 
sind.  Es  tritt  hier  eben  wieder  die  Tatsache  hervor,  daß  die  gemeinsten 
Algenarten  oft  am  schwierigsten  zu  bestimmen  sind,  man  müßte  denn 
alles  zu  einer  großen  Sammelart  vereinigen.  Hiei',  glaube  ich,  ist  vorläufig 
keine  andere  Möglichkeit  gegeben.  Doch  sollen  wenigstens  die  einzelnen 
Formenkreise  gesondert  behandelt  werden,  um  mindestens  den  tatsächlich 
bestehenden  Unterschieden  gerecht  zu  werden. 

V.  sessilis  (Vauch.)  De  Candolle  1805. 

De  Candolle,  Flore  fran^aise  IL,  S.  63. 
Syn.:    Ectos])erma    sessilis  Vaucher,    Histoire   des  Conferves  1803, 
S.  31,  Taf.  ir  Fig.  7. 


144  W.  Heering. 

Thallusfäden  33 — 135  fji  dick.  Oogonien  einzeln  neben  einem  Anthe- 
ridium  oder  zu  zweit  mit  einem  Antlieridium  in  der  Mitte,  sitzend  oder 
sehr  kurz  gestielt.  Oogonienmembran  stets  glatt.  Der  Schnabel  ist 
entweder  schräg  aufwärts  gerichtet,  seltener  vertikal  vom  Faden  abstehend, 
oder  dem  Thallusfäden  parallel.  Je  nach  der  Lage  des  Schnabels  wechselt 
die  Form  des  Oogoniums.  Die  Oosporen  füllen  das  Oogonium  aus.  Sie 
haben  eine  dreischichtige  Membran  (in  seltenen  Fällen  eine  sieben- 
schichtige). Im  Innern  der  reifen  Oospore  finden  sich  ein  bis  mehrere 
helli'ote  bis  sepiabrauue  Flecken.  Ungeschlechtliche  Fortpflanzung  durch 
Zoosporen,  die  82,5 — 176  ^w.  lang,  77  — 154  fx,  breit  sind  und  in  zylindrischen 
bis  keulenförmigen  endständigen  Zoospoiangien  entstehen.  Die  Zoosporen 
sind  auf  der  ganzen  Oberfläche  mit  Cilien  bedeckt. 

Anmerkung. 

Die  Art  (im  weiteren  Sinne)  kommt  Avohl  auf  der  ganzen  Erde  an  geeigneten 
Standorten  vor.  Sie  findet  sich  sowohl  in  fließendem  wie  auch  in  stehendem  Wasser 
und  auf  feuchter  Erde.  Durch  die  Standortsverhältnisse  ist  auch  wohl  das  morpho- 
logische und  physiologische  Verhalten  der  Individuen  bedingt.  Die  Einzelheiten  des 
Baus  scheinen  mir  nicht  so  weit  zu  diiferieren,  um  eine  Zerspaltung  der  Art  zu  recht- 
fertigen. GÖTZ  selbst  erwähnt,  dafa  V.  repens  und  V.  clavata  die  Endpunkte  der 
Varietätenreihe  vorstellen.  „  V.  sessiUs  ist  das  Zwischenglied,  das  in  seinen  Eigen- 
schaften bald  mehr  der  einen  und  bald  mehr  der  andern  Art  sich  nähert."  GÖTZ 
spricht  hier  die  Ansicht  von  Klebs  aus,  der  aber  eine  völlige  Trennung  der  von  GÖTZ 
als  Arten  aufgefaßten  Formen  nirgends  zum  Ausdruck  bringt. 

Ebenso  erwähnt  TeodORESCO,  daß  V.  sessilis  und  V.  clavata  durch  zahlreiche 
Übergänge  verbunden  sind,  dagegen  erklärt  er  V.  repens  für  eine  gute  Art. 

Mir  scheint  es  zurzeit  unmöglich,  genügende  Merkmale  zur  Trennung  dieser  drei 
Arten  anzugeben.  Es  gibt  wohl  Pflanzen,  bei  denen  tatsächlich  sämtliche  unter- 
scheidende Merkmale  sich  in  der  zur  Trennung  benutzten  Weise  vereinigt  vorfinden, 
neben  diesen  finden  sich  jedoch  zahlreiche  andere,  die  obige  Merkmale  in  den  ver- 
schiedensten Kombinationen  aufweisen,  so  daß  sie  bei  keiner  der  drei  Arten  gut  unter- 
zubringen sind. 

Forma  repens  Rabenhoest  1868. 
Rabenhorst,  Fl.  Eur.  Alg.  III  207. 

Syn.:  V.  repens  HASSALL,  Brit.  Freshw.  Alg.  1845,  S.  52,  Taf.  VI, 
Fig.  7.  —  GÖTZ,  a.  a.  0.  S.  110,  Fig.  14—16. 

Thallusfäden  32,5 — 51,5  ii,  dick,  Oogonien  meist  einzeln  neben  einem 
Antheridium.  Der  Schnabel  ist  horizontal  gerichtet.  Die  Oospore  ist 
grau,  Qß — 77  ^  lang,  55 — 77,5  ^i  breit,  im  Innern  mit  einem  oder  mehreren 
sepiabraunen  Flecken.  Das  Zoosporangium  ist  fast  zylindrisch.  Die 
Zoosporen  sind  82,5 — 126,5  ^  lang,  77 — 121,5  ^  breit.  —  (Fig.  50.) 

Vorkomm  en. 
Auf  feuchter  Erde,   dünne  Überzüge  bildend,   nach   GÖTZ  auch   in 
fließendem  Wasser  in  Form  dicker,  polsterartiger  Basen. 


Die  Süßwasseralgeii  Schleswig- Holsteins  usw.  145 

Im  Gebiete  in  den  Gewächshäusern  des  Botanischen  Gartens  in 
Hamburg. 

Sonstige  V^erbreitung:  Im  übrigen  Deutschland,  England, 
Schweiz,  Böhmen,  Finnland  (HIRN),  Enmänien  (TeodORESCO),  Süd- 
Patagonien  (Borge),  Australien  (MÖBIUS,  als  sessüis.  —  Fäden  40  fi 
dick,  Oogonien  meist  einzeln.  Reife  Sporen  75 — 88  /*  lang,  55 — GO  fj 
breit,  Membran  mit  feiner  Schichtung,  aber  keine  3  gesonderten  Häute). 

Abweichende  Formen. 

a)  An  diese  Form  schließt  sich  wohl  die  von  DE  WlLDEMAN*)  beobachtete  an, 
Avelche  auf  Blättern  in  einer  Quelle  in  Flandern  wuchs.  Der  aus  der  Zoospore  her- 
vorgehende Faden  teilt  sich  am  Giplel  in  mehrere  Zweige,  die  sich  einrollen  und  mit- 
einander verwickeln,  bisweilen  ein  wirkliches  Knäuel  bilden,  dessen  Umrisse  schwer  zu 
zeichnen  sind.  Durch  Kultur  erhielt  De  Wildeman  noch  zahlreichere  und  noch  stärker 
geteilte  Zweige.  Die  Hauptzweige  waren  35  //.  dick.  Schließlich  beobachtete  er  auch 
Geschlechtsorgane,  wie  es  scheint,  ein  Autheridium  nel)en  einem  Oogoniura.  Der  Maxi- 
maldurchniesser  der  Oosporen  war  60  //. 

b)  An  rejieiiti  wird  von  SUHMIDLE  eine  Form  angeschlossen,  von  der  man  vermuten 

könnte,    dafs    sie   nur   eine    Mißbildung    darstelle.     Da   der  Autor  aber  an  Material  von 

zwei  verschiedeneu  Fundorten  dieselbe  Form   beobachtet  hat,   hält  er  eine  pathologische 

Bildung  für  ausgeschlossen.   Ganz  klar  ist  mir  die  Natur  dieser  Bildung  überhaupt  nicht 

geworden. 

V.  repens  forma  ncmita  SCHMIDLE  1902. 

SCHMIDLE,  Beitr.  zur  Algeiiflora  Afrikas.  Englers  Bot.  Jahrb.  XXX,  8.  G4, 
Taf.  II,  Fig.  1,  2. 

Fäden  40— 4  S  p.  breit.  Das  Oogonium  ist  im  unbefruchteten 
Zustande  stets  mit  einem  abwärts  gegen  den  Faden  gerichteten, 
schnabelartigen  Fortsatz  versehen,  der  nach  der  Reife  teils  ab- 
getrennt wird,  dann  und  Avann  aber  auch  von  den  Sporenhäuten 
mit  eingeschlossen  oder  durch  die  sich  verdickende  äußere  Sporen- 
haut  erfüllt  wird  (Fig.  (I"^).  ■ 

Vorkommen:   Kamerun,  auf  feuchten  Steinen  im  Bach  pjg    (;§_ 

und  auf  feuchtem  Boden.  V.  sessüis  f.  repens 

(F.  repens    f.    nasuta 

c)  Nach  GÖTZ  bilden  die  Zoosporenkeimlinge  nie  Rhizoiden.  Schmidle;i. 
Nach  ihm  kommt  die  Art,  wie  gesagt,  auch  in  fließendem  Wasser       (Nach  SCHMIDLE.) 
vor.     Wie  ist  es  nun  hier  mit  den  Rhizoiden? 

Klebs  erwähnt  bereits  Zwischenformen  hinsichtlich  der  Rhizoidbildung.  Eine 
solche  Zwischenforra  zu  darata  ist  die  von  KARSTEN  untersuchte  und  abgebildete 
Conferva  fontmalis,  die  von  ihm  später  als  V.  tovarensis  bezeichnet  ist.  Sie  wuchs  in 
fließendem  Wasser  in  Venezuela.  Die  Zoosporangien  sind  von  gleichem  Durchmesser 
wie  der  Faden.  Rhizoide  sind  gut  entwickelt.  Die  Oogonien  stehen  einzeln  oder  zu 
zweit.     Der  Schnabel  des  Oogons  ist  meist  horizontal  gerichtet. 

Eine  Zwischenform  zu  clavata  ist  vielleicht  auch  n.  fi9S!  der  Phykotheka  von 
Hauck  &  Richter  (gesammelt  von  E.  De  Wildeman  in  Belgien.  —  Die  Oogonien 
stehen  fast  stets  einzeln,  der  Schnabel  ist  dem  Faden  parallel  oder  steht  senkrecht  ab. 
Der  Faden  ist  66  //  dick,  die  Oosporen  sind  79  //.  lang,  74  /j.  breit). 


*)    DE    Wildeman,    Bull,    de    la    Soc.    Beige    de   Microscopie    Tome  XII.     18S' 
S.  66  ff.     (Die  Tafel  habe  ich  nicht  gesehen.) 


146 


W.  Heeriiig. 


Forma  genuiiia  Hansgieg  1880. 
Hansgirg,  Prodr.  S.  94. 

Thallusfäden  49,5— 85(— 112,5)  ^,  dick.  Oogonien  meist  zu  zweit 
mit  einem  Antheridium  in  der  Mitte.  Der  Schnabel  ist  stets  schräg-  auf- 
wärts gerichtet.  Oosporen  GO — 99  ^.  lang,  54 — 77  ^  breit.  Im  Innern 
der  grauen  Oospore  ein  oder  mehrere  braune  Flecken.  Ungeschlechtliche 
Fortpflanzung  durch  Zoosporen,  die  in  mehr  oder  weniger  keulenförmig 
angeschwollenen  Zoosporangien  entstehen.  Zoosporen  110 — 143  jit  lang, 
110 — 126,5  ^  breit.  Die  Keimlinge  bilden  bei  Berührung  mit  festen 
Körpern  Rhizoiden.  —  (Fig.  69.) 

Anmerkungen. 

1)  Faden.  Nach  G.  S.  WEST  Gö  — 80,  nach  W.  &  G.  S.  West  69—75  (für  afrikanische 
Exemplare),  nach  HANSGIRG*)  120//,  bisweilen  nur  50//.  dick,  nach  GÖTZ  49,5— 82,5 /e. 
Die  Angabe  112,5  //  bezieht  sich  anf  ein  von  LÜDERS  gesammeltes  Exsiccat. 

2)  Oosporen.  Nach  W.  &  G.  S.  West  Breite  der  Oosporen  79,  Höhe  90/7.  —  Oo- 
gonien  60—105//  vom  Faden  bis  zum  Scheitel,  64,5  —  75//  breit  (nach  Exsiccaten 
und  lebendem  Material). 

Vorkommen. 
In  stehendem  Wasser  große  freischwimmende  Watten  bildend,  auch 
in  fließendem  Wasser.    Im  Gebiete  sehr  verbreitet,  z.  B.  Kiel:  Teich  im 
Botanischen   Garten   (mit  Geschlechtsorganen  und  Zoosporen);   Flüggen- 
dorf usw. 


Fig.  G9. 
V.  sessilis  DC.    f.    gemiina.      Form    mit 
einem  Oogonium   neben   einem  Antheri- 
dium.    Bot.  Garten,  Kiel. 


Fig.  70. 
V.  sessilis  DC.   Übergangsform  zwischen 
f.  repens   und    f.  genuina.     Bot.  Garten, 
Kiel.    (Die  einfach  konturierten  Teile  des 
Antheridiums  liegen  auf  der  Rückseite.) 


Sonstige  Verbreitung:    Europa    und    Nordamerika.     Doch    läßt 

sich  oft  nicht  feststellen,  ob  sich  die  Angaben  auf  diese  oder  eine  andere 

Form  beziehen. 

Übergangs  formen. 

a)   An    diese    typischen  Formen    schließen    sich    andere   an,    die  in 

mancher  Hinsicht  an  die  f.  repens  erinnern,    Sie  finden  sich  entweder  in 


*)   Hansgirg  unterscheidet  clavata  nicht  als  besondere  Form. 


Fiff.  71. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw.  147 

stehendem  Wasser  oder  auf  intermittierend  überschwemmtem  Boden.  Ins- 
besondere ist  bei  diesen  Formen  die  Richtung  des  Schnabels  häufig  mit 
dem  Thallusfaden  parallel.  —  (Fig.  70.) 

Altona,  an  Ausflußröhren  am  Eibstrande,  Kiel,  Teich  im  Bota- 
nischen Garten,   Dithmarschen,  zwischen  Wesselburen  und  Büsum.*) 

Hierher  gehört  wohl  auch  WiTTROCK,  NORDSTEDT  &  LAGERHEIM 
n.  1582!  (gesammelt  von  SCHMIDLE  im  Regenwassertümpel  bei  Mannheim). 

b)  Zwischenform  zwischen  f.  geniiina  und  f.  clavata  nach  TeodORESCO,  auf  dem 
Boden  eines  Baches  gesammelt.  Fäden  70 — 97  /j.  dick,  bald  ein  Oogonium  neben  einem 
Anthei'idium,  bald  zwei  Oogonien  mit  einem  Antheridium  in  der  Mitte,  Schnabel  bald 
schräg  aufwärts  gerichtet,  bald  vertikal,  im  letzteren  Falle  ist  die  Symmetrie  des  Oogoniums 
aber   niemals  vollständig   radial.     Die  Oosporen  sind  137 — 175  //  lang,    94 — 1 10  /j.  breit. 

An  diese  Form  schließen  sich  zahl- 
reiche andere  an,  die  von  den  Autoren  als 
V.  sessilis  bezeichnet  wurden.  Von  den 
Exsiccaten.  die  ich  untersuchte,  nenne  ich 
Wittrock  &Nordstedt  n.  456!  (gesammelt 
von  KOLDERUP  ROSENVINGE  in  Kopenhagen, 
Fig. 71;  Fadendicke  HO//.,  Oosporen  ziemlich 
reif,  92,4  /j.  lang,  66  ;j.  breit),  Hauck  & 
Richter  n.  338 !   (gesammelt  von   Stook- 

MAYER    bei     Wien;     Fadendicke    118,5  //l, 

r\  •   •     1  1  ^vTr^„T,      x.       ü     j     j.  V.  sessilis  DC.     Ubergangsform    zwischen 

Originalexeraplar  von  MOHR   ohne  Fundort  f  ■       c  „i       4      r^^rfr^r^r^    i-  M-^T,..orn 

*  *  I.  genmna  f.  clavata.   (WiTTR.  &  NOKDST. 

(Fadendicke    114,4 — 135  /«,     Oogonien     bis  n.  456.) 

96,8  [x  lang,  74,8  ß  breit.) 

Foima  clavata. 

Syn.:  F.  davata  DC.  Fl.  Fr.  II,  S.  64.  —  GÖTZ  a.  a.  0.,  S.  114, 
Fig.  28—28. 

Fäden  77  — 110 /;,  dick,  Oogonien  radial  symmetrisch  mit  veitikal 
stehendem  Schnabel,  bald  einzeln,  bald  zu  zweit.  Oosporen  QQ — 88,5  (jt, 
lang,  49,5 — 66,5  ^.  breit,  mit  einem  hellroten  Fleck  im  Innern.  Zoosporen 
136 — 176  n*  lang,  126 — 154  ^u  breit.  Die  Zoosporangien  sind  dick  keulen- 
förmig. Die  Zoosporangienkeimlinge  erzeugen  beim  Kontakt  mit  festen 
Körpern  stark  verzweigte  Rhizoide.  —  (Fig.  50.) 

Vorkommen. 

Schnellfließendes  Wasser;  dicke  kurz  geschorene  Polster  bildend. 

Im  Gebiete  wurde  eine  Form  beobachtet,  die  dieser  sehr  nahe  steht. 
Sie  fand  sich  im  Jenfelder  Teich  bei  Wandsbek.  Sie  wurde  im  August 
in  stehendem  Wasser  kultiviert  und  produzierte  im  April  Geschlechts- 
organe. Faden  Q^  fj  dick.  Oogonien  bald  einzeln,  bald  zu  zweit,  Oosporen 
88  fi  lang,  62  fj,  breit  mit  einem  hellroten  Fleck.  Membran  dreischichtig, 
äußere  braun,  mittlere  hyalin,  innere  dünner,  braun. 


*)   Bei  dieser  Form  fanden  sich  auch  vertikal  abstehende  Oogonien. 


148  W.  Heeiiug. 

Sonstige  Verbreitung:  Schweiz,  Rumänien,  wahrscheinlich  aber 
viel  weiter.  Da  Klebs  (18i)"2)  zum  ersten  Male  die  Geschlechtsorgane 
dieser  Form  beobachtete,  so  beziehen  sich  alle  früheren  Angaben  auf 
Exemplare,  die  ausschließlich  im  Zustand  der  Zoosporenbildung  beobachtet 
wurden.  Es  "wurden  aber  die  zoosporenbildenden  Fäden  aller  Formen  von 
V.  sessüis  als  V.  clavnta  bezeichnet.  Schon  Teentepohl  (1807)  beob- 
achtete auf  einem  solchen  Faden  auch  Geschlechtsorgane  und  sagt,  daß 
Ecfosperma  clavata  und  E.  sessüis  identisch  seien.  Der  Zustand  der  Zoo- 
sporenbildung Avurde  frühei-  für  genügend  zur  Bestimmung  erachtet, 
Gruxow(1867)*)  bemerkt  sogar,  daß  es  ihm  sicherer  scheine,  die  Vaucheiien 
nach  ihrer  ungeschlechtlichen  Fortpflanzungsart  zu  bestimmen,  da  die  Form 
der  Geschlechtsoi'gane   sehr  variiere.     Er  gibt  V.  clavata  für  Chile  an. 

Forma  orthocarpa. 

Sy n. :   F.  ortlwcarim  Eeinsch!  Ber.  Deutsche  Bot.  Ges.  V.  1887,  S.  191. 

Fäden  gelbgrün,  62 — 105  //.  dick,  locker  verworren,  handgroße 
schwimmende  Raschen  bildend.  Oogonien  fast  stets  einzeln,  regelmäßig 
eiförmig,  Schnabel  vertikal  vom  Thallus  weggewendet.  Schnabel  16 — 18/< 
lang,  Dicke  der  Oogonienmembran  2 — 3  ^.  Oosporen  (unreif)  75—87  (i 
lang,  62—68/*  breit,  (reif;)  regelmäßig  eiförmig,  118—125^  lang,  81  bis 
88  ^  breit,  kurz  gestielt  (Stiel  16  — 18  |(*  lang),  mit  siebenschichtiger 
Membran.  Die  Schichten  sind  ziemlich  gleich  dick.  Oosporenniembran 
6 — 8  ^,  dick. 

Anmerkung. 

NORDSTEDT  bemerkt  zu  Nr.  949  der  Exsiccateusammlung-,  unter  welcher  Nummer 
diese  von  Reixsch  aufgestellte  Art  ausgegeben  ist,  daß  diese  Art  mit  der  Beschreibung 
und  Abbildung  von  Edosperma  sessüis  Vauch.  Hist.  des  Conferves  und  T'.  sessüis  Lyngb. 
Hydr.  Daniae  fast  vollständig  übereinstimmt.  Von  KlebS  wird  die  Identität  mit  V.  clavata 
noch  als  zweifelhaft  hingestellt,  während  GÖTZ  beide  Arten  ganz  zusammenzieht.  Das 
ausschlaggebende  Moment  scheint  wohl  die  Stellung  der  Oogonien  gewesen  zu  sein,  die 
vertikal  vom  Faden  abgewendet  sind.  Hinsichtlich  der  Dicke  der  Oogonien-  und 
Oosporenmembran  erinnert  diese  Form  sehr  an  V.  pachyderma^  von  der  die  va.r.  Hassallii 
besonders  in  Betracht  kommt,  doch  ist  die  Oogonienmembran  bei  dem  NORDSTEDTscheu 
Exsiccat  wohl  nicht  getüpfelt,  wenn  es  auch  manchmal  den  Anschein  hat. 

Bei  V.  clavata  im  Sinne  von  GÖTZ  ist  die  Oosporenmembran  auch  nach  Behand- 
lung mit  Kalilauge  dreischichtig.  Die  Fäden  sind  bei  V.  clavata  meist  dicker,  die 
Oogonien  dagegen  kleiner. 

Jedenfalls  sind  die  Beziehungen  dieser  Form  zu  V.  sessüis  und  7.  pachyderma 
noch  weiter  zu  untersuchen. 

Vorkommen. 
Stets  in  stehendem  Wasser  beobachtet. 
Im  Gebiete  in  Angeln,  Wassergraben  am  Fußsteig  zwischen  Kiesbye 


*=)   Eeise  der  Novara,  S.  34. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw.  1  49 

und  Güderott.  (FröLICH!  im  Herb.  Kiel.  —  Die  Oosporen  waren  102—120  ^ 
lang',  75 — 78  ^,  bieit,  ihre  Membran  7,5  ^  dick.  Die  Dicke  der  Fäden  betrug 
meistens  ca.  45  /;,  doch  wurden  auch  Fäden  von  101  ^,  Durchmesser 
beobachtet. 


a.  li. 

Fig.  72. 

V.  sessüis  DC.  f.  orthocatya,  Angeln.     (Nach  einem  Exsiccat  von  FR()LICH.) 

a.  Fruchtstantl  mit  zwei  Oogonien  und  einem  Antheridium. 

b.  Oogoninin  stärker  vergrößert. 

Sonstige  Vei-breitung:  Deutschland  (WiTTROCK  &  NORDSTEDT 
n.  949!  gesammelt  von  P.  Eeinsch  und  n.  1581b!  ges.  von  SCHMIDLE, 
Hauck  &  ElCHTER,  Phykotheca  n.  376!  gesammelt  von  F.  HENNINGS),  Eng- 
land, Finnland  (HiRN  in  WiTTR.  &  NORDST.  n.  1581a!). 

Forma  Hookeri  NORDSTEDT  1879. 
NORDSTEDT,  Alg.  smäsaker  2.  Bot.  Not.  S.  186. 
Thallusfäden  70— 110 /i  dick.     Oosporen  90— 120 /a  lang,    84—100//  breit,   Dicke 
der  nicht  geschichteten  Sporenmembran  4 — 1  /jl  (Exemplare  von  den  Kerguelen :  Oosporen 
94 — llO/Jt  lang,  70—86//.  breit,  Dicke  der  Membran  bis  6 /t). 
Vorkommen:    Neu-Seeland,  Kergnelen. 

Anmerkung. 
Die  Exemplare  von  den  Kerguelen  sind  von  J.  D.  HOOKER  als  V.  Dilhvi/nii 
bestimmt.  Von  KÜTZING  wurden  sie  als  eigne  Art  V.  Hookeri  abgebildet.  Nach  dieser 
Abbildung  ist  es  eine  der  f.  repens  oder  V.  j^achyderma  sehr  nahestehende  Form  mit 
einzeln  stehenden  Oogonien,  deren  Längsachse  dem  Thallusfäden  parallel  ist.  Auch 
V.  antarctica  ist  sicher  nahe  verwandt.  Übrigens  erwähnt  Reinsch  von  den  Kerguelen 
nur  V.  sessilis  und   V.  pacliy derma  von  den  hier  in  Betracht  kommenden  Arten. 

Forma  monogyna  W.  &  G.  S.  West  1897. 
W.  &  G.  S.  West,  Journ.  of  Botany  XXXV.  S.  235. 
Die   Oogonien    stehen   immer    einzeln;    sie    sind    eirund    und   wenig   schief   oder 
eiförmig  geschnäbelt.     Die  Dicke  der  Fäden  beträgt  46 — 77  //,   die  Breite  der  Oosporen 
beträgt  67 — 103  //,  die  Dicke  der  Oosporenmembran  4,8 — 5,8  //. 
Vorkommen:    Afrika  (Welwitsch  nach  WEST). 

Anhang. 
F.  sessilis  DC.  var.  suharticulata  ZELLER  1876. 
Zeller  in  Videuskabelige  Meddelelser  fra  den  naturhistoriske  Forening  i  Kjoben- 
havn.     S.  636. 


150 


W.  Heei'ina:. 


Von  der  Form  der  V.  sphacrocarpa;  die  Früchte  mit  verlängertem  oder  nicht 
verlängertem  Schnabel.  Die  Zweige  an  der  Spitze  verjüngt,  bisweilen  eingeschnürt  und 
durch  Querwände  scheinbar  gegliedert. 

Vorkommen:    Brasilien. 

Diese  Form  ist  wahrscheinlich  nur  eine  pathologische  Form,  wie  sie  gelegentlich 
an  V.  sessilis  beobachtet  wird.     V.  sphacrocarpa  selbst  ist  eine  sehr  unsichere  Art. 


Hirn, 
h.  26. 


S. 


Fig.  73. 
V.  borealis  HiRN.    (Nach  HiRN.) 


V.  borealis  HiRN  1900. 
Finnländische  Vaucheriaceen.    Meddeland.  af  Soc.  pro  Fauna  et  Flora  Fen- 
Fig.  2  (Sep.-Abdr.). 

Fäden  GO  — 141  ß  dick.  Oogonien  sitzend 
oder  kaum  gestielt,  meist  einzeln,  seltener  paar- 
weise, schief  eiförmig,  mit  horizontalem  Schnabel. 
Oosporen  von  ähnlicher  Form  wie  die  Oogonien, 
Längsachse  parallel  mit  der  des  Fadens, 
111  — 138^1  breit,  148 — 163 /z  lang,  mit  mäßig 
dicker,  dreischichtiger  Membran. 

Vorkommen:  zwischen  Moosen  in 
fließendem  Wasser  und  auf  feuchter  Erde. 
Finnland. 

Anmerkung. 
Hirn    bespricht     die     Unterscheidungs- 
merkmale von  den  übrigen  Arten  der  Corniculaiae  Sessiles,  erwähnt  aber  V.  imchyderma 
nicht.     Dieser  Art    steht    sie    aber   hinsichtlich   der  Dimensionen   sehr   nahe.     Auch  die 
Form  des  Oogoniums  stimmt  mit  der  bei  V.  pachydcrma  beobachteten  gut  überein. 

V.  antarctica  Reinsch.     1890. 

Eeinsch,  P.  f.  Süßwasseralgenfiora  von  Süd  -  Georgien.  S.  361,  Taf.  III, 
Fig.  5—8. 

Thallusfäden  59—65  //.  dick.  Oogonien  stets  einzeln  neben  einem  Antheridium. 
Die  Oogonien  sitzen  mit  breiter  Basis  dem  Faden  auf,  eiförmig-elliptisch,  106  ß  lang, 
75  /j  breit.*)  Reife  Oosporen  (unreif  84  ß  lang,  56  //.  breit)  regelmäßig  eiförmig,  mit 
ziemlich  dicker,  ganz  glatter  Membran,  die  aus  mehreren  (5)  fast  gleichartigen  und 
gleich  dicken  Schichten  zusammengesetzt  ist.  Die  beiden  äußeren  Schichten  sind  von 
den  inneren  durch  eine  schmälere  hyaline  Schicht  getrennt.  Die  Antheridien  sind  ebenso 
hoch  wie  die  Oogonien  und  gekrümmt. 

Vorkommen:    Süd-Georgien. 


Anmerkung. 
Nach  Reinsch  unterscheidet  sich  diese  Art  von  V.  pachyderma  und  V.  sessilis 
durch  die  symmetrischen  ungeschnäbelten  regelmäßig  ovoiden  Oogonien  und  nicht  ge- 
tüpfelte Außenschicht,  ferner  von  V.  sessilis  durch  die  beschriebene  doppelte  fünf  schichtige 
Oosporenmembran.**)  Schon  De  AVildeman***)  bemerkt  in  seiner  Besprechung  dieser 
Arbeit,  daß  ihm  die  angegebenen  Charaktere  zur  Unterscheidung  einer  Art  nicht  aus- 
reichend seien.     Ich  schließe  mich  seiner  Auffassung  völlig  an. 


*)    Membran  4 — 5  ß  dick. 
**)   Reinsch  schreibt  Oogonieumembran. 
***)   De  Wildeman,  La  Notarisia.     V.  1890  n. 


19. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  nsw.  151 

V.  pachyderma  Walz  1866. 

.Walz,  Pringsh.  Jahrb.  V,  S.  14G,  Taf.  XII,  Fig.  1—6. 

Thallusfäden  40— 123  ^u-  click.^)  Die  Oogonien  sind  sitzend,  kugelig 
oder  ellipsoidiscli,  parallel  mit  dem  Thallus  verläng-ert  (oder  auch  schief 
eiförmig),  geschnäbelt,  69— 220 //  lang,  69— 160  ^i*  hoch. ^)  Ihre  Membran 
ist  im  reifen  Zustand  getüpfelt.  Die  Oosporen^)  füllen  das  Oogoninm 
ziemlich  aus,  sind  also  wenig  kleiner  als  dieses,  bis  180  ^t*  lang,  145 /^ 
breit.  Die  Membran  ist  sehr  dick,  ca.  y>—6/j,,  bis  siebenschichtig.  Meistens 
steht  neben  einem  Oogonium  ein  Antheridium;  seltener  steht  das  Anthe- 
ridium  zwischen  zwei  Oogonien.  Das  Antheridium  sitzt  auf  einem  unten 
gestreckten  Zweige,  der  oben  hakenförmig  gekrümmt  ist.  Es  ist  beutei- 
förmig oder  röhrenförmig.'^)    (Fig.  593.) 

Anmerkungen. 

1)  Nach  BOKRGESEN,  der  diese  Art  reichlich  beobachtete,  sind  die  Fäden  40—80  ß  dick. 
Das  Originalexemplar  von  MOHR  für  T'^.  Dillwynn  zeigt  60  /j.  Fadendicke.  Die 
größte  Fadendicke,  123 /jl,  fand  ich  bei  einem  Exemplar  von  Marcucci  (als  sessüis 
var.  caespitosa  bestimmt). 

2)  Der  Schnabel  tritt  bei  einigen  Exemplaren  wenig  vor.  Deshalb  erscheint  in  diesen 
Fällen  das  ganze  Oogoninm  stumpfer  und  plumper  als  bei  den  habituell  ähnlichen 
Formen  von  V.  sessilifi. 

Die  Tüpfelung  der  Oogonienmembran  ist  an  Exsiccaten,  die  mir  allein  zur 
Untersuchung  zur  Verfügung  standen,  schlecht  zu  sehen.  Die  Oogonienmembran  ist 
selbst  schon  ziemlich  dick.     Über  die  Größe  siehe  unten. 

3)  Für  die  Oosporen  wird  von  De  Toni  ßO— 70  ß  als  Durchmesser  angegeben.  BOERGESEN 
führt  eine  Form  mit  Oosporen  von  150//.  Länge  und  139 //.  Breite  an.  Die  von  mir 
an  Exsiccaten  gemessenen  Oosporen  hatten  Dimensionen,  die  zwischen  diesen 
Grenzen  lagen. 

Nach  Walz  besteht  die  Oosporenmerabran  während 
der  Reife  aus  sieben  Schichten :  die  vier  inneren  Schichten 
sind  von  den  drei  äußeren  durch  einen  ZAvischenraum 
getrennt.  Die  zweite  von  den  drei  äußeren  Schichten 
und  die  zweite  von  außen  gerechnet  von  den  vier  inneren 
Schichten  sind  breit  und  glänzend.  Ich  muß  sagen,  daß 
ich    nur    ein    einziges  Mal    an   einem   von  Leiblein  ge-  pig.  74. 

sammelten  Exemplar  genau  sieben  Schichten  zählen  konnte.       v_  pachyderma  WALZ. 
Bei   diesem   waren   die  Oogonien-  und  Oosporenmembrau     Die  getüpfelte  Oogonien- 
zusammen  10,5 /a  dick.    In  anderen  Fällen  erschienen  die     membran.    (Nach  Walz.) 
Membranen    als    breiter   hyaliner   Rand,    wie    ihn    schon 

Lyngbye   abbildet.     Es    scheint  mir,    daß  ursprünglich  drei  Memhi'anschichten  vor- 
handen sind,  die  innere  und  äußere  schmal,  die  mittlere  breit  und  glänzend. 

4)  Die  Form  des  Antheridiums  habe  ich  an  den  Exsiccaten  nicht  erkennen  können. 
Das  von  Boergesen  bei  der  var.  islandica  abgebildete  entspricht  ganz  der  bei 
dieser  Sektion  gewöhnlichen  Antheridienform. 

Forma  gemiina. 
Antheridien  auf  kurzen  Seitenzweigen,  beuteiförmig.    Oogonien  meist 
kugelig  bis  176 /y,  lang,*)  154  ^  hoch.    Oosporen  bis  150  (^  lang,  139  ^  breit. 
*)   In  der  Richtung  des  Thallusfadens  gemessen. 


152  W.  Heering'. 

Vorkommen. 

Die  Art  findet  sich  liauptsächlich  auf  feuclitei'  Erde,  seltener  in 
stellendem  Wassei-. 

Daß  die  Art  im  Gebiete  vorkommt,  erscheint  mir  kaum  zweifelhaft. 
Leider  sind  die  Exsiccate,  die  vielleicht  im  Gebiete  gesammelt  sein 
könnten,  mangelhaft  etikettiert,  so  daß  eine  genaue  Feststellung  nicht 
möglich  ist. 

Sonstige  Verbreitung:  Deutschland,  Dänemark,  Finnland,*)  Frank- 
reich, England,  Portugal  (NORDSTEDT),  Spanien  (LEWIN,  monöcisch  und 
diöcisch).   —  Südamerika  (Arechavaleta),  Kerguelen  (Reinsch). 

Var.  Hassallii  (WiTTROCK)  WILLE.     1880. 
Wille,  Bidrag  til  Kundskaben  om  Norges  Ferskvandsalgev,  S.  GG. 
Syn.:   V.  sessilis  ß.  Hassallii  WiTTROCK  in  WiTTR.  &  NORDSTEDT  n.  231!  Bot. 
Notiser  1879,    S.  21.  —  V.  sessilis  ß.  ohversa  (KÜTZ.)   WiTTROCK.      1882  m  WiTTR.  & 
NORDSTEDT  11.  456  iu  schedula. 

Diese  Varietät  wurde  von  WiTTROCK  aufgestellt  und  in  Nr.  231 

der  Exsiccatensainmlung  ausgegeben  (Fig.  7ö).     Er  identifizierte  die 

Alge  mit  V.  ornithocephala  HASSALL  und  gab  ibr  daher  den  Namen 

V.  sessilis  var.  Hassallii.   Wille,  der  das  Exsiccat  gesammelt  hat, 

machte  darauf  aufmerksam,  daß  die  Alge  zu  V.  pachy derma  gehört. 

An  dem  Exsiccat  ist  die  Beschaffenheit  der  Membran  nicht  genügend 

§•   '  festzustellen,    auch    konnte    ich   die  Antheridien   nicht   gut    sehen. 

V.  pachy  derma        -j^^^.j^  jg^  ^^^^^j^  ^^^^^  Angaben  WiLLEs,  der  die  Pflanze  nach  Kalium- 

Walz  var.  Hassalm  .  ,  %         -,.     rv      \  ..  •  -,    ■.  ,•  »   .        i 

(WiTTR)  Wille.      acetatmatenal  untersuchte,  die  Zugehörigkeit  zu  dieser  Art  wahr- 

(WlTTR.    u.    NORD-    scheinlich  gemacht.     Im  Habitus   ist  diese  Alge  von  der  typischen 
STEDT  n.  231.)         V.  pachijderma  allerdings  recht  verschieden,  und  WALZ  selbst  be- 
zieht  daher   die  V.  ornithocephala  Hassall  und  die  Angaben  der 
Hassall  folgenden  Autoren  auf  sessilis. 
Daß  die  echte  V.  ornithocephala  AgaRDH  in  Vergessenheit  geraten  war,   ist  dem 
Umstände   zuzuschreiben,    daß   diese  Art  kurz  nach  ihrer  Publikation  von  Lyngbye  als 
V.    sericea   beschrieben    wurde.      NORDSTEDT    bezweifelt    allerdings,    daß    beide    Arten 
identisch  sind,    da  sonst  Lyngbye  wohl  die  AGARDHsche  Publikation  zitiert  hätte,    wie 
er  es  zu  tun  pflegt.     Ich  konnte  aber  ein  Originalexemplar  Lyngbyes  untersuchen,  das 
als  ornithocephala  bestimmt  ist,   und  mit  der  von  Hassall  und  KÜTZING  unter  diesem 
Namen  abgebildeten  Alge  völlig  übereinstimmt.    Das  Exemplar  ist  aus  dem  Jahre  1S32. 
Daraus  geht  hervor,  daß  Lyngbye  die  AGARDHsche  Art  völlig  verkannt  hat.   Vielleicht 
sind  auf  ihn  auch  die  späteren  irrtümlichen  Angaben  zurückzuführen. 

Das  LYNGBYEsche  Exsiccat  zeigt  Thallusfäden  von  6G  —  Gl,b/j.  Dicke.  Die  Oogonien 
sitzen  vorwiegend  einzeln  neben  dem  Antheridium,  seltener  finden  sich  zwei  mit  einem 
Antheridiuin  in  der  Mitte.  Die  Oogonien  laufen  in  einen  deutlichen,  ziemlich  breiten 
abgestutzten  Schnabel  aus,  der  vertikal  oder  schräg  aufwärts  gerichtet  ist,  im  übrigen 
sind  sie  breit  eiförmig.  Die  Oospore  füllt  das  Oogonium  bis  auf  den  Schnabel  aus,  90  /jl 
lang,  60  fjL  breit.     Die  Struktur  der  Membranen    ließ   sich   nicht   genau  feststellen.     Das 


*)  Ausgegeben  in  WiTTROCK,  NORDSTEDT  &  Lagerheim  n.  1583,  gesammelt 
von  Hirn.  Ich  habe  in  diesem  Exsiccat  die  Form  nicht  finden  können.  Ich 
sah  darin  nur  F.  aversa  und  eine  Form  von  V.  geminata  (s.  S.  159  u.  Fig.  82). 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


153 


Antheridium  sitzt  auf  einem  hakenförmig  gekrümmten  Zweig,  dessen  Scheitelhöhe  niedriger 
ist  als  die  des  Oogoniums.  Die  Unterschiede  lassen  sich  leicht  dadurch  erklären,  dafs 
WALZ  die  Struktur  des  reifen  Oogoniums  und  der  reifen  Oospore  beschrieben  hat,  während 
hier  noch  unreife  Geschlechtsorgane  vorliegen  (Fig.  76). 


V.    pachyderma    Walz    var.    Hassallil 

(WlTTR.)  Wille.    (Nach  einem  Exsiccat 

von  Lyngbye.) 


Flg.  77. 

y.  pachyderma  Walz  var.  Hassallii  ('?). 
(Le  Jolis  n.  119.) 


Daß  tatsächlich  eine  besondere  Form  von  V.  pachyderma  vorliegt  und  nicht  eine 
Form  von  V.  sessüis,  scheint  mir  schon  daraus  hervorzugehen,  daß  alle  Autoren  die 
letztere  Art  zweifellos  gekannt  haben.  Von  besonderem  Interesse  ist  es  für  die  Beur- 
teilung dieser  Frage,  daß  KÜTZING  ein  Exemplar  von  Le  JOLIS  n.  119!  als  V.  ornitho- 
cephala  AG.  bestimmte,  das  aber  zweifellos  nicht  zu  dieser  Art  gehört,  sondern  am  ehesten 
hierher  zu  rechnen  ist.  Die  Fäden  sind  ca.  110 /j;  dick,  die  Oogonien  82,5//.  lang  und 
breit.  Die  Oosporenmembran  ist  sehr  dick  und  mehrschichtig  (Fig.  77).  —  In  dem  genannten 
Exsiccat  von  WiTTEOCK  &  NORDSTEDT  n.  231  sind  die  Thallnsfäden  84/7.  dick,  die 
Oogonien  stehen  einzeln  oder  zu  zweit  mit  einem  Antheridium  in  der  Mitte.  Die  Oo- 
gonien sind  ca.  75  //.  lang,  57  //  breit  (unreif). 

Var.  islandica  BOERGESEN   I89S. 

BOERGESEN,  Nogle  Ferskvaudsalger  fra  Island,  S.  137,  Fig.  3. 

Die  Varietät  zeichnet   sich    hauptsächlich   durch  die  fa.st  regelmäßig  eiförmigen 

Oogonien,    durch    die    längeren   und    stärker    gekrümmten    Antheridien    und    durch    die 

größeren   Dimensionen  aus.     Oogonien   220 />.  lang,    160//   breit.     Oosporen  ISO /j  lang, 

145  /j.  breit.     Antheridien  40  /j.  breit,    nicht  beutelförraig.     Vegetativer  Faden  SO  //.  dick. 

Vorkommen:    Island. 


Subsekt.  Bacemosae  WALZ   1866. 
Walz,  a.  a.  0.  S.  144. 

Syn.:    SUpitatae  RABENHORST,  Flora  Europaea  Alg-.  III,  269. 

Die  Oogonien  und  Antheridien  sitzen  stets  auf  kurzen  Seitenästen, 
und  zwar  ist  unter  normalen  Verhältnissen  das  Antheridium  stets  in  der 
Einzahl  vorhanden  und  endständig-,  die  Oogonien  unter  dem  Antheridium, 
1 — 6,  entweder  sitzend,  kurz-  oder  langgestielt.  Außerordentlich  häufig- 
sind  Durchwachsungen  und  Verkümmerung  der  Geschlechtsorgane,  in 
erster  Linie  der  Oogonien.  Ungeschlechtliche  Vermehrung  durch  Aplano- 
sporen  (oder  Akineten),  nie  durch  Zoospoien. 

Sämtliche  Arten  finden  sich  als  ständige  Bewohner  ausschließlich 
auf  feuchter  Erde  und  im  süßen  Wasser.    Ein  gelegentliches  Vorkommen 

13 


154  W.  Heering. 

auf  salzhaltigem  Boden  oder  im  Brackwasser  scheint  mir  aber  nicht  aus- 
geschlossen.   So  beschreibt  DUPRAY  eine  var.  suhmarina  von  V.  terrestris. 

Von  den  in  dieser  Subsektion  vereinigten  Arten  sind  vier:  F.  geminata  (mit  der 
var.  racemosa),  V.  hamaia,  V.  terrestris  und  V.  uncinata  von  WALZ  aufgeführt.  Die 
älteren  Angaben  werde  ich  in  dem  Anhange  berücksichtigen.  Wenn  man  sie  auch  mit 
mehr  oder  weniger  großer  Wahrscheinlichkeit  auf  die  eine  oder  andere  der  genannten 
Arten  beziehen  kann,  so  ist  von  einer  sicheren  Beurteilung  der  in  Betracht  kommenden 
Abbildungen  und  Beschreibungen  nicht  die  Rede.  Sie  besitzen  daher  nur  historisches 
Interesse,  sind  aber  für  die  Beschreibung  und  Angabe  der  Verbreitung  nur  dann  zu 
benutzen,  wenn  ein  Originalexemplar  untersucht  Averden  kann.  Keinenfalls  halte  ich 
es  für  gerechtfertigt,  auf  Grund  einer  derartigen  Nachuntersuchung  einen  von  einer 
mangelhaften  Beschreibung  und  Abbildung  begleiteten  Namen  nur  der  Priorität  zuliebe 
Avieder  einzuführen.  Gerade  bei  dieser  Gattung  hat  mir  die  Untersuchung  von  Exsiccaten 
gezeigt,  daß  ältere  Autoren  nicht  selten  mehrere  Arten  unter  demselben  Namen  ver- 
einigt haben.  Über  die  hier  in  Frage  stehenden  Arten  liegen  einige  spezielle  Unter- 
suchungen bezw.  Vergleiche  vor.  Vor  allem  ist  die  Kritik  von  WALZ*)  zu  nennen. 
Über  die  Beziehungen  von  V.  geminata,  V.  racemosa  und  V.  hamata  im  Sinne  von  WALZ 
hat  WlTTROOK  ISGT  in  seinen  Algologiska  studier**)  berichtet.  Schließlich  hat  De 
WlLDEMAN  1S'.)G***)  eine  eingehende  Kritik  der  auf  U.  terrestris,  geminata  und  hamata 
bezüglichen  Angaben  geschrieben. 

Die  vierte  von  WALZ  berücksichtigte  Art,  T^.  uncinata  KÜTZ.,  ist  stets  als  eigne 
Art  aufgeführt  worden,  nur  StOCKMAYER  (1890)  bemerkt  nebenbei,  daß  sie  vielleicht 
nur  eine  Form  von  F.  geminata  sei.  An  F.  U7icinata  schließt  sich  die  bisher  nur  ein- 
mal beobachtete  F.  hnwicola  Lagerheim  an.  Ihre  Selbständigkeit  muß  erst  durch 
weitere  Untersuchungen  festgestellt  werden.  Ebenso  schließt  sich  F.  megaspora  IWANOFF 
an  F.  uncinata  an.  Sie  ist  aber  Avohl  sicher  als  eigne  Art  anzusehen.  Schließlich  ist 
die  bisher  auch  nur  einmal  erwähnte  F.  scrobiculata  MAGNUS  et  WiLLE  hier  aufgeführt. 

V.  geniiiiata  Walz  1866  z.  T. 

Walz,  Beitrag  Pringsh.  Jahrb.  V,  S.  147,  T.  XII,  Fig.  7 — 11  (mit  Ausnahme  der 
Formen,  deren  Antheridium  zwei  Öffnungen  zum  Austritt  der  Spermatozoiden  aufweist), 
nicht  GÖTZ,  Flora  1897,  S.  127. 

Fäden  29 — 132|W-  dick.^)  Antheridium  hörn-  oder  schneckenartig 
gekrümmt,  am  Ende  aufgerichteter  längerer  Zweige  oder  kurzer  Seiten- 
zweige. Unter  ihm  1 — 6  Oogonien,  die  meist  kurz,  seltener  länger 
gestielt  und  aufgerichtet  sind.^)  Die  Krümmungsebenen  des  Antheridiums 
und  der  Oogonien  bilden  einen  Winkel  miteinander.  Die  Oogonien  sind 
halbkugelig-elliptisch,  die  abgeplattete  Seite  ist  stets  dem  Antheridium 
zugewendet.  Die  reifen  Oosporen  sind  von  sehr  wechselnder  Gestalt, 
64,5  —  190/*  lang,  52,5—225;«,  breit.  ^)  Sie  fallen  samt  der  Oogonien- 
membran  ab.  Die  Oosporenmembran  ist  dreischichtig.  Die  mittlere 
Schicht  ist  dünn.  Im  Innern  der  Oospore  finden  sich  ein  oder  mehrere 
braunrote  Flecken.    Die  ungeschlechtliclie  Fortpflanzung  geschieht  durch 

*)  Beitrag,  S.  155—158. 
**)  a.  a.  0.  S.  39—43. 

***)  De  WlLDEMAN,  Observations  sur  quelques  especes  du  genre  Taucheria.    Bull, 
de  la  Süc.  royale  de  botan.  de  Belgique,  tome  XXXV,  1.  Teil,  S.  71  —  93. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw.  ]55 

Aplanosporen.*) '^)  Die  Aplaiiosporaiigien  haben  meist  einen  umgekehrt 
eiförmigen  Umriß  und  sitzen  am  Ende  eines  meist  kurzen  Seitenzweigs. 
Die  Aplanosporen  füllen  die  Sporangien  ziemlich  aus.  Sie  sind  105-209  fi 
lang,  84— 184;u  breit  und  keimen  erst  nach  einer  Ruhezeit. 

Anmerkungisn. 

1)  Faden  dicke.  Für  ijeminafa:  50 /y.  (Cleve),  30—90//  (Hansgirö,  incl.  caespifosa 
und  racemosä),  bO—lbjj.  (HANSGIRG,  var.  rivularis),  bis  über  90 /i  (Hansgirg,  var. 
verticillata),  78— 90 //.  (G.  S.  WEST),  72—110/7.  (STOCKMAYER,  var.  caespitosa), 
37,5— 110 />.  nach  eignen  Messungen. 

Für  racemosa:  06—82,5//.  (GÖTZ),  90//  (Cleve),  66-82//  (TEODORESCO), 
29—40//  (TEODORESCO,  v&v.  martialis)  75—125//  (TILDEN),  82—132//  nach  eignen 
Messungen. 

Aus  diesen  Beispielen  geht  auch  hervor,  dafs  hinsichtlich  der  Fadendicke 
keine  Grenze  zwischen  der  eigentlichen  geminafa  und  der  f.  racemosa  besteht. 

2)  Oogonien.  Die  Formen  mit  mehr  als  zwei  Oogonien  bieten  allerdings  ein  anderes 
Bild  als  die  typische  geminafa.  Die  meisten  früheren  Angaben,  welche  racemosa 
als  besondere  Art  hinstellen,  geben  für  sie  auch  kleinere  Dimensionen  sowohl  der 
Fäden  als  auch  der  Oosporen  an.  Teilweise  trifft  dies  auch  zu.  Doch  andererseits 
können  auch  die  Oosporen  bei  den  als  Status  racemosus  bezeichneten  Formen  die- 
selbe Größe  haben,  wie  bei  der  typischen  geminafa.  Daher  fehlt  jedes  konstante 
Merkmal  zur  Unterscheidung,  denn  es  können  an  einem  solchen  Faden  auch  Frucht- 
stände mit  nur  zwei  Oogonien  auftreten. 

3)  Oosporen.  Zur  Unterscheidung  von  F.  hamaia  ist  die  Kenntnis  der  reifen  Sporen 
wichtig.  Auf  die  Anführung  der  Messungen  kann  ich  wohl  verzichten,  da  die 
Größe  für  die  Bestimmung  der  Art  nicht  wesentlich  .ist. 

4)  Aplanosporen.  Durch  das  häufige  Auftreten  der  Aplanosporen,  ihr  weiteres 
Verhalten  und  die  Möglichkeit,  leicht  Aplanosporen  durch  Kultur  hervorzurufen, 
ist  die  Art  ebenfalls  von  V.  hamata  zu  unterscheiden. 

Über  die  systematische  Stellung. 
GÖTZ  hat  die  Art  zu  den  Anomalae  gestellt,**)  indem  er  annahm,  daß  alle 
Autoren  die  charakteristische  Beschaffenheit  des  Antheridiums  übersehen  hätten,  mit 
Ausnahme  von  Walz,  der  die  für  die  Anomalae  charakteristische  Form  des  Antheri- 
diums als  selten  bezeichnet.  Gerade  diese  Bemerkung  zeigt  aber,  daß  die  von  WALZ 
gewöhnlich  beobachtete  Form  die  der  Corniculafae  ist.  ich  finde  keine  Ursache,  daran 
zu  zweifeln,  zumal  seine  Abbildung  die  Beschaffenheit  des  Antheridiums  sehr  deutlich 
wiedergibt.  Auch  die  Nachuntersuchung  von  Exsiccaten  macht  es  mir  zur  Gewißheit, 
daß  den  meisten  Autoren  nicht  die  von  GÖTZ  untersuchte  Form  vorgelegen  hat.  Da 
GÖTZ  für  V.  racemosa  feststellte,  daß  das  Antheridium  wie  bei  den  Corniculafae 
beschaffen  sei,  mußte  er  naturgemäß  die  von  WALZ  mit  geminafa  vereinigte  racemosa 
wieder  abtrennen  und  als  eigene  Art  bezeichnen.  Seine  V.  racemosa  ist  aber  die  F. 
geminafa  der  Autoren  incl.  der  var.  racemosa  Walz. 


*)   De  Toni,  Syll.  I,  S.  400,  spricht  von  Zoogonidangien  (und  Aplanosporangien). 

Erstere  kommen  bei  dieser  Art  doch  wohl  schwerlich  vor. 
**)    GÖTZ    hat  hierdurch    die  Ansicht   seines    Lehrers  Klebs   zum   Ausdruck   ge- 
bracht,   der  1896  (Bedingungen   der  Fortpflanzung  S.  90)  sagt:    „F.  racemosa, 
die  gewöhnlich   fälschlicherweise   mit   der  geminafa   zusammengeworfen  wird." 

13* 


156  W.  Heering. 

Die  von  GÖTZ  angeführten  Unterschiede  zwischen  Y.  geminaia  und  racemosa 
sind  hinfällig,  da  er  ja  tatsächlich  eine  andere  Art  im  Auge  hatte.  Nun  wäre  noch  die 
Frage  zu  erörtern,  ob  T".  racemosa  als  besondere  Varietät  aufzufassen  sei.  Die  Stellung 
lind  Zahl  der  Oogouien  kann  nicht  einmal  für  die  Aufstellung  einer  Varietät  als  aus- 
reichend erklärt  werden.  WiTTROCK  bildet  als  V.  gemmata  ein  Exemplar  ab,  das 
folgende  Beschaffenheit  zeigt.  Aus  einer  Spore  entstehen  zwei  Schläuche,  von  denen 
der  eine  nur  zwei  Aplanosporen,  der  andere  fünf  Fruchtzweige  aufweist,  von  denen 
zwei  dem  gewöhnlichen  Verhalten  der  V.  geminaia  (zwei  Oogonien  +  ein  Antheridium), 
zwei  dem  gewöhnlichen  Zustand  der  T.  racemosa  (fünf  Oogonien  -|-  ein  Antheridium 
und  drei  Oogonien  +  ein  Antheridium)  und  ein  der  gewöhnlich  abgebildeten  Form  von 
V.  hamafa  (ein  Oogonium  -|-  ein  Antheridium)  entspricht.  WiTTROCK  kommt  daher  zu 
demselben  Resultat  wie  WALZ,  daß  nämlich  die  alten  Arten  F.  geminaia,  racemosa  und 
hamata.  die  hauptsächlich  auf  Grund  der  Stellung  der  Geschlechtsorgane  aufgestellt 
sind,  eingehen  müssen.  "WiTTROCK  bezeichnet  demgemäß  WALZ  als  Autor  dieser  Art. 
Er  geht  noch  weiter,  indem  er  auch  die  von  WALZ  als  nov.  spec.  bezeichnete  hamata 
mit  zu  geminata  zieht.  Doch  scheint  es  mir  besser,  die  V.  hamata  vorläufig  als  beson- 
dere Art  aufzuführen,  wenn  auch  die  Bestimmung  oft  schwer  ist. 

Die  als  racemosa  beschriebenen  Formen  unterscheiden  sich  aber  von  den  typischen 
doch  durch  den  auffälligen  Fruchtstand,  so  daß  ich  sie  als  einen  besonderen  Zustand 
aufführen  w^erde.  Mehrfach*)  ist  auch  angegeben,  daß  beide  Formen  durcheinander 
wachsen. 

Schließlich  ist  noch  die  Beziehung  zu  V.  nncinata  zu  besprechen.  Morphologisch 
steht  sie  manchen  Formen  von  racemosa  sehr  nahe,  doch  da  immerhin  bei  den  aus- 
geprägten Formen  gut  bemerkbare  Unterschiede  vorhanden  sind,  und  auch  das  physio- 
logische Verhalten  insbesondere  gegen  KNOPsche  Nährlösung  ein  ganz  anderes  ist,**) 
soll  sie  als  eigne  Art  hier  behandelt  Averden.  Die  Formen  mit  langgestielten  Oogonien, 
die  von  racemosa  beschrieben  sind,  sind  nicht  genügend  bekannt.  Es  ist  wohl  möglich, 
daß  sie  auch  in  ihren  Lebenserscheinungen  Zwischenformen  zwischen  geminata  und 
uncinata  darstellen.     Dann  muß  letztere  Art  als  Form  zu  geminata  gezogen  werden. 

Forma  geiiuiiia. 
Meist   zwei  Oogonien    mit   aufgerichtetem,    dem  Antheridium  zuge- 
wendeten Schnabel,  selten  nur  ein  Oogonium,  indem  das  zweite  Oogonium 
verkümmert.     Bei    den    an    feuchter  Luft   wachsenden  Fäden    (z.  B.  am 
Eande  von  Gewässern)  häufig  Durchwachsungen. 

Vorkommen. 
In  fließendem  Wasser  stets  steril,  pinselförmige,  verlängerte,  flutende 
Büschel  bildend,  daher  nur  durch  Kultur  bestimmbar.  Am  Rande  von 
Gewässern  in  einer  Form,  die  als  besondere  Art  und  später  Varietät 
caespitosa***)  bezeichnet  wurde.  Sie  ist  dadurch  charakterisiert,  daß 
sich  aus  einem  von  chlorophyllarmen  Fäden  gebildeten  Lager  auf- 
rechte Fäden  erheben,  die  an  ihren  Enden  die  Geschlechtsorgane 
tragen.      Am    häufigsten    in    stehendem    Wasser,    freischwimmende    oder 


*)   z.  B.  Wille,  Bidr.  Sydam.  Algfl.  38. 
**)   s.  S.  125. 
***)    An  diese  Form  schließt  sich  w^ohl  var.  rivularis  Hansgirg  an. 


Die  Süfjwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


157 


Fig.  TS. 
gem'mafa  Walz.    (Nach    einem 
Exsiccat  von  HANSEN.) 


an  Wasserpflanzen  festhaftende  Watten  bildend,  im  Sommer  voi'wiegend 
mit  Geschlechtsorganen,  im  Winter  meist  mit  Aplanosporen  (Fig-.  50,  55). 
Anf  fenchter  Erde  bildet  die  Form  dünne  Überzüge  (f.  terrestris).  Sie 
bildet  auch  hier  Geschlechtsorgane  und  unter  Umständen  Akineten  (Fig.  4i)). 

Sonder  bürg,  Tümpel  am  Weg  von 
Sundsmark  nach  Catharinenlund  (Fäden 
48 — 60  fjt,  dick,  Geschlechtsorgane  unreif, 
Aplanosporen  1 05  [x  lang,  84  fj,  breit,  April), 
Kiel,  Teich  im  Botanischen  Garten  (März, 
kultiviert  und  nach  8 Tagen  mitGeschlechts- 
organen),  Altona,  an  verschiedenen  Orten, 
ferner  an  zahlreichen  anderen  Orten  der 
Provinz  (Fig.  78). 

Sonstige  Verbreitung:  Wolil  in 
ganz  Europa,  z.  B.  Deutschland  (RABEN- 
HORST n.  1078!  als,  F.  Dühvynü  (b^ig.  7!)), 
schon  von  Walz  für  geminata  erklärt, 
n.  1943!  als  F.  saccidifem  gesammelt  von 
Zeller,  mit  Gallen,  Kützing  Dec.  n.  100! 
u.  a.),  Dänemark  (Lyngbye!  in  Herb.  Kiel), 
Schweden  (Wittrock &NoRDSTEDTn.  455! 
gesammelt  von  Cleve,  mit  Akineten,  n.  230 ! 
gesammelt  von  WiTTROCK,*)  mit  Aplano- 
sporen), Österreich  (Hauck  &  RICHTER, 
Pliycotheca  n.  375!  gesammelt  von  Stock- 
MAYER  als  var.  caesj^titosa).  —  Nordameiika, 
Südamerika  (Montevideo,  Arechavaleta 
als  erecfa).  —  Kerguelen  (J.  D.  HOOKER, 
Reinsch).  —  Austialien  (Borge).  —  Afrika 
(HIERONYMUÖ). 

Status  racemosus. 
Syn. :  Y.  geminata  ß.  racemosa  WALZ, 
Pringsh.  Jahrb.  V,  S.  147. 

Oogonien  an  einem  Fruchtzweige  meist  mehr  als  zwei. 

Vorkommen. 

Flensburg:  Gremmerup  Kier  in  Torfgruben  (FröLICH!  Mai  mit 
Geschlechtsorganen),  Schleswig:  Boren  im  Gartenbassin  (FRÖLICH !  im 
Herb.  Kiel). 

Sonstige    Verbreitung:    Ganz    Deutschland    (z.  B.    WiTTROCK, 


1'.  geminata  (DC.)  WALZ.  Oben 
Fruchtstand  mit  noch  unreifen  Ge- 
schlechtsorganen, unten  Fruchtstand, 
dessen  Antheridiuni  geöffnet  und 
dessen  Oogonien  abgefallen  sind. 
(Nach  Rabenrokst  n.  107S.) 


*)   Originalexemplare  für  die  Algologiska  Studier  1867. 


158 


W.  Heeriug. 


NORDSTEDT  &  LAGERHEIM  11.  1-210!  gesammelt  von  SCHMIDLE),  Dänemark, 

Schweden  (WiTTROCK  &  NuRDSTEDT  n.  230  b!  gesammelt  von  NoRDSTEDT), 

Norwegen   (WITTROCK  &  NORDSTEDT  n.  230  c!    gesammelt    von  WILLE), 

Finnland  (SILFVENIUS),  Rnßland,  Österreich-Ungarn,  Frankreich,  Belgien, 

Großbritannien.     In  Südenropa:  Italien. 

Nordamerika  (TILDEN  n.  532!),  Südamerika,  Uriignay  (WiTTROCK  & 

NORDSTEDT  n.  736!*)  als  F.  geminafa  f.  racemosa  v.  verticillafa  gesammelt 

von    Arechavaleta,    abgebildet   von    ihm    als   ramosa),    Südpatagonien 

(BORGE). 

Forma  pedxmculata. 

Syn. :  Vancheria  peännculata  kKE.Q,u.hNKh¥,Tk  1883. 
Los  Vaudieria  Montevideanos  S.  25,  Taf.  VI,  Fig.  5  (im 
Text  4). 

V.  racnnosa  va,i:  tnartialis  TeOBORE^CO  1907,  Belli. 
Bot.  Zentralbl.  XXI,  2,  S.  166,  Fig.  69—71.  -  V.  Gardneri 
COLLINS  Rhodora  1907,  S.  201,  Taf.  LXXVI,  f.  2,  3  (Fig.  81), 
V.  longipes  COLLINS,  a.  a.  0.  Taf.  LXXVI,  f.   1  (Fig.  82). 

ThaUusfädeii  29—40  !j.  dick.  Oosporen  64—70  ß 
lang,  49 — 57  ,a  breit.  Die  Oogonien  sind  ziemlich  lang 
gestielt,  aber  stets  aufrecht  oder  abstehend,  nicht  hernnter- 
hängend.    (Nach  TeodORESCO.) 


Fig.  SO. 
V.  geminata  Walz  statns 
7-aceniosus  (F.  erecta  Arech. 
ex  schedula  non  ex  descrip- 
tione  nee  fignra).  iWittr.  & 
NORDSTEDT '  n.  737.) 


Fig.  8!. 
V.  geminata  WALZ  f. pedun- 
culata  (Arech.).  ( V.  Gardneri 
COLLINS).     (Nach    COLLINS.) 


Fig.  82. 

T^.  geminata  WALZ 

f.    pedunculata  (ARECH.). 

{V.     longipes    COLLINS). 

(Nach  COLLINS.) 


Fig.  S3. 

V.  geminata  WALZ  f.  pedunculata 

(WiTTR.    &   NORDSTEDT 

n.  1583). 


Vorkommen:      Südamerika    (Montevideo),     Nordamerika     (COLLINS),     Europa 
(Rumänien). 

Anmerkung. 

Nach  Teodoresco  finden  sich  stets  zwei  Oogonien.   Bei  der  von  ARECHAVALETA 
abgebildeten  Form  sind  drei  Oogonien  vorhanden.    Die  Thallusfäden  sind  60  //  dick,  die 

")  Auch  WiTTROCK  ^  NORDSTEDT  n.  737  (Fig.  SO)  enthält  diese  Form. 


Die  Süßwasseralgeii  Schleswig-Holsteins  usw.  159 

Oogoiiien  haben  lüO  ß  grüfsten  Durchmesser.  Es  soll  nach  diesem  Autor  auch  eine  un- 
geschlechtliche Fortpflan/Aing  durch  Zoosporen  (?)  stattfinden.  Trotzdem  ich  nicht  glaube, 
dafs  für  diese  Specimina  überhaupt  eine  besondere  Form  aufgestellt  werden  sollte,  habe 
ich  sie  doch  beibehalten,  um  darauf  aufmerksam  zu  machen,  daü  derartige  Zwisclien- 
formen  zwischen  geminafa  und  uncinata  vorkommen.  Während  des  Drucks  habe  ich 
die  von  den  in  Betracht  kommenden  Formen  vorliegenden  Abbildungen  noch  einmal 
durchgesehen  und  muß  erklären,  daß  ich  durch  den  Vergleich  noch  mehr  in  meiner  An- 
sicht bestärkt  worden  bin,  daß  F.  uncinata  nur  eine  Form  von  F.  geminafa  ist.  Auch 
WiTTKOCK  &  NORDSTEDT  n.  1583  (Fig.  83)  enthält  eine  hierher  gehörige  Form.  Nach 
der  Etikette  soll  F.  uncinata  vorliegen,  die  ich  in  typischer  Form  aber  nicht 
gefunden  habe.  Die  von  COLLlNS  beschriebenen  Arten  weichen  hinsichtlich  der  Dimen- 
sionen etwas  ab,  gehören  aber  wohl  hierher. 

V.  haiiiata  Walz  1866. 

Walz,  Pringsh.  Jahrb.  V,  S.  148,  Taf.  XII,  Fig.  12—17. 

Fäden  38,5— 80  j«  dick.^)  Auf  dem  Fruchtast  steht  am  Ende  ein 
hörn-  oder  schneckenartig-  eingerolltes  Antheridium.  Unter  ihm  sitzen 
ein  bis  zwei,  selten  drei  Oogonien,  deren  Krümmungsebene  mit  der  des 
Antheridiums  einen  Winkel  bildet.  Die  Oogonien  und  Antheridien  sind 
nach  derselben  Seite  übergeneigt.  Die  Oogonien  sind  eiförmig  oder 
konvex-plan  oder  konvex-konkav.  Die  gerade  oder  konkave  Seite  ist 
immer  dem  Antheridium  zugekehrt.  Oogonien  75—90  ft  lang,  60—80  fj, 
dick.  Die  Oospore-)  füllt  das  Oogonium  aus.  Im  Innern  findet  sich  ein 
sepiabrauner  bis  schwai'zer  Flecken.  Die  Membran  ist  dreischichtig,  die 
mittlere  Schicht  ist  dick  und  glänzend.  Die  Aplanosporen  (nur  von 
Walz  und  Hansgirg  angegeben)  schlüpfen  aus  den  Sporangien  aus  und 
keimen  sofort.    (Fig.  50,  57.) 

Anmerkungen. 

1)  Fadendicke:  Nach  BOHLIN  58—68  /i,  nach 
Tp:ODORESCO  39—57  fj.,  nach  HANSGIRG  45—70  //, 
nach  Tilden  SO  a(,  nach  Cleve  50—100//,  nach 
GÖTZ  38,5—55  //.. 

2)  Oosporen:  Nach  BOHLIN  88—  94  /i  lang,  (;8— 70  // 

breit,   nach  TeODORESCO  60—99  //.  lang,  52—74  ß  Fig.  84. 

breit,     nach     Walz     0,045—0,050,     0,06—0,085,  F.  hamata  Walz. 
0,075—0,09  mm,     nach    TILDEN    75 :  100  //.,    nach  Sonderburg. 

Cleve  120 :  90  /i,  nach  Götz  66—88  :  55—66  //. 

Vorkommen. 

Die  Art  findet  sich  hauptsächlich  auf  feuchter  Erde,  aber  auch  in 
stehendem,  nach  GÖTZ  in  fließendem  Wasser. 

Ich  habe  verschiedentlich  im  Gebiete  Exemplare  beobachtet,  die 
ich  hierher  rechnen  möchte,  doch  zeigte  keins  die  Oosporenmembran  in 
genügender  Entwicklung,  um  ihre  Struktur  erkennen  zu  können  (Fig.  84). 

Sonderburg.  Straßengraben  in  Miang  (Fadendicke  52  fi,  Oogo- 
nien (unreif)   60  fj,  hoch,   75  //  breit,   Oospore  mit  einem   dunklen  Fleck. 


160 


W.  Heering. 


Pioliflkation).  Ein  anderes  Exemplar  aus  dieser  Gegend,  von  74,8  fx  Faden- 
dicke, zwei  Oogonien  auf  einem  Ast.  Oogonien  (unreif)  88  ^ :  88  /;,.  — 
Noch  fraglicher  scheint  mir  die  Zugehörigkeit  einiger  Exemplare,  die  ich 
bei  Kiel  und  in  Hader  sieben  bei  Ottesbüll  sammelte. 

Sonstige  Verbreitung:  Im  übrigen  Deutschland  und  wohl  in 
ganz  Europa,  z.  B.  Dänemark  (HOFMAN  Bang!  im  Herb.  Kiel),  Schweden 
(Wittrock  &  Nordstedt  n.  229!  gesammelt  von  Nordstedt,  mit  Pro- 
lifikationen),  Faeröer  (BOERGESEN),  Großbritannien,  Rußland  (Iwanoff), 
Rumänien  (TeodORESCO)  —  Acoren  (BOHLIN)  —  Nordamerika  (TILDEN 
n.  533!) 

V.  terrestris  Lyngbye  1819  emend.  Walz  1866. 

Lyngbye,  Hydr.  Dan.  S.  77,  Taf.  XXL  —  WALZ,  Pringsh.  Jahrb.  V,  S.  149, 
Taf.  Xm,  Fig.  IS,  19. 

Fäden  43—100  /*  dick.^)  Auf  dem  Fruchtast  fast 
stets  ein  Oogonium  und  ein  spiralig  oder  schneckenförmig 
gerolltes  Antheridium,  deren  Krümmungsebene  meist 
dieselbe  ist.  Das  Oogonium  ist  rund-oval  bis  plan-konvex. 
Die  gerade  Seite  ist  stets  dem  Antheridium  zugewendet. 
Die  Oospore  ist  mit  der  Oogonienmembran  fest  ver- 
bunden. Bei  der  Reife  verwandelt  sich  die  Oogonien- 
membran in  Gallerte  und  fällt  mit  der  Oospore  zugleich 
ab.  Die  Oosporen  sind  82,5 — 211  /*  lang,  60,5 — 163;« 
breit. ^)  Ihre  Membran  ist  dreischichtig,  die  mittlere  Schicht 
dick  und  glänzend.  Im  Innern  der  Oosporen  mehrere  braune 
Flecken.  Ungeschlechtliche  Fortpflanzung  unbekannt.  — 
(Fig.  85.) 

Durchwachsungsformen  sind  häufig. 

Anmerkungen. 

1)  Nach  GÖTZ  49,5—66  /-/.,  nach  HiRN  52—85  /z,  nach  Cleve 
50—100  //,  nach  TEODORESCO  43—59  p..  Die  Membran  ist 
nach  BOERGESEN  bei  grönländischen  Exemplaren  4  /i  dick. 

2)  Nach  GÖTZ  82,5— 121  :  60,5— 99  /z,  nach  HiRN  163—211: 
133—163//,  nach  WALZ  85—100,  100  —  115//,  nach  BOERGESEN 
124:  103  At,  nach  Cleve  150—200  :  100— 150 /^  nach  Teodo- 

RESCO  95  :  70 /j!,  nach  eignen  Beobachtungen  an  lebendem  Material  118,8:91,8//.  — 
Die  Maße  für  f.  megacarpa  sind  hier  nicht  berücksichtigt,  da  diese  Form  zu  wenig 
bekannt  ist. 

Vorkommen. 
Vornehmlich  auf  feuchtem  Boden   oder  auf  gelegentlich  überfluteten 
Stellen,  seltener  in  stehendem  Wasser. 

Im  Gebiete  bei  Kiel:  auf  Blumentöpfen  im  Botanischen  Garten. 
Plön:  nordöstliches  Ufer  des  Gr.  Madebrökensees  auf  feuchter  Erde 
(Lemmermann). 


Fig.  85. 
V.  ferres/HsLYNGB. 

em.  Walz. 
Oben    Fruchtstand, 
unten  reifes  Oogo- 
nium. (Nach  Walz.) 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw.  161 

Sonstige  Verbreitung:  Ganz  Deutschland  (z.  ß.  HAUCK  & 
ElCHTER,  Pliykotlieka  n.  578!  gesammelt  von  SOHMIDLE,  RABENH0E8T, 
n.  1079!  gesammelt  von  Stizexbeeger,  n.  1921!  gesammelt  von  P. 
Reinsch  als  V.  pendula)  und  im  übrigen  Europa.  Nordamerika,  Süd- 
anieiika  (WiTTROCK  &  NORDSTEDT  n.  738!  gesammelt  von  Arecha- 
VALETA  als  V.  Spegazzini^  n.  10-28!  gesammelt  von  Arechavaleta  als 
V.  macrocarpa),  Grönland  (ßOERGESEN),  Franz  Josefsland  (BORGE),  Ost- 
afrika (SCHMTDLE). 

f.  megiicarpa  NORDSTEDT  1SS8. 
NORDSTEDT,  Freshw.  Algae  from  New  Zealaiid  S.  22. 
Die  jüngeren  Sporangien  (?)  sind  zurückgebogen,  wodurch  diese  Form  viele  Ähn- 
lichkeit mit   V.  lifforca  zeigt.     Die  Sporen  sind  220/7.  lang,   11)0 /j.  breit. 

NORDSTEDT  bemerkt,  daß  er  nicht  deutlich  unterscheiden  konnte,  ob  die  Krüni- 
mungsebenen  der  Oogonieu  und  Antheridien  parallel  oder  zueinander  entgegengesetzt 
sind.     Möglicherweise  liegt  nach  dem  Autor  eine  neue  Art  vor. 

Vorkommen:    Neuseeland,  vielleicht  auch  Norwegen  (NORDSTEDT). 

V.  scrobiculata  Magnus  et  Wille  1884. 

Magnus  et  Wille,  Bidrag  til  Syd-Amerikas  Algflora  S.  38,  Tat.  II,  Fig.  57—59. 

Nach  den  Autoren  ist  die  Art  nahe  verwandt  mit  V.  terrestris.    Die  Antheridien 

sind  am  Gipfel   mehr  zugespitzt;    die  Membran   der  Oosporen   ist  mit  Warzen   bedeckt. 

Die  Fäden   sind   30—80  //.   dick.     Die  Antheridien   sind  an    der  Basis  30—44  //,   an   der 

Spitze  G  ß  dick.     Die  Oogonien  sind   120— 130 /a  lang,   100— llO/a  breit. 

Vorkommen:  Südamerika,  Uruguay  (ARECHAVALETA  nach  MAGNUS  und  WiLLE). 

V.  uiicinata  Kützing  1856. 

KÜTZING,  Tabulae  Phycologicae  VI,  Taf.  60,  Fig.  1. 
Thallusfaden  60 — 170/i  dick.^)  Das  Antheridium  ist  endständig 
auf  einem  kürzeren  odei-  längeren  Fruclitast  und  schneckenförmig  oder 
spiralig  gebogen.  Unter  ihm  sitzen  zwei  bis  sechs  Oogonien  auf  Stielen, 
die  meist  länger  sind  als  sie  selbst.  Die  Stiele  sind  meist  nach  unten  geneigt, 
können  aber  auch  teilweise  horizontal  oder  aufwärts  gerichtet  sein.  Die 
Oogonien  sind  meist  rundlich,  seltener  schief  eiförmig.  Im  letzteren  Falle 
ist  die  dem  Antheridium  zugewandte  Seite  eben,  die  abgewandte  konvex. 


Fig.  86.  Fig.  87. 

V.  uncinata  KÜTZ.     Aplanosporangium.  V.   nncinafa    KÜTZ.     Das    Antheridium 

Bot.  Garten,  Kiel.  ist    nur   teilweise    sichtbar.     Ketelsbye. 


162  W.  Heermg. 

Die  reifen  Oosporen  sind  71,5 — 90  fx  lang-,  63—77  ^u,  l»reit.-)  Ihre  Membran 
ist  dreischichtig.  Im  Innern  enthalten  sie  einen  oder  mehrere  branne  bis 
schwarze  Flecken.  Sie  fallen  mit  der  Oog-onienmembran  ab^)  (Fig.,  52). 
Die  mehr  oder  weniger  kugeligen  Aplanosporen  werden  durch  Zersetzung 
der  Sporangienmembran  frei.  Sie  sind  116,9 — 233,8^  lang,  116,9 — 217, 8  ^u, 
breit.^)  —  (Fig.  44,  45,  56,  58,  86,  87). 

Anmerkungen. 

1)  Nach  GÖTZ  60—104,5  />.,  nach  ROTHERT  selten  bis  170  //,  nach  TeodorescO 
G-2— 113  ß  dick. 

2)  Nach  GÖTZ  71,5—82,5:66—77//.,  nach  EOTHERT  78— DO :  63  — 70 /i,  nach  WALZ 
140—165  /y-,  nach  TEODORESCO  86-94  :  64— 66 /a  breit. 

3)  Walz  erwähnt,  dafs  sie  aus  der  Oogoniemnembran  herausfallen.  Er  untersuchte 
allerdings  nur  getrocknetes  Material.  Vergl.  S.  120.  Hansgirg  gibt  an,  daß  sie 
locker  im  Oogoninm  liegen.*) 

4)  Nach  GÖTZ.  —  Nach  EOTHERT  130—152//  lang,  100— 115 /.i  breit,  nach  TEO- 
DORESCO 167//  Durchmesser. 

Vorkommen. 

In  fließendem  Wasser  bildet  die  Art  nach  GÖTZ  dünne  Polster,  die 
stets  steril  sind.  Sie  sind  daher  nur  durch  Kultur  bestimmbar.  Diese 
Form  des  fließenden  Wassers  ist  im  Gebiet  nicht  beobachtet. 

In  stehendem  Wasser  bildet  die  Art  lockere  freischwimmende  Watten 
oder  am  Ufer  dichte  Easen.  Im  Winter  bringt  sie  hauptsächlich  Aplano- 
sporen, im  Sommer  Geschlechtsorgane  hervor.**) 

Im  Gebiete  beobachtet  bei  Kiel:  Teich  im  Botanischen  Garten, 
steril  (durch  Kultur  Geschlechtsorgane,  im  Januar  massenhaft  Aplano- 
sporen (Fig.  86).  —  Gallen  von  Notommata).  Flensburg:  Bremholm 
bei  Sterup  (Fäden  88 — 110  ^,  dick,  Geschlechtsorgane  unreif.  Juli). 
Schleswig:  Ketelsbye  Brücke  (FrüLICh!  Herb.  Kiel,  21.  Juli  1830  als 
F.  racemosa.  Geschlechtsorgane  (Fig.  87)  und  einige  geöffnete  und  ent- 
leerte Aplanosporangien.) 

Sonstige  Verbreitung:  Im  übrigen  Deutschland  (KÜTZING,  auf 
Grund  eines  von  A.  Braun  gesammelten  Exemplars).  Im  übrigen 
Europa  wolil  verbreitet  (wahrscheinlich  beziehen  sich  manche  Angaben 
über  V.  racemosa  und  verticillata  auf  diese  Art),  z.  B.  Frankreich,  Rußland 
(ROTHERT,  Iwanoff),  Finnland  (WlTTROCK  &  NORDSTEDT  n.  1583  ge- 
sammelt von  Hirn,  vergl.  S.  159),  Montevideo  (ARECHAVALETA  als  ;pen- 
dula  in  WiTTR.  &  NORDSTEDT  n.  947,  Fig.  52). 

*)  Er  gibt  aber  nur  allgemein  die  Standorte  an,  seine  einzige  spezielle  Angabe 
ist  aus  Rabenhorst  übernommen.  Daher  scheint  es  nicht,  daß  er  lebendes 
Material  untersucht  hatte. 
**)  TeodORESCO  kultivierte  diese  Art  in  stehendem  Wasser  bei  gutem  Licht. 
Nach  etwa  30  Tagen  hatten  die  untergetauchten  Fäden  nur  Aplanosporen,  die 
an  den  Wänden  aus  dem  Wasser  herausgewachsenen  Fäden  Aplanosporen  und 
Geschlechtsorgane  hervorgebracht. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


168 


V.  luiinicola  VON  Lagerheim  1890. 

VON  Lagerheim,    Contribuciones  a  la  Flora  alg-ologica  del  Ecuador,  S.  14. 

Fäden  (iO  //  dick.  Die  Fruchtzweige  tragen  zwei  Oogonien,  deren  Stiele  nach 
dem  Faden  zu  niederhängen.  Die  Krünimungsebene  ist  die  gleiche  wie  die  des  Anthe- 
ridiums.  Die  Oosporen  sind  75  ß  lang  und  60  ß  breit.  Sie  füllen  das  Oogonium  aus. 
Die  Oosporenmembran  ist  glatt  und  farblos.  Die  Aplanosporen  keimen  oft  noch  im 
Aplanosporangium.  Sie  bilden  einen  kurzen  Thallus,  der  an  der  Spitze  zwei  Oogonien 
und  zwischen  ihnen  das  Antheridium  trägt. 

Vorkommen:    Ecuador,   auf  feuchtem  Boden   im   Botanischen  Garten  in  Quito. 

Nach  dem  Autor  ist  die  Art  mit  V.  uncinata  verwandt.  Sie  unterscheidet  sich 
von  ihr  durch  die  paarigen  Oogonien  und  die  kleineren  Oosporen.  Das  Vorhandensein 
der  Aplanosporen  ist  kein  Unterschied,  da  sie  mittlerweile  auch  für  V.  uncinata  nach- 
gewiesen sind. 

V.  meg-aspora  IWANOFF  1890. 

IWANOFF,  Bull,  des  Natur,  de  Moscou  1899,  Nr.  4,  S.  10—20  (Sep.-Abdr.),  Taf.  XII, 
Fig.   1  —  11. 


Fig.  88. 
V.  me.gaspora  IWANOFF.  Oben  Faden  mit  Akineten,  von 
denen  eine  keimt.  Das  Protoplasma  des  P'adens  hat  .sich  in 
die  äußersten  Zweigspitzen  zurückgezogen.  Unten  links : 
Geschlechtsorgane,  unten  rechts:  keimende  Akinete,  die  sich 
schon  vom  Faden  gelöst  hat.     (Nach  Iwanoff.) 


Fäden  90  — 130,«  dick,  wenig  —  scheinbar  dichotomisch  —  verzweigt.  Antheridien 
hakenförmig  gekrümmt  am  Ende  des  Fruchtzweiges,  der  unter  dem  Antheridium  die 
Oogonien  trägt.  Die  Krümmungsebene  des  Antheridiums  und  die  der  Oogonien  bilden 
einen  Winkel.  Die  Oogonien  sind  zu  zwei  oder  drei  (seltener  zu  vier  oder  fünf)  auf 
dem  Fruchtzweige  vereinigt.  Sie  sind  deutlich  gestielt.  Die  Oosporen  (oder  Pseudo- 
Oosporen) sind  mehr  oder  weniger  symmetrisch  gebaut  und  von  drei  Membranen  um- 
schlossen, 100— 117 /j.  lang,  73—93//  breit.  Die  Akineten  entstehen  an  der  Spitze  kurzer 
Seitenzweige.   Sie  sind  oblong  oder  eiförmig,  300— 395//.  lang,  200— 220 /z  breit  (Fig.  88). 

Vorkommen:  Rußland  im  Bologowschen  See,  Provinz  Nowgorod,  in  einer 
Tiefe  von  3,5  m,  seltener  in  weniger  tiefem  Wasser.  Die  Fäden  bilden  am  Grunde  des 
Sees  verwickelte  Rasenstücke. 


164  W.  Heeriii«-. 

Die  Geschlechtsorgane  treten  besonders  an  Exemplaren,  die  in  geringer  Tiefe 
gesammelt  sind,  auf.  Nach  den  Beobachtungen  IWANOFFs  sind  die  Geschlechtsorgane 
fuuktionslos  geworden.  Er  beobachtete  nie,  daß  die  Membran  des  Oogoniums  geöifnet  war 
und  daß  die  Oosporenmembran  von  der  Oogonienmembran  untei'scheidbar  war.  „Manchmal 
konnte  man  sogar  sehen,  daß  die  Membran  des  Oogoniums  wie  mit  einem  Knöpfchen  endet, 
welches  die  Möglichkeit  des  Eindringens  des  Spermatozoids  zum  Ei  vollkommen  ausschließt. 
In  solchen  Oogonien  bedeckt  sich  der  Inhalt  ganz  an  der  Spitze  mit  einer  eigenen 
Hülle,  doch  in  der  übrigen  Ausdehnung  geht  diese  Hülle  in  die  Membran  des  Oogoniums 
über  und  hört  auf,  einzeln  unterscheidbar  zu  sein.  —  Die  nicht  befruchteten  Oogonien 
verdicken  jedoch  ihre  Membran,  in  welcher  man  dann  drei  Schichten  unterscheiden  kann, 
iüllen  sich  mit  Öltröpfchen  an,  und  in  ihrer  Mitte  erscheinen  ein  oder  zwei  braun- 
gefärbte  Flecken."  —  ,.Jene  unvollständige  Entwicklung  der  Geschlechtsorgane,  welche 
bei  unserer  Vauchcria  stets  durch  den  Lichtmangel  in  der  Tiefe  hervorgerufen  wurde, 
ist  durch  die  Erblichkeit  fixiert  worden,  und  deswegen  werden  sogar  bei  zur  normalen 
Reifung  günstigen  Bedingungen  keine  wahren  Oosporen  beobachtet." 

Die  Akineten,  vielleicht  besser  als  Brutkeulen  zu  bezeichnen,  entstehen  dadurch, 
daß  sich  der  Protoplast  eines  größeren  Fadenteils  nach  dem  Ende  des  Fadens  oder 
eines  kixrzen  Seitenzweiges  zusammenzieht,  so  daß  dieser  Fadenteil  sich  gänzlich  ent- 
leert, da  der  Protoplast  des  übrigen  Fadens  sich  durch  Querwände  abschnürt.  Das  mit 
Protoplasma  gefüllte  Fadenende  schwillt  an  und  bildet  einen  ellipsoidalen  Körper,  der 
diu'ch  eine  neugebildete  Querwand  von  dem  Thallusfaden  abgeschlossen  wird.  Durch 
Zersetzung  des  leeren  Thallusfadens,  meistens  wohl  erst  bei  der  Keimung,  werden  die 
Brutkeulen  frei. 

Die  Brutkeulen  erscheinen,  sobald  für  das  Wachstum  ungünstige  Bedingungen 
eintreten,  bei  schwacher  Beleuchtung  und  niederer  Temperatur,  doch  sprechen  wohl  noch 
andere  Umstände  mit.  Die  Euheperiode  hängt  anscheinend  vollkommen  von  den  äußeren 
Bedingungen  ab.  Eine  neugebildete  Brutkeule  kann  unter  günstigen  Bedingungen  sofort 
wieder  keimen. 

Sekt.  Auomalae  Hansgirg  1888  erweitert. 
Hansüirg,  Prodr.  Nachtrag  S.  234. 

Antheridien  in  der  Einzahl  am  Ende  des  Fiiiclitzweiges  ohne 
Begrenzungszelle,  darunter  1 — 3  Oogonien,  die  mehr  oder  weniger  lang 
gestielt  sind.  Die  Antheridien  sind  im  unteren  Teile  gestreckt,  dann 
plötzlich  ähnlich  der  Kiücke  eines  Stockes  umgebogen.  Der  umgebogene 
Teil  kurz,  zugespitzt,  mit  einer  endständigen  runden  Befruchtungsöffnung 
oder  verbreitert,  dann  bilateral  symmetrisch  mit  je  einer  seitlicJien  Be- 
fruchtungsöffnung, oder  etwas  unregelmäßig  mit  3 — 4  Befruchtungsöffnungen. 
Der  Schnabel  der  Oogonien  ist  wenig  entwickelt  und  ihre  stets  in  der 
Einzahl  vorhandene  Befruchtungsöffnung  breit. 

Anmerkung. 

Im  Habitus  sehen  die  beiden  gut  bekannten  Arten  dieser  Sektion  den  Arten  der 
Corniculatae  Racemosae  sehr  ähnlich.  Sie  unterscheiden  sich  durch  den  Bau  der  Anthe- 
ridien. Andererseits  ist  eine  Ähnlichkeit  mit  Arten  der  Piloholoideae  nicht  zu  verkennen. 
Ein  sicheres  Unterscheidungsmerkmal  diesen  gegenüber  ist  das  Fehlen  der  Begrenzungs- 
zelle  der  Antheridien  bei  den  Anomalae. 

Anhangsweise  führe  ich  in  dieser  Sektion  zwei  Arten  auf:  F.  Arecharaletae  und 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


165 


V.  suharechnvaletne ,  die  beide  nahe  miteinander  verwandt,  aber  noch  wenig  bekannt  sind. 
Sie  Tinterscheiden  sich  ganz  wesentlich  von  den  beiden  Arten  dieser  Sektion  durch  die 
gestreckten  oder  Avenig  gekrümmten  Antheridien,  die  stets  eine  einzige  endständige 
Befruchtungsöffnung  haben. 

Schlüssel  der  Arten. 
Faden  55—99  (x  dick,  Oogonien  meist  zwei,  aufrecht,  Befruchtung-söffnungen 
dem  Antheridium   zugewendet,    oder   herabhängend.     Antheridium    mit 
zwei  Befruchtungsüffnungen. 

V.    Woroniniana. 
Faden  22 — 55  //,  dick.     Oogonien  1 — 3,  mit  einem  kurzen  stets  vertikalen, 
nie   (?)    dem   Antheridium    zugewendeten    Schnabel.     Antheridium   mit 
1 — 4  Befruchtungsöffnungen. 

T".  de  Baryana. 
Anhang. 

V.  Arechavaletae,  V.  suharechavaletae. 

V.  Woroniniana  nov.  nom. 

Syn.:  V.  geminafa  GÖTZ*)  a.  a.  0.  S.  126,  Fig.  45  (S.  127).  — 
Walz  a.  a.  0.  S.  147,  z.  Teil  (Specimina,  deren  Antheridien  zwei  seit- 
liche Ausstülpungen  haben). 

Fäden  55—99^  dick.  An- 
theridium am  Ende  des  Frucht- 
astes mit  meist  zwei  seitlichen 
Ausstülpungen.  Unter  ihm  ein 
oder  zwei  Oogonien  (selten 
mehr),  gestielt  oder  sitzend, 
länglich  eiförmig,  aufrecht, 
Öffnung  ein  wenig  gegen  das 
Antheridium  geneigt  oder  herab- 
hängend. Die  reife  Oospore  ist 
82— 157, 8//,  lang,  71,5—127,51«, 
breit.  Im  Innern  finden  sich 
ein  oder  mehrere  zentrale  rote 

Flecken.  Die  Oosporenmembran  ist  dreischichtig,  die  mittlere  Schicht 
ist  am  dünnsten.  Die  Aplanosporen**)  sind  länglich-eiförmig,  200,4 — 250, S^t* 
lang,  116,9—183,7  fj,  breit.  —  (Fig.  89,  90,  59 15,  lo.) 

Anmerkung. 

Walz  bemerkt,  daß  gelegentlich  bei  V.  geminata  das  Antheridium  zwei  Öffnun- 
gen aufweist.   Leider  legt  er  auf  diesen  Umstand  nicht  so  viel  Wert,  daß  er  ihn  bei  den 


Fig.  89. 
V.  Woroniniana.     Strand  bei  Heikendorf. 


*)   Welche   der  von  GÖTZ   angeführten  Synonyme   hierher  gehören,   ist  noch   zu 

untersuchen. 
>=*)   Walz    gibt  115—123— 180— 190 /a  an.     Ob  diese  Angabe   sich   auf  diese  Art 

oder  Y.  geminafa  bezieht,  läßt  sich  nicht  entscheiden. 


166 


W.  Heeriiig'. 


einzelnen  von  ihm  untersuchten  Exemplaren  anführt.  Es  wirrt  sich  also  erst  durch 
Nachuntersuchung-  derselben  feststellen  lassen,  welche  der  von  ihm  untersuchten  Speci- 
mina  hierher  zu  rechnen  sind. 

Im  Jahre  1879  berichtet  WORONIN,*)  daß  er  eine  von  Thuret  ISäö  in  feuchten 
Gräben  bei  Cherbourg  gesammelte  Yaucheria  untersucht  habe,  „die  aber  nirgends  vou 
ihm  beschrieben  worden  ist.  Ich  war  vorher  der  Meinung,  daß  diese  Yaucheria  mit 
der  F.  de  Baryana  identisch  sei ;  bei  näherer  Untersuchung  aber  der  beiden  mir  zu 
Gebote  stehenden,  auf  Glimmerplatten  aufbewahrten  Präparate  ersah  ich,  daß  diese  aus 
Cherbourg  stammende  Vaticheria  durch  das  fast  konstante  Auftreten  zweier  Oogonien, 
die  dabei  immer  zum  Autheridium  etwas  geneigt  erscheinen,  viel  eher  zu  V.  geminata 
als  zu  V.  de  Baryana  zu  rechnen  sei."  Von  dem  Autheridium  selbst  spricht  WORONIN 
allerdings  nicht.  Aber  aus  dem  ganzen  Zusammenhang  geht  hervor,  daß  es  ähnlich 
beschaffen  sein  muß,  wie  bei  V.  de  Baryana,  sonst  wäre  WORONIN  wohl  nicht  auf  die 
Idee  gekommen,  daß  beide  Algen  identisch  sein  könnten,  weil  er  bei  einem  Vergleich 
mit  V.  geminata  ausdrücklich  erwähnt,  daß  sich  V.  de  Baryana  durch  die  Antheridien- 
gestalt  unterscheide. 

Wahrscheinlich  ist  es,  daß  außer  von  Walz  auch  von  andern  Autoren  mit  dem 
Namen  geminata  Specimina,  die  zu  dieser  Art  gehören,  bezeichnet  worden  sind.  Aber 
GÖTZ  geht  entschieden  zu  weit,  wenn  er  alle  Angaben  über  geminata  auf  diese  Art 
bezieht.  Er  behauptet,  daß  alle  Autoren,  mit  Ausnahme  von  Walz,  die  tatsächliche 
Beschaffenheit  des  Antheridiums  übersehen  hätten.  Einen  BeAveis  für  diese  Behauptung 
bleibt  GÖTZ  schuldig. 

Meiner  Meinung  nach  beziehen  sich  die  tatsächlichen  Angaben  über  F.  geminata 
auf  eine  zu  den  Corniculatae  Racemosae  gehörige  Art  (s.  S.  154).  Da  nun  für  die  von 
GÖTZ  beschriebene  Art  der  Name  geminata  keine  Verwendung  finden  kann,  schlage  ich 
den  Namen  F.  Woroniniana  vor,  da  WOROXIN  zuerst  die  charakteristischen  Merkmale 
der  Art  erkannt  hat,  wenn  auch  seine  Beobachtungen  ihn  noch  nicht  zur  Aufstellung  einer 
neuen  Art  veranlaßten. 


Fig.  90. 

F.  Woroniniana.     a.  Fruchtstand  von  vorn,  b.  von  der  Seite  gesehen. 

(Nach  einem  Exsiccat  von  LÜDERS.) 

Forma  genuina. 
Oogonien   aufrecht,   Oosporen  99—157,8  ^   lang,   77 — 127,5  /*  breit. 

Vorkommen. 
Insbesondere  am  Ufer  von  fließendem  Wasser,  dunkelgrüne,  hahnen- 
kammförmige  Polstei-  bildend,  auch  auf  feuchter  Erde. 


")   Bot.  Ztg.  1880,  S.  431  u.  Anm. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


167 


Kiel:  Heikendoif,  Graben  nahe  am  Strande  (Juni,  mit  Geschlechts- 
organen (Fig-.  8!)). 

Sonstige  Verbreitung :  Scliweiz,  Umgebung  von  Basel  (KlebS,  G(")TZ),  Eumänien 
(Teodoresco).  Ob  die  Angabe  von  HiRN  sich  auf  diese  Art  liezieht,  erscheint  mir 
deshalb  fraglich,  weil  er  sie  in  die  Sektion  Corniculatac  stellt. 

Forma  pendula. 

Syn. :    T'.  gcminata  var.  pendula  Götz  a.  a.  0.  S.  l'J9,  Fig.  60. 

Die  Varietät  unterscheidet  sich  von  der  Hauptform  dadurch,  daß  die  Oogonien- 
stiele  abwärts  gebogen  sind.    Die  Oosporen  sind  kleiner,  82 — 99  /x  lang,  71,5—77  //.  breit. 

In  fließendem  Wasser  dicke,  polsterartige,  kurz  geschorene  Rasen  von  gelber  bis 
blaugrüner  Farbe  bildend. 

Vorkommen:    Im  Gebiet  nicht  beobachtet.  —  Schweiz  (Götz). 

V.  De  ßaryana  Woronin  1880. 

WORONIN,  Bot.  Ztg.  XXXVIII,  S.  425—43-2,  T.  VITI,  Fig.  1  —  13.  —  GÖTZ  a.  a.  0., 
S.  130,  Fig.  51—55. 

Fäden  "22 — 55  (i  dick,*)  oft  mit  Kalkinkrustationen. ^)  Antheridium 
am  Ende  des  Fruchtastes,  der  entweder  aufrecht  endet  oder  hornartig- 
gekrümmt    ist.      Es    besitzt    gewöhnlich    1 — 2,    seltener    3 — 4    seitliche 


Fig.  91. 

V.  De  Baryana  WOR.     a.— d.    Form    mit    einem    Oogonium. 

e.,  f.    Form  des  Fruchtstandes  mit  zwei  Oogonien. 

(Nach  einer  Zeichnung  von  HOMFELD.) 


Fig.  92. 

V.  Arechavaleia 

Magn.  et  Wille. 

(Nach  Wille.) 


Ausstülpungen.  Die  Oogonien  stehen  unter  dem  Antheiidium,  jedes  auf 
einem  Stiel,  einzeln,  zu  zweit  oder  zu  dritt.=^)  Sie  sind  oval  oder  kugel- 
rund und  besitzen  einen  sehr  kurzen  vertikal  gerichteten  Schnabel.  Die 
Oosporen  sind  49—77  /*  lang,  43-56  fx  breit;"^)  sie  besitzen  eine  drei- 
schichtige Membi-an  und  einen  oder  mehrere  braune  bis  schwarze  Flecken 

im  Innern.  —  (Fig.  598-ii.) 

Anmerkungen. 

1)  Nach  WORONIN  meist  30,  höchstens  40  ß  dick,  nach  TeodORESCO  24-43  /j.  dick. 

2)  Teodoresco  beobachtete    die  Art   auch  auf  feuchter  Erde,   hier   ohne  Kalkinkru- 
stationen. 


168  W.  Heering. 

3)  Nach  WORONIN  1,  selten  "2,  nach  Götz  2,  seltener  1  oder  o,  ziemlich  häufig  2  nach 
De  Wildeman. 

4)  Die  Maße   nach    Teodoresco.     Nach  GÖTZ    sind    die   Oosporen  00,5—71,5//  lang, 
55—49,5  IX  breit. 

Teodoresco  stellt  eine  f.  minor  auf,  deren  Oosporen  49—54  /j.  lang,  43—48  fj. 
breit  sind. 

Vorkommen. 

Nach  GÖTZ  in  fließendem  Wasser  (Brunnenränder,  Bäche)  dicke 
polster-  oder  rasenartige  Lager  bildend.  Nach  TEODORESCO  sind  die  Lager 
am  Eande  der  Gewässer  dick,  aus  verwobenen  und  stets  stark  inkrustierten 
Fäden  gebildet,  im  Wasser  mehr  oder  weniger  inkrustiert  und  leicht  ver- 
woben, auf  feuchter  Erde  dünne,  nicht  inkrustierte  Lager  bildend. 

Im  Gebiete  hat  HOMFELD  eine  Vcmclieria  beobachtet,  von  der  er 
mehrere  Zeichnungen  angefertigt  hat  (Fig.  91). 

Leider  sind  die  Zeichnungen  nicht  ganz  vollständig,  doch,  was  das 
Dargestellte  betrifft,  sicher  richtig.  Die  Alge  war  früher  von  KIRCHNER, 
der  die  Zeichnung  gesehen  hatte,  als  F.  geminata  bestimmt  und  von  mir 
ebenfalls  dafür  gehalten,  jetzt  scheint  mir  aber  eher,  daß  die  betreffende 
Alge  F.  De  Baryana  ist. 

Altona:  an  den  Ausflußröhren  der  Drainierimg  eines  Parks.  Mai  1888. 

Sonstige  Verbreitung:  Schweiz,  Deutschland  (Halle  a.  d.  S. : 
De  Bary,  Peyritsch),  Böhmen  (Hansgirg),  Niederlande  (Weber  van 
BOSSE),  Belgien  (De  Wildeman),  Frankreich  (De  Wildeman),  Rumä- 
nien (Teodoresco). 

V.  Arechavaletae  Magnus  et  Wille  1884. 
Wille,  Sydara.  Algfl.     Bih.  V.  Ak.  Handl.  VIII,  n.  18,  S.  39,  Taf.  II,  Fig.  GO— 62. 

Fäden  ca.  30  ß  dick.  Oosporen  60 — 64  p.  lang,  56 — 58  //.  breit.  Die  Art  ist  nach 
den  Autoren  mit  V.  De  Baryana  verwandt.  Sie  unterscheidet  sich  durch  die  mehr 
oblongen  Oogonien  und  dadurch,  daß  die  Antheridien  mit  einer  einzigen  Öffnung  ver- 
sehen sind.  —  (Fig.  92.) 

Vorkommen:  Südamerika,  Montevideo  (Arechavaleta). 

V.  suharechavaletae  Borge  190!. 

Borge,  0.,  Süßwasseralgen  aus  Süd-Patagonien.  Bih.  t.  K.  Sv.  Vet.  Ak.  Handl. 
Bd.  27.  III.  Nr.  10,  1901,  S.  12  (Sep.-Abdr.),  Taf.  I,  Fig.  2. 

Fäden  36 — 49  [j.  dick,  mit  dünner  Zellhaut.  Antheridien  an  den  langen  frukti- 
fizierenden  Zweigen  endständig,  gestreckt  oder  sanft  gebogen,  an  der  Spitze  geöffnet, 
28 — 37^  dick,  3 — 5mal  so  lang  (Fig.  59  u).  Oogonien  seitlich  unter  den  Antheridien  auf 
besonderen  seitlichen  Zweigen,  einzeln,  fast  aufgerichtet,  kugelig  oder  fast  kugelig,  an 
der  Spitze  geöffnet,  106—127//  dick.  Oosporen  kugelig  oder  fast  kugelig,  98— 104,01 
dick,  die  Oogonien  fast  ausfüllend. 

Vorkommen:    Süd-Patagonien  (BORGE). 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw.  169 

Sekt.  A)idro2)7ioreae  NORDSTEDT  1879. 
NüRDSTEDT  in  Bot.  Notiser,  S.  188. 

Zahlreiche  hornförmig  gebogene  Antheridien,  die  auf  einer  chlorophyll- 
haltigen,  aufgeschwollenen  Zelle,  dem  Androphor,  sitzen,  die  durch  eine 
Begrenzungszelle  vom  Faden  getrennt  ist. 

V.  syiiandra  Woronin  1869. 

WORONIN,  Beiträge  zur  Kenntnis  der  Vaucherien.   Bot.  Ztg.  XXVII,  S.  137,  Taf  I. 
Thallusfäden  40 — 100^  dick.     Antheridien  hornförmig  zu  2 — 7  auf 
einem    chlorophyllhaltigen  Androphor,    der  75 — 90  ^  lang  und  50 — 60  ^ 
breit  ist.     Der  Androphor   ist  durch  eine  Begrenzungszelle  vom  Thallus- 
fäden  getrennt.     Das   Oogonium   ist   sitzend,    mit  

einem     hakenförmig     gekrümmten     Befruchtungs-         o/  //^^^^  o, 
schlauch,  sonst  fast  kugelig.    Die  Oosporen  füllen     ^^  a1^°''^^//  Y^ 
das  Oogonium  bis  auf  den  der  Befruchtungsöffnung         ^>^^^F__v/_ 
benachbarten  Teil  völlig  aus.   Sie  sind  125— 170 /t         (jT;  ^  -  - -^^/^y"^^ 
lang,    100 — 125  fi  breit.     Bei  dieser  Art   ist  auch 
eine  ungeschlechtliche  Vermehrung  durch  Zoosporen        ^,        ^^\ '  '^'„^ 

^.  „  .  .  V.  synandra  WOR. 

bekannt,    die   vollständig   mit  Cilien   bedeckt  sind     Ein  Oogonium  zwischen 

(Fiff    594     93")  ^'^^^  Androphoren. 

^      ^'  '         ^'  (Nach  NORDSTEDT.) 

York  0  mm  en. 

Diese  Art  findet  sich  am  Meeresstrande  an  der  oberen  Gezeiten- 
grenze, selbst  zwischen  Gras.  Im  Gebiete  ist  sie  beobachtet  bei  Kiel, 
an  der  Schwentinemündung  (NORDSTEDT  nach  Eeinbold).  Von  NORD- 
STEDT wird  ferner  angegeben,  daß  sich  von  FRÖLICH  gesammelte  Exem- 
plare im  Herb.  C.  A.  Agardh  vorfinden. 

Sonstige  Verbreitung:  Schweden  (WiTTROCK  &  NORDSTEDT 
n.  335!  und  n.  336a!  gesammelt  von  0.  NORDSTEDT),  Dänemark  (WITT- 
ROCK &  NORDSTEDT  n.  336  b!  gesammelt  von  KOLDERUP-ROSENVINGE), 
England  (HOLMES  n.  275 !  gesammelt  von  E.  M.  HOLMES),  Frankreich 
(Le  Jolis  n.  260!),  Norwegen  (WILLE). 

Sekt,  riloholoideae  Walz  1866  emend.  NORDSTEDT  1879. 
Walz,  a.  a.  0.  S.  144.  —  NordsTEDT,  Bot.  Notiser  1S79,  S.  17!). 

Die  Antheridien  sind  nur  durch  eine  Begrenzungszelle  vom  Tliallus 
getrennt.  Die  Befruchtungsöffnungen  finden  sich  meist  am  Ende  kurzer, 
aus  dem  Antheridium  hervorragender  Schläuche,  die  in  der  Ein-  oder 
Mehrzahl  auftreten.  Das  Oogonium  sitzt  unmittelbar  auf  dem  Thallus- 
fäden selbst  oder  auf  einem  Seitenzweige,  nur  bei  einer  Art  (7.  litorea) 
ist  es  meist  durch  eine  Begrenzungszelle  getrennt.  Das  Oogonium  hat 
meist   eine   Befruchtungsöffnung,   nur   bei  einer  Art   (F.  coronata)  finden 

14 


170  W.  Heering, 

sich   mehrere.     Ungeschlechtliche   Fortpflanzung   ist   nur   bei   einer  Art 
(F.  piloholoides)  bekannt.     Sie  findet  durch  Aplanosporen  statt. 

Die  Arten  finden  sich  ausschließlich  in  mehr  oder  weniger  salzigem 
Wasser  oder  am  Meeresstrand. 

Schlüssel  der  Arten. 

A.  Oogonien  vom  Thallus  nur  durch  eine  Querwand,    nicht  durch  eine 
besondere  Zelle  getrennt.     Oogonien  aufrecht. 

1.  Oogonien  mit  mehreren  Befruchtungsöifnungen  ....    V.  coronata. 

2.  Oogonien  mit  einer  Befruchtungsöffnung. 

a)  Oosporen  kugelig. 

a.  Befruchtungsöffnungen  der  Antheridien  seitenständig,  zer- 
streut.    Oogonien  fast  sitzend V.  intermedia. 

ß.  Befruchtungsöflfnungen  der  Antheridien  entweder  in  der 
Einzahl,  am  Ende,  oder  zwei  oder  vier  dicht  unter  dem 
Gipfel  fast  gegenständig.  Oogonien  mit  einem  zylindrischen 
Basalteil V.  spliaerospora. 

b)  Oosporen  linsenförmig V.  piloholoides. 

B.  Oogonien  vom  Thallus   meist  durch   eine  besondere  Zelle   getrennt. 
Oogonien  zurückgebogen. 

V.  litorea. 
V.  coronata  Nordstedt!  1879. 

NORDSTEDT  in  Botaniska  Notiser  1879,  S.  177,  Taf.  I,  Fig.  1—9. 

Thallusfäden  48— 70  ^  dick.    Oogonien  einzeln,  meist  auf  demselben 
Zweige  wie  das  Antheridium,  seltener  auf  dem  Thallus  selbst,  145—180^ 
lang,    124 — 145  ^  breit,    umgekehit    eiförmig    oder   schief   eiförmig,    am 
Gipfel  durch  3 — 6  kleine  Befruchtungsschläuche  ge- 
^  \         krönt.  Oosporen  kugelig  oder  fast  kugelig,  1 16— 145  ^u- 
lang,    116 — 136,«,  breit,    das  Oogonium  nicht  ganz 
ausfüllend.     Die  Membran  der  reifen  Oosporen  bis 
y\       b  ^   dick,    feingrubig   punktiert.     Die    Antheridien 
sitzen    am   Ende    kurzer    gestreckter  Seitenzweige. 
Sie    sind    am    Gipfel  abgestutzt  abgerundet,    unter 
j^io-.  94.  dem  Gipfel  mit  einem  breiten  Befruchtungsschlauch 

F.  coronata  NoRDSTEDT.    Versehen,    von   dem  Basalteil  des  Astes  durch  eine 
Links  Oogonium  und  An-    ^^^^,^  gelle    getrennt.     Auf   einem  Ast   findet   sich 

theriamm,    darunter    die  ° 

Befruchtuiig.sschläuclie  entweder   ein  Antheridium  oder  häufiger  zwei,    ein 

von  ob^n  gesehen.  Rechts  gipfelständiges  und  ein  seitenständiges  oder  seltener, 

Nordstedt.)  wie  es  scheint,  zwei  gipfelständige  (Fig.  94). 

Vorkommen. 
Am      Meeresstrande     nahe      der      oberen      Gezeitengrenze,      auch 
zwischen  Gras. 


M 


Die  Süßwasseralgen  ScTileswig-Holsteiiis  usw. 


171 


Exemplare  aus  dem  Gebiete  habe  ich  nicht  g-e- 
sehen,  doch  findet  sich  im  Herbarium  C.  A.  AGARDH 
ein  von  FrÖLICH  gesammeltes  Exsiccat,  das  wohl  aus 
dem  Gebiete  stammt  (nacli  0.  NORDSTEDT). 

Sonstige  Verbreitung:  Dänemark  (WiTTROCK 
&  NORDSTEDT  n.  334  b!  gesammelt  von  KOLDERUP- 
RosENViNGE),  Schweden  (Wittrock  &  Nordstedt 
n.  334  a!    gesammelt    von   0.  NORDSTEDT),    Norwegen  ^^§'-  ^^-  . 

(Wittrock  &  nordstedt   n.   10-22!    gesammelt    von  nordst.  Oogonmm 

FOSLIE),     England    (E.   M.   HOLMES  n.   175!    gesammelt   mit    einem     darauf- 

T     T ,  ^^^\     -n  /n^^^^^^^^^x  sitzendem     Antheri- 

von  J.  JACK),  Fseroer  (BOERGESEN).  aium.      Rechts    ein 

einzelnes      Antheri- 

V.  intermedia  Nordstedt!  1S79.  <ii^^™-    (^ach  Nord- 

NORDSTEDT  in  Botaniska  Notiser  1879,  S.  179,  Taf.  I,  Fig.  10—16.  STEDT.) 

Fäden  34 — Cy2  ,u  dick.  Oogonien  sitzend  oder  kurz  gestielt, 
kugelig  oder  umgekehrt  eiförmig-kugelig,  96 — 1 15 /^e  lang,  92 — 130//.  breit.  Befruchtungs- 
vorsprung breit  und  kurz.  Auf  den  Oogonien  ein  oder  oft  zwei  20—30  //.  breite  Antheridien, 
welche  gewöhnlich  gestreckt,  am  Gipfel  abgestutzt  abgerundet  und  mit  2 — 4  seitlichen 
(seltener  einem  endständigen)  Befruchtungsschläuchen  versehen  sind.  Seltener  sind  Oogonien 
und  Antheridien  getrennt.  Die  Oosporen  sind  kugelig  und  füllen  das  Oogonium  fast 
aus.     Sie  sind  88 — 174//  breit  und  haben  eine  dünne  Membran.  —  (Fig.  59?,  95.) 

Vorkommen:  Im  Gebiete  nicht  beobachtet.  Sonstige  Verbreitung:  Dänemark 
(Kolderup-Rosenvinge!),  Schweden  (Wittrock  &  Nordstedt  n.  334  a!  gesammelt 
von  Nordstedt,  b!  gesammelt  von  Bergendahl). 


V.  spliaerospora  Nordstedt!  1878. 

Nordstedt  in  Bot.  Notiser  1878,  S.  177,' Tat'.  II. 
Fäden  '26—60  fi  dick.  Antheridien  und  Oogonien  entweder  auf  ver- 
schiedenen Fäden  oder  auf  denselben  Fäden,  dann  entweder  auf  verschiedenen 
Ästen  oder  meist  auf  demselben  Ast.  Anthe- 
ridien 150 — 165  fi,  lang,  60 — 75  /j,  breit,  am 
Ende  kürzerer  oder  längerer  Zweige,  leicht 
angeschwollen,  oft  ein  wenig  gekrümmt,  zuge- 
spitzt, unter  dem  Gipfel  mit  zwei  (seltener  vier) 
fast  gegenständigen  kegelförmigen  Fortsätzen 
meist  mit  der  Seite  oder  Basis  (anfänglich  mit 
dem  Gipfel)  des  Oogoniums  durch  eine  meist 
leere  Zelle  verbunden,  Oogonien  kugelförmig 
oder  umgekehrt  eiförmig-kugelförmig,  unten 
in  einen  Stiel  auslaufend,  104 — 136  fi  breit. 
Oosporen  kugelförmig  mit  dünner  Membran, 
den  oberen  Teil  des  Oogoniums  nicht 
ganz  ausfüllend,  von  70—130.«  Durchmesser.  — 
(Fig.  59i,  59-2,  96.) 


Fig.  96. 

V.  sphaerosjmra   NORDSTEDT. 

(Nach  NORDSTEDT.) 


14' 


172  W.  Heering. 

Vorkommen. 
Nach  NORDSTEDT  wächst  die  Art   haiiptsäclilich   zwischen  den  Ge- 
zeitengrenzen  am  Meeresstrande,  meist  über  der  Mitte.   Anf  Sand  breiten 
sich  die  Fäden  aus,  auf  Schlamm  wachsen  sie  in  dichten  Massen. 

Im  Gebiete  im  Brackwasser  bei  Kiel  an  der  Schwentinemündung 
(Noedstedt). 

Sonstige  Verbreitung:  Dänemark  (WiTTROCK  &  NORDSTEDT 
n.  333  b!  gesammelt  von  L.  KOLDERUP-ROSENVINGE,  als  var.  dioka), 
Schweden  (WiTTROCK  &  NORDSTEDT  n.  227!  gesammelt  von  0.  NORDSTEDT, 
und  n.  333  a!  gesammelt  von  0.  NORDSTEDT,  als  var.  dioicä),  Groß- 
britannien (WiTTROCK  &  NORDSTEDT  n.  734!  gesammelt  von  0.  NORD- 
STEDT), Uruguay  (Wittrock  &  Nordstedt  n.  735!  gesammelt  von  Are- 
CHAVALETA,  als  ß.  dioka,  o^.  Da  Oogonien  gänzlich 
fehlen,  erklärt  NORDSTEDT  die  Bestimmung  für  zweifel- 
haft.    Ich  habe  auch  die  Antheridien  nicht  gesehen). 

V.  piloboloides  Thuret!  1854. 
Thuret,  Mem.  de  la  soc.  de  Cherb.  II,  S.  3S9. 
Fäden  40 — 100  fx  dick.    Antheridien  endständig,   zylindrisch, 
zugespitzt,  unter  dem  Gipfel  mit  meist  zwei  kurzen  kegelförmigen 
Fortsätzen.  Oogonien  auf  kurzen  seitlichen  Zweigen,  kugelförmig,  ca. 
200  //.  im  Durchmesser,    Oospore  linsenförmig.    Sie   nimmt  nur  den 
oberen  Teil  des  Oogoniums  ein.     Aplanospore   zylindrisch,   keulen- 
förmig. —  (Fig.  50,  97.) 
Yicr.  97.  Vorkommen:     Im    Gebiete     nicht     beobachtet.      Ostsee, 

V. piloboloides Trvr.    Warnemünde   (Hauck  &  Richter,    Phykotheka   n.  282!,    an    den 
(Nach     Thuret     in   atlantischen    Küsten    Frankreichs    (Thuret!,    Le   Jolis,    Algues 
Le  Jolis  Liste.)       marines    de    Cherbourg   n   240!),    England   (E.  M.  HOLMES,    Algae 
rariores  n.  50!  s.  Anhang). 

V.  litorea  Hofman  Bang  et  C.  A.  Agardh  emendavit  0.  Nordstedt!  1879. 
HoFMAN  Bang  et  Agardh  in  Agardh  Spec.  Alg.  S.  4(J3.   —   Nordstedt  in 
Bot.  Notiser  1879,  Taf.  II,  Fig.  1—6,  S.  180  —  182. 

Thallusfäden  34 — 100  fi  dick.  Oogonien  und  Antheridien  auf  ver- 
schiedenen Fäden.  Oogonien  an  den  Spitzen  zurückgebogener  Zweige, 
keulenförmig  oder  umgekehrt  eiförmig,  380 — 450  ^  lang,  126 — 205  ^a 
breit.  Oosporen  110 — 380^,  lang,  130 — 320^  breit.  Sie  nehmen  den 
oberen  Teil  des  Oogoniums  ein  und  sind  mit  einer  bis  12  f/,  dicken  Mem- 
bran umgeben.  Im  unteren  Teil  des  Oogoniums  findet  sich  eine  chlorophyll- 
reiche, rote  Körper  einschließende  Zelle  von  120 — 150 /y,  Länge  und 
75 — 100  fi  Breite.  Antheridien  550 — 650^  lang,  54 — 125  /j,  dick,  zylindrisch, 
fast  stumpf,  mit  2 — 4  seitlichen,  sehr  kurzen  Fortsätzen,  in  denen  sich 
die  Öffnungen  zum  Austritt  der  Spermatozoiden  finden,  versehen.  Die 
Antheridien  stehen  am  Ende  längerer  oder  kürzerer  Zweige,  von  denen 
sie  durch  eine  leere  Zelle  getrennt  sind.  —  (Fig.  98.) 


Die  Süßwasseralgeu  Schleswig-Holsteins  usw. 


173 


Anmerkung-. 

Die  angegebenen  Mafse  sind  nach  den  Arbeiten  von  NORD- 
STEDT  zusaraniengestellt.  Bei  den  größeren  Oosporen  ist  die 
Größe  der  Oogonien  nicht  angegeben.  Die  Zahlengrenzen  für 
letztere  sind  daher  zu  erweitern. 

Vorkommen. 

Am  Meeresstrande  an  der  unteren  Gezeiten- 
grenze,  aber  auch  in  Gräben  mit  Brackwasser. 

Im  Gebiete  bei  Kiel,  Wiker  Bucht  (Eeinbold), 
Flensburger  Meerbusen  (FröLICH  nach  KÜTZING.  Ein 
von  FßüLlCH  gesammeltes  Exemplar  ist  der  Abbildung 
in  KÜTZING,  Tab.  Phyc.  VI,  Taf.  LXIV,  2  zugrunde 
gelegt),  —  Bildet  dichte,  über  fußgroße  Rasen  in 
den  Buchten  der  Ostsee  (Feülich,  von  Suhr  nach 
Eabenhorst).  —  Sonstige  Verbreitung:  Dänemark 
(Wittrock  &  Nordstedt  n.  332  a!  gesammelt  von  Kolderup-Rosen- 
VINGE,  n.  331!  ?  gesammelt  von  0.  NORDSTEDT,  C.  Easch!),  Schweden 
(Wittrock  &  Nordstedt  n.  332  b!  gesammelt  von  0. Nordstedt),  England 
(E.M.HOLMES  n.  125!),  Irland,  Frankreich,  Italien,  Nordamerika  (Farlow). 

Dichotomosiphon  ERNST  1902. 

Eknst,  A.,  Siphoiieenstudien  T.  Beih. 
Bot.  Zentralbl.  Bd.  XIII,  S.  1 14—  US  (Diagnose 
S.  Ul),  Taf.  VI-X. 

S  y  n. :  Vauclieria  Decandolle 
z.  Teil. 

Freie    Zweige    grün,    Rhizoiden 

farblos.       Verzweigung     di  -  polycho-  Sutr'l""  ntrS.t  VTS. 
tomisch;  an  älteren  Segmenten  treten   Scheidewand   vom  Thallus   getrennt   ist. 


Fig.  98. 
F.  Utorea  HOFM.  BANG 
et  Ag.  Oogoninm  mit 
der  kugeligen  Oospore, 
der  länglichen  Zelle  im 
unteren  Teil  des  Oogo- 
niums  und  der  Begren- 
zungszelle. (Nach  NORD- 
STEDT.) 


Fig.  99. 


auch  Seitenzweige  auf.  Aste  an  der 
Basis  bis  auf  die  Hälfte  des  Durch- 
messers ringförmig  eingeschnürt,  län- 
gere Äste  auch  zwischen  den  Ver- 
zweigungen. Assimilationsprodukt  und 
Reservematerial  Stärke.  Ungeschlecht- 
liche Fortpflanzung  durcli  Brutkeulen, 
die  am  Ende  rhizoidenartiger  Seiten- 
zweige gebildet  werden.  Diese  sind 
vollständig  mit  Reservestoffen  ange- 
füllt und  keimen  meistens  nach  vorher- 
gegangenem Ruhestadium.  Antheridien 
und  Oogonien  an  der  Spitze  der  End- 
zweige derselben  Tragsprosse. 


(Nach  Ernst.) 


Fig.  lOü. 

Dichotomosiphon  tuherosus  (A.  Br.)  ERNST. 

(Nach  Ernst.) 


174  ^^-  Heering. 

D.  tiiberosus  Ernst  1902. 
Ernst  a.  a.  ü.  S.  141  (Diagnose). 

Syn.:  Vaucheria  tuherosa  A.  BRAUN  1856  in  KÜTZING,  Tab.  Pliycologicae  VI, 
S.  23,  Taf.  65. 

Grüne  Fäden  unter  ungünstigen  Wachstunisbedingungen  40—65  //.  dick,  Maximal- 
dicke bei  Kultur  in  Nährlösungen  90— ir2/-i,  mittlere  Dicke  70 — 95 /.t.  Länge  der 
zwischen  aufeinanderfolgenden  Verzweigungsstellen  gelegenen  Fadenglieder  nach  den 
Nährbedingungen  zwischen  Vio  mm  bis  25  mm  schwankend.  Brutkeulen  gerade  gestreckt 
oder  keulenförmig  gebogen,  0,5—5  mm  lang,  0,2—0,4  mm  breit  (Fig.  99).  Antheridien 
130—170  ß  lang,  35 — 50  ß  breit,  gerade  gestreckt  oder  mehr  oder  weniger  gebogen,  an  der 
Spitze  häufig  etwas  verbreitert.  Oogonien  kugelig,  auf  der  dem  Tragsprosse  zugekehrten 
Seite  zu  einer  farblosen  Empfängnispapille  ausgezogen.  Durchmesser  290—320  //..  Oospore 
kugelförmig,  im  Oogonium  eingeschlossen  bleibend,  dunkelgrün  und  undurchsichtig. 
Durchmesser  250-280^-1  (Fig.  47,  100). 

Vorkommen:  Die  Art  scheint  an  sehr  verschiedenen  Standorten  vorzukommen. 
Entdeckt  wurde  sie  von  A.  BRAUN  in  einem  schattigen  Bächlein  in  der  Schweiz;  in 
Nordamerika  fand  sie  sich  im  Marschland  in  Tümpeln  und  auch  im  Michigan-See  in 
5—6  m  Tiefe.     Ernst  beobachtete  sie  in  einem  ausgetrockneten  Sumpfgraben. 

Im  Gebiete  nicht  beobachtet.  Sonstige  Verbreitung:  Schweiz,  Nordamerika 
(Kanada,  Tilden  n.  280!  gesammelt  von  R.  Lees,  steril). 


Übersicht 

über    die   beschriebenen   Arten   der   Gattung   Vaucheria  mit 

Berücksichtigung  der  Synonymie  und  Literatur. 

Zur  Benutzung  dieser  Tabelle  gebe  ich  einige  Erläuterungen.  In  der  ersten 
Spalte  finden  sich  die  Namen  aufgezählt  in  alphabetischer  Reihenfolge.  Die  erwähnten 
Varietäten  und  Formen  (kursiv  gedruckt)  beziehen  sich  auf  den  vorhergehenden  Artnamen. 
Als  Gattungsname  ist  überall  Vaucheria  zu  ergänzen,  wenn  nicht  der  Name  in  Klammern 
unter  dem  Artnamen  hinzugefügt  ist.  In  kleinerem  Druck  sind  folgende  Arten  angeführt: 
1.  die,  welche  nachweislich  zu  einer  anderen  Gattung  gehören,  2.  die,  welche  nur  auf 
Grund  sterilen  Materials  beschrieben  sind,  3.  die,  welche  so  unvollständig  beschrieben 
oder  abgebildet  sind,  daß  eine  absolut  sichere  Identifizierung  ausgeschlossen  erscheint, 
selbst  wenn  späterhin  durch  Untersuchung  von  Originalexemplaren  eine  genauere  Kenntnis 
der  unvollkommen  beschriebenen  Art  vermittelt  Avorden  ist. 

Wenn  diese  genauere  Untersuchung  der  Art  seit  ihrer  ersten  Beschreibung  die 
erste  war,  und  der  zweite  Beschreiber  den  alten  Namen  beibehalten  hat,  so  ist  dieser 
Name  nicht  in  Kleindruck  angeführt,  sondern  nur,  wenn  in  der  Zwischenzeit  dieselbe 
Art  als  völlig  neu  mit  anderem  Namen  und  ausreichend  beschrieben  worden  ist. 

Durch  fetten  Druck  sind  die  Namen  ausgezeichnet,  die  sich  mit  den  in  dieser 
Flora  gebrauchten  völlig  decken. 

In  gewöhnlichem  Druck  sind  schließlich  die  übrigen  Arten  angeführt,  die  Avohl 
ausführlich  genug  beschrieben,  aber  entweder  aus  Prioritätsgründen  oder  weil  die  Art- 
berechtigung nicht  anerkannt  werden  konnte,  eingezogen  werden  mußten. 

In  der  zweiten  Spalte  sind  die  Publikationsjahre  angegeben.  Bis  zu  dem  Jahre, 
in  dem  die  erste  vollständige  Beschreibung  erschien,  sind  die  Zahlen  in  kleinerem  Druck 
angeführt.  Unter  diesen  sind  bei  den  nicht  schon  von  vornherein  zu  streichenden  Arten 
durch  fetten  Druck  hervorgehoben :  das  absolut  erste  Publikationsjahr,  das  erste  Jahr 
nach  LiNNE  Species  Plantarum,   das   Jahr,    in   dem   die   Art  in   die   Gattung  Vaucheria 


Die  Sür3wasseralgen  Schleswig-Holsteins  nsw.  175 

übergeführt  wurde  und  das  Jahr,  in  welchem  die  erste  Abbildung  publiziert  wurde. 
Nach  dem  ersten  gültigen  Publikationsjahr  ist  dann  noch  eine  Jahreszahl  in  fettem 
Druck  angeführt,  wenn  eine  Arbeit  eine  wesentliche  Ergänzung  der  ersten  gültigen 
Beschreibung  enthält. 

In  der  dritten  Spalte  sind  die  Literaturangaben  angeführt,  und  zwar  auPser  der 
ersten  Beschreibung  hauptsächlich  nur  systematische  Werke,  die  eine  Diagnose  enthalten, 
von  physiologischen  Werken  die,  welche  auch  für  die  Systematik  von  Bedeutung  sind, 
und  sch]ief3lich  auch  einige  Angaben,  die  sich  nur  auf  kurze  Beschreibungen  und  Maß- 
angaben beschränken,  falls  sie  eine  weitergehende  Bedeutung  besitzen. 

Vollständigkeit  in  den  Literaturzitaten  war  nicht  beabsichtigt,  war  aber  auch 
nicht  zu  ermöglichen,  da  mir  die  Literatur,  insbesondere  die  ältere,  nicht  völlig  zugänglich 
war.  Ganz  von  der  Zitierung  dieser  von  mir  nicht  durchgesehenen  Werke  abzusehen, 
schien  mir  aber  nicht  angängig.  Es  ist  eine  beklagenswerte  Tatsache,  daß  gerade  die 
Literaturzitate  vielfach  ohne  Kontrolle  abgeschrieben  werden.  Ob  einmal  eine  falsche 
Seitenzahl  angeführt  wird,  ist  ja  sicher  nicht  so  wichtig.  Schlimmer  erscheint  es  mir, 
daß  falsche  Publikationsjahre  abgeschrieben  werden  oder  daß  die  in  einem  Werk  fehlende 
Literatur  auch  in  dem  später  erscheinenden  Werk  fehlt. 

Die  ältere  englische  Literatur  ist  von  COOKE,  British  Freshwater  Algae,  zitiert. 
Die  von  mir  hier  mit  Ausnahme  von  Hudson  nicht  berücksichtigten  Werke  sind 
folgende : 

Abbot,  Gh.,  Flora  Bedfordiensis.     Bedford  1798. 

Greville,  R.  K.,  Flora  Edinensis.     Edinburgh  1824. 

HOOKER,  W.  J.,  Flora  Scotica.     London  1821. 

Hudson,  W.,  Flora  Anglica.     2  Bde.     London  1778. 

HULL,  J.,  The  British  Flora.     Manchester  1799, 

Jenner,  E.,  A  Flora  of  Tunbridge  Wells.     1845.     (Ohne  Beschreibungen.) 

Johnston,  G.,  Flora  of  Berwick-upon-Tweed.    Edinburgh  1829. 

Jones,  J.  P.,  and  Kingston,  J.  F.,  Flora  Devoniensis.    London  1829. 

LiGHTFOOT,  J.,  Flora  scotica.     2  Bde.     London  1777. 

Mackay,  ,L  T.,  Flora  Hibemica.     Dublin  1836. 

Purton,   T.,   A  Botanical  description   of  British  Plauts  in  the  Midland  Counties. 
2  Bde.  u.  Suppl.     Stratford-on-Avon.     1817. 

Eay,  J.,  Synopsis  Methodica  Stirpium  Brittanicarum.     3  Bde.     London  1724. 

SiBTHORP,  J.,  Flora  Oxoniensis.     Oxford  1794. 

Die  folgenden  Werke  sind  in  dieser  Aufzählung  berücksichtigt.  Die  Nummern 
weisen  auf  die  entsprechenden  Nummern  im  Literaturverzeichnis  hin,  wo  die  ausführ- 
lichen Titel  angegeben  sind.  Die  Zeichen  vor  den  Werken  bedeuten :  *  Von  mir  selbst 
im  Original  verglichen,  (*)  von  mir  nach  einem  von  Herrn  Professor  Dr.  Nordstedt 
angefertigten  Auszug  verglichen,  f  von  Herrn  Professor  Nordstedt  verglichen. 

(*)  t  AG.,  Disp 1''4 

(*)  t  AG.,  Dec l'^ö 

t  AG.,  Syn 1''6 

(*,  t  AG.,  Spec ^"'^ 

*  t  AG.,  Syst 1''''  a 

*  Allgem.  Litt.  Ztg 320  a 

*  Arechavaleta,  Vauch.  Montevid l'^S 

t  Berk.,  Glean 187 

*  Blumenbach,  Goett.  Mag.  Jahrg.  2 189 

*  Boergesen,  Ferskvandsalg.  fra  Island 191 

*  BORGE,  Süd-Pat 193  a 

(*)  t  BORY,  dict.  class '■ 19''^ 


176  W.  Heeriiig-. 

Chantr.,  Conf 200 

*  Cleve,  Vauch 201 

*  COLLINS,  Rhodora 203 

COOKE,  Jourii.  Quek.  Micr.  Club 205 

*  CooKE,  Br.  Fr.  W.  Alg- 205  a 

(*  1 1  Crouan,  Fl.  Finist 206 

*  De  Bary,  Üb.  d.  geschl.  Zeugungsproz.  b.  d.  Algen 20S 

*  De  Bary,  Monatsber 209 

[*) t  DC,  Bull.  Philom 212 

«       DC,  Fl.  Fr 214 

^*,i  t  De  Toni  e  Levi,  Alg.  Yen.  III 215 

*  De  Toni,  Syll.  1 215  a 

*  De  Wildeman,  Bull  Soc.  roy.  de  bot.  de  Belgique  XXVI  21 7,  XXXV  222 

*  De  Wildeman,  Bull,  de  l'herb.  Boiss 221 

*  De  Wildeman,  Flore 222  a 

*  De  Wildeman,  Flore  des  Indes 223 

DiLLENlUS,  Hist.  niusc 224 

*  t  DiLLWYN,  Brit.  Conf 225 

*  DiPPEL,  Flora 226 

*  t  DüBY,  Bot.  Gall 227 

DUPRAY,  Rev.  de  Bot.  V 229 

*  Engl.  Bot 231 

*  Ernst,  Beih.  Bot.  Zentralbl.  XIII 232 

*  Ernst,  Beih.  Bot.  Zentralbl.  XVI 232 

Farlow,  List  of  Marine  Algae 233 

*  FARLOW,  Marine  Algae 234 

*  Fl.  Dan 235  a 

*  GÖTZ,  Flora 239 

;*  t  Gray,  Arr.  I 240 

*  t  Grev.,  Alg.  Britt 241 

*  GUTWINSKI,  Ac.  de  Cracovie 243 

*  HANSG.,  Prodr 243  a 

*  HANSG.,  Beih.  Bot.  Zentralbl.  XVIII 243  b 

;*;  t  Harv.,  Man 246 

,*  t  Harv.,  Phyc.  Britt 247 

*  Hassall,  Ann.  Nat.  Hist.  XI 248 

*  t  Hassall,  Br.  Fr.  W.  Alg 248  a 

*  Hauck,  Beitr 249 

*  Hauck,  Meeresalgen 250 

*  Hirn,  Finnl.  Vauch 252 

'■-  t  HOLMES,  Br.  Mar.  Alg 253 

(*)  t  HOOKER,  Engl.  Fl.  V 254 

HUDS.,  Fl.  Angl.,  s.  oben. 

*  IWANOFF,  Bull,  des  Natur,  de  Moscnn 257 

'^'      Karsten,  Bot.  Ztg 257  a 

*  Karsten,  Bot.  Unters.  I 258 

Kirchner,  Alg.  Schles 258  a 

*  Klees,  Nat.  Ges.  Basel 260 

*  Klebs,  Bedingung,  d.  Fortpfl 260  a 

*  Kolderup-Eosenvinge,  Bot.  Not 262 

'■■  t  KÜTZ.,  Phyc.  gen 264  a 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw,  177 

f  KÜTZ.,  Pliyc.  gerni 264  b 

t  KÜTZ.,  Spec 264  c 

KÜTZ.,  Tab.  Phyc 264  d 

LaüERHEIM,  G.  von,  Anales  de  la  Univ.  de  Quito 265 

Le  Jolis,  Liste 268 

Link.,  Spec.  Plant 269 

LiNN.,  Suec 270 

Lyngb.,  Hydr 270  a 

Magnus,  Bot.  Ztg 273 

Magnus  et  Wille,  in  Wille  Bidr.  til  Sydam.  Algfl 329 

Martens,  von,  Reise 274 

Martens,  von,  Tange  Ostasien 275 

Martius,  Fl.  Erl 276 

Meyen,  Beitr.  zur  Syst.  u.  Pliys.  d.  Alg 277 

Müller,  Nova  Acta  Petr.  III 280 

Müller,  Berl.  Bescli.  Nat.  Freunde  IV 278 

Nees,  Muse 281 

NORDSTEDT,  Bot.  Not 283 

NORDSTEDT,  Brit.  Subni.  Vauch 284 

NORDSTEDT,  Fr.  W.  Alg 285 

Oltmanns,  Flora 286 

POLLINI,  Alg.  Eug 287 

Pringsh.,  Befr.  und  Keinig.  d.  Alg 288 

Rabenh.,  Alg.  Deutschi 289  a 

Rabenh.,  Krypt.  Sachs 289  b 

Rabenh.,  Fl.  Eur.  Alg.  III 289  c 

Reinbold,  Nat.  Ver.  Schlesw.-Holst 290 

Reinsch,  Algfl.  Frank 291 

Reinsch,  Ber.  Deutsch.  Bot,  Ges.  V 292 

Reinsch,  Süßw.  Algfl.  Süd-Georgien 293 

ROEMER,  Alg.  Deutschi 295 

t  Roth,  Cat.  L,  II.,  III 296 

Roth,  Fl.  Germ.  III 297 

Roth,  N.  Beitr 298 

ROTHERT,  Pringsh.  .Jahrb.  XXIX 299 

Schmidle,  Engl.  Jahrb 305 

Schousboe,  in  Bornet 195 

Schrank,  Bav 307 

t  SCHUM.,  En 308 

Solms-Laübach,  Bot.  Ztg.  XXV 309 

Stahl,  Bot.  Ztg 310 

Stockmayer,  Hedw , 311 

Strasburger,  Zellbildg.  u.  Zelltlg 312 

t  SURINGAR,  Obs 314 

TeodorescO,  Beih.  Bot.  Zentralhl 315 

Thuret,  in  Meni.  soc.  sc.  nat.  Cherb 317 

Thuret,  Ami.  des  sc.  nat.  XIX 316 

Trentepohl,  in  Roth's  Bot.  Beni.  u.  Ber 318 

Unger,  Die  Pflanze  im  Moment  d.  Tierwerdung 320 

Unger,  Metamorph,  d.  Ectosp.  clavata 319 

f  Vaucher,  Hist 321  a 


178  W.  Heeriug. 

(*)  t  Wallr.,  Fl.  Crypt.  Germ 322 

*  Walz,  Priugsh.  Jalirb.  V 323 

(*)  t  Weber  &  Mohr,  Großbr.  Conf. 325 

*  West,  W.  &  G.  S.,  Journ.  Bot 325  a 

*  West,  G.  S.,  Br.  Fi«.  W.  Alg 325  b 

*  Wille,  Bidr.  t.  Kundsk.  Norges  Ferskvaiidsalger 326 

Withering,  Arr.  IV 327 

*  Wittrock,  Alg.  Stud 330 

Wolle,  Fr.  W.  Alg.  U.  S 331  a 

t  WOOD,  Proc.  Am.  Phil.  Soc 335 

(*)  t  WOOD,  Fr.  W.  Alg 33G 

*  WORONIN,  Bot.  Ztg 337,  338 

Zanardini 339 

*  Zeller,  Vidensk.  Meddelelser  fra  den  Naturli.  For.  Kj0benh.  . .  340 

Die  Zahlen  hinter  diesen  Zitaten,  die  in  der  Tabelle  stehen,  bedeuten  die  Seiten. 
Die  Abbildungen  sind  in  der  vierten  Spalte  zitiert.  Die  lateinischen  Ziffern  bedeuten 
die  Tafeln,  die  Figuren  sind  mit  arabischen  Ziffern  und  vorgesetztem  f.  kenntlich  gemacht. 
Fehlen  die  lateinischen  Ziffern,  so  finden  sich  die  zitierten  Figuren  im  Text. 

In  der  fünften  Spalte  finden  sich  kritische  Bemerkungen.  Bei  den  nicht  als 
gültig  anerkannten  Namen  ist  der  erste  Autor  angeführt,  der  diese  Ungültigkeit  aus- 
gesprochen hat.  Bei  den  strittigen  Arten  sind  wenigstens  eine  Anzahl  Ansiebten  an- 
geführt, die  zeigen,  daß  eine  sichere  Bestimmung  nicht  möglich  ist.  Ist  die  betreffende 
Form  zu  einer  anderen  gezogen,  so  ist  diese  genannt  und  der  Autor  und  das  Jahr  an- 
gegeben. Durch  Benutzung  der  ersten  Spalten  ist  dann  das  Weitere  zu  erfahren. 
Wo  mir  eine  sichere  Bestimmung  möglich  schien,  habe  ich  in  fettem  Drixck  den  Namen 
angeführt,  welcher  in  dieser  Flora  gebraucht  wird. 

In  der  zweiten  Spalte  sind  auch  die  Exsiccaten  aufgeführt,  die  in  einigen 
größeren  Samminngen  ausgegeben  sind.  Sie  sind  stets  unter  dem  betreffenden  Namen 
aufgeführt,  unter  dem  sie  ausgegeben  sind.  Bemerkungen  zu  den  Exsiccaten  finden 
sich  in  der  fünften  Spalte. 

Die  für  die  Exsiccaten  gebrauchten  Abkürzungen  sind  folgende,  die  nach  den 
eingehenden  Titeln  nach  dem  Literaturverzeichnis  zu  ergänzen  sind, 

ARESCH 1  LE  JOLIS 10 

Bad 2         Lloyd 11 

Crouan 3         Mougeot-Nestler 12 

Desmaz 4  Phykotheca  ital 13 

Erb.  Glitt,  ital 5  Rabenh 14 

Hauck  &  Richter 6         Tilden 15 

Holmes 7         Wartm 16 

JÜRGENS 8  Westend.  &  Wall.  ...  17 

Kütz 9  Wittr.  &  Nordstedt.  .  18 

WiTTR,  Nordstedt  &  Lagerheim —  19 


Tabellen. 


Die  Süßwasseralgen  Scbleswig-Holsteius  nsw. 


179 


amphibia 
{Conferva) 


ß.   ramis    clon- 

gniis 
y.  lucida 

{Coxfcrva) 

aiitarctica 


appeudiculata 


1804 


1804 


1890 


1805 
1822 
1824 
1830 
1849 
1868 

1889 


{Edosperma) 

1803 

1824 

aquatica 

1819 

1845 

(Byssiis) 

1782 

arachnoidea 

1782 

(Riccia) 

Arechava- 

1884 

letae 

1889 


DILLW.,  Brit.  Conf.  3' 


XLI  a,  c 


Exsicc. 
JÜRGENS  n.  5! 
DlLLW.,  Brit.  Conf.  37 

Herb.    Schleicher     nacL 

De  Wildeman 
REINSCH,    Süßw.    Alg. 

Süd-Georgien,  361 


DC,  Fl.  Fr.  II  G4 

AG.,  Spec.  472 
AG.,  Syst.  176 
DUBY,  Bot.  Gall.  974 
KÜTZ.,  Spec.  489 
Eabenh.,    Flor.   Eur.    Alg. 

III  273 
DE  TOKI,  Syll.  I  407 


XLIb 


HI  f.   5—8 


Vauch.,  Bist.  35 
BORY,  dict.  class.  VI  65 
Lyngb.,  Hydr.  79 
Roemer,  Alg.  Deutschi.  6 
Fl.  Dan. 
Fl.  Dan. 


xxn  f.  C. 
I  f.  18 
DCCCXCVI 
DCCCXCVIII 

f.  2. 

MAGNUS  et  Wille  in  |  II  f.  60—62 

Wille,  Bidr.  til  Syd- ' 

am.  Algfl.  39 
De  Toni,  Syll.  I  403 


III  f.  11 


Von  Greville  (1830)  und 
Rabenhorst  (1847)  zi- 
tiert bei  caespitosa. 

Von  Stockmayer  (1890) 
wird  diese  Angabe  als 
fraglich  zu  geminata  var- 
caespitosa  gezogen. 


Unbestimmbar". 

.\ls    Syu.    wird    Geramium 

caespitosum  ROTH  zitiert 
Schleicheri    und    racemosa, 

De  Wn^DEMAN  (1895). 

De  Wildeman  (Nota- 
risia  V  ii.  19,  1890) 
liält  diese  Art  für 
nicht  genügend  cha- 
rakterisiert. 

Nach  Walz  (186G)  ist  die 
Art  zu  streichen.  Ihren 
Namen  hat  sie  von  Aus- 
wüchsen, die  durch  Rä- 
dertieve  hervorgerufen 
sind.  Was  die  von  VAU- 
CHER  angegebenen  run- 
den Körner  betrifft,  so 
meint  Walz,  daß  sie 
ungeschlechtliche  Sporen 
sein  könnten.  Es  können 
auch  Oogonien  sein.  — 
Nach  DE  Toni  (1889) 
scheint  sich  die  Art  kaum 
von  submarina  Berk.  zu 
unterscheiden. 

appendiculafa,    DC.  (1805). 

Leptomitus  clavatus  AG. 

aquatica  Lyngb.  (1819). 
DUlwynii,  Agardh  (1817). 


*)   Auf  p.  37  ist  Taf.  XLIII  zitiert.    Auf  der  Tafel  ist  keine  Nummer  angegeben. 


180 
australis 


aversa 


W.  Heeriusf. 


borealis 

Boryaiia 


1824 
1849 
1889 


1843 
1845 

1856 

1863 
1866 

1868 

1883 


1887 

1889 
1895 


1897 
1907 


1900 

1822 
1824 
1849 

1889 


AG.,  Syst.  176 
KÜTZ.,  Spec.  489 
DE  TONI,  I  408 


Hassall,    Ann.   Nat. 

Eist.  XI  429 
Hassall,  Br.  Fr.  W. 

Alg.  54 
De  Bary,  Üb.  d.gescbl. 

Zeugiingsproz.   b.   d. 

Algen  218 
Cleve,  Vaiich.  7*) 
Walz,  Pringsh.  Jahrb. 

V  151 
Rabenh.,  Fl.  Eur.  Alg. 

III  271 
COOKE,  Br.  Fr.W.  Alg. 

121 


WOLLE,    Fr.  W.   Alg. 

U.  S.  149 
De  Toni,  Syll.  I  396 
Oltmanns,  Flora  407 


J  Die  Art  ist  m\v  nach  vege- 
tativem Material  beschrie- 
ben, Walz  (1866).  Nach 
De  Toni  eine  zweifelhafte 

Art. 


VI  f.  5 


f.  7 

XIII  f.  25 -26, 
XIV  f.  27 


XXXXVII 

f.  1—3 


GÖTZ,  Flora  108 
TEODOEESCO,  Belli. 
Bot.  Zentralbl.  162 

Exsicc. 

Babenh.,  n.  2040! 

n.  2057! 
Hirn,  Fluni.  Vauch.  3    f.  2 
Ag.,  Spec.  470  i 

AG.,  Syst.  175  j 

KÜTZ.,  Spec.  489  | 

De  TONI,  Syll.  I  408  I 


CXXVII 

f.  5—8 

VI,  VII 

f.  16—22, 
X  f.  1—3 
f.  12-13 


f.  25   und  26   von  DE 
Bary  abgebildet. 


Nach  COOKE  soll  f.  3 
nach  Walz  kopiert 
sein.  Dieser  bildet 
selbst  aber  keine  reife 
Oospore  ab,  sondern 
der  Autor  ist  De 
Bary. 


Da  die  Art  nur  in  vegeta- 
tivem Zustand  bekannt 
ist,  ist  sie  zu  streichen. 
Walz  (1866). 


*)    COOKE  zitiert  nicht  den  Separatabdruck,  sondern  die  Seitenzahlen  der  Zeitschrift,  hier  133. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


181 


bulbosa 

(Edosperma) 

bullosa 
(Conferva) 


bursata 


var.  marrna 

bursata 

{Conferva) 


caespitosa 


1800 
1800 
1802 
1807 

1811 
1817 
1822 
1824 
1843 
1845 
1845 
1847 
1849 
1863 


1845 
1849 
1779 

1779 


1817 
1819 
1821 

1821 
1822 
1824 


Vaucher,  nach  Götz 


Roth,  Cat.  II  194 
Roth,  Fl  Germ.  III,  489 
ROTH,  N.  Beitr.  322  ff. 
TrentepOHL  in  ROTH, 

Bot.  Bern.  185 
Ag.,  Disp.  21 
Ag.,  Syn.  48 
AG.,  Spec.  I  461 
AG.,  Syst.   172 
KÜTZ  ,  Phyc.  gen.  305 
KÜTZ.,  Phyc.  gerin.  250 
ROEMER,  Alg.  Deutschi.  5 
Rabenh.,  Alg.  Deutschi.  125 
KÜTZ.,  Spec.  489 
Rabenh.,  Krypt.  Sachs.  225 

E  X  s  i  c  c. 

Erb.     critt.     ital.     n.     860 
(Cesarini) 


f.  1  —  10 


Rabenh.,  n.  380 

KÜTZ.,  Phyc.  germ.  250 

KÜTZ.,  Spec.  489 

Müller,  Nov.  Acta  Petr.   II  f.  10 

III  96 
MÜLLER,  Berl.  Besch.  Xat.    f.  1  —  4 

Freunde  IV  42 


1805    ;  DC,  Fl.  Fr.  II  63 


Ag.,  Syn.  48 
LYNGB  ,  Hydr.  81 
Fl.  Dan. 

Gray,  Arr.  I  291 
Ag.,  Spec.  I  468 
AG.,  Syst.  174*) 


XXIII  f.  B 
MDCCXXVI 

f.  2 


GÖTZ  (1897)  erwähnt  diese 
Art  S.  92.  Mir  ist  sie  sonst 
nicht  bekannt  geworden. 


Nach  Walz  (1866)  ist  dies 
sessilis. 


incl.  F.  ovata. 


Rabenh.  (1868)  erklärt 
dieses  Exsiccat  (excl.  syn.) 
für  geminata  f.  terrestris. 
—  Stockmayer  (1890) 
bestimmt  es  als  geminata 
var.  caesjntosa  mit  zahl- 
reichen neuen  und  alten 
Akineten  (d.  h.  Gallen  von 
Noiommata). 

Pilus,  Rabenh.  (1868). 

Lyngb.  0819)  führt  beide 
Angaben  als  Syn.  zu 
ovata  auf,  WALZ  (1866) 
zitiert  die  erste  Angabe 
hei  sessilis.  Die  Abb.  stellt 
zwei  Oogonien  dar. 

cespitosa  bei  den  älteren 
Autoren. 


Nach  Lyngbye  kopiert. 


*)  Kützing  (1849)  zitiert  175,  De  Toni  (1889)  und  Götz  (1897)  zitieren  154. 


182 


W.  Heering'. 


1830 
1830 
1833 

1833 
1843 
1841 
1843 
1845 
1845 

1847 

1849 
1856 
1863 

1863 


1887 


Grev.,  Alg.  Britt.  194 
DUBY,  Bot.  Gall.  974 
Walle.,     Fl.    Crypt. 

Germ.  60 
HOOK,  Engl.  Fl.  V  321 
Engl.  Bot.  Suppl.  III 
Harv.,  Man.  148 
KÜTZ.,  Phyc.  gen.  306 
KÜTZ.,  Phyc.  germ.250 
ROEMER,  Alg.  Deutsclil. 

4 
RABENH.jAlg.Deutschl. 

126 
KÜTZ.,  Spec.  488 
KÜTZ.,Tab.Phyc.VI22 
Eabenh.,  Krypt.  Sachs. 

225 
Cleve,  Vauch.  6 


WOLLE,  Fr.W.  Alg.  151 

Exsicc. 
Desmaz.,  Ed.nov.  n.606 
Rabenh.,  n.  76, 
n.  1922! 


MMÜCCCXLI 


I  f.  10 


LXII 


f.  3. 
Das   Anthe- 
rid.  ist  ver- 
zeichnet. 


sessiUs  a)  caespitosa  RA- 
BENH. (1868),  COOKE 
(1883),  —  geniinata, 
NORDSTEDT  (1879), 
der  die  Vereinigung 
mit  sessiUs  als  ein  Ver- 
sehen*) bezeichnet, 
ses.9?'feDETONl(1889), 
geminata  var.  caespi- 
tosa, Stockmayer 
(1 890),^emma^aGÖTZ 
(1897). 


Stockmayer  (1890) 
zitiert  beide  bei  ge- 
minata Ya,Y.caes2ntosa, 
erwähnt  aber,  daß  er 
keine  Früchte  beob- 
achtet habe. 


")  De  Toni  zitiert  (wie  Rabenhorst)  caespitosa  AG.  et  auct.  1.  c.  Zugleich  führt  er  aher 
caespitosa  AG.  Syst.  bei  geminata  an.  Wenn  StoCKMAYER  (181)0,  S.  273)  also  sagt,  dafs 
De  Toni  caesxntosa  zu  geminata  ziehe,  so  ist  es  nur  zum  Teil  richtig. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


183 


JÜRGENS,  n.  2  ! 


var.  furicensis 
hollandica 
Theobaldi 

{Edosperma) 


caespitosum 

1797 

ß  maximum 

1800 

{Ceramium) 

1806 

canalicularis 

1755 

(Conferva) 

circinata 

1856 

Pliykotheca  ital.  n.  27! 


1856*     KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI  '22 


1803      Vauch.,  Hist.  28 


Exsicc. 
M0ÜC4E0T-NESTLEß,  n.  595 

Roth,  Cat.  I  155 
Roth,  Fl.  Germ.  III  477 

ROTH,  Cat.  III  1-20 
LiNNfi,  Suec.  434 

KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI  21 


1863      Rabenh.,  Kr.  Sachs.  224 


LXII 


II  f.  4 


LX  f.  2 


Das  Exemplar  steht  der 
V.sessüis  f.  dava  ta  sehr 
nahe.  Fäden  11 3,5^ 
dick,  Oogonien  bis 
105  ^  lang-  und  breit. 
Ihre  Membran  ist 
dünn,  außen  höckerig. 
Oosporenmembran  3- 
schichtig,  5,5  ^  dick, 
die  mittlere  Schicht 
am  stärksten,  nicht 
geschichtet.  Die  Oo- 
gonien stehenvertikal 
vom  Faden  ab. 

Das  Exemplar  ist 
dürftig,  doch  scheint 
^emmfltovorzuliegen. 

geminata  var.  caesjntosa, 
STOCKMAYER  (1890). 

caespitosa,  DG.  (1805).*) 


geminata    var.    caespitosa, 
Stockmayer  (1890). 


dichofoma,  Lyngbye  (1819). 
caespitosa,  Agardh  (1817). 

Nach  OLE  VE  (1863)  zu 
terrestris. 

Nach  Walz  (1866)  ist  die 
Art  zu  streichen,  da  sie 
mir  eine  Durchwachsungs- 
form  darstellt.  Rabenh. 
(1868)  führt  sie  als 
terrestris  c.  circinata  auf. 
COOKE  (1883)  und  GÖTZ 
(1897)  ziehen  sie  ganz 
zu  terrestris. 


*)   Decandolle  zitiert  als  ältere  Abbildungen:    Journ.  de  Phys.,  an.  IX  floreal,  t.  3,  f.  6  und 
Bull.  Philora.  n.  48,  t.  13,  f.  9. 


184 


W.  Heering. 


clavata 


1834 


1805 
1821 
1822 
1824 
1830 
1832 
1833 
1841 
1843 
1843 

1845 

1845 

1845 

1847 
1849 
1852 
1856 
1863 


1867 

1892 

1895 


1896 

1897 

1900 
1907 


E  X  s  i  c  c. 
KÜTZ.,  Alg.  n.  IIG! 


DC,  Fl.  Fr.  II  64 
Gray,  Arr.  I  290 
AG.,  Spec.  I  462 
AG.,  Syst.  172 
DUBY,  Bot.  Gall.  975 
Berk.,  Glean.  26  X 

Wallr.,  Fl.  Crypt.  Germ.  59 
Harv.,  Man.  149 
KÜTZ.,  Phyc.  gen.  305 
UNGER,  Die  Pflanze  im  Mo- 
ment d.  Tierwerdung 
ROEMER,  Algen  Deutschi.  5 
KÜTZ.,  Phyc.  germ.  251 

Hassall,  Br.  Fr.  W.  Alg.    II  f.  20-33 

16,  59—63 
Rabenh.,  Alg.  Deutschi.  125 
KÜTZ.,  Spec.  489 
Unger,   Vaiicheria  clavata 
KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI  23      LXVI  f.  1 
Rabenh.,  Kr.  Sachs,  223 


Reinsch,  Algf.  Frank.  220 
Klebs,  Nat.  Ges.  Basel 

70 
Oltmanns,  Flora  391 


Klebs,   Bedingung,  d. 

Fortpfl.  6  ff. 
GÖTZ,*)  Flora  114 
Hirn!  Finnl.  Vauch.  4 
Teodoresco,  Beih. 

Bot.   Zentralbl.  165 


VI,  VII  f.  7, 10, 
VIII,  IX  f.  1 
bis  28,  X.  f. 
4—12 

f.  2  B.,  3 

f.  23—28 


Hier    ist    die    Alge    zuerst 
publiziert.  KÜTZING 

selbst  zitiert  das  Exsiccat 
1843  und  später  bei 
hamata. 


Nur  z.  T.,  da  KÜTZING  auch 

litorea  als  Syu.  angibt. 
Kopie  nach  Thuret. 


Als  zoosporenbildende  Form 
von  sessüis  WALZ  (1866) 
—  sessilis  f.  sj)orangifera 
Rabenh.  (1868). 


sessilis  f.  clavata. 


")   Götz  zitiert  auch  Lyngbye  (1819)  unter  den  Synonymen. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


185 


{Edosptrma) 

1803 

1826 

comiiacta 

1805 

(Conferva) 

coro n  ata 

1879 

1886 

1819 


1821 


1889 


cruciata 

1805 

1822 

1824 

1830 

1845 

1849 

1868 

1889 

{Ectosperma) 

1803 

Lyngb.  Hyclr.  78 


Fl.  Dan. 


Ag.  in  Herbar  KocH  nach 
Walz 


VAUCH.,  Hist.  34**) 
ÜNGER,     Metamoi-ph.     der 

Ectosp.  clavata 
Allgem.  Litt.  Ztg.  76 

NORDST.,  Bot.  Not.  177 
Holmes,  Br.  Mar.  Alg. 
261 

De  Toni,  Syll.  I  403 

Exsicc. 
WiTTß.   U.  NOEDST., 

n.  334!  a.  b.  n.  1022! 
Holmes,  n.  175! 

DC,  Fl.  Fr.  II  62 
Ag.,  Spec.  468 
Ag.,  Syst.   175 
DUBY,  Bot.  Gall.  974 
ROEMER,   Alg.  Dentschl.  5 
KÜTZ. !  Spec.  488 
RABENH.,Fl.Eur.Alg.III273 
De  Toni,  Syll.  I  407 

Exsicc. 
Lloyd,  Algues  n.  129 
VAUCH.,  Hist.  30 


XXI  f.  D. 


MDCCXXVf.2 

(nach  Lyng- 
bye) 


III  f.  10 


I  f.  1—9 
f.  4 


I   f .  1  1  rJ 


II   f.  6 


AGARDH  (1822)  er- 
kannte, daß  diese  An- 
gabe sich  nicht  auf 
clavata  Aut.  bezieht. 
Schon  aus  Lyngbyes 
Abb.  ist  deutlich  zu  er- 
kennen, daß  litorea 
vorliegt.*) 


Dieses  Exemplar  wird  von 
Walz  (1860)  als  ver- 
wandt mit  püoboloidcs  be- 
zeichnet. Vielleicht  han- 
delt es  sich  nm  sphaero- 
spora  NORDSTEDT  (1879). 

clavata  DC.  (1805). 


Vielleicht  zu  sessilis  WALZ 

(1866). 

Kopie     nach     NORD- 

STEDT. 


Rabenh.  (1847)  zieht  sie  zu 

geminata  als  b.  cruciata. 
Nach  Walz  (1866)  ist  die 

Art  zu  streichen. 
Nach   De  Toni  (1899)   ist 

die  Art  mit  geminata  zu 

vergleichen. 


uncinata,  RABENH.  (1868). 
cruciata,  DC.  (1805). 


*)   Die  Bemerkung  von  De  Wildeman  (1896),    dafj  V.  clavata  aus  der  Reihe  der  Synonyme 
gestrichen  werden   müfate   und   die  Abbildung  von  Lyngbye  nur   das  Stadium  der  unge- 
schlechtlichen Fortpflanzung  darstelle,  ist  demnach  unrichtig. 
**)    KtJTZiNG  (1849)  zitiert  74. 

15 


186 

(lalmatica 


DeBaryana 


f.  minor 

W'dY.Schmidlei 

dicliotoiiia 


1863 


1880 

1887 


181 

1889 

1896 

1897 

1907 

1907 

1903 

1817 
1819 


1821 

1822 
1821 
1824 
1830 
1830 
1833 
1833 
1841 
1843 
1845 


1845 
1845 
1847 


W.  Heering. 


ZANARDINI  in  LORENZ, 
Physik.  Verhältn.  d.  Quar- 
nero  205     • 


WOEONIN,  Bot.Ztg-.425 

De  Wildeman,   Bull. 

Soc.  roy.  de  bot,  de 

Belgique  7 
HANSG.,  Prodr.  234 

De  Toni,  Syll.  I  402 
De  Wildeman,  Flore60 
GÖTZ,  Flora  130 
Teodoresco,  Beih. 

Bot.  Zentralbl.  168 
Teodoresco,  Beih. 

Bot.  Zentralbl.  168 
GUTWINSKI,    Ac.    de 

Cracovie  203 
Ag.,  Syn.  Scand.  47 
Lyncib.,  Hydr,  75 


Fl.  Dan. 

AG.,  Spec.  460 
Gray,  Arr.  I  289 
AG.,  Syst.  171 
Grev.,  Br.  Alg.  190 
DüBY,  Bot.  Gall.  973 
WALLR.,  Fl.  Crypt.  Genn.  57 
HOOK,  Engl.  Fi.  V  319 
HARV.,  Man.  147 
KÜTZ.,  Pliyc.  gen.  305 
HASS.,  Br.  Fr.  W.  Alg.  51 


ROEMER,  Alg.  DentscLl.  5 
KÜTZ..  Pliyc.  germ.  250 
Rabenh.,  Alg.Deutsclil.  124 


VIT 


f.  51—55 


IX  f.   1 


XIX  f.  C. 


MDCCXXIV 
f.  1,  3 


IV  f.   1 


I  f.  r 


Das  Exemplar  im  Herb.  Kiel 
ist  von  Sakdri  im  Adria- 
tischcn  Meere  gesammelt. 
Es  ist  keine  Taucheria. 

Pilus,  HAUCK  (1878). 


Woi'oniniana. 


Von  Walz  ( 1 866),  Rabenh. 
(1868),  COOKE  (1883), 
wird  Lyngbye  als  Autor 
angegeben  *)  und  Ag. 
(1817)  nicht  erwähnt. 

Nach  Lyngbye  kopiert. 


Cleve  (1863)  =  sessilis? 

Walz  (1866)  zieht  diese 
Angabe  zu  sessilis.  RA- 
BENH. (1868)  und  De 
Toni  (1889)  führen  sie 
bei  dichotoma  auf. 


")    Desgl.  von  Hansghig  (1905),  Beih.  Bot.  Zentralbl.  453. 


Die  Süfswasseralgen  Schleswig-Holsteins  usW. 


187 


1849 
1849 
1856 
1857 
1863 

186G 


[1867] 

1868 

1878 

1879 
1883 


1886 
1887 

1888 

1889 
1907 


KÜTZ.,  Spec.  4S7 
Harvey,  Man.   147 
KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI  20 
SURINGAR,,   Obs.   8 
Rabenh.,  Kr.  Sachs.  I  224 
Walz,  Pring-sli.  Jahrb. 
V   141,   15-2 


Solms-Laubach, 

Bot.  Ztg.  XXV  361, 

366  (Diagn.) 
Rabenh.,   Flor.  Eur. 

Alg-.  III  268 
KiRCHN.*), 

Alg.  Schles.  82 
NORDST.,  Bot.  Not.  1 84 
COOKE,  Br.  Fr.  W. 

Alg.  120 


HANSG.,  Prodr.  I  96 
WOLLE,  Fr.  W.  Alg. 

U.  S.  149 
De  Toni  e  Levi, 

Alg.  Yen.  III  88 
De  Toni,  Syll.  I  395 

TEODORESCO,Beill.Bot. 

Oentralbl.  XXI  157 

Exsicc. 
JÜRGENS  n.  3! 

Wittrock  u.  Nord- 

STEDT,  337  (?!),  338 

(?!),  739  (?!) 
Desmaz.  Cr.  d.  Fr.  edl.  n.  259 
Erb.  critt.  ital.  n.  859 
Rabenh.,  n.  640,  108 


LVI  f.  a. 


XIVf.  28—33, 
28,  29  nach 
WORONIN, 
30, 31  von  De 
Bary 

IX 


XL  VI 

f.  21 


-25 


CXXVI 
f.  1—7 


f.  45—47 


Beschreibung  imdAbbildung 
nach  Material  und  Zeich- 
nungen von  WORONIN. 


Woroninia  n.  gen.  SOLMS- 
Laübach  gibt  DG.  als 
Autor  an,  im  Text  auch 
Lyngbye. 


Nach  CoOKE  ist  Fig.  24  nach 
WORONIN  gezeichnet,  aus 
derselben  Quelle  stammen 
aber  auch  22  und  25. 
Die  Kopien  sind  sehr 
verschlechtert. 


$  Exempl.   im  Herb.  Kiel. 
Als    Autor    ist  DC.   an- 


(Rabenh.!)**) 

Nach  Rabenh.  (1868). 


*)   Von  COOKE  (1S8o)  als  KIRSCH  zitiert. 

''*)  De  Toni  zitiert  ebenfalls  mit  !.  Daraus  könnte  man  entnehmen,  daß  er  dies  Exsiccat 
auch  geprüft  habe.  Es  ist  aber  auffällig,  daß  im  Sylloge  nur  die  Exsiccate  mit  !  versehen 
sind,  die  in  der  Flora  Eur.  Alg.  von  Rabenhorst  so  bezeichnet  sind. 

15* 


188 


W.  Heering. 


ß.  submarina 


f.  marina 


y.  Simplex 

(Conferva) 


(licliotoma 
{Gongrosira) 


1819 
1821 

1822 
1824 
1830 
1830 
1847 
1868 

1883 

1886 


1885 

1888 
1889 


1822 
1824 
1741 
1753 
1767 
1778 
1796 
1801 
1802 
1803 

1817 

1854 


Lyngb.,  Hydr.  7(! 
FI.  Dan. 

AG.,  Spec.  460 
AG.,  Syst.  171 
DUBY,  Bot.  Gall.  973 
Gbeville,  Alg.  Br.  190 
Eabenh.,  Alg.  Deutschi.  125 
Eabenh.,  Fl.  Eur.  Alg.  III 

269 
COOKE,  Br.  Fr.  W.  Alg.  120 

HOLMES,  Br.  Mar.  Alg. 
259,  260. 

Exsicc. 
Holmes,  n.  49 ! 

Hauck,  Meeres- 

alg'en  412 
De  Toni  e  Levi,  Fl. 

Alg.  Ven.  III  89 
De  Toni,  Syll.  395 

Exsicc. 
Hauck  &  Richter, 

Phyc.  imiv.  n.  179! 
Phykothecaital.n.l82! 


Ag.,  Spec.  461 

Ag.,  Syst.  171 

DILLENIUS,  Hist.  musc. 

LINN.,  Spec.  Plant  1635 

Fl.  Dan. 

HUDS.,  Fl.  Angl.  593 

WITHERING,  Arr.  IV  129 

Engl.  Bot.*) 

DiLLWYN,  Brit.  Konf.  36 

Web.  &  Mohr,  Großbr. 

Coi)f.  10 
Martius,  Fl.  Erl.  304 

KÜTZ.,  Tab.  Pliyc.  IV 


XX  f.  A. 
MDCCXXIV 

f.  2,  4 


XLIX  f.  5,  6 
schlecht,  nur  ^ 

f.  1    (Kopie  nach 
Hauck) 


f.  182 


III  f.  9 


CCCLVIII 


DCCCCXXXII 
XV 

XV  f.  A,  B 


LXXXXVIIP*) 


Nach  LyNGBYE  kopiert. 

submarina  BERKELEY 

(1832). 
dichotoma    f.   marina, 

Hauck  (1884). 


Auf  der  Taf.  als  ftubmarina. 


Als    forma   submarina 

Lyngb. 
Von  Hauck  (1878)  als 

Pilus  abgebildet. 


Als  Autor  der  Art  ist  hier 

LYNGBYE  genannt. 
Steril 


ChordariaflagelliformiskG. 
49  nach  WALZ. 

Kopie  nach  DiLLWYN. 


dichotoma  (AG.  1817). 

geminata,  STAHL  (1879). 
NachDEWn.DEMAN(1896) 
ist  der  Name  ganz  zu 
streichen.  Wahrscheinlich 
handelt  es  sich  wmpacliy- 
derma. 


*)   Nach  Cooke  auch  Engl.  Bot.  II,  t.  2418. 
"*)   GÖTZ  (1897)  zitiert  Fig.  98,  De  Wildeman  (1896)  Taf.  8. 


Die  Süfawasserale'eu  Schleswi2:-Holsteius  usw. 


189 


(Edosperma) 

1824 

dichotonia 

1867 

( Woroninia) 

dichotomum 

1797 

{Ceramium) 

1800 

1806 

dilatata 

1800 

{Conferva) 

1802 

1806 

ß.  clavata 

1802 

1806 

;'.  bursuta 

t3.  i-'csicata 

y.  ijlohidi- 
fcra 

Dillwyiiii 


1807 

1802 
1806 
1802 
1806 
1807 


1811 
1817 
1819 


1821 
1822 
1824 
1830 


1830 
1833 
1833 
1841 
1843 


1845 


BORY,  dict.  class.  VI  65 
Solms-Laubach,  Bot.  Ztg. 
XXV  361 

ROTH,  Cat.  I  153 
ROTH,*)  Fl.  Germ.  III  474 
ROTH,  Cat.  III  119 
ROTH,  Cat.  II  194 


Roth,  N.  Beitr.  I  334 
ROTH,  Cat.  III  183 
Roth,  N.  Beitr.  335 
ROTH,  Cat.  III  183 


Teentepohl,  182 

Roth,  N,  Beitr.  335 
Roth,  Cat.  III  184 
Roth,  N.  Beitr.  336 
Roth,  Cat.  III  184 
Trextepohl,  in  Roth 
Bot.  Bein.  183 

AG.,  Disp.  21 

Aß.,  Syn.  50 
Lyngb.,  Hydr.  77 


Gray,  Arr.  I  290 
AG.,  Spec.  I  464 
AG.,   Syst.  173 
Grev.,  Alg.  Britt.  191 


DUBY,  Bot.  Gall.  973 
Wallr.,  Fl.  Crypt.  Germ.  59 
HOOK.,  Engl.  Fl.  V  320 
Harv.,  Man.   147 
KÜTZ.,  Phyc.  gen.  305 


IX 


XXI  f.  C 


XIX 


XV  f.  4 


HASS.,  Br.  Fr.  W.  Alg.  52    !  IV  f.  3 


Von  Nordstedt  (1879) 
wird  die  Gattung  Woro- 
ninia wieder  eingezogen. 

dichotonia,  WALZ  (1866). 

dichotoma,  Lyngb.  (1819). 

Diese  Angabe  wird  von 
Roth  N.  Beitr.  auf  dila- 
tata ß.  clavata Ihezogen. 

Nach  Unger  (1827)  mit 
Gallen  besetzte  Fäden 
von  clavata. 

Walz  (1866)  zieht  Cottf. 
dilatata  Cat.  II  194  und 
III 1 83  {\a,r.clavata)  zu  ses- 
silis,  Lyngbye(1819)  die 
zweite  Angabe  zu  clavata. 

Trentepohl  erwähnt  die 
Gallen. 

bursata,  Ag.  (1811). 


Für  0.  dilatata  (5.  vesicata 
Roth. 


Nach  BOERGESEN  (1901)  ist 
diese  Art  identisch  mit 
pachyderma  Walz. 


Vielleicht  gleich  pachy- 
derma, oder  ovata  {ge- 
j»i»a/a  mitAplanosporen), 
Walz  (1866). 


Die  Abb.  stellt  eine  V.  spcc. 
im  Zustande  der  Aplano- 
sporenbildnng  dar. 

Vielleicht  j;«  chy  derma , 

Walz  (1SG6). 


•=)   De  Toni  Syll.  p.  CXIX  gibt  als  Erscheinungsjahre  1788—1880  an. 


190 


W.  Heering. 


1845 
1845 
1847 
1849 

1856 

1863 
1868 

1883 


1888 

1889 
1896 

1 905 


KÜTZ.,  Pliyc.  gerni.  250 
ROEMER,  Alg.  Deutschi.  5 
RABENH.,Alg.  Deutschi.  125 
KÜTZ.,  Spec.  487 
KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI  20 

Rabenh.,  Kr.  Sachs.  224 
EABENH.,      Fl.      Eur. 

Alg.  III  269 
COOKE,  Fr.W.Alg.  122 


De  Toni  e  Levi,   FI. 

Alg.  Veii.  III  90 
De  Toni,  Syll.  I  397 
De  Wildeman, 

Flore  57 
Hansg.,      Beih.     Bot. 

Zeiitralbl.  XVIII  453 


Exsicc. 
Rabenh.,  n.  750 
n.  1078! 


I  f.  14 


LVII  f.  b,  c 


XLYII 

f.  9-13 


XLIX  f.  8 


Nach  der  Abi),   ist  die  Art 
nicht  zu  bestimmen. 


COOKE  gibt  zwar  nur  für 
f.  12  an,  daß  sie  nach 
Walz  kopiert  sei,  doch 
stammen  die  andern  Fi- 
guren wahrscheinlich  aus 
derselben  Quelle.  Völlig 
unklar  ist  die  Bedeutung 
von  COOKEs  f.  11.  Mir 
scheint,  daß  es  die  f.  2 
von  Walz  sein  soll,  in 
der  Walz  die  Oogonien- 
struktur  darstellen  will, 
Hier  sind  allerdings  statt 
der  Tüpfel  der  Membran 
Kügelchen  im  Innern 
gezeichnet  und  das  ganze 
Oogonium  ist  grün  ge- 
färbt. 

Weder  im  Text  noch  auf 
der  Tafel  wird  ein  Name 
erwähnt.  Diese  Figur  ist 
nach  Hassall  kopiert, 
Wille  (1883,\ 


Als  Autor  AG.  Syst. 


HANSGIRG  gel)]anclit 
hier  den  Naiiieu  Dill- 
luynii  neben  pachy- 
denna. 


Nach  WALZ  (1866)  ist 
diese  Nummer  gleich 
geminata. 


r)ic  Süßwasseralgeii  Schleswig-Hol.steiiis  usw. 


IUI 


ß.  glauci'scens 

{Ceramium) 
{Co)if('rra) 


iEcfoi^ptyimnn) 

(lispeniia 
eloiiaata 


erecta 


1822 
1824 
1806 
1803 

1809 


1818 


1824 
1801 


1 824 
1849 
1889 

1883 
1883 


Erb.  critt.  ital.  n.  861 
WiTTR.,  NOÜDSTEDT  U. 

Lagerheim,  n.  1583! 
z.  T. 


Ag.,  Spec.  465 
Au.,  Syst.  173 
ROTH,  Cat.  III  117 
Wp:b.  et  Mohr  !  Grofs-Britt. 

Conf.  II  12 
DiLLW.,  Conf.  37 


LYNGH./rentaiii.  Algol,  mox 
divnlgaiid.  ex  Fl.  Dan.  J. 
MDLXXXXVI 
BORY,  (lict.  class.  VI  65 
DC,  Bnll.  l'hiloni.  19 


1822      Au.,  Spec.  471 


Ag.,  Sy.st.  176**) 
KÜTZ.,  Spec.  489 
De  Toni,  Syll.  I  408 

A RECHAVALETA ! 

Vaucli.,  Montevid.  '24 
MAGNUS,  Bot.  Ztg.  G-J8 

Exsicc. 
WiTTR.   &  NORDST., 
11.  737  ! 


XVI  (als  V.  frl- 
gida)  Kopie 
nach  DlLLWYN 


VI  f.  1 


***'! 


*)    Walz  schreibt  p.  146  und  156  W.  A.  M. 
**)   KÜTZING  (1849)  zitiert  146. 
***)   Auf  der  Tafel  steht  Fig.  2. 


Hier  wird  der  Name 
Dilhiynü  als  der 
gültige  angesehen. 
Ich  habe  in  dem  Ex- 
siccat  aber  außer  der 
als  imcinaia  bezeich- 
neten Form  nur 
aversa  gesehen. 

Ohne  Beschreibung,  s.  glau- 
resccns. 

Dillwynü,  Lyngbye  (1819). 

Dilhvynü,  AGARDH  (1817). 
Walz  (1866)*)  führt  die- 
sen Namen  ohne  Frage- 
zeichen als  Syn.  zu  seiner 
pachyderma  auf.  Ich  kann 
die  Identität  bestätigen, 
da  im  Herb.  Kiel  ein  Ori- 
gjnalexemplar  von  Mohr 
liegt. 


gemhiata,  DE  WlLDEMAN 
(1896). 

Die  Art  ist  nur  in  vegeta- 
tivem Zustand  bekannt 
und  deshalb  zu  streichen. 
Walz  (1866). 


Vielleicht  neu,  MAGNUS 
(1883). 

g'eminata. 

Das  Exsiccat  ist  von 
ARECHAVALETA  ge- 
sammelt. Die  Ge- 
schlechtsorgane sind 


192 


W.  Heering'. 


fastigiata* 


{Conferva) 


frigida 


{Conferva) 


1824 


1849 

1889 

fliütans 

1895 

fontiiialis 

1781 

{Conferva) 

1817 

ß.  Conferva 

1817 

Michelii 

y.  Conferva 

1817 

baldensis 

fontinalis 

1852 

1824 


1833 
1797 
1800 
1809 

1802 

1818 


Ag.,  Syst.  176 


KÜTZ.,  Spec.  48!) 
De  Toni,  Syll.  I  408 
Oltmanns,  Flora  391  VI,  VII  f.l— G, 
i  8,  9,  11  —  15 
Blumenbach,  Goett.  Mag.  j  mit  Abb. 

Jahrg.  2  St.  1,  80—89 
POLLINI,  Alg.  Eng. 
Appeiid.  17 
17 


18 


f.  VIA 
f.  VIB 
f.  VIC 


Karsten,  Bot.  Ztg-.  X  II  f.  i— 30 
89 


Ag.,  Syst.   173 


IX 


Berk.,  Glean.  25 

Roth,  Cat.  I  IGfi 

Roth,  Fl.  germ.  III  491 

DILLW.,  Brit.  Conf.  37         |  XVI  **) 

(als  Dillu-ynii) 
SCHUM.,  Ell.  2,  105 


Fl.  Dan. 


MDLXXXXVI 

f.  1 


1841       Harv.,  Man.  147 
{Ectosperma)  1818       Nees,  Miisc.   11  f.  1 

*)   De  Toni  und  einige  ältere  Autoren  schreiben  fasügata. 
*)   COOKE  (1883)  zitiert  Tai  10. 


unreif,  deshalb  ist  die 
Bestimmung  unsicher. 
Die  Anordnungist  wie 
hei  o-acetnosa.  Der  Fa- 
den ist  127  /j,  dick. 
Das  Exsiccat  ent- 
spricht besser  der 
ramosa  ArECHAVA- 
LETA. 
Die  Art  i.st  nur  in  vegeta- 
tativem  Zustand  bekannt 
und  deshalb  zu  streichen. 
Walz  (1866). 

sessiiis,  Götz  (1897). 

caespitosa,  LynGBYE  (1819). 

Eine  sichere  Deutung  der 
Figuren  ist  uninöglich, 
doch  beziehen  sie  sich 
Avohl  auf  Vaucheria. 

Nach  Walz  (186(j)  zu 
sessiiis,  nachKARSTEN 
(1869)  tovarensis. 

sessiiis  f.  repeiis. 
Zwischenform    zu    f, 
davata. 

Nach  KÜTZ.(1S49)  to-re.s/ri.9, 
nach  AVAlz  (1866)  zu 
streichen. 

\  C.  muralis  I)1LL^\'. 

Dillwi/mi  nach  Wp:ber  u. 

Mohr. 
Nach  Lyngbye  (1819)  DiU- 

tvt/nii. 
Die  Abb.  ist  unvollständig. 

frigida,  AgARDH  (1824) 


Die  SüPawasseralg-en  Schleswig-Holsteins  usw. 


193 


fusca 


fuscesceiis 
fuscum 

(Ceramium) 

Gardneri 


f.  temris 
semin  ata 


1822 
1824 
1833 
1845 
1847 
1849 


1868 
1889 
1856 
1800 

1800 
1907 


1907 
1805 

1807 
1811 
1813 
1817 
1819 
1821 

1822 
1821 
1824 
1830 
1830 
1833 
1833 
1841 
1845 

1845 
1845 
1847 
1849 

1852 
1856 
1857 
1863 

1863 

1866 


AG.,  Spec.  472 
AG.,  Syst.  176 
Wallr.,  Flora  crypt.  Gl 
KÜTZ.,  Phyc.  germ.  250 
Rabenh.,  Alg-.  Deutscbl.  124 
KÜTZ.,  Spec.  487 


Rabexh.,F1  Eiir.Alg.III272 
De  Toxi,  Syll.  I  407 
KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI  20 
ROTH.,  Fl.  germ.  III  477 


LV  f.   1. 


ROTH,  Cat.  II  18ß  I 

COLLINS,  Rhodoia  201    LXXVI  f.  2 


COLLIXS,  Ehodora  201 
DC,  Fl.  Fr.  II  62 
Engl.  Bot. 
AG.,  Disp.  21 
AG.,-  Dec.  17 
AG.,  Syn.  49 
Lyngb.,  Hyflr.  80 
FI.  Dan. 


Walz J(l 866)  schlägt  vor, 
die  Art  zu  streichen,  da 
die  Merkmale  zur  Erken- 
nung nicht  ausreichten. 


inlobololäcs,  LeJOLIS  ( 1 863). 
fusca,  Agardh  (1822)  exkl. 
syn.  HudsoHi. 

3  gemiiiata 

f.  pecliiiiciilata. 


MDCCLXVI 


XXIII  f.  A. 
MDCCXXV 
f.   1  a-d 


A(i.,  Spec.  467 
Gray,  Arr.  I  291 
AG.,  Syst.  174 

Grev.,  Alg.  britt.   193  XIX 

DUBY,  Bot.  Gall.  974 
Wallr.,  Fl.  Crypt.  Germ.  60 
Hook.,  Engl.  Fl.  V  320 
Harv.,  Man.    148 
I  Hassall,  Br.Fr.W.Alg.55   III  f.  l 

KÜTZ  ,  Phyc.  Germ.  250 
ROEMER,  Alg.  Deutschi.  5    j  I  f .  1 1  « 
RABEX^H  ,  Alg.  Deutschi.  125  j 
KÜTZ.,  Spec.  488  ! 

KARSTEN,  Bot.  Ztg.   114  II  f.  31 

KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI  21  LIX  f.  3 

Schenk  (n.  302)  247  ! 

Cleve,  Vauch.  6  ;  f .  4 

Rabenh.,  Kr.  Sachs.  I  225 
Walz,  Pringsh.  Jahrb.  j  XII  f.  7—11 
147 


Nach  Lyngbye  kopiert. 


De  Wildemax  zitiert  1852, 
t.  V. 


KÜTZ.     zitiert   Engl.    Bot. 
t.  1766  als  Autor. 


Das  Anthoiidiuni    ist    ver- 
zeichnet. 

Als     Spec.    nova    be- 
zeichnet. 


104 


W.  Heering. 


1867 

1868 

1873 
1878 

1879 

1870 

1883 


II 

f.  83  (unten) 


II 


1886 
1887 

1887 

1888 

1889 
1896 


1896 
1 906 

189() 

1 897 
1907 


Witteock!  Alg.  Stud. 

22 
Eabenh.,  Flor.  Eur. 

Alg-.  III  269 
WOOD,  Fr.W.  Alg.  180 

Kirchner,  Alg.  Scbles. 

83 
NORDST.,      Bot.     Not. 

II  188 
Stahl,  Bot.  Ztg-.  129 

bis  137 
COOKE,  Br.  Fr.  W.  Alg-.  |  XLVIII 

12Ö  f.  6,  7,  8,  9 


HANSG.,  Prodr.  95 
DUPRAY,  Eev.  de  Bot. 

V  345 
Wolle,   Fi-.  W.  Alg-. 

U.  S,   151 
ÜE  Toni  e  Levi,  Alg. 

Yen.  III  91 
De  Toni,   Syll.  I  399 
De  Wildeman,    Bull. 

ISoc.  roy.  de  bot.  de 

Belgi(iueXXXV83,91 
DeWildeman,  Flore58 
G.  S.  West,  Br.  Fr.  W. 

Alg. 
Klebs,  Beding. d. Foit- 

pflanz.  91 
G()TZ,  Flora   126 
Teoloresco,       Beih. 

Zentralbl.   167 


Exsicc. 
Ag.,  Dec.  n.  1 1 
KÜTZ.,  n.  100! 
Desmaz.,  I  n.  57 


CXXVUI 
f.  1—3 


f.  21 

f.  42  A,  E— H 


f.  45—49 


Kopie   nach  KÜTZING. 


Die  Abb.  ist  schlecht. 
Fig.  8  ist  nach  Walz, 
wie  CoOKE  angibt, 
Fig.  9  wahrscheinlich 
auch. 


Nach   De   Wildeman 
152. 


Woroiiiuiaiica. 


Da  Teodoresco  sich 
auf  die  Arbeit  von 
GiJTZ  bezieht,  liegt 
wahrscheinlich  eben- 
falls Woroninianavor. 


Die  Süßwa.><sera1o-en  Si'lile.swiii-Holsteiiis  usw. 


195 


var.  caespi- 
tosa 


h.  criicidfa 


d.  vutUirornis 


f.  peduncu- 
lala 

var.  pendula 

var.  rdcemosa 


1890 


1S43 

184.5 
1847 
1S43 
1845 
1847 
1887 


E.ABENH.,  11.  495 

Aresch.,  n.  179  sei'.  II 
Witte.  &  Nordst., 

n.  2;^0!  n.  455! 
Stockmayer!    Hedw. 

273 

Exsicc. 
Hauck  &  Richter, 

n.  375! 
KÜTZ.,  Pliyc.  gen.  SOG 
ROEMER,  Alg.  Deutsi^,]il.  5 
Rabenh  ,  Alg.  Deutsch].  1-2(1 
KÜTZ.,  Phy.c.  gen.  306 
ROEMER,  Alg.  Deutschi.  5 
Rabenh.,  Alg.  Deutsch).  1 26 
DUPEAY,  Rev.  de  Bot.  V  347 


1897    ,GüTZ,  Flora   129 


1843 
1845 

1847 
18GG 

1868 
1883 


XVI 


I  f.  1  I  d 


I  f.  11  ß 


f.  50 


Nach  Walz  (186(5) 
sessüis. 


g'enünata. 
Als  ß. 

Als  d. 


1887 

1888 

1889 
1896 


KÜTZ.,  Phyc.  gen.  :]Q(; 

ROEMER,  Alg.  Dentschl.  5     I  i'.  1 1  ;- 

EABENH.jAlg-.Deutschl. 

126 
Walz,  Priiigsli.  Jahrb. 

V    147 
KaBENIL,  Fl.  Eiir.  III 

270  ! 

COOKE,  Br.  Fr.  W.  Alg.   XLXIX  f.  4 

125 


ÜUPRAY,  Rev.  de  Bot. 

V  347 
De  Toni  e  Levi,  Alg. 

Yen.  III  91 
De  Toni,  Syll.  I  400 
DEWlLDEMAN,Flore59 


WoroniiüaiiJi  var. 
pendula. 

Als  )'. 

Als  c.  racemosa. 


Walz  als  Autor. 

Auf  der  Tafel  als  race- 
mosa bezeichnet.  Die 
Figur  ist  nach  HAS- 
SALL kopiert,  aber 
schlecht. 


GÖTZ  (1897)  betrachtet 
diese  Form  als  selb- 
ständige Art. 

geminata 

—  Status  racemosus, 


196 


W.  Heering. 


f.  racemosa 


var.  (d)  rivu- 
laris 


f.  terrestris 


var.  verticillata 


(Edosperma) 
geimiiia 


glaucescens 

{Co)iferva) 


1886 


1889 
1868 

1887 
1889 
1868 


1886 

1887 
1888 
1889 
1803 

[1886 


1817 


Exsicc. 

Desmaz.,  Cr.  de  Fr.  I 

257 
WiTTR.  et  NORDST.,  n. 

736!  n.  230!  n.  1210! 
Tilden,  n.  532! 
Hansg.,  Prodr.  I  233 


De  Toni,  Syll.  I  400 

RABENH.,    Flur.    Eur.   Alg. 

III  270 
DüPRAY,  Rev.  de  Bot.  V  348 
De  Toni,  Syll.  I  400 
RABENH.,  Fl.  Eur.  Alg.  III 

270 


De  Toni  e  Levi,  Alg.  Ven. 

III  91 
DUPRAY,  Rev.  de  Bot.  V  348 
Hansg.,  Prodr.  233 
De  Toni,  Syll.  I  400 
Vaucher,  Hist.  29*) 
Hansg.,  Prodr.  94] 


Martius,  Fl.  Erl.  303 


II  f.  5 


DieseForm  besitzt  nach 
GÖTZ  (1897)  nicht 
den  Wert  einer  Varie- 
tät. Da  aber  seine 
geminata  nicht  die 
der  Autoren  ist,  ist 
die  Frage  nachzu- 
prüfen. 


Nach  GÖTZ  (1S97)  gehört 
diese  Form  zu  uncivafa 
oAer  racemosa.  Sie  scheint 
bei  beiden  Arten  bezw. 
Formen  vorzukommen. 


geminata  DG.  (1805). 

HANSGIRG  führt  eine  sessilis 
OL)  genuina  auf.  Daher 
ist  die  Benennung  V. 
genuina  von  GÖTZ  un- 
richtig. 

Im  Kieler  Herbar  liegt  ein 
Exemplar  von  VON  HÄR- 
TENS bezeichnet  als : 
F.  Dillwynii  ß.  glauces- 
cens.  Conferva  glauces- 
cens  Martius.  Im  Alt- 
städter Walde  bei  Er- 
langen in  stehendem 
Wasser.  KOCH.  Das  vor- 
liegende Exemplar  gehört 


*)    GÖTZ  (1897)  zitiert  291. 


Die  SüfBwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


197 


globifera 


grannlata 
g-ranulata 

{Viva) 

haut  ata 


1856 


1819 

1777 

1805 
1819 
1821 
1821 
1822 
1824 
1830 
1833 
1843 
1843 


1845 
1845 
1845 

1847 
1849 
1856 


1863 
1863 

1866 

1867 
1868 

1879 
1883 


De  Bary,  in  Monats- 
ber.  589 

Exsicc. 
Rabenh.,  n.  640 
Lyngbye,  Hydr.  78 
Fl.  Dan. 

DC,  Fl.  Fr.  II  63 

LYNGB.,  Hydr.  77 

Fl.  Dan. 

Gray,  Arr.  I  289 

Ag.,  Spec.  462 

AG.,  Syst.  172 

DUBY,  Bot.  Gall.  974 

Walle.,  Fl.  Crypt.  Genn.  58 

KÜTZ.,  Phyc.  gen.  305 

HASS.,  Ann.  Nat.  Hist. 

XI  429 
ROEMER,  Alg.  Deutschi.  5 
KÜTZ.,  Phyc.  germ.  250 
Hassall,  Br.  Fr.  W.  Alg.  53 

Rabenh.,  Alg.  Deutschi.  125 
KÜTZ.,  Spec.  48S 
KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI  22 


Rabenh.,  Kr.  Sachs.  224 
Cleve,  Vauch.  6 

Walz,  Pringsh.  Jahrb. 

V  148 
Witte.,  Alg.  Stud.  42 
EABENH.,  Fl.  Eur.  Alg. 

III  270 
NORDST.,  Bot.  Not.  188 
Cooke,  Br.  Fr.  W.  Alg. 

126 


DCCV 


XX  f.  c 
MDCCXXVI  f.  1 


I  f.  IG 


V  f.  1 


LXI  f.  1 


f.  2 


XII  f.  12—10 
XIII  f.  17 


XLVIII 
f.  10—14 


wahrscheinlich  zu  ter- 
restris.  RABENHORST 
(1847)  zit.  V.  glaucescens 
Fl.  Erl.  304  bei  Dillwynii. 

Nach  Rabenhorst 
(1863)u.Walz(1866) 
zu  dichotoma. 


Botrydium  (s.  I.  145). 

granulata,  Lyngbye  (1819). 
Nach  DeWildeman(1896) 
zu  ierrestris. 


terrestris,    DE    WiLDEMAN 

(1896). 

Nach  Cleve  (1863)  zu  ter- 
restris,   desgl.    nach   De 

WaDEMAN  (1896). 

Das   Antheridium   ist   ver- 
zeichnet. 

Als  nov.  spec. 


Rabenhorst  zitiert 
Lyngbye  als  Autor. 

Fig.  11—14  sind,  ob- 
gleich es  CoOKE  nicht 
angibt,  nach  WALZ 
kopiert.  De  WiLDE- 
MAN zitiert  Taf.  XII, 
f.  12—17. 


198 


W.  Heering. 


var.  Jiamii- 
lata 

(Ecto^perma) 


lianiulata**) 


1886 

1887 

1887 

1888 

1889 
1896 


1896 

1897 
1906 

1907 


1887 
1SÜ3 


HANSG.,  Prodi'.  95 

WOLLE,    Fr.  W.  Alg.   CXXVIII 

U.  S.  152  f.  8^-10 

DUPRAY,  Rev.  de  Bot. 
V  349 

De  Toni  &  Levi,  Fl. 

Alg.  Yen.  III  92 
DE  TONI,*)  Syll.  1  400 
De  Wildem  an,   Bull. 

Soc.  roy.  de  bot.  de 

Belgique  XXXV  78, 

91 
DEWlLDEMAN,Flore59 
GÖTZ,  Flora  119  f.  31—34 

G.S.WEST,  Br.Fr.W.  f.  43,  C,  D. 

Alg. 
TEODORESGO,Beih.Bot. 

Zentralbl.  165 

Exsicc. 
Aresch.,  n.  178 

WITTR.   &  NORDST., 

n.  229 ! 
Tilden,  n.  533! 
DUPRAY,  Rev.  de  Bot. 

V.  349 
VAUCH.,  Hist.  'JG  II  f.  2 


1S5Ü       KÜTZ.,  Talj.  Pliyc.  VI  22      LXI  f.  2 


Walz  als  Autor. 


V.    geminata    immixta 
Eabenh.  (!) 


hamata. 

hamata,  DECANDOLLE 
(1805). 

Nach  De  Wildeman  (1896) 
zu  terrestris. 

Die  Art  ist  unter  andern 
auch  nach  Exemplaren 
von  FrölICH  beschrie- 
ben. Doch  sind  in  seinem 
Herbar  keine  Exemplare 
unter  diesem  Namen  vor- 
handen. Nach  Walz  ist 
diese    Art    zu    streichen. 


*)  DE  T(iNl  nennt  die  Art  V.  hamata  (Vauch.)  Lyngb.  Er  führt  aber  die  VAUCHERsche 
Beschreibung  nicht  an.  Wenn  DE  TONI  diese  aber  gelten  lassen  will,  müfste  er  DECANDOLLE 
als  Autor  neben  Vaucher  nennen.  Dieser  wird  aber  gar  „icht  erwähnt.  Wahrscheinlich 
ist  der  Autorname  Lyngbye  aus  RABENHORST  (18GS)  übernommen. 

*)    Walz,  p.   157  schreibt  tumulata  und  zitiert  Taf.  63. 


Die  Süßwasseralgeii  Schleswig-Holsteins  usw. 


199 


heteroclita 
{Edonpcrma) 

Hookeii 


1^89 

1824 
1856 


De  Toni  I  408 

E  X  s  i  c  c. 
Aresch.  h.  178  (II  ser.) 
BORY,*)  dict.  class.  Gä 

KtJTZ.,  Tal).  Phyc.  VI 
21 


LVIII  f.  3 


Von  CüOKE  (1883)  wird 
sie  zu  hamata  gezogen, 
mit  der  sie  habituell  aller- 
dings am  meisten  Ähn- 
lichkeit hat.  Auch  Cleve 
(18G3)  rechnet  sie  hierher. 
DUPRAY  stellt  eine  be- 
sondere var.  von  hamata 
für  die  Form  auf.  De 
WiLDEMAN  (1 896)  rechnet 
sie  als  fraglich  zu  frr- 
restris. 


Nach  Cleve. 
sessüis,  WALZ  (1866). 

KÜTZING:  Kergnelens- 
laiid.  J.  D.  HOOKER 
als  repens.  In  den 
Spec.  (184!))  führt 
KÜTZING  diese  Alge 
bei  Düliüynii  auf. 
Unter  diesem  Namen 
wird  sie  von  HOOKER 
Crypt.  Bot.  Antarct. 
p.  186  angeführt.  Von 
Rabenhorst  (1868) 
wird  sie  bei  sessilis 
repens,  ferner  aber 
mit  Fragezeichen  bei 
Z)/^Z?t;?/7i2z  aufgeführt. 
Dieser  letzten  Auf- 
fassung schließt  sich 
De  Toni  (1889)**) 

an.  WALZ  (1866)  hält 
sie  wahrscheinlich  für 
pacliy  derma,  doch 
nach  der  Abbildung 
für  nicht  bestimmbai'. 
Nach  Nordstedt 
(1879)  sessilis  f. 
Hookeri. 


*)  Walz  schreibt  Bary. 
"*)    De  Toni  gibt  keine  genaue  Literaturangabe. 


200 


W.  Heeriiig. 


humicola      I 

1890 

liumilis 

1883 

infusionum 

1801 

1805 

{Lepra) 

1789 

intermedia 

1879 

1880 

1886 

1889 

intexta 

1817 

(Conferva) 

1822 

1824 

iuundatum 

javanica 

1849 

1856 

1866 

1866 

1868 

1889 

litoralis 

1824 

{Ectospermd} 

litorea**)         1822 


V.  Lagerheim,  Aiiales  j 
de  la  Univ.  de  Quito  i 

IV  U  1 
Arechavaleta,  vi  f.  6  *) 

Yaiicli.  Montevid.  'Iß 

ÜC,  Bull.  Philom.  19 
DC,  Fl.  Fr.  II  65 
SCHRA^■K,  Bav.  II  556 

NORDSTEDT,   Bot.  Not.    I  f.   10-16 

179  I 

NORDST.  in  Hedw.  61  \ 
Holmes,  Br.  Mar.  Alg.  f.  5 

261 
DE  TONI,    Syll.  I  404 

Exsicc. 

WITTR.  &  NORDST.,      -1 

n.  334  a,  c!  ! 

FOLLINI,  Alg.  Eng.  418         f.  1,  A- 

(Sep.-Adr.  7) 
AG.,  Spec.  473 
AG.,  Syst.  176 
Mertens,  mscr. 

KÜTZ.,  Spec.  487 
KÜTZ.,Tab.Phyc.VI20  LVII  f.  a. 
Walz,  Pringsh.  Jahrb 

V  154 
Eabenh.,  Fl.  Eiir.  Alg. 

III  274 
DE  TOXI,    Syll.  I  407 
De  Wildeman,  Flore 

des  Indes  23 


BORY,  dict.  class.  VI  65 

HOFMAN  et  AG.,  in  AG., 
Spec.  463 


Nach  Magnus  (1883) 
walnscheinlicli  sessi- 
lis  oder  pachy derma. 

Eine  Oscillatoriacee. 
infusionum,    DecaxdOLLE 
(1801) 


Kopie  nach  NORD- 
STEDT. 


Nur  in  vegetativem  Zu- 
stande bekannt  und  daher 
zu  streichen,  Walz 
(1866). 

geminata,  nach  handschrift- 
licher Bemerkung  von 
Binder. 

WALZ  (1866)  spricht 
die  Vermutung  aus, 
daß  es  sich  um  dicho- 
toma  handeln  könne. 
„Die  Früchte  sind 
sitzend  und  rund.  Die 
Fäden  sind  75  bis 
90  iJL  dick."  Nur  die 
Schwäche  der  Fäden 
hindert  ihn,  die 
Vereinigung  auszu- 
sprechen. 

sitfcwmri»rt,  KÜTZING(1S49). 


*)   Auf 
**)   Die 


der  Tafel  steht  f.  7. 

älteren  Autoren  schreiben  litforea,  Agardh  dagegen  schreibt  litorea. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  nsw. 


201 


longipeduncu- 

lata 
loiigipes 


1824    iAg.,  Syst.   172 

1843     KÜTZ.,  Phyc.  Gen.  305 

1845     ROEMER,Alg.  Deutsch!. 

5 
1847     RABENH.,Alg-.Deiitschl. 

125 
1856     KÜTZ.,*)     Tab.    Pliyc. 

VI  23 


I  f.  15 


LXIV  f.  2 


1879     NORDSTEDT,  Bot.  Not.  II  f.  1—6 

180,  186 
1881     Farlow,  Marine  Alg*. 

105 

1885  iHauck,      Meeresalgen   f.  184 

414 

1886  I  HOLMES,**)    Bi".   Mar.   f.  8 
Alg.  261,  263 

1889     Eeinbold,    Nat.   Ver. 
Schlesw.-Holst.   140 
1889     De  Toni,  Syll.  I  406 

Exsicc. 
WITTR.      &     NORDST., 
n.  332  a,  b!  n.  331  ij 
E.  M.  HOLMES,  n.  125! 
Herb.  0.  A.  Agardh 

1907     COLLINS,  Rhodora  201  [LXXVI  f.  1 


KÜTZlNG(1845)bezielit 
diese  Angabe  auf 
clavata  DC. 


Walz  (1866)  vermutet, 
daß  es  haniata  mit 
Aplanosporensei.  Die 
Abb.  von  KÜTZING  ist 
tatsächlich  schlecht. 
Walz  zitiert  ein 
Exemplar  von  Lyng- 
BYE  (als  litorea)  im 
Herb.  KoCH,  von  dem 
er  angibt,  daß  es  eine 
nahe  mit  püoholoides 
verwandte  Art  sei. 
Nach  NORDSTEDT 
(1878)  könnte  es 
sphaerospora  sein. 


Kopie  nach  NORD- 
STEDT. 

Kopie  nach  NORD- 
STEDT. 


*)   Walz  zitiert :   s.  G4,  f.  11,  p.  G3. 
**)    HOLMES  zitiert:    V.  litorea  HOFM.,  Bangia  AG. 


Nach  NORDSTEDT  (1873)  zu 
litorea. 

geminata. 


16 


202 

niacrocarpa 

macrorliiza 
maiimiiformis 


(Conferva) 
mariiia 


W.  Heei'iiie'. 


{Ectosperma) 


{Dei'hesia) 
maritima 


mauritanica 


megaspora 


1S83 


1801 
1805 
1822 
1824 
1801 
1819 
1822 
1824 
1830 
1833 
1841 
1843 
IS.jl 


1824 


1856 
1868 


1889 


1899 


ARKOHAVALETA  !  Vauch. 
Monteviil.  24 

Exsicc. 
WiTTR.  &  NORDST.,  11. 1023 ! 
SCHOUSBOE,  Ic.  ined.  Descv. 

72  nach  BORNET  211 
DC,  Bull.  Philom.  19 
DC,  Fl.  Fr.  II  CA 
Ag.,  Spec.  472 
AG.,  Syst.  176 
Chantr.,  Coiif.  2S 
Lyngb.,  Hydr. 
Ag.,  Spec.  463 
AG.,  Syst.  172 
DüBY,  Bot.  Gall.  974 
HOOK.,  Engl.  Fl.  V  319 
Harv.,  Man.  147 
KÜTZ.,  Phyc.  gen.  305 
Harv.,  Phyc.  Britt. 

LYN(iB.,  mscv.  in  Herb. 
KOOH 


BORY,  dict.  class.  VI  65 

Exsicc. 
CROUAN,  n.  398  **) 
KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI  23 
Rabenh.,  Fl.  Eur.  Alg.  III 

274 

De  Toni,  Syll.  I  407 
SCHOÜSBOE,  mscr.  in 
BORNET  211 


VI  f.  2  *) 


LXVIII 


terrestris,   MAGNUS   (1883). 


Thuretii,  BORNET  (1897). 

Da  die  Alge  nur  in  vege- 
tativem Znstand  bekannt 
ist,   ist   sie  zu  streichen. 

Ohne  Beschreibung. 


IV  f.  7 
XXII  f. 


CCCL  f.  A  (Kopie    Derbesin  marina   SOL. 
nach  LyX(4BYE)        (1847). 

-Nach    Walz    (1860)    ver- 
wandt   mit    2)iloholoidtfi, 
nach  NORDSTEDT  (1878) 
vielleicht  s-phaerospora. 
submarina,  KÜTZ.  (1849). 


LXIV  f.  3 


IWANOFF,     Bull,      das   XII  f.   1—11 
Natur,     de     Moscou 
Nr.    4,     Sep.    Abdr. 
p.   10  (Diagn.) 


piloboloides,  Le  JOLIS  ( 1 863). 

Da  die  Alge  nur  in  vege- 
tativem Zustand  bekannt 
ist,  ist  sie  als  Art  zu 
streichen.   Walz  (1866). 

Pilus,  HAUCK  (1878). 

Originalexemplare  sind  nicht 
mehr  vorhanden.  Die 
Diagnose  lautet:  ,.Filis 
caespitosis,  continuis,  ae- 
qualibus,  subramosis  ob- 
tusatis  apicibus  frutifi- 
cantibus  iucrassatis."  Die 
Art  muß  vregen  dieser 
unvollständigen  Diagnose 
gestrichen  werden. 


*)   Auf  der  Tafel  steht  Fig.  3. 
'*)  Rabenhorst  (1868)  und  De  Toni  (1889)  zitieren  389. 


Die  Süßwasseralg-en  Schleswig-Holsteins  nsw. 


208 


niulticapsularis 


multicornis 


(Ectosperma) 
nitens 
{Conferva) 

ornitlio- 
cephala 


1819 
1822 
1824 
1841 

1805 
1822 
1824 
1830 
1868 


1803 

1797 

1817 

1821 
1822 

1824 
1830 
1833 

1841 
1843 


1845 


Lyngb.,  Hydr.  82 
AG.,  Spec.  470 
Ag.,  Syst.  175  (c?) 
Harv.,  Man,   149 

DC,  Fl.  Fr.  II  Gl 
Ag.,  Spec.  469 
Ag.,  Syst.  175 
DUBY,  Bot.  Gall.  975 
Rabenh.,  Fl.  Eur.  Alg.  III 
274 


Vauch.,  Hist.  33 
Roth,  Cat.  I  1G3 

AG.,  Syn.  49 

Gray,  An-.  I  291 
AG-,  Spec.  467 
AG.,  Syst.**)  174 
Grev.,   Alg.  Brit.  193 
Hook.,  Engl.  Flora  V 

320 
Harv.,  Man.  148 
KÜTZ.,  Phyc.  gen.  306 

(ohne  Beschreibung) 

ROEMER,  Alg.Deutschl. 
5 


III  f.  9 


Bereits  Agardh  erwähnt, 
daß  diese  Form  nicht  zu 
Yancheria  gehört.  Nach 
Walz  (186G)  ist  diese 
Art  eine  Moosprotonema. 

KÜTZING  (1845)  zieht  sie 
zu  racemosa.  Rabenh. 
(1847)  zu  geminata  als  a 
multicornis.  KÜTzmG 
(1856)  hält  diese  Art 
möglicherweise  für  iden- 
tisch mit  seiner  circinata. 
Nach  Walz  ist  es  eine 
pathologische  Form,  die 
hei  geminata  va.r.racemosa 
und  bei  terrestris  aiiftritt. 
Rabenhorst  ( 1 8GS)  führt 
sie  außer  unter  den  zwei- 
felhaften Arten  aucli  bei 
T".  geminata  ya,r. racemosa 
auf.  Zu  racemosa  zieht 
sie  auch  De  Toni  ( 1 889),* ) 
während  GÖTZ  (1897)  sie 
für  eine  Durchwachsungs- 
form  Yor  terrestris  erklärt, 
wie  schon  vor  ihm  De 
WiLDEMAN  (1896). 

multicornis,  DC.  (1805). 

dichotoma  ß.  submarina 
AGARDH  (1824). 

Von  Cleve  (1863)  mit 
?  zu  polysperma. 


Von  Walz  wird  diese 
Angabe  zu  sessilis  ge- 
zogen. 


*)   De   Toni  zitierte  multicornis  AG.  et  auct.   (nach  Rabenhorst  1868).     Außerdem  führt 
De  Toni  die  genannten  Synonyme  unter  den  zweifelhaften  Arten  mit  ?  racemosa  auf. 
♦*)   GÖTZ  (1897)  p.  103  zitiert  „Sept.  Alg.". 

16* 


204 


W.  Heerlng. 


1845 

1879 
1888 
1889 
189G 

1896 

1897 
1907 

1845 


1847 


KÜTZ.,     Pliyc.     germ. 

250*) 
NORDST.,  Bot.  Not.  184 
HANSG.,  Prodr.  234 
DE  TONI,    Syll.  I  397 
De  Wildeman,  Flore  f.  17 

56 
Klebs,    Bedingung   d. 

Fortpfl.  122 
GÖTZ,  Flora  103  f.  7—8 

Teodoresco,  Beih.        f.  48—55 

Bot.  Zentralbl.  158 
Hassall,  Br.  Fr.  W.  VI  f.  4 

Alg.  54  \ 


RABENH.,Alg.Deutschl. 
125 


Nach  Walz  (1866)  ist 
dies  sessilis.  Infolge 
des  Irrtums Hassalls 
liaben  KÜTZING  und 
Eabenhorst  eben- 
falls eine  Form,  die 
sessilis  ähnlich  ist, 
für  ornifhoceijliala  ge- 
halten. KÜTZING 
(1849)  vereinigt  die 
HASSALLsche  Form 
mit  aversa  und  gibt 
ihr  den  Namen  orni- 
thocephala  «  obversa 
(aversa  als  ß).  EA- 
BENHORST (1868) 
stellt  seine  frühere 
Angabe  lichtig  und 
zieht  die  Angabe 
Hassalls  zu  sessilis 
als  a)  ornifJiocephala. 
Ihm  folgt  darin 
COOKE  (1883). 

pachyderina  var. 
Hassallii   (WiTTR.) 
Wille. 


")   KÜTZING  zitiert  liier  ein  Exemplar  von  FrölICH,  das  zu  ornWiocephala  gehört. 


Die  öüßwasserali'-en  Schleswig-Holsteins  usw. 


•205 


1856 
1863 
1863 

1876 


f.  marina 


1889 


ß.  aversa 
a.  oh  versa 


1849 
1849 


KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI 

21 
RABENHORST,  Kr. 

Sachsen  225 
Le  Jolis,  Liste  66 

Strasburger,      Zell- 
bildg.u.Zelltlg.l05ff., 

188 


E 

xsicc. 

Rabenh. 

n. 

137 

n. 

197 

n. 

1100! 

LVIII  f.  2 


Wartm.,  n.  49 
Le  Jolis,  Algues  ma- 
rines n.  119! 


WITTR.  &  NORDSTEDT, 

n.  948! 
De  Toni,  Syll.  I  397 


KÜTZ.,  Spec.  488 
KÜTZ.,  Spec.  488 


ornifhocephala  f.  wa- 
rma.  De  Toni  (1889). 
Er  beschreibt  dieZoo- 
sporenbildung-  wahr- 
scheinlich an  einer 
Form  von  sessüis.  Er 
nennt  HASSALL  als 
Autor. 


Walz  erklärt  diese 
Nummerfür  ^emmaifa. 

Rabenhorst  führt 
diese  Nummer  bei 
sessüis  var.  ornifho- 
cephala und  bei  seri- 
cea  auf.  ornitlio- 
cephala. 

Nach  De  Toni  (1889) 
ornithocephala  f.  ma- 
rina. 

Wahrscheinlich  pa- 
cliyderma  var.Has- 
sallii. 

ornithocephala. 

Diese  Varietät  ist  zu 
streichen,  da  die  Be- 
stimmung von  Le 
Jolis  n.  119  falsch 
ist. 

aversa,  WALZ    (1866). 

sessilis  ß.  obversa 
WiTTR. 


206 
üitliocarpa 


ovata 


W.  Heeriiig. 

1887     Keinsch.  ßei-.Deiitscli.   VllI 
Bot.  Ges.  VIDI,  No- 
tar, ni  527 

1889     DE  TONI,  Syll.  I  399 


Exsicc. 

WiTTR.  &  NORDSTEDT, 

n.  949 ! 
WiTTR.,  NORDSTEDT  & 
LAGERHEIM,  11,1581! 
1805     \  DC,  Fl.  Fr.  II  63 


(Ectosperma) 
ovoidea 


1819 
1821 

1821 
1830 
1833 


Lyngb.,  Hydr.  76 
Gray,  Arr.  I  239 
Flora  Dan. 

DUBY,  Bot.  Gall.  'J74 
Wallr.,   Fl.  Crypt.  Germ. 
58 


1803     1  Vauch.,  Hist.  25 
1845    1  Hassall,  Br.  Fr.  W.  Alg. 
57 


XX  f.  B 


MDCGXXVII 


I  u.  II  f.  1 
V  f.  3  *) 


{Edospcryyw) 

1803 

VAUCH.,      Hist.     30     nach 

Hassall.  In  Vauch.  25 
„Ectosperme  ovoide"  =^ 
E.  ovata 

pachy- 

1866 

WALZ,  Pringsli.  Jahrb. 

deriiia 

V  146 

ß.  Hassallii 

1880 

WILLE,  Bidr.  t.  Kuiidsk. 
Norges  Ferskvands- 
alg.  Qß 

vai.  islaii- 

1898 

BOERGESEN,        Nogie 

(lica 

Ferskvandsalg.  fra 
Island  137 

pedunculata 

1883 

ARECHAVALETA, 

Vauch.,  Montevid.  25 

XII  f.  1—6 


f.  3 


VI  f.  4  **) 


Nach  GÖTZ  (1897)  ist 
diese  Art  zu  clavata 
zu  ziehen. 


Vergl.Fasc.XXIp.25. 
sessilis  f  .orthocarpa. 

Nach  Walz  ist  es  die  Apla- 
nosporen  tragende  Form 
von  geminata. 


KÜTZING  (1849)  zieht  die 
Angabe  von  Lyngbye 
zu  bursata  Ag.  Diese 
wird  in  Fl.  Dan.  als  Syn. 
angeführt. 

caespitosa,  Cleve  (1863); 
sessilis,  Rabenh.  (1868); 
geminata,  COOKE  (1883) 
undDEWlLDEMAN  (1896). 

ovata,  WALZ  (1866). 


DiUivynii,  DE  TONI 
(1889);  sessilis  var. 
pachijderma  Hans- 
GIRG  (1886). 


Vielleicht  neu,  Magnus 

(1883). 
geminata 

f.  pedunculata. 


*)  De  Wildeman  zitiert  II  f.  3. 
**)   Auf  der  Tafel  steht  f.  5. 


Die  Süßwasseralgeii  Schleswig-Holsteins  usw. 


207 


pendula 


])iIobo- 
loiiles 


1867 


1883 


1854 

1863 

1866 
1868 

1869 

1879 

1881) 
1886 

1889 
1904 

1876 


ßEINSCH,  Alg-fl. 
Franken  2-21 


XIII  f.  III 
a— d 


Exsicc. 

Rabenhorst,  n.  1921!  mit  Figur 
Arechavaleta,  vi  f.  5*) 

VAUCH.,Montevid.25 

Exsicc. 

WiTTR.  &  NORDST., 

n.  947 ! 
Thuret!  in  Mein.  soc. 

sc.  nat.  Cherb.  II  389 

Le  Jolis,  Liste  65       I  f.  4,  5 


Walz,  Pringsh.  Jahrb. 

V   152 
Rabenh.,  Fl.  Eur.  Alg. 

III  272 

WORONIN,Bot.Ztg.l53   II  f.  18-29 
NORDSTEDT,  Bot.  Not. 

189 
Hauck,  Meeresalg.  413  f.   1 83 
Holmes,  Br.  Mar.  Alg.  f.  7 

261 

De  Toni,  Syli.  I  405. 
Ernst,  Beih.  Bot.        XX 

Zentralbl.  XVI  367 
Farlow,  List  of.  Mar. 

Alg. 

Exsicc. 
Le  Jolis,  n.  240! 
Hauck  &  Richter, 

n.  282 ! 
HOLMES,  n.  50! 


terre.sti'is       Raben- 
horst (1868). 


uucinata. 


imcinata. 

Originalexeniplar      im 

Herb.  Kiel.  Sehrreicli 

fruktifizierend! 
Die  Beschreibung  und 

Abbildung  riihrt  von 

Thuret  her. 


j  Kopie  nach  THURET 
j     in  Le  Jolis'  Liste. 


litorea,  FARL0W(  1881). 


Mit  Oogonien. 
Nach  NORDSTEDT 
(1886)  findet  sich  in 
dem  von  ihm  unter- 
suchten Exemplar  nur 
F.  sphaerospora. 


*)   Auf  der  Tafel  steht  f.  G. 


208 
Pilus 


W.  Heering. 
1824      V.  Maktexs!  Reise  11  6;W 


piriformis 


l^olymorpha 


1843 
185G 
1868 

1878 
[1843 


1828 


polysperma 

1843 

1845 

1849 

1856 

1863 

1897 

KÜTZ.,  Pliyc.  geu.  305 
KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI  24 
Rabenh.,  FL  Eiir.  Alg. 

III  273 
Hauck,  Beitr.  77 
KÜTZ.,  Phyc.  g-en.  305] 


[185ß      KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI 
1869       WOOD,  Proc.  Am.  Phil.  Soc. 

140 
1873      Wood,  Fr.  W.  Alg.  ISO 


Meyex,  Beitr.  zur  Syst.  u. 
Phys.  der  Alg.  463 


Hassall,    Ann.    Nat. 

Eist.  XI  429 
Hassall,  Br.  Fr.  W. 

Alg.  59  *) 
KÜTZ.,  Spec.  488 
KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  21 
Cleve,  Vauch.  7 
GÖTZ,  Flora  105 


LXVJI  f.  2 


I  f.  5—7 


LVI] 


XX  f.  3 


XXIX 


VI  f.  6 


LVIII  f.  5 

f.  8 

f.  9—11 


Die  Originalexeiiiplare  sind 
steril.  KÜTZING  (1S56): 
,.  Auf  den  Scblammbänken 
in  den  Lagunen  Venedigs, 
dieselben  weit  über- 
ziehend und  bisher  noch 
von  niemand  fruktifizie- 
rend  beobachtet."  KÜT- 
ZING (1845)  zieht  die  Art 
zu  bursata  AG.  als  ß.  ma- 
rina.  —  Von  HAUCK 
(1885)  wird  sie  für  sy- 
nonym mit  dichotomn  f. 
»larina  erklärt.  Sie 
kommt  noch  jetzt  dort 
massenhaft  vor.  Die 
Fäden  des  Originals  sind 
150  ß  dick. 


dicliotoma 

piriformis  ist  ein  Druck- 
fehler für  pyrifera  bei 
Kabenhorst  (1868)  und 
bei  De  Toni  (1889). 

terresiris,  DE  TONI  (1SS9). 

Nach  der  Abi),  vielleicht 
geminata  und  eine  gynan- 
drische  Form  von  sessilis. 

Fast  alle  Arten  der  Corni- 
culatae,  WALZ  (1866), 
vielleicht  liegen  nur  For- 
men von  terrestris  und 
sessilis  f.  repens  vor. 


Kopie  nach  HASSALL. 

Nach  Walz(  1866)  stellt 
die  Art  nur  eine  Form 
von  sericea  dar. 


*)   GÖTZ  zitiert  29, 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


209 


f.  variabüis 
pulcliella 


pusilla 


1S19 
1822 
IS  24 
1S49 
186S 

1889 


pyrifera 


[pyrifica] 


Exsicc. 
Rabenh.,  n.  1375! 


1907     TEODOEESCO,Beil).Bot.   f.  56—64 

I     Zentralb].  160 
1883    I  ARECHAVALETA,  '  vi  f.  7  *) 

Vaiich.  Montevid.  26 


Lyngb.  !  Hydr.  79 
ACt.,  Spec.  471 
AG.,  Syst.  176 
KÜTZ.,  Spec.  488 
Rabenh.,  Fl.  Eur.  Alg.  III 

274 
De  Toni,  Syll.  I  408 


XXII  f.  B  2 


1843       KÜTZ.,  riiyc.  gen.  305 

1849       KÜTZ.,  Spec.  487 

1856      KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI  20     LVI  f.  c. 


Exsicc. 
Rabenh.  n.  640 


Exsicc. 
KÜTZ.!     mscr.     in     scheel. 
Exsicc.  Dalm.  Reise 


oriiithocephala  f.  po- 
ly  Sperma. 

oriiithocephala  f.  va- 
riabüis. 

ornithocephala  f.  va- 
riabüis. 

Nach  MACINUS  gehört 
die  Art  zu  sericea  oder 
aversa.  Nach  der  Ab- 
bildung liegt  wohl 
sicher  aversa  vor. 

Originalexemplar  im  Herb. 
Kiel  ist  steril  und  ge- 
hört kaum  zu  Vaucheria. 
Walz  meint,  dafj  wohl 
eine  Zoosporen  bildende 
Vaucheria  vorliege.  Dies 
scheint  mir  ausge- 
schlossen. De  TONI  (1889) 
erwähnt,  daß  sie  vielleicht 
zu  Valonia  gehöre. 

Codiolum  'pxisillum  (Lyngb.) 
Kjellm.  in  FOSLIE,  arc- 
tiskehafalgerp.  12(1881). 


Die  Abb.  zeigt  die  Alge 
mit  eigenartig  geformten 
Oogonien.  Vielleicht  eine 
anormale  Form  von  di- 
chotoma. 


Nach    Walz    (1866) 
normale  dichotonia. 


Von  KÜTZING  (1843)  zitiert 
als  pyrifera  KG.  Aktien 
1836.  Auf  einem  Ori- 
giualexemplar  im  Kie- 
ler Herbar  steht  von 
KÜTZlNGs  Hand  ijyrifica. 
Die  Alge   ist   dichotoma. 


•=)   Auf  der  Tafel  steht  f.  8. 


210 
racemosa 


vsiY.martialis 

(Ectosjyerma) 
radicata 


1805 
1813 
1817 
1819 
1821 

1821 
1822 
1824 

1830 
1830 
1833 

1841 
1845 
1845 

1849 
1856 
1863 
1863 
II 


1897 


1907 

1803 

1811 

1817 


W.  Heeriiig. 


DC,  Fl.  Fr.  II  61 
AG.,  Dec.   18 
AG.,  Syn.  50 
Lyngb.,  Hydr.  81 
Fl.  Dan. 

Gray.,  Arr.  I  292 

AG.,  Spec.  469 
AG.,  Syst.  175 

Grev.,  Alg.  Britt.  195 
DUBY,  Bot.  Gall.  974 
Wallr.,     Fl.     Crypt. 

Germ.  60 
HARV.,  Man.   149 
KÜTZ.,  Phyc.gerni.250 
HASS.,  Br.  Fr.  W.  Alg. 

56 
KÜTZ.,  Spec.  488 
KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI 
Rabenh.,  Kr.Sachs.225 
Cleve,  Vauch.  6 
Rabenh.,  Fl.  Eur.  Alg. 

III  270 
GÖTZ,  Flora  124 

Exsicc. 
Desmaz.,   I  n.  257,   II 

n.  1107 
Aresgh.,   Alg.   Scand. 

n.  32  (116)  2.  ser. 
Rabenh.,  Alg. 

n.  431 


XXIII  f.  C 
MDCCXXVII 
f.  1 


III  f.  2 


LXIII  f.  2 


f.  43,  44 


n.  158! 

Teodoresco,  Beih.        f.  69— 71 
Bot.  Zentralbl.  166 


Vauch.,  Hist.  32 

Aö.,  Disp.  22 
AG.,  Syn.  52 


III  f.  8 


Nach  De  Wildeman 
(1896)  zu  terrestris. 


terrestris,  De  Wilde- 

MAN. 


Nach   De  Wildeman 
(1896)   zu  geminata. 


geminata  (inkl.  status 
raceiiiosus). 


J 


sessüis,  Walz  (1866), 
von  De  Toni  bei  ge- 
minata var.  racemosa. 

sessiUs,  COOKE  (1883). 

geminata  f.  i)edim- 
ciilata. 

Nach  De  Wildeman  III 
f.  2,  zu  terrestris.  (?) 

granulata  Lyngbye  (1819). 


Die  Süßwasseralgeu  Sclileswig-Holsteins  usw. 


211 


1822 
1824 

[1892] 

1883 


1801 

1843 

1845 

1849 
185G 
1868 

1892 

1896 

1897 
1900 
1907 


AG.,  Spec.  4(!5 
Ag.,  Syst.  173 
SCHOUSBOE,  11.  4ß  nach 
BOJINET 

Arechavaleta, 
VAUCH.,Montevid.24 


V  f.  1,   6—10 


Exsicc. 

WiTTR.  &  NORDST., 

n.  736! 
DG.,  Bull.  Philom.  l'.l 

Hassall,    Ann.    Nat. 

Hist.  XI  430 
Hassall,  Br.  Fr.  W.  VI  f.  7 

Alg.  52 
KÜTZ.,  Spec.  4S7 
KÜTZ.,Tal).Phyc.VI21    LVIII  f.  1 
Rabenh.,  Fl.  Eur.  Alg. 

m  268 
Klebs,  Nat.  Ges.  Basel 

47  ! 

Klebs,  Bedingung,  d.  i  f.  1,  2  A,  3 

Fortpfl.  6  ff. 
GÖTZ,  Flora  110  If.l— 6,14— 16 

HIRN,  Finnl.  Vaucli.  2  f.  1 
TEODORESCO,Beili.Bot. 

Zentralbl.  163 


Botrydiuni. 

Thureüi,  BORNET  (1892). 

racemosa,  MAGNUS 

(1883).  Von  De  Toni 
(1889)  wird  diese 
Art  unter  Berufung 
auf  Magnus  bei  or- 
nitJiocephala  zitiert, 
mit  der  sie  aber  nichts 
zu  tun  hat. 

gemiiiata  Status 
racemosus. 


La  (Jonfcrre  ruac  de 
VAUGHER(Bull.(l.Scieiices 
nat.  n.  48  p.  18). 

sessilis.  Walz  (1^66). 

sessilis  b.  repens 

Hansg.  (1866). 


Exsicc. 
Rabenh.,  n.  336 

1902    iSCHMLDLE,      ENGLERS   II  f .  1 ,  2 
!     Jahrb.  XXX  64 

1782     i  Fl.  Danica  \  DCCCLXXXI 


Form  mit  2  Oogonien. 


sessilis  f.  repens. 

elongata. 


")    Diese  Art  wird  merkwürdigerweise  von  De  TONI  im  Syll.  überhaupt  nicht  erwähnt. 


212 


W.  Heering. 


ßoettleri 

{Ceramium) 


rostellata 


1806  |R0TH,  Cat.  III  123 

1S24  JAG.,  Syst.  176 

1843  jKtJTZ.,Phyc.  Germ.  250 

1847  \  RABENH.,Alg.Deutschl. 
125                               j 

1849  KÜTZ.,  Spec.  488          ! 

1856  KÜTZ.,Tab.Pliyc.VI  21  j  LVIII  f.  4 


sacculifera 


1863 


1856 


salina 


salinaruin 

(Ectosperma) 

Schlei  cheri 


1845 


1849 
1856 
1868 

1824 
1895 


Rabenh.,  Kr.Sachs.224 

Exsicc. 
KÜTZ.,  n.  117! 

KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI  22 


LXIII  f.  3 


Exsicc. 
RABENH.,  n.  1943! 
KÜTZ.,  Phyc.  gerni.  305 


KÜTZ.,  Spec.  489  [ 

KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI  24      LXVI  f.  2 

Rabenh.,  Fl.  Eur.  Alg. 

III  273 
BORY,  dict.  class.  VI  65 

De  Wildeman,    Bull,  i  XVI  f. 
de  l'Herb.  Boiss.  591  1 


•10 


Piihophora       RoetÜeri 

WiTTR. 
Als    spec.    inquirenda    bei 

Vaucheria. 


Die  Antlieridien  fehlen 
in  der  Zeichnung. 


aversa,  Walz  (1866). 

Bereits  Cleve  (1863)  ver- 
mutet, daß  nur  eine  pa- 
thologische Form  vorliegt. 
Walz  (1S66)  erkannte, 
daß  die  Erweiterungen 
Gallen  von  Notommcäa 
sind.  Merkwürdigerweise 
hält  Rabenhoest  (1868) 
diese  Gallen  für  Sporan- 
gien.  Er  führt  die  Art 
zu  geminata  über. 

KÜTZING  erwähnt  1849,  daß 
die  Geschlechtsorgane 
unbekannt  seien,  auch 
das  1856  abgebildete 
Exemplar  ist  steril.  WALZ 
(1866)  konnte  dagegen  an 
einem  Originalexemplar 
feststellen,  daß  die  Art 
mit  dichotoma  identisch 
ist.  Rabenhorst  (1868) 
nimmt  diese  Deutung  au, 
führt  aber  außerdem  sa- 
lina noch  als  besondere 
Art  auf. 


ajypendicidata,  DUBY  (1 830), 
KÜTZING  (1849'. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


213 


scrobi- 

1884 

culata 

1889 

seiicea 

1819 

f.  marina 

{Edosperma) 

sessilis 


1843 
1845 
1849 
1850 
18(5G 

1868 

1873 
1883 


1886 
1887 

1905 

1868 

1824 

1805 

1807 

1817 

1819. 

1821 

1821 


Magnus  et  Wille, 
Bidr.  t.  Sydam.  Alg- 
flora 38 

De  Toni,  Syll.  I  401 

Lyngb.,  Hydr.  TS 


KÜTZ.,  Phyc.  gen.  306 
KÜTZ.,  Phyc.  germ.  250 
KÜTZ.,  Spec.  487 
KÜTZ. !  Tab.  Phyc.  VI  20 
Walz.,  Pringsh.  Jahrb. 

V  150 
Rabenh.,  FI.  Eiir.  Alg-. 

III  271 
WOOD,  Fr.  W.  Alg-.  181 
COOKE,  Fr.  W.  Alg.  *) 

121 


HANSG.,  Prodr.  234 

Wolle,  Fr.  w.  Alg. 

U.  S.  150 
S.  G.West,  Br.  Fr.W. 

Alg. 
Rabenh.,  Fl.  Eur.  Alg. 

ni  271 

BORY,  dict.  class.  VI  65 

DC,  Fl.  Fr.  II  63 

Engl.  Bot. 

AG.,  Syn.  49 

Lyngb.,  Hydr.  80 

Fl.  Dan. 

Gray,  Arr.  I  291 


II  f.  57—59 


XXI  f.  B 


LV  f.  2 
XIII  f.  20- 


24 


XL VII  f.  4—8 


CXXVII 

f.  12—13 
f.  42  B,  D,  43  E 


Vielleicht  ornifJioce- 
phala,  Nordstedt 
(1879).  Bereits  Walz 
(1866)  weist  auf  die 
Identität  mit  dieser 
Art  hin.  Da  er  aber 
die  erste  Publikation 
von  Agardh  nicht 
kannte,  behielt  erden 
Namen  von  Lyngbye 
bei. 

inkl.  polys^oetma. 


Fig.  6  soll  nach  De 
Bary  sein,  es  ist 
aber  WALZ  der  Autor. 
Fig.7(wievonCoOKE 
angegeben)  nach 
Walz. 


ornithoceplmla. 

ornithocephala    f.    ma- 

rma,  De  Toni  (1889). 


MDCCLXV 


XXII  f.  D 

MDCCXV  f.  Ic  Nach  Lyngbye  kopiert. 


*)   COOKE  als  soricea. 


214 


W.  Heeriiig. 


1822 

AG.,  Spec.  4(;() 

1824 

AG.,  Syst.   174 

1830 

Geev.,  Alg.  Britt.  1 92 

1830 

DUBY,  Bot.  Gall.  974 

1833 

Hook.,  Engl.  Fl.  V  320 

1833 

Walle.,  Fl.  Crypt. 
Germ.  GO 

1841 

Haev.,  Man.   148 

1843 

KÜTZ..  Phyc.  g-en.  30f) 

1845 

Hassall,  Br.  Fr.  W. 

Alg.  55 

IV*)  f.  2 

1845 

ROEMEE,  Alg.  D.  5 

I  f.  12 

Lyngbye  als  Autor. 

1845 

KÜTZ.,  Pliyc.  germ.  250 

1847 

RABENH.,Alg.Deutschl. 
125 

1849 

KÜTZ.,  Spec.  Alg.  487 

1855 

Peingsh.,     Befr,     nnd 
Keimg.d.Alg.136-148 

f.  1—20 

185G 

DIPPEL,  Flora  481 

V 

1856 

KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI 

LIX  f.  2 

1863 

Cleve,  Vauch.  7 

f.  6 

Das    Antheridium     ist 
verzeichnet. 

1863 

Rabenh.,    Kr.    Sachs. 
I  224 

1866 

Walz,  Pringsh.,  Jahrb. 
V   145 

1867 

REINSCH,  Algfl.  Frank. 

220 

1868 

Rabenh.,  Fl.  Eur.  Alg. 
III  267 

f.  83  a— c 

1873 

Wood,  Br.  Fr.  W.  Alg. 
179 

1878 

KlECHN.,   Alg.   Schles, 

82 

1883 

COOKE,  Br.  Fr.  W.  Alg. 

XLVIf.  1— 20 

123 

XLVIIIf.l— 2 

Nach  De  Toni  f.  1—5, 

1887 

Wolle,   Fr.  W.  Alg. 

CXXVII 

f.  3  ist  als  caespitosa, 

U.  S.  151 

f.  9—11 

f.  4  als  repens,  f.  5  als 

1888 

De  Toni  e  Levi,  Alg. 

sporangium  bezeich- 

Ven. III  89 

net. 

")   Taf.  V  Walz  und  Götz. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


215 


1881)   iDe  Tont,  Syll.  I  :j98 
18Ü6     De  Wildemax,  Flore 

i    ^'^ 
1896     Klebs,    Becl.   d.  t^rt- 

pfl.  G 


1897 
1906 
1907 


f.  18 


GÖTZ,  Flora  111  f.  17—22,  29, 

30 
G.  S.  West,  Br.  Fr.  W.  f.  42  C, 

A\g.  j     f.  43  A,  B 

TeodoresCO,  Beih.        f.  65— 66 

Bot.  Zentralbl.   163 


Exsicc. 


Aresch.,  Alg-.  11.  31 

(115)  IL  ser. 
HAUCK  &  RICHTER, 

n.  338 ! 


n.  698 ! 


WiTTR.  &  NORDST., 
11.  456! 


n.  1582! 


Tilden  n.  531 ! 
Desmaz.,  I  n.  256 
a.  geimina      18  6     HansG.,  Prodr.  94         f.  44,  45 


b.  repens     \  1886  Hansg.,  Prodr.  95 

c.  pachy-  1892  Klebs,  Nat.  Ges.  Basel 
derma  45 

!  1888  !  Hansg.,  Prodr.  I  223 


Besprochen  werden  be- 
sonders f.  repens  und 
f.  davata. 

sessilis  f.  geiinma. 


Die  Abb.  stellt  eine 
intermediäre  Form 
zwischen  f.  genuina 
und  f.  davata  vor. 


Von  Rabenhorst  mit 
!  zitiert. 

sessilis,     Zwischenform 

zwischen    f.  genuina 

und  f.  davata. 
sessilis,     Zwischen  form 

zwischen     f.    repens 

und  f.  davata. 

sessilis,     Zwischenform 

zwischen    f.  genuina 

und  f.  davata. 
sessilis,     Zwischenform 

zwischen    f.  genuina 

und  f.  repens. 


De  Toni  (1889)  zitiert 
p.  74. 


pachyderma,  Hansg. 

(1905). 


216 


W.  Heering. 


Forma  e 
aqnaticae 

a.  caespitosa 

b.  ornitho- 
cephaJa 

c.  trigemina  \  ^1868 

d.  sphaero- 
carpa 

Formae 

terrestres 

a.  repens 
tfluiians       \    18S)2 


RABENH.,  Fl.  Eiir.  Alg. 
III  267 


Klebs,  Nat.  Ges.  Basel 


ß.  HmsalUi    '    1879    ■  WlTTR,  Bot.  Not.  21 


Exsicc. 

WiTTR.   &  NOEDST., 

n.  231  ! 

f.  Hookeri 

1879 

NORDSTEDT,  Bot.  Not. 
186 

1888 

NORDSTEDT,Fr.  W.  Alg. 
22 

ß,  obversa 

1882 

WiTTR.  in  Witte.  & 
NORDST.,Fsc.Xn.456 
und  XXI  25  (1889) 

var.  mono- 

1897 

W.&G.  S.West,  Journ. 

gyna 

Bot.  235 

var.  suharti- 

1876 

Zeller,  Vidensk.  Med- 

culata 

delelser  fra  den  Na- 
turh.  For.  Kj0benh. 
636  (427) 

1889 

De  Toni,  Syll.  I  399 

(Ectospermä) 

1803 

Yauch.,  Hist.  31 

1807 

Trentepohl  in  Roths 
Bot.  Bern.  u.  Ber. 

Spegazzinii 

1883 

Arechavaleta, 
Vaucli.  Montevid.  25 

Rabenh.  erwähnt  hier, 
daß  als  b.  nur  orniiho- 
cepJialaEAüS.  gemeint 
sei.  — 

Dieser  Einteilung  folgt 
COOKE. 

Nach  KLEBS  (1896) 
eine  Zwischenform 
zwischen  f.  clavata 
und  f.  repens,  die  der 
f.  genuina  entspricht. 

sessüis  ß.ohversaWlTTR. 
pachyderma  ;5.Has- 
sallii  Wille. 


als  ß. 


II  f.  7  Cleve  zitiert  8 1 . 


VI  f.  3*)  Nach    Magnus    (1883) 

zu  terrestris. 


*)   Auf  der  Tafel  steht  f.  4.  —  De  Wildeman  (1896)  zitiert  t.  IV. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw, 


217 


Exsicc. 
WiTTR  &NORDST.,738! 
1856     KÜTZ.!Tab.Phyc.Yr21    LIX,  f.  1  *) 


1878 

1879 

1885 
1886 

1886 


NOEDSTEDT,   Bot.  Not.    II 

177 
NORDSTEDT,  Bot.  Not.  II  f.  7, 

180 
Hauck,  Meeresalg.414   f.  185 
COOKE,    Journ.    Quek.  c.  ic. 

Mi  er.  Club 


1886 


1889 


1889 


Holmes,  Br.  Mar.  Alg.  f.  6 

261,  262 
1886     NORDSTEDT,  Bot.  Not. 

1 35 
NORDSTEDT,  Br.  Subm.    f.  4—7 

Vaiicli.  1—3 
Reinbold,    Nat.  Ver.  | 

Sclilesw.-Holst.  140    ' 
De  Toni,  Syll.  I  404 

Exsicc. 
WiTTR.  &  NORDST., 

n.  227 ! 

n.  734 ! 
KOLDERUP-ROSEN- 

VINGE,  Bot.  Not.  190 

1 885  Hauck,  Meeresalg.  4 1 5 

1886  1  HOLMES,  Br.  Mar.  Alg.  f.  6  a**) 
i     261  j 

1889    |De  Toni,  Syll.  I  404   | 


1879 


Vergl.  Fase.  XXI  p.  24 
Walz  (1866)  führt 
diese  Art  einmal  als 
Synonym  bei  sessüis, 
dann  noch  besonders 
als  zweifelhafte  Art 
auf.  Das  Original  ist 
von  FröLICH  gesam-' 
melt  und  bereits  von 
Lyngbye  als  sessüis 
bestimmt. 


Kopie  nach  NORD- 
sTEDT.  Hauck  gibt 
als  Publikationsjalir 
1879  an. 

Kopie  nach  NORD- 
STEDT. Nach  NORD- 
STEDT (1886)  z.T.  zu 
liforea. 


*)   Walz  zitiert  Taf.  52,   De  Toxi  richtig  59,   während  Götz 

Walz  aufnimmt. 
')    Auf  der  Tafel  steht  var.  divisa. 


Nach  NORDSTEDT 

(1886)  ist  die  Varietät 
einzuziehen. 


wieder  den  Druckfehler  von 


218 


W.  Heering. 


subarecha- 

1901 

valetae 

submarin  a 

1832 

1841 

1851 

1849 

1856 

1866 

subsimplex 

synaiidra 


1866 


18G7 
1889 

1869 

1879 
1885 
1886 

1886 

1889 

1889 
1904 


Exsicc. 
WiTTR.  &  NORDST., 

n.  333  a! 

n.  735! 
Borge,  Süd.-Pat.  12 

Berk.,  Glean.  Alg.  24 

Harv.,  Man.  147 
Harv.,  Phyc.  Brit. 
KÜTZ.,  Spec.  487 
KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  ¥120 
V.    Marxens,    Tange 

Ostasien  24 
Walz,  Pringsli.  Jahrb. 

V  154 
Herb.  BRAUN,  nach 

Walz 


Crouan,  Fl.  Finist.  133 

De  Toni,  Syll.  Alg.  I  405 
WORONIN,Bot.Ztg.l37 
NORDST.,  Bot.Not.  188 
Hauck,  Meeresalg.  415 
Holmes,  Br.  Mar.  Alg. 

261,  262 
NORDSTEDT,Brit.Subm. 

Vauch. 
Reinbold,    Nat.  Ver. 

Schlesw.-Holst.  140 
De  Toni,  Syll.  I  403 
Ernst,  Beih.  Bot.  Zen- 

tralbl.  378 

Exsicc. 
Le  JOLIS,  n.  260! 
WiTTR.   &  NORDST., 

n.  335 ab!  n.  336ab! 
HOLMES,  n.  275 


I  f.  2 


vin 


CCCL  f.  B 
LVI  f.  b  *) 


X  f.  1—4 

I 

f.  186      ■ 
f.  3 

f.  10—11 


Vergl.  Fasc.XXIp.24 


dichotoma    f.    marina, 
HAUCK  (1884). 

Kopie  nach  Berkeley. 


dichotoma. 

Nach  Walz  (1866)  ver- 
wandt mit  püoholo- 
ides,  vielleicht  sphae- 
rospora,  NORDSTEDT 
(1878). 

Vielleicht        sphaerospora, 

NORDSTEDT  (1879). 


Kopie  nach  WORONIN. 


*)   Walz  zitiert  lig.  6. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


219 


terrestris 

1805 

DC,  Fl.  Fr.  II  Q-1 

1817 

Ag.,  Syn.  51 

1819 

Lyngb.,  Hydr.  77 

XXI  f.  A. 

1821 

Gray,  Arr.  I  290 

1822 

Ag.,  Spec.  465 

1824 

Ag.,  Syst.   173 

1830 

DUBY,  Bot.  Gall.  974 

1830 

Grev.,  Alg.  Britt.   191 

1833 

Berk.,  Glean.  25 

IX 

1833 

HOOK.,  Engl.  Fl.  V  320 

1833 

Wallr.,  Fl.  Crypt.  Germ.  59 

1841 

Harv.,  Man.  148 

1843 

KÜTZ.,  Phyc.  gen.  306 

1845 

KÜTZ.,  Phyc.  gerni.  250 

1845 

Roemer,  Alg.  Deutschi.  5 

[  f.  13 

1845 

Hassall,  *)  Br.  Fr.  W.  Alg. 

53 
Rabexh.,  Alg.  Deutschi.  125 

V  f.  2 

1847 

1849 

Krxz.,  Spec.  488 

1863 

Rabenh.,  Kr.  Sachs.  I  224 

1863 

Gl  EVE,  Vauch.  5 

f.  1 

1866 

Walz,  Pringsh.  Jahrb. 
V   149 

XIII  f.  18—19 

1868 

Rabenh.,  Fl.  Eur.  Alg. 
III  270 

1883 

COOKE,  Br.  Fr.  W.  Alg. 
126 

XLIX  f.  1—3 

1887 

Wolle,   Fr.  W.  Alg. 

CXXIX 

U.S.  153 

f.  1  —  8 

1887 

Dupray,  Rev.  de  Bot. 
V  350 

1888 

De  Toni  e  Levi,  Fl. 
Alg.  Yen.  III  92 

1889 

De  Toni,  8yll.  I  401 

1896 

De  Wildeman,   Bull. 
See.  roy.  de  bot.  de 
Belgique  74,  89 

1896 

De  Wildeman,  Flore 
59 

f.  19,  20 

1897 

GÖTZ,**)  Flora  120 

f.  35,  36,  37 

1900 

HIRN,  Finiil.  Vauch.  5 

frigiäa..  Agardh  0824). 


Lyngbye  als  Autor. 


f.  1,  2  nacli  HASS  ALL, 
f.  3  nach  WALZ. 


*)  De  Wildeman  und  De  Toni  zitieren  1852. 
**)   GÖTZ   gibt  Lyngbye   als  Autor  au,   zitiert  aber  an  erster  Stelle  Decandolle  und  führt 
später  auch  Edosperina  terrestris  VArCHER  als  Synonym  auf. 

17» 


220 


W.  Heeriiiff. 


1907 

c.  circinata 

1868 

1887 

t  megacarpa 

1888 

b.  mnlticornis 

1868 

i 

1887     j 

var.  snbmarinn 

1887 

(Ectosperma) 

1803 

(Conferva) 

1817 

Thuretii 

1869   j 

1878 

1881 

1885 

1886 

1886 

1889 

tovarensis 

i 
1865 

Teodoeesco.  Beili. 
Bot.  Zentralbl.  165 

Exsicc. 
Rabenh.,  n.  1079 


Desmaz.  n.  260 
Westend.  &  Wall., 

n.  596 
Bad.,  n.  467 
Eabenh.,  Fl.  Eur.  Alg.  III 

270 
DUPRAY,  Eev.  de  Bot.  V  350 
NOEDSTEDT,Fr.W.Alg. 

22 
Eabenh.,  Fl.  Eur.  Alg.  III 

270 
DUPRAY,  Eev.  de  Bot.  V  351 
DUPRAY,  Eev.  de  Bot.  V  351 


Vauch.,  Eist.  27  *) 
Martius,  Fl.  Erl. 
WOEONIN,  Bot.  Ztg.  1 57 
NOEDSTEDT,  Bot.  Not. 

176 
Faelow,  Marine  Alg. 

104 
Hauck,  Meeresalg.413 
Holmes,  Br.  Mar.  Alg. 

260,  261 
NOEDSTEDT,  Brit. 

Subm.  Vauch.  3 
De  Toni,  Syll.  I  396 

Exsicc. 
Witte.  &  Noedst., 

n.  228 
Kaesten,  Bot.  Unters. 

I  89 


n  f.  3 

II  f.  30—32 

IV  f.  2 

f.  2 
f.  8-9 


f.  IV  b 


Nach  Rabenh.  selbst 
unreife  Geschlechts- 
organe. 


als  var. 
Eigne  Art? 


als  var. 

Nicht  als  Varietät  zu  be- 
halten, De  Wildeman 
(1896). 

terrestris,  DC.  (1805). 

Dillwynü,  WALZ  (1866). 


Nach  Faelow  kopiert. 


Nach  Walz  (1866)  zu 
sessüis.  Diese  Art 
war  1852  von  KAE- 
STEN   als    Conferva 


*)   GÖTZ  zitiert  33.  —  DE  WiLDEMAN  gibt  als  Jahr  1805  au. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


221 


trichotoma 

(Ectosperma) 
trifurcata 


1824  I  BORY,  dict.  class.  VI  (i5 

1843  I  KÜTZ.,  Phyc.  gen.  305 
1845      KÜTZ.,  Phyc.  gerni.  251 
1845      ROEMER,  Alg.  Deutschi.  5 
1849       KÜTZ.,  Spec.  Alg.  489 
1856      KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI  24 
1863      Rabenh.,  Kr,  Sachs.  225 
1866      Walz,   Pringsh.,  Jahrb.  V 
1      154 


1868      Rabenh.,  Fl.  Eur.  Alg.  III 

273 

1879     !  NORDST.,  Bot.  Not.  190 
1889     I  De  Toni,  Syll.  I.  406 
1856      KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI  22 
1889       DE  TONI,  Syll.  I.  407 


1856     A.  Braun  in  Kütz., 
Tab.  Phyc.  VI  23 

1866     Walz,  Piingsh.  Jahrb. 

V  153 
1868    Rabenhorst,  Fl.  Eur. 

Alg.  III  272 
1879     Nordstedt,  Bot.  Not. 

190 


LXVII  f.  1 


LXIII  f.  1 


LXV  f.  a,  b 


fontinalisheadmehen 
worden  (s.  diese). 
Aus  dieser  Arbeit  ist 
auch  die  vorliegende 
Figur  entnommen. 
Steril. 


Wegen  der  eigenartigen 
Verzweigungkönnte  nach 
Walz  eine  besondere  Art 
vorliegen. 


Rabenh.  (1847)  sessilis  c. 
trigemina.  Nach  Walz 
(1866)  ist  diese  Art  zu 
streichen.  Nach  Stock- 
MEYER  (1890)  gehört  sie 
vielleicht  zu  geminata 
var.  caespitosa.  In  einem 
Fruchtstand  findet  sich 
bei  der  zitierten  Abbil- 
dung über  den  beiden 
Oogonien  ein  normales 
Antheridium,  in  den  übri- 
gen findet  sich  statt  dessen 
ein  Oogonium.  Bei  einem 
Frnchtstand  sind  3  Oogo- 
nien und  1  kleines  An- 
theridium gezeichnet. 

Nach  Ernst  (1902) 
Dicliotomosii)hoii 

n.  gen. 


222 


var.  inter- 
media 

var.  minor 
iinciiiata 


Ungeri 


1843 


w. 

Heerinj 

Wolle,  Fr.  W. 

Alg. 

CXXVI 

U.  S.  154 

f.  D— 14 

DETONI,Syll.Alg 

1406 

Exsicc. 

Tilden,  n.  280! 

WOLLE,    Fr.  W. 

k\g. 

U.  S.  154 

1887 
1889 

1887 


1887    :  WOLLE,  L  c. 

1856     KÜTZ.,Tab.Phyc.VI21 


1863     Rabenh.,  Kr.  Sachs.  I 

225 
1866     Walz,  Pringsh.  Jahrb. 

V  149 


1879     NOEDSTEDT,  Bot.  Not. 

188 

1886     Hansg.,  Prodr.  96 
1889     De  Toni,  Syll.  402 

1896  Klebs,  Beding,  d. 

Fortpfl.  93 

1897  JGÖTZ,  Flora  122 
1907    jTEODORESCO,  Beih. 

Bot.  Zentralbl.  165 


Exsicc. 
Eabenh.,  n.  979 
Desmaz.,  ed.  iiova 

n.  607 
WiTTR.,   NORDST.   U. 

LAGERH.,  n.  1583! 


LX  f.  1 


f.  38—42 
f.  67,  68 


Thuret,  Ann.  des  sc.  nat.    XI,  XII,  XIII 
XIX  j      f.  37—42,  44 


Keine  Varietäten,  son- 
dern nur  Wachstums- 
formen Ernst  (1902). 

Das  Originalexemplar 
ist  von  A.  Braun 
gesammelt  und  als 
geminata  bestimmt. 


Stockmayer  (1890) 
hält  diese  Art  für 
eine  Form  von  gemi- 
nata. 


Die  von  HiRN  ge- 
sammelte Form  ist 
nicht  zu  uncinata  im 
engeren  Sinne  zu 
rechnen,  sondern  ge- 
hört eher  zu  gemi- 
nataf .  pedimculata. 

clavata,  KÜTZING  (1849). 
Vielleicht  zu  sessilis,  WALZ 
(1866). 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


223 


velutina 


verticillata 


1824 

1833 
1841 
1849 

1Q4S 

1868 

1873 

1883 
185ß 


verrncosum 

{Ceramium) 

vesicata 
{Conferva)  *) 


1806 


Xlir,  f.  43 


XIV  f.  45-47 

XV  f.  48—50 
XTII  f.  42 


CCCXXI 


Ag.,  Syst.  Adel.  312 

HOOK.,  Engl.  Fl.  V  310 
Haev.,  Man.  147 
KÜTZ.,  Spec.  487 
Harv.,  Phyc. 
Rabenh.,  Fl.  Eur.  Alg.  III 

274 
Wood,  Fr.  W.  Alg.  ISO 


COOKE,  Br.  Fr.  W.  Alg.  126    XLIX  f.  7 

Meneghini  in  KÜtz.,  Tab. ;  LXIV  f.  1 

Phyc.  VI  23 


1806       ROTH,  Cat.  III  121 
1S24       Ag.,  Syst.  176 


DiLLWYN,  Conf.  37 


LXXIV 


Vielleiclit   zu  pachyderma, 

Walz  (1866). 
Nach  einer  anderen  Angabe 

von  Walz  umfaßt  diese 

Art  fast  alle  Arten   der 

Corniculaiae. 
1  Vielleicht    gemmata    mit 
I      abnormen  Formen. 
Gehört  vielleicht  zu  juichi/- 

dcrma  ß.  Hassallii. 
Thuretii,         Norustedt 

(1878). 


Nach  Nordstedt  (1886)  ist 
eine  sichere  Deutung  un- 
möglich. Vielleicht  be- 
zieht sich  die  Figur  auf 
sphaerospora . 

Nach  Harvey  kopiert. 

Als  pathologische  Form  nach 
Walz  (1866)  zu  streichen. 
—  Rabenhorst  (1868) 
zieht  sie  als  var.  zu  gemi- 
nato.  Nach  GÖTZ  (1897)ist 
es  eine  Form  wonuncinata. 
Diese  Deutung  ist  wohl 
richtig,  doch  findet  sich 
dieselbe  Anordnung  d.  Oo- 
gonien  auch  hei  geminata. 

Als  Spec.  iuquirenda  bei 
VaucJicria. 

Agardh  (1817)  zitiert  diese 
Art  als  Syn.  zu  seiner 
ornithocepliala^  doch  fügt 
er  dieser  Angabe  bereits 
1822  ein  Fragezeichen 
bei.  Walz  (1866)  be- 
merkt, daß  sich  die  Ab- 
bildung auf  sericea  be- 
ziehen könnte.  COOKE 
stellt  sie  zu  seiner  sessilis 
var.  ornithocephala,  DE 
Toni  (1889)  zieht  sie  zu 
ornithocephala. 

DILLWYN  selbstgibtjBc/o.s;;. 
sessilis  als  Synonym  an, 
was  wohl  richtig  ist. 


")    Conferva  vesicata  Fl.  Dan.,  Taf.  1838  Fig.  3  gehört  nicht  hierher. 


224 


W.  Heering. 


1779 
1779 


vesiculosa 


1856 


Walzi 


1866 

1868 

1889 

1896 


MÜLLER,  Nova  Acta  III  95    II  f.  6—9 

MÜLLER,,  Berl.  Beschäftig.   III  f.  5—6 
IV  42 


KÜTZ.,  Tab.  Phyc.  VI  24      LXVII  f.  3 


Woronini- 
aiia 

(Ulva) 
Ohne  Spe- 
ziesnamen 


Walz,  Pringsh.  Jahrb.  V  154 

RABENH.,Fl.Eur.Alg.III273 

De  Toni,  Syll.  I  408 

ROTHERT,        Pringsh. 

Jahrb.     XXIX     530 

(zuerst  publiziert,  in 

Nuova  Notarisia) 


VIII  f.  1—8 


1787    iPl.  Dan. 


ÜCCCCXLIX 


Nach  LynGBYE  (1819)  zu 
davdta. 

WALZ  (1866)  meint,  da& 
Müller  als  C.  vesicata 
die  Zoosporenkeimlinge, 
als  C.  hursata  die  Oogo- 
iiien  tragende  Form  be- 
schrieben habe.  Doch 
könnte  auch  sericca  {o7-ni- 
thocephala)  vorliegen. 

Bereits  KÜTZING  bemerkt, 
daß  die  Alge  vielleicht  zu 
einer  besonderen  Gattung 
gehöre.  Alle  folgenden 
Autoren  bezeichnen  sie 
als  zweifelhafte  Art. 


Diese  Art  gehört  nach 
GÖTZ  (1897)  zu  iin- 
cinata.  Eothert 
konnte  .zur  Bestim- 
mung nur  die  Arbeit 
von  Walz  bemerken, 
in  der  gerade  diese 
Art  mangelhaft  be- 
handelt ist. 

davata,  LYNGBYE 

(1819).  —  Eine  Be- 
stimmung ist  aber 
ausgeschlossen,  da 
das  abgebildete  Ex- 
emplar keinerleiFort- 
pflanzungsoi'gane  auf- 
weist. Was  LYNGBYE 
wohl  für  Sporangien 
gehalten  hat,  sind 
Gallen.  In  zwei  der- 
artigen Gebilden,  die 
sämtlich  ohne  Hörner 
gezeichnet  sind,  ist 
der  Parasit  durch 
einen  roten  Fleck 
angedeutet. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw.  225 


Literaturverzeichnis  V. 

Es  sind  hier  auch  die  bereits  im  ersten  Teil  der  Flora  zitierten  Werke  mit  auf- 
geführt, insofern  sie  für  die  Systematik  der  Gattung  Vancheria  in  Betracht  kommen. 
Hier  sind  diese  Werke  durch  beigefügte  Buchstaben  kenntlich  gemacht  und  nicht  mit 
einer  neuen  Nummer  versehen.  Die  Nummern  der  früheren  Verzeichnisse  sind  in  Klammern 
l)eigefügt. 

174.  Agardh,  C.  A.,    Dispositio  Algarum  Sueciae.     Pars  II.     Lundae  1811. 

175.  — ,  Algarum  Decas  secunda.     Lundae  1813. 

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184.  Benkoe,  Gabor,    yattcAeria-gubacsok  (Vaucheria-Gullen).     Magyar    Növentyani 

Lapok  1882,  S.  146—152. 

*Ref.:  JUSTS  Jahresber.  X,  2,  S.  686,  sehr  eingehend. 

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Tafel. 

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3  Textiig. 

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194.  *    — ,     Über    die    Rhizoidenbildung    bei     einigen    fadenförmigen    Chlorophyceen. 

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et  math.     Gherbourg,  T.  XXVIII,  1892,  S.  165—376,  PI.  I— III. 

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sessilis.   Bot.  Ztg.  1878,  S.  497— 500,  513—515,  519—531,  545—549,  TafelXIL 

197.  BORY  DE  St.  Vincent,  J.  B.,    Dictionnaire  classique  d'histoire  naturelle.    Paris 

1822—1831,  Bd.  VI,  1824,  S.  63—66.    Edosperma. 
197a.  *  Braun,  A.,    Betrachtungen   über  die  Erscheinung  der  Verjüngung  in  der  Natur. 
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198.  Breckenfeld,   A.  H.,   Life  History   of  Vaucheria.     Am.   Monthly   Micr.   Journ. 

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*Ref.:  .JuSTs  .Jahresber.  1886,  XIV,  1,  S.  328. 

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201.  *  Cleve,    P.  T.,    Om  de  Svenska  Arterna  af  Slägtet  Vaucheria  De  Cand.    Stock- 

holm 1863.     Botaniska  Notiser  S.  129—136.  —  Sep.  Abdr.  S.  1-8,  1  Tafel. 

202.  *  COHN,  F.,  Untersuchungen  über  die  Entwicklungsgeschichte  der  mikroskopischen 

Algen  und  Pilze.  1854.     Nova  Acta  Leop.  Acad.  XXIV. 

203.  *  COLLINS,  f.  S.,    Some   new   green   Algae.     ßhodora  1907,  Vol.  IV,  S.  197—202, 

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Über    die    Vaucheriaceen    vergl.    die  Kritik  von  WiLLE  in  Bot.  Ztg.  1883, 
S.  248,  249. 

206.  Crouan,  H.  M.  &  P.  L.,  Florule  du  Finistere.     Brest  1867. 

207.  *  DAVIS,  B.  M.,  Oogenesis  in  Vaucheria.  Botanical  Gazette  XVXVIII,  1904,  S.  81—98, 

Taf.  VI— VII. 

208.  *  De  Bary,  A.,    Über   den   geschlechtlichen  Zeugungsprozeß  bei  den  Algen.     Ber. 

Naturf.  Gesellsch.  Freiburg  i.  B.  1856,  n.  13,  S.  215—229,  Taf.  V. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw.  2'27 

200.    *  De  Bary,  A.,    Monatsl)er.  Ak.  d.  Wissenscli.  Berlin    1856.     S.  589,   Sitzung  vom 
1.  Dez.,  Vortrag  von  BRAUN  über  Chytriduim  usw. 

210.  *  Debray,   f.,   Sur  Notommata  Werneckü  Ehrb.,    parasite  des  Vaucheriees.    Bull. 

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211.  *  Decaisne,  J.,  Essai  sur  une  Classification  des  Algues  et  des  Polypiers  calciferes 

de  LamoüROUX.  Ann.  des  sciences  naturelles  Ser.  2,  Tome  17,  Botanique, 
Paris  1842,  S.  297—380,  Taf.  XIV- XVII. 

212.  De  Candolle,  A.  P.,    Extrait   d'un   rapport  sur  les  Conferves  fait  ä  la  societe 

philomatique.  Bull,  des  sciences  par  la  societe  pliilomatique  de  Paris,  Tome  3, 
Paris  1801. 

213.  — ,   Rapport  sur  les  Conferves.    Journal  de  Physique,   Chimie  et  d'Histoire  Na- 

turelle.    Tome  54.     Paris  1802. 

214.  *    — ,    A.    P.,    Flore    francaise.      Bd.  II.      Paris    1805   (nach  De  Toni).      S.Aus- 

gabe: De  Lamarck  et  De  Candolle,  II.  Bd.  1815.  S.  61—65.  Die  erste 
Ausgabe  ist  mir  nicht  bekannt  geworden.  Die  von  den  Autoren  zitierten 
Seiten  stimmen  mit  denen  der  Ausgabe  von  1815  überein.  Diese  ist  ein 
Abdruck  der  Ausg.  von  1805,  vermehrt  um  Bd.  V. 

215.  De  Toni,   G.  B.,    e    Levi-Morenos,   D.,    Flora   algologica  della  Venezia,   parte 

terza:    Le  Cloroficee.    Atti  R.  Istituto  Veneto  serie  VI,  tomo  V,  S.  1511  — 1593, 
tomo  VI,  S.  95—155,  289—350.     Venezia  1888. 
215a.  *  De  Toni,  G.  B.,  Sylloge  Algarum  Bd.  I.     1889.     [45]. 

216.  *  De  Wildeman,   E.,    Note    sur   le  Vaucheria  sessilis   DC.     Bull.   Soc.   Beige   de 

Microscopie.     Tome  XII,  1886,  Nr.  6,  S.  66—68,  mit  Tafel. 

217.  *    — ,  Contributions  ä  l'Etude  des  Algues  de  Belgique.     Bull,  de  la  Societe  royale 

de  botanique  de  Belgique,  tome  XXIX,  1890,  5  S.  (Sep.-Abdr.),  tome  XXVI, 
1887,  9  S.  (Sep.-Abdr.). 

218.  — ,  La  decouverte   de  V.  de  Baryana   aux  environs   de  Nancy.     Bull.  Soc.  bot. 

de  France.     1894.     Sess.  extraordin.  en  Suisse.     S.  CVII. 

219.  — ,   Vaucheria  De  Baryana   en  France.     Bull,   de  la  Soc.  Beige    de  Micr.  XX. 

1893/94.     S.  242. 

220.  — ,  Sur  la  dispersion  de   Vaucheria  De  Baryana.     La  Notarisia  1894.     S.  21. 

221.  *    — ,    Vaucheria   Schleicheri    DE    WiLDEMAN.     Bull.    Boiss.     1895.      S.  588-592. 

Taf.  XVI. 

222.  *    — ,  Observations  sur  quelques  especes  du  genre  Vaiicheri((.     Bull,  de  la  Societe 

royale  de  botanique  de  Belgique,  tome  XXXV  1896,  premiere  partie.    S.  71  — 93. 
222a.  *    — ,  Flore  des  Algues  de  Belgique.    Bruxelles  et  Paris  1896.     485  S.    109  Text- 
figuren.    [46]. 

223.  *    — ,  Prodrome   de  la  Flore   algologique   des  Indes  neerlandaises.     Batavia  1897. 

224.  *  DlLLENlus,  J.,    Historia  muscorum.     London  1741.     85  Tafeln. 

225.  *  DiLLWYN,   W.,   British   Conferrae    or  Colored  Figures    and   Descriptions   of  the 

British  plants  referred  by  Botanists  to  the  genus  Conferva.  87  S.  Taf.  1  — 109 
und  A— G.     London  1802—1809. 

226.  *  DiPPEL,  L.,    Über  die  Fortpflanzung  der  Vaucheria  sessilis.     Flora  XXIX.    1856. 

S.  481-488,  497—509.     Taf.  V. 

227.  *  DUBY,  J.  E.,  Botanicon  Gallicum,  pars  secunda.  Paris  1 830.  ( Vaucheria  S.  973  —  975.) 

228.  *  DUMORTIER,  B.  C,    Commentationes  Botanicae.     Observations  botaniques  dediees 

ä  la  societe  d'horticulture  de  Tournay.     Tournay   1822.     116  S. 

229.  DUPRAY,  L.,    Vaucheria  des  marais  de  l'embouchure  de  la  Seine  et  des  departe- 

ments  de  la  Seine  inferieure,  de  l'Eure  et  du  Calvados.  Revue  de  Botanique. 
1887  n.  59  et  suiv. 


228  W.  Heering. 

230.  DUPRAY,  L.,   Sur  les  Vaiicheria  marines  des  Cotes  de   la  Manche.    Feuilles  des 

jeunes  naturalistes.     Ann.  XIX  n.  217.     Paris  1888. 

231.  *  English  Botany.     London  1790—1814  imd  Supplement. 

232.  *  Ernst,  A.,   Siphoneenstudien.    I.    Dichotomosij'hon   tuberosus   (A.  Br.)  Ernst. 

Beih.  Bot.  Zentralbl.  XIII.  1902.  S.  115-148,  Taf.  VI— X.  III.  Zur  Morpho- 
logie und  Physiologie  der  Fortpflanzungszellen  der  Gattung  Vaucheria  DC. 
Ebenda  XVI.     1904.     S.  367—382.     Taf.  XX. 

233.  Farlow,  W.  J.,    List   of  marine  Algae  of  the  United  States.     Rep.  U.  S.  Fish. 

Comm.  for  1875.     Washington  1876. 

234.  *    — ,  Marine  Algae  of  New  England  and  adjacent  Coast.     Repriuted  from  Report 

of  U.  S.  Fish.  Commission  for  1879.     Washington  1881. 

235.  *  FLEISSIG,  P.,    Über   die   physiologische  Bedeutung   der  ölartigen  Einschlüsse  in 

der  Gattung  Vaucheria.     Basel  1900.     46  S.     Inaug.-Diss. 
235a.  *  Flora  Danica.     [12]. 
23(5.       Forti,    Achille,    I  Cecidi    di  Noiommata  Wernecld    Ehrb.    in  Italia.     Atti  R. 

Istit.     Venet.  di  sc.  lett.  ed  arti.     T.  LXIV.     1905.     S.  1751  —  1752. 

237.  Fritsch,    F.  E.,    The    Subaerial    and   Freshwater  Algae   Flora    of   the    Tropics. 

Annais  of  Botany  XXL     Nr.  LXXXII.     1907.     S.  235—275. 

238.  *    — ,  On  the  subaerial  and  freshwater  Algae  Flora  of  Ceylon.     Proc.  of  the  Roy. 

Soc.  B.  Vol.  79.     1907.     S.  197—254. 
—        GiROD,  s.  Chantrans. 

239.  *  GÖTZ,  H.,    Zur  Systematik   der  Gattung  Vaucheria^   speziell  der  Arten  der  Um- 

gebung Basels.  Flora  1897.  Bd.  83,  S.  88  —  134.  55  Textabb.  Die  Arbeit 
zeichnet  sich  durch  schöne  Abbildungen  aus.  Dies  ist  auch  ihr  Hauptverdienst. 
In  der  Untersuchungsmethode  ist  Götz  seinem  Lehrer  Klebs  gefolgt,  und 
auch  zahlreiche  Angaben  über  das  physiologische  Verhalten  der  einzelnen  Arten 
sind  bereits  von  Klebs  publiziert.  Hier  finden  sich  die  zerstreuten  Notizen 
systematisch  gesammelt.  Wenn  auch  GÖTZ  selbst  durch  Kulturen  zu  seinen 
Ergebnissen  gekommen  ist,  so  kann  man  doch  bei  den  wichtigeren  physio- 
logischen Tatsachen  so  deutlich  den  Einfluß  von  Klebs  erkennen,  dafs  es 
eigentlich  ungerechtfertigt  erscheint,  stets  GÖTZ  zu  zitieren,  wo  eigentlich 
Klebs  als  Entdecker  stehen  sollte.  Was  nun  die  systematische  Verwertung 
der  physiologischen  Ergebnisse  betrifft,  so  ist  bereits  davon  die  Rede  gewesen 
(S.  123).  Die  Zitierung  der  Literatur  und  Synonymie  ist  vielfach  sehr  flüchtig 
und  gedankenlos.  Zahlreiche  Druckfehler  sind  abgeschrieben.  In  dem  all- 
gemeinen Teil  schliefst  sich  GÖTZ  sehr  eng  au  WALZ  an. 

240.  Gray,  J.  E.,    A  natural  Arrangement   of  British  Plauts.     2  Bde.     London  1821. 

241.  *  Greville,  R.  K.,  Algae  brittanicae.     Edinburgh  1830.     19  Tafeln.     218  S. 

242.  *  Grunow,  A.,  Algen.     Reise  Sr.  M.  Fregatte  „Xovara".     Wien  1867. 

243.  *  GUTWINSKI,  R.,    De  algis,  praecipue  diatomaceis  a  Dre  J.  HOLDERER  anno  1898 

in  Asia   centrali  atque   in  China   collectis.     Extrait   du  Bulletin  de  l'Academie 

des  Sciences   de  Cracovie.     Classe  des  sciences  mathematiques    et   naturelles. 

Avril  1903.     S.  201—227.     1  Tafel. 
243a.  *  Hansgirg,  A.,  Prodromus  der  Algenflora  von   Böhmen.     I.  Teil   1886.     IL  Teil 

1892—93.     [48]. 
243b.  *    — ,  Grundzüge  der  Algenflora  von  Nieder-Üsterreich.    Beih.  Bot.  Zentralbl.  XVIII, 

Abt.  II,  S.  417—522.     [115]. 

244.  *  Hanstein,  J.,   Über  die  Lebenszähigkeit  der  Vauchoiaz&WQ    und  das  Reproduk- 

tionsvermögen ihres  protoplasmatischen  Systems.  Bot.  Ztg.  31.  1873. 
S.  697-700. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw.  220 

Ein  kurzer  Bericht   in  Sitzungsber.   d.  niederrheiu.  Ges.   für  Natur-  und 

Heimatkunde.     4.  Nov.  1872. 
245.    *  Hanstein,  .T.,  Einige   Züge   aus  der  Bii)logie    des  Protoplasmas.     Reproduktion 

und  Reduktion  der  VancJieriazeWen.     Bot.  Abh.    von  Hanstrin  1880.     Bd.  IV, 

Vaucheria  S.  45— .^5,  Taf.  VIIT,  IX. 
240.       Harvey,  W.  H.,  A  Manual  of  the  British  Algae.     London  1841. 

247.  — ,  Phycologia  brittanica,  a  History  of  British  Seaweeds.  4  Bde.  London  1846 — 1851. 

248.  *  Hassall,  A.  H.,   Descriptions  of  British  Freshwater  Confervae.     The  Ann.   and 

Magaz.  of  Nat.  Hist.  XL     London  1843.    S.  428—437.     Vaucheria  S.  429—430. 
24Sa.  *    — ,  History  of  the  British  Freshwater  Algae.    1845.*)    1  Bd.  Text,  1  Bd.  Tafeln 

1  —  103.     [49]. 

249.  *  Hauck,  f.,   Beiträge   zur  Kenntnis  der   adriatischen  Algen.     Osterr.  Bot.   Zeit- 

schrift 1877. 

250.  *    — ,    Die    Meeresalgen    Deutschlands    und    Österreichs.     Mit   Holzschnitten    und 

Tafeln.     Leipzig  1885. 

251.  HiCK,  T.,  On  a  case  of  apogamy  in  Vaucheria  hamata  {Vauch.)  LynG.     Rep.  60 

Meet.  Brit.  Ass.  Adv.  Sc.  Gild  at  Leeds  1890.     London  1891.     S.  872. 

252.  *  Hirn,  K.  E.,    Finnländische  Vaucheriaceen.     Meddelanden  af  Societas  pro  Fauna 

et  Flora  Fennica.     N.  26  (1900).     S.   1—6  (Sep.-Abdr.).     2  Textfig. 

253.  *  Holmes,    E.  M.,    British  Marine  Algae.     Scottish   Naturalist   1886,   S.  258—264, 

2  Tafeln. 

254.  Hocker,    W.    J.,    The   English    Flora.     Vol.  V.      Oryptogamia.      London    1833. 

(British  Flora  Vol.  II.) 

255.  *    — ,   The  Cryptogamic  Botany   of  the  Antarctic  Voyage  of  H.  M.  Ships  Erebus 

and  Terror  in  the  years  1839  —  1843.     London  1845. 
*  Flora  antarctica  1847. 
255a.  *  ISTVANFFI,   Q.  von,   Rumeliai  Algäk,    Frivaldsky  imre  gyüjteseböl.     Algae  non- 
nuUae  a  beato  E.  Frivaldsky  in  Rumelia  lectae.     Sep.-Abdr.  aus  Termeszetrajzi 
Füzetek  Vol.  XIII,  Part.  2—3.     1890.     S.  67—77.     [119]. 

256.  *  ITZIGSOHN,     H.,     Nachträgliche    Bemerkungen    über     die    Spermatozoidien    der 

Vaucheria.     Bot.  Ztg.  XIL     1854.     S.  527—531. 

Itzigsohn  hält  die  Zoosporen  für  Spennatosphärien. 

257.  *  IWANOFF,    L.,    Über   neue    Algen    und   Flagellaten    {Stigeoclonium,    Vaucheria, 

Spirogyra,  Gonyosfomum),  welche  an  der  biologischen  Station  zu  Bologoje  ge- 
funden worden  sind.     Bull,  des  Natural,  de  Moscou.     1899.     Nr.  4.    Sep.-Abdr. 
26  S.     2  Taf. 
257a.  *  Karsten,  H.,  Die  Fortpflanzung  der  Conferva  fontinalis  L.  Bot.  Ztg.  X.    1852. 
S.  89-96,  105—114,  Taf.  IL     [123]. 

Kritik  dieser  Arbeit  in  Pringsheim,  Zur  Kritik  usw.  (1857). 

258.  *    — ,   Über  die  Geschlechtstätigkeit  der  Pflanzen,   in:  Botanische  Untersuchungen 

aus  dem  physiologischen  Laboratorium   der  landwirtschaftlichen  Lehranstalt  zu 
Berlin.     Berlin  1865.     S.  84—112. 

{Vaucheria  S.  88—89,  Fig.  IV.) 
258a.  *  Kirchner,  0.,  Algen  in  Cohn,  Kryptogamenflora  von  Schlesien.    Breslau  1878. 
[50]. 

259.  *  Klebs,   G.,   Beitr.  zur  Physiologie  der  Pflanzenzelle.     Untersuchungen   aus  dem 

Botan.  Institut  zu  Tübingen.     IL  Bd.,  3.  Heft,  1888,  S.  489—568,  t.  V,  VI. 


*)   Versehentlich    habe   ich,   wie   De   Toni,   im   Literaturverzeichnis  II    1852    als 
Publikationsjahr  angegeben. 


230  W.  Heering. 

260.  *  Klebs,    Ct.,    Zur  Physiologie    der   Fortpflanzung  von   Vanchcria  sessilis.     Verh. 

der  nat.  Ges.  zu  Basel  1892.     10,    S.  45—72. 
2ß0a.  *    — ,    Die  Bedingungen    der  Fortpflanzung   bei  einigen  Algen  und  Pilzen.     Jena. 
1896.     [75]. 

{Yaucheria  S.   1  —  132,  Fig.   1—3.) 

261.  *  Klein,  J.,  Algologische  Mitteilungen.     4.   Über  oxalsauren  Kalk  und  globoidartige 

Körper  bei  Algen.     Flora  XXXV.     1877.     S.  315—319. 

262.  *  KOLDERUP-EOSENVINGE,  L.,    Yaucheria  spliaerospora   var.   dioica.     Bot.  Notiser 

1879,  Dez.,  S.  190. 

263.  *    — ,  Om   Yaucheria.     Bot.   Tidskrift  XII.     1880.     S.  11   (Sitzung   des    Bot.  Ver. 

Kopenhagen.  27.  Nov.  1879.  —  Eine  ausführliche  Mitteilung  soll  nach  einer 
Anmerkung  in  der  Bot.  Tidskr.  als  Aufsatz  erscheinen.  Dieser  ist  mir  nicht 
bekannt  geworden). 

264.  KÜTZING,  F.  T.,    Die  Umwandlung  niederer  Algenformen  in  höhere,    sowie  auch 

in  Gattungen  ganz  verschiedener  Familien  und  Klassen  höherer  Cryptogamen 
mit  zelligem  Bau.  Natuurkundige  Verhandelingen  van  de  Hollandsche  Maat- 
schappij  der  Wetenschappen  te  Haarlem.  Tweede  Verzameling.  1.  Deel. 
Haarlem  1841. 

264a.  *    — ,  Phycologia  generalis  cum  tab.  SO  color.     Leipzig  1843.     [52]. 

264b.*    — ,  Phycologia  germanica.     Nordhausen  1845.     [53]. 

264c.*    — ,  Species  Algaruni.     Leipzig  1849.     [54]. 

264d.  *  —,  Tabulae  phycologicae,  Cent.  I— XIX.  Nordhausen  1849— 1869.  (Anastatischer 
Neudruck.)     Bd.  IV,  1854.     Bd.  VI,  1856.     Yaucheria.     [55]. 

265.  *  Lagerheim,  G.  von.    Contribuciones  a  la  Flora  algologica  del  Ecuador.    Aiiales 

de  la  Universidad  de  Quito  IV.     1890.     16  S. 

266.  *    — ,  Fossile  Algen.     Geol.  Foren.  Förhandl.  Nr.  217,  Bd.  24,  Haft  7,  S.  475—500. 

Yaucheria  S.  476. 

267.  Leidy,  On  Yaucheria.     Philadelphia  Acad.   1874. 

*  Grevillea  1874,  III,  S.  30,  Referat  über  diese  Beobachtungen. 

268.  *  Le  JOLIS,    A.,    Liste    des    Algues    marines    de    Cherbourg.     1863.     Paris.     Avec 

6  planches. 

269.  *  LiNNE,  C.  VON,  Species  Plantarum.     Bd.  I  u.  II.     1753. 

270.  *    — ,  Flora  Suecica.     Stockhohn  1745  1.  Ausgabe,   1755  2.  Ausgabe. 

271.  Lloyd,   F.    E.,    Development    of   the   Egg  in    Yaucheria.      Plant   World   VII, 

S.  311—312. 
271a.  *  Lyngbye,     H.    C,     Tentamen     hydrophytologiae     danicae.       Kopenhagen    1819. 
[57]. 

272.  *  Magnus,    P.,    Über  Gallen,    die    ein  Eädertierchen    an    YaucherkdMeii    erzeugt. 

Bot.  Ztg.  1877,  S.  497—499  (Sitzungsber.  Bot.  Ver.  Brandenburg.  Sitzung 
28.  Juli  1876). 

273.  *    — ,    Kritisches  Referat  der  Arbeit  von  Arechavaleta,    Los  Yaucheria  Monte- 

videanos.     Bot.  Ztg.  1883.     S.  627—628. 

274.  Marten.s,  G.  von.  Reise  nach  Venedig.    Ulm  1824  (1828). 

275.  *    — ,  Die  Tange.     Die  preußische  Expedition  nach  Ostasien  1866.     132  S.    8  Taf. 

276.  Martius,    C.  Ph.,    Flora   cryptogamica  Erlangensis   sistens    vegetabilia    e  classi 

ultima  Linn.  in  agro  erlangensi  hucusque  detecta.     Norimbergae  1817. 

277.  *  Meyen,    J.,    Beiträge  zur  Physiologie   und    Systematik  der  Algen.     Acad.  Caes. 

Leop.     Nova  Acta  XIV.     1828.*)     S.  425—496,  Taf.  XXVII— XXX. 


■■)  Rabenhorst  zitiert  1836. 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw.  231 

277a.  *  MÖBIUS,  M.,  Anstralische  Süßwasseralgen  II.  Abh.  d.  Senckenbergischen  Nat. 
Ges.     Bd.  XVIII.     1894.     S.  309—350.     2  Taf.     [137]. 

278.  MÜLLER,   0.  F.,    Von  unsichtbaren  Wassermoosen.     Beschäftig,  der  Berliner  Ge- 

sellsch.  Naturf.  Freunde.     4.  Bd.     1779.     S.  42. 

279.  — ,  Sur  la  niousse  d'eau  invisible.     Journ.  de  Physique  Tome  24.     S.  248. 

280.  *    — ,  De  Confervis  palustribus  oculo  undo  invisibilibus.     Nova  Acta  Acad.  Petrop. 

1785.     Vol.  III.     Hist.     S.  89—98,  T.  I,  IL 

281.  Nees  von  Esenbeck,   De  muscorum  propagatione  Comment.    Erlangen  1818. 

282.  NiCHOLS,  A.,  Abnormal  fruiting  of  Vaucheria.     Bot.  Gaz.  1895,  n.  20,  S.  268. 

283.  *  NORDSTEDT,  0.,  Algologiska  Smäsaker  I.     Vaucheria  sphaerospora.    Oedogonium 

hathmidosporuni.     Bot.  Notiser  1878,  n.  6,  S.  176—180,  1  Taf.     II.    Vaucheria 
Studier.     Ebenda  1879,  S.  177—190    2  Taf. 

284.  *    — ,  Some  Eemarks  on  british  submarine  Vaucheria,  with  1  plate.    The  Scottish 

Naturalist  1886,  S.  382—384. 

285.  *    — ,    Freshwater   Algae    collected   by    Dr.    S.  Berggren    in   New  Zealand    and 

Australia.     Kongl.  Svenska  Vetenskaps-Akademiens  Handlingar.   Bd.  22,  Nr.  8, 
1888,  S.  1—98,  Taf.  I— VII. 

286.  *  Oltmanns,  f.,    Über  die  Entwicklung  der  Sexualorgane   bei   Vaucheria.     Flora 

1895.     80.  Bd.,  S.  388—420,  Taf.  VI-X. 

287.  *  POLLINI,  C,  Sülle  Alghe  viventi  nelle  terme  Euganee.     Milano  1817.*) 

288.  *  Pringsheim,  N.,  Über  die  Befruchtung  und  Keimung  der  Algen  und  das  Wesen 

des  Zeugungsaktes.     Monatsber.  d.  Akad.  d.  Wiss.  zu  Berlin.    1855.    Sep.-Abdr. 
S.  1—33,  1  Taf. 

289.  *    — ,    Zur  Kritik  und  Geschichte    der  Untersuchungen    über  das  Algengeschlecht. 

Berlin  1857.     S.  1—74  {Vaucheria  S.  20—33). 

289a.  *  Rabenhorst,  L.,  Deutschlands  Kryptogamenflora,  Bd.  II,  Algen.  Leipzig  1847. 
[60]. 

289b.*  — ,  Kryptogamenflora  von  Sachsen,  der  Ober- Lausitz,  Thüringen  und  Nord- 
böhmen mit  Berücksichtigung  der  benachbarten  Länder,  I.  Abt.,  Algen,  295  S. 
Leipzig  1863.     [61]. 

289c.  *    — ,  Flora  europaea  Algarum,  Bd.  III.     Leipzig  1868.     [62]. 

290.  *  Reinbold,  Th.,  Die  Chlorophyceen  (Grüntange)  der  Kieler  Föhrde.     Schriften  des 

naturw.  Vereins  für  Schleswig-Holstein.    Bd.  VIII.     1889. 

291.  *Reinsch,  P.  f..  Die  Algenflora  des  mittleren  Teils  von  Franken.    Mit  13  Tafeln. 

Nürnberg  1867. 

292.  *    — ,  Eine  neue  Vaucheria  der  Corniculafae  sowie  über  gynandrische  Bildung  bei 

Vaucheria.    Ber.  d.  Deutschen  Bot.  Ges.     1887.     V. 

293.  *    — ,  Die  Süßwasseralgenflora  von  Südgeorgien.    Die  deutscheu  Polarexpeditionen. 

Bd.  VL     1890.     S.  329—365,  Taf.  I— IV. 

294.  *  Richter,   A.,   Über   die   Anpassung   der   Süßwasseralgen   an  Kochsalzlösungen. 

Flora  Bd.  75.     1892.     S.  4—56,  t.  1  u.  2  (Diss.). 

295.  *  ROEMER,  F.  A.,  Die  Algen  Deutschlands.     Hannover  1845-     XI  Tafeln.     72  S. 

296.  *  Roth,  A.  G.,  Catalecta  botanica.     Fase.  L  1797,  IL  1800,  III.  1806,  Leipzig. 

297.  *    — ,  Tentamen  Florae  Germanicae.    T.  IIL     Pars  prior.     Lipsiae  1800. 

298.  *    — ,  Neue  Beiträge   zur  Botanik   I.    1802.    Frankfurt  a.  M.     4.    Ein  Versuch  zur 

Berichtigung  der  Conferva  bullosa  Linnei.     S.  322 — 337. 

299.  *  ROTHERT,  W.,  Über  die  Gallen  der  Rotatorie  Notommata  Wernecki  auf  Vaucheria 

Walzi  n.  sp.     Pringsh.  Jahrb.  XXIX.     1896.     S.  525-594,  Taf.  VIH,  IX. 


*)  Rabenhorst  zitiert  Verona  1816. 


232  W.  Heeriiig. 

300.  SCHAARSCHMIDT,    J.    (G.  VON  ISTVANFFi),    Zur  Reduktion    des  Thallus    und  die 

Sporenbildung   bei    Vaucheria   (Ungarisch).      Älagy.    Növ.    Lapok.      VI.      1882. 
S.  10-13. 

*Bot.  .Jahresber,  X.  1,  S.  314. 

301.  *    — ,    Zellhautverdickungen    und  Zellulinkörner    bei  Yaiiche7-ia   und  Cliaren    fUn- 

garisch).     Magy.  Növ.  Lap.     VIII.     1884.     S.  1  —  13,  1  Taf. 

302.  Schenk,    A.,    Algologische  Mitteilungen.     III.    Entwicklung  der  Fortpflaiizungs- 

organe  und  Befruchtung  von   Vaucheria  yeminata.    Verh.  der  physik.  med.  Ges. 
zu  AVürzburg.     1857.     VIII.     S.  247. 

303.  — ,    Zur  Kenntnis   der   geschlechtlichen   Fortpflanzung   der  Gattung  Vaucheria. 

Würzburg.     Naturw.  Zeitschr.  Vol.  II,  S.  201. 

304.  *  SCHIMPER,    A.   F.  W.,    Untersuchungen    über   Chlorophylikörper    und    die    ihnen 

homologen  Gebilde.     Pringsh.  Jahrb.  XVI,   1885,  S.  1—246,  Taf.  I— V. 

305.  *  SCHMIDLE,  W.,  Beiträge  zur  Algenflora  Afrikas.    Engler's  Bot.  Jahrb.  Bd.  XXX, 

1902,  S.  58—68. 

306.  *  Schmitz,  F.,    Über  die  Zellkerne  der  Thallophyten.     Sitzungsber.  d.  niederrhein. 

Ges.  in  Bonn.     1879.     S.  345. 

307.  Schrank,  F.  F.  von.  Bayrische  Flora.     1789. 

308.  Schumacher,    C.   F.,    Enumeratio   plantarum    in    partibus    Sellandiae    septen- 

trionalis.     Partes  2.     Hafniae  1801—1803.    Bd.  I,    1801,   VIII,   304  S.    Bd.  II, 
1803,  489  S. 
—         Smith,  J,  E.,  s.  English  Botany. 

309.  *  Solms-Laubach,  H.,  Graf  zu  — ,  Über  Vaucheria  dichotoma  DC.    Bot.  Ztg.  1867. 

XXV.     S.  361—366,  Taf.  IX. 

310.  *  Stahl,    F.,    Über   die  Ruhezustände    der  Vaucheria   geminata.     Bot.  Ztg.   1879. 

XXXVII.     S.  129—137,  Taf.  IL 

311.  *  Stockmayer,    S.,    Vaucheria  caespitosa.    Hedwigia  1890.    XXIX.     S.  273—276, 

Taf.  XVI. 

312.  Strasburger,  E.,  Zellbildung  und  Zellteilung. 

*  2.  Aufl.     Jena  1876.     {Vaucheria  S.  105.)    3.  Aufl.     Jena  1880. 

313.  *    — ,    Über  Reduktionsteilung,   Spindelbildung,   Centrosomen  und  Cilienbildner  im 

Pflanzenreich.     Jena  1900  {Vaucheria  S.  188). 

314.  SURINGAR,   'SR.  F.  R.,    Observationes  phycologicae  in  floram  Batavam.     c.  4  tab. 

Leovandiae  1857. 

315.  *  TeodORESCO,  E.  G.,  Materiaux  pour  la  flore  algologique  de  la  Roumanie.    Beih. 

Bot.  Zentralbl.  Bd.  XXI,  2.  Abt.,  S.  103-219,  Taf.  IV- X  und  89  Textfig. 

316.  *  Thuret,  G.,  Recherches  sur  les  organes  locomoteurs  des  spores  des  algues.    Ann. 

des  Sciences  naturelles.     Ser.  II,  T.  XIX,  S.  266—277,  Taf.  X— XV. 

317.  — ,   Note  sur  la  synonymie  des  Viva  lactuca  et  U.  latissima.     Mem.  de  la  soc. 

de  Cherbourg.    IL    1854.    S.  389. 

318.  *Trentep0HL,    J.  F.,    Beobachtung  über  die  Fortpflanzung    der  Ectospermen  des 

Herrn  Vaucher,  insbesondere  der  Conferva  bullosa  LiNNE  nebst  einigen  Be- 
merkungen über  die  Oscillatorien.  In  ROTH,  Bot.  Bern,  und  Berichtigungen. 
1807,  S.  180—216,  Tafel  mit  Fig.   1  —  10. 

319.  Unger,  f..  Die  Metamorphose  der  Ectospenua  clavata.     1826. 

320.  — ,  Die  Pflanze  im  Moment  der  Tierwerdung.     Wien  1843. 

321.  *    — ,  Über  Vaucheria  clavata.     Sitzungsber.  R.  Akad.  d.  Wiss.    Vol.  VIII.    Wien 

1852.     S.  185—187. 
321a.  *  Vaucher,  J.  P.,  Histoire  de  Conferves  d'eau  douce.    Geneve  1803.    XV  u.  255  S. 
17  Tafeln. 


Die  Süßwasseralgeii  Schleswig-Holsteins  usw.  233 

*Eezension:   Allgemeine  Literatur-Ztg.  1S05.     Nr.  9,  S.  65—72,  Nr.  10, 

S.  73—76,  Nr.  11,  S.  81—86.     Der  Verfasser  ist  nicht  genannt. 
Mem.  sur  la  frnetification  des  conferves  d'eau  douce.     Journ.  de  physique. 
IX.    Floreal.     Eine  vorläufige  Mitteilung  Vaucher's. 

322.  Wallroth,    F.  G.,    Flora   cryptogamica    Germaniae.     Pars    posterior,    continens 

Algas  et  Fungos.     Norimbergae  1833. 

323.  *  Walz,  J.,  Beitrag  zur  Morphologie  und  Systematik  der  Gattung  Vaiicheria  DG. 

Pringsh.  Jahrb.  1866/67  (1866),  Bd.  V,  S.  127—160,  Tai  XII— XIV. 

324.  *    — ,  Beitrag  zur  Kenntnis  der  Zoosporenbildung  bei  den  Algen.    Bot.  Ztg.  1868, 

Nr.  31,  S.  4i)7— 502. 

325.  *  Weber,  F.,  et  Mohr,  D.  M.  H.,  Großbritanniens  Oonferven ;  nach  DiLLWYN  für 

deutsche  Botaniker  bearbeitet.     Goettingen  1803—1805.     1.  Heft,  6  Taf.,  1803. 

2.  Heft,  -t  Taf.,  1803.     3.  Heft,  6  Taf.,  1805.     4.  Heft,  1805. 
325a.  *  West,    G.  S.,    A  Treatise    on    the   British  Freshwater  Algae.     Cambridge  1904. 

372  S.,  166  Textfig.     S.  108—114  Siphoneae.    [64]. 
325b.  *  West,    W.  et  G.  S.  West,    Welwitsch's  African  Freshwater  Algae.     .Journal   of 

Botany  XXXV.     1897.     [160]. 

326.  *  Wille,  N.,  Bidrag  til  Kundskaben  cm  Norges  Ferskvandsalger.    I.  Smaalenernes 

Chlorophyllophyceer.     Christiania  Videnskabsselskabs  Forhandl.  1880.    Nr.  11. 

327.  *    — ,    Om  slaegten  Gonyrosira  KÜTZ.     Öfversigt   af  Kongl.  Vet.-Akad.  Förhand- 

lingar.     1883,  Nr.  3.     Stockholm.     S.  5—19,  Taf.  II. 

328.  *    — ,  Bidrag  tili  Sydamerikas  Algflora.     Bih.  tili  Vet.-Ak.  Handl.  T.  VIII,  n.  18, 

S.  1-64,  Taf.  I— III. 

329.  WitherinCt,   W.,    A  systematical   Arrangement  of  British  Plauts.    3.  Ed.    4  Bd. 

London  1796. 

330.  *  Wittrock,  V.  B.,  Algologiska  Studier.    I  och  II.    Uppsala  1867.   46  S.,  2  Taf. 

IL    Om  utveckligen  af  Vaucheria  gemhiata  WALZ.     S.  22—43,  Taf.  IL 

331.  — ,    Om  et   subfossilt  hufvudsakligen    af  alger  bildadt  jordlager  i  närheten    af 
Stockholm.     Bot.  Notiser  ISST,    S.  95. 

Deutsch:   *  Über  eine  subfossile,  hauptsächlich  von  Algen  gebildete  Erd- 
schicht.    Bot.  Zentralbl.  XXIX,  1887. 
331a.     Wolle,  F.,  Freshwater  Algae  on  the  United  States,  2  Bde.    Bethlehem  1887.  [66]. 

332.  *  WOLLNY,  R.,  Über  die  Gallen  von  Vaucheria.    Hedwigia  1877,  S.  163—165. 

333.  *    — ,  Weitere  Beobachtungen  über  die  Entwicklung  der  Notommata  in  einer  Aus- 

sackung der  Vaucheria.     Hedwigia  1878,  S.  5—6. 

334.  *    — ,  Beitrag  zur  Kenntnis  der  VaiicheriagnWen.     Hedwigia  1878,  S.  97—98. 

335.  Wood,  H.  C.,  Prodromus  of  a  study  of  the  Freshwater  Algae  of  Eastern  North- 

America.     Proceed.  of  the  Am.  Phil.  Soc.  18G9,  XIX,  S.  119—145. 

336.  — ,   A  Contribution   to  the  History  of  the  Freshwater  Algae    of  North-America. 

Sniithsonien  Institution.     21  Tafeln.     Washington  1872. 

337.  *  WORONIN,  M.,  Beitrag  zur  Kenntnis  der  Vaucherien.     Bot.  Ztg.  1869,  Bd.  XXVII, 

S.  137. 

338.  *    — ,    Vaucheria   De  Baryana   n.   sp.     Bot.  Ztg.    1880,    XXXVIH,    S.  425-432. 

Taf.  VII. 

339.  Zanardini    in  Lorenz,   J.  R.,   Physikalische   Verhältnisse   und  Verteilung    der 

Organismen  im  Quarnerischen  Golfe.     Wien  1863. 

340.  *  Zeller,  G.,  Algae  brasiliensis  circa  Rio  de  Janeiro  a  Dr.  A.  GlazioU  collectae 

in  Symbolae  ad  floram  Brasiliae  centralis  cognoscendam.  Videnskabelige 
Meddelelser  fra  den  naturhistoriske  Forening  i  Kjßbenhavn.  1876,  S.  635 
bis  641. 

18 


234 


W.  Heering. 


Nachtrag. 

341.  *  Ehrenberg,  G.  C,   Dritter  Beitrag  zur  Erkenntnis  gror3er  Organisation  in  der 

Richtung    des   kleinsten  Eaumes.     Phys.  Abh.    d.    K.  Akad.    d.  Wissensch.    zu 
Berlin  1833,  S.  145—336,  Taf.   1-6.     Berlin  1835. 

Sep.-Abdr. :  Organisation  in  der  Eichtung  des  kleinsten  Eaumes.    3.  Beitr. 
192  S.     Berlin  1S34. 

342.  *    — ,   Die  Infusionstierchen  als  vollkommene  Organismen.     Leipzig  1838.     548  S. 

64  Tafeln. 

343.  FOSLIE,  M.,  Om  Norges  arctiske  Hafsalger.   Christiania  Vidensk.  sällsk.  F0rhandl. 

1881,  N.  14. 

344.  *  Lewin,   M.,  Über   spanische   Süßwasseralgeu.     Bih.  t.  K.  Sv.  Vet.-Akad.  Haudl. 

Bd.  XIV,  Afd.  III,  N.  1,  1888,  S.  1—24,  Taf.  1-3. 

345.  MORREN,    De   l'existeuce    des  Infusoires    dans    les   plantes.     Bull,    de  l'Acad.  de 

Bruxelles  1839. 

346.  *  WlMMER,  Übersicht  der  Arbeiten  der  schlesischen  Gesellschaft  für  vaterländische 

Kultur.     1833  (1834). 


Exsiccatensammlungen. 

1 .  AEESCH.  AreschOUG,  J.  E.,  Algae  Scandinavicae  exsiccatae.  Upsala  1861 — 79. 

2.  Bad.  Kryptogamen  Badens.     Unter  Mitwirkung  mehrerer  Botaniker  ge- 

sammelt und  herausgegeben   von  J.  B.  Jack,   L.  Leiner   und 
E.  StizenberCtER.    I— XVII. 

3.  CEOUAN  CroUAN,  H.  M.  et  P.  L.,  Algues  marines  du  Finistere.    Brest  1852. 

4.  DESMAZ.         DeS]VIAZIERES,J.B.  H.J.,  Plantes  cryptogames  de  France.  Lille.  Ed.  I, 

Fase.  I— XLIV,  1825-36.     Ed.  II,  Fase.  I— XXXVII,  183G— 51. 
Ed.  nova  Fase.  I— XVI,  1853-60. 

5.  Erb.   Critt.       Erbario    crittogamico  italiauo  pubblicato  dai  Signori  M.  Anzi,    F. 

ital.  Ardissone,  F.  Baglietto,   E.  Beccari  usw.    Fase.  I— XXX, 

Nr.  1—1500,  1858-67. 
'■'6.  HAUCK  c*t       Hauck,  f.,  et  Richter,  P.,   Phykotheca  universalis.    Triest  und 

RICHTEE  Leipzig.     Fase.  I— XV.     1885—96. 

'''7 .  Holmes  Holmes,  E.  M.,  Algae  brittaaicae  rariores  exsiccatae. 

*8.   JÜEGENS         Algae  aquaticae,   quas  et  in  littore  maris  dynastiam  Jeveranam  et 

Frisiam  orientalem  alluentis  rejectas,  et  in  harum  terrarum  aquis 

habitantes  coUegit  et  exsiccavit  G.  H.  B.  JÜRGENS.     Dec.  1—20. 

Jever  1816—22. 
*9.  KÜTZ.  KÜTZING,  F.  T.,  Algarum  aquae  dulcis  germanicarum  decades  I— XVI. 

Halle  1833—36. 
'10.   LE  JOLIS        Algues  marines  de  Cherbourg,  publices  en  nature  par  A.  Le  JOLIS. 

Fase.  I— XIV,  Nr.  1—280. 

11.  Lloyd  Algues  de  rOuest  de  la  France,   publiees  par  Lloyd,  Nr.  1—300. 

12.  MOUGEOT-      Stirpes  Cryptogamae   Vogeso-rhenanae,    quas    in  Rheni   superioris 

Nestlee  Inferiorlsque,   nee  non  Vogesorum   praefecturis  coUegerunt  J.  B. 

MOUGEOT,      C.     NESTLER     et    W.     P.     SCHIMPER.      1810—1864. 

Vol.  I— XV. 
43.  Phykotheca    De  Toni  e  Levi-Morenos,  Phykotheca  italica.    Venedig  1886. 
ital, 


Die  Süßwasseralgen  Schleswig-Holsteins  usw. 


235 


*14.  Eabenh. 


*15.  TiLDExN 
16.  Wartm. 


17.  Westend. 
&  Wall. 

*18.   WITTR.   & 
NOEDST. 


10.   WlTTß., 

NORDST.   & 

Lagerh. 


Die  Algen  Sachsens  bezw.  Mitteleuropas.  Gesammelt  und  heraus- 
gegeben von  Dr.  L.  RABENHORST.  Dec.  1—100.  Algen  Europas 
Dec.  1—257  (101—357).     Dresden  1848—1878. 

Tilden,  J.  E.,  American  Algae. 

Schweizerische  Kryptogamen.  Unter  Mitwirkung  mehrerer  Botaniker 
gesammelt  und  herausgegeben  von  Prof.  Dr.  B.  WARTMANN  \ind 
B.  SCHENK.     Fase.  I— XVII.     St.  Gallen  1862—67. 

Herbier  cryptogamique  ou  collection  de  plantes  cryptogames  et 
agames  qui  croissent  en  Belgique,  par  G.  B.  Westendorp  et 
A.  C.  Wallays.     Fase.  I— XXVIIL     Courtrai  1844—59. 

Algae  aquae  dulcis  exsiccatae  praecipue  scandinavicae,  quas  ad- 
jectis  algis  marinis  chlorophyllaceis  et  phycochromaceis  distribu- 
erunt  V.  WiTTROCK  et  0.  NORDSTEDT.  Fase.  1—20,  1877—89. 
Fase.  21.     Descriptiones  et  Index. 

Fortsetzung  des  vorigen  Werkes.  Fase.  22—34,  1893—1903. 
Fase.  35.     Descriptiones  et  Index. 


Eingegangen  Oktober  19Ü7. 


Gedruckt  bei  Lütcke  &  Wulff,  E.  H.  Senats  Buchdruckern. 


4.  Beiheft 

zum 

Jahrbuch  der  Hamhurgischen  Wissenschaftlichen  Anstalten. 

XXIV.  1906. 


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Mitteilungen 


der 


Hamburger  Sternwarte 

Nr.  9. 


Inhalt: 

7?.  Sehovr,   Tafel  der  Reduktions -Konstanten 

zur  Berechnung  scheinbarer  Sternörter  für  die  Jahre  1830  bis  1860. 


Hamburg    190  7. 

Kommissionsveriao-  von  Lucas  Gräfe  &  Sillem. 


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4.  Beiheft 

zum 

Jahrbuch  der  Hamburgischen  Wissenschaftlichen  Anstalten. 

XXIV.  1906. 


Mitteilungen 


der 


Hamburger  Sternwarte 

Nr.  9. 


Inhalt: 

B.  Seliov)'.   Tafel  der  Reduktions -Konstanten 
zur  Bereclinung  scheinbarer  Sternörter  für  die  Jahre  1830  bis  1860. 


Hamburg    1907. 

Kommissionsverlao"  von  Lucas  Gräfe  &  Sil  lern. 


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Tafel  der  Reduktions-Konstanten 
zur  Berechnung  scheinbarer  Sternörter 

für  die  Jahre  1830  bis  1860. 


Nach  Berechnungen  auf  der  Hamburger  Sternwarte 

herausgegeben  von 

RICHARD   SCHORR. 


Hamburg  1907. 


Die  nachstehende  Zusammenstelhing  der  BESSEL'schen  Eeduktions- 
konstanten  zur  Berechnung-  scheinbarer  Sternörter  für  den  Zeitraum  von 
1830  bis  1860  ist  veranlaßt  worden  durch  die  Neureduktion  der  von 
Cakl  EÜMKER  in  den  Jahren  1836  bis  1856  am  Meridiankreis  der  Ham- 
burg-er  Sternwarte  ausgeführten  Fixsternbeobachtungen.  Da  diese  Be- 
obachtungen niclit  zonenweise  angestellt  sind,  sondern  an  den  einzelnen 
Beobachtungsabenden  sich  häufig  über  den  ganzen  sichtbaren  Meridian 
erstrecken,  war  es  unzweckmäßig,  der  Berechnung  der  Reduktion  auf  den 
Jahresanfang  die  Pulkowaer  Tafeln  zugrunde  zu  legen,  da  dann  für 
jeden  Stern  die  8  Sternkonstanten  a  b  c  d  und  a'  b'  c'  d'  hätten  neu 
berechnet  werden  müssen.  Ich  entschloß  mich  deshalb,  die  Reduktion  auf 
den  Jahresanfang  nach  den  Formeln 

Aa  ^  f  -f  g  sin  (G  +  «)  tg (5   +  h  sin  (H  +  «)  sec  d 

Ad  ==         g  cos  (G  +  «)  +  h  cos  (H  +  «)  sin  ö  +  i  cos  d 

auszuführen  und  die  Reduktionsgrößen  f,  g,  h,  i,  G  und  H  neu  zu  berechnen, 
unter  Zugrundelegung  der  von  der  Pariser  Fundamentalstern-Konferenz  im 
Mai  1896  festgesetzten  Werte:*) 

Nutationskonstante      =     9'.' 21 
Aberrationskonstante  ^  2o'.'47 

sowie  der  Präzessionsgrößen  nach  S.  Newcomb.")  Um  die  neuen  Tafeln 
zu  ähnlichen  Neureduktionen  älterer  Beobachtungen  für  einen  größeren 
Zeitraum  benutzen  zu  können,  wurde  die  Berechnung  auf  die  Jahre  1830 
bis  1860  ausgedehnt,  womit  zugleich  ein  besserer  Anschluß  an  die  Epheme- 
riden  des  Berliner  Jahrbuchs  erzielt  wird,  welche  vom  Jahre  1861  ab 
die  Nutationskonstante  von  Peters  und  die  Aberrationskonstante  von 
W.  Struve  zugrunde  legen. 

Die  Berechnung  erfolgte  unter  Benutzung  von  Bauschinger's^) 
Tafeln  XXXI a  bis  XXXI e,  in  welche  die  von  der  wahren  Sonnenlänge  (©) 


')  Conference  internationale  des  etoiles  fondamentales.   Proces -Verbaux.   Paris  1896. 

Ö  Astrouomical    Papers    prepared    for    the    use    of   the   American   Ephenieris    and 

Nautical  Alnianac.    Vol.  VIII  part  I.    AVashingtou  1898. 

^)  J.  BAUSCHINGER,  Tafeln  zur  theoretischen  Astronomie.    Leipzig  1901. 


VI 

lind  von  der  Läng'e  des  aufsteig-enden  Knotens  der  Mondbahn  auf  der 
Ekliptik  (si)  abhängigen  Glieder  der  Reduktionskonstanten  unter  Annahme 
der  oben  angegebenen  neuen  Fundamentalkonstanten  nach  den  folgenden 
Formeln  tabiiliert  sind: 

Präzession  und  Nutation. 

g  cos  G  =  (g  cos  G)  Q  +  (g  cos  G)  ^ 

g  sin  G  =  ig  sin  G)  q  +  (g  sin  G)  ^  Epoche 

fQ  =  +46'/oS5ot  —  i'.'i674  sin  2  ©  +o'.'i355  sin  (©  +    8i°57')        1900 
-f- 46.1 129     — 1.1676  +0.1348  80  42)        2000 

(g  cosG)q  =  +2o'.'o468t  —075064  sin  2©  -|- o'/osSS  sin  (©  +    8i°57')        1900 
-|- 20.0383     — 0.5062  -[-0.0584  80  42)        2000 

(g  sinG)Q  =  —075519  C0S2©  —070092  cos(©  +  28i°i3')        1900 

—  0.5516  — 0.0092  282  56)        2000 

f  o  =  —  1578080  sin  Sl  -\-  071900  sin  2  a  1900 

—  15.8256  -(-0.1900  2000 

(g  cosG)^  =  —    678580  sinS?,  +070820  sin  2  Si  1900 

—  6.8610  +0.0820  2000 

(g  sinG)^  =  —    972100  cosSl  +070895  cos2Sl  1900 

—  9.2109  +0.0894  2000 

Aberration. 

li  cosH  =  — 20747  sin©  h  sinH  =  —  1877790  cos©  1900 

—  20.47  — 18.7809  2000 

i  =  — 871468  cos©  1900 

— 8.1425  2000 

Hierin  bedeutet  t  die  seit  dem  Beginn  des  annus  Actus  verflossene 
Zeit,  ausgedrückt  in  Bruchteilen  des  Jahres.  Die  von  der  Mondlänge 
abhängigen  kurzperiodischen  Glieder  sind  in  den  vorstehenden  Formeln 
ni(iht  enthalten  und  daher  auch  in  den  nachfolgenden  Tafeln  nicht  be- 
rücksichtigt. 

Die  Berechnung  der  Reduktionskonstanten  erfolgte  für  1 2^  M.  Z.  Berlin, 
und  zwar  wurden  die  Sonnenglieder  in  Intervallen  von  4  Tagen,  die  Mond- 
knotenglieder von  32  zu  32  Tagen  berechnet  und  dann  von  Tag  zu  Tag 
interpoliert.  Durch  durchgreifende  Kontrollen  wurde  die  Richtigkeit  der 
Rechnung  sichergestellt. 

Die  Anordnung  der  nachfolgenden  Tafeln  unterscheidet  sich  von  der 
sonst  in  den  astronomischen  Jahrbüchern  üblichen  nur  dadurch,  daß  zur 
Erleichterung  der  numerischen  Rechnung  die  Größen  G,  H  und  f  in  Stunden 
und  Minuten  bezw.  in  Zeitsekunden  angegeben  und   außerdem  noch  die 


VII 

bei  Benutzung-  der  außerordentlich  praktischen,  aber  anscheinend  nur  wenig 
gebrauchten   FiNLAY'schen  Hülf staf ein  ^)   erforderlichen  Reduktionsgrößen 

g  h 

X  = —  I 


2o'.'o52i  ''  1 8'.' 5000 

aufgenommen  sind.  Die  Berechnung  der  Reduktion  auf  den  scheinbaren 
Ort  mit  Hülfe  der  FiNLAY'schen  Tafeln  ist  nach  den  hier  bereits  ausge- 
führten 5  2  000  Rechnungen  für  die  RÜMKER'schen  Beobachtungen  so  außer- 
ordentlich bequem,  daß  es  sehr  erwünscht  wäre,  wenn  zur  Erleichterung 
des  Gebrauchs  dieser  Tafeln  die  astronomischen  Jahrbücher  und  Ephe- 
meriden  in  Zukunft  auch  die  FiNLAY'schen  Hülfsgrößen  x  und  y  in  die 
Zusammenstellung  der  Reduktionskonstanten  aufnehmen  würden. 

Zur  Berechnung  der  Übertragung  von  Gestirnsörtern  auf  andere 
Epochen  ist  eine  Zusammenstellung  der  Präzessionsgrößen  und  der  mitt- 
leren Schiefe  der  Ekliptik  nach  S.  NEWCOlVtB  für  die  Jahre  1800  bis  1900 
beigefügt  worden. 

An  der  Berechnung  und  Herstellung  der  nachstehenden  Tafeln  haben 
außer  dem  Unterzeichneten  und  Herrn  Dr.  SCHWASSMANN  die  Herren 
Dr.  GRAFF,  MESSOW,  BIRKENFELD,  KÄGBEIN  und  ßORNSTEIN,  an  den 
mehrfach  gelesenen  Korrekturen  auch  Herr  Dr.  DOLBERG  teilgenommen. 

Hamburg  1907  April.  r.  schorr. 


^)  W.  H.  FINLAY,    Star  -  Correction    Tables.     Appendix   to   Cape   Meridian   Obser- 
vatious  1890. 


VIII 


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Tafel  der  Reduktions-Konstanten 
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.0252 

9 

05 

4  57-7 

2780 

19  22.6 

70 

2  +0 

377  — 0 

5490 

+0.0242 

9 

04 

4  567   I 

2775 

19  18.4 

—  7 

75 

3 

382 

5491 

.0232 

9 

04 

4  55-8 

2771 

19  14. I 

79 

4 

387 

5492 

.0223 

9 

04 

4  54-9 

2767 

19  9.8 

83 

5 

393 

5493 

.0214 

9 

04 

4  540 

2764 

19  5-5 

87 

6 

398 

5494 

.0206 

9 

04 

4  53  i 

2760 

19  1.2 

90 

7 

403 

5494 

.0198 

9 

04 

4  522 

2757 

18  56.8 

94 

8 

408 

5494 

.0191 

9 

04 

4  513 

2754 

18  52.5 

97 

9 

413 

5493 

.0185 

9 

04 

4  50-5 

2751 

18  48.2 

8 

00 

10 

418 

5492 

.0179 

9 

04 

4  49.6 

2749 

18  43-9 

8 

02 

II 

423 

5491 

.0174 

9 

04 

4  48.8 

2746 

18  39.6 

8 

05 

12  +0 

428  — 0 

5490 

+0.0169 

9 

04 

4  48.0   I 

2744 

18  35-2 

—8 

07 

13 

432 

5488 

.0165 

9 

05 

4  471 

2743 

18  30.9 

8 

09 

14 

437 

5486 

.0161 

9 

05 

4  46.3 

2741 

18  26.6 

8 

IG 

15 

442 

5484 

.0158 

9 

06 

4  45-5 

2740 

18  22.2 

8 

12 

16 

447 

5481 

•0155 

9 

06 

4  44-7 

2738 

18  17.9 

8 

13 

17 

452 

5478 

•  0153 

9 

07 

4  44.0 

2738 

18  13.6 

8 

14 

18 

456 

5475 

.0151 

9 

07 

4  43-2 

2737 

18  9.2 

8 

14 

19 

461 

5471 

.0150 

9 

08 

4  42.4 

2736 

18  4-9 

8 

15 

20 

466 

5467 

.0150 

9 

09 

4  41-7 

2736 

18  0.6 

8 

15 

21 

471 

5462 

.0150 

9 

10 

4  40.9 

2736 

17  56-3 

8 

15 

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12" 

M.  Z.  Berlin 

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März 

22   +0 

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1-2737 

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23 

480 

5452 

.0152 

9 

12 

4  39-4 

-2737 

17  47 

6 

8 

14 

24 

485 

5447 

.0154 

9 

13 

4  38.7 

.2738 

17  43 

3 

8 

13 

25 

490 

5441 

.0156 

9 

14 

4  38.0 

-2739 

17  39 

0 

8 

12 

26 

495 

5435 

■0159 

9 

15 

4  37-3 

-2740 

17  34 

7 

8 

II 

27 

499 

5428 

.0163 

9 

17 

4  36.5 

.2742 

17  30 

4 

8 

09 

28 

504 

5421 

.0167 

9 

18 

4  35-8 

.2744 

17  26 

I 

8 

07 

29 

509 

5414 

.0172 

9 

20 

4  351 

.2746 

17  21 

8 

8 

05 

30 

514 

5406 

.0177 

9 

21 

4  34-4 

•2748 

17  17 

5 

8 

03 

31 

519 

5398 

.0183 

9 

23 

4  33-7 

•2750 

17  13 

3 

8 

Ol 

April 

I   +0 

524  — 0 

5390 

+0.0189 

9 

25 

4  330 

1-2753 

17  9 

0 

—  7 

98 

2 

529 

5381 

.0196 

9 

26 

4  32.3 

.2756 

17  4 

7 

95 

3 

534 

5372 

.0203 

9 

28 

4  31-6 

•2759 

17  0 

5 

92 

4 

539 

5362 

.0211 

9 

30 

4  30 -9 

.  2762 

16  56 

3 

88 

5 

544 

5352 

.0219 

9 

32 

4  30 -2 

.  2766 

16  52 

0 

85 

6 

549 

5342 

.0228 

9 

34 

4  29.5 

.2769 

16  47 

8 

81 

7 

554 

5332 

.0237 

9 

36 

4  28.8 

•2773 

16  43 

6 

77 

8 

560 

5321 

.0247 

9 

38 

4  28.2 

.2777 

16  39 

4 

72 

9 

565 

5310 

.0257 

9 

41 

4  27.5 

.2782 

16  35 

2 

68 

10 

570 

5298 

.0267 

9 

43 

4  26.8 

.2786 

16  31 

0 

63 

II   +0 

576  -0 

5286 

+0.0278 

9 

45 

4  26. 1 

1.2791 

16  26 

8 

—  7 

58 

12 

581 

5274 

.0289 

9 

48 

4  25.4 

-2795 

16  22 

7 

53 

13 

587 

5261 

.0301 

9 

50 

4  24.7 

.  2800 

16  18 

5 

47 

14 

592 

5248 

•  0313 

9 

53 

4  24.0 

.2805 

16  14 

4 

42 

15 

598 

5235' 

•0325 

9 

55 

4  23.3 

.2811 

16  10 

3 

36 

16 

604 

5221 

•0338 

9 

58 

4  22.7 

.2816 

16  6 

2 

30 

17 

610 

5207 

■0351 

9 

61 

422.0 

.2821 

16  2 

I 

23 

18 

616 

5193 

.0364 

9 

64 

4  21.3 

.2827 

15  58 

0 

17 

19 

622 

5178 

•0377 

9 

67 

4  20.6 

•2832 

15  53 

9 

10 

20 

628 

5163 

.0391 

9 

70 

4  19.8 

.2838 

15  49 

8 

03 

21   +0 

634  — 0 

5148 

+0.0405 

9 

73 

4  19  I 

I . 2844 

15  45 

8 

-6 

96 

22 

640 

5133 

.0419 

9 

76 

4  18.4 

.2850 

15  41 

8 

6 

89 

23 

646 

5118 

•0433 

9 

79 

4  177 

.2856 

15  37 

7 

6 

81 

24 

653 

5102 

.0448 

9 

82 

4  170 

.2862 

15  33 

7 

6 

74 

25 

659 

5086 

.0463 

9 

85 

4  16.3 

.2868 

15  29 

7 

6 

66 

26 

666 

5070 

.0478 

9 

89 

4  15 -5 

.2874 

15  25 

7 

6 

58 

27 

672 

5053 

•  0493 

9 

92 

4  14.8 

.2881 

15  21 

8 

6 

49 

28 

679 

5036 

.0508 

9 

95 

4  140 

.2887 

15  17 

8 

6 

41 

29 

686 

5019 

•  0523 

9 

99 

4  133 

-2893 

15  13 

9 

6 

32 

30 

692 

5002 

•0539 

10 

02 

4  12.5 

.2899 

15  9 

9 

6 

24 

Mai 

I   +0 

699  — 0 

4985 

+0-0554 

10 

06 

4  II  .8 

I . 2906 

15  6 

0 

—  6 

15 

2 

707 

4967 

.0569 

10 

09 

4  1 1  .0 

.  2912 

15  2 

I 

6 

06 

3 

714 

4949 

.0584 

10 

13 

4  10.2 

.2918 

14  58 

2 

5 

96 

4 

721 

4931 

.0600 

10 

16 

4  9-5 

•2925 

14  54 

4 

5 

87 

5 

728 

4913 

.0615 

10 

20 

4  8.7 

.2931 

14  50 

5 

5 

77 

6 

735 

4895 

.0630 

10 

24 

4  7-9 

-2937 

14  46 

7 

5 

67 

7 

743 

4876 

.0645 

10 

28 

4  71 

-2944 

14  42 

8 

5 

57 

8 

750 

4857 

.0661 

10 

31 

4  6.3 

.2950 

14  39 

0 

5 

47 

9 

758- 

4838 

.0676 

10 

35 

4  5-5 

.2956 

14  35 

2 

5 

37 

10 

766 

4818 

.0692 

10 

39 

4  4-7 

.  2962 

14  31 

4 

5 

27 

1830 


12" 

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1 

M.Z.  Berlin 

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6 

Mai    II   +0' 

774  -0. 

4799   +0. 

0707 

10  ■43 

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2968 

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12 

782 

4779 

0722 

10.47 

4  3 

I 

2974 

14  23.8 

5-05 

13 

790 

4760 

0737 

10.51 

4   2 

3 

2980 

14  20. I 

4-95 

14 

798 

4740 

0752 

IO-55 

4   I 

4 

2986 

14  16.3 

4.84 

15 

806 

4720 

0766 

10.59 

4  0 

6 

2992 

14  12.6 

4.72 

16 

814 

4700 

0780 

10.63 

3  59 

8 

2998 

14  8.8 

4. 61 

17 

822 

4680 

0794 

10.67 

3  58 

9 

3003 

14  5-1 

4-50 

18 

831 

4660 

0807 

10.71 

3  58 

0 

3009 

14  1.4 

4-39 

19 

839 

4640 

0821 

IO-75 

3  57 

2 

3014 

13  57-7 

4.27 

20 

848 

4619 

0834 

10.79 

3  56 

3 

3020 

13  54-1 

4-15 

21   +0 

856  -0 

4599   +0 

0847 

10.83 

3  55 

4   I 

3025 

13  50-4 

—4-03 

22 

865 

4579 

0860 

10.87 

3  54 

5 

3030 

13  46.7 

391 

23 

874 

4559 

0873 

10. gi 

3  53 

7 

3035 

13  43-1 

3-79 

24 

883 

4538 

0885 

IO-95 

3  52 

8 

3040 

13  39-4 

3-67 

25 

892 

4518 

0897 

10.99 

3  51 

9 

3045 

13  35-8 

3-55 

26 

901 

4497 

0908 

11.03 

3  51 

0 

3049 

13  32 . 2 

3-43 

27 

910 

4477 

0919 

11.08 

3  50 

I 

3054 

13  28.6 

3-30 

28 

919 

4456 

0930 

1 1 .  12 

3  49 

2 

3058 

13  249 

3.18 

29 

928 

4436 

0941 

II. 16 

3  48 

3 

3062 

13  21.3 

3-05 

30 

937 

4415 

0951 

1 1 .  20 

3  47 

4 

3066 

13  17-7 

2-93 

31   +ö 

946  — 0 

4394   +0 

0961 

11.24 

3  46 

5   I 

3070 

13  14.2 

—  2.80 

Juni     I 

955 

4373 

0970 

11.28 

3  45 

5 

3074 

13  10.6 

2  .67 

2 

965 

4352 

0979 

11-33 

3  44 

6 

3077 

13  7-0 

2-54 

3 

974 

4331 

0988 

11-37 

3  43 

7 

3081 

13  3-5 

2  .41 

4 

984 

4311 

0996 

II. 41 

3  42 

7 

3084 

12  59-9 

2.28 

5    0 

993 

4290 

1004 

11-45 

3  41 

8 

3087 

12  56.3 

2-15 

6    I 

003 

4270 

lOI  I 

11.49 

3  40 

8 

3090 

12  52.8 

2  .02 

7 

012 

4249 

IOI8 

11-53 

3  39 

9 

3093 

12  49-3 

1.89 

8 

022 

4229 

1024 

11-57 

3  38 

9 

3095 

12  45-7 

1-75 

9 

032 

4209 

1030 

II. 61 

3  38 

0 

3097 

12  42 . 2 

1 .62 

10  +1 

042  — 0 

418g   +0 

1035 

11.65 

3  37 

0   I 

3100 

12  38.7 

—  1.49 

11 

051 

4168 

1040 

11.69 

3  36 

0 

3102 

12  35-1 

1-35 

12 

061 

4148 

1045 

11-73 

3  35 

3103 

12  31.6 

1 .  22 

13 

071 

4128 

1049 

11.77 

3  34 

3105 

12  28. I 

1.08 

14 

081 

4108 

1053 

II. 81 

3  33 

3106 

12  24.6 

0-95 

15 

090 

4088 

1056 

11.85 

3  32 

3108 

12  21 . 1 

0.81 

16 

100 

4068 

1059 

11.89 

3  31 

3109 

12  17.6 

0.68 

17 

.  110 

4049 

I06I 

11-93 

3  30 

2 

.3110 

12  14. I 

0-54 

18 

120 

4029 

1063 

11.97 

3  29 

2 

.3110 

12  10.6 

0.41 

19 

•130 

4010 

1064 

12.01 

3  28 

2 

3111 

12  7.1 

0.27 

20  +1 

.  140  — 0 

3991   +0 

1065 

12  .05 

3  27 

.  2   I 

3111 

12  3.6 

— 0. 14 

21 

.150 

3972 

1065 

12  .09 

3  26 

.  2 

.3111 

12  0. 1 

0  .00 

22 

.  160 

3953 

1065 

12.12 

3  25 

2 

.3111 

II  56.6 

+  0-13 

23 

.  169 

3934 

1064 

12.16 

3  24 

.  2 

.3111 

II  53-1 

0.  27 

24 

.179 

3915 

1063 

I  2 .  20 

3  23 

•3 

.3110 

II  49.6 

0 .  40 

25 

.189 

3897 

.  I06I 

12 .  24 

3  22 

■3 

.3110 

II  46 . I 

0-54 

26 

.199 

3878 

1059 

12.27 

3  21 

■3 

.3109 

II  42 .6 

0.67 

27 

.  209 

.3860 

1056 

12.31 

3  20 

•3 

.3108 

II  39.1 

0.81 

28 

.  219 

•3842 

■  1053 

12.35 

3  19 

■3 

.3106 

II  35-6 

0.94 

29 

.  229 

.3824 

.1049 

12.38 

3  18 

-3 

-3105 

II  32.1 

1.08 

i830 


12» 

M.Z.  B 

erlin 

f 

\ 

y 

g 

G      1 

og  h 

H 

i 

Juni 

30   +  I ' 

238  -0 

3806 

+  0.1045 

12  "42 

3*^17 -3   I 

3104 

iii^28T6 

+  I '.'  2 1 

Juli 

I 

248 

3789 

.1041 

12 

45 

3  16 

3 

3102 

II  25.0 

1-35 

2 

258 

3771 

■  1036 

12 

49 

3  15 

3100 

II  21.5 

1.48 

3 

268 

3754 

.1031 

12 

52 

3  14 

4 

3098 

II  18.0 

1.61 

4 

277 

3737 

.  1025 

12 

56 

3  13 

4 

3095 

II  14.5 

1-75 

5 

287 

3720 

.1018 

12 

59 

3  12 

4 

3093 

II  1 1  .0 

1.88 

6 

297 

3703 

.  lOI  I 

12 

63 

3  II 

4 

3090 

II  7.4 

2  .01 

7 

306 

3686 

.  1004 

12 

66 

3  10 

4 

3087 

II  3  9 

2.14 

8 

316 

3669 

.0996 

12 

69 

3  9 

5 

3084 

II  0.4 

2 .  27 

9 

325 

3653 

.  0988 

12 

73 

3  8 

5 

3081 

10  56.8 

2  .40 

10  +1 

335  — 0 

3637 

+  0.0980 

12 

76 

3  7 

5   I 

3078 

10  533 

+  2.53 

1 1 

344 

3621 

.0971 

12 

79 

3  6 

6 

3074 

10  49.7 

2.66 

12 

353 

3605 

.0962 

12 

82 

3  5 

6 

3070 

10  46 . I 

2.79 

13 

363 

3590 

.0952 

12 

85 

3  4 

6 

3067 

10  42 .6 

2  .91 

14 

372 

3574 

.0942 

12 

89 

3  3 

7 

3063 

10  39.0 

3-04 

15 

381 

3559 

.0932 

12 

92 

3  2 

7 

3059 

10  35  4 

317 

16 

390 

3544 

.0921 

12 

95 

3  I 

8 

3054 

10  31.8 

3  29 

17 

399 

3529 

.0910 

12 

98 

3  0 

8 

3050 

10  28 . 2 

341 

18 

408 

3514 

.0898 

13 

00 

2  59 

9 

3045 

10  24.6 

3  54 

19 

417 

3500 

.0886 

13 

03 

2  59 

0 

3041 

10  21.0 

3.66 

20   +1 

426  — 0 

3486 

+  0.0874 

13 

06 

2  58 

0   I 

3036 

10  17.4 

+  3^78 

21 

435 

3472 

.0862 

13 

09 

2  57 

I 

3031 

10  13.8 

3  90 

22 

443 

3458 

.0849 

13 

12 

2  56 

2 

3026 

10  10 . I 

4.02 

23 

452 

3444 

.0836 

13 

15 

2  55 

3 

3021 

10  6.5 

4.14 

24 

460 

3430 

.0823 

13 

17 

2  54 

4 

3015 

10  2.8 

4-25 

25 

469 

3417 

.0809 

13 

20 

2  53 

5 

3010 

9  59  i 

4-37 

26 

477 

3404 

.0796 

13 

23 

2  52 

6 

3004 

9  55-5 

4.48 

27 

486 

3391 

.0782 

13 

25 

2  51 

7 

2999 

9  518 

4.  60 

28 

494 

3378 

.0768 

13 

28 

2  50 

8 

2993 

9  48.1 

471 

29 

502 

3365 

•0754 

13 

30 

2  49 

9 

2987 

9  44-4 

4.82 

30   +1 

510  — 0 

3352 

+  0.0740 

13 

33 

2  49 

I   I 

2982 

9  40.6 

+  4-93 

31 

518 

3339 

.0725 

13 

36 

2  48 

2 

2976 

9  36  9 

5-03 

August 

I 

526 

3327 

.0710 

13 

38 

2  47 

3 

2970 

9  33  2 

514 

2 

534 

3315 

.0695 

13 

40 

2  46 

5 

2964 

9  294 

5^24 

3 

541 

3303 

.0680 

13 

43 

2  45 

6 

2958 

9  25.6 

5^35 

4 

549 

3291 

.0665 

13 

45 

2  44 

8 

2951 

9  21.9 

545 

5 

557 

3279 

.0650 

13 

48 

2  44 

0 

2945 

9  18. 1 

5^55 

6 

564 

3268 

•0635 

13 

■50 

2  43 

2 

2939 

9  14-3 

5-65 

7 

572 

3256 

.0620 

13 

52 

2  42 

4 

2933 

9  IO-5 

5-75 

8 

579 

3245 

.0605 

13 

•54 

2  41 

.6 

2927 

9  6.6 

5-84 

9  +1 

586  -0 

3234 

+  0.0590 

13 

•57 

2  40 

8   I 

2920 

9  2.8 

+  5-94 

10 

593 

3223 

■0574 

13 

•59 

2  40 

0 

2914 

8  58.9 

6.03 

II 

600 

3212 

■0559 

13 

.61 

2  39 

.  2 

2908 

8  551 

6.12 

12 

607 

3201 

■0543 

13 

.63 

2  38 

5 

2901 

8  51.2 

6.  21 

13 

614 

3190 

.0528 

13 

■65 

2  37 

•7 

289s 

8  47-3 

6.30 

14 

621 

3180 

•0513 

13 

.68 

2  37 

0 

2889 

8  43-4 

6.38 

15 

628 

3169 

.0498 

13 

.70 

2  36 

.  2 

2883 

8  39-5 

6.47 

16 

•634 

3159 

.0483 

13 

•72 

2  35 

•5 

2877 

8  35-6 

6-55 

17 

641 

3149 

.0468 

13 

■74 

2  34 

.8 

2870 

8  31-6 

6.63 

18 

.647 

3139 

•0454 

13 

.76 

2  34 

.  I 

2864 

8  27.7 

6.71 

i830 


12* 

M.Z.  E 

erlin 

f 

X 

y 

S 

G 

log  h 

H 

i 

August 

19  +1' 

654  — 0 

3129 

+  0.0439 

13-78 

.1 

33^4 

1.2858 

8^23';'7 

+  6:'79 

20 

660 

3119 

.0425 

13 

80 

2 

32.7 

.2852 

8  ig 

7 

6 

86 

21 

666 

3109 

.0411 

13 

82 

2 

32.0 

.  2846 

8  15 

7 

6 

94 

22 

673 

3099 

•0397 

13 

84 

2 

314 

.2841 

8  II 

7 

7 

Ol 

23 

679 

3089 

•0383 

13 

86 

2 

30-7 

•2835 

8  7 

7 

7 

08 

24 

685 

3079 

.0369 

13 

88 

2 

30.1 

.  2829 

8  3 

7 

7 

14 

25 

6g  I 

3069 

•0356 

13 

90 

2 

295 

.2824 

7  59 

7 

7 

21 

26 

696 

3059 

•0343 

13 

92 

2 

28.9 

.2818 

7  55 

6 

7 

27 

27 

702 

3049 

•0331 

13 

94 

2 

28.2 

.2813 

7  51 

5 

7 

33 

28 

708 

3039 

.0319 

13 

96 

2 

27  .6 

.2808 

7  47 

5 

7 

39 

29   +1 

714  — 0 

3029 

+  0.0307 

13 

98 

2 

27.1 

1.2803 

7  43 

4 

+  7 

45 

30 

719 

3020 

.0295 

14 

00 

2 

26.  5 

.2798 

7  39 

3 

7 

50 

31 

725 

3010 

.0284 

14 

02 

2 

259 

•2793 

7  35 

2 

7 

55 

Septbr. 

I 

730 

3001 

.0273 

14 

04 

2 

25-4 

.2788 

7  31 

0 

7 

60 

2 

736 

2991 

.0263 

14 

06 

2 

24.8 

.2784 

7  26 

9 

7 

65 

3 

741 

2981 

■0253 

14 

07 

2 

243 

.2780 

7  22 

8 

7 

70 

4 

746 

2971 

.0243 

14 

09 

2 

23.8 

.2776 

7  18 

6 

7 

74 

5 

752 

2961 

.0234 

14 

1 1 

2 

23 -3 

.2772 

7  14 

5 

7 

79 

6 

757 

2951 

.0225 

14 

13 

2 

22.8 

.2768 

7  10 

3 

7 

83 

7 

762 

2941 

.0216 

14 

15 

2 

22.3 

•2764 

7  6 

I 

7 

86 

8  +1 

767  — 0 

2931 

+  0 .0208 

14 

17 

2 

21.8 

I  .  2761 

7  I 

9 

+  7 

90 

9 

772 

2921 

.  0200 

14 

19 

2 

21.4 

•2758 

6  57 

7 

7 

93 

10 

777 

2911 

.0193 

14 

21 

2 

20.9 

■2755 

6  53 

5 

7 

96 

II 

782 

2900 

.0187 

14 

24 

2 

20.5 

•2752 

6  49 

3 

7 

99 

12 

787 

2890 

.0181 

14 

26 

2 

20.0 

•2749 

6  45 

I 

8 

02 

13 

792 

2879 

•0175 

14 

28 

2 

19.6 

•2747 

6  40 

9 

8 

04 

14 

797 

2869 

.0170 

14 

30 

2 

19 . 2 

•2745 

6  36 

6 

8 

06 

15 

802 

2858 

.0166 

14 

32 

2 

18.8 

•2743 

6  32 

4 

8 

08 

16 

807 

2847 

.0162 

14 

34 

2 

18.4 

.2741 

6  28 

I 

8 

10 

17 

812 

2836 

•0159 

14 

37 

2 

18.0 

.2740 

6  23 

9 

8 

II 

18  +1 

817  — 0 

2825 

+  0.0156 

14 

39 

2 

17.7 

1.2739 

6  19 

6 

+  8 

12 

19 

821 

2813 

•0154 

14 

41 

2 

173 

■2738 

6  15 

4 

8 

13 

20 

826 

2802 

.0152 

14 

43 

2 

17.0 

■2737 

6  II 

I 

8 

14 

21 

831 

2790 

,0151 

14 

46 

2 

16.6 

•2737 

6  6 

8 

8 

15 

22 

836 

2778 

.0150 

14 

48 

2 

16.3 

.2736 

6  2 

6 

8 

15 

23 

841 

2766 

.0150 

14 

51 

2 

16.0 

.2736 

5  58 

3 

8 

15 

24 

845 

2754 

.0150 

14 

53 

2 

157 

•2737 

5  54 

0 

8 

15 

25 

850 

2741 

.0151 

14 

56 

2 

15-4 

•2737 

5  49 

7 

8 

14 

26 

855 

2729 

•0153 

14 

58 

2 

151 

■2738 

5  45 

5 

8 

14 

27 

860 

2716 

■0155 

14 

61 

2 

14.8 

•2739 

5  41 

2 

8 

13 

28  +1 

865  -0 

2703 

+  0.0158 

14 

63 

2 

145 

1.2740 

5  36 

9 

+  8 

II 

29 

870 

2689 

.0161 

14 

66 

2 

14.2 

•2741 

5  32 

6 

8 

10 

30 

874 

2675 

.0165 

14 

69 

2 

14.0 

•2743 

5  28 

3 

8 

08 

Oktbr. 

I 

879 

2661 

.0170 

14 

72 

2 

13-7 

■2745 

5  24 

I 

8 

06 

2 

884 

2647 

■0175 

14 

74 

2 

13-5 

.2747 

5  19 

8 

8 

04 

3 

889 

2632 

.0180 

14 

77 

2 

133 

•2749 

5  15 

5 

8 

02 

4 

894 

2618 

.0186 

14 

80 

2 

13.0 

.2752 

5  II 

2 

7 

99 

5 

899 

2603 

.0192 

14 

83 

2 

12.8 

•2755 

5  7 

0 

7 

96 

6 

904 

2588 

.0199 

14 

86 

2 

12.6 

■2758 

5  2 

7 

7 

93 

7 

909 

2572 

.0207 

14 

89 

2 

12.4 

.  2761 

4  58 

4 

7 

90 

i830 


12" 

M.Z.  B 

erlin 

F 

X 

y 

g 

G      1 

3g  h 

H 

i 

Oktbr. 

8  +1? 

915  — 0. 

2556 

+  0 .0215 

14"  93 

2'^ 

i2'r2    I. 

2764 

4^4':'2 

+  7-87 

9 

920 

2540 

.0224 

14.96 

2 

12.0 

2768 

4  49 

9 

7 

83 

10 

925 

2524 

■0233 

14.99 

2 

II. 8 

2772 

4  45 

7 

7 

79 

II 

930 

2507 

.0243 

15  .02 

2 

II. 6 

2776 

4  41 

4 

7 

74 

12 

936 

2490 

•0253 

15.06 

2 

II. 4 

2780 

4  37 

2 

7 

70 

13 

941 

2473 

.0263 

15.09 

2 

II .  2 

2784 

4  33 

0 

7 

65 

14 

947 

2455 

.0274 

1513 

2 

1 1  . 1 

2789 

4  28 

7 

7 

60 

15 

952 

2437 

.0285 

15.16 

2 

10.9 

2794 

4  24 

5 

7 

55 

16 

958 

2419 

.0297 

15.20 

2 

10.7 

2799 

4  20 

3 

7 

50 

17 

964 

2401 

•  0309 

1524 

2 

10.6 

2804 

4  16 

I 

7 

44 

18  +1 

970  — 0 

2382 

+  0.0321 

15.28 

2 

10.4   I 

2809 

4  11 

9 

+  7 

38 

19 

975 

2363 

•0334 

15-31 

2 

10.3 

2814 

4  7 

7 

7 

32 

20 

981 

2343 

•0347 

15-35 

2 

10 . 1 

2820 

4  3 

5 

7 

26 

21 

987 

2323 

.  0360 

15-39 

2 

9-9 

2825 

3  59 

3 

7 

19 

22 

993 

2303 

•0373 

1 5  -  43 

2 

9.8 

2831 

3  55 

2 

7 

12 

23    I 

999 

2282 

•0387 

15-48 

2 

9.6 

2837 

3  51 

0 

7 

05 

24    2 

005 

2261 

.0401 

15-52 

'> 

9-5 

2843 

3  46 

9 

6 

98 

25 

OII 

2240 

.  0416 

15-56 

2 

9-3 

2849 

3  42 

7 

6 

91 

26 

018 

2219 

•  043 1 

15  .60 

2 

9.2 

2855 

3  38 

6 

6 

83 

27 

025 

2197 

.0446 

15-65 

2 

9.0 

2861 

3  34 

5 

6 

75 

28  +2 

032  — 0 

2175 

+  0.0461 

15.69 

2 

8.9   I 

2867 

3  30 

4 

+  6 

67 

29 

038 

2152 

.0476 

15-74 

2 

8.7 

2874 

3  26 

3 

6 

59 

30 

045 

2129 

.0491 

1578 

2 

8.5 

2880 

3  22 

2 

6 

•50 

31 

052 

2106 

.0507 

15  83 

2 

8.4 

2887 

3  18 

I 

6 

.42 

Novbr. 

I 

059 

2083 

■0523 

15.88 

2 

8.2 

2893 

3  14 

0 

6 

■33 

2 

066 

2059 

•0539 

15-92 

2 

8.1 

2900 

3  9 

9 

6 

.24 

3 

073 

2035 

•0555 

15-97 

2 

7-9 

2906 

3  5 

9 

6 

.14 

4 

080 

20II 

•0571 

16.02 

2 

7-7 

2913 

3  I 

•9 

6 

•05 

5 

088 

1987 

■0587 

16.07 

2 

7-5 

2919 

2  57 

.8 

5 

■95 

6 

095 

1962 

.0603 

16.12 

2 

7-4 

2926 

2  53 

.8 

5 

■85 

7  +2 

103  — 0 

1937 

+  0 .0619 

16.17 

2 

7.2   I 

2932 

2  49 

8 

+  5 

-75 

8 

110 

I912 

•0635 

16.22 

2 

7.0 

2939 

2  45 

8 

5 

-65 

9 

118 

1886 

.0651 

16.27 

2 

6.8 

2945 

2  41 

,8 

5 

-55 

10 

126 

1860 

.0667 

16.32 

2 

6.6 

2952 

2  37 

.8 

5 

.44 

II 

134 

1834 

■  0683 

16.37 

2 

6.4 

2958 

2  33 

-9 

5 

■33 

12 

142 

1808 

.0698 

16.43 

2 

6.2 

2965 

2  29 

-9 

5 

.  22 

13 

150 

I781 

.0714 

16.48 

2 

6.0 

2971 

2  25 

-9 

5 

.  1 1 

14 

158 

1754 

.0729 

16.53 

2 

5-8 

2977 

2  22 

.0 

4 

.00 

15 

167 

1727 

.0744 

16.59 

2 

5-6 

2983 

2  18 

.  I 

4 

.89 

16 

175 

1700 

•0759 

16.64 

2 

5-4 

2990 

2  14 

.  2 

4 

.77 

17   +2 

184  — 0 

1672 

+  0.0774 

16.70 

2 

5-2   I 

2996 

2  10 

.  2 

+  4 

.66 

18 

192 

1644 

.0789 

16.75 

2 

5-0 

3002 

2  6 

•3 

4 

-54 

19 

.  201 

1616 

.0804 

16.81 

2 

4-7 

3007 

2  2 

4 

4 

.42 

20 

.  210 

.1588 

.0818 

16.87 

2 

4.5 

■3013 

1  58 

.6 

4 

•30 

21 

.219 

.1560 

.0832 

16.92 

2 

4.2 

3019 

I  54 

-7 

4 

■17 

22 

.228 

•I53I 

.0846 

16.98 

2 

4.0 

.3024 

I  50 

.8 

4 

•05 

23 

•237 

■1503 

.0860 

17.04 

2 

3-7 

•3030 

I  47 

.0 

3 

-92 

24 

.  246 

.1474 

.0873 

17.10 

2 

3-5 

•3035 

I  43 

.  I 

3 

.80 

25 

•255 

•1445 

.0886 

17-15 

2 

3-2 

.3040 

I  39 

•3 

3 

-67 

26 

.  264 

.  I416 

.0898 

17  .  21 

2 

2.9 

•3045 

1  35 

•4 

3 

•54 

i830 


12" 

M.Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G      1 

og  h 

H 

i 

Novbr.  27   +2 

'274  — 0 

1387 

+0.0910 

i7'.'27 

2^  2'P6    I 

3050 

1^31 -"6 

+  3''4i 

28 

283 

1357 

.0922 

17 

33 

2   2 

3 

3055 

I  27.8 

3.28 

29 

293 

1328 

•  0933 

17 

39 

2  2 

0 

3059 

I  24.0 

314 

30 

302 

1298 

.0944 

17 

45 

2   I 

7 

3064 

I  20 . 2 

3.01 

Dezbr.   i 

312 

1269 

■0955 

17 

51 

2   I 

4 

3068 

I  16.4 

2.88 

2 

322 

1239 

.0965 

17 

57 

2   I 

I 

3072 

I  12.6 

2.74 

3 

332 

1210 

■0975 

17 

63 

2  0 

8 

3076 

I  8.8 

2  .60 

4 

342 

1180 

.0984 

17 

69 

2  0 

4 

3079 

I   50 

2.47 

5 

352 

1150 

•  0993 

17 

75 

2  0 

I 

3083 

I   1.2 

2-33 

6 

362 

1120 

.  lOOI 

17 

81 

I  59 

7 

3086 

0  57-4 

2 .  19 

7  +2 

372  — 0 

logo 

+  0. 1009 

17 

87 

I  59 

4   I 

3089 

0  53-7 

+  2.05 

8 

382 

1060 

.  IOI7 

17 

93 

I  59 

0 

3092 

0  49.9 

1.91 

9 

392 

1030 

.  1024 

17 

99 

I  58 

7 

3095 

0  46 . 1 

1.77 

10 

402 

lOOI 

.1030 

18 

04 

I  58 

3 

3097 

0  42.4 

1-63 

II 

412 

0971 

•  1036 

18 

10 

I  57 

9 

3100 

0  38.6 

1.49 

12 

422 

0941 

.1041 

18 

16 

I  57 

5 

3102 

0  34-9 

1-34 

13 

433 

09II 

.  1046 

18 

22 

I  57 

2 

3104 

0  31. 1 

1 .  20 

14 

443 

0882 

.1050 

18 

28 

I  56 

8 

3105 

0  27.4 

1 .06 

15 

453 

0852 

•  1054 

18 

34 

I  56 

4 

3107 

0  23.6 

0.91 

16 

464 

0823 

•  1057 

18 

40 

I  55 

9 

3108 

0  19.9 

0.77 

17  +2 

474  — 0 

0793 

+  0. 1060 

18 

46 

I  55 

5   I 

3109 

016.2 

+  0.63 

18 

485 

0764 

.  1062 

18 

52 

I  55 

I 

3110 

0  12.4 

0.48 

19 

495 

0734 

.  1064 

18 

58 

I  54 

7 

3110 

0  8.7 

0-34 

20 

506 

0705 

.1065 

18 

64 

I  54 

3 

3111 

0  4.9 

0.  19 

21 

516 

0676 

■  1065 

18 

70 

I  53 

8 

3111 

0  1.2 

+  0.05 

22 

526 

0647 

.1065 

18 

75 

I  53 

4 

3111 

23  57-5 

— 0 .  10 

23 

537 

0618 

.  1064 

18 

81 

I  53 

0 

3111 

23  53-7 

0.  24 

24 

547 

0590 

.1063 

18 

87 

I  52 

5 

3110 

23  50.0 

0-39 

25 

558 

0561 

I06I 

18 

93 

I  52 

I 

31 10 

23  46.2 

0-53 

26 

568 

0533 

■  1059 

18 

98 

I  51 

6 

3109 

23  42.5 

0.68 

27  +2 

579  — 0 

0505 

+  0. 1056 

19 

04 

I  51 

I   I 

3108 

23  38.8 

—0.82 

28 

589 

0477 

•  1053 

19 

09 

I  50 

7 

3106 

23  350 

0.96 

29 

599 

0449 

.1049 

19 

15 

I  50 

2 

3105 

23  31  3 

I .  II 

30 

610 

0421 

•  1045 

19 

21 

I  49 

7 

3103 

23  27.5 

1-25 

31 

620 

0393 

.1041 

19 

26 

I  49 

2 

3101 

23  23.7 

1 .40 

I83I 


I  — 0' 

441  — 0 

5370   +0 

1034 

9 

'28 

2 

431 

5386 

1028 

9 

25 

3 

420 

5402 

1021 

9 

22 

4 

410 

5418 

1014 

9 

19 

5 

400 

5434 

1006 

9 

15 

6 

390 

5450 

0998 

9 

12 

7 

380 

5466 

0990 

9 

09 

8 

370 

5482 

0981 

9 

06 

9 

360 

5498 

0971 

9 

03 

0 

350 

5514 

0961 

8 

99 

12.0 

IO-5 

9 


4 

3 
I 

o.  2 
58.7 


I 

3099 

23^20^ 

"0 

3097 

23  16 

2 

3094 

23  12 

5 

3091 

23  8 

7 

3088 

23  4 

9 

3085 

23   I 

I 

3082 

22  57 

3 

3078 

22  53 

5 

3074 

22  49 

7 

3070 

22  45 

9 

-1-54 
1.68 
1.82 

1  .96 

2  .  10 
2 .  24 
2.38 
2  •  52 
2.66 
2.79 


i83i 


12" 

M.Z,  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G     1 

og  h 

H 

i 

Januar 

1 1  — 0* 

341  — 0 

5530  +0 

0951 

8 '.'96 

6^57-^3   I 

3066 

22^42'?I 

—  2"93 

12 

33^ 

5546 

0940 

8 

93 

6  55 

8 

3062 

22  38.3 

3 

06 

13 

321 

5562 

0929 

8 

90 

6  54 

3 

3057 

22  34-5 

3 

20 

14 

312 

5579 

0917 

8 

86 

6  52 

9 

3053 

22  30.6 

3 

33 

15 

302 

5595 

0905 

8 

83 

6  51 

4 

3048 

22  26.8 

3 

46 

16 

293 

5611 

0893 

8 

80 

6  50 

0 

3043 

22  22.9 

3 

59 

17 

283 

5627 

0880 

8 

77 

6  48 

5 

3038 

22  19. I 

3 

72 

18 

274 

5644 

0867 

8 

73 

6  47 

I 

3033 

22  15.2 

3 

85 

19 

265 

5660 

0854 

8 

70 

6  45 

7 

3027 

22  II  .3 

3 

98 

20 

256 

5676 

0840 

8 

67 

6  44 

2 

3022 

22    7.5 

4 

10 

21   —0 

247  — 0 

5692   +0 

0826 

8 

64 

6  42 

8   I 

3016 

22   3.6 

—4 

23 

22 

238 

5708 

0811 

8 

61 

6  41 

4 

301 1 

21  59-7 

4 

35 

23 

22g 

5724 

0797 

8 

57 

6  40 

0 

3005 

21  557 

4 

47 

24 

220 

5739 

0782 

8 

54 

6  38 

6 

2999 

21  51.8 

4 

59 

25 

212 

5755 

0767 

8 

51 

6  37 

2 

2993 

21  47.9 

4 

71 

26 

203 

5770 

0752 

8 

48 

6  35 

8 

2987 

21  43-9 

4 

83 

27 

195 

5786 

0737 

8 

45 

6  34 

4 

2981 

21  40.0 

4 

95 

28 

187 

5801 

0722 

8 

42 

6  33 

0 

2974 

21  36.0 

5 

06 

29 

178 

5817 

0706 

8 

39 

6  31 

7 

2968 

21  32.1 

5 

17 

30 

170 

5832 

0690 

8 

36 

6  30 

3 

2961 

21  28. I 

5 

28 

31   — 0 

162  —0 

5847   +0 

0674 

8 

33 

6  29 

0   I 

2955 

21  24. I 

-5 

39 

P'ebruar  i  | 

154 

5862 

0658 

8 

30 

6  27 

6 

2948 

21  20.1 

5 

50 

2 

146 

5876 

0642 

8 

27 

6  26 

3 

2942 

21  16 . I 

5 

60 

3 

138 

5891 

0625 

8 

24 

6  25 

0 

2935 

21  12.0 

5 

71 

4 

131 

5906 

0609 

8 

21 

6  23 

6 

2929 

21   8.0 

5 

81 

5 

123 

5920 

0593 

8 

18 

6  22 

3 

2922 

21   4.0 

5 

91 

6 

116 

5934 

0577 

8 

15 

6  21 

0 

2915 

20  59.9 

6 

Ol 

7 

108 

5948 

0561 

8 

12 

6  19 

7 

2909 

20  55.8 

6 

10 

8 

lOI 

5962 

0545 

8 

10 

6  18 

5 

2902 

20  51.7 

6 

20 

9 

094 

5975 

0529 

8 

07 

6  17 

2 

2896 

20  47 .6 

6 

29 

10  — 0 

087  — 0 

5988   +0 

0513 

8 

04 

6  15 

9   I 

2889 

20  43  5 

—6 

38 

II 

080 

6001 

0497 

8 

02 

6  14 

7 

2883 

20  39.4 

6 

47 

12 

073 

6014 

0481 

•99 

6  13 

5 

2876 

20  353 

6 

56 

13 

066 

6027 

0466 

•97 

612 

2 

2870 

20  31.2 

6 

64 

14 

059 

6039 

0451 

•94 

6  II 

0 

2863 

20  27.0 

6 

72 

15 

053 

6051 

0436 

•92 

6  9 

8 

2857 

20  22.9 

6 

80 

16 

046 

6063 

0421 

•89 

6  8 

5 

2851 

20  18.7 

6 

88 

17 

040 

6075 

0406 

•87 

6  7 

3 

2845 

20  14.5 

6 

96 

18 

034 

6087 

0391 

•85 

6  6 

2 

2839 

20  10.3 

03 

19 

027 

6098 

0377 

•83 

6  5 

0 

2833 

20  6.1 

10 

20  — 0 

021  ,  — 0 

6109   +0 

0363 

.80 

6  3 

8   I 

2827 

20  1.9 

—7 

17 

21 

015 

6119 

0350 

.78 

6  2 

6 

2821 

19  57-7 

24 

22 

009 

6129 

0337 

.76 

6  I 

5 

2816 

19  535 

30 

23  — 0 

003 

6138 

0324 

•74 

6  0 

3 

2810 

19  49-3 

36 

24  +0 

003 

6148 

0311 

.72 

5  59 

2 

2805 

19  45-0 

42 

25 

009 

6157 

0299 

.70 

5  58 

I 

2800 

19  40.8 

48 

26 

014 

6166 

0287 

.69 

5  56 

9 

2795 

19  36.5 

54 

27 

020 

6175 

0276 

.67 

5  55 

8 

2790 

19  32.2 

59 

28 

025 

6183 

0265 

65 

5  54 

7 

2785 

19  28.0 

64 

März 

I 

031 

6191 

0254 

64 

5  53 

6 

2781 

19  23.7 

69 

lO 


I83I 


12'' 

M.Z.Berlin 

f 

X 

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g 

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H 

i 

März 

2 

+  o?o36 

— 0.6199 

+0.0244 

7 '.'62 

5'52'1^5 

I  .  2776 

19^9-4 

—  7"  74 

3 

.042 

.  6206 

.0234 

7- 

61 

5  51^5 

.2772 

19  15. I 

7.78 

4 

.047 

.6213 

.0225 

7- 

59 

5  50^4 

.2768 

19  10.8 

7.82 

5 

.052 

.6220 

.0216 

7. 

58 

5  49-3 

.2765 

19  6.5 

7.86 

6 

.058 

.6226 

.0208 

7- 

57 

5  48.3 

.  2761 

19  2.2 

7.89 

7 

.063 

.6232 

.0201 

7- 

56 

5  47.2 

•2758 

18  579 

7.93 

8 

.068 

.6237 

.0194 

7- 

55 

5  46.2 

■2755 

18  53-6 

7.96 

9 

.073 

.6242 

.0187 

7- 

54 

5  45.1 

.2752 

18  493 

7.99 

10 

.078 

.6247 

.0181 

7 

53 

5  44.1 

.2749 

18  44.9 

8.02 

II 

.083 

.6251 

.0176 

7 

52 

5  43-1 

•2747 

18  40.6 

8.04 

12 

+  0.088 

— 0.625c; 

+0.0171 

7 

51 

5  42.1 

1.2745 

18  36.3 

—  8.06 

13 

■093 

.6258 

.0166 

7 

50  ■ 

5  4I.O 

■2743 

18  32.0 

8.08 

14 

.098 

.6261 

.0162 

7 

50 

5  40.0 

.2741 

18  27.6 

8.10 

15 

.103 

.6264 

.0158 

7 

49 

5  390 

.2740 

18  23.3 

8. II 

16 

.108 

.6267 

•0155 

7 

48 

5  38.0 

.2739 

18  19.0 

8.12 

17 

.113 

.6269 

•  0153 

7 

48 

5  370 

.2738 

18  14.6 

8.13 

18 

.118 

.6271 

.0151 

7 

48 

5  36.0 

.2737 

18  10.3 

8.14 

19 

.123 

.6272 

•  0150 

7 

47 

5  35^o 

.2736 

18  6.0 

8.15 

20 

.128 

.6273 

•Ol  50 

7 

47 

5  340 

.2736 

18  1.6 

8.15 

21 

■-^33 

.6273 

.0150 

7 

47 

5  33^o 

.2736 

17  57.3 

8.15 

22 

+  0.138 

—0.6273 

+  0.0I5I 

7 

47 

5  32.1 

1.2736 

17  53^o 

-8^15 

23 

•143 

.6273 

.0152 

7 

47 

5  31-1 

•2737 

17  48.7 

8.14 

24 

.147 

.6272 

.0154 

7 

48 

5  30.1 

•2738 

17  44-4 

8.13 

25 

•152 

.6271 

.0156 

7 

48 

5  29.1 

•2739 

17  40.1 

8.12 

26 

■157 

.6270 

.0159 

7 

48 

5  28.1 

.2740 

17  35-7 

8,11 

27 

.  162 

.6268 

.0163 

7 

48 

5  27.1 

.2742 

17  31.4 

8.10 

28 

.167 

.6266 

.0167 

7 

49 

5  26.1 

.2743 

17  27.2 

8.08 

29 

.172 

.6263 

.0171 

7 

49 

5  25.2 

•2745 

17  22.9 

8.06 

30 

.177 

.6260 

.0176 

7 

50 

5  24.2 

.2747 

17  18.6 

8.04 

31 

.182 

.6256 

.0181 

7 

51 

5  23^2 

.2750 

17  14.3 

8.01 

April 

I 

+  0.187 

—0.6252 

+  0.0187 

7 

51 

5  22.2 

l'.2752 

17  10. 0 

—  7-99 

2 

.  192 

.6248 

.0194 

7 

52 

5  21.2 

•  2755 

17  5-8 

7.96 

3 

.197 

.6243 

.0201 

7 

53 

5  20.2 

.2758 

17  1-5 

7  93 

4 

.203 

.6238 

.0209 

7 

54 

5  19.2 

.  2761 

16  573 

7.89 

5 

.208 

•6233 

.0217 

7 

55 

5  18.2 

.2765 

16  53.0 

7.86 

6 

.213 

.  6227 

.0226 

7 

57 

5  17-2 

.2769 

16  48.8 

7.82 

7 

.  219 

.6221 

•  0235 

7 

•58 

5  16.2 

.2772 

16  44.6 

7.78 

8 

.  224 

.6214 

.0245 

7 

•59 

5  15-2 

.2776 

16  40.4 

7.73 

9 

.  229 

.6207 

■  0255 

7 

.60 

5  14.2 

.2781 

16  36.2 

7.69 

10 

•235 

.6200 

.0265 

7 

.62 

5  132 

.2785 

16  32.0 

7.64 

II 

+  0.  240 

—0.6193 

+  0.0276 

7 

•63 

5  12.2 

I . 2790 

16  27.8 

-7-59 

12 

.  246 

.6185 

.0287 

7 

•65 

5  II. 2 

.2794 

16  23.7 

7.54 

13 

.252 

.6177 

.0298 

7 

.67 

5  102 

.2799 

16  19.5 

7-49 

14 

■257 

.6168 

.0310 

7 

.68 

5  9-1 

.  2804 

16  15.4 

7.43 

15 

.263 

.6159 

.0322 

7 

.70 

5  8.1 

.2809 

16  II. 3 

7.37 

16 

.  269 

.6149 

■  0334 

7 

■72 

5  7^1 

.2814 

16  7.2 

7-31 

17 

•275 

.6140 

•  0347 

7 

•74 

5  6.0 

.  2820 

16  3.1 

7-25 

18 

.281 

.6130 

.0360 

7 

.76 

5  5^o 

■  2825 

15  59^o 

7.19 

19 

.287 

.6120 

.0373 

7 

•78 

5  3-9 

.2831 

15  54-9 

7.12 

20 

.293 

.6110 

•0387 

7 

.80 

5  2.8 

.2837 

15  508 

7-05 

i83i 


1 1 


12" 

M.Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G      log  h 

H 

i 

April   21   +o'' 

300  — 0 

6099   +0 

0401 

7 '.'82 

5^^  1^7   I 

2842 

i5'^46':'8 

—6 '.'98 

2  2 

306 

6088 

0415 

7 

84 

5  o^6 

2848 

15  42.7 

6  .91 

23 

312 

6077 

0429 

7 

87 

4  59-5 

2854 

15  38.7 

6.83 

24 

319 

6065 

0444 

7 

89 

4  584 

2860 

15  347 

6.76 

25 

325 

6053 

0459 

7 

91 

4  57^3 

2867 

15  30-7 

6.68 

26 

332 

6041 

0474 

7 

94 

4  562 

2873 

15  26.7 

6.60 

27 

339 

6029 

0489 

7 

96 

4  55^1 

2879 

15  22.7 

6.51 

28 

345 

6016 

0505 

7 

99 

4  54-0 

2885 

15  18.8 

6-43 

29 

352 

6004 

0520 

8 

Ol 

4  52-9 

2892 

15  14.8 

6-34 

30 

359 

5991 

0535 

8 

04 

4  51-7 

2898 

15  10.9 

6.26 

Mai     I   +0 

366  — 0 

5978   +0 

0550 

8 

07 

4  50.6   I 

2904 

15  7^o 

-6.17 

2 

374 

5964 

0565 

8 

09 

4  49-4 

2911 

15  3-1 

6.08 

3 

381 

5951 

0580 

8 

12 

4  48.3 

2917 

14  592 

5-99 

4 

388 

5937 

0596 

8 

15 

4  47^1 

2923 

14  553 

589 

5 

395 

5923 

06 II 

8 

17 

4  45  9 

2930 

14  514 

5.80 

6 

403 

5908 

0627 

8 

20 

4  44.8 

2936 

14  47.6 

5-70 

7 

410 

5894 

0643 

8 

23 

4  43-6 

2942 

14  438 

5.60 

8 

418 

5879 

0658 

8 

26 

4  42.4 

2948 

14  399 

5^5° 

9 

426 

5864 

0673 

8 

29 

4  412 

2954 

14  36.1 

5  40 

10 

434 

5849 

0688 

8 

32 

4  40.0 

2961 

14  323 

5  29 

1 1   +0 

442   — 0 

5834   +0 

0703 

8 

35 

4  38.8   I 

2967 

14  28.5 

-5-19 

12 

450 

5818 

0718 

8 

38 

4  37-6 

2973 

14  24.7 

5,08 

13 

458 

5803 

0733 

8 

42 

4  36.4 

2979 

14  21.0 

4-97 

14 

466 

5787 

0747 

'8 

45 

4  35  2 

2985 

14  17.2 

4.86 

15 

474 

5771 

0762 

8 

48 

4  33-9 

2991 

14  135 

4-75 

16 

483 

5755 

0776 

8 

51 

4  327 

2996 

14  9.7 

4.64 

17 

491 

5739 

0790 

8 

■54 

4  314 

3002 

14  6.0 

4-53 

18 

500 

5723 

0804 

8 

•57 

4  30.2 

3008 

14  2.3 

4.41 

19 

508 

5707 

0818 

8 

61 

4  28.9 

3013 

13  58.6 

4  30 

20 

517 

5691 

0831 

8 

.64 

4  27.6 

3018 

13  54-9 

4.18 

21   +0 

526  — 0 

5675   +0 

0844 

8 

.67 

4  26.3   I 

3024 

13  513 

— 4.06 

22 

534 

5659 

0857 

8 

•71 

4  25.1 

3029 

13  47^6 

3  94 

23 

543 

5643 

0870 

8 

•74 

4  23.8 

3034 

13  43-9 

3.82 

24 

552 

5626 

0882 

8 

■77 

4  22.5 

3039 

13  40.3 

370 

25 

561 

5609 

0894 

8 

.80 

421.2 

3043 

13  367 

358 

26 

570 

5592 

0906 

8 

.84 

4  19-9 

3048 

13  330 

3  46 

27 

580 

5575 

0917 

8 

■87 

4  18.7 

3053 

13  294 

3-33 

28 

589 

5558 

0928 

8 

.91 

4  17-4 

3057 

13  25.8 

3.21 

29 

598 

5542 

0939 

8 

■94 

4  16.0 

3061 

13  22.2 

3.08 

30 

607 

5525 

0949 

8 

•97 

4  147 

3065 

13  18.6 

2  .96 

31  +0 

617   — 0 

5508  +0 

0959 

9 

.01 

4  134   I 

3069 

13  15-0 

-2.83 

Juni     I 

626 

5491 

0968 

9 

.04 

4  12  .  I 

3073 

13  II-4 

2 .  70 

2 

636 

5474 

0977 

9 

.08 

4  10.8 

3077 

13  7-9 

2-57 

3 

645 

5457 

0986 

9 

.  II 

4  94 

3080 

13  4-3 

2.44 

4 

655 

5440 

0994 

9 

•14 

4  8.1 

3083 

13  0.8 

2.31 

5 

665 

5423 

1002 

9 

.18 

4  6.8 

3086 

12  57.2 

2.18 

6 

674 

5407 

1009 

9 

.  21 

4  54 

3089 

12  537 

2  .05 

7 

.684 

5390 

1016 

9 

•25 

4  4-1 

3092 

12  50.1 

1 .92 

8 

.694 

5373 

1023 

9 

.28 

4  2.8 

3095 

12  46.6 

1.79 

9 

.704 

5356 

1029 

9 

•31 

4  14 

3097 

12  43.0 

1.65 

12 


i83i 


12" 

M.  Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G      log  h 

H 

i 

Juni 

lo   +o? 

714  — 0. 

5340 

+  0.1034 

9''35 

4^^  o"o   l'. 

3099 

12^39^5 

—  l'.'52 

II 

723 

5323 

.1039 

938 

3  58.7 

3101 

12  36. 

0 

1-39 

12 

733 

5306 

.1044 

9.41 

3  57-3 

3103 

12  32. 

5 

125 

13 

743 

5289 

.  1048 

9-45 

3  56.0 

3105 

12  29 

0 

1 .  12 

14 

753 

5272 

.1052 

9.48 

3  54-7 

3106 

12  25 

4 

0.98 

15 

763 

5255 

•1055 

9-51 

3  53-3 

3107 

12  21 

9 

0.85 

i6 

773 

5239 

.1058 

9-55 

3  520 

3108 

12  18 

4 

0.71 

17 

783 

5222 

.  1060 

958 

3  50-6 

3109 

12  14 

9 

0.58 

18 

793 

5205 

.  1062 

9.61 

3  4^-3 

3110 

12  II 

4 

0.44 

19 

803 

5189 

.1063 

9  65 

3  47-9 

3111 

12  7 

9 

0.31 

20  +0. 

813  -0. 

5173 

+  0.  1064 

9.68 

3  46.6   I 

3111 

12  4 

4 

—0.17 

21 

823 

5157 

.1065 

9.71 

3  45-2 

3111 

12  0 

9 

— 0.04 

22 

834 

5I4I 

.1065 

9-74 

3  43-8 

3111 

II  57 

4 

+  0. 10 

23 

844 

5125 

.1065 

9-77 

3  42.5 

3111 

II  53 

9 

0.  23 

24 

854 

5109 

.  1064 

9.81 

3  411 

31 10 

II  50 

4 

0.37 

25 

864 

5094 

.  1062 

9.84 

3  39-8 

31 10 

II  46 

9 

051 

26 

874 

5078 

.  1060 

9.87 

3  38.4 

3109 

II  43 

4 

0 .  64 

27 

884 

5062 

•1057 

9.90 

3  37-1 

3108 

II  39 

9 

0.78 

28 

894 

5046 

•1054 

9-93 

3  35-7 

3107 

II  36 

4 

0.91 

29 

904 

5031 

.1050 

9.96 

3  34-4 

3105 

II  32 

9 

105 

30  +0 

914  — 0 

5015 

+  0.  1046 

9.99 

3  33--^       I 

3104 

II  29 

4 

+  1.18 

Juli 

I 

923 

5000 

.  1042 

10.02 

3  31-7 

3102 

II  25 

9 

I  31 

2 

933 

4985 

■1037 

10.05 

3  30-4 

3100 

II  22 

4 

1-45 

3 

943 

4970 

.1032 

10.08 

3  29.1 

3098 

II  18 

9 

1.58 

4 

953 

4955 

.  1026 

10.  II 

3  277 

3096 

II  15 

3 

1.71 

5 

963 

4941 

.  1020 

10. 14 

3  26.4 

3093 

II  II 

8 

1.85 

6 

973 

4926 

.1013 

10. 17 

3  25.1 

3091 

II  8 

3 

1.98 

7 

982 

4912 

.  1006 

10.  20 

3  23.8 

3088 

II  4 

8 

2 .  II 

8    0 

992 

4898 

.0998 

10.23 

3  22.5 

3085 

II   I 

2 

2 .  24 

9    I 

002 

4884 

.0990 

10.  26 

3  21.2 

3082 

10  57 

7 

2-37 

10  +1 

Ol  I   — 0 

4870 

+  0.0982 

10.  29 

3  199   I 

3079 

10  54 

I 

+  2.50 

II 

021 

4856 

■0973 

10.31 

3  18.6 

3075 

10  50 

6 

2.63 

12 

030 

4842 

.0964 

10.34 

3  173 

3071 

10  47 

0 

2  .76 

13 

040 

4829 

•0954 

IO-37 

3  16.0 

3068 

10  43 

4 

2.88 

14 

049 

4815 

.0944 

10.40 

3  14-7 

3064 

10  39 

9 

3.01 

15 

059 

4802 

•0934 

10.42 

3  135 

3060 

10  36 

•3 

314 

16 

068 

4789 

.0923 

10.45 

3  12.2 

3055 

10  32 

■7 

3.26 

17 

077 

4776 

.0912 

10.48 

3  HO 

■3051 

10  29 

.  I 

338 

18 

086 

4763 

.0901 

10.50 

3  9-7 

3046 

10  25 

•5 

3-51 

19 

095 

4750 

.0889 

IO-53 

3  8.5 

■3042 

lo  21 

•9 

3-^3 

20  +1 

.  104  — 0 

■4737 

+  0.0877 

IO-55 

3  7-3   I 

•3037 

10  18 

•3 

+  3-75 

21 

■113 

•4725 

.0865 

10.58 

3  6.1 

•3032 

10  14 

.6 

387 

22 

.  122 

.4712 

•0853 

10.60 

3  4-8 

.3027 

10  II 

.0 

3-99 

23 

•131 

.4700 

.0840 

10.63 

3  3-6 

.3022 

10  7 

•3 

4. II 

24 

.  140 

.4688 

.0827 

10.65 

3  2.4 

.3016 

10  3 

•  7 

423 

25 

.148 

.4676 

.0813 

10.68 

3   1-2 

.3011 

10  0 

.0 

4-34 

26 

•157 

.4664 

.0799 

10.  70 

3  o.i 

.3006 

9  56 

•4 

4.46 

27 

.165 

.4652 

.0785 

10.72 

2  58.9 

.3000 

9  52 

•7 

4-57 

28 

■174 

.4640 

.0771 

IO-75 

2  57-7 

•2995 

9  49 

.0 

4.68 

29 

.182 

.4629 

■0757 

10.77 

2  56.6 

.2989 

9  45 

■3 

4-79 

i83i 


13 


12' 

M.Z.  E 

erlin 

f 

X 

y             8 

G 

log  h 

H 

i 

Juli 

30   +1 

^190  — 0 

4617   +0 

0743      10 

'79 

2*^55-4 

i.2g83 

9Ni'^5 

+  4 '.'90 

31 

199 

4606 

072g      10 

82 

2  54 

3 

■2g77 

9  37 

8 

5 

Ol 

August 

I 

207 

4595 

0714      10 

84 

2  53 

I 

•2g7i 

9  34 

I 

5 

1 1 

2 

215 

4584 

0699      10 

86 

2  52 

0 

.2965 

9  30 

3 

5 

22 

3 

223 

4573 

0684      10 

88 

2  50 

9 

■2959 

g  26 

6 

5 

32 

4 

230 

4562 

066g      10 

go 

2  49 

8 

•2953 

9  22 

8 

5 

43 

5 

238 

4551 

0654      10 

93 

2  48 

8 

■2947 

9  19 

0 

5 

53 

6 

246 

4540 

063g      10 

95 

2  47 

7 

.2941 

9  15 

2 

5 

63 

7 

254 

4529 

0623      10 

97 

2  46 

6 

•2934 

9  II 

4 

5 

73 

8 

261 

4519 

0608      10 

99 

2  45 

6 

.2928 

9  7 

6 

5 

82 

9  +1 

268  — 0 

4508   +0 

0592      II 

Ol 

2  44 

5 

i . 2922 

9  3 

7 

+  5 

92 

10 

276 

4498 

0577      II 

03 

2  43 

5 

.  2916 

8  59 

9 

6 

Ol 

1 1 

283 

4488 

0562      II 

05 

2  42 

5 

.  2909 

8  56 

0 

6 

10 

12 

290 

4478 

0547      II 

07 

2  41 

5 

.2903 

8  52 

I 

6 

19 

13 

297 

4468 

0531      II 

09 

2  40 

5 

■2897 

8  48 

3 

6 

28 

14 

304 

4458 

0516      II 

II 

2  39 

5 

.  2890 

8  44 

4 

6 

36 

15 

311 

4448 

0501      II 

13 

2  38 

6 

.2884 

8  40 

4 

6 

45 

16 

318 

4438 

0486      1 1 

15 

2  37 

6 

.2878 

8  36 

5 

6 

53 

17 

325 

4428 

0471      II 

17 

2  36 

7 

.2872 

8  32 

6 

6 

61 

18 

33^ 

4419 

0457      II 

19 

2  35 

7 

.2866 

8  28 

6 

6 

69 

19  +1 

338  -0 

4409   +0 

0442      II 

21 

2  34 

8 

1.2860 

8  24 

7 

+  6 

77 

20 

344 

4400 

0428      II 

23 

2  33 

9 

•2854 

8  20 

7 

6 

84 

21 

351 

4390 

0414      II 

25 

2  33 

0 

.2848 

8  16 

7 

6 

92 

22 

357 

4381 

0400      II 

27 

2  32 

2 

.2842 

8  12 

7 

6 

99 

23 

364 

4371 

0386      II 

29 

2  31 

3 

•2836 

8  8 

7 

7 

06 

24 

370 

4362 

0373      II 

31 

2  30 

5 

•2831 

8  4 

7 

7 

13 

25 

376 

4352 

0359      II 

33 

2  29 

6 

.2825 

8  0 

6 

7 

19 

26 

382 

4342 

0346      1 1 

34 

2  28 

8 

.  2820 

7  56 

6 

7 

26 

27 

388 

4333 

0333      II 

36 

2  28 

0 

.2814 

7  52 

5 

7 

32 

28 

394 

4323 

0321      II 

38 

2  27 

2 

.  280g 

7  48 

4 

7 

38 

29  +1 

400  — 0 

4314   +0 

0309      1 1 

40 

2  26 

5 

I . 2804 

7  44 

4 

+  7 

43 

30 

406 

4304 

0297      II 

42 

2  25 

7 

■2799 

7  40 

3 

7 

49 

31 

411 

4295 

0286      II 

44 

2  25 

0 

■27g4 

7  36 

2 

7 

54 

Septbr. 

I 

417 

4285 

0275      II 

46 

2  24 

2 

.  27go 

7  32 

0 

7 

59 

2 

423 

4275 

0264      II 

48 

2  23 

5 

■2785 

7  27 

9 

7 

64 

3 

428 

4265 

0254      II 

50 

2  22 

8 

.2781 

7  23 

8 

7 

69 

4 

434 

4256 

0244      II 

52 

2  22 

I 

.2777 

7  19 

6 

7 

73 

•  5 

439 

4246 

0235      II 

54 

2  21 

4 

•2773 

7  15 

5 

7 

78 

6 

445 

4237 

0226      II 

56 

2  20 

8 

.2769 

7  II 

3 

7 

82 

7 

450 

4227 

0218      II 

58 

2  20 

I 

.2765 

7  7 

I 

7 

85 

8  +1 

455  — 0 

4217   +0 

0210      II 

60 

2  19 

5 

I . 2762 

7  3 

0 

+  7 

89 

9 

460 

4207 

0202      II 

62 

2  18 

9 

•2758 

6  58 

8 

7 

92 

10 

466 

4197 

0195      II 

64 

2  18 

3 

•2755 

6  54 

5 

7 

95 

II 

471 

4186 

0189      II 

66 

2  17 

7 

■2753 

6  50 

3 

7 

98 

12 

476 

4176 

0183      II 

68 

2  17 

I 

.2750 

6  46 

I 

8 

Ol 

13 

481 

4165 

0177      II 

70 

2  16 

5 

,2748 

6  41 

9 

8 

04 

14 

486 

4155 

0172      II 

72 

2  16 

0 

.2746 

6  37 

7 

8 

06 

15 

491 

4144 

0168      II 

74 

2  15 

5 

.2744 

•6  33 

4 

8 

08 

16 

496 

4133 

0164      II 

76 

2  14 

9 

.2742 

6  2g 

2 

8 

og 

17 

501 

4122 

0160      II 

79 

2  14 

4 

.2740 

6  24 

9 

8 

1 1 

14 


i83i 


M.Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G 

log  h 

H       i 

Septbr. 

i8  +r 

506  — 0 

4111 

+0.0157 

ii'/Si 

2^ 

i3"9 

1-2739 

6^>2oT7 

+  8'.' 12 

19 

511 

4100 

•  0154 

11.83 

2 

13  5 

-2738 

6  16.4 

8 

13 

20 

516 

4089 

.0152 

11.85 

2 

13.0 

•2737 

6  12. 1 

8 

14 

21 

521 

4077 

.0151 

11.88 

2 

12.5 

•2737 

6  7  9 

8 

15 

22 

526 

4065 

.0150 

II  .90 

2 

12  . 1 

-2736 

6  3.6 

8 

15 

23 

531 

4053 

.0150 

11.92 

2 

II. 7 

.2736 

5  59-3 

8 

15 

24 

536 

4041 

.0150 

11-95 

2 

1 1 .  2 

.2736 

5  55-1 

8 

15 

25 

541 

4028 

.0151 

11.97 

2 

10.8 

■2737 

5  50-8 

8 

14 

26 

546 

4015 

.0152 

12  .00 

2 

10.4 

-2737 

5  46.5 

8 

14 

27 

551 

4002 

•  0154 

12.03 

2 

10 . 0 

■2738 

5  42.2 

8 

13 

28  +1 

556  — 0 

3989 

+0.0157 

12.05 

2 

9.6 

1-2739 

5  37-9 

+  8 

12 

29 

561 

3976 

.0160 

12.08 

2 

9-3 

.2741 

5  33-6 

8 

10 

30 

566 

3962 

.0164 

12  . 1 1 

2 

8.9 

.2742 

5  294 

8 

09 

Oktbr. 

I 

571 

3948 

.0169 

12.13 

2 

8.6 

•2744 

5  25.1 

8 

07 

2 

577 

3934 

.0174 

12.16 

2 

8.2 

.2746 

5  20.8 

8 

05 

3 

582 

3920 

.0179 

12.19 

2 

7-9 

-2749 

5  16.5 

8 

03 

4 

587 

3906 

.0185 

12.22 

2 

7-6 

-2751 

5  12.3 

8 

00 

5 

592 

3891 

.0191 

12.25 

2 

7-3 

■2754 

5  8.0 

7 

97 

6 

597 

3876 

.0198 

12.28 

2 

7.0 

-2757 

5  3-7 

7 

94 

7 

603 

3860 

.0205 

12.31 

2 

6.7 

.  2760 

4  59  5 

7 

91 

8  +1 

608  — 0 

3844 

+0.0213 

12.34 

2 

6.4 

1.2763 

4  55-2 

+  7 

87 

9 

613 

3828 

.0222 

12.37 

2 

6.1 

.2767 

4  50-9 

7 

84 

10 

619 

3812 

.0231 

12.41 

2 

5-9 

.2771 

4  46.7 

7 

80 

II 

624 

3795 

.0240 

12.44 

2 

5-6 

-2775 

4  42.4 

7 

76 

12 

630 

3778 

.0250 

12.47 

2 

5-4 

.2779 

4  38.2 

7 

71 

13 

635 

3761 

.0260 

12.51 

2 

5-1 

-2783 

4  34-0 

7 

66 

14 

641 

3744 

.0271 

12.54 

2 

4.8 

.2788 

4  29.7 

7 

62 

15 

647 

3726 

.0282 

12.58 

2 

4-6 

.2792 

4  25,5 

7 

56 

16 

653 

3708 

.0294 

12.62 

2 

4.4 

-2797 

4  21.3 

7 

51 

17 

658 

3689 

.0306 

12  .65 

2 

4-1 

.2802 

4  17-I 

7 

45 

18  +1 

664  — 0 

3670 

+0.0318 

12.69 

2 

3-9 

1.2808 

4  12.9 

+  7 

39 

19 

670 

3651 

•  0331 

12.73 

2 

3-7 

-2813 

4  8.7 

7 

33 

20 

677 

3632 

•  0344 

12.77 

2 

3-5 

.2818 

4  4-5 

7 

27 

21 

683 

3612 

■0357 

12.81 

2 

3-3 

.2824 

4  0-3 

7 

21 

22 

689 

3592 

.0370 

12.85 

2 

3-0 

.2830 

3  56-2 

7 

14 

23 

695 

3571 

.0384 

12.89 

2 

2.8 

•2835 

3  52-0 

7 

07 

24 

702 

3550 

.0398 

12.93 

2 

2.6 

.2841 

3  47-9 

7 

00 

25 

708 

3529 

•  0413 

12.98 

2 

2.4 

.2847 

3  43-7 

6 

92 

26 

715 

3508 

.0427 

13.02 

2 

2 . 2 

-2853 

3  39-6 

6 

85 

27 

722 

3486 

.0442 

13.06 

2 

2  .0 

.2860 

3  35-5 

6 

77 

28  +1 

728  — 0 

3464 

+0.0457 

13. II 

2 

1.8 

1.2866 

3  3^-3 

+  6 

69 

29 

735 

3441 

.0472 

13- 15 

2 

1.6 

.2872 

3   27-2 

6 

61 

30 

742 

3418 

.0487 

13.20 

2 

1-3 

•2879 

3  23.2 

6 

52 

31 

749 

3395 

•  0503 

1324 

2 

I .  I 

.2885 

3  19  I 

6 

44 

Novbr. 

I 

756 

3372 

•0519 

13.29 

2 

0.9 

.2891 

3  15-0 

6 

35 

2 

763 

3348 

•0535 

13-34 

2 

0.7 

.2898 

3  10-9 

6 

26 

3 

771 

3324 

•0551 

13-38 

2 

0-5 

.2905 

3  6.9 

6 

17 

4 

778 

3300 

.0567 

^3-43 

2 

03 

.  2911 

3  2.8 

6 

07 

5 

786 

3275 

•  0583 

13,48 

2 

0.  I 

.2918 

2  58.8 

5 

98 

6 

793 

3250 

■0599 

13  53 

I 

59-8 

.2924 

2  54.8 

5 

88 

i83i 


15 


12" 

M.Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G      1 

Dg  h 

H 

i 

Novbr. 

7   +1- 

801  — 0. 

3225   +0 

0615 

13-58 

i'^59-6   I. 

2931 

2^5oT8 

+  5'.'78 

8 

809 

3200 

0631 

13 

64 

I  59 

4 

2937 

2  46 

8 

5.68 

9 

817 

3175 

0647 

13 

69 

I  59 

I 

2944 

2  42 

8 

5-57 

10 

825 

3149 

0663 

13 

74 

I  58 

9 

2950 

2  38 

8 

547 

II 

833 

3123 

0679 

13 

79 

I  58 

6 

2957 

2  34 

8 

536 

12 

841 

3096 

0694 

13 

84 

I  58 

4 

2963 

2  30 

9 

5^25 

13 

860 

3069 

0710 

13 

90 

I  58 

I 

2970 

2  26 

9 

5-14 

14 

868 

3041 

0725 

13 

95 

I  57 

9 

2976 

2  23 

0 

5^03 

15 

876 

3014 

0741 

14 

Ol 

I  57 

6 

2982 

2  19 

0 

4.92 

16 

875 

2986 

0756 

14 

06 

I  57 

4 

2988 

2  15 

I 

4.80 

17  +1. 

884  — 0. 

2959   +0. 

0771 

14 

12 

I  57 

I   I 

2994 

211 

2 

+  4-68 

18 

892 

2931 

0785 

14 

17 

I  56 

8 

3000 

2  7 

3 

4-57 

19 

901 

2903 

0800 

14 

23 

I  56 

5 

3006 

2  3 

4 

4-45 

20 

910 

2875 

0814 

14 

29 

I  56 

2 

3012 

I  59 

5 

4-33 

21 

919 

2846 

0828 

14 

34 

I  55 

9 

3017 

I  55 

6 

4.  20 

22 

929 

2817 

0842 

14 

40 

I  55 

6 

3023 

I  51 

8 

4.08 

23 

938 

2788 

0856 

14 

46 

I  55 

3 

3028 

I  47 

9 

395 

24 

947 

2759 

0869 

14 

52 

I  55 

0 

3034 

I  44 

0 

383 

25 

957 

2730 

0882 

14 

58 

I  54 

6 

3039 

I  40 

2 

3  70 

26 

966 

2700 

0895 

14 

64 

I  54 

3 

3044 

I  36 

4 

3-57 

27  +1 

976  — 0 

2671   +0 

0907 

14 

70 

I  54 

0   I 

3049 

I  32 

5 

+  3-44 

28 

985 

2641 

0919 

14 

76 

I  53 

6 

3054 

1  28 

7 

331 

29    I 

995 

2611 

0931 

14 

82 

I  53 

3 

3058 

I  24 

9 

3.18 

30    2 

005 

2581 

.0942 

14 

88 

I  52 

9 

3063 

I  21 

I 

3-04 

Dezbr. 

I 

015 

2551 

■0953 

14 

94 

I  52 

5 

3067 

I  17 

3 

2  .91 

2 

025 

2521 

■0963 

15 

00 

I  52 

I 

3071 

I  13 

5 

2.77 

3 

035 

2491 

•0973 

15 

06 

I  51 

8 

3075 

I  9 

7 

2  .64 

4 

045 

2461 

.0982 

15 

12 

I  51 

4 

3079 

I  5 

9 

2.50 

5 

055 

2430 

.0991 

15 

18 

I  51 

.0 

3082 

I  2 

I 

2.36 

6 

065 

2400 

.0999 

15 

24 

I  50 

6 

3085 

0  58 

•3 

2 .  22 

7  +2 

075  — 0 

2370   +0 

.  1007 

15 

•30 

I  50 

.  2   I 

3088 

0  54 

.6 

+  2.08 

8 

086 

2340 

.  1014 

15 

■36 

I  49 

•7 

3091 

0  50 

.8 

1.94 

9 

096 

2309 

.  1021 

15 

■42 

I  49 

•3 

3094 

0  47 

.0 

1.80 

10 

106 

2279 

.1028 

15 

.48 

I  48 

9 

3097 

0  43 

•3 

1.66 

II 

117 

2248 

•1034 

15 

•54 

I  48 

•4 

3099 

0  39 

■5 

152 

12 

127 

2217 

.  1040 

15 

.61 

I  48 

.0 

.3101 

0  35 

.8 

1.38 

13 

138 

2187 

.1045 

15 

.67 

I  47 

•5 

■3^°3 

0  32 

.0 

1.24 

14 

148 

2156 

.1049 

15 

■73 

I  47 

.  I 

■3105 

0  28 

3 

1 .09 

15 

159 

2125 

1053 

15 

•79 

I  46 

.6 

.3106 

0  24 

•5 

0-95 

16 

169 

2095 

•  1056 

15 

•85 

I  46 

.  I 

.3108 

0  20 

.8 

0.81 

17  +2 

180  — 0 

2065   +0 

•1059 

15 

.91 

I  45 

•7   I 

.3109 

0  17 

.  I 

+  0.66 

18 

.  190 

■2035 

.  1061 

15 

•97 

I  45 

.  2 

.3110 

0  13 

•3 

0.52 

19 

201 

2005 

.1063 

16 

•03 

I  44 

•7 

.3110 

0  9 

.6 

0-37 

20 

212 

■1975 

.  1064 

16 

.09 

I  44 

2 

.3111 

0  5 

•9 

0.23 

21 

.  222 

•1945 

.1065 

16 

■15 

I  43 

•7 

.3111 

0  2 

.  I 

+  0.08 

22 

•233 

.  1916 

.1065 

16 

.  21 

I  43 

.  2 

.3111 

23  58 

•4 

— 0.06 

23 

•244 

.1886 

•  1065 

16 

.27 

I  42 

■7 

.3111 

23  54 

.6 

0.  21 

24 

•254 

•1857 

.  1064 

16 

■33 

I  42 

.  2 

.3111 

23  50 

•9 

0-35 

25 

■26s 

.1827 

,  1062 

16 

•39 

I  41 

.6 

.3110 

23  47 

.  2 

0.50 

26 

.  276 

.1798 

.  1060 

i6 

•45 

I  41 

.  I 

.3109 

23  43 

•4 

0.64 

l6 


I83I 


12^ 

f 

X 

V 

s 

G' 

log  h 

H 

i 

M.  Z.  Berlin 

Dezbr.  27 

+  2?286 

—0. 1769 

+0.1057 

i6'.'5o 

1^40% 

1.3108 

23^^39"? 

— o'.'79 

28 

.297 

.1740 

•  1054 

16.56 

I  40.0 

.3107 

23  35-9 

0-93 

29 

■  307 

.1711 

.1050 

16.62 

I  39-5 

■3105 

23  32.2 

1.07 

30 

.318 

.1682 

.  1046 

16.68 

I  39.0 

■3104 

23  28.4 

1 .  22 

31 

.328 

•  1653 

.  1042 

16.74 

I  38.4 

.3102 

23  24.7 

1.36 

1832 


Februar 


I 

2 
3 
4 

5 
6 

7 
8 

9 
10 

II 
12 
13 
14 

15 
16 

17 
18 

19 

20 

21 

22 

23 
24 

25 
26 
27 
28 
29 
30 

31 

I 
2 

3 
4 

5 
6 

7 


732 
722 
711 
701 
690 
680 
670 
660 
650 
640 

630 
620 
610 
600 

590 
581 

571 
562 

552 

543 

534 

525 
515 
506 

498 
489 
480 

472 
463 
455 

446 
438 
430 
422 
414 
406 
399 
391 
384 
376 


-0-5795 
5820 

5845 
5870 

5895 
5920 

5945 
5970 

5995 
6020 

6045 
6070 
6095 
6120 

6145 
6170 

6195 
6220 
6244 
6269 

6293 
6318 
6342 
6367 
6391 

6415 
6438 
6462 
6485 
6508 

6531 
6554 
6577 
6600 
6623 
6645 
6667 
6688 
6709 
6730 


+0.1035 

8'.' 

.  1029 

8. 

.  1022 

8. 

.1015 

8. 

.  1008 

8. 

.  1000 

8. 

.0992 

8. 

.0983 

8. 

.0974 

8. 

.0964 

7- 

+0.0954 

7- 

•  0943 

7- 

.0932 

7- 

.0920 

7- 

.0908 

7- 

.0896 

7- 

.0883 

7- 

.0870 

7- 

.0856 

7- 

.0843 

7- 

+  0.0829 

7- 

.0815 

7- 

.0800 

7- 

.0786 

7- 

.0771 

7- 

.0756 

7- 

.0741 

7- 

.0726 

7- 

.0710 

7- 

.0694 

7- 

+0.0678 

6. 

.0662 

6. 

.0646 

6 

.0630 

6 

.0613 

6 

■  0597 

6 

.0581 

6 

•  0565 

6 

■  0549 

6 

•  0533 

6 

43 

38 

33 
28 

23 
18 

13 

.08 

■03 


93 
88 

83 
78 

73 
,68 

63 

58 
53 
48 

43 
38 
33 
29 
24 
19 
14 
,09 

05 
.00 

95 
91 
86 
82 
77 
73 
69 
64 
60 
56 


8"  17' 
8  16 
8  15 
8  13 
8  12 
8  II 
8  9 
8  8 
8  7 
8  5 

8  4 

8  3 

8  I 

8  o 

7  59 

7  57 
7 
7 

7  54  ■ 

7  5- 


56. 

55 


51 

50- 


7 
7 

7  4» 
7  47 


7  46. 
7  45 
7  43 
7  42 
7  41 
7  39 


38 
37 


7  36 


"6   I. 

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3 

3097 

.0 

3095 

•7 
•4 
.  I 

3092 
3089 
3086 

•7 

3082 

•4 

3079 

.  I 

3075 

.8 

3071 

4   I 
.  I 

3067 
3063 

.8 

3059 

•5 

3054 

.  2 

3049 

•9 

3044 

.6 

3039 

•3 

3034 

.0 

3029 

■7 

3023 

•4   I 

3018 

.  I 

3012 

.8 

3006 

•5 

3000 

.  2 
.  0 

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2994 
2988 
2982 

4 
.  I 

■9 

2976 
2969 
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.6   I 

2957 

•3 

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•2944 

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■4 

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23 

20.  9 

—  I . 

23 

17. 1 

I  . 

23 

134 

1  . 

23 

9.6 

I  . 

23 

5-8 

2  . 

23 

2  .0 

2  . 

22 

58.3 

2  . 

22 

54-5 

2  . 

22 

50-7 

2  . 

22 

46,9 

2 . 

22 

43  0 

—  2  . 

22 

39-2 

3- 

22 

35-4 

3- 

22 

31.6 

3- 

22 

27.7 

3- 

22 

239 

3- 

22 

20.0 

3- 

22 

16.  2 

3- 

22 

12.3 

3- 

22 

8.4 

4- 

22 

4-5 

— 4- 

22 

0.6 

4- 

21 

56.7 

4 

21 

52.8 

4- 

21 

48.8 

4- 

21 

44-9 

4- 

21 

41  .0 

4- 

21 

370 

5- 

21 

330 

5- 

21 

29.0 

5- 

21 

251 

-5- 

21 

21  .  I 

5 

21 

17.0 

5 

21 

13.0 

5 

21 

9.0 

5 

21 

4.9 

5 

21 

0.9 

5 

20 

56.8 

6 

20 

527 

6 

20 

48.6 

6 

17 


i832 


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12" 

Z.  Berlin 

f 

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G 

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'369  —  0 

6750 

+0.0517 

6:'52 

71^26^2   I 

.2891 

2o^44"5 

-6:'36 

1 1 

362 

6770 

.0501 

6.48 

7  25.0 

.2884 

20  40 

■4 

6-45 

12 

354 

6790 

.0486 

6.44 

7  23.8 

.2878 

20  36 

•3 

6.53 

13 

347 

6810 

.0470 

6  .40 

7  22.6 

.2871 

20  32 

.  2 

6.62 

14 

340 

6829 

•0455 

6.36 

7  21.4 

.2865 

20  28 

.0 

6.  70 

15 

334 

6848 

.0440 

6.32 

7  20. 1 

2859 

20  23 

9 

6.78 

i6 

327 

6867 

.0425 

6.28 

7  18.9 

2852 

20  19 

7 

6.86 

17 

320 

6886 

.  0410 

6 .  24 

7  177 

2846 

20  15 

5 

6.94 

18 

314 

6904 

.0396 

6.21 

7  16.5 

2840 

20  1 1 

3 

7.01 

19 

307 

6922 

.0381 

6.17 

7  15-3 

2834 

20  7 

2 

7.08 

20  — 0 

301  — 0 

6940 

+0.0367 

6.14 

7  14 . I   I 

2828 

20  3 

0 

-715 

21 

294 

6958 

■0353 

6 .  10 

7  12 

9 

2823 

19  58 

7 

7  .  22 

22 

288 

6975 

.0340 

6  .07 

7  1 1 

7 

2817 

19  54 

5 

7.29 

23 

282 

6992 

.0327 

6.03 

7  1° 

5 

2811 

19  50 

3 

7-35 

24 

276 

7008 

•  0314 

6  .00 

7  9 

3 

2806 

19  46 

0 

7-41 

25 

270 

7024 

.0302 

5-97 

7  8 

I 

2801 

19  41 

8 

7-47 

26 

264 

7039 

.0290 

5-94 

7  6 

9 

2796 

19  37 

5 

7-52 

27 

258 

7054 

.0278 

5-91 

7  5 

7 

2791 

19  33 

3 

7.58 

28 

252 

7068 

.0267 

5.88 

7  4 

5 

2786 

19  29 

0 

7  63 

29 

246 

7082 

.0256 

585 

7  3 

3 

2782 

19  24 

7 

7.68 

März    I   — o 

241  —0 

7096 

+0 .0246 

5.82 

7  2.1   I 

2777 

19  20 

4 

—  7.72 

2 

235 

71 10 

.0236 

s 

79 

7  0 

9 

2773 

19  16 

2 

7-77 

3 

229 

7124 

.0227 

5 

77 

6  59 

6 

2769 

19  II 

9 

7.81 

4 

224 

7137 

.0218 

5 

74 

6  58 

4 

2766 

19  7 

6 

7-85 

5 

218 

7149 

.0210 

5 

72 

6  57 

2 

2762 

19  3 

2. 

7.89 

6 

213 

7161 

.0202 

5 

69 

6  56 

0 

2759 

18  58 

9 

7.92 

7 

208 

7172 

•0195 

5 

67 

6  54 

7 

2756 

18  54 

6 

7-95 

8 

202 

7183 

.0188 

5 

65 

6  53 

5 

2753 

18  50 

3 

7.98 

9 

197 

7194 

.0182 

5 

63 

6  52 

3 

2750 

18  46 

0 

8.01 

10  ■ 

192 

7205 

.0177 

5 

61 

6  51 

0 

2747 

18  41 

7 

8.03 

II  —0 

186  — 0 

7215 

+0.0172 

5-58 

6  49  7   I 

2745 

18  37 

3 

—8.06 

12 

181 

7225 

.0167 

5 

56 

6  48 

5 

2743 

18  33 

0 

8.08 

13 

176 

7234 

.0163 

5 

55 

6  47 

2 

2742 

18  28 

7 

8.09 

14 

171 

7243 

•0159 

5 

53 

6  45 

9 

2740 

18  24 

3 

8. II 

15 

166 

7251 

.0156 

5 

51 

6  44 

6 

2739 

18  20 

0 

8.12 

16 

161 

7259 

•  0154 

5 

50 

6  43 

3 

2738 

18  15 

7 

8.13 

17 

155 

7266 

.0152 

5 

48 

6  42 

0 

2737 

18  II 

3 

8.14 

18 

150 

7273 

.0151 

5 

47 

6  40 

7 

2737 

18  7 

0 

8.15 

19 

145 

7280 

.0150 

5 

45 

6  39 

4 

2736 

18  2 

7 

8.15 

20 

140 

7286 

.0150 

5 

44 

6  38 

i 

2736 

17  58 

4 

8.15 

21  — 0 

135  — 0 

7292 

+0.0150 

5-43 

6  36.7   I 

2736 

17  54 

0 

-8.15 

22 

130 

7297 

.0151 

5 

42 

6  35 

3 

2737 

17  49 

7 

8.14 

23 

125 

7302 

•  0153 

5 

41 

6  34 

0 

2738 

17  45 

4 

8.13 

24 

120 

7307 

■0155 

5 

40 

6  32 

6 

2739 

17  41 

I 

8.12 

25 

114 

7311 

.0158 

5 

39 

6  31 

2 

2740 

17  36 

8 

8. II 

26 

109 

7315 

.0162 

5 

38 

6  29 

8 

2741 

17  32 

5 

8.10 

27 

104 

7318 

.0166 

5 

38 

6  28 

3 

2743 

17  28 

2 

8.08 

28 

099 

7321 

.0170 

5 

37 

6  26 

9 

2745 

17  23. 

9 

8.06 

29 

094 

7323 

■0175 

5 

37 

6  25 

5 

2747 

17  19. 

6 

8.04 

30 

088 

7325 

.0180 

5 

36 

6  24 

0 

2749 

17  15- 

3 

8.02 

i8 


1832 


12^  ..  1 

f 

V 

y 

g 

G      1 

Dg  h 

H 

i 

M.Z. 

Berlin 

0 

März 

31 

— 0^083  — 0. 

7327 

+  0.0186 

5-36 

6^22^5    I. 

2752 

i7^hiTi 

—  7''99 

April 

I 

.078 

7329 

.0192 

5 

36 

621.0 

2754 

17  6.8 

7 

96 

2 

.072 

7330 

.0199 

5 

35 

6  19.5 

2757 

17   2.6 

7 

93 

3 

.067 

7331 

.0207 

5 

35 

6  18.0 

2761 

16  58.3 

7 

90 

4 

.061 

7331 

.0215 

5 

35 

6  16.5    . 

2764 

16  54.1 

7 

87 

5 

.056 

7331 

.0224 

5 

35 

615.0 

2768 

16  49.9 

7 

83 

6 

.050 

7330 

•0233 

5 

35 

6  13-4 

2772 

16  45.6 

7 

79 

7 

■045 

7329 

.0242 

5 

36 

6  II. 8 

2776 

16  41.4 

7 

75 

8 

•039 

7327 

.0252 

5 

36 

6  10.  2 

2780 

16  37.2 

7 

70 

9 

■033 

7325 

.  0262 

5 

36 

6  8.6 

2784 

16  33.0 

7 

65 

10 

— 0.028  — 0 

7323 

+  0.0273 

5 

37 

6  7.0   I 

^789 

16  28.9 

—  7 

60 

II 

.  022 

7321 

.0284 

5 

37 

6  5 

4 

2793 

16  24.7 

7 

55 

12 

.  016 

7318 

.0295 

5 

38 

6  3 

8 

2798 

16  20.5 

7 

50 

13 

.010 

7315 

.0307 

5 

38 

6  2 

I 

2803 

16  16.4 

7 

44 

14 

— 0.004 

7311 

.0319 

5 

39 

6  0 

5 

2808 

16  12.3 

7 

38 

15 

+  0  .002 

7307 

■0331 

5 

40 

5  58 

8 

2813 

16  8.1 

7 

32 

16 

.  008 

7303 

•0344 

5 

41 

5  57 

I 

2819 

16  4.0 

7 

26 

17 

.014 

7298 

■0357 

5 

42 

5  55 

4 

2824 

16  0.0 

7 

20 

18 

.021 

7293 

•0370 

5 

43 

5  53 

7 

2830 

15  55-9 

7 

13 

19 

.027 

7288 

.0384 

5 

44 

5  51 

9 

2835 

15  51-8 

7 

07 

20 

+  0.033  — 0 

7282 

+  0.0398 

5 

45 

5  50-1   I 

2841 

15  47-8 

—  7 

00 

21 

.  040 

7276 

.0412 

5 

46 

5  48 

3 

2847 

15  43-7 

6 

92 

22 

.047 

7270 

.0426 

5 

47 

5  46 

5 

2853 

15  39-7 

6 

85 

23 

•053 

7263 

.0440 

5 

49 

5  44 

7 

2859 

15  35-7 

6 

78 

24 

.060 

7256 

■0455 

•  5 

50 

5  42 

9 

2865 

15  317 

6 

70 

25 

.067 

7249 

.0470 

5 

51 

5  41 

I 

2871 

15  27.7 

6 

62 

26 

.074 

7242 

.0485 

5 

53 

5  39 

2 

2877 

15  23.7 

6 

54 

27 

.081 

7235 

.0500 

5 

54 

5  37 

4 

2884 

15  197 

6 

45 

28 

.088 

7227 

.0516 

5 

56 

5  35 

5 

2890 

15  15-8 

6 

37 

29 

•095 

7219 

•0531 

5 

58 

5  33 

6 

2896 

15  II. 8 

6 

.28 

30 

+  0.  102  — 0 

7211 

+  0.0547 

5 

59 

5  317   I 

2903 

15  7-9 

—  6 

.19 

Mai 

1 

.  1 10 

7202 

.0562 

5 

61 

5  299 

2909 

15  40 

6 

.  10 

2 

.117 

7193 

■0578 

5 

63 

5  28.0 

2915 

15   O.I 

6 

.01 

3 

■125 

,7184 

■0593 

5 

65 

5  26.1 

2922 

14  56.2 

5 

.91 

4 

.132 

7174 

.0608 

5 

67 

5  241 

2928 

14  524 

5 

.82 

5 

.  140 

7165 

.0624 

5 

69 

5  22.2 

2934 

14  48.5 

5 

■72 

6 

.148 

7155 

•  0639 

5 

71 

5  20.3 

2941 

14  44-7 

5 

.62 

7 

.156 

7145 

.0654 

5 

73 

5  ^8-3 

2947 

14  40.9 

5 

■52 

8 

.  164 

7134 

.0669 

5 

75 

5  16.4 

2953 

14  370 

5 

.42 

9 

.172 

7123 

.0684 

5 

77 

5  14-4 

2959 

14  33-2 

5 

■32 

10 

+  0.  180  — 0 

7112 

+  0.0699 

5 

•79 

5  12.5   I 

2965 

14  29.4 

—5 

.  21 

1 1 

.188 

7  lOI 

.0714 

5 

.81 

5  10 

5 

2971 

14  25.7 

-  5 

.  1 1 

12 

.197 

7089 

.0729 

5 

.84 

5  8 

5 

2977 

14  21.9 

5 

.  00 

13 

.205 

7078 

.0744 

5 

.86 

5  6 

5 

2983 

14  18. I 

4 

.89 

14 

.213 

.7066 

.0758 

5 

.88 

5  4 

4 

2989 

14  14.4 

4 

.78 

15 

.222 

•  7054 

■0773 

5 

.91 

5  2 

4 

2995 

14  10.6 

4 

.67 

16 

.231 

.7042 

.0787 

5 

■93 

5  0 

4 

3001 

14  6.9 

4 

•55 

17 

•239 

.7030 

.0801 

5 

.96 

4  58 

4 

3006 

14  3-2 

4 

•44 

18 

.248 

.7017 

.0814 

5 

.98 

4  56 

4 

3012 

13  59-5 

4 

■33 

19 

•257 

.7005 

.0828 

6 

.01 

4  54 

3 

•3017 

13  55-8 

4 

.  21 

19 


I 

832 

I2'>            , 

M.Z.Berlin 

\ 

y 

g 

G      1 

Dg  h 

H 

i 

Mai    20   +0' 

266  — 0 

6992 

+0.0841 

6 '.'03 

^5^-'-3      I 

3022 

13^2-2 

—4"  09 

21 

275 

6979 

.0854 

6.06 

4  50 

2 

3027 

13  48.5 

3-97 

22 

284 

6966 

.0867 

6.08 

4  48 

2 

3032 

13  44 

8 

3  85 

23 

293 

6953 

.0879 

6. II 

4  46 

I 

3037 

13  41 

2 

313 

24 

303 

6940 

.0891 

6 .  14 

4  44 

I 

3042 

13  37 

5 

3.61 

25 

312 

6927 

.0903 

6.16 

4  42 

I 

3047 

13  33 

9 

3  49 

26 

322 

6913 

.0914 

6 .  ig 

4  40 

0 

3051 

13  30 

3 

3  36 

27 

33^ 

6899 

.0925 

6 .  22 

4  38 

0 

3056 

13  26 

7 

3  24 

28 

340 

6885 

.0936 

6.25 

4  35 

9 

3060 

13  23 

I 

311 

29 

350 

6871 

.0946 

6.  27 

4  33 

9 

3064 

13  195 

2.99 

30   +0 

359  — 0 

6857 

+0.0956 

6.30 

4  31 

8   I 

3068 

13  159 

—  2.86 

31 

369 

6843 

.0966 

6.33 

4  29 

8 

3072 

13  123 

2  73 

Juni     I 

379 

6828 

•0975 

6.36 

4  27 

7 

3076 

13  8.7 

2  .  60 

2 

389 

6814 

.0984 

6-39 

4  25 

7 

3079 

13  5-2 

2.47 

399 

6799 

.0992 

6.42 

4  23 

6 

3082 

13  1-6 

2-34 

4 

408 

6785 

.  1000 

6-45 

4  21 

6 

3086 

12  58.1 

2.21 

5 

418 

6770 

.  1007 

6.48 

4  19 

5 

3089 

12  54 

5 

2.08 

6 

428 

6756 

.  1014 

6.51 

4  17 

5 

3091 

12  51 

0 

195 

7 

438 

6741 

.  1021 

6.54 

4  15 

4 

3094 

12  47 

4 

1.82 

8 

449 

6726 

.  1027 

6.57 

4  13 

4 

3096 

12  439 

I  .69 

9  +0 

459  — 0 

6711 

+0.1033 

6.60 

4  II 

3   I 

3099 

12  40.4 

-1^55 

10 

469 

6696 

.1038 

6.63 

4  9 

3 

3101 

12  36 

8 

1.42 

1 1 

479 

6680 

•  1043 

6.66 

4  7 

2 

3103 

12  33 

3 

1.28 

12 

489 

6665 

.1047 

6.69 

4   5 

2 

3104 

12  29 

8 

115 

13 

499 

6650 

.1051 

6.72 

4  3 

2 

3106 

12  26 

3 

1 .02 

14 

509 

6635 

•  1054 

6.75 

4   I 

3107 

1222 

8 

0.88 

15 

520 

6620 

■  1057 

6.78 

3  59 

3108 

12  19 

3 

^•75 

16 

530 

6605 

.  1060 

6.81 

3  57 

3109 

12  15 

8 

0.61 

17 

540 

6590 

.  1062 

6.84 

3  55 

31 10 

12  12 

3 

0.48 

18 

551 

6574 

.1063 

6.87 

3  53 

3111 

12  8.8 

034 

19  +0 

561   — 0 

6559 

+0. 1064 

6  .90 

3  51 

I   I 

3111 

12  5-3 

— 0 .  20 

20 

571 

6544 

.1065 

6  93 

3  49 

3111 

12   I 

8 

— 0.07 

21 

581 

6529 

.1065 

6.96 

3  47 

3111 

II  58 

3 

+  0.07 

22 

592 

6513 

.  1064 

6.99 

3  45 

31 II 

II  54 

8 

0. 20 

23 

602 

6498 

.1063 

7  .02 

3  43 

3111 

II  51 

3 

034 

24 

612 

6483 

.  1062 

7-05 

3  41 

2 

3110 

II  47 

8 

0.47 

25 

622 

6468 

.  1060 

7.08 

3  39 

2 

3109 

II  44 

3 

0. 61 

26 

633 

6452 

•  1057 

7. II 

3  37 

3 

3108 

II  40 

8 

0.74 

27 

643 

6437 

•  1054 

7  14 

3  35 

3 

3107 

II  37 

3 

0.88 

28 

653 

6422 

.1051 

7.17 

3  33 

•4 

3106 

II  33-^ 

1 .01 

29  +0 

663   — 0 

6407 

+0.1047 

7  .  20 

3   31 

•5   I 

3104 

II  30.2 

+  1.15 

30 

674 

6391 

•  1043 

7 

24 

3  29 

.6 

3103 

II  26 

7 

1.28 

Juli     I 

684 

6376 

•  1039 

7 

27 

3  27 

•7 

3101 

II  23 

2 

1.42 

2 

694 

6361 

•  1034 

7 

30 

3  25 

.8 

3099 

II  19 

7 

1-55 

3 

.704 

6346 

.1028 

7 

33 

3  23 

•9 

3097 

II  16 

2 

1.68 

4 

714 

6331 

.  1022 

7 

36 

3  22 

.0 

3094 

II  12 

7 

1.82 

5 

•724 

6316 

•  1015 

7 

39 

3  20 

.  I 

3091 

II  9 

I 

195 

6 

•734 

6302 

.  1008 

7 

42 

3  18 

.  2 

3089 

II  5 

6 

2.08 

7 

•744 

.6287 

.  1000 

7 

45 

3  16 

•4 

.3086 

II  2 

I 

2.21 

8 

•754 

6272 

.0992 

7 

48 

3  14 

.6 

3083 

10  58 

5 

2-34 

20 


i832 


12" 

M.  Z.  Berlin 

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og  h 

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i 

Juli     9   +0 

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0984 

7 ''50 

3S2-7   I 

3079 

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+  2  "47 

10 

774 

6242 

0975 

7 

53 

3  10 

9 

3076 

10  51 

4 

2 

60 

1 1 

783 

6228 

0966 

7 

56 

3  9 

I 

3072 

10  47 

9 

2 

73 

12 

793 

6213 

0957 

7 

59 

3  7 

3 

3068 

10  44 

3 

2 

85 

13 

803 

6199 

0947 

7 

62 

3  5 

5 

3064 

10  40 

7 

2 

98 

14 

812 

6184 

0937 

7 

65 

3  3 

8 

3060 

10  37 

I 

3 

10 

15 

822 

6170 

0926 

7 

68 

3  2 

0 

3056 

10  33 

6 

3 

23 

16 

831 

6155 

0915 

7 

71 

3  0 

3 

3052 

10  30 

0 

3 

35 

17 

841 

6I4I 

0903 

7 

74 

2  58 

5 

3047 

10  26 

4 

3 

48 

18 

850 

6126 

0892 

7 

77 

2  56 

8 

3043 

10  22 

8 

3 

60 

19   +0 

859  — 0 

6II2   +0 

0880 

7 

79 

2  55 

I   I 

3038 

10  19 

I 

+  3 

72 

20 

869 

6098 

0868 

7 

82 

2  53 

5 

3033 

10  15 

5 

3 

84 

21 

878 

6084 

0856 

7 

85 

2  51 

8 

3028 

10  1 1 

9 

3 

96 

22 

887 

6070 

0843 

7 

88 

2  50 

I 

3023 

10  8 

2 

4 

08 

23 

896 

6057 

0830 

7 

91 

2  48 

5 

3018 

10  4 

6 

4 

20 

24 

905 

6043 

0817 

7 

93 

2  46 

9 

3012 

10  0 

9 

4 

31 

25 

914 

6029 

0803 

7 

96 

2  45 

2 

3007 

9  57 

2 

4 

43 

26 

923 

6015 

0789 

7 

99 

2  43 

6 

3001 

■9  53 

5 

4 

54 

27 

931 

6002 

0775 

8 

02 

2  42 

0 

2996 

9  49 

8 

4 

65 

28 

940 

5988 

0761 

8 

04 

2  40 

4 

2990 

9  46 

I 

4 

76 

29  +0 

948  — 0 

5975   +0 

0747 

8 

07 

2  38 

9   I 

2984 

9  42 

4 

+  4 

87 

30 

957 

5961 

0733 

8 

10 

2  37 

3 

2979 

9  38 

7 

4 

98 

31 

965 

5948 

0718 

8 

12 

2  35 

8 

2973 

9  35 

0 

5 

09 

August   I 

973 

5935 

0703 

8 

15 

2  34 

3 

2967 

9  31 

2 

5 

19 

2 

982 

5922 

0688 

8 

18 

2  32 

8 

2960 

9  27 

5 

5 

30 

3 

990 

5909 

0673 

8 

20 

2  31 

3 

2954 

9  23 

7 

5 

40 

4    0 

998 

5896 

0658 

8 

23 

2  29 

9 

2948 

9  19 

9 

5 

50 

5    I 

006 

5883 

0643 

8 

25 

2  28 

5 

2942 

9  16 

I 

5 

60 

6 

014 

5871 

0628 

8 

28 

2  27 

0 

2936 

9  12 

3 

5 

70 

7 

021 

5859 

0612 

8 

31 

2  25 

6 

2930 

9  8 

5 

5 

80 

8  +1 

029  — 0 

5846   +0 

0597 

8 

33 

2  24 

3   I 

2923 

9  4 

6 

+  5 

89 

9 

037 

5833 

0581 

8 

36 

2  22 

9 

2917 

9  0 

8 

5 

99 

10 

044 

5820 

0566 

8 

38 

221 

5 

2911 

8  56 

9 

6 

08 

1 1 

052 

5807 

0550 

8 

41 

2  20 

2 

2904 

8  53 

I 

6 

17 

12 

059 

5795 

0535 

8 

43 

2  18 

9 

2898 

8  49 

2 

6 

26 

13 

066 

5782 

0520 

8 

46 

2  17 

6 

2892 

8  45 

■^ 

j 

6 

34 

14 

073 

5770 

0505 

8 

48 

2  16 

3 

2886 

8  41 

4 

6 

43 

15 

080 

5758 

0490 

8 

51 

2  15 

0 

2879 

8  37 

5 

6 

51 

16 

087 

5746 

0475 

8 

53 

2  13 

8 

2873 

8  33 

5 

6 

59 

17 

094 

5734 

0460 

8 

55 

2  12 

6 

2867 

8  29 

6 

6 

67 

18  +1 

lOI   - — 0 

5722   +0 

0446 

8 

58 

2  1 1 

4   I 

2861 

8  25 

6 

+  6 

75 

19 

108 

5710 

0431 

8 

60 

2  10 

2 

2855 

8  21 

7 

6 

83 

20 

115 

5698 

0417 

8 

63 

2  9 

0 

2849 

8  17 

7 

6 

90 

21 

121 

5686 

0403 

8 

65 

2  7 

9 

2843 

8  13 

7 

6 

97 

22 

128 

5673 

0390 

8 

68 

2  6 

7 

2838 

8  9 

7 

7 

04 

23 

135 

5661 

0376 

8 

70 

2  5 

6 

2832 

8  5 

6 

7 

1 1 

24 

141 

5649 

0363 

8 

72 

2  4 

5 

2826 

8  I 

6 

7 

18 

25 

147 

5637 

0350 

8 

75 

2  3 

5 

2821 

7  57 

6 

7 

24 

26 

154 

5626 

0337 

8 

77 

2  2 

4 

2816 

7  53 

5 

7 

30 

27 

160 

5614 

0324 

8 

79 

2  I 

4 

2810 

7  49 

4 

7 

36 

21 


i832 


12» 

M.  Z.  B 

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X 

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g 

G     Ic 

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i 

August 

28   +1' 

166  — 0 

5602 

+0.0312 

8'.'82 

2''  o'r4   I 

2805 

7^5-3 

+  7-42 

29 

172 

5590 

.0300 

8 

84 

I  59 

4 

2800 

7  413 

7.48 

30 

178 

5578 

.0289 

8 

87 

I  58 

4 

2795 

7  37-2 

7 

53 

31 

184 

5566 

.0278 

8 

89 

I  57 

5 

2791 

7  330 

7 

58 

Septbr. 

I 

190 

5554 

.0267 

8 

91 

I  56 

6 

2786 

7  28.9 

7 

63 

2 

196 

5542 

.0257 

8 

94 

I  55 

7- 

2782 

7  24.8 

7 

68 

3 

202 

5530 

.0247 

8 

96 

I  54 

8 

2778 

7  20.6 

7 

72 

4 

207 

5518 

.0237 

8 

99 

I  53 

9 

2774 

7  16.5 

7 

76 

5 

213 

5506 

.0228 

9 

Ol 

I  53 

0 

2770 

7  12.3 

7 

80 

6 

219 

5494 

.0220 

9 

03 

I  52 

I 

2766 

7  8.1 

7 

84 

7  +1 

224  — 0 

5482 

+0.0212 

9 

06 

I  51 

3   I 

2763 

7  40 

+  7-88 

8 

230 

5470 

.0204 

9 

08 

I  50 

6 

2759 

6  59.8 

7.91 

9 

235 

5458 

.0197 

9 

II 

I  49 

9 

2756 

6  55-6 

7-95 

10 

241 

5446 

.0190 

9 

13 

I  49 

I 

2753 

6  51.4 

7.98 

II 

246 

5433 

.0184 

9 

16 

I  48 

4 

2751 

6  47.1 

8,00 

12 

251 

5421 

.0178 

9 

18 

r  47 

7 

2748 

6  42.9 

8.03 

13 

257 

5408 

.0173 

9 

21 

I  47 

0 

2746 

6  38.7 

8.05 

14 

262 

5395 

.0168 

9 

23 

I  46 

3 

2744 

6  34-4 

8.07 

15 

267 

5382 

.0164 

9 

26 

I  45 

6 

2742 

6  30 . 2 

8.09 

16 

273 

5369 

.0160 

9 

29 

I  45 

0 

2741 

6  26.0 

8. II 

17   +1 

278  — 0 

5356 

+0.0157 

9 

31 

I  44 

4   I 

2739 

6  21.7 

+  8.12 

18 

283 

5343 

•  0154 

9 

34 

I  43 

8 

2738 

6  17.4 

8 

13 

19 

289 

5329 

.0152 

9 

37 

I  43 

2 

2738 

6  13.2 

8 

14 

20 

294 

5316 

.0151 

9 

39 

I  42 

6 

2737 

6  8. 9 

8 

14 

21 

299 

5302 

.0150 

9 

42 

I  42 

I 

2737 

6  4-6 

8 

15 

22 

304 

5289 

.0150 

9 

45 

I  41 

6 

2736 

6  0.4 

8 

15 

23 

310 

5275 

.0150 

9 

47 

I  41 

I 

2736 

5  561 

8 

15 

24 

315 

5261 

■  0151 

9 

50 

I  40 

6 

2737 

5  51-8 

8 

14 

25 

320 

5247 

.0152 

9 

53 

X  40 

I 

2737 

5  47-5 

8 

14 

26 

325 

5232 

•  0154 

9 

56 

I  39 

6 

2738 

5  43-3 

8.13 

27   +1 

33^     — 0 

5217 

+0.0156 

9 

59 

I  39 

2   I 

2739 

5  39  0 

+  8.12 

28 

336 

5202 

•  0159 

9 

62 

I  38 

7 

2740 

5  34-7 

8 

II 

29 

341 

5187 

.0163 

9 

65 

I  38 

3 

2742 

5  30.4 

8 

09 

30 

347 

5172 

.0167 

9 

68 

I  37 

9 

2744 

5  26.1 

8 

07 

Oktbr. 

I 

352 

5156 

.0172 

9 

71 

I  37 

5 

2746 

5  21.8 

8 

05 

2 

357 

5140 

.0177 

9 

74 

I  37 

2 

2748 

5  17-6 

8 

03 

3 

363 

5124 

.0183 

9 

78 

I  36 

8 

2750 

5  133 

8 

Ol 

4 

368 

5108 

.0189 

9 

81 

I  36 

5 

2753 

5  90 

7 

98 

5 

374 

5091 

.0196 

9 

84 

I  36 

I 

2756 

5  4-8 

7 

95 

6 

379 

5074 

.0203 

9 

88 

I  35 

8 

2759 

5  0-5 

7.92 

7  +1 

385  -0 

5057 

+0.0211 

9 

91 

I  35 

5   I 

2763 

4  56-2 

+  7-88 

8 

391 

5040 

.0220 

9 

94 

I  35 

2 

2766 

4  52-0 

7 

85 

9 

396 

5023 

.0229 

9 

98 

I  34 

9 

2770 

4  47-7 

7 

81 

10 

402 

5005 

.0238 

10 

02 

I  34 

6 

2774 

4  43-5 

7 

77 

1 1 

408 

4987 

.0248 

10 

05 

I  34 

4 

2778 

4  39-2 

7 

72 

12 

414 

4968 

.0258 

10 

09 

I  34 

I 

2782 

4  35-0 

7 

68 

13 

420 

4949 

.026g 

10 

•13 

I  33 

9 

2787 

4  30.8 

7 

63 

14 

426 

4930 

.0280 

10 

.16 

I  33 

6 

2791 

4  26.5 

7 

58 

15 

432 

4911 

.0291 

10 

.  20 

I  33 

4 

2796 

4  22.3 

7 

52 

16 

438 

4892 

■03°3 

10 

•24 

I  33 

2 

2801 

4  18. 1 

7 

47 

i832 


12' 

M.Z.  E 

)erlin 

F 

X 

y 

g 

G      log  h 

H 

i 

Oktbr. 

17   +1^ 

444  — 0 

4872   +0 

0315 

io:'28 

i^33"o   I 

2806 

4^3"9 

+  7-41 

18 

450 

4852 

0327 

10.32 

I  32-7 

2812 

4  9-7 

7 

35 

19 

457 

4831 

0340 

10.36 

I  32.5  . 

2817 

4  5-5 

7 

29 

20 

463 

4810 

0353 

10.41 

I  32-3 

2823 

4   1-4 

7 

22 

21 

469 

4789 

0367 

IO-45 

I  32.2 

2828 

3  57-2 

7 

16 

22 

476 

4768 

0381 

10.49 

I  32.0 

2834 

3  53-0 

7 

09 

23 

483 

4746 

0395 

IO-54 

I  31.8 

2840 

3  48.9 

7 

02 

24 

490 

4724 

0409 

T0.58 

I  31.6 

2846 

3  44-7 

6 

94 

25 

496 

4701 

0424 

10.62 

I  31  4 

2852 

3  40.6 

6 

87 

26 

503 

4678 

0439 

10.  67 

I  31.2 

2858 

3  36-5 

6 

79 

27   +1 

510  — 0 

4655   +0 

0454 

10.72 

I  31. 1   I 

2864 

3  32.3 

+  6 

71 

28 

517 

4632 

0469 

10.  76 

I  30.9 

2871 

3  28.2 

6 

63 

29 

525 

4608 

0484 

10.81 

I  30-7 

2877 

3  24-1 

6 

54 

30 

532 

4584 

0499 

10.86 

I  30.6 

2883 

3  20.1 

6 

46 

31 

539 

4560 

0515 

10.91 

I  30-4 

2890 

3  16.0 

6 

37 

Novbr. 

I 

547 

4535 

0531 

10.96 

I  30.2 

2896 

3  II  9 

6 

28 

2 

554 

4510 

0547 

II  .01 

I  30.1 

2903 

3  7-9 

6 

19 

3 

562 

4485 

0563 

11.06 

I  29.9 

2910 

3  3-8 

6 

10 

4 

570 

4459 

0579 

1 1  .  1 1 

I  29.7 

2916 

2  59.8 

6 

00 

5 

578 

4433 

0595 

II. 16 

I  29.5 

2923 

2  55-8 

5 

90 

6  +1 

586  -0 

4406   +0 

0611 

1 1  .  21 

I  29.3   I 

2929 

2  51-7 

+  5 

80 

7 

594 

43S0 

0627 

11.27 

I  29.1 

2936 

2  47-7 

5 

70 

8 

602 

4353 

0643 

11.32 

I  28.9 

2942 

2  43-7 

5 

60 

9 

610 

4326 

0659 

11-37 

I  28.7 

2949 

2  39-8 

5 

49 

10 

619 

4299 

0675 

11-43 

I  28.5 

2955 

2  35-8 

5 

39 

II 

627 

4272 

0691 

11.49 

I  28.3 

2962 

2  31.8 

5 

28 

12 

636 

4244 

0706 

11-54 

I  28.1 

2968 

2  27.9 

5 

17 

13 

644 

4216 

0722 

11.60 

I  27.9 

2974 

2  23.9 

5 

06 

14 

653 

4187 

0737 

11.66 

I  27.7 

2980 

2  20.0 

4 

94 

15 

662 

4158 

0752 

II. 71 

I  27.5 

2987 

2  16. 1 

4 

83 

16  +1 

671  — 0 

4129   +0 

0767 

11.77 

I  27.3   I 

2993 

2  12  . 1 

+  4 

71 

17 

680 

4100 

0782 

11.83 

I  27.0 

2999 

2  8.2 

4 

59 

18 

689 

4071 

0796 

11.89 

I  26.8 

3004 

2  4-3 

4 

48 

19 

698 

4041 

0811 

11-95 

I  26.5 

3010 

2  0.5 

4 

35 

20 

707 

401 1 

0825 

12.01 

I  26.3 

3016 

I  56.6 

4 

23 

21 

717 

3981 

0839 

12.07 

I  26.0 

3022 

I  52-7 

4 

II 

22 

726 

3950 

0853 

12.13 

I  25.7 

3027 

I  48.8 

3 

98 

23 

736 

3919 

0866 

12.19 

I  25.5 

3032 

I  45-0 

3 

86 

24 

746 

3888 

0879 

12  .  26 

I  25.2 

3038 

I  41 . 1 

3 

73 

25 

755 

3857 

0892 

12.32 

I  24.9 

3043 

I  37-3 

3 

60 

26  +1 

765  — 0 

3826   +0 

0904 

12.38 

I  24.6   I 

3048 

I  33-5 

+  3 

47 

27 

775 

3795 

0916 

12.44 

I  24.3 

3052 

I  29.7 

3 

34 

28 

785 

3763 

0928 

12.51 

I  24.0 

3057 

I  25.8 

3 

21 

29 

795 

3732 

0939 

12.57 

I  23.6 

3062 

I  22.0 

3 

08 

30 

805 

3700 

0950 

12.63 

I  23.3 

3066 

I  18.2 

2 

94 

Dezbr. 

I 

816 

3668 

0960 

12.70 

I  23.0 

3070 

I  14.4 

2 

81 

2 

826 

3636 

0970 

12 .  76 

I  22.6 

3074 

I  10.6 

2 

67 

3 

836 

3604 

0979 

12.83 

I  22.3 

3078 

I  6.8 

2 

53 

4 

846 

3571 

0988 

12.89 

I  21  9 

3081 

I  31 

2 

40 

5 

857 

3539 

0997 

12  .96 

I  21.5 

3084 

0  59-3 

2 

26 

23 


i832 


M. 

12'' 

Z.  Berlin 

f 

\ 

y 

g 

G      1 

og  h 

H 

i 

Dezbr.   6   +i 

^867  — 0 

3506 

+0. 1005 

13 '.'02 

ii'21'ri   I 

3088 

oN5"5 

+  2';  12 

7 

878 

3474 

.1013 

13 

09 

I  20.8 

3091 

0  517 

1.98 

8 

889 

3441 

.  1020 

13 

15 

I  20.4 

3093 

0  48.0 

1.84 

9 

899 

3409 

.  1027 

13 

22 

I  19.9 

3096 

0  44.2 

1.70 

lO 

910 

3376 

•  1033 

13 

28 

I  19-5 

3098 

0  40.4 

1-55 

II 

921 

3343 

.1038 

13 

35 

I  19. 1 

3101 

0  36.7 

1.41 

12 

931 

3310 

•  1043 

13 

41 

I  18.7 

3103 

0  32.9 

1.27 

13 

942 

3277 

.  1048 

13 

48 

I  18.3 

3104 

029.2 

I  13 

14 

953 

3245 

.1052 

13 

55 

I  17.8 

3106 

0  25.5 

0 .98 

15 

964 

3212 

•  1056 

13 

61 

I  17.4 

3107 

0  21.7 

0.84 

i6  +1 

975  -0 

3180 

+0.1059 

13 

68 

I  16 .9   I 

3109 

0  18  .0 

+  0.70 

17 

986 

3147 

.  1061 

13 

74 

I  16.4 

3110 

0  14.2 

0-55 

i8    I 

997 

3115 

.1063 

13 

81 

I  16.0 

3110 

0  10.5 

0.41 

19    2 

007 

3082 

.  1064 

13 

87 

I  15 -5 

3111 

0  6.8 

0.  26 

20 

018 

3050 

.  1064 

13 

94 

I  15.0 

3111 

0  3.0 

+  0.12 

21 

029 

3017 

.  1064 

14 

00 

I  14  5 

31 II 

23  59-3 

— 0.03 

22 

040 

2985 

.  1064 

14 

07 

I  14.0 

3111 

23  55-5 

0.17 

23 

051 

2952 

•  1063 

14 

13 

I  13-5 

3111 

23  51-8 

0.32 

24 

062 

2920 

.  1062 

14 

20 

I  13.0 

3110 

23  48.1 

0.46 

25 

073 

2888 

.  1060 

14 

26 

I  12.5 

3109 

23  44-3 

0.61 

26  +2 

084  — 0 

2856 

+0. 1058 

14 

33 

I  12.0   I 

3108 

23  40 -6 

-0.75 

27 

095 

2824 

•1055 

14 

•39 

I  11 .4 

3107 

23  36.8 

0.90 

28 

106 

2792 

.1051 

14 

■45 

I  10.9 

3106 

23  33   -i 

I  .04 

29 

117 

2760 

.1047 

14 

52 

I  10.4 

3104 

23  29.3 

1.18 

30 

.127 

2729 

.  1042 

14 

•58 

I  9.8 

3102 

23  25.6 

I  •  33 

31 

.138 

2698 

•  1037 

14 

.64 

I  9-3 

3100 

23  21.8 

I  -47 

1833 


I  — 0' 

922  — 0 

6305   +0 

1031 

7 '.'41 

9^36^5   I 

3098 

23' 

't8Ti 

—  I 

'61 

2 

911 

6338 

1024 

7-34 

9  35-6 

3095 

23 

14 -3 

I 

75 

3 

901 

6371 

1017 

7.28 

9  34-7 

3092 

23 

IO-5 

I 

89 

4 

890 

6403 

lOIO 

7.21 

9  33-9 

3090 

23 

6.7 

2 

03 

5 

880 

6436 

1002 

7-15 

9  330 

3086 

23 

30 

2 

17 

6 

869 

6469 

0994 

7.08 

9  322 

3083 

22 

59-2 

2 

31 

7 

858 

6502 

0985 

7.01 

9  313 

3080 

22 

55-4 

2 

45 

8 

848 

6534 

0976 

6-95 

9  30-5 

3076 

22 

51.6 

2 

59 

9 

838 

6567 

0966 

6.88 

9  29 .6 

3072 

22 

47.8 

2 

73 

10 

827 

6600 

0956 

6.82 

9  28.8 

3068 

22 

44  0 

2 

86 

1 1  — 0 

817  — 0 

6633   +0 

0945 

6.75 

9  27.9   I 

3064 

22 

40.1 

—3 

00 

12 

807 

6665 

0934 

6.69 

9  27.1 

3060 

22 

36.3 

3 

13 

13 

797 

6698 

0923 

6.62 

9  26.3 

3055 

22 

32.5 

3 

27 

14 

787 

6730 

09 II 

6.56 

9  255 

3050 

22 

28.7 

3 

40 

15 

777 

6763 

0899 

6.49 

9  24-7 

3045 

22 

24.8 

3 

53 

16 

767 

6795 

0886 

6-43 

9  24.0 

3040 

22 

21.0 

3 

66 

17 

757 

6827 

0873 

6.36 

9  23.2 

3035 

22 

17. I 

3 

79 

18 

748 

6859 

0860 

6.30 

9  22.4 

3030 

22 

13.2 

3 

92 

19 

738 

6891 

0847 

6.23 

9  21.6 

3025 

22 

9-3 

4 

04 

20 

728 

6923 

0833 

6.17 

9  20.9 

3019 

22 

5-4 

4 

17 

24 


i833 


12" 

M.  Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G 

og  h 

H        i 

Januar 

21   — 0 

•719  — 0 

6955   +0 

0819 

6'.' II 

9^2oTi   I 

3013 

2  2^^  1T5 

—4"  29 

22 

710 

6987 

0804 

6  .04 

9  194 

3008 

21  57,6 

4 

41 

23 

700 

7019 

0790 

5 

98 

9  18.6 

3002 

21  53-7 

4 

53 

24 

6g  I 

7050 

0775 

5 

92 

9  179 

2996 

21  49 . 8 

4 

65 

25 

682 

7081 

0760 

5 

85 

9  17.2 

2990 

21  45-9 

4 

77 

26 

673 

7112 

0745 

5 

79 

9  16.5 

2984 

21  41.9 

4 

89 

27 

664 

7143 

0730 

5 

73 

9  158  , 

2977 

21  37-9 

5 

00 

28 

655 

7173 

0714 

5 

67 

9  15. 1 

2971 

21  34.0 

5 

12 

29 

647 

7204 

0698 

5 

61 

9  14-4 

2965 

21  30.0 

5 

23 

30 

638 

7234 

0682 

5 

55 

9  13 -7 

2958 

21  26 .0 

5 

34 

31   — 0 

630  — 0 

7264   +0 

0666 

5-49 

9  130   I 

2952 

21  22.0 

-5 

45 

Februar  i  | 

621 

7293 

0650 

5 

43 

9  12.3 

2945 

21  18.0 

5 

55 

2 

613 

7322 

0633 

5 

37 

9  II  .6 

2939 

21  14.0 

5 

66 

3 

604 

7351 

0617 

5 

31 

9  II  .0 

2932 

21  10 .0 

5 

76 

4 

596 

7380 

0601 

5 

25 

9  IO-3 

2925 

21  5-9 

5 

86 

5 

588 

7408 

0585 

5 

20 

9  9-6 

2919 

21  1.9 

5 

96 

6 

581 

7437 

0569 

5 

14 

9  9.0 

2912 

20  57.8 

6 

06 

7 

573 

7465 

0553 

5 

08 

9  8.3 

2905 

20  53-7 

6 

15 

8 

565 

7493 

0537 

5 

03 

9  7-7 

2899 

20  49.6 

6 

25 

9 

557 

7520 

0521 

4-97 

9  70 

2892 

20  45-5 

6 

34 

10  — 0 

550  — 0 

7547   +0 

0505 

4.92 

9  6.4   I 

2886 

20  41.4 

—6 

43 

1 1 

542 

7573 

0490 

4 

86 

9  5-7 

2879 

20  37-3 

6 

51 

12 

535 

7600 

0474 

4 

81 

9  51 

2873 

20  33.2 

6 

60 

13 

528 

7626 

0459 

4 

76 

9  4-4 

2866 

20  29.0 

6 

68 

14 

521 

7652 

0443 

4 

71 

9  3-8 

2860 

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6 

76 

15 

514 

7678 

0428 

4 

66 

9  31 

2854 

20  20.7 

6 

84 

16 

507 

7703 

0413 

4 

61 

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2848 

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6 

92 

17 

500 

7728 

0399 

4 

56 

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2842 

20  12.4 

6 

99 

18 

493 

7753 

0385 

4 

51 

9   i.i 

2836 

20  8.2 

7 

07 

19 

486 

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0371 

4 

46 

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2830 

20  4.0 

7 

14 

20  — 0 

479  — 0 

7801   +0 

0357 

4.41 

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2824 

19  59.8 

-7 

20 

21 

473 

7825 

0344 

4 

36 

8  59-0 

2818 

19  55-5 

7 

27 

22 

466 

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0331 

4 

32 

8  58.3 

2813 

19  513 

7 

33 

23 

460 

7870 

0318 

4 

27 

8  57.5 

2807 

19  47.1 

7 

40 

24 

454 

7893 

0305 

4 

22 

8  56.8 

2802 

19  42 .8 

7 

46 

25 

447 

7915 

0293 

4 

18 

8  56.0 

2797 

19  38.6 

7 

51 

26 

441 

7937 

0281 

4 

14 

8  55-2 

2792 

19  34-3 

7 

57 

27 

435 

7959 

0270 

4 

09 

8  54-4 

2787 

19  30.0 

7 

62 

28 

429 

7980 

0259 

4 

05 

8  53-6 

2783 

19  25.8 

7 

67 

März 

I 

423 

8001 

0249 

4 

Ol 

8  52.8 

2778 

19  21.5 

7 

71 

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417   — 0 

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0239 

3-97 

8  51.9   i 

2774 

19  17.2 

—  7 

76 

3 

411 

8041 

0230 

3 

93 

8  511 

2770 

19  12.9 

7 

80 

4 

405 

8061 

0221 

3 

89 

8  50.2 

2767 

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7 

84 

5 

400 

8080 

0212 

3 

85 

8  49.2 

2763 

19  4-3 

7 

88 

6 

394 

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0204 

3 

81 

8  48.2 

2759 

19  0.0 

7 

91 

7 

388 

8118 

0196 

3 

77 

8  47-2 

2756 

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7 

95 

8 

383 

8136 

0189 

3 

74 

8  46.2 

2753 

18  51-3 

7 

98 

9 

377 

8154 

0183 

3 

70 

8  451 

2751 

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8 

00 

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371 

8172 

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3 

67 

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18  42.7 

8 

03 

II 

366 

8189 

0172 

3 

63 

8  42.9 

2746 

18  38.4 

8 

05 

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25 


12'' 

M.Z.  Berlin 

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März 

12  — 0' 

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13 

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.0163 

3 

56 

8  40.5 

2742 

18  29 

7 

8.09 

14 

349 

8239 

.0160 

3 

53 

8  39-3 

2741 

18  25 

4 

8 

1 1 

15 

344 

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3 

50 

8  38-0 

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18  21 

I 

8 

12 

16 

338 

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3 

47 

8  36.7 

2738 

18  16 

7 

8 

13 

17 

333 

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•0153 

3 

44 

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18  12 

4 

8 

14 

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327 

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3 

41 

8  33-9 

2737 

18  8 

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8 

14 

19 

322 

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3 

38 

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2736 

18  3 

7 

8 

15 

20 

317 

8329 

.0150 

3 

35 

8  30.8 

2736 

17  59 

4 

8 

15 

21 

311 

8343 

.0150 

3 

32 

8  29 . 2 

2736 

17  55 

I 

8  15 

22  — 0 

306  — 0 

8357 

+  0 .0151 

3 

30 

8  27.5   I 

2737 

17  50 

8 

—8.14 

23 

301 

8370 

.0152 

3 

27 

8  25.8 

2737 

17  46 

4 

8.14 

24 

295 

8383 

•0154 

3 

24 

8  24  .0 

2738 

17  42 

I 

8.13 

25 

290 

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■0157 

3 

22 

8  22.2 

2739 

17  37 

8 

8.12 

26 

284 

8407 

.0160 

3 

19 

8  20.3 

2741 

17  33 

5 

8 .  10 

27 

279 

8419 

.0164 

3 

17 

8  18.4 

2743 

17  29 

2 

8 .  09 

28 

273 

8431 

.0168 

3 

15 

8  16.4 

2744 

17  24 

9 

8.07 

29 

268 

8442 

•0173 

3 

12 

8  14-3 

2746 

17  20 

6 

8.05 

30 

262 

8453 

.0178 

3 

10 

8  12. 1 

2748 

17  16 

4 

8.02 

31 

257 

8463 

.0184 

3 

08 

8  9-9 

2751 

17  12 

I 

8.00 

April 

I  — 0 

251   —0 

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+  0.0190 

3 

06 

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2754 

17  7 

8 

—  7-97 

2 

245 

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.0197 

3 

04 

8  5-2 

2757 

17  3 

6 

7 

94 

0 

240 

8492 

.0205 

3 

02 

8  2.8 

2760 

16  59 

3 

7 

91 

4 

234 

8501 

.0213 

3 

00 

8  0.4 

2763 

16  55 

I 

7 

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5 

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.0221 

2 

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9 

7 

84 

6 

222 

8518 

.0230 

2 

97 

7  551 

2771 

16  46 

7 

7 

80 

7 

216 

8526 

.0239 

2 

95 

7  52-4 

2775 

16  42 

4 

7 

76 

8 

210 

8534 

.0249 

2 

94 

7  49.6 

2779 

16  38 

2 

7 

71 

9 

204 

8541 

.0259 

2 

93 

7  46.8 

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16  34 

I 

7 

66 

10 

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.0270 

2 

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16  29 

9 

7.61 

1 1  — 0 

192  — 0 

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+  0.0281 

2 

90 

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2792 

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—  7-56 

12 

186 

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.0292 

2 

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16  21 

5 

7 

51 

13 

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8567 

.0304 

2 

87 

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16  17 

4 

7 

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14 

174 

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.0316 

2 

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16  13 

3 

7 

40 

15 

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2 

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2 

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2 

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16  5 

0 

7 

28 

17 

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•0354 

2 

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7  21.5 

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16  0 

9 

7 

22 

18 

148 

8589 

.0367 

2 

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7  18.0 

2828 

15  56 

9 

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15 

19 

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8593 

.0380 

2 

.82 

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15  52 

8 

7 

08 

20 

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•0394 

2 

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15  48 

7 

7.01 

21  — 0 

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+  0 .0408 

2 

.81 

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2845 

15  44 

7 

—6.94 

22 

120 

8601 

.0422 

2 

.81 

7  3-5 

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7 

6.87 

23 

113 

8603 

•0437 

2 

.80 

6  59-7 

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15  36 

6 

6.79 

24 

106 

8604 

.0452 

2 

.80 

6  55-8 

2864 

15  32 

6 

6.72 

25 

099 

8605 

.0467 

2 

.80 

6  51.9 

2870 

15  28 

6 

6.64 

26 

092 

8605 

.0482 

2 

.80 

6  47.9 

2876 

15  24 

7 

6.56 

27 

085 

8605 

.0498 

2 

.80 

6  43-9 

2882 

15  20 

7 

6.47 

28 

077 

8604 

•0513 

2 

.80 

6  39-9 

2889 

15  16 

7 

6.39 

29 

070 

8603 

.0528 

2 

.80 

6  35-8 

2895 

15  12 

8 

6.30 

30 

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2 

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6  31-7 

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15  8 

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21 

26 


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2908 

15^  5"o 

— 6"  12 

2 

047 

8598 

0574 

2 

81 

6  23.3 

2914 

15  i.i 

6 

03 

3 

"39 

8595 

0589 

2 

82 

6  19. 1 

2920 

14  57-2 

5 

94 

4 

031 

8592 

0604 

2 

82 

6  14.9 

2927 

14  53-3 

5 

84 

5 

023 

8589 

0620 

2 

83 

6  10.6 

2933 

14  49-5 

5 

75 

6 

015 

8585 

0635 

2 

84 

6  6,3 

2939 

14  45-6 

5 

65 

7  — o 

007 

8580 

0650 

2 

8s 

6  2.0 

2945 

14  41.8 

5 

55 

8  +o 

001 

8575 

0665 

2 

86 

5  57-7 

2951 

14  38.0 

5 

45 

9 

009 

8569 

0681 

2 

87 

5  53-3 

2958 

14  34-2 

5 

34 

lO 

018 

8562 

0696 

2 

88 

5  49-0 

2964 

14  30-4 

5 

24 

II   +o 

026  — 0 

8555   +0 

0711 

2 

90 

5  44-6   I 

2970 

14  26.6 

-5 

13 

12 

035 

8548 

0726 

2 

91 

5  40.3 

2976 

14  22.8 

5 

03 

13 

044 

8541 

0741 

2 

93 

5  35-9 

2982 

14  19.0 

4 

92 

14 

052 

8533 

0755 

2 

94 

5  31-5 

2988 

14  15-3 

4 

80 

15 

061 

8525 

0769 

2 

96 

5  27  i 

2993 

14  II .6 

4 

69 

16 

070 

8516 

0783 

2 

98 

5  22.8 

2999 

14  7-8 

4 

58 

17 

079 

8507 

0797 

2 

99 

5  18.4 

3005 

14  4.1 

4 

47 

18 

088 

8497 

0810 

3 

Ol 

5  141 

3010 

14  0.4 

4 

35 

19 

097 

8487 

0824 

3 

03 

5  9-8 

3016 

13  567 

4 

24 

20 

107 

8476 

0837 

3 

06 

5  5-5 

3021 

13  530 

4 

12 

21    +0 

1 16  — 0 

8465   +0 

0850 

3 

08 

5  1-2   I 

3026 

13  49-4 

—4 

00 

2  2 

125 

8453 

0863 

3 

10 

4  570 

3031 

13  45-7 

3 

88 

23 

135 

8441 

0876 

3 

13 

4  52.8 

3036 

13  42.1 

3 

76 

24 

144 

8429 

0888 

3 

15 

4  48.6 

3041 

13  38.4 

3 

64 

25 

154 

8416 

0900 

3 

18 

4  44-4 

3046 

13  34.8 

3 

52 

26 

164 

8403 

091 1 

3 

20 

4  40 -3 

3050 

13  31-2 

3 

39 

27 

174 

8389 

0922 

3 

23 

4  36-2 

3055 

13  27.6 

3 

27 

28 

183 

8375 

0933 

3 

26 

4  321 

3059 

13  24.0 

3 

14 

29 

193 

8361 

0944 

3 

29 

4  28.1 

3063 

13  20.3 

3 

02 

30 

203 

8346 

0954 

3 

32 

4  24.1 

3067 

13  16.8 

2 

89 

31    +0 

213  — 0 

8331   +0 

0964 

3 

35 

4  20.1   I 

3071 

13  132 

—  2 

76 

Juni     I 

223 

8315 

0973 

3 

38 

416.2 

3075 

13  9.6 

2 

63 

2 

^Zi 

8299 

0982 

3 

41 

4  12.3 

3078 

13  6.0 

2 

51 

3 

243 

8283 

0990 

3 

44 

4  8.5 

3082 

13  2.5 

2 

38 

4 

254 

8267 

0998 

3 

47 

4  4-7 

3085 

12  58.9 

2 

25 

5 

264 

8250 

1006 

3 

51 

4  09 

3088 

12  55-4 

2 

II 

6 

274 

8233 

1013 

3 

54 

3  57-1 

3091 

12  51.8 

98 

7 

285 

8215 

1020 

3 

58 

3  53-4 

3093 

12  48.3 

85 

8 

295 

8197 

1026 

3 

62 

3  49-7 

3096 

12  44-8 

72 

9 

305 

8179 

1032 

3 

65 

3  46.1 

3098 

12  41 . 2 

58 

10  +0 

316  — 0 

8161   +0 

1037 

3 

69 

3  42.5   I 

3100 

12  37.7 

—  I 

45 

1 1 

326 

8142 

1042 

3 

73 

3  39  0 

3102 

12  34.2 

32 

12 

337 

8123 

1046 

3 

76 

3  35-5 

3104 

12  30.7 

18 

13 

347 

8104 

1050 

3 

80 

3  32.0 

3105 

12  27.2 

05 

14 

358 

8085 

1053 

3 

84 

3  28.6 

3107 

12  23.6 

0 

91 

15 

368 

8065 

1056 

3 

88 

3  25.3 

3108 

12  20. I 

0 

78 

16 

379 

8046 

1059 

3 

92 

3  21.9 

3109 

12  16  .6 

0 

64 

17 

389 

8026 

1061 

3 

96 

3  18.6 

3110 

12  13. I 

0 

51 

18 

400 

8006 

1063 

4 

00 

3  15-4 

3110 

12  9.6 

0 

37 

19 

410 

7986 

1064 

4 

04 

3  12.2 

3111 

12  6.1 

0 

24 

27 


I 

833 

12" 

M.Z.  Berlin 

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G      1 

og  h 

H 

i 

Juni 

20   +0*" 

421  — 0 

7966 

+  0. 1065 

4 '.'08 

3''   9"o   I 

3111 

12^  2'% 

— o'.'io 

21 

432 

7945 

•  1065 

4 

12 

3 

5 

9 

3111 

II  59.1 

+  0-03 

2  2 

442 

7924 

.1065 

4 

16 

3 

2 

8 

31 II 

II  55 

6 

0.17 

23 

453 

7903 

.  1064 

4 

20 

2 

59 

7 

3111 

II  52 

I 

0 .  30 

24 

463 

7882 

.1063 

4 

25 

2 

56 

7 

31 10 

II  48 

6 

0.44 

25 

474 

7861 

.  1061 

4 

29 

2 

53 

7 

3109 

II  45 

I 

0-57 

26 

485 

7840 

.1058 

4 

33 

2 

50 

8 

3108 

II  41 

6 

0.71 

27 

495 

7818 

■1055 

4 

37 

2 

47 

9 

3107 

II  38 

I 

0.84 

28 

506 

7797 

•  1052 

4 

42 

2 

45 

0 

3106 

II  34 

6 

0.98 

29 

516 

7775 

.1048 

4 

46 

2 

42 

2 

3105 

II  31. I 

I  .  1 1 

30  +0 

527  — 0 

7753 

+  0.1 044 

4 

51 

2 

39 

4   I 

3103 

II  27.6 

+  1.25 

Juli 

I 

537 

7731 

■1039 

4 

55 

2 

36 

7 

3101 

II  24 . I 

1.38 

2 

548 

7709 

•1034 

4 

59 

2 

33 

9 

3099 

II  20 .6 

1-52 

3 

558 

7687 

.  1029 

4 

64 

2 

31 

3 

3097 

II  17,0 

1.65 

4 

568 

7665 

•  1023 

4 

68 

2 

28 

6 

3095 

II  13  5 

1.78 

5 

579 

7643 

.  1016 

4 

73 

2 

26 

0 

3092 

II  10. 0 

1.92 

6 

589 

7621 

.  1009 

4 

77 

2 

23 

5 

3089 

II  6.5 

2.05 

7 

599 

7599 

.  1002 

4 

81 

2 

20 

9 

3086 

II  2.9 

2.18 

8 

610 

7577 

•  0994 

4 

86 

2 

18 

4 

3083 

10  59-4 

2  31 

9 

620 

7555 

.  0986 

4 

90 

2 

15 

9 

3080 

10  558 

2.44 

10  +0 

630  —0 

7533 

+  0.0977 

4 

95 

2 

13 

5   I 

3077 

10  52 -3 

+  2.57 

II 

640 

7511 

.0968 

4 

99 

2 

II 

I 

3073 

10  48 

7 

2 

69 

12 

6so 

7488 

■0959 

5 

03 

2 

8 

7 

3069 

10  45 

2 

2 

82 

13 

660 

7466 

.0949 

5 

08 

2 

6 

3 

3065 

10  41 

6 

2 

95 

14 

670 

7444 

■0939 

5 

12 

2 

4 

0 

3061 

10  38 

0 

3 

07 

15 

680 

7422 

.0928 

5 

17 

2 

I 

8 

3057 

10  34 

4 

3 

20 

16 

689 

7400 

.0917 

5 

21 

59 

5 

3053 

10  30 

8 

3 

32 

17 

699 

7378 

.0906 

5 

26 

57 

3 

3049 

10  27 

2 

3 

45 

18 

709 

7356 

.0895 

5 

30 

55 

I 

3044 

10  23 

6 

3 

57 

19 

718 

7334 

.0883 

5 

35 

53 

0 

3039 

10  20.0 

3^09 

20  +0 

728  — 0 

7313 

+  0.0871 

5 

39 

50 

9   I 

3035 

10  16.4 

+  381 

21 

738 

7291 

.0859 

5 

•43 

48 

8 

3030 

10  12 

8 

3 

93 

22 

747 

7269 

.0846 

5 

48 

46 

7 

3025 

10  9 

I 

4 

05 

23 

756 

7247 

•0833 

5 

52 

44 

7 

3019 

10  5 

5 

4 

17 

24 

766 

7225 

.0820 

5 

■56 

42 

7 

3014 

10  I 

8 

4 

29 

25 

775 

7203 

.0806 

5 

.61 

40 

7 

3008 

9  58 

I 

4 

40 

26 

784 

7181 

.0792 

5 

•65 

38 

8 

3°°3 

9  54 

4 

4 

51 

27 

793 

7159 

.0778 

5 

.70 

36 

9 

2997 

9  50 

7 

4 

63 

28 

802 

7137 

.0764 

5 

•74 

35 

0 

2992 

9  47 

0 

4 

74 

29 

811 

7116 

.0750 

5 

.78 

33 

I 

2986 

9  43-3 

4-85 

30  +0 

819  — 0 

7095 

+  0.0736 

5 

•83 

31 

3   I 

2980 

9  39-6 

+  4-95 

31 

828 

7074 

.0721 

5 

•87 

29 

5 

2974 

9  35  9 

5 

06 

Au£ 

'USt    I 

837 

7053 

.0706 

5 

.91 

27 

7 

2968 

9  32.1 

5 

17 

2 

845 

7032 

.0691 

5 

•95 

25 

9 

2962 

9  28.4 

5 

27 

3 

854 

7011 

.0676 

5 

•99 

24 

2 

2956 

9  24.6 

5 

38 

4 

862 

6990 

.0661 

6 

•03 

22 

5 

2950 

9  20.8 

5 

48 

5 

870 

696Q 

.0645 

6 

.08 

20 

9 

2944 

9  17-0 

5 

58 

6 

879 

6949 

.0630 

6 

.  12 

19 

2 

2937 

9  13-2 

5 

68 

7 

.887 

6928 

,0615 

6 

.16 

17 

6 

2931 

9  9-4 

5 

77 

8 

•895 

.6908 

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6 

.  20 

16 

.  I 

2925 

9  5 

6 

5 

87 

28 


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10 

911 

6868 

0569 

6.28 

I  13 

0 

2912 

8  57-9 

6 

06 

11 

918 

6848 

0554 

6,32 

I  1 1 

5 

2906 

8  54.0 

6 

15 

12 

926 

6828 

0539 

6.36 

I  10 

0 

2900 

8  50.1 

6 

24 

13 

934 

6808 

0524 

6  .40 

I  8 

6 

2893 

8  46.2 

6 

32 

14 

941 

6789 

0509 

6.44 

I  7 

2 

2887 

8  42.3 

6 

41 

15 

949 

6769 

0494 

6.48 

I  5 

8 

2881 

8  38.4 

6 

49 

16 

956 

6750 

0479 

6.52 

I   4 

4 

2875 

8  34.5 

6 

57 

17 

963 

6730 

0464 

6.56 

I   3 

I 

2869 

8  305 

6 

65 

18 

970 

6711 

0450 

6-59 

I   I 

8 

2863 

8  26.6 

6 

73 

19  +0 

978  — 0 

6692   +0 

0435 

6.63 

I   0 

5   I 

2857 

8  22.6 

+  6 

81 

20 

985 

6673 

0421 

6.67 

0  59 

3 

2851 

8  18.6 

6 

88 

21 

992 

6654 

0407 

6.71 

0  58 

0 

2845 

8  14.6 

6 

95 

22    0 

999 

6636 

0393 

6.75 

0  56 

8 

2839 

8  10.6 

7 

02 

23    I 

005 

6617 

0379 

6.78 

0  55 

7 

2833 

8  6.6 

7 

09 

24 

012 

6599 

0366 

6.82 

0  54 

5 

2828 

8  2.6 

7 

16 

25 

019 

6580 

0353 

6.86 

0  53 

4 

2822 

7  58.5 

7 

23 

26 

025 

6562 

0340 

6.89 

0  52 

4 

2817 

7  54-5 

7 

29 

27 

032 

6544 

0327 

6-93 

0  51 

3 

2812 

7  50-4 

7 

35 

28 

038 

6526 

0315 

6.97 

0  50 

3 

2806 

7  46.3 

7 

41 

29  +1 

045  — 0 

6508   +0 

0303 

7  .00 

0  49 

3   I 

2801 

7  42.2 

+  7 

46 

30 

051 

6490 

0292 

7.04 

0  48 

3 

2797 

7  38.1 

7 

52 

31 

057 

6472 

0281 

7.07 

0  47 

4 

2792 

7  340 

7 

57 

Septbr. 

I 

064 

6455 

0270 

7. II 

0  46 

4 

2787 

7  29.9 

7 

62 

2 

070 

6437 

0259 

7.14 

0  45 

5 

2783 

7  25.8 

7 

66 

3 

076 

6420 

0249 

7.18 

0  44 

6 

2779 

7  21.6 

7 

71 

4 

082 

6402 

0239 

7.21 

0  43 

8 

2775 

7  17-5 

7 

75 

5 

088 

6385 

0230 

7-25 

0  43 

0 

2771 

7  13-3 

7 

79 

6 

094 

6367 

0221 

7.28 

0  42 

2 

2767 

7  91 

7 

83 

7 

100 

6350 

0213 

732 

0  41 

4 

2763 

7  50 

7 

87 

8  +1 

106  — 0 

6333   +0 

0205 

7-35 

0  40 

7   I 

2760 

7  0.8 

+  7 

90 

9 

III 

6316 

0198 

7-39 

0  40 

0 

2757 

6  56.6 

7 

94 

10 

117 

6298 

0191 

7.42 

0  39 

3 

2754 

6  52.4 

7 

97 

II 

123 

6281 

0185 

7.46 

0  38 

6 

2751 

6  48.2 

8 

00 

12 

129 

6264 

0179 

7-49 

0  38 

0 

2749 

6  43-9 

8 

02 

13 

134 

6247 

0174 

7-53 

0  37 

3 

2747 

6  39-7 

8 

05 

14 

140 

6230 

0169 

7.56 

0  36 

8 

2745 

6  35-5 

8 

07 

15 

146 

6213 

0165 

7-59 

0  36 

2 

2743 

6  31.2 

8 

09 

16 

151 

6196 

0161 

7  63 

0  35 

6 

2741 

627.0 

8 

10 

17 

157 

6179 

0158 

7.66 

0  35 

I 

2740 

622.7 

8 

12 

18  +1 

163  — 0 

6162   +0 

0156 

7.70 

0  34 

6   I 

2739 

6  18.5 

+  8 

•13 

19 

168 

6145 

0154 

7-73 

0  34 

2 

2738 

6  14.2 

8 

•14 

20 

174 

6128 

0152 

7-77 

0  33 

7 

2737 

6  9.9 

8 

.14 

21 

179 

6110 

0151 

7.80 

0  33 

3 

2737 

6  5-7 

8 

•15 

22 

185 

6093 

0150 

7.84 

0  32 

8 

2736 

6  1.4 

8 

•15 

23 

190 

6075 

0150 

7.87 

0  32 

4 

2736 

5  57-1 

8 

■15 

24 

ig6 

6058 

0151 

7.91 

0  32 

I 

2737 

5  52-9 

8 

•15 

25 

.  201 

6040 

0152 

7-94 

0  31 

7 

2737 

5  48.6 

8 

■14 

26 

.  207 

6023 

0154 

7.98 

0  31 

•4 

2738 

5  44-3 

8 

•13 

27 

.213 

.6005 

0156 

8.01 

0  31 

.  I 

•2739 

5  40.0 

8 

.  12 

29 


i833 


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M.Z.  B 

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G      1( 

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i 

Septbr. 

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218  ~o. 

5987 

+0.0159 

8 '.'  0  5 

o'^3o'r8   I . 

2740 

5'^35"7 

+8';  II 

29 

224 

5969 

.0162 

8. 

08 

0  30.5 

2742 

5  31-4 

8. 

10 

30 

230 

5951 

.0166 

8. 

12 

0  30. 

3 

2743 

5  27-2 

8 

08 

Oktbr. 

I 

235 

5932 

.0171 

8. 

16 

0  30. 

I 

2745 

5  22. g 

8 

06 

2 

241 

5914 

.0176 

8. 

19 

0  29. 

9 

2747 

5  18.6 

8 

04 

3 

247 

5895 

.0182 

8 

23 

0  29 . 

7 

2750 

5  14-3 

8 

Ol 

4 

252 

5877 

.0188 

8. 

27 

0  29. 

5 

2752 

5  lo- 1 

98 

5 

258 

5858 

■  0195 

8 

30 

0  2g . 

4 

2755 

5  5-8 

95 

6 

264 

5839 

.0202 

8 

34 

0  29. 

2 

2758 

5  1-5 

92 

7 

270 

5820 

.0210 

8 

38 

0  29 

I 

2762 

4  57^3 

89 

8  +1 

276  — 0 

5801 

+0.0218 

8 

42 

0  29 

0   I 

2765 

4  53^o 

+  7 

85 

9 

282 

5781 

.0227 

8 

46 

0  28 

9 

2769 

4  48.8 

82 

10 

288 

5762 

.0236 

8 

50 

0  28 

9 

2773 

4  44-5 

78 

1 1 

294 

5742 

.0245 

8 

54 

0  28 

8 

2777 

4  40.3 

73 

12 

300 

5722 

■0255 

8 

58 

0  28 

2781 

4  36-0 

6g 

13 

307 

5701 

.0266 

8 

62 

0  28 

2786 

4  318 

64 

14 

313 

5681 

.0277 

8 

66 

0  28 

2790 

4  27.6 

_ 

59 

15 

319 

5660 

.0288 

8 

70 

0  28 

2795 

4  23.3 

54 

16 

326 

5639 

.  0300 

8 

74 

0  28 

2800 

4  i9^i 

48 

17 

332 

5617 

.0312 

8 

79 

0  28 

2805 

4  14-9 

42 

18  +1 

339  — 0 

5596 

+0.0324 

8 

83 

0  28 

8   I 

2810 

4  10.7 

+  7 

36 

19 

345 

5574 

•  0337 

8 

87 

0  28 

8 

2816 

4  6.5 

30 

20 

352 

5552 

■  0350 

8 

92 

0  28 

8 

2821 

4  2.4 

24 

21 

359 

5530 

■  0363 

8 

96 

0  28 

9 

2827 

3  58^2 

17 

22 

366 

5507 

•  0377 

9 

Ol 

0  28 

9 

2833 

3  54^o 

10 

23 

373 

5484 

.0391 

9 

06 

0  29 

0 

2838 

3  49  9 

03 

24 

380 

5460 

.0405 

9 

10 

0  29 

I 

2844 

3  45-7 

6 

g6 

25 

387 

5436 

.0420 

9 

15 

0  2g 

I 

2851 

3  41-6 

6 

88 

26 

394 

5412 

•  0435 

9 

20 

0  2g 

2 

2857 

3  37-4 

6 

81 

27 

401 

5388 

.0450 

9 

25 

0  2g 

3 

2863 

3  33-3 

6 

73 

28  +1 

409  — 0 

5364 

+0 .0465 

9 

30 

0  2g 

4   I 

286g 

3  29.2 

+  6 

•65 

29 

416 

5339 

.0481 

9 

35 

0  2g 

5 

2875 

3  25.1 

6 

•56 

30 

424 

5314 

•  0495 

9 

.40 

0  2g 

6 

2882 

3  2 1  . 1 

6 

•48 

31 

432 

5288 

.0511 

9 

■45 

0  2g 

6 

2888 

3  i7^o 

6 

•39 

Novbr. 

I 

439 

5262 

.0527 

9 

■50 

0  2g 

7 

28g5 

3  12. g 

6 

•30 

2 

447 

5236 

•  0543 

9 

■55 

0  2g 

8 

2901 

3  8.8 

6 

.  21 

3 

455 

5210 

■0559 

9 

.61 

0  2g 

•9 

.  2908 

3  4-8 

6 

.  12 

4 

463 

5183 

■  0575 

9 

.66 

0  30 

0 

2915 

3  0-8 

6 

.02 

5 

471 

5156 

•  0591 

9 

71 

0  30 

.  I 

.  2921 

2  56.7 

5 

•93 

6 

480 

5129 

.0607 

9 

•77 

0  30 

2 

.  2928 

2  52^7 

5 

•83 

7   +1 

.488  — 0 

5101 

+0.0623 

9 

.82 

0  30 

■3   I 

•2934 

2  48.7 

+  5 

■73 

8 

•497 

■5073 

.0639 

9 

.88 

0  30 

•4 

.2941 

2  44.7 

5 

.62 

9 

■505 

5045 

•  0655 

9 

■94 

0  30 

•4 

■  2947 

2  40.7 

5 

■52 

10 

•514 

.5016 

.0671 

9 

■99 

0  30 

•5 

•2954 

2  36.7 

5 

■41 

1 1 

•523 

•4987 

.0687 

10 

■05 

0  30 

.6 

.  2960 

2  32,8 

5 

■31 

12 

531 

•4958 

.0703 

10 

.  1 1 

0  30 

.6 

.2967 

2  28.8 

5 

.  20 

13 

•540 

•  4929 

.0718 

10 

•17 

0  30 

•7 

•  2973 

2  24. g 

5 

.08 

14 

■549 

•  4899 

•  0733 

10 

■23 

0  30 

.8 

•2g79 

2  20  .g 

4 

•97 

15 

■559 

.4869 

.0748 

10 

.29 

0  30 

.8 

■2g85 

2  17.0 

4 

.86 

16 

.568 

.4838 

.0763 

10 

•35 

0  30 

■9 

•2991 

2  i3^i 

4 

•74 

30 


i833 


12 

M.Z. 

h 

Berlin 

f 

X 

y 

g 

G      1 

og  h 

H 

i 

Novbr 

17   +1 

'577  — 0 

4807  +0 

0778 

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o^\3o'?9   I 

2997 

2^'  9'?  2 

+  4'.' 62 

18 

587 

4776 

0792 

10 

48 

0  30.9 

3003 

2  5-3 

4-5° 

19 

596 

4745 

0807 

10 

54 

0  31.0 

3009 

2  I 

4 

4.38 

20 

606 

4713 

0821 

10 

60 

0  31.0 

3015 

I  57 

5 

4.  26 

21 

615 

4681 

0835 

10 

67 

0  31.0 

3020 

I  53 

6 

4.14 

2  2 

625 

4648 

0849 

10 

73 

0  31.0 

3026 

I  49 

8 

4,01 

23 

635 

4616 

0863 

10 

79 

0  30.9 

303^ 

I  45 

9 

389 

24 

645 

4583 

0876 

10 

86 

0  30.9 

3036 

I  42 

I 

3  76 

25 

655 

4550 

0889 

10 

93 

0  30.9 

3041 

I  38 

2 

3(>3 

26 

665 

4517 

0901 

10 

99 

0  30.8 

3046 

I  34 

4 

3-50 

27   +1 

676  — 0 

4484  +0 

0913 

II 

06 

030.8   I 

3051 

I  30.6 

+  3-37 

28 

686 

4450 

0925 

1 1 

13 

0  30.7 

3056 

I  26 

8 

3-24 

29 

696 

4416 

0936 

1 1 

20 

0  30.6 

3060 

I  22 

9 

311 

30 

707 

4382 

0947 

1 1 

26 

0  30.6 

3065 

I  19 

I 

2.97 

Dezbr. 

I 

717 

4348 

0958 

1 1 

33 

0  30 -5 

3069 

I  15 

3 

2.84 

2 

728 

4314 

0968 

II 

40 

0  30.4 

3073 

I  1 1 

5 

2  .  70 

3 

738 

4280 

0977 

II 

47 

0  30-3 

3077 

I  7 

7 

2-57 

4 

749 

4245 

0986 

1 1 

54 

0  30.1 

^080 

I   4 

0 

2-43 

5 

760 

4210 

0995 

1 1 

61 

0  30.0 

3084 

I   0 

2 

2  .  29 

6 

771 

4175 

1003 

II 

68 

0  29  9 

3087 

0  56.4 

2.15 

7  +1 

781   — 0 

4140  +0 

lOI  I 

1 1 

75 

029.7   I 

3090 

0  52.6 

2  .01 

8 

792 

4105 

IOI8 

1 1 

82 

0  29 

5 

3093 

0  48.9 

1.87 

9 

803 

4070 

1025 

II 

89 

0  29 

4 

3095 

0  451 

1-73 

10 

814 

4034 

I03I 

II 

96 

0  29 

2 

3098 

0  41  .4 

1-59 

1 1 

825 

3999 

1037 

12 

03 

0  29 

0 

3100 

0  37.6 

1-45 

12 

836 

3963 

1042 

12 

II 

0  28 

8 

3102 

0  33-9 

1.30 

13 

848 

3927 

1047 

12 

18 

0  28 

5 

3104 

0  30.1 

1.16 

14 

859 

3891 

I05I 

12 

25 

0  28 

3 

3106 

0  26  .4 

1 .02 

15 

870 

3855 

1055 

12 

32 

0  28 

I 

3107 

022.6 

0.88 

16 

881 

3819 

1058 

12 

39 

0  27 

8 

3108 

0  18.9 

0-73 

17   +1 

892  — 0 

3783  +0 

1060 

12 

47 

027.6   I 

3109 

0  15.2 

+  0-59 

18 

903 

3747 

1062 

12 

54 

0  27.3 

3110 

0  II 

4 

0.44 

19 

915 

3711 

1063 

12 

61 

0  27  .0 

3111 

0  7 

7 

0.30 

20 

926 

3675 

1064 

12 

68 

0  26.  7 

31 II 

0  3 

9 

015 

21 

937 

3640 

1064 

12 

75 

0  26  .4 

3111 

0  0 

2 

+  0.01 

22 

948 

3604 

1064 

12 

83 

0  26 . 1 

3111 

23  56 

5 

— 0. 14 

23 

960 

3568 

1063 

12 

90 

0  25.8 

3111 

23  52 

7 

0.28 

24 

971 

3532 

1062 

12 

97 

0  25.5 

3110 

23  49 

0 

0-43 

25 

982 

3496 

1060 

13 

04 

0  25.1 

3110 

23  45 

2 

0.57 

26    I 

993 

3461 

1058 

13 

II 

0  24.8 

3109 

23  41-5 

0.72 

27   +2 

005  — 0 

3425  +0 

1055 

13 

18 

0  24.4   I 

3108 

23  37-7 

—0.86 

28 

016 

3390 

1052 

13 

25 

0  24 

I 

3106 

23  34 

0 

I  .00 

29 

027 

3354 

1048 

13 

33 

0  23 

7 

3105 

23  30 

2 

115 

30 

038 

3319 

1044 

13 

40 

0  23 

4 

3103 

23  26 

5 

I  .  29 

31 

049 

3284 

1040 

13 

47 

0  23 

0 

3101 

23  22 

7 

1-43 

3' 


1834 


M 

12*" 

Z.  Berlin 

f 

X 

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g 

G      1 

og  h 

H 

i 

Januar   i   — i' 

Ol  I   — 0 

6652 

+0.1032 

6'.'7i 

II^I4']^2    I 

3098 

23^191^0 

-1-58 

2      I 

000 

6689 

.  1026 

6 

64 

II  143 

3096 

23  152 

I  ,72 

3    o 

989 

6726 

.  1019 

6 

57 

II  144 

3093 

23  II. 4 

I  .86 

4 

978 

6762 

.  1012 

6 

49 

II  14  5 

3090 

23  7^7 

2  .00 

5 

967 

6799 

.  1004 

6 

42 

II  14.6 

3087 

23  3  9 

2.14 

6 

956 

6835 

.0996 

6 

35 

II  14.8 

3084 

23   O.I 

2.28 

7 

945 

6872 

.0987 

6 

27 

11  15.0 

3081 

22  56.3 

2.42 

8 

934 

6908 

.0978 

6 

20 

II  15.2 

3077 

22  52-5 

2.56 

9 

924 

6944 

,0968 

6 

13 

II  155 

3073 

22  48.7 

2  .69 

lO 

913 

6980 

.0958 

6 

06 

II  157 

3069 

22  44.9 

2.83 

I  I   — o 

903  — 0 

7016 

+0 .0948 

5 

98 

II  16.0   I 

3065 

22  41 . I 

—  2.97 

12 

892 

7051 

•  0937 

5 

91 

II  16.4 

3061 

22  37.3 

3.10 

13 

882 

7087 

.0926 

5 

84 

II  16.7 

3056 

22  33-4 

?>-^i 

14 

871 

7122 

.0914 

5 

77 

II  17. 1 

3052 

22  29.6 

3-37 

15 

861 

7157 

.0902 

5 

70 

II  175 

3047 

22  25.7 

3-5° 

16 

851 

7192 

.0889 

5 

63 

II  18.0 

3042 

22  21.9- 

3-63 

17 

840 

7227 

.0876 

5 

56 

II  18.5 

3037 

22  18.0 

3.76 

18 

830 

7261 

.0863 

5 

49 

II  19.0 

3031 

22  14.2 

3.88 

19 

821 

7295 

.0850 

5 

42 

II  19.6 

3026 

22  10.3 

4.01 

20 

811 

7329 

.0836 

5 

36 

II  20. 2 

3020 

22  6.4 

4.14 

21    — 0 

801   — 0 

7363 

+0.0822 

5 

29 

II  20.8   I 

3015 

22  2.5 

— 4.  26 

22 

791 

7396 

.0808 

5 

22 

II  21-5 

3009 

21  58.6 

4.38 

23 

782 

7429 

•  0793 

5 

15 

II  22.2 

3003 

21  547 

4-5° 

24 

772 

7462 

.0778 

5 

09 

II  22.9 

2997 

21  50.8 

4.62 

25 

763 

7495 

.0763 

5 

02 

II  23.7 

2991 

21  46.8 

4-74 

26 

753 

7527 

.0748 

4 

96 

II  24.5 

2985 

21  42.9 

4.86 

27 

744 

7559 

•  0733 

4 

89 

II  25.3 

2979 

21  38.9 

4.98 

28 

735 

7590 

.0717 

4 

83 

II  26.2 

2973 

21  35-0 

5-09 

29 

726 

7621 

.0702 

4 

77 

II  27.1 

2966 

21  31.0 

5.20 

30 

717 

7652 

.0686 

4 

71 

II  28.1 

2960 

21  27  .0 

5  31 

31    -0 

708  — 0 

7683 

+0.0670 

4 

65 

II  29 .0    I 

2953 

21  23  .0 

—  5-42 

Fe 

bruar  i 

699 

7713 

.0654 

4 

■58 

II  30.0 

2947 

21  19.0 

5-53 

2 

690 

7743 

.0638 

4 

•52 

II  31-0 

2940 

21  15-0 

563 

3 

682 

7773 

.0621 

4 

•47 

II  321 

2933 

21  10.9 

5-74 

4 

673 

7802 

.0605 

4 

•41 

II  33-2 

2927 

21  6.9 

584 

5 

665 

7831 

.0589 

4 

•35 

II  34-3 

2920 

21  2.8 

5  94 

6 

657 

7859 

•  0573 

4 

•29 

II  35-5 

2914 

20  58.8 

6.03 

7 

649 

7887 

•0557 

4 

•  24 

II  36.7 

2907 

20  54-7 

6.13 

8 

641 

7914 

■  0541 

4 

.18 

II  38.0 

2900 

20  50.6 

6.22 

9 

633 

7941 

■  0525 

4 

•13 

II  39.2 

2894 

20  46.5 

6.31 

10  — 0 

625  — 0 

7968 

+0.0509 

4 

.08 

II  40.5   I 

2887 

20  42 .4 

— 6  .40 

II 

617 

7994 

•  0493 

4 

.02 

II  41.8 

.2881 

20  38.3 

6.49 

12 

609 

8020 

.0477 

3 

•97 

II  43  i 

.2874 

20  34.2 

6.58 

13 

602 

8046 

.0462 

3 

•92 

II  44-4 

2868 

20  30.0 

6.66 

14 

594 

8071 

.0447 

3 

.87 

II  45-8 

2862 

20  25.9 

6.74 

15 

587 

8096 

.0432 

3 

.82 

II  47.2 

2855 

20  21.7 

6.82 

16 

579 

8121 

.0417 

3 

•77 

II  48.7 

2849 

20  17.6 

6.90 

17 

572 

8145 

.0403 

3 

.72 

II  50.1 

2843 

20  13.4 

6.98 

18 

565 

8168 

.0389 

3 

.67 

II  51-6 

2837 

20  9.2 

7-05 

19 

558 

8191 

■  0375 

3 

.63 

II  531 

.2831 

20  5.0 

7.12 

32 


1834 


M.Z.Berlin 

f 

X 

y 

g 

G 

log  h 

H 

i 

Februar  20  — 0^ 

551  -0 

8214 

+  0.0361 

3''58 

11V6 

1.2825 

20^'  0T8 

—  7 '.'19 

21 

544 

8237 

•0347 

3-53 

II  56 

I 

.  2820 

19  56 

6 

7 

25 

22 

537 

8260 

■0333 

3 

49 

II  57 

7 

.2814 

19  52 

3 

7 

32 

23 

530 

8282 

.0320 

3 

44 

11  59 

3 

.  2809 

19  48 

I 

7 

38 

24 

524 

8304 

.0307 

3 

40 

12  0 

8 

.280^ 

19  43 

9 

7 

44 

25 

517 

8326 

.0295 

3 

36 

12  2 

4 

.2798 

19  39 

6 

7 

50 

26 

511 

8347 

.0283 

3 

31 

12  4 

0 

■2793 

19  35 

4 

7 

55 

27 

504 

8367 

.0272 

3 

27 

12  5 

6 

.2788 

19  31 

I 

7 

60 

28 

498 

8388 

.0261 

3 

23 

12  7 

2 

.2784 

ig  26 

8 

7 

65 

März 

I 

491 

8408 

.0251 

3 

19 

12  8 

8 

.2779 

19  22 

5 

7 

70 

2   — 0 

485  — 0 

8429 

+  0.0241 

315 

12  10 

3 

1-2775 

19  18 

2 

—  7 

75 

3 

479 

8449 

.0231 

311 

12  II 

9 

.2771 

19  13 

9 

7 

79 

4 

473 

8469 

.0222 

307 

12  13 

5 

.2767 

19  9 

6 

7 

83 

5 

467 

8488 

.0214 

3  03 

12  15 

0 

.2764 

19  5 

3 

7 

87 

6 

461 

8507 

.0206 

2.99 

12  16 

6 

.  2760 

19  I 

0 

7 

90 

7 

455  • 

8526 

.0199 

2  .96 

12  18 

2 

•2757 

18  56 

7 

7 

94 

8 

449 

8545 

.0192 

2  .92 

12  19 

8 

■2754 

18  52 

4 

7 

97 

9 

443 

8563 

.0185 

2.88 

12  21 

3 

•2751 

18  48 

I 

8 

00 

10 

437 

8582 

.0179 

2.85 

1222 

9 

.2749 

18  43 

8 

8 

02 

1 1 

431 

8600 

•0173 

2.81 

12  24 

4 

.2746 

18  39 

4 

8 

05 

12  — 0 

425  — 0 

8618 

+  0.0168 

2.77 

1226 

0 

1.2744 

18  35 

I 

—8 

07 

13 

419 

8636 

.0164 

0 

74 

1227 

5 

.2742 

18  30 

8 

8 

09 

14 

413 

8653 

.0160 

2 

70 

12  28 

9 

.2741 

18  26 

4 

8 

10 

15 

407 

8671 

■0157 

2 

66 

12  30 

4 

.2740 

18  22 

I 

8 

12 

16 

402 

8689 

■0155 

2 

63 

12  31 

8 

•2739 

18  17 

8 

8 

13 

17 

396 

8707 

•0153 

2 

59 

12  33 

3 

•2738 

18  13 

4 

8 

14 

18 

390 

8724 

.0151 

2 

56 

12  34 

7 

•2737 

18  9 

I 

8 

14 

19 

384 

8742 

.0150 

2 

52 

12  36 

I 

.2736 

18  4 

8 

8 

15 

20 

379 

8760 

.0150 

2 

48 

12  37 

5 

.2736 

18  0 

4 

8 

15 

21 

373 

8778 

.0150 

2 

45 

12  38 

8 

.2736 

17  56 

I 

8 

15 

22  — 0 

367  — 0 

8795 

+  0.0151 

2.41 

12  40 

I 

1-2737 

17  51 

8 

—8 

■14 

23 

361 

881S 

•0153 

2.38 

12  41 

4 

-2737 

17  47 

5 

8 

14 

24 

356 

8831 

■0155 

2-34 

12  42 

7 

.2738 

17  43 

2 

8 

13 

25 

350 

8849 

■0157 

2.31 

12  44 

0 

-2739 

17  38 

9 

8 

12 

26 

344 

8867 

.0160 

2  .  27 

12  45 

2 

.2740 

17  34 

6 

8 

1 1 

27 

338 

8885 

.0163 

2.23 

12  46 

4 

-2742 

17  30 

3 

8 

09 

28 

332 

8903 

.0167 

2  .  20 

12  47 

5 

-2744 

17  26 

0 

8 

07 

29 

327 

8922 

.0172 

2  .  16 

12  48 

7 

.2746 

17  21 

7 

8 

05 

30 

321 

8940 

.0177 

2.12 

12  49 

9 

-2748 

17  17 

4 

8 

•03 

31 

315 

8959 

.0183 

2  .  09 

12  51 

0 

.2750 

17  13 

I 

8 

.01 

April 

I  — 0 

309  — 0 

8978 

+  0.0189 

2.05 

12  52 

I 

12753 

17  8 

9 

—  7 

.98 

2 

•303 

8997 

.0196 

2 

Ol 

12  53 

.  2 

.2756 

17   4 

6 

7 

-95 

3 

•297 

9016 

.0203 

97 

12  54 

■3 

•2759 

17   0 

4 

7 

.92 

4 

.  291 

9035 

.021 1 

93 

12  55 

•4 

.  2762 

16  56 

I 

7 

.88 

5 

.285 

9054 

.0219 

90 

12  56 

4 

.2766 

16  51 

9 

7 

-85 

6 

.279 

9074 

.0228 

86 

12  57 

•5 

.2770 

16  47 

7 

7 

.81 

7 

■273 

9094 

.0237 

82 

12  58 

•5 

•2774 

16  43 

5 

7 

-77 

8 

.266 

9114 

.0247 

78 

12  59 

■5 

.2778 

16  39 

-3 

7 

-72 

9 

.  260 

9134 

.0257 

74 

13  0 

■5 

.2782 

16  35 

.  I 

7 

.68 

10 

•254 

•9154 

.0268 

70 

13  I 

5 

.2786 

16  30 

9 

7 

.63 

33 


1834 


I 
M.Z 

-7b 
Berlin 

f 

X 

y 

s 

G      1 

og  h 

H 

1 

April 

1 1   — 0 

'247    — 0 

9175  +0 

0279 

1-65 

13^^  2-5   I 

2791 

i6^26?7 

-7-58 

12 

241 

9196 

0290 

1.61 

13  3 

5 

2796 

16  22 

6 

52 

13 

234 

9217 

0301 

1-57 

13  4 

5 

2801 

16  18 

4 

47 

14 

228 

9238 

0313 

1-53 

13   5 

5 

2806 

16  14 

3 

41 

15 

221 

9259 

0325 

1.48 

13  6 

5 

2811 

16  10 

I 

7 

35 

16 

214 

9281 

0338 

1.44 

13  7 

5 

2816 

16  6 

0 

29 

17 

207 

9303 

0351 

1 .40 

13  8 

5 

2821 

16  I 

9 

23 

18 

200 

9326 

0364 

1-35 

13  9 

6 

2827 

15  57 

8 

17 

19 

193 

9349 

0377 

1-31 

13  10 

7 

2832 

15  53 

8 

10 

20 

186 

9372 

0391 

1 .  26 

13  II 

9 

2838 

15  49 

7 

03 

21   — 0 

179    — 0 

9395  +0 

0405 

1.21 

'3  13 

3   I 

2844 

15  45 

7 

—  6 

96 

22 

172 

9419 

0419 

1.16 

13  14 

8 

28S0 

15  41 

6 

6 

89 

23 

165 

9443 

0433 

1 .  12 

13  16 

4 

2856 

15  37 

6 

6 

81 

24 

157 

9467 

0448 

1.07 

13  18 

I 

2862 

15  ^3 

6 

6 

74 

25 

150 

9492 

0463 

1 .02 

13  19 

9 

2868 

15  29 

6 

6 

66 

26 

142 

9516 

0478 

0.97 

13  21 

8 

2874 

15  25 

6 

6 

58 

27 

135 

9541 

0493 

0.92 

13  23 

8 

2881 

15  21 

6 

6 

49 

28 

127 

9566 

0508 

0.87 

13  26 

2 

2887 

15  17 

7 

6 

41 

29 

119 

9592 

0523 

0.82 

13  29 

0 

2893 

15  13 

7 

6 

32 

30 

112 

9617 

0539 

0.77 

13  32 

2 

2900 

15  9 

8 

6 

23 

Mai 

I   — 0 

104    —0 

9642  +0 

0554 

0.72 

13  35 

9   I 

2906 

15  5 

9 

—6 

14 

2 

095 

9668 

0569 

0.67 

13  40 

2 

2912 

15  2 

0 

6 

05 

3 

087 

9694 

0585 

0.61 

13  45 

3 

2919 

14  58 

I 

5 

96 

4 

079 

9721 

0600 

0.56 

13  51 

3 

2925 

14  54 

2 

5 

87 

5 

071 

9747 

0616 

0-51 

13  58 

6 

2931 

14  50 

4 

77 

6 

063 

9773 

0631 

0.46 

14  7 

7 

2937 

14  46 

5 

67 

7 

054 

9798 

0647 

0.40 

14  19 

5 

2944 

14  42 

7 

57 

8 

046 

9824 

0662 

0-35 

14  34 

9 

2950 

14  38 

9 

47 

9 

037 

9848 

0677 

0.30 

14  55 

7 

2956 

14  35 

I 

37 

10 

028 

9871 

0692 

0.26 

15  24 

5 

2962 

14  31 

3 

26 

1 1  — 0 

019    — 0 

9892  +0 

0707 

0.  22 

16  5 

7   I 

2968 

14  27 

5 

—  5 

16 

12 

010 

9906 

0722 

0. 19 

17  3 

3 

2974 

14  23 

7 

05 

13  — 0 

001 

9914 

0737 

0.17 

18  16 

0 

2980 

14  19 

9 

4 

94 

14  +0 

008 

991 1 

0751 

0.18 

19  35 

3 

2986 

14  16 

2 

4 

83 

15 

017 

9899 

0766 

0.  20 

20  43 

I 

2992 

14  12 

5 

4 

72 

16 

026 

9880 

0780 

0.  24 

21  31 

8 

2998 

14  8 

7 

4 

61 

n 

035 

9856 

0794 

0.  29 

22  7 

3 

3004 

14  5 

0 

4 

50 

18 

045 

9830 

0807 

0-34 

22  31 

5 

3009 

14  I 

3 

4 

.^8 

19 

054 

9803 

0821 

0.40 

22  48 

9 

3014 

13  57 

6 

4 

27 

20 

064 

9774 

0834 

0-45 

23  2 

3 

3020 

13  53 

9 

4 

15 

21    +0 

073    — 0 

9744  +0 

0847 

0-51 

23  12 

7   I 

3025 

13  50 

3 

—4 

03 

22 

083 

9714 

0860 

0-57 

23  20 

8 

3030 

13  46 

6 

3 

91 

23 

093 

9683 

0873 

0.64 

23  27 

2 

3035 

13  42 

9 

3 

79 

24 

103 

9651 

0885 

0 .  70 

23  32 

•1 
0 

3040 

13  39 

3 

3 

67 

25 

113 

9620 

0897 

0. 76 

23  36 

5 

3045 

13  35 

7 

3 

55 

26 

123 

9588 

0909 

0.83 

23  39 

9 

3049 

13  32 

I 

3 

42 

27 

133 

9555 

0920 

0.89 

23  42 

8 

3054 

13  28 

4 

3 

30 

28 

143 

9523 

0931 

0.96 

23  45 

2 

3058 

13  24 

8 

3 

17 

29 

153 

9490 

0942 

1 .02 

23  47 

2 

3062 

13  21 

2 

3 

05 

30 

163 

9457 

0952 

1 .09 

23  48 

9 

3066 

13  17 

6 
3 

2 

92 

34 


1834 


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Mai    ,31   +0' 

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3070 

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—  2'.'79 

Juni     I 

184 

9390 

0971 

22 

23  51 

5 

3074 

13  IO-5 

2  .67 

2 

194 

9356 

0980 

29 

23  52 

4 

3078 

13  6.9 

2-54 

3 

205 

9322 

0988 

36 

23  53 

I 

3081 

13  3-3 

2.41 

4 

215 

9288 

0996 

43 

23  53 

6 

3084 

12  59.8 

2.28 

5 

226 

9254 

1004 

50 

23  54 

0 

3087 

12  56.2 

2^15 

6 

236 

9220 

lOII 

56 

23  54 

4 

3090 

12  52.7 

2  .01 

7 

247 

9185 

IOI8 

63 

23  54 

7 

3093 

12  49.1 

1.88 

8 

258 

9150 

1024 

70 

23  54 

9 

3095 

12  45.6 

175 

9 

269 

9116 

1030 

77 

23  54 

8 

3098 

12  42 . I 

1 .62 

10  +0 

279  — 0 

9081  +0 

1035 

84 

23  54 

8   I 

3100 

12  38.6 

—  1.48 

II 

290 

9046 

1040 

91 

23  54 

7 

3102 

12  35-0 

135 

12 

301 

9011 

1045 

98 

23  54 

6 

3103 

12  31-5 

1 .  22 

13 

312 

8975 

1049 

2 

06 

23  54 

4 

3105 

12  28.0 

1.08 

14 

322 

8940 

1053 

2 

13 

23  54 

I 

3106 

12  24.5 

095 

15 

333 

8904 

1056 

2 

20 

23  53 

8 

3108 

12  21.0 

0,81 

16 

344 

8869 

1059 

2 

27 

23  53 

5 

3109 

12  17.5 

0.68 

17 

355 

8833 

I06I 

2 

34 

23  53 

I 

31 10 

12  14.0 

0.54 

18 

366 

8798 

1063 

2 

41 

23  52 

7 

31 10 

12  10.5 

0.40 

19 

377 

8762 

1064 

2 

48 

23  52 

3 

3111 

12  7.0 

0.  27 

20  +0 

388  -0 

8726  +0 

1065 

2 

55 

23  51 

9   I 

3111 

12  35 

—0.13 

21 

399 

8690 

1065 

2 

63 

23  51 

4 

31 II 

12  0.0 

0.00 

22 

410 

8655 

1065 

2 

70 

23  50 

8 

3111 

II  56-5 

+  0.14 

23 

421 

8619 

1064 

2 

77 

23  50 

3 

31 II 

II  53 -o 

0.  27 

24 

432 

8584 

1063 

2 

84 

23  49 

7 

3110 

II  49  5 

0,41 

25 

443 

8548 

I06I 

2 

91 

23  49 

I 

31 10 

II  46 . 0 

0.54 

26 

453 

8513 

1059 

2 

98 

23  48 

5 

3109 

II  42.5 

0.68 

27 

464 

8477 

1056 

05 

23  47 

9 

3108 

II  39  0 

0.81 

28 

475 

8441 

1053 

3 

13 

23  47 

2 

3106 

II  35-5 

0-95 

29 

486 

8405 

1049 

^ 

20 

23  46 

6 

3105 

II  319 

1.08 

30  +0 

497  — 0 

8369  +0 

1045 

27 

23  45 

9   I 

3103 

II  28.4 

+  1.22 

Juli     I 

508 

8333 

I04I 

34 

23  45 

3 

3102 

II  24.9 

135 

2 

518 

8297 

1036 

41 

23  44 

6 

3100 

II  21.4 

1.49 

3 

529 

8262 

I03I 

3 

48 

23  43 

9 

3098 

II  17.9 

1 .62 

4 

540 

8227 

1025 

3 

55 

23  43 

2 

3095 

II  14  4 

175 

5 

551 

8192 

IOI8 

3 

63 

23  42 

5 

3093 

II  10.8 

1.88 

6 

561 

8157 

lOII 

3 

70 

23  41 

8 

3090 

II   7-3 

2  .02 

7 

572 

8122 

1004 

3 

77 

23  41 

0 

3087 

II  3-8 

215 

8 

583 

8087 

0996 

3 

84 

23  40 

3 

3084 

II  0.2 

2.28 

9 

593 

8052 

0988 

3 

91 

23  39 

6 

3081 

10  56.7 

2.41 

10  +0 

604  — 0 

8017  +0 

0980 

3 

98 

23  38 

8   I 

3078 

10  53-1 

+  2.54 

II 

614 

7983 

0971 

4 

05 

23  38 

I 

3074 

10  49.6 

2.66 

12 

624 

7948 

0962 

4 

12 

23  37 

3 

3070 

10  46.0 

2.79 

13 

635 

7914 

0952 

4 

18 

23  36 

6 

3066 

10  42.5 

2  .92 

14 

645 

7879 

0942 

4 

25 

23  35 

.8 

3062 

10  38.9 

3-04 

15 

655 

7845 

0931 

4 

32 

23  35 

I 

3058 

10  35-3 

3.- 17 

16 

665 

7811 

0920 

4 

•39 

23  34 

■3 

3054 

10  31.7 

3  29 

17 

675 

7777 

0909 

4 

.46 

23  33 

.6 

3050 

10  28.1 

3  42 

18 

685 

7743 

0898 

4 

•52 

23  32 

.8 

3045 

10  24.5 

3-54 

19 

695 

7710 

0886 

4 

•59 

23  32 

.  I 

3040 

10  20 .9 

3.66 

1834 


35 


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20   +0 

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7677 

+0.0874 

4 '.'66 

23^ 

31T3   I 

3036 

10^17^3 

+  3-78 

21 

715 

7644 

.0862 

4.72 

23 

30.6 

3031 

10  13.6 

3 

90 

22 

725 

76II 

.0849 

4-79 

23 

29.8 

3026 

10  10. 0 

4 

02 

23 

734 

7578 

.0836 

4.86 

23 

29.1 

3020 

10  6.3 

4 

14 

24 

744 

7545 

.0823 

4.92 

23 

28.4 

3015 

10  2.7 

4 

26 

25 

754 

7513 

.0809 

4-99 

23 

27.6 

3010 

9  590 

4 

37 

26 

763 

7481 

.0796 

5-05 

23 

26.9 

3004 

9  55-3 

4 

49 

27 

772 

7449 

.0782 

511 

23 

26.2 

2999 

9  51-6 

4 

60 

28 

782 

7417 

.0768 

5.18 

23 

25-5 

2993 

9  47-9 

4 

71 

29 

791 

7386 

■  0754 

5-24 

23 

24.7 

2987 

9  44.2 

4 

82 

30  +0 

800  — 0 

7354 

+0 .0740 

531 

23 

24.0   I 

2981 

9  40 -5 

+  4 

93 

3^ 

809 

7323 

.0725 

5-37 

23 

23 -3 

2976 

9  36.8 

5 

04 

August 

I 

818 

7292 

.0710 

5-43 

23 

22  .6 

2970 

9  33  0 

5 

14 

2 

827 

7261 

.0695 

5-49 

23 

21 .9 

2963 

9  29.3 

5 

25 

3 

836 

7230 

.0680 

5-55 

23 

21 . 2 

2957 

9  25.5 

5 

35 

4 

844 

7200 

.0665 

5-6i 

23 

20.  5 

2951 

9  21.7 

5 

45 

5 

853 

7170 

.0650 

5-67 

23 

19.8 

2945 

9  179 

5 

55 

6 

862 

7141 

.0634 

5-73 

23 

19.  2 

2939 

9  141 

5 

65 

7 

870 

7111 

.061g 

5-79 

23 

18.5 

2933 

9  IO-3 

5 

75 

8 

878 

7082 

.0604 

5-85 

23 

17.9 

2926 

9  6.5 

5 

85 

9  +0 

887  — 0 

7053 

+0.0588 

591 

23 

17.2   I 

2920 

9  2.7 

+  5 

94 

10 

895 

7024 

■  0573 

5-97 

23 

16.6 

2914 

8  58.8 

6 

03 

II 

903 

6995 

•0558 

6.02 

23 

16.0 

2908 

8  54-9 

6 

12 

12 

911 

6967 

■  0543 

6.08 

23 

154 

2901 

8  51  i 

6 

21 

13 

919 

6939 

.0528 

6.14 

23 

14.8 

2895 

8  47.2 

6 

30 

14 

927 

6911 

•  0513 

6. 19 

23 

14.2 

2889 

8  43-3 

6 

39 

15 

935 

6883 

.0498 

6.25 

23 

137 

2883 

8  39-4 

6 

47 

16 

942 

6856 

.0483 

6.30 

23 

13  i 

2876 

8  35-4 

6 

55 

17 

950 

6829 

.0468 

6.36 

23 

12.5 

2870 

8  31 -5 

6 

63 

18 

958 

6803 

•  0453 

6.41 

23 

12  .0 

2864 

8  27.5 

6 

71 

ig  +0 

965  — 0 

6776 

+0.0438 

6.46 

23 

II. 5   I 

2858 

8  23.6 

+  6 

79 

20 

972 

6750 

.0424 

6.52 

23 

II  .0 

2852 

8  19.6 

6 

86 

21 

980 

6724 

.0410 

6.57 

23 

10.4 

2846 

8  15-6 

6 

94 

22 

987 

6699 

.0396 

6.62 

23 

10. 0 

2840 

8  II. 6 

7 

Ol 

23    0 

994 

6673 

.0382 

6.67 

23 

9-5 

2835 

8  7.6 

7 

oS 

24    I 

001 

6648 

.0369 

6.72 

23 

9.0 

2829 

8  3.6 

7 

14 

25 

008 

6623 

•  0356 

6.77 

23 

8.6 

2824 

7  59-5 

7 

21 

26 

°i5  . 

6599 

•  0343 

6.82 

23 

8.2 

2818 

7  55-5 

7 

27 

27 

022 

6574 

•  0330 

6.87 

23 

7.8 

2813 

7  514 

7 

2,?, 

28 

029 

6550 

.0318 

6.92 

23 

7-4 

2808 

7  47-3 

7 

39 

29  +1 

036  — 0 

6526 

+0.0306 

6.97 

23 

7.0   I 

2803 

7  43-2 

+  7 

45 

30 

042 

6502 

.0294 

7.01 

23 

6.6 

2798 

7  39-1 

7 

50 

31 

049 

6478 

.0283 

7  .06 

23 

6.2 

2793 

7  35  0 

7 

55 

Septbr. 

I 

055 

6455 

.0272 

7. II 

23 

5-9 

2788 

7  30-9 

7 

60 

2 

062 

6432 

.0262 

7-15 

23 

5-6 

2784 

7  26.8 

7 

65 

3 

068 

6310 

.0252 

7.20 

23 

5-3 

2780 

7  22  .6 

7 

70 

4 

075 

6387 

.0242 

7.24 

23 

50 

2776 

7  18.5 

7 

74 

5 

081 

6365 

■  0233 

7.29 

23 

4.8 

2772 

7  14 -3 

7 

79 

6 

087 

6343 

.0224 

7-33 

^?, 

4-5 

2768 

7  10.  2 

7 

83 

7 

094 

6321 

.0216 

738 

23 

4-3 

2764 

7  6.0 
3* 

7 

86 

36 


1834 


12^ 

M.Z.  B 

erlin 

f 

X 

y 

ta 

G      1 

og  h 

H 

i 

Septbr. 

8  +1 

'100  — 0 

6299 

+  0. 0208 

7 '.'42 

23'^ 

4T0   I 

2761 

7^  1T8 

+  7790 

9 

106 

6278 

.  0200 

7.46 

23 

3-8 

2758 

6  57 

6 

7-93 

lO 

112 

6256 

.0193 

7 

51 

23 

3 

6 

2755 

6  53 

4 

7.96 

II 

118 

6235 

.0186 

7 

55 

23 

3 

5 

2752 

6  49 

2 

7-99 

12 

124 

6214 

.0180 

7 

59 

23 

3 

3 

2749 

6  45 

0 

8.02 

13 

130 

6193 

■0175 

7 

63 

23 

3 

2 

2747 

6  40 

7 

8.04 

14 

136 

6172 

.0170 

7 

67 

23 

3 

I 

2745 

6  36 

5 

8.06 

15 

142 

6152 

.0166 

7 

72 

23 

3 

0 

2743 

6  32 

3 

8.08 

i6 

148 

6132 

.0162 

7 

76 

23 

2 

9 

2741 

6  28 

0 

8.10 

17 

154 

6112 

.0159 

7 

80 

23 

2 

9 

2740 

6  23 

8 

8. II 

18  +1 

160  — 0 

6092 

+  0.0156 

7.84 

23 

2.8   I 

2739 

6  19 

5 

+  8.12 

19 

166 

6072 

.0154 

7.88 

23 

2.8 

2738 

6  15 

2 

8.13 

20 

172 

6052 

.0152 

7.92 

23 

2.8 

2737 

6  II 

0 

8.14 

21 

178 

6032 

.0151 

7.96 

23 

2.8 

2737 

6  6 

7 

8.15 

22 

184 

6012 

.0150 

8.00 

23 

2.8 

2736 

6  2 

4 

8.15 

23 

igo 

5993 

.0150 

8.04 

23 

2.8 

2736 

5  58 

2 

8.15 

24 

195 

5973 

.0150 

8  .07 

23 

2.9 

2737 

5  53 

9 

8.15 

25 

201 

5954 

.0151 

8. II 

23 

2.9 

2737 

5  49 

6 

8.14 

26 

207 

5934 

•0153 

8.15 

23 

30 

2738 

5  45 

3 

8.14 

27 

213 

5915 

•0155 

8.19 

23 

3-2 

2739 

5  41 

0 

8.13 

28  +1 

219  — 0 

5895 

+  0.0158 

8.23 

23 

3-3      I 

2740 

5  36 

8 

+  8. II 

29 

225 

5876 

.0161 

8.27 

23 

3 

4 

2741 

5  32 

5 

8.10 

30 

231 

5857 

.0165 

8.31 

23 

3 

6 

2743 

5  28 

2 

8.08 

Oktbr. 

I 

237 

5837 

.0169 

8.35 

23 

3 

8 

2745 

5  23 

9 

8.06 

2 

243 

5818 

.0174 

8.39 

23 

4 

0 

2747 

5  19 

6 

8.04 

3 

249 

5798 

.0180 

8.43 

23 

4 

2 

2749 

5  15 

4 

8.02 

4 

255 

5779 

.0186 

8.46 

23 

4 

4 

2752 

5  II 

I 

7-99 

5 

261 

5759 

.0193 

8.50 

23 

4 

7 

2755 

5  6 

8 

7.96 

6 

267 

5740 

.  0200 

8.54 

23 

4 

9 

2758 

5  2 

6 

7-93 

7 

274 

5720 

.  0208 

8.58 

23 

5 

2 

2761 

4  58 

3 

7.90 

8  +1 

280  — 0 

5701 

+  0.0216 

8.62 

23 

5-5   I 

2764 

4  54 

0 

+  7-86 

9 

286 

5681 

.0225 

8.66 

23 

5-8 

2768 

4  49 

8 

7.83 

10 

293 

5661 

.0234 

8.70 

23 

6.1 

2772 

4  45 

5 

7-79 

II 

299 

5641 

.0243 

8.74 

23 

6.4 

2776 

4  41 

3 

7-74 

12 

306 

5621 

■0253 

8.78 

23 

6.8 

2780 

4  37 

0 

7.70 

13 

312 

5600 

.0263 

8.82 

23 

71 

2784 

4  32 

8 

7.65 

14 

319 

5580 

.0274 

8.86 

23 

7-5 

2789 

4  28 

6 

7  .60 

15 

325 

5559 

.0285 

8.90 

23 

7-9 

2794 

4  24 

4 

7-55 

16 

332 

5538 

.0297 

8.95 

23 

8.2 

2799 

4  20 

2 

7-49 

17 

339 

5517 

.0309 

8.99 

23 

8.6 

2804 

4  16 

0 

7-44 

18  +1 

346  —  0 

5496 

+  0.0321 

9  03 

23 

9.0   I 

2809 

4  II 

8 

+  7-38 

19 

353 

5475 

■  0334 

9 

07 

23 

9-5 

2814 

4  7 

6. 

7  32 

20 

360 

5453 

■0347 

9 

12 

23 

9.9 

2820 

4  3 

4 

7-25 

21 

367 

5431 

.0360 

9 

16 

23 

10.3 

2825 

3  59 

2 

7.19 

22 

374 

5409 

•0374 

9 

20 

23 

10.8 

2831 

3  55 

0 

7.12 

23 

381 

5387 

.0388 

9 

25 

23 

II .  2 

2837 

3  50 

9 

7-05 

24 

389 

5364 

.0402 

9 

29 

23 

II. 7 

2843 

3  46 

7 

6.98 

25 

396 

5341 

.0417 

9 

34 

23 

12 . 1 

2849 

3  42 

6 

6.90 

26 

404 

5318 

•0431 

9 

39 

23 

12  .6 

2855 

3  38 

5 

6.83 

27 

411 

5295 

.0446 

9 

43 

23 

13 

I  1 

2861 

3  34 

3 

6.75 

1834 


37 


12 

M.  Z.  E 

erlin 

f 

X 

y 

§ 

G      1 

og  h 

H 

i 

Oktbr. 

28   +1 

419  — 0 

5272 

+0 .0461 

9 '.'48 

23N3'^6   I 

2868 

3''3o"2 

+  6 '.'67 

2Q 

427 

5248 

.0477 

9-53 

23  141 

2874 

3  26 

I 

6-59 

30 

435 

5224 

,0492 

958 

23  14-6 

2880 

3  22 

0 

6.50 

31 

443 

5199 

.0508 

9  63 

23  151 

2887 

3  18 

0 

6  .41 

Novbr. 

I 

451 

5174 

•0523 

9.68 

23  15-6 

2893 

3  13 

9 

6.33 

2 

459 

5149 

•0539 

9-73 

23  16.0 

2900 

3  9 

8 

6.23 

3 

467 

5124 

■0555 

9.78 

23  16.5 

2906 

3  5 

8 

6. 14 

4 

476 

5098 

•0571 

9-83 

23  17.0 

2913 

3  I 

6.05 

5 

484 

5072 

■0587 

9.88 

23  175 

2920 

2  57 

5-95 

6 

493 

5046 

.0603 

9-93 

23  18.0 

2926 

2  53 

5  85 

7   +1 

501   — 0 

5019 

+  0.0619 

9.99 

23  18.5   I 

2933 

2  49 

+  5-75 

8 

510 

4992 

■0635 

10.04 

23  18.9 

2939 

2  45 

5-65 

9 

519 

4965 

.0651 

10. 10 

23  19-4 

2946 

2  41 

5-55 

10 

528 

4937 

.0667 

10.15 

23  19.9 

2952 

2  37 

5-44 

II 

537 

4909 

•  0683 

10.  21 

23  20.4 

2959 

2  33 

5-33 

12 

546 

4881 

.0699 

10.26 

23  20.8 

2965 

2  29 

8 

5.22 

13 

555 

4852 

■0715 

10.32 

23  21.3 

2971 

2  25 

8 

511 

14 

565 

4822 

.0730 

10.38 

23  21.8 

2977 

2  21 

9 

5.00 

15 

574 

4793 

•0745 

10.44 

23  22.2 

2984 

2  18 

0 

4.89 

16 

584 

4763 

.0760 

10.50 

23  22.7 

2990 

2  14 

0 

4-77 

17  +1 

593  -0 

4733 

+0.0775 

10.56 

23  23.1   I 

2996 

2  10 

I 

+  4.65 

18 

603 

4703 

.0789 

10.62 

23  23.5 

3002 

2  6 

2 

4-53 

19 

613 

4672 

.  0804 

10.68 

23  24.0 

3007 

2  2 

3 

4.41 

20 

623 

4641 

.0818 

IO-75 

23  24.4 

3013 

I  58 

4 

4.29 

21 

633 

4610 

.0832 

10.81 

23  24.8 

3019 

I  54 

6 

4-17 

22 

643 

4578 

.0846 

10.87 

23  25.2 

3024 

I  50 

7 

4-05 

23 

654 

4546 

.0860 

10.94 

23  25.5 

3030 

I  46 

9 

392 

24 

664 

4513 

•0873 

II  .00 

23  25.9 

3035 

I  43 

0 

3-79 

25 

674 

4480 

.0886 

11.07 

23  26.3 

3040 

I  39 

2 

3  66 

26 

684 

4447 

.  0898 

II. 13 

23  26.6 

3045 

I  35 

3 

3-53 

27  +1 

695  — 0 

4414 

+0.0910 

II  .20 

23  27 .0   I 

3050 

I  31 

5 

+  3-40 

28 

705 

4380 

.0922 

11.27 

23  27 -3 

3055 

I  27 

7 

327 

29 

716 

4346 

•0933 

1 1  ■  34 

23  27.6 

3059 

I  23 

9 

314 

30 

727 

4311 

.0944 

II. 41 

23  27.9 

3064 

I  20 

0 

3.01 

Dezbr. 

I 

738 

4277 

•0955 

11.48 

23  28.2 

3068 

I  16 

2 

2.87 

2 

749 

4242 

.0965 

11-55 

23  28.5 

3072 

112 

4 

2.74 

3 

760 

4207 

•0975 

II  .62 

23  28.8 

3076 

I  8 

7 

2 .  60 

4 

771 

4172 

.0984 

II  .69 

23  29.0 

3079 

I   4 

9 

2  .46 

5 

782 

4137 

•0993 

11.76 

23  29.3 

3083 

I   I 

I 

2-33 

6 

793 

4101 

.1001 

11.83 

23  29 -5 

3086 

0   57 

3 

2 .  19 

7  +1 

804  — 0 

4065 

+0 .  1009 

II  .90 

23  29.7   I 

3089 

0  53 

6 

+  2.05 

8 

815 

4029 

.  1017 

11.97 

23  29.9 

3092 

0  49 

8 

1.91 

9 

826 

3993 

.  1024 

1 2 .  05 

23  30  i 

3095 

0  46 

0 

1.77 

10 

838 

3956 

.1030 

12 .  12 

23  30  3 

3097 

0  42 

3 

1 .62 

II 

849 

3919 

.1036 

12 .  19 

23  30 -5 

3100 

0  38 

5 

1.48 

12 

860 

3882 

.  1041 

12 .  27 

23  30-6 

3102 

0  34 

8 

1-34 

13 

872 

3845 

.  1046 

12.34 

23  30-8 

3104 

0  31 

0 

1 .  20 

14 

883 

3808 

.1050 

12  .42 

23  30.9 

3105 

0  27 

3 

1.05 

15 

895 

3771 

■  1054 

12.49 

23  31.0 

3107 

0  23 

5 

0.91 

16 

906 

3734 

•  1057 

12.57 

23  31  r 

3108 

0  19 

8 

0.77 

38 


i834 


12» 

( 

M.Z.  Berlin 

Dezbr.  17 

+  1' 

918 

18 

929 

19 

941 

20 

953 

21 

964 

22 

976 

23 

987 

24 

I 

999 

25 

2 

010 

26 

022 

27 

+  2 

034 

28 

045 

29 

057 

30 

068 

31 

079 

-o . 3697 

3659 

3621 

3583 

3545 
3507 
3469 
3431 
3393 
3355 

3317 
3279 
3241 
3204 
3167 


+  0 


+  0 


1060 

12'. 

1062 

12  . 

1064 

12  . 

1065 

I  '^ 

1065 

I  2 

1065 

13- 

1064 

13 

.1063 

13 

.  I06I 

13- 

.1059 

13- 

.1056 

13 

•  1053 

13 

.1049 

13 

•  1045 

13 

.  I04I 

13 

64 

72 

79 

87 
94 
02 
10 
17 
25 
32 

40 
48 
55 
63 
71 


23  31 
23  31 
23  31 
23  31 
23  31 
23  31 
23  31 
23  31 
23  31 
23  31 

23  31 
23  31 
23  31 
23  31 
23  31 


log  h 


3109 
3110 
3111 
3111 
3111 
3111 
3111 
3110 
3110 
3109 

3108 
3106 
3105 
3103 
3101 


o  lö, 

O  12 

o  8 

o  4 

O  I 

23  57 

23  53 

23  49 

23  46 

23  42 


23  38.6 
23  34-9 
23  311 
23  27.4 
23  23.6 


1835 


I   ^0? 

980  — 0. 

6701 

2 

969 

6734 

3 

958 

6767 

4 

946 

6800 

5 

935 

6833 

6 

924 

6865 

7 

912 

6897 

8 

901 

6929 

9 

890 

6960 

10 

879 

6990 

II  — 0 

869  — 0 

7020 

12 

858 

7050 

13 

847 

7079 

14 

836 

7108 

15 

826 

7137 

16 

815 

7165 

17 

805 

7193 

18 

794 

7220 

19 

784 

7246 

20 

774 

7272 

21  — 0 

764  — 0 

7297 

22 

753 

7322 

23 

743 

7346 

24 

734 

7370 

25 

724 

7393 

26 

.714 

7416 

27 

•705 

7438 

28 

•695 

7459 

29 

.686 

.7480 

30 

.676 

.7500 

+  0.1033 

6: 

62 

13^  iTi   I 

3099 

.  1027 

6 

55 

13  2.3 

3096 

.  1021 

6 

48 

13  3-6 

3094 

.  1014 

6 

42 

13  4-9 

3091 

.  1006 

6 

35 

13  6.2 

3088 

.0998 

6 

29 

13  7-6 

3085 

.0990 

6 

22 

13  91 

3082 

.0981 

6 

16 

13  10.6 

3078 

.0971 

6 

10 

13  I 2 . I 

3074 

.0961 

6 

04 

13  13 -7 

3070 

+  0.0951 

5 

97 

13  154   I 

3066 

.0940 

5 

91 

13  17.0 

3062 

.0928 

5 

85 

13  18.7 

3057 

.0916 

5 

80 

13  20.5 

3053 

.0904 

5 

74 

13  22,3 

3048 

.0892 

5 

68 

13  24.2 

3043 

,0880 

5 

63 

13  26.1 

3038 

.0867 

5 

57 

13  28.1 

3033 

.0854 

5 

52 

13  30  i 

3027 

.0840 

5 

47 

13  32.1 

3022 

+  0.0826 

5 

42 

13  34-2   I 

3016 

.0811 

5 

37 

13  36.3 

3010 

.0797 

5 

32 

13  38.5 

3005 

.0782 

5 

27 

13  40.7 

2999 

.0767 

5 

23 

13  430 

2993 

.0752 

5 

18 

13  45-3 

2987 

•0737 

5 

.14 

13  47-6 

2980 

.0721 

5 

.  10 

13  49-9 

2974 

.0706 

5 

■05 

13  52.3 

2968 

.0690 

5 

.01 

13  54-7 

2961 

23^19'] 

23  16 

23  12 

23  8 

23 

23 

2  ^ 


4.0 
1 .0 
57-2 
22  53-4 
22  49.6 
22  45-8 

22  42 .0 
22  38 . 2 
22  34-4 
22  30 -5 
22  26 .  7 
22  22.8 
22  19 
22  15 
22  II 
22   7 


22  3-5 

21  59-6 

21  55-6 

21  51.7 

21  47 .8 

21  43.8 

21  39.9 

21  35-9 

21  31.9 

21  28.0 


i835 


39 


12" 
M.Z.Berlin 

F 

»c 

y 

g 

G      1( 

3g  h 

H 

i 

Januar 

31   -0? 

667  — 0. 

7519 

+0.0674 

4"97 

13^7^2   I. 

2955 

21^24^0 

—  5  ■40 

Februar 

I 

658 

7538 

.0658 

4-94 

13  59  7 

2948 

21  20.0 

5  •  50 

2 

649 

7556 

.0641 

4- 

90 

14  2.2 

2942 

21  16.0 

5.61 

3 

640 

7574 

.0625 

4- 

86 

14  4.7 

2935 

21  II  .9 

5-71 

4 

631 

7591 

.0609 

4- 

83 

14  7.2 

2928 

21   7.9 

5.81 

5 

622 

7608 

•0593 

4- 

80 

14  9.8 

2922 

21   3.8 

5-91 

6 

614 

7624 

•0577 

4- 

76 

14  12.3 

2915 

20  59.8 

6  .01 

7 

605 

7639 

.0561 

4- 

73 

14  14.9 

2909 

20  55.7 

6. II 

8 

597 

7654 

•0545 

4- 

70 

14  17-5 

2902 

20  51.6 

6.  20 

9 

589 

7669 

.0529 

4- 

67 

14  20. I 

2895 

20  47^5 

6 .  29 

10  — 0 

580  — 0. 

7683 

+0.0513 

4  65 

14  22 . 7   I . 

2889 

20  43.4 

-6.38 

II 

572 

7696 

.0497 

4- 

62 

14  25.4 

2882 

20  39.3 

6.47 

12 

564 

7709 

.0481 

4 

59 

14  28.0 

2876 

20  35.2 

6.56 

13 

556 

7722 

.0466 

4 

57 

14  30.6 

2870 

20  31.0 

6.64 

14 

548 

7734 

•  0451 

4 

54 

14  33-3 

2863 

20  26.9 

6.73 

15 

541 

7745 

.0436 

4 

52 

14  35-9 

2857 

20  22.7 

6.81 

16 

533 

7756 

.0421 

4 

50 

14  38 -5 

2851 

20  18.6 

6.88 

17 

526 

7767 

.0406 

4 

48 

14  41.2 

2845 

20  14.4 

6.96 

18 

518 

7777 

.0392 

4 

46 

14  43-8 

2839 

20  10.2 

7-03 

19 

511 

7787 

•0378 

4 

44 

14  46.4 

2833 

20  6.0 

7  ■  1° 

20  — 0 

503  -0 

7797 

+0.0364 

4.42 

14  49.0   I 

2827 

20   1.8 

—  7.17 

21 

496 

7806 

•0350 

4 

40 

14  51.6 

2821 

19  57^6 

24 

22 

489 

7815 

•0337 

4 

38 

14  54-2 

2815 

19  534 

30 

23 

482 

7823 

.0324 

4 

36 

14  56^8 

2810 

19  49.1 

37 

24 

475 

7832 

.0311 

4 

35 

14  59-3 

2805 

19  44.9 

43 

25 

468 

7840 

.0298 

4 

33 

15   19 

2799 

19  40.6 

48 

26 

461 

7848 

.0286 

4 

31 

15  4-4 

2794 

19  364 

54 

27 

454 

7855 

.0275 

4 

30 

15  6.9 

.2790 

19  32.1 

59 

28 

447 

7863 

.0264 

4 

29 

15  9-4 

2785 

19  27.8 

64 

März 

I 

441 

7870 

.0254 

4 

27 

15  II-9 

2780 

19  23.6 

7.69 

2  — 0 

434  — 0 

7877 

+0.0244 

4 .  26 

15  14  3   I 

.2776 

19  19  3 

—  7-74 

3 

427 

7884 

.0234 

4 

24 

15  16.8 

.2772 

19  15.0 

78 

4 

421 

7891 

.0225 

4 

23 

15  19.2 

.2768 

19  10.7 

82 

5 

415 

7897 

.0216 

4 

22 

15  21.6 

•2765 

19  6.4 

86 

6 

408 

7904 

.0208 

4 

20 

15  24.0 

.  2761 

19  2.1 

90 

7 

402 

7910 

.0201 

4 

19 

15  26.3 

•2758 

18  57.8 

93 

8 

■396 

7916 

.0194 

4 

18 

15  28.6 

■2755 

18  53-5 

96 

9 

•389 

7922 

.0187 

4 

17 

15  31-0 

.2752 

18  49. I 

99 

10 

•383 

7929 

.0181 

4 

•15 

15  33-3 

•2749 

18  44.8 

8 

02 

II 

•377 

7935 

•0175 

4.14 

15  35^6 

•2747 

18  40.5 

8.04 

12  — 0 

•371  — 0 

7941 

+0.0170 

4-13 

15  37-8   I 

•2745 

18  36.2 

—8.06 

13 

•364 

•7947 

.0165 

4 

.  12 

15  40.1 

•2743 

18  31.8 

8.08 

14 

•358 

•7953 

.0161 

4 

.  10 

15  42.3 

.2741 

18  27.5 

8.10 

15 

■352 

•7959 

.0158 

4 

.09 

15  44-5 

.2740 

18  23.2 

8. II 

16 

•346 

•7965 

•0155 

4 

.08 

15  46.8 

•2739 

18  18.8 

8.12 

17 

•340 

.7971 

•  0153 

4 

.07 

15  49-0 

•2738 

18  14.5 

8.13 

18 

■334 

•7977 

.0151 

4 

•05 

15  51-2 

■2737 

18  10.2 

8.14 

19 

.328 

•7984 

.0150 

4 

.04 

15  53-4 

.2736 

18  5.8 

8.15 

20 

■322 

.7991 

.0150 

4 

•03 

15  55-5 

.2736 

18  1.5 

8.15 

21 

.316 

•7998 

.0150 

4 

.01 

15  57^7 

.2736 

17  57-2 

8 

•15 

4Ö 


1835 


12" 

M.Z.Berlin 

f 

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g 

G 

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März   2  2 

— 0^310  — 0 

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+  0.0151 

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1 5^9-^9 

1-2737 

17^2-9 

-8'.'i5 

23 

■304 

8012 

.0152 

3 

99 

16  2.0 

•2737 

17  48.5 

8 

14 

24 

■297 

8019 

■0154 

3 

97 

16  4.2 

■2738 

17  44.2 

8 

13 

25 

.291 

8026 

.0156 

3 

96 

16  6.3 

■2739 

17  39-9 

8 

12 

26 

•285 

8033 

.0159 

3 

94 

16  8.5 

.2740 

17  35-6 

8 

1 1 

27 

■279 

8041 

.0163 

3 

93 

16  10.7 

.2742 

17  313 

8 

og 

28 

•273 

8048 

.0167 

3 

91 

16  12.9 

•2743 

17  27.0 

8 

08 

29 

.  267 

8056 

.0171 

3 

90 

16  15. I 

■2745 

17  22.7 

8 

06 

30 

.  261 

8064 

.0176 

3 

88 

16  17.3 

■2747 

17  18.4 

8 

04 

31 

•255 

8072 

.0181 

3 

87 

16  19.5 

.2750 

17  14.2 

8 

Ol 

April    I 

— 0  .  248  —0 

8080 

+0.0187 

3 

85 

16  21.7 

1.2752 

17  9.9 

—  7 

99 

2 

.  242 

8088 

.0194 

3 

83 

16  24.0 

•2755 

17  5-7 

7 

96 

3 

•236 

8096 

.0201 

3 

82 

16  26. 2 

•2758 

17  1.4 

7 

93 

4 

.  229 

8105 

.0209 

3 

80 

16  28.5 

.  2762 

16  57.2 

7 

89 

5 

.223 

8113 

.0217 

3 

78 

16  30.8 

.2765 

16  52.9 

7 

86 

6 

.217 

8122 

.0226 

3 

76 

16  33-1 

.  2769 

16  48.7 

7 

82 

7 

.  210 

8131 

•0235 

3 

75 

16  35-5 

•2773 

16  44.5 

7 

78 

8 

.203 

8140 

.0245 

3 

73 

16  37.8 

.2777 

16-40.3 

7 

73 

9 

.197 

8149 

•0255 

3 

71 

16  40.3 

.2781 

16  36.1 

7 

69 

TO 

.  190 

8158 

.0265 

3 

69 

16  42.7 

.2785 

16  31.9 

7 

64 

II 

— 0.183  — 0 

8167 

+0.0276 

3 

67 

16  45.2 

I . 2790 

16  27.7 

—  7 

59 

12 

•177 

8177 

.0287 

3 

66 

16  47.7 

■2795 

16  23.6 

7 

54 

13 

.170 

8186 

.0298 

3 

64 

16  50-3 

•2799 

16  ig. 4 

7 

48 

14 

.163 

8196 

.0310 

3 

62 

16  52.9 

.2804 

16  15.3 

7 

43 

15 

.156 

8205 

.0322 

3 

60 

16  55-6 

.2809 

16  I I . I 

7 

37 

16 

.149 

8215 

■0334 

3 

58 

16  58.2 

■2815 

16  7.0 

7 

31 

17 

.142 

8224 

•0347 

3 

56 

17   I.O 

.  2820 

16  2  .g 

7 

25 

18 

■135 

8233 

.0360 

3 

54 

17  3.8 

.2825 

15  58.8 

7 

18 

19 

.127 

8243 

•0373 

3 

52 

17    6.7 

.2831 

15  54-8 

7 

12 

20 

.  120 

8252 

.0387 

3 

51 

17    9.6 

•2837 

15  50-7 

7 

05 

21 

— 0.112  — 0 

8261 

+  0 .0401 

3 

49 

17  12.6 

I . 2842 

15  46.6 

—  6 

98 

22 

.105 

8270 

•0415 

3 

47 

17  15-7 

.2848 

15  42.6 

6 

91 

23 

.097 

8279 

.0429 

3 

45 

17  18.8 

.2854 

15  38.6 

6 

83 

24 

.090 

8288 

.0444 

3 

43 

17  22.0 

.2861 

15  34-6 

6 

75 

25 

.082 

8297 

•0459 

3 

42 

17  25.3 

.2867 

15  30-6 

6 

68 

26 

.074 

8305 

.0474 

3 

40 

17  28.6 

.2873 

15  26.6 

6 

60 

27 

.066 

8313 

.0489 

3 

38 

17  32.0 

.2879 

15  22.6 

6 

51 

28 

.058 

8321 

.0504 

3 

37 

17  35-4 

.2886 

15  18.6 

6 

43 

29 

.050 

8329 

.0519 

3 

35 

17  38.9 

.2892 

15  14-7 

6 

34 

30 

.042 

8336 

■0535 

3 

34 

17  42.5 

.2898 

15  10.8 

6 

25 

Mai     I 

—0.034  — 0 

8343 

+  0.0550 

3 

32 

17  46.2 

1.2905 

15  6.8 

—6 

17 

2 

.025 

8349 

.0566 

3 

31 

17  49-9 

.  2911 

15  2.9 

6 

08 

3 

.017 

8355 

.0582 

3 

30 

17  53-7 

.2917 

14  591 

5 

98 

4 

— 0.008 

8361 

•0597 

3 

.29 

17  57-6 

•2923 

14  55-2 

5 

89 

5 

0.000 

8366 

.0613 

3 

•27 

18  1.5 

.2930 

14  51-3 

5 

•79 

6 

+  0  .00g 

8371 

.0628 

3 

.26 

18  5.4 

.2936 

14  47-5 

5 

69 

7 

.017 

8376 

.0643 

3 

.26 

18  9.4 

•2942 

14  43-6 

5 

60 

8 

.026 

8380 

.0658 

3 

■25 

18  13.5 

.2948 

14  39-8 

5 

50 

9 

•035 

8383 

.0673 

3 

•24 

18  17.7 

•2955 

14  36.0 

5 

39 

10 

.044 

8386 

.0688 

3 

.24 

18  21.9 

.  2961 

14  32.2 

5 

29 

1835 


41 


12^ 

M.Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G      1 

og  h 

H 

i 

Mai    II   +o 

'053  — 0 

8388  +0 

0703 

3'' 23 

i8'^26T2   I 

2967 

i4^28T4 

-5-19 

12 

063 

8389 

0718 

3 

23 

18  30 

5 

2973 

14  24 

6 

5.08 

13 

072 

8390 

0733 

3 

23 

18  34 

9 

2979 

14  20 

9 

4-97 

14 

081 

8390 

0747 

3 

23 

18  39 

4 

2985 

14  17 

I 

4.86 

15 

091 

8389 

0762 

3 

23 

18  43 

8 

2991 

14  13 

4 

4^75 

16 

100 

8387 

0776 

3 

23 

18  48 

3 

2996 

14  9 

6 

4.64 

17 

110 

8385 

0790 

3 

24 

18  52 

8 

3002 

14  5 

9 

4^52 

18 

120 

8382 

0804 

3 

24 

18  57 

3 

3008 

14  2 

2 

4.41 

19 

129 

8378 

0818 

3 

25 

19  I 

7 

3013 

13  58 

5 

4-30 

20 

139 

8373 

0831 

3 

26 

19  6 

2 

3018 

13  54 

8 

4.18 

21   +0 

149  — 0 

8367  +0 

0844 

3 

27 

19  10 

8   I 

3024 

13  51 

I 

— 4.06 

22 

159 

8361 

0857 

3 

29 

19  15 

3 

3029 

13  47 

5 

3-94 

23 

169 

8354 

0870 

3 

30 

19  19 

8 

3034 

13  43 

8 

3.82 

24 

179 

8346 

0882 

3 

32 

19  24 

2 

3039 

13  40 

2 

370 

25 

190 

8337 

0894 

3 

34 

19  28 

7 

3044 

13  36 

6 

3-58 

26 

200 

8327 

0906 

3 

36 

19  33 

I 

3048 

13  32 

9 

3-45 

27 

210 

S316 

0917 

3 

38 

19  37 

4 

3053 

13  29 

3 

3  33 

28 

221 

8304 

0928 

3 

40 

19  41 

7 

3057 

13  25 

7 

3.21 

29 

231 

8292 

0939 

3 

42 

19  46 

0 

3061 

13  22 

I 

3.08 

30 

242 

8279 

0949 

3 

45 

19  50 

3 

3066 

13  18 

5 

2  95 

31   +0 

252  — 0 

8265  +0 

0959 

3 

48 

19  54 

5   I 

3070 

13  14 

9 

-2.83 

Juni     I 

263 

8250 

0969 

3 

51 

19  58 

6 

3073 

13  II 

3 

2.70 

2 

274 

8234 

0978 

3 

54 

20  2 

6 

3077 

13  7 

8 

2^57 

3 

284 

8217 

0986 

3 

57 

20  6 

6 

3080 

13  4 

2 

2-44 

4 

295 

8199 

0994 

3 

61 

20  10 

5 

3083 

13  0 

6 

2.31 

5 

306 

8180 

1002 

3 

65 

20  14 

3 

3086 

12  57 

I 

2.18 

6 

317 

8161 

1009 

3 

69 

20  18 

0 

3089 

12  53 

5 

2.05 

7 

328 

8141 

1016 

3 

73 

20  21 

7 

3092 

12  50 

0 

1.91 

8 

339 

8120 

1023 

3 

77 

20  25 

2 

3095 

12  46 

5 

1.78 

9 

350 

8099 

1029 

3 

.81 

20  28 

7 

3097 

12  42 

9 

1.65 

10  +0 

361  — 0 

8077  +0 

1035 

3 

86 

20  32 

I   I 

3099 

12  39 

4 

—  152 

II 

372 

8054 

1040 

3 

90 

20  35 

4 

3101 

12  35 

9 

1.38 

12 

383 

8030 

1045 

3 

95 

20  38 

6 

3^0  i 

12  32 

4 

1^25 

13 

394 

8006 

1049 

4 

00 

20  41 

7 

3105 

12  28 

9 

1 .  1 1 

14 

405 

7981 

1052 

4 

05 

20  44 

7 

3106 

12  25 

3 

0.98 

15 

416 

7956 

1055 

4 

10 

20  47 

7 

3107 

12  21 

8 

0.  84 

16 

428 

7930 

1058 

4 

15 

20  50 

5 

3108 

12  18 

3 

0.71 

17 

439 

7903 

1060 

4 

20 

20  53 

3 

3109 

12  14 

8 

0.57 

18 

450 

7876 

1062 

4 

26 

20  55 

■9 

3110 

12  II 

3 

0.44 

19 

461 

7848 

1063 

4 

31 

20  58 

5 

3111 

12  7 

8 

0.30 

20  +0 

473  — 0 

7820  +0 

1064 

4 

•37 

21  I 

0  I 

3111 

12  4 

3 

—0.17 

21 

484 

7791 

1065 

4 

■43 

21  3 

4 

3111 

12  0 

8 

— 0  .03 

22 

495 

7762 

1065 

4 

•49 

21  5 

7 

3111 

II  57 

3 

+  0 .  10 

23 

506 

7732 

1065 

4 

■55 

21.  8 

0 

3111 

II  53 

8 

0.  24 

24 

518 

7702 

1064 

4 

.61 

.  21  10 

I 

3111 

II  50 

3 

037 

25 

529 

7672 

1062 

4 

.67 

21  12 

2 

31 10 

II  46 

8 

0.51 

26 

540 

7642 

1060 

4 

•73 

21  14 

2 

3109 

II  43 

3 

0  .64 

27 

551 

7611 

1057 

4 

■79 

21  16 

I 

3108 

II  39 

8 

0.78 

28 

562 

7580 

1054 

4 

•85 

21  18 

0 

3107 

II  36 

3 

0.91 

29 

•574 

7548 

1050 

4 

.92 

21  19 

8 

3105 

II  32 

8 

1-05 

42 


i835 


M.Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G         1 

og  h 

H 

i 

Juni    30   +0' 

585  -0 

7516 

+  0. 1046 

4'.'98 

21 

1^21-5    I 

3104 

11^29-3 

+  i:'i8 

Juli     I 

596 

7483 

.  1042 

5-05 

2] 

23.2 

3102 

II  25 

8 

1.32 

2 

607 

7450 

.1037 

511 

21 

24.8 

3100 

II  22 

3 

1-45 

3 

618 

7418 

.1032 

5.18 

2] 

26.3 

3098 

II  18 

7 

1-59 

4 

62g 

7385 

.  1026 

5-24 

2] 

27.7 

3096 

II  15 

2 

1.72 

5 

640 

7352 

.  1020 

531 

2] 

29. 1 

3093 

II  II 

7 

1.85 

6 

651 

7319 

.1013 

5-37 

2] 

30-4 

3091 

II  8 

2 

1.98 

7 

662 

7286 

.  1006 

5-44 

2] 

31.6 

3088 

II  4 

6 

2.12 

8 

673 

7253 

.0998 

5-51 

2] 

32.8 

3085 

II   I 

I 

2.25 

9 

684 

7219 

.0990 

5-58 

2] 

34 -o 

3082 

10  57 

6 

2.38 

10  +0 

695  — 0 

7186 

+  0.0982 

5-64 

2] 

35  i   I 

3078 

10  54 

0 

+  2.50 

1 1 

705 

7152 

■0973 

571 

2] 

36.2 

3075 

10  50 

4 

2.63 

12 

716 

7118 

.0964 

5-78 

21 

37-2 

3071 

10  46 

9 

2.76 

13 

727 

7084 

•0954 

5-85 

2] 

38.2 

3068 

10  43 

3 

2.89 

14 

737 

7050 

.0944 

592 

21 

39  i 

3063 

10  39 

7 

3.01 

15 

748 

7016 

•0934 

598 

2] 

40.0 

3059 

10  36 

2 

314 

16 

758 

6982 

.0923 

6.05 

21 

40.8 

3055 

10  32 

6 

3.26 

17 

769 

6948 

.0912 

6.12 

2] 

41 .6 

3051 

10  29 

0 

3-39 

18 

779 

6914 

.0901 

6. 19 

2] 

42.4 

3046 

10  25 

4 

351 

19 

789 

6881 

.0889 

6.25 

21 

43  i 

3042 

10  21 

8 

3(>3 

20  +0 

799  — 0 

6847 

+  0.0877 

6.32 

21 

43.8   I 

3037 

10  18 

I 

+  3-75 

21 

810 

6814 

.0864 

6-39 

2] 

44.4 

3032 

10  14 

5 

387 

22 

820 

6780 

.0852 

6.46 

2] 

45-0 

3027 

10  10 

9 

3-99 

23 

830 

6747 

.0839 

6.52 

2] 

45-6 

3022 

10  7 

2 

4. II 

24 

840 

6713 

.0826 

6-59 

2] 

46.  2 

3016 

10  3 

6 

423 

25 

850 

6680 

.0812 

6.66 

2] 

46.7 

3011 

9  59 

9 

4-35 

26 

859 

6647 

.0799 

6.  72 

2] 

[47.2 

3005 

9  56 

2 

4.46 

27 

869 

6614 

•0785 

6.79 

2] 

f  47-7 

3000 

9  52 

5 

4-57 

28 

879 

6581 

.0771 

6.86 

21 

[  48.2 

2994 

9  48 

8 

4.68 

29 

888 

6548 

•0757 

6  .92 

2 

[48.6 

2989 

9  45 

I 

4-79 

30  +0 

897  -0 

6515 

+  0-0743 

6.99 

2 

[49.0   I 

2983 

9  41 

4 

+  4.90 

31 

907 

6482 

.0729 

7-05 

2 

[49.4 

2977 

9  37 

7 

501 

August   I 

916 

6450 

.0714 

7.12 

2 

[49.7 

2971 

9  33 

9 

512 

2 

926 

6418 

.0699 

7.18 

2 

[  50.1 

2965 

9  30 

2 

5.22 

3 

935 

6386 

.0684 

7-25 

2 

[  50-4 

2959 

9  26 

4 

5-33 

4 

944 

6354 

.0668 

731 

2 

:  50.8 

2953 

9  22 

7 

5-43 

5 

953 

6323 

•0653 

7-37 

2 

[  51. 1 

2947 

9  18 

9 

5-53 

6 

962 

6292 

.0638 

7-44 

2 

[  51 -3 

2940 

9  15 

I 

5-63 

7 

970 

6261 

.0623 

7  50 

2 

c  51.6 

2934 

9  II 

3 

5-73 

8 

979 

6230 

.0608 

7.56 

2 

[  51.8 

2928 

9  7 

4 

5.82 

9  +0 

988  — 0 

6199 

+  0.0592 

7  .62 

2 

[  52.1   I 

2922 

9  3 

6 

+  5-92 

10    0 

996 

6168 

•0577 

7.68 

2 

[  52.3 

2915 

8  59 

8 

6 .01 

II    I 

005 

6138 

.0562 

7-74 

2 

I  52-5 

2909 

8  55 

9 

6. 10 

12 

013 

6108 

•0547 

7.80 

2 

I  52-7 

2903 

8  52 

0 

6. 19 

13 

021 

6078 

•0531 

7.86 

2 

t  529 

2896 

8  48 

I 

6.28 

14 

029 

6049 

.0516 

7.92 

2 

I  531 

2890 

8  44 

2 

6.37 

15 

•037 

6020 

.0501 

7.98 

2 

I  53-3 

2884 

8  40 

3 

6.45 

16 

•045 

5991 

.0486 

8.04 

2 

I  53-4 

2878 

8  36 

4 

6.53 

17 

■053 

5962 

.0471 

8.10 

2 

t  53-6 

2872 

8  32 

5 

6.61 

18 

.061 

5934 

•0457 

8.15 

2 

I  53.8 

2866 

8  28 

•5 

6.69 

43 


1835 


12*' 

M.Z.  B 

erlin 

f       ) 

c 

y 

g 

G 

log  h 

H 

i 

August 

19 

+  i!o69  — 0. 

5906 

+0.0442 

8'.' 21 

2i^^53'^9 

1,2860 

8^24^5 

+  6'.'77 

20 

.077 

5878 

.0428 

8.26 

21  54.1 

.2854 

8  20.6 

6.85 

21 

.084 

585° 

■  0413 

8.32 

21  54.2 

.2848 

8  16.6 

6.92 

22 

.092 

5823 

■0399 

8.37 

21  54-3 

.2842 

8  12.6 

6.99 

23 

.100 

5796 

•0385 

8.43 

21  54-5 

.2836 

8  8.6 

7  .06 

24 

.107 

5770 

.0372 

8.48 

21  54.6 

■2830 

8  4-5 

7-13 

25 

.114 

5744 

•0359 

8.53 

21  54.8 

■2825 

8  0.5 

7.19 

26 

.122 

5718 

.0346 

8.59 

21  54-9 

.2819 

7  564 

7  .  26 

27 

.129 

5692 

•0333 

8.64 

21  55^1 

.2814 

7  52-4 

7-32 

28 

.136 

5667 

.0321 

8.69 

21  55^2 

.  2809 

7  48.3 

7^38 

29 

+  1.143  — 0. 

5641 

+0.0309 

8.74 

21  55^4 

I . 2804 

7  44.2 

+  7-44 

30 

.150 

5616 

.0297 

8.79 

21  55^5 

•2799 

7  40.1 

7-49 

31 

•157 

5591 

.0286 

8.84 

21  55-7 

.2794 

7  36.0 

7-54 

Septbr. 

I 

.  164 

5567 

.0275 

8.89 

21  558 

■2789 

7  319 

7-59 

2 

.171 

5543 

.0264 

8.94 

21  56.0 

■2785 

7  27.8 

7.64 

3 

.177 

5519 

.0254 

8.98 

21  56.1 

.2781 

7  23.6 

7.69 

4 

.184 

5495 

.0244 

9-03 

21  56.3 

•2777 

7  19-5 

7-73 

5 

.191 

5472 

•0235 

9.08 

21  56-5 

•2773 

7  153 

7.78 

6 

.197 

5449 

.0226 

9.12 

21  56 .6 

.2769 

7  II .  2 

7.82 

7 

.  204 

5427 

.0218 

9.17 

21  56.8 

.2765 

7  l-o 

7.85 

8 

+  1 .  211  — 0 

5404 

+0.0210 

9.  21 

21  57.0 

I . 2762 

7  2.8 

+  7.89 

9 

.217 

5382 

0202 

9 .  26 

21  57.2 

■2758 

6  58.6 

7.92 

10 

•  223 

5360 

.0195 

9  30 

21  574 

•2755 

6  54-4 

7-95 

II 

.230 

5339 

.0188 

9-35 

21  57.6 

•2753 

6  50.2 

7.98 

12 

.236 

5317 

.0182 

9  39 

21  57.8 

.2750 

6  46  .0 

8.01 

13 

■243 

5296 

.0176 

9-43 

21  58.1 

.2748 

6  41.8 

8.04 

14 

.249 

5275 

.0171 

9.48 

21  583 

•2745 

6  37-5 

8.06 

15 

■255 

5254 

.0167 

952 

21  58.5 

■2743 

6  33  3 

8.08 

16 

.  261 

5233 

.0163 

956 

21  58.8 

.2742 

6  29.0 

8.09 

17 

.268 

5213 

.0160 

9  .60 

21  59.0 

•2740 

6  24.8 

8. II 

18 

+  1.274  — 0 

5193 

+0.0157 

9.64 

21  593 

12739 

6  20.5 

+  8.12 

19 

.280 

5173 

•  0154 

9.68 

21  59.6 

■2738 

6  16.3 

8.13 

20 

.286 

5153 

.0152 

9.72 

21  59.9 

■2737 

6  12.0 

8.14 

21 

■293 

5133 

.0151 

9.76 

22  0.2 

■2737 

6  7.7 

8.15 

22 

.299 

5113 

.0150 

9.80 

22  0.5 

.2736 

6  35 

8.15 

23 

•305 

5094 

.0150 

9.84 

22  0.8 

.2736 

5  59-2 

8.15 

24 

•311 

5075 

.0150 

9.88 

22  I .  I 

.2736 

5  54-9 

8.15 

25 

•317 

•5056 

.0151 

9.91 

22  1.5 

■2737 

5  50-6 

8.14 

26 

•323 

5037 

.0152 

9-95 

22  1.8 

•2737 

5  46.4 

8.14 

27 

■330 

.5018 

■  0154 

9  99 

22  2.2 

■2738 

5  42.1 

8.13 

28 

+  1.336  — 0 

■4999 

+0.0157 

10.03 

22  2.6 

1^2739 

5  37-8 

+  8.12 

29 

•342 

.4980 

.0160 

10.06 

22  2.9 

.2741 

5  33  5 

8. 10 

30 

•348 

.4961 

.0164 

10. 10 

22  3-3 

.2742 

5  29.2 

8.09 

Oktbr. 

I 

■355 

•4943 

.0169 

10. 14 

22  3.7 

■2744 

5  25-0 

8.07 

2 

.361 

•4924 

.0174 

10.18 

22  4.1 

.2746 

5  20.7 

8.05 

3 

•367 

.4906 

.0179 

10.  21 

22  4.6 

.2749 

5  16.4 

8.02 

4 

■374 

.4887 

.0185 

10.25 

22  5.0 

•2751 

5  12 . 1 

8.00 

5 

.380 

.4869 

.0192 

10 .  29 

22  5^5 

■2754 

5  79 

7^97 

6 

•387 

.4851 

.0199 

10.32 

22  6.0 

•2757 

5  3^6 

7^94 

7 

•393 

•4833 

.0206 

10.36 

22  6.4 

.  2760 

4  59-3 

7.91 

44 


1835 


12" 

M.Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G      1 

og  h 

H 

i 

Oktbr.   8   +i! 

400  — 0. 

4815 

+0.0214 

10 '.'40 

22^^  6'."9   I 

2763 

4N5-I 

+  7"87 

9 

406 

4797 

.  0222 

10.43 

22  7.4 

2767 

4  508 

7 

84 

lO 

413 

4778 

.0231 

10.47 

22  7.9 

2771 

4  46.6 

7 

80 

1 1 

420 

4760 

.0240 

10.51 

22  8.4 

2775 

4  42.3 

7 

75 

12 

426 

4741 

.0250 

10.54 

22  9.0 

2779 

4  38.1 

7 

71 

13 

433 

4723 

.0260 

10.58 

22  9.5 

2783 

4  33-8 

7 

66 

14 

440 

4704 

.0271 

10.62 

22  10. I 

2788 

4  29.6 

7 

61 

15 

447 

4686 

.0282 

10.66 

22  10.6 

2793 

4  25.4 

7 

56 

i6 

454 

4667 

.0294 

10.69 

22  II .  2 

2798 

421.2 

7 

51 

17 

461 

4648 

.0306 

IO-73 

22  II .8 

2803 

4  17-0 

7 

45 

18  +1 

468  — 0. 

4629 

+0.0318 

10.77 

2212.3   I 

2808 

4  12.8 

+  7 

39 

19 

476 

4609 

■  0331 

10.81 

22  12.9 

2813 

4  8.6 

7 

33 

20 

483 

4590 

■  0344 

10.85 

22  13.5 

2819 

4  44 

7 

27 

21 

490 

4570 

•0358 

10.89 

22  14.2 

2824 

4  0.2 

7 

20 

22 

498 

4550 

.0371 

10.93 

2214.8 

2830 

3  561 

7 

14 

23 

505 

4530 

•  0385 

10.97 

22  15.4 

2836 

3  519 

7 

07 

24 

513 

4510 

•  0399 

II  .01 

22  16 . I 

2841 

3  47  7 

7 

00 

25 

521 

4489 

.0414 

11.05 

22  16.7 

2847 

3  43-6 

6 

92 

26 

529 

4468 

.0428 

1 1 .09 

22  17.4 

2854 

3  39  4 

6 

85 

27 

536 

4447 

■  0443 

II. 13 

22  18.0 

2860 

3  35-3 

6 

77 

28  +1 

544  — 0 

4426 

+0.0458 

II. 18 

22  18. 7   I 

2866 

3  31-2 

+  6 

69 

29 

552 

4405 

•  0473 

11.22 

22  19.4 

2872 

3  27.1 

6 

61 

30 

561 

4383 

.0488 

1 1 .  26 

22  20.0 

2879 

3  23.0 

6 

52 

31 

569 

4361 

.0504 

II. 31 

22  20 . 7 

2885 

3  18.9 

6 

43 

Novbr.   I 

577 

4339 

.0520 

1135 

22  21.4 

2892 

3  149 

6 

35 

2 

586 

4316 

•  0536 

II  .40 

22  22.1 

2898 

3  10.8 

6 

26 

3 

594 

4293 

■0552 

11.44 

22  22.7 

2905 

3  6.8 

6 

16 

4 

603 

4270 

.0568 

11.49 

22  23.4 

291 1 

3  2.7 

6 

07 

5 

612 

4247 

•  0583 

II  54 

22  24. I 

2918 

2  58-7 

5 

97 

6 

620 

4223 

■0599 

11.58 

22  24.8 

2924 

2  54-6 

5 

88 

7  +1 

629  —0 

4199 

+0.0615 

11.63 

22  25.5   I 

2931 

2  50.  6 

+  5 

78 

8 

638 

4174 

.0631 

11.68 

22  26 . 1 

2938 

2  46.6 

5 

67 

9 

648 

4149 

.0647 

1173 

22  26.8 

2944 

2  42  .6 

5 

57 

10 

657 

4124 

.0663 

11.78 

22  27.5 

2951 

2  38.7 

5 

47 

II 

666 

4098 

.0679 

11.83 

22  28.2 

2957 

2  34  7 

5 

36 

12 

676 

4072 

.0695 

11.89 

22  28.8 

2963 

2  30.7 

5 

25 

13 

685 

4046 

.071 1 

11.94 

22  29.5 

2970 

2  26.8 

5 

14 

14 

695 

4019 

.0726 

11.99 

22  30 . 2 

2976 

2  22.9 

5 

03 

15 

704 

3992 

.0741 

12.05 

22  30.9 

2982 

2  18.9 

4 

91 

16 

714 

3965 

.0756 

12 .  10 

22  31.5 

2988 

2  i5^o 

4 

80 

17  .-+1 

724  — 0 

3937 

+0.0771 

12.16 

22  32 . 2   I 

2994 

2  II .  I 

+  4 

.68 

18 

•734 

3909 

.0786 

12.21 

22  32.8 

3000 

2  7.2 

4 

•56 

19 

■744 

3881 

.0801 

12  .  27 

22  33-5 

3006 

2  3-3 

4 

•44 

20 

■754 

3852 

.0815 

12.33 

22  34.1 

.3012 

I  594 

4 

•32 

21 

■765 

3823 

.0829 

12.39 

22  34.8 

.3017 

I  55-5 

4 

.  20 

22 

■775 

3793 

.0843 

12.45 

22  35-4 

•3023 

I  517 

4 

.08 

23 

.786 

•3763 

•  0857 

12.51 

22  36.0 

.3029 

I  478 

3 

•95 

24 

.796 

■3732 

.0870 

12^57 

22  36.6 

•3034 

I  43  9 

3 

.82 

25 

.807 

.3701 

.0883 

12.63 

22  37.2 

■3039 

I  40. 1 

3 

.70 

26 

.817 

.3670 

.0896 

12  .69 

22  37.8 

•3044 

I  36  3 

3 

•57 

1835 


45 


M.Z.  Berlin 

Novbr.  27 
28 
29 

30 

Dezbr.       i 

2 

3 

4 

5 
6 

7 
8 

9 
10 
1 1 
12 
13 
14 

15 
16 

17 

18 

19 

20 
21 

22 

23 
24 

25 
26 

27 
28 
29 
30 
31 


+  1 


+  2 


+  2 


828 

839 
850 
861 
872 
883 

895 
906 
917 
929 

940 
952 
963 

975 
986 
998 
010 
021 
033 
045 

057 
069 
080 
092 
104 
116 
128 
140 

152 
164 

175 
187 
199 
211 
223 


-0.3639 
3607 

•3575 
•3542 

3509 
3476 
3443 
3409 
3375 
3340 

3305 
3270 

3235 
3199 

3127 
3091 
3055 
3018 
2981 

2944 
2907 
2870 
2832 

2794 
2756 
2718 
2680 
2642 
2604 

2566 
2528 
2490 

2451 
2412 


+  0 


+  0 


+  0 


+  0 


0908 
0920 
0931 
0942 

0953 
0963 

0973 
0982 
0991 
0999 

1007 
1014 
1021 
1028 
1034 
1039 
1044 
1049 
1053 
1057 

1060 
1062 
1063 
1064 
1065 
1065 
1065 
1064 
1062 
1060 

1057 
1054 
1050 
1046 
1042 


2  "76 
2.82 
2.88 

2-95 

3  02 
3.08 

315 

3.22 

3  29 
3-35 

342 
3-49 


3-57 
3  64 
3-71 
378 
385 

3  •  93 
4.00 
4.07 


22^38' 
22  38 
22  39 
22  40 
22  -40 
22  41 
22  41 
22  42 
22  42 
22  43 


22  43 
22  44 
22  44 
22  44 
22  45 
22  45 

2  2  46 

2  2  46 

2  2  46 

22  47 


4-15 

22  47 

4.  22 

22  47 

4-3° 

22  48 

4-37 

22  48 

4-45 

22  48 

4-52 

22  49 

4.60 

22  49 

4.68 

22  49 

4-75 

22  49 

4.83 

22  50 

4.91 

22  50 

4.98 

22  50 

5.06 

22  50 

5.14 

22  50 

5-21 

22  50 

log  h 


3049 
3054 
3058 
3063 
3067 
3071 

3075 
3079 
3082 

3085 

3088 
3091 
3094 
3097 
3099 
3101 

3103 
3105 
3106 
3108 

3109 

3110 

311 

311 

311 

311 

311 

311 

31 10 

3109 

3108 
3107 

3105 
3104 
3102 


32-4 
28.6 
24.8 
21.0 
17.2 

134 
9.6 

5-8 

2  .0 

58.2 


o  54-5 
o  50.7 
o  46  .9 
o  43.2 


0  39-4 

0  35-7 

0  31.9 

0  28.2 

0  24.4 

0  20.7 

017.0 

0  13.2 

0  9-5 

0  5-7 

0  2.0 

23  58.3 

23  54-5 

23  50-8 

23  47  0 

23  43-3 

23  39.6 

23  35-8 

23  321 

23  28.3 

23  24-5 

+  3 ''44 
3-3° 
3  17 
3  04 
2  .90 
2.77 
2  63 
2.50 
2.36 
2 .  22 

+  2 .  08 
1.94 
1.80 
1.66 
152 
1-37 
1.23 
1 .09 

095 
0.80 

+  0.66 
0.51 

0-37 

0.22 

+  0.08 

— 0.07 

0.21 

0  .36 
o .  50 

0.65 

—0.79 

093 
1.08 

1  .  22 
1.36 


1836 


Januar 


I  — 0' 

837 

2 

825 

3 

814 

4 

802 

5 

790 

6 

779 

7 

767 

8 

756 

9 

745 

0 

733 

-0.6465 

.6489 

•  6513 
■  6536 

•  6559 
.6581 

.6602 
.6623 

.6643 
.6663 


+0.1035 

.  1029 
.  1022 

.1015 

.  1008 
.  1000 
.0992 

.0983 
.0974 

.0964 


09 
04 

99 
94 
90 
6.86 
6.81 
6.77 

6-73 
6.69 


i4\39' 

^i   I 

3099 

23^20" 

"8 

14  41 

3097 

23  17 

0 

14  43 

3094 

23  13 

3 

14  45 

3092 

23  9 

5 

14  47 

3089 

23  5 

7 

14  49 

2 

3086 

23  I 

9 

14  51 

3 

3082 

22  58 

I 

14  53 

5 

3079 

22  54 

4 

14  55 

7 

3075 

22  50 

ö 

14  57 

9 

3071 

22  46 

7 

—  I 
I 
I 
I 

2 


51 
65 

79 
93 

07 
2.21 
2-35 
2.49 
2  -63 
2.76 


46 


1836 


— 

12" 

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G      1 

og  h 

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i 

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Z.  Berlin 

0 

Januar  ii   — o! 

722  — 0. 

6682  +0 

0953 

6'.'65 

15^  0-2   I 

3067 

22^42'?9 

—  2 '.'90 

12 

711 

6700 

0942 

6.62 

15  2.4 

3063 

22  39 

I 

3 

03 

13 

700 

6718 

0931 

6.58 

15  4-7 

3058 

22  35 

3 

3 

17 

14 

689 

6735 

0920 

6.55 

15  71 

3054 

22  31 

5 

3 

30 

15 

678 

6751 

0908 

6.51 

15  9-4 

3049 

22  27 

6 

3 

43 

16 

667 

6767 

0896 

6.48 

15  II. 8 

3044 

22  23 

8 

3 

56 

17 

656 

6782 

0883 

6.45 

15  14.2 

3039 

22  19 

9 

3 

69 

18 

646 

6796 

0870 

6.42 

15  16.6 

3034 

22  16 

0 

3 

82 

19 

635 

6809 

0857 

6.40 

15  19.0 

3029 

22  12 

2 

3 

95 

20 

625 

6822 

0843 

6.37 

15  21.5 

3023 

22   8 

3 

4 

08 

21   — 0 

614  — 0 

6834  +0 

0829 

6.35 

15  239   I 

3018 

22   4 

4 

—4 

20 

22 

604 

6846 

0815 

6.32 

15  26.4 

3012 

22   0 

5 

4 

32 

23 

594 

6857 

0800 

6.30 

15  28.9 

3006 

21  56 

6 

4 

45 

24 

583 

6867 

0785 

6.28 

15  314 

3000 

21  52 

7 

4 

57 

25 

573 

6877 

0770 

6.26 

15  33-9 

2994 

2  1  48 

7 

4 

69 

26 

563 

6886 

0755 

6.  25 

15  36.3 

2988 

21  44 

8 

4 

80 

27 

553 

6894 

0740 

6.  23 

15  38.8 

2982 

21  40 

8 

4 

92 

28 

544 

6901 

0725 

6.  21 

15  41-3 

2976 

21  36 

9 

5 

04 

29 

534 

6908 

0710 

6.  20 

15  43-8 

2969 

21  32 

9 

5 

15 

30 

524 

6915 

0694 

6. 19 

15  46.2 

2963 

21  28 

9 

5 

26 

31   — 0 

515  -0 

6921  +0 

0678 

6.17 

15  48.7   I 

2956 

21  24 

9 

-5 

37 

Fe 

bruar  i 

505 

6927 

0662 

6.16 

15  51-2 

2950 

21  20 

9 

5 

48 

2 

496 

6932 

0646 

6.15 

15  53-6 

2943 

21  16 

9 

5 

58 

3 

487 

6936 

0629 

6.14 

15  56-0 

2937 

21  12 

9 

5 

69 

4 

477 

6940 

0613 

6.14 

15  58.4 

2930 

21   8 

9 

5 

79 

5 

468 

6943 

0597 

6.13 

16  0,8 

2923 

21   4 

8 

5 

89 

6 

460 

6946 

0581 

6.12 

16  3.2 

2917 

21    0 

8 

5 

99 

7 

451 

6948 

0565 

6.12 

16  5.6 

2910 

20  56 

7 

6 

08 

8 

442 

6950 

0549 

6. II 

16  7.9 

2904 

20  52 

6 

6 

18 

9 

434 

6952 

0533 

6. II 

16  10. 2 

2897 

20  48 

5 

6 

27 

10  — 0 

425  — 0 

6953  +0 

0517 

6. II 

16  12.5   I 

2890 

20  44 

4 

—6 

36 

11 

416 

6954 

0501 

6. II 

16  14.8 

2884 

20  40 

3 

6 

45 

12 

408 

6954 

0486 

6. II 

16  17.0 

2877 

20  36 

2 

6 

54 

13 

400 

6954 

0470 

6. II 

16  19.3 

2871 

20  32 

I 

6 

62 

14 

392 

6954 

0455 

6. II 

16  21,5 

2865 

20  27 

9 

6 

.70 

15 

384 

6954 

0439 

6. II 

16  23.7 

2858 

20  23 

7 

6 

.78 

16 

376 

6953 

0424 

6. II 

16  25.9 

2852 

20  19 

6 

6 

.86 

17 

368 

6952 

0409 

6. II 

16  28.0 

2846 

20  15 

4 

6 

94 

18 

360 

6951 

0395 

6. II 

16  30.1 

2840 

20  I  I 

2 

7 

Ol 

19 

352 

6950 

0381 

6.12 

16  32.2 

2834 

20   7 

0 

7 

.08 

20  — 0 

345  — 0 

694S  +0 

0367 

6.12 

16  34-3   I 

2828 

20   2 

8 

—  7 

•15 

21 

337 

6946 

0353 

6.12 

16  36.3 

2823 

19  58 

6 

^  7 

22 

22 

33° 

6944 

0340 

6.13 

16  38.3 

2817 

19  54 

4 

7 

•29 

23 

322 

6942 

0327 

6.13 

16  40.3 

2811 

19  50 

2 

7 

■35 

24 

315 

6940 

0314 

6.14 

16  42 . 2 

2806 

19  45 

9 

7 

.41 

25 

308 

6938 

0301 

6.14 

16  44,2 

2801 

19  41 

•7 

7 

•47 

26 

300 

6935 

0289 

6.15 

16  46 . I 

2796 

19  37 

■4 

7 

53 

27 

■293 

6933 

0278 

6.15 

16  48.0 

2791 

19  33 

.  I 

7 

•58 

28 

.286 

6930 

0267 

6.16 

16  49.8 

2786 

19  28 

■9 

7 

•63 

29 

•279 

.6927 

0256 

6.16 

16  51.7 

2781 

19  24 

.6 

7 

.68 

47 


1836 


12" 

M.Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G      1 

og  h 

H 

i 

März 

I   — o 

'272  — 0 

6925 

+0 .0246 

6'.' 17 

i6^3-5   I 

2777 

19^20-3 

—  7''73 

2 

265 

6922 

.0236 

6.17 

16  55-2 

2773 

19  16.0 

7 

77 

3 

259 

6920 

.0227 

6.17 

16  57.0 

2769 

19  II. 7 

7 

81 

4 

252 

6918 

.0218 

6.18 

16  58.7 

2766 

19  7-4 

7 

85 

5 

245 

6916 

.0210 

6.18 

17  0-5 

2762 

19  31 

7 

89 

6 

239 

6914 

.0202 

6. 19 

17  2.2 

2759 

18  58.8 

7 

92 

7 

232 

6912 

•0195 

6 .  19 

17  3-9 

2756 

18  54.5 

7 

95 

8 

226 

6910 

.0188 

6.  20 

17  5-6 

2753 

18  50.2 

7 

98 

9 

219 

6908 

.0182 

6 .  20 

17  7,2 

2750 

18  45.9 

8 

Ol 

lO 

213 

6906 

.0176 

6 .  20 

17  8.9 

2747 

18  41-5 

8 

04 

II   — o 

206  • — 0 

6905 

+0.0171 

6.21 

17  10.5   I 

2745 

18  37.2 

—8 

06 

12 

200 

6903 

.0166 

6.  21 

17  12.1 

2743 

18  32.9 

8 

08 

13 

193 

6902 

.0162 

6.21 

17  13-7 

2742 

18  28.5 

8 

10 

14 

187 

6900 

•  0159 

6.  22 

17  15  3 

2740 

18  24.2 

8 

1 1 

15 

180 

6899 

.0156 

6 .  22 

17  16.9 

2739 

18  19.9 

8 

12 

16 

174 

6898 

•  0154 

6.22 

17  18.5 

2738 

18  15.5 

8 

13 

17 

168 

6897 

.0152 

6 .  22 

17  20.0 

2737 

18  II. 2 

8 

14 

18 

161 

6897 

.0151 

6.  22 

17  21.6 

2737 

18  6.9 

8 

15 

19 

15s 

6897 

.0150 

6.  22 

17  23.1 

2736 

18  2.6 

8 

15 

20 

14g 

6897 

.0150 

6 .  22 

17  24.6 

2736 

17  58.2 

8 

15 

21   — 0 

142  — 0 

6897 

+0 .0150 

6 .  22 

17  26. 2   I 

2736 

17  53-9 

—8 

15 

22 

136 

6897 

.0151 

6 .  22 

17  27.7 

2737 

17  49.6 

8 

14 

23 

130 

6897 

•0153 

6 .  22 

17  29 . 2 

2738 

17  45-3 

8 

13 

24 

123 

6897 

•0155 

6.22 

17  30.8 

2739 

17  41.0 

8 

12 

25 

117 

6898 

.0158 

6.22 

17  32.3 

2740 

17  36.6 

8 

II 

26 

III 

6899 

.0162 

6.  22 

17  33-9 

2741 

17  323 

8 

10 

27 

104 

6901 

.0166 

6.21 

17  35-4 

2743 

17  28.0 

8 

08 

28 

098 

6902 

.0170 

6.21 

17  37.0 

2745 

17  23.8 

8 

06 

29 

091 

6904 

•0175 

6.21 

17  38.5 

2747 

17  19-5 

8 

04 

30 

085 

6906 

.0180 

6 .  20 

17  40.1 

2749 

17  15.2 

8 

02 

31    — 0 

078  — 0 

6908 

+  0.0186 

6.  20 

17  41.7   I 

2752 

17  10.9 

—  7 

99 

April 

I 

072 

6910 

.0192 

6 .  20 

17  43-3 

2754 

17  6.7 

7 

96 

2 

065 

6912 

.0199 

6 .  19 

17  44.8 

2757 

17  2.4 

7 

•93 

3 

059 

6914 

.0207 

6 .  19 

17  46.4 

2761 

16  58.2 

7 

.90 

4 

052 

6917 

.0215 

6.18 

17  48.0 

2764 

16  54.0 

7 

.86 

5 

045 

6919 

.0224 

6.17 

17  49.6 

2768 

16  49.7 

7 

•83 

6 

038 

6922 

•  0233 

6.17 

17  513 

2772 

16  45-5 

7 

•79 

7 

032 

6925 

.0242 

6.16 

17  529 

2776 

16  41.3 

7 

•74 

8 

025 

6928 

.0252 

6.16 

17  54-6 

.2780 

16  37.1 

7 

.70 

9 

.018 

6931 

.0262 

6.15 

17  56-3 

2784 

16  32.9 

7 

65 

10  — 0 

.011  — 0 

6935 

+  0,0273 

6.15 

17  57-9   I 

2789 

16  28.7 

-7 

60 

II  — 0 

.004 

6938 

.0284 

6. 14 

17  59-6 

2793 

16  24.6 

7 

55 

12  +0 

.003 

6941 

.0296 

6.13 

18  1.4 

2798 

16  20.4 

7 

50 

13 

.010 

6945 

.0308 

6.13 

18  31 

2803 

16  16.3 

7 

44 

14 

018 

6948 

.0320 

6.12 

18  4-9 

2808 

16  12 . 1 

7 

38 

15 

.025 

6952 

■  0332 

6. II 

18  6.7 

2813 

16  8.0 

7 

32 

16 

.032 

6955 

•  0344 

6,11 

18  8.5 

2819 

16  3.9 

7 

26 

17 

.040 

6959 

•0357 

6 .  10 

18  10.3 

2824 

15  59-8 

7 

20 

18 

047 

6962 

.0370 

6.09 

18  12. I 

2830 

15  55-7 

7 

13 

19 

■055 

6966 

.0384 

6.09 

18  14. I 

2835 

15  51-7 

7 

06 

48 


1836 


M.Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G 

og  h 

H 

i 

April   20   +0 

'063  —  0 

.6969 

+0.0398 

6 '.'08 

i8'h6To   I 

.2841 

15^7^6 

—6 '.'99 

21 

.070 

6972 

.0412 

6.07 

18  17.9 

.2847 

15  43-6 

6.92 

22 

.078 

6975 

.0426 

6  .07 

18  19.9 

•2853. 

15  39-6 

6.85 

23 

086 

6978 

.0441 

6.06 

18  21.9 

2859 

15  35-5 

6.77 

24 

094 

6980 

.0456 

6.05 

18  23.9 

.2865 

15  315 

6.  70 

25 

.  102 

6983 

.0471 

6.05 

18  25.9 

.2871 

15  27-5 

6.62 

26 

HO 

6985 

.0486 

6.04 

18  28.0 

2878 

15  236 

6.53 

27 

119 

6988 

.0501 

6.04 

18  30.1 

.2884 

15  19.6 

6-45 

28 

127 

6990 

.0516 

6  .04 

18  32.2 

2890 

15  15-6 

6.36 

29 

135 

6992 

•  0532 

6.03 

18  34.3 

2897 

15  II-7 

6.28 

30   +0 

144  — 0 

6993 

+0.0547 

6  .03 

18  36.5   I 

.2903 

15'  7.8 

— 6. 19 

Mai     I 

152 

6994 

•0563 

6.03 

18  38.6 

2909 

15  3-9 

6 .  10 

2 

161 

6995 

•  0578 

6.02 

18  40.8 

2916 

15  0.0 

6  .00 

3 

170 

6996 

•  0594 

6  .02 

18  43.0 

2922 

14  56.1 

591 

4 

179 

6996 

.0609 

6.02 

18  45-3 

2928 

14  52-3 

5.82 

5 

188 

6996 

.0625 

6.02 

18  47-6 

2934 

14  48.4 

5-72 

6 

197 

6996 

.0640 

6.02 

18  49.9 

2941 

14  44.6 

5.62 

7 

206 

6995 

■0655 

6  .02 

18  52.2 

2947 

14  40.7 

5-52 

8 

215 

6994 

.0670 

6.03 

18  54-5 

2953 

14  36.9 

5-42 

9 

224 

6993 

.0685 

6.03 

18  56.9 

2959 

M  331 

5-32 

10  +0 

234  — 0 

6991 

+0.0700 

6.03 

18  59.2   I 

2965 

14  29.3 

-5-21 

II 

243 

6989 

■  0715 

6  .04 

19  1.6 

2971 

14  25.5 

5  10 

12 

253 

6986 

.0730 

6  .04 

19  4.0 

2977 

14  21.8 

5  00 

13 

262 

6983 

•  0745 

6.05 

19  6.4 

2983 

14  18.0 

4.89 

14 

272 

6979 

•  0759 

6.06 

19  8.8 

2989 

14  14  3 

4-77 

15 

282 

6975 

•  0773 

6.07 

19  II. 3 

2995 

14  10.5 

4.66 

16 

291 

6970 

.0787 

6.08 

19  137 

3001 

14  6.8 

4-55 

17 

301 

6965 

.0801 

6  .09 

19  16.2 

3006 

14  31 

4-44 

18 

311 

6959 

.0815 

6. 10 

19  18.6 

3012 

13  59-4 

4-32 

19 

321 

6952 

.0828 

6. II 

19  21.0 

3017 

13  55-7 

4.21 

20  +0 

332  -0 

6945 

+0.0841 

6.13 

19  23.5   I 

3022 

13  520 

—4.09 

21 

342 

6937 

.0854 

6. 14 

19  26.0 

3028 

13  48.4 

3-97 

22 

352 

6929 

.0867 

6.16 

19  28.4 

3033 

13  44-7 

3-85 

23 

363 

6920 

.0879 

6.17 

19  30.9 

3038 

13  41. I 

3-73 

24 

373 

691 1 

.  089 1 

6. 19 

19  33-4 

3042 

13  37-4 

3.60 

25 

384 

6901 

.0903 

6.21 

19  35-8 

3047 

13  33-8 

348 

26 

395 

6891 

.0914 

6.23 

19  38.2 

3052 

13  30.2 

3  36 

27 

405 

6880 

.0925 

6.26 

19  40.6 

3056 

13  26.6 

3  24 

28 

416 

6868 

.0936 

6.28 

19  430 

3060 

13  23.0 

311 

29 

427 

6855 

.0947 

6.31 

19  45-5 

3064 

13  19-4 

2.98 

30  +0 

437  — 0 

6842 

+0.0957 

6.33 

19  47.9   I 

3068 

13  158 

—  2.86 

31 

448 

6828 

.0967 

6.36 

19  50.2 

3072 

13  12.2 

2.73 

Juni     I 

459 

6814 

.0976 

6  •  39 

19  52.6 

3076 

13  8.6 

2 .  60 

2 

470 

6799 

.0985 

6.42 

19  54-9 

3079 

13  5-1 

2.47 

3 

481 

6784 

•  0993 

6.45 

19  57-2 

3083 

13  1-5 

2-34 

4 

492 

6768 

.1001 

6.48 

19  59-5 

3086 

12  58.0 

2.21 

5 

504 

6751 

.  1008 

6.  52 

20  1.8 

3089 

12  54-4 

2.08 

6 

515 

6733 

.1015 

6.55 

20  4.1 

3091 

12  50.9 

1-95 

7 

526 

6715 

.  1021 

6.59 

20  6.3 

3094 

12  47-3 

i.Si 

8 

537 

6696 

.  1027 

6.62 

20  8.5    . 

3096 

12  43-8 

1.68 

1836 


49 


12'' 

M.Z.  Berlin 

f 

X 

y 

G      1 

og  h 

H 

1 

Juni     g      -f-o 

'549  -0 

6677  +0 

1033 

6 '.'66 

2o'hoT7   I 

3099 

I2^40?2 

-i"55 

lo 

560 

6657 

1038 

6.  70 

20  12 

8 

3101 

12  36.7 

1.41 

II 

571 

6636 

1043 

6.75 

20  14 

9 

3103 

12  33.2 

1.28 

12 

583 

6615 

1047 

6.79 

20  16 

9 

3104 

12  29 . 7 

115 

13 

594 

6593 

1051 

6.83 

20  19 

0 

3106 

12  26 . 2 

1 .01 

14 

605 

6571 

1054 

6.88 

20  21 

0 

3107 

12  22  .  7 

0.88 

15 

617 

6548 

1057 

6.92 

20  23 

0 

3108 

12  19 . I 

0.74 

16 

628 

6525 

1060 

6.97 

20  24 

9 

3109 

12  15.6 

0.61 

17 

640 

6501 

1062 

7  .02 

20  26 

8 

3110 

12  12 . I 

0.47 

18 

651 

6477 

1063 

7  .06 

20  28 

7 

31 II 

12  8.6 

0-34 

19  +0 

663  — 0 

6452  +0 

1064 

7. II 

20  30 

5   I 

31 II 

12  5.1 

— 0 .  20 

20 

674 

6427 

1065 

7  .  16 

20  32 

3 

31 II 

12   1.6 

— 0.06 

21 

686 

6402 

1065 

7  .  22 

20  34 

0 

31 II 

11  58.2 

+  0.07 

22 

697 

6376 

1064 

7.27 

20  35 

7 

31 II 

I'  54-7 

0.21 

23 

709 

6349 

1063 

732 

20  37 

4 

3111 

II  51.2 

0.34 

24 

720 

6322 

1062 

7-37 

20  39 

I 

3110 

II  47-7 

0.48 

25 

732 

6295 

1060 

7-43 

20  40 

7 

3109 

II  44.2 

0.61 

26 

743 

6267 

1057 

7-49 

20  42 

3 

3108 

II  40.7 

0-7S 

27 

755 

6239 

1054 

7-54 

20  43 

8 

3107 

II  37  i 

0.88 

28 

766 

621 1 

1051 

7  .60 

20  45 

3 

3106 

II  33-6 

I  .02 

29  +0 

778  — 0 

6182  +0 

1047 

7.66 

20  46 

8   I 

3104 

II  T,0.l 

+  1.15 

30 

789 

6153 

1043 

7.71 

20  48 

2 

3103 

II  26.6 

1 .  29 

Juli     I 

800 

6123 

1038 

7-77 

20  49 

6 

3101 

II  23.1 

1.42 

2 

812 

6094 

1033 

7  83 

20  50 

9 

3099 

II  19.6 

1-55 

3 

823 

6064 

1028 

7.89 

20  52 

2 

3097 

II  16. I 

1 .69 

4 

834 

6034 

1022 

7-95 

20  53 

5 

3094 

II  12.5 

1.82 

5 

846 

6004 

1015 

8.01 

20  54 

7 

3091 

II    9.0 

1-95 

j6 

857 

5974 

1008 

8.07 

20  55 

9 

3089 

II  5-5 

2.08 

7 

868 

5943 

1000 

8.13 

20  57 

I 

3086 

II  2.0 

2.21 

8 

879 

5912 

0992 

8.20 

20  58 

3 

3083 

10  58.4 

2.34 

9  +0 

8go  — 0 

5881  +0 

0984 

8.26 

20  59 

4   I 

3079 

10  54.9 

+  2.47 

10 

901 

5850    ■ 

0975 

8.32 

21  0 

5 

3076 

10  51 -3 

2  .60 

II 

912 

5818 

0966 

8.39 

21  I 

5 

3072 

10  47.7 

2-73 

12 

923 

5787 

0956 

8.45 

21  2 

5 

3068 

10  44.2 

2.86 

13 

934 

5755 

0946 

8.51 

21  3 

5 

3064 

10  40.6 

2.98 

14 

945 

5723 

0936 

8.58 

21  4 

4 

3060 

10  37 .0 

311 

15 

955 

5691 

0925 

8.64 

21  5 

4 

3056 

10  33-4 

323 

16 

966 

5659 

0914 

8 .  70 

21  6 

3 

3052 

10  29.9 

336 

17 

977 

5627 

0903 

8.77 

21  7 

I 

3047 

10  26.3 

348 

18 

987 

5595 

0892 

8.83 

21  8 

0 

3043 

10  22.6 

3.60 

19  +0 

998  — 0 

5563  +0 

0880 

8  .90 

21  8 

8   I 

3038 

10  19.0 

+  3-72 

20    I 

008 

5532 

0868 

8.96 

21  9 

6 

3033 

10  15.4 

3  84 

21 

019 

5500 

0856 

9.02 

21  10 

3 

3028 

10  II .8 

3  96 

22 

029 

5468 

0843 

9.09 

21  II 

I 

3023 

10  8.1 

4.08 

23 

039 

5436 

0830 

915 

21  II 

8 

3018 

10  4.4 

4.  20 

24 

049 

5404 

0817 

9.  22 

21  12 

5 

3012 

10  0.8 

4-32 

25 

059 

5372 

0803 

9.28 

21  13 

I 

3007 

9  571 

4-43 

26 

069 

5340 

0789 

9-34 

21  13 

8 

3001 

9  53-4 

4-55 

27 

079 

5308 

0775 

9.41 

21  14 

4 

2996 

9  49-7 

4.66 

28 

089 

5276 

0761 

9-47 

21  15 

0 

2990 

9  46.0 

4-77 

50 


1836 


M.Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G      1 

og  h 

H 

i 

Juli 

29   +1 

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5245 

+  0.0746 

9'' 53 

2] 

^151^6    I 

2984 

9^42^3 

+  4';  88 

30 

108 

5213 

.0732 

9 

60 

2] 

16.  I 

2979 

9  38 

6 

4 

98 

31 

118 

5182 

.0717 

9 

66 

2  ■ 

16.7 

2973 

9  34 

8 

5 

09 

August 

I 

127 

5151 

.0702 

9 

72 

2] 

17.2 

2966 

9  31 

I 

5 

20 

2 

137 

5120 

.0687 

9 

79 

2] 

17.7 

2960 

9  27 

3 

5 

30 

3 

146 

508g 

.0672 

9 

85 

2: 

18.2 

2954 

9  23 

6 

5 

41 

4 

155 

5058 

.0657 

9 

91 

2] 

18.7 

2948 

9  19 

8 

5 

51 

5 

164 

5027 

.0641 

9 

97 

2] 

[  ig.  2 

2942 

g  16 

0 

5 

61 

6 

174 

4997 

.0626 

10 

03 

2] 

ig. 6 

2936 

g  12 

2 

5 

70 

7 

183 

4967 

.0611 

10 

og 

2] 

20.0 

2930 

9  8 

4 

5 

80 

8  +1 

igi   — 0 

4937 

+  o.o5g6 

10 

15 

2] 

20 . 5   I 

2923 

9  4 

5 

+  5 

90 

9 

200 

4907 

.0580 

10 

21 

2 

20  .g 

2917 

9  0 

7 

5 

99 

10 

20g 

4877 

•0565 

10 

27 

2] 

21.3 

2911 

8  56 

8 

6 

08 

II 

217 

4848 

•0550 

10 

?,2> 

2] 

21.7 

2904 

8  52 

9 

6 

17 

12 

226 

4819 

•0535 

10 

39 

2] 

[  22.1 

2898 

8  49 

I 

6 

26 

13 

235 

4790 

.0520 

10 

45 

2] 

22.4 

28g2 

8  45 

2 

6 

35 

14 

243 

4762 

■0505 

10 

50 

2] 

22.8 

2885 

8  41 

3 

6 

43 

15 

251 

4733 

.04go 

10 

56 

2] 

23.1 

2879 

8  37 

3 

6 

51 

16 

259 

4705 

■0475 

10 

62 

2] 

23-5 

2873 

8  ?>2, 

4 

6 

59 

17 

268 

4677 

.0460 

10 

67 

2] 

23.8 

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8  2g 

5 

6 

67 

18  +1 

276  — 0 

4649 

+  0.0446 

10 

73 

2] 

24. 1   I 

2861 

8  25 

5 

+  6 

75 

19 

284 

4622 

.0431 

10 

78 

2] 

245 

2855 

8  21 

5 

6 

83 

20 

2g2 

4595 

.0417 

10 

84 

2] 

24.8 

2849 

8  17 

5 

6 

90 

21 

299 

4568 

.0403 

10 

89 

2] 

25-1 

2843 

8  13 

5 

6 

97 

22 

307 

4542 

.038g 

10 

94 

2 

f  25.4 

2837 

8  9 

5 

7 

04 

23 

315 

4516 

■0375 

1 1 

00 

2] 

[  25.7 

2832 

8  5 

5 

7 

1 1 

24 

322 

4490 

.0362 

1 1 

05 

2] 

26 .0 

2826 

8  I 

5 

7 

18 

25 

3>?>° 

4464 

■  0349 

1 1 

10 

2] 

[26.3 

2821 

7  57 

4 

•  7 

24 

26 

337 

4439 

■0336 

II 

15 

2] 

[  26.6 

2815 

7  53 

4 

7 

31 

27 

345 

4414 

.0324 

II 

20 

2] 

[  26. g 

2810 

7  49 

3 

7 

37 

28  +1 

352  — 0 

4389 

+  0.0312 

1 1 

25 

2 

27  . 2   I 

2805 

7  45 

2 

+  7 

42 

29 

359 

4364 

.0300 

1 1 

30 

2] 

[  27.4 

2800 

7  41 

I 

7 

48 

30 

367 

4340 

.028g 

1 1 

35 

2 

[  27.7 

2795 

7  37 

0 

7 

53 

31 

374 

4316 

.0278 

II 

40 

2] 

[  28.0 

2791 

7  32 

9 

7 

58 

Septbr. 

I 

381 

42g2 

.0267 

1 1 

44 

2 

28.3 

2786 

7  28 

8 

7 

63 

2 

388 

4268 

.0257 

II 

49 

2] 

[28.6 

2782 

7  24 

6 

7 

68 

3 

395 

4245 

.0247 

II 

54 

2] 

28. g 

2778 

7  20 

5 

7 

72 

4 

402 

4222 

.0237 

1 1 

58 

2 

[  2g .  2 

2774 

7  16 

3 

7 

77 

5 

409 

4200 

.0228 

1 1 

63 

21 

t  29.5 

2770 

7  12 

2 

7 

81 

6 

416 

4178 

.02ig 

II 

67 

21 

[29.7 

2766 

7  8 

0 

7 

84 

7  +1 

422  — 0 

4156 

+  0.0211 

II 

72 

2] 

[30.0   I 

2762 

7  3 

8 

+  7 

88 

8 

42g 

4134 

.0203 

II 

76 

21 

t  30.3 

2759 

6  59 

6  . 

7 

91 

9 

436 

4113 

.oigö 

II 

80 

2] 

[30.6 

2756 

6  55 

4 

7 

95 

10 

442 

4og2 

.oigo 

II 

85 

2] 

[30.9 

2753 

6  51 

2 

7 

98 

II 

449 

4071 

.0184 

1 1 

89 

2] 

[  31.2 

2751 

6  47 

0 

8 

Ol 

12 

456 

4050 

.0178 

1 1 

93 

2] 

31-5 

2748 

6  42 

8 

8 

03 

13 

462 

402g 

■0173 

II 

97 

2] 

f  31-9 

2746 

6  38 

6 

8 

05 

14 

469 

400g 

.0168 

12 

Ol 

2] 

32.2 

2744 

6  34 

3 

8 

07 

15 

475 

3989 

.0164 

12 

05 

2] 

32.5 

2742 

6  30 

I 

8 

og 

16 

482 

3969 

.0160 

12 

og 

2] 

32.9 

2741 

6  25 

8 

8 

II 

1836 


51 


12" 

M.  Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G 

log  h 

H       i 

Septbr. 

1/   +1 

'488  — 0 

3949 

+0.0157 

12 '.'13 

2 

[\33-2 

1.2739 

6^21^6 

+  8'.' 12 

i8 

495 

3930 

.0154 

12.17 

2 

[  33 

5 

.2738 

6  17.3 

8 

13 

19 

501 

3911 

.0152 

12.21 

2 

[  33 

9 

.2738 

6  13.0 

8 

14 

20 

508 

3892 

.0151 

12.25 

2 

f  34 

3 

•2737 

6  8.8 

8 

14 

21 

514 

3873 

.0150 

12 .  29 

2 

[  34 

6 

■2737 

6  4.5 

8 

15 

22 

520 

3854 

.0150 

12.32 

2] 

t  35 

0 

.2736 

6  0.2 

8 

15 

23 

527 

3836 

.0150 

12.36 

2 

t  35 

4 

.2736 

5  56.0 

8 

15 

24 

533 

3817 

.0151 

12 .40 

2 

f  35 

8 

•2737 

5  51.7 

8 

14 

25 

540 

3799 

.0152 

12.43 

2 

[  36 

2 

-2737 

5  47.4 

8 

14 

26 

546 

3781 

■  0154 

12.47 

2 

[  36 

6 

■2738 

5  43.1 

8 

13 

27  +1 

553  — 0 

3763 

+0 .0156 

12.51 

2 

t  37 

0 

1-2739 

5  38.8 

+  8 

12 

28 

559 

3745 

0159 

12.54 

2 

t  37 

4 

.2740 

5  34.5 

8 

II 

29 

566 

3728 

.0163 

12.58 

2 

t  37 

9 

.2742 

5  30.3 

8 

09 

30 

572 

3710 

.0167 

12 .61 

2 

t  38 

3 

-2744 

5  26.0 

8 

07 

Okthr. 

I 

579 

3693 

.0172 

12.65 

2 

t  38 

7 

.2746 

5  21.7 

8 

05 

2 

585 

3675 

.0177 

12.68 

2 

f  39 

-> 

.2748 

5  17.4 

8 

03 

3 

592 

3658 

.0183 

12.72 

2 

[  39 

7 

•2751 

5  13-2 

8 

00 

4 

599 

3640 

.0189 

12.75 

2 

[  40 

I 

•2753 

5  8.9- 

98 

5 

605 

3623 

.0196 

12.79 

2 

[  40 

6 

.2756 

5  4.6 

95 

6 

612 

3606 

.0203 

12.82 

2 

[  41 

I 

•2759 

5  0.4 

91 

7  +1 

619  — 0 

3589 

+0.021 1 

12.85 

2 

[  41 

6 

1.2763 

4  56-1 

+  7 

88 

8 

625 

3572 

.  0220 

12.89 

2 

[  42 

I 

.  2766 

4  51-9 

84 

9 

632 

3555 

.  0229 

12 .92 

2 

r  42 

7 

.2770 

4  47.6 

80 

10 

639 

3538 

.0238 

12 .96 

2 

[  43 

2 

■2774 

4  43.3 

76 

II 

646 

3521 

.0248 

12.99 

2 

[  43 

7 

■2778 

4  39-1 

72 

12 

654 

3504 

.0258 

13  03 

2 

t  44 

3 

.2782 

4  34-9 

67 

13 

661 

3486 

.026g 

13.06 

2 

[  44 

8 

.2787 

4  30.6 

62 

14 

668 

3469 

.0280 

13.10 

2 

t  45 

4 

.2791 

4  26.4 

57 

15 

675 

3451 

.  0291 

13  13 

2 

[  46 

0 

.2796 

422.2 

52 

16 

682 

3434 

•  0303 

1317 

2 

46 

6 

.2801 

4  18.0 

46 

17  +1 

6go  — 0 

3416 

+0.0315 

13.20 

2 

[  47 

2 

I . 2807 

4  13-8 

+  7 

41 

18 

697 

3398 

.0328 

13-24 

2 

f  47 

8 

.2812 

4  9-6 

35 

19 

705 

3380 

■  0341 

13.27 

2 

[  48 

4 

.2817 

4  5-4 

28 

20 

712 

3362 

•  0354 

13  31 

2 

[  49 

0 

.2823 

4   1,2 

22 

21 

720 

3344 

.0367 

1335 

2 

[  49 

6 

.2828 

3  57-1 

15 

22 

728 

3326 

.0381 

13.38 

2 

50 

2 

.2834 

3  529 

08 

23 

736 

3307 

•  0395 

13-42 

2 

f  5° 

9 

.2840 

3  48.8 

Ol 

24 

744 

3288 

.0409 

13.46 

2 

t  51 

5 

.2846 

3  44-6 

6 

94 

25 

752 

3269 

.0424 

13.50 

2 

[  52 

2 

•2852 

3  40.4 

6 

86 

26 

760 

3250 

•  0439 

13.53 

2 

t  52 

8 

.2858 

3  36-3 

6 

79 

27  +1 

768  — 0 

3230 

+0,0454 

13.57 

2 

t  53 

5 

1.2865 

3  32-2 

+  6 

71 

28 

776 

32 II 

.0469 

13.61 

2 

t  54 

I 

.2871 

3  28.1 

6 

63 

29 

785 

3 191 

.0484 

13.65 

2] 

54 

8 

.2877 

3  24.0 

6 

54 

30 

793 

31 71 

•  0500 

13.69 

2 

55 

5 

.  2884 

3  19.9 

6 

46 

31 

802 

3150 

.0516 

13-74 

2 

56 

I 

.  2890 

3  15.9 

6 

37 

Novbr. 

I 

810 

3129 

•  0532 

13-78 

2] 

56 

8 

.2897 

3  1 1  . 8 

6 

28 

2 

819 

3108 

.0548 

13.82 

2 

57 

6 

.  2903 

3  7.7 

6 

19 

3 

828 

3087 

,0564 

13.86 

2 

58 

2 

.2910 

3  3.7 

6 

09 

4 

837 

3065 

.0580 

13.91 

21 

58 

9 

.  2916 

2  59.7 

6 

00 

5 

846 

3043 

•  0595 

13.95 

2] 

59 

6 

.2923 

2  55.6 

5 

90 

52 


1836 


12^ 

M.  Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G 

og  h 

H 

i 

Novbr. 

6   +1 

'855  -0 

3020 

+0 .061 1 

13"  99 

22^  0T2   I 

2929 

2^151% 

+  5'.' 80 

7 

864 

2998 

.0627 

14 

04 

22 

0.9 

2936 

2  47.6 

5-7° 

8 

874 

2975 

•  0643 

14 

09 

22 

1.6 

2942 

2  43.6 

5.60 

9 

883 

2952 

.0659 

14 

13 

22 

2-3 

2949 

2  39.6 

5-49 

10 

893 

2929 

.0675 

14 

18 

22 

30 

2955 

2  35-7 

5-39 

1 1 

902 

2905 

.0691 

14 

23 

22 

3-7 

2962 

2  31-7 

5.28 

12 

912 

2881 

.0707 

14 

28 

22 

4-4 

2968 

2  27.7 

5-17 

1.3 

922 

2856 

.0722 

14 

33 

22 

50 

2974 

2  23.8 

5-05 

14 

932 

2831 

•  0737 

14 

38 

22 

5-7 

2981 

2  19.9 

4.94 

15 

942 

2805 

.0752 

14 

43 

22 

6.4 

2987 

2  159 

483 

16  +1 

952  — 0 

2779 

+0.0767 

14 

48 

2  2 

7.1   I 

2993 

2  12.0 

+  4-71 

17 

962 

2753 

.0782 

14 

53 

22 

7.8 

2999 

2  8.1 

4.59 

18 

972 

2726 

.0796 

14 

58 

2  2 

8.5 

3005 

2  4.2 

4-47 

19 

983 

2699 

.0811 

14 

64 

22 

9.1 

3010 

2  0.3 

4-35 

20    I 

993 

2672 

.0825 

14 

69 

22 

9.8 

3016 

I  56.5 

423 

21    2 

004 

2644 

.0839 

14 

75 

2  2 

IO-5 

3022 

I  52.6 

4. II 

2  2 

015 

2615 

•  0853 

14 

81 

22 

1 1 . 1 

3027 

I  48.7 

398 

23 

025 

2586 

.0866 

14 

87 

22 

II. 8 

3033 

I  44.9 

3.85 

24 

036 

2557 

.0879 

14 

92 

2  2 

12.4 

3038 

I  41 .0 

3-73 

25 

047 

2528 

.0892 

14 

98 

2  2 

131 

3043 

I  37.2 

3.60 

26  +2 

058  — 0 

2498 

+0.0904 

15 

04 

2  2 

137   I 

3048 

I  33-4 

+  3-47 

27 

069 

2468 

.0916 

15 

10 

22 

143 

3053 

I  29.5 

3-34 

28 

080 

2437 

.0928 

15 

16 

22 

14.9 

3057 

I  25.7 

3.20 

29 

092 

2406 

.0940 

15 

23 

22 

15-5 

3062 

I  21.9 

3  07 

30 

103 

2375 

•0951 

15 

29 

22 

16. 1 

3066 

I  18. 1 

2.94 

Dezbr. 

I 

114 

2344 

.0961 

15 

35 

22 

16.7 

3070 

I  143 

2.80 

2 

126 

2312 

.0971 

15 

42 

22 

173 

3074 

I  10.5 

2  .67 

3 

137 

2280 

.0980 

15 

48 

22 

17.8 

3078 

I  6.7 

2-53 

4 

149 

2247 

.0989 

15 

55 

22 

18.4 

3081 

I   2.9 

2-39 

5 

160 

2214 

.0997 

15 

61 

22 

19.0 

3084 

0  59.2 

2 .  26 

6  +2 

172  — 0 

2181 

+0. 1005 

15 

68 

22 

195   I 

3088 

0   55-4 

+  2.12 

7 

184 

2147 

.1013 

15 

75 

22 

20.0 

3091 

0  51.6 

1.97 

8 

196 

2113 

.  1020 

15 

81 

22 

20.6 

3093 

0  47.9 

1.83 

9 

208 

2079 

.  1027 

15 

88 

22 

21 . 1 

3096 

0  44.1 

1 .69 

10 

219 

2044 

1033 

15 

95 

22 

21 .6 

3098 

0  40.3 

1-55 

1 1 

231 

2009 

.1038 

16 

02 

22 

22 . 1 

3101 

0  36.6 

1.41 

12 

243 

1974 

■.1043 

16 

09 

22 

22 . 5 

3103 

0  32.8 

1.27 

13 

255 

1939 

.1048 

16 

16 

22 

23.0 

3104 

0  29. 1 

1 .  12 

14 

267 

1903 

1052 

16 

23 

2  2 

23-4 

3106 

0  25.3 

0.98 

15 

279 

1868 

.1056 

16 

31 

22 

239 

3107 

0  21.6 

0.84 

16  +2 

291  — 0 

1832 

+0.1059 

16 

38 

22 

243   I 

3109 

0  17.9 

+  0.69 

17 

303 

1796 

.  1061 

16 

45 

22 

24.7 

3110 

0  14. 1 

0-55 

18 

315 

1759 

.1063 

16 

52 

22 

25-1 

3110 

0  10.4 

0.40 

19 

327 

1722 

.  1064 

16 

60 

22 

25-5 

3111 

0  6.7 

0.26 

20 

339 

1685 

.  1064 

16 

67 

22 

25-9 

3111 

0  2.9 

+  0.  II 

21 

352 

1648 

.  1064 

16 

75 

22 

26.3 

3111 

23  59-2 

—0.03 

22 

364 

1610 

.  1064 

16 

82 

22 

26.6 

3111 

23  55-4 

0.18 

23 

376 

1573 

•  i°63 

16 

90 

22 

27  .0 

3111 

23  517 

0.32 

24 

388 

1536 

.  1062 

16 

97 

22 

273 

3110 

23  48.0 

0.47 

25 

400 

1499 

.  1060 

17 

05 

22 

27  .6 

3109 

23  44.2 

0 .61 

1836 


53 


12» 

M.  Z.  Berlin 

f 

X 

y 

t> 

G 

log  h 

H 

i 

Dezbr.  26 

+  2^412 

— 0. 1461 

+0. 1058 

1 7 '.'  1 2 

22^27^9 

I .3108 

^3'Uo'Vs 

—  o'.'76 

27 

.424 

•1423 

■  1055 

17 .  20 

22  28.2 

.3107 

23  36.7 

0  .90 

28 

•436 

■1385 

.1051 

17.27 

22  28.5 

.3106 

23  33° 

1.04 

29 

.448 

•1347 

.1047 

17-35 

22  28.8 

-3104 

23  29.2 

1.19 

30 

.460 

.1309 

.  1042 

1743 

22  29.1 

,3102 

23  25-5 

1-33 

31 

.472 

.1271 

■  1037 

17-50 

22  29.3 

.3100 

23  21.7 

1-47 

1837 


Februar 


I 

-o?587 

—0.6128 

+  0.1030 

7" 

76 

16^  2^0   I. 

3098 

23^i8'?o 

—  i'.'6i 

2 

•575 

.6141 

.  1024 

74 

16  4.2 

3095 

23  14.2 

1-75 

3 

-564 

•6153 

.  1017 

71 

16  6.4 

3092 

23  10.4 

1 .90 

4 

•552 

.6165 

.  lOIO 

69 

16  8.6 

3089 

23  6.6 

2  .04 

5 

•540 

.6176 

.  1002 

67 

16  10.8 

3086 

23  2.8 

2.18 

6 

-528 

.6186 

.0994 

65 

16  13. I 

3083 

22  59. 1 

2.32 

7 

-517 

.6196 

.0985 

63 

16  15.3 

3080 

22  553 

2-45 

8 

-505 

.6205 

.0976 

61 

16  17  .6 

3076 

22  51-5 

2-59 

9 

-494 

-6213 

.0966 

59 

16  19.8 

3072 

22  47-7 

2-73 

10 

.482 

.6221 

.0956 

58 

16  22  . 1 

3068 

22  43.9 

2.87 

1 1 

—0.471 

— 0 .6228 

+  0.0945 

56 

16  24.4   I 

3064 

22  40.0 

—  3.00 

12 

•459 

.6234 

-0934 

55 

16  26.7 

3060 

22  36.2 

3-14 

13 

-448 

.6239 

.0923 

54 

16  29.0 

3055 

22  32.4 

3-27 

14 

•437 

.6244 

.0911 

53 

16  31.2 

3050 

22  28.6 

3  40 

15 

.426 

.6248 

.0899 

52 

16  33-5 

3045 

22  24.7 

3-53 

16 

•415 

.6251 

.0886 

52 

16  35-8 

3040 

22  20.8 

3.66 

17 

.404 

.6254 

-0873 

51 

16  38.0 

3035 

22  17.0 

379 

18 

•393 

.6256 

.0860 

51 

16  40.3 

3030 

22  13. I 

392 

19 

.382 

.6258 

.0847 

50 

16  42.5 

3025 

22  9.2 

4.04 

20 

•372 

.6259 

•0833 

50 

16  44.8 

3019 

22  5-3 

4-17 

21 

—0.361 

— 0.6260 

+  0.0819 

50 

16  47 .0   I 

3013 

22  1.4 

—4.29 

22 

•351 

.6260 

.0804 

50 

16  49. 2 

3007 

21  57-5 

4.42 

23 

•340 

.6259 

.0789 

5° 

16  51.4 

3002 

21  53-6 

4-54 

24 

-330 

.6258 

.0774 

50 

16  53^6 

2996 

21  49-7 

4.66 

25 

.320 

.6256 

•0759 

■51 

16  55-7 

2990 

21  45-7 

4-77 

26 

•309 

•6253 

.0744 

-51 

16  57-9 

•2983 

21  41 .8 

4.89 

27 

.299 

.6250 

.0729 

-52 

17  0.0 

•2977 

21  37.8 

5-OI 

28 

.289 

.6247 

•0713 

-53 

17  2.1 

.2971 

21  33-9 

5-12 

29 

.280 

.6243 

.0698 

■53 

17  4.2 

.2965 

21  29 .9 

5-23 

30 

.  270 

•6239 

.0682 

-54 

17  6.3 

.2958 

21  25.9 

5-34 

31 

— 0. 260 

—0.6234 

+  0  .0666 

-55 

17  8.3   I 

•2952 

21  21.9 

-5-45 

I 

•251 

.6229 

.0650 

■56 

17  10.3 

•2945 

21  17.9 

5-56 

2 

.241 

.6224 

.0634 

-57 

17  12.3 

•2938 

21  13.9 

5.66 

3 

.232 

.6218 

.0618 

-58 

17  14-2 

-2932 

21  9.8 

5-76 

4 

.  222 

.6212 

.0602 

•59 

17  16.2 

.2925 

21  5.8 

5-86 

5 

.213 

.  6206 

-0585 

.61 

17  18. I 

.  2918 

21   1.7 

5-96 
6.06 

6 

.  204 

.6199 

.0568 

.62 

17  20 .0 

.  2912 

20  57.7 

7 

■  195 

.6192 

-0552 

-64 

17  21.8 

.2905 

20  53.6 

6.15 

8 

.186 

.6185 

■0536 

-65 

17  23.6 

.2899 

20  49.5 

6.25 

9 

.178 

.6178 

.0520 

.66 

17  25.4 

.  2892 

20  45-4 

6-34 

54 


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.  160 

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.0489 

7 

69 

17  29 

0 

.2879 

20  37.2 

6.51 

12 

.152 

6155 

.0474 

7 

71 

17  30 

7 

.2873 

20  33.1 

6.60 

13 

•143 

6147 

•  0459 

7 

73 

17  32 

4 

.2866 

20  28.9 

6.68 

14 

•135 

6139 

•  0444 

7 

74 

17  34 

I 

.2860 

20  24.8 

6.76 

15 

.127 

6130 

.0429 

7 

76 

17  35 

7 

■2854 

20  20.6 

6.84 

16 

.119 

6122 

.0414 

7 

78 

17  37 

3 

.2848 

20  16.4 

6.92 

17 

.111 

6113 

■  0399 

7 

79 

17  38 

9 

.2842 

20  12.2 

7  .00 

18 

.103 

6104 

.0384 

7 

81 

17  40 

5 

•2836 

20  8.1 

7.07 

19 

•095 

6095 

.0370 

7 

83 

17  42 

I 

.2830 

20  3.9 

7.14 

20 

— 0.087  — 0 

60S7 

+0.0356 

7 

85 

17  43 

6 

I . 2824 

19  59.6 

—  7.21 

21 

.079 

6078 

•  0343 

7 

86 

17  45 

I 

.2818 

19  55-4 

7.27 

22 

.072 

6069 

•  0330 

7 

88 

17  46 

6 

.2813 

19  51.2 

7-34 

23 

.064 

6061 

■  0317 

7 

90 

17  48 

I 

.2807 

19  46.9 

7.40 

24 

•057 

6052 

.0304 

7 

91 

17  49 

5 

.  2802 

19  42.7 

7.46 

25 

.049 

6044 

.0292 

7 

93 

17  50 

9 

.2797 

19  384 

7-51 

26 

.042 

6035 

.0281 

7 

95 

17  52 

3 

.2792 

19  34-2 

7-57 

27 

■035 

6027 

.0270 

7 

97 

17  53 

7 

.2787 

19  29.9 

7.62 

28 

.028 

6019 

.0259 

7 

98 

17  55 

I 

•2783 

19  25.6 

7.67 

M 

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.020 

601 1 

.0249 

8 

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17  56 

4 

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7.72 

2 

— 0.013  — ° 

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+0.0239 

8 

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17  57 

8 

1.2774 

19  17. I 

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3 

—0.006 

5996 

.0229 

8 

03 

17  59 

I 

.2770 

19  12.8 

7.80 

4 

+  0.001 

5988 

.0220 

8 

04 

18  0 

4 

.2767 

19  8.5 

7-84 

5 

.007 

5981 

.0212 

8 

06 

18  I 

7 

.2763 

19  4.2 

7.88 

6 

.014 

5973 

.0204 

8 

07 

18  3 

0 

•2759 

18  59.9 

7.91 

7 

.021 

5966 

.0196 

8 

09 

18  4 

2 

.2756 

18  55-5 

7-95 

8 

.028 

5959 

.0189 

8 

10 

18  5 

4 

•2753 

18  51.2 

7.98 

9 

•035 

5953 

.0183 

8 

1 1 

18  6 

7 

■2751 

18  46.9 

8.00 

10 

.041 

5947 

.0177 

8 

13 

18  7 

9 

.2748 

18  42.6 

8.03 

II 

.048 

5941 

.0172 

8 

14 

18  9 

I 

.2746 

18  38.3 

8.05 

12 

+  0-055  — 0 

5935 

+0.0167 

8 

15 

18  10 

4 

1.2744 

18  33-9 

—8.07 

13 

.  061 

5929 

.0163 

8 

16 

18  II 

6 

.2742 

18  29.6 

8.09 

14 

.068 

5923 

.0160 

8 

17 

18  12 

8 

.2741 

18  25.3 

8. II 

15 

•075 

5917 

•  0157 

8 

19 

18  13 

9 

•2739 

18  20.9 

8.12 

16 

.081 

5912 

•0155 

8 

20 

18  15 

I 

•2738 

18  16.6 

8.13 

17 

.088 

5907 

■  0153 

8 

21 

18  16 

3 

•2737 

18  12.3 

8.14 

18 

.094 

5902 

.0151 

8 

22 

18  17 

5 

•2737 

18  7.9 

8.14 

19 

.  lOI 

5898 

.0150 

8 

23 

18  18 

7 

.2736 

18  3.6 

8.15 

20 

.  107 

5894 

.0150 

8 

23 

18  19 

8 

.2736 

17  59-3 

8.15 

21 

.114 

5890 

.0150 

8 

24 

18  21 

0 

.2736 

17  55-0 

8.15 

22 

+  0.121   — 0 

5886 

+0.0151 

8 

•25 

18  22 

.  2 

1-2737 

17  50.6 

—8.14 

23 

.127 

5882 

■  0153 

8 

.26 

18  23 

•3 

-2737 

17  46.3 

8.14 

24 

•134 

5879 

•  0155 

8 

.26 

18  24 

•5 

•2738 

17  42.0 

8.13 

25 

.  140 

5876 

•  0158 

8 

.27 

18  25 

■7 

.2740 

17  37-7 

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26 

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.0161 

8 

.27 

18  26 

■9 

.2741 

17  33-4 

8.10 

27 

•153 

■5871 

.0165 

8 

.28 

18  28 

.0 

■2743 

17  29.1 

8.08 

28 

.  160 

.5868 

.0169 

8 

.28 

18  29 

2 

•2744 

17  24.8 

8.07 

29 

.167 

.5866 

.0174 

8 

•29 

18  30 

•4 

.2746 

17  20.5 

8.05 

30 

•173 

.5864 

.0179 

8 

•29 

18  31 

.6 

.2748 

17  16.2 

8.02 

31 

.180 

.5862 

.0184 

8 

■30 

18  32 

.8 

-2751 

17  12.0 

8.00 

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8 

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17  35 

7 

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3 

200 

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.0205 

8 

31 

18  36.5 

2760 

16  59.2 

7 

91 

4 

207 

5855 

.0213 

8 

31 

18  377 

2763 

16  55.0 

7 

87 

5 

214 

5854 

.0222 

8 

31 

18  39.0 

2767 

16  50.7 

7 

84 

6 

221 

5853 

.0231 

8 

32 

18  40. 2 

2771 

16  46.5 

7 

80 

7 

228 

5852 

.0240 

8 

32 

18  41.5 

2775 

16  42.3 

7 

75 

8 

235 

5851 

.0250 

8 

32 

18  42.8 

2779 

16  38.1 

7 

71 

9 

242 

5850 

.0260 

8 

32 

18  44-1 

2783 

16  33-9 

7 

66 

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249 

5849 

.0271 

8 

32 

18  454 

2788 

16  29.7 

7 

61 

II   +o. 

257  -0 

5848 

+0.0282 

8 

32 

18  46^.7   I 

2792 

16  25.6 

-7 

56 

12 

264 

5848 

.0293 

8 

32 

18  48^.0 

2797 

16  21.4 

7 

51 

13 

271 

5848 

•0305 

8 

33 

18  49.4 

2802 

16  17.3 

7 

45 

14 

279 

5848 

■0317 

8 

33 

18  50.8 

2807 

16  13. 1 

7 

40 

15 

286 

5848 

.0329 

8 

33 

18  52.1 

2812 

16  9.0 

7 

34 

16 

294 

5847 

•0341 

8 

33 

18  535 

2817 

16  4.9 

7 

28 

17 

301 

5847 

■0354 

8 

33 

18  54.9 

2823 

16  0.8 

7 

21 

18 

309 

5846 

.0367 

8 

33 

18  56^3 

2828 

15  56-7 

7 

15 

19 

317 

5845 

.0381 

8 

33 

18  57.8 

2834 

15  52-7 

7 

08 

20 

325 

5844 

•0395 

8 

33 

18  59.2 

2840 

15  48.6 

7 

Ol 

21    +0 

333     — 0 

5843 

+0 .0409 

8 

33 

19  0.7   I 

2845 

15  44.6 

—6 

94 

22 

341 

5842 

.0423 

8 

34 

19  2.2 

2851 

15  40.5 

6 

87 

23 

349 

5841 

•0437 

8 

34 

19  37 

2858 

15  36.5 

6 

79 

24 

357 

5840 

.0452 

8 

34 

19  52 

2864 

15  32-5 

6 

71 

25 

365 

5839 

.0467 

8 

34 

19  6.7 

2870 

15  28.5 

6 

63 

26 

374 

5837 

.0482 

8 

35 

19  8.2 

2876 

15  24-5 

6 

55 

27 

382 

5836 

.0497 

8 

35 

19  9.8 

2882 

15  20.6 

6 

47 

28 

391 

5834 

.0512 

8 

35 

19  II. 4 

2889 

15  16.6 

6 

38 

29 

399 

5832 

.0528 

8 

•36 

19  13.0 

2895 

15  12.7 

6 

30 

30 

408 

5829 

•  0543 

8 

•36 

19  14-5 

2901 

15  8.7 

6 

21 

Mai 

I    +0 

417  — 0 

5826 

+  o^o559 

8 

•37 

19  16. I   I 

2908 

15  48 

—  6 

.  12 

2 

426 

5823 

•0574 

8 

•38 

19  17.8 

.2914 

15  0-9 

6 

•03 

3 

434 

5820 

.0590 

8 

•38 

19  19.4 

.  2920 

14  57-0 

5 

•93 

4 

443 

5816 

.0605 

8 

•39 

19  21.0 

.2927 

14  53^2 

5 

.84 

5 

452 

5813 

.0621 

8 

.40 

19  22.7 

■2933 

14  49  3 

5 

•74 

6 

462 

5809 

.0636 

8 

.40 

19  24.4 

•2939 

14  45^5 

5 

.64 

7 

471 

5805 

.0651 

8 

41 

19  26. I 

•2945 

14  41.7 

5 

•54 

8 

480 

5800 

.0666 

8 

•42 

19  27.8 

•2952 

14  379 

5 

•44 

9 

490 

5795 

.0681 

8 

■43 

19  295 

•2958 

14  34-0 

5 

■34 

10 

499 

5789 

.0696 

8 

•44 

19  31.2 

.2964 

14  30.2 

5 

.24 

II   +0 

509  -0 

5783 

+  0.071 1 

8 

•45 

19  32.9   I 

.2970 

14  26.5 

—5 

■13 

12 

519 

5777 

.0726 

8 

•47 

19  34-6 

.2976 

14  22.7 

5 

.02 

13 

•529 

•5770 

.0741 

8 

.48 

19  36.4 

.  2982 

14  18.9 

4 

.91 

14 

■538 

■5763 

■0755 

8 

•49 

19  38.1 

.2988 

14  15.2 

4 

.80 

15 

■548 

•5756 

.0769 

8 

51 

19  399 

.2994 

14  II. 4 

4 

69 

16 

•558 

■5748 

•07S3 

8 

•52 

19  41.6 

•2999 

14  77 

4 

58 

17 

.568 

•5739 

.0797 

8 

•54 

19  434 

•3005 

14  4.0 

4 

46 

18 

•579 

•5730 

.0811 

8 

•56 

19  45^1 

.3010 

14  03 

4 

35 

19 

•589 

•5721 

.0825 

8 

•58 

19  46.9 

.3016 

13  56^6 

4 

24 

20 

•599 

•5711 

.0838 

8 

.60 

19  48.6 

.3021 

13  52.9 

4 

12 

56 


i837 


12" 

M.  Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G      1 

og  h 

H 

i 

Mai    21   +0 

'610  — 0 

5701  +0 

0851 

8'.'62 

19^0-4   I 

3026 

i3%9'^2 

— 4  "00 

22 

620 

5690 

0864 

8.64 

19  52 

I 

3031 

13  45-6 

3.88 

23 

631 

5679 

0876 

8.66 

19  53 

9 

3036 

13  419 

376 

24 

642 

5667 

0888 

8.69 

19  55 

6 

3041 

13  38.3 

363 

25 

652 

5654 

0900 

8.71 

19  57 

3 

3046 

13  34-7 

3-51 

26 

663 

5641 

09 II 

8.74 

19  59 

I 

3050 

13  31  I 

3-39 

27 

674 

5628 

0922 

8.77 

20  0 

8 

3055 

13  27.5 

3-27 

28 

685 

5614 

0933 

8.79 

20  2 

5 

3059 

13  23.8 

314 

29 

6q6 

5599 

0944 

8.82 

20  4 

2 

3064 

13  20.2 

3.02 

30 

707 

5584 

0955 

8.85 

20  5 

9 

3068 

13  16.6 

2.89 

31   +0 

718  — 0 

5569  +0 

0965 

8.89 

20  7 

6   I 

3072 

13  131 

—  2 .  76 

Juni     I 

729 

5553 

0974 

8.92 

20  9 

3 

3075 

13  9-5 

2.63 

2 

740 

5537 

0983 

8.95 

20  1 1 

0 

3079 

13  5-9 

2  .50 

3 

751 

5520 

0991 

8.98 

20  12 

7 

3082 

13  2.4 

2-37 

4 

763 

5502 

0999 

9.02 

20  14 

3 

3085 

12  58.8 

2 .  24 

5 

774 

5484 

1006 

9.06 

20  16 

0 

3088 

12  55-3 

2 .  II 

6 

785 

5465 

1013 

9.09 

20  17 

6 

3091 

12  51.7 

1.98 

7 

797 

5445 

1020 

9- 13 

20  19 

2 

3093 

12  48. 2 

185 

8 

808 

5425 

1026 

9,17 

20  20 

8 

3096 

12  44.6 

1.71 

9 

820 

5405 

1032 

9.21 

2022 

3 

3098 

12  41 . I 

1-58 

10  +0 

831  -0 

5384  +0 

1038 

925 

20  23 

9   I 

3100 

12  37.6 

-1-45 

II 

843 

5363 

1043 

9  30 

20  25 

4 

3102 

12  34.1 

I  31 

12 

854 

5341 

1047 

9-34 

20  26 

9 

3104 

12  30.6 

1.18 

13 

866 

5319 

1051 

9-39 

20  28 

4 

3106 

12  27  .0 

I  .04 

14 

878 

5296 

1054 

9-43 

20  29 

9 

3107 

12  23.5 

0.91 

15 

889 

5272 

1057 

9.48 

20  31 

4 

3108 

12  20 .0 

0.78 

16 

901 

5248 

1059 

9-53 

20  32 

8 

3109 

12  16.5 

0.64 

17 

912 

5224 

1061 

958 

20  34 

2 

3110 

12  13.0 

0.50 

18 

924 

5200 

1063 

g.62 

20  35 

6 

3110 

12  9-5 

0-37 

19 

936 

5175 

1064 

9.67 

20  37 

0 

3111 

12  6.0 

0.23 

20  +0 

948  — 0 

5150  +0 

1065 

9-73 

20  38 

3   I 

3111 

12  2.5 

— 0. 10 

21 

959 

5124 

1065 

9.78 

20  39 

6 

3111 

II  59.0 

+  0.04 

22 

971 

5098 

1065 

983 

20  40 

9 

3111 

II  55-5 

0.17 

23 

983 

5071 

1064 

9.88 

20  42 

2 

3111 

II  52.0 

0.31 

24    0 

994 

5044 

1063 

9-94 

20  43 

5 

3110 

II  48.5 

0.44 

25    I 

006 

5017 

1061 

9.99 

20  44 

7 

3109 

II  45.0 

0.58 

26 

018 

4989 

1058 

10.05 

20  45 

9 

3108 

II  415 

0.71 

27 

029 

4961 

1055 

10. 10 

20  47 

I 

3107 

II  38.0 

0.85 

28 

041 

4933 

1052 

10 .  16 

20  48 

2 

3106 

II  34-5 

0.98 

29 

053 

4905 

1048 

10.  22 

20  49 

4 

3105 

II  310 

1 .  12 

30  +1 

064  — 0 

4877  +0 

1044 

10.  27 

20  50 

5   I 

3103 

II  27.5 

+  1.25 

Juli     I 

076 

4848 

1040 

^0.33 

20  51 

6 

3101 

II  24.0 

1-39 

2 

087 

4819 

1035 

10.39 

20  52 

6 

3099 

II  20.4 

1-52 

3 

099 

4789 

1029 

10.45 

20  53 

7 

3097 

II  16.9 

1.65 

4 

110 

4759 

1023 

10.51 

20  54 

7 

3095 

II  134 

1.79 

5 

122 

4728 

1016 

IO-57 

20  55 

7 

3092 

II  9  9 

1 .92 

6 

^33 

4698 

1009 

10.63 

20  56 

6 

3089 

II  6.4 

2.05 

7 

144 

4667 

1002 

10 .69 

20  57 

6 

3086 

II  2.8 

2.18 

8 

156 

4637 

0994 

IO-7S 

20  58 

5 

3083 

10  59-3 

2.31 

9 

167 

4606 

0986 

10.82 

20  59 

4 

3080 

10  55-7 

2.44 

1837 


57 


M. 

la" 
Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G      1 

og  h 

H 

i 

Ju 

i    lo   +1' 

178  — 0 

4575  +0 

0977 

10'.' 88 

2] 

^  o'?3   I 

3077 

I0^^52T2 

+  2.57 

II 

189 

4544 

0968 

10 

94 

2] 

I .  I 

3073 

10  48 

6 

2 

70 

12 

201 

4513 

0959 

1 1 

00 

2] 

2  .0 

3069 

10  45 

0 

2 

83 

13 

212 

4482 

0949 

II 

06 

2] 

2.8 

3065 

10  41 

5 

2 

95 

14 

223 

4451 

0939 

1 1 

13 

2] 

3-6 

3061 

10  37 

9 

3 

08 

15 

233 

4419 

0928 

II 

19 

2] 

4-3 

3057 

10  34 

3 

3 

20 

16 

244 

4388 

0917 

II 

25 

2] 

51 

3053 

10  30 

7 

3 

33 

17 

255 

4356 

0906 

1 1 

32 

2] 

5-8 

3048 

10  27 

I 

3 

45 

18 

266 

4325 

0895 

II 

38 

2] 

6.5 

3044 

10  23 

5 

3 

57 

19 

276 

4293 

0883 

II 

44 

2] 

[  7.2 

3039 

10  19 

9 

3 

70 

20   +1 

287  — 0 

4261  +0 

0871 

1 1 

51 

2 

7.9   I 

3034 

10  16 

3 

+  3 

82 

21 

298 

4230 

0859 

1 1 

57 

2 

8.5 

3030 

10  12 

6 

3 

94 

2  2 

308 

4198 

0846 

II 

63 

2 

r   g.i 

3024 

10  9 

0 

4 

05 

23 

319 

4167 

0833 

II 

70 

2 

9.8 

3019 

10  5 

3 

4 

17 

24 

329 

4135 

0820 

1 1 

76 

2 

10  .4 

3014 

10  I 

7 

4 

29 

25 

339 

4104 

0806 

II 

82 

2 

[  10.9 

3008 

9  58 

0 

4 

40 

26 

349 

4073 

0792 

1 1 

88 

2 

[  II. 5 

3003 

9  54 

3 

4 

52 

27 

359 

4042 

0778 

II 

95 

2 

[  12  .  I 

2997 

9  50 

6 

4 

63 

28 

369 

4010 

0764 

12 

Ol 

2 

[  12.6 

2991 

9  46 

9 

4 

74 

2Q 

379 

3979 

0750 

12 

07 

2 

[  13. 1 

2986 

9  43 

2 

4 

85 

30   +1 

389  -0 

3948  +0 

0736 

12 

13 

2 

[  137   I 

2980 

9  39 

5 

+  4 

96 

31 

399 

3917 

0721 

12 

20 

2 

[  14.2 

2974 

9  35 

8 

5 

07 

Au 

gUSt    I 

409 

3886 

0706 

12 

26 

2 

[  14.6 

2968 

9  32 

0 

5 

17 

2 

418 

3856 

0691 

12 

32 

2 

[  15. 1 

2962 

9  28 

3 

5 

28 

3 

428 

3825 

0676 

12 

38 

2 

t  15.6 

2956 

9  24 

5 

5 

38 

4 

437 

3795 

0661 

12 

44 

2 

[  16.0 

2950 

9  20 

7 

5 

48 

5 

447 

3765 

0645 

12 

50 

2 

[  16.4 

2943 

9  16 

9 

5 

58 

6 

456 

3735 

0630 

12 

56 

2 

[  16.8 

2937 

9  13 

I 

5 

68 

7 

465 

3705 

0615 

12 

62 

2 

[  17.2 

2931 

9  9 

3 

5 

78 

8 

474 

3675 

0600 

12 

68 

2 

[  17.6 

2925 

9  5 

5 

5 

87 

9  +1 

483  — 0 

3646  +0 

0584 

12 

74 

2 

[  18.0   I 

2918 

9  I 

6 

+  5 

97 

10 

492 

3617 

0569 

12 

80 

2 

[  18.4 

2912 

8  57 

8 

6 

06 

1 1 

501 

3588 

0554 

12 

86 

2 

[  18.8 

2906 

8  53 

9 

6 

15 

12 

509 

3559 

0539 

12 

91 

2 

[  19.2 

2899 

8  50 

0 

6 

24 

13 

518 

3530 

0524 

12 

97 

2 

t  19-5 

2893 

8  46 

I 

6 

33 

14 

527 

3502 

0509 

13 

03 

2 

[  19.9 

2887 

8  42 

2 

6 

41 

15 

535 

3474 

0494 

13 

08 

2 

c  20.  2 

2881 

8  38 

3 

6 

50 

16 

544 

3446 

0479 

13 

14 

2 

[  20.5 

2875 

8  34 

4 

6 

58 

17 

552 

3418 

0464 

13 

20 

2 

[  20.9 

2868 

8  30 

4 

6 

66 

18 

560 

3391 

0449 

13 

25 

2 

[  21.2 

2862 

8  26 

5 

6 

73 

19  +1 

568  -0 

3364  +0 

0434 

13 

31 

2 

[  21.5   I 

2856 

8  22 

5 

+  6 

81 

20 

576 

3337 

0420 

13 

36 

2 

[  21.8 

2850 

8  18 

5 

6 

88 

21 

584 

33"^° 

0406 

13 

41 

2 

22  . 1 

2845 

8  14 

5 

6 

96 

22 

592 

3284 

0393 

13 

46 

2 

[  22  .4 

2839 

8  10 

5 

7 

03 

23 

600 

3258 

0379 

13 

52 

2 

[  22.7 

2833 

8  6 

5 

7 

10 

24 

608 

3233 

0366 

13 

57 

2 

23.0 

2828 

8  2 

4 

7 

16 

25 

616 

3207 

0353 

13 

62 

2 

233 

2822 

7  58 

4 

7 

23 

26 

624 

3182 

0340 

13 

67 

2] 

23.6 

2817 

7  54 

3 

7 

29 

27 

631 

3157 

0327 

13 

72 

2] 

23-9 

2811 

7  50 

3 

7 

35 

28 

639 

3133 

0315 

13 

77 

2] 

24.  2 

2806 

7  46 

2 

7 

41 

58 


i837 


12" 
M.Z.  B 

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F 

X 

y 

g 

G 

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H 

i 

August 

29   +1' 

646  — 0 

3109 

+0.0303 

i3'.'82 

2 

[''24^5 

I . 2801 

7^42'ri 

+  7 '.'46 

30 

654 

3085 

.  0292 

13 

87 

2 

[  24 

7 

.2796 

7  38 

0 

7 

52 

31 

661 

3061 

.0281 

13 

91 

2 

f  25 

0 

.2792 

7  33 

9 

7 

57 

Septhr. 

I 

668 

3038 

.0270 

13 

96 

2 

t  25 

3 

.2787 

7  29 

8 

7 

62 

2 

675 

3015 

.0259 

14 

Ol 

2 

t  25 

6 

•2783 

7  25 

6 

7 

67 

3 

683 

2992 

.0249 

14 

05 

2 

t  25 

9 

.2779 

721 

5 

7 

71 

4 

690 

2969 

.0239 

14 

10 

2 

[  26 

2 

•2775 

7  17 

3 

7 

76 

5 

697 

2947 

.0230 

14 

14 

2 

[  26 

5 

.2771 

7  13 

2 

7 

80 

6 

704 

2925 

.0221 

14 

19 

2 

[  26 

7 

.2767 

7  9 

0 

7 

83 

7 

711 

2903 

.0213 

14 

23 

2 

27 

0 

.2763 

7  4 

8 

7 

87 

8  +1 

717  — 0 

2882 

+0 .0205 

14 

27 

2] 

[  27 

3 

I . 2760 

7  0 

7 

+  7 

90 

9 

724 

2861 

.0198 

14 

31 

2 

27 

6 

•2757 

6  56 

5 

7 

94 

10 

731 

2840 

.0191 

14 

36 

2] 

27 

9 

•2754 

6  52 

3 

7 

97 

1 1 

738 

2820 

.0185 

14 

40 

2 

28 

2 

■2751 

6  48 

0 

8 

00 

12 

745 

2S00 

.0179 

14 

44 

2  ■ 

28 

6 

.2749 

6  43 

8 

8 

03 

13 

751 

2780 

.0174 

14 

48 

2] 

28 

9 

.2746 

6  39 

6 

8 

05 

14 

758 

2760 

.0169 

14 

52 

2] 

29 

2 

.2744 

6  35 

4 

8 

07 

15 

765 

2740 

.0165 

14 

56 

2] 

29 

5 

■2743 

6  31 

I 

8 

09 

16 

772 

2720 

.0161 

14 

60 

2] 

[  29 

8 

.2741 

6  26 

9 

8 

10 

17 

778 

2701 

.0158 

14 

64 

2] 

30 

I 

.2740 

6  22 

6 

8 

12 

18  +1 

785  -0 

2682 

+0.0156 

14 

67 

2 

30 

5 

1-2739 

6  18 

3 

+  8 

13 

19 

791 

2663 

•  0154 

14 

71 

2 

30 

8 

■2738 

6  14 

I 

8 

14 

20 

798 

2644 

.0152 

14 

75 

2 

31 

2 

•2737 

6  9 

8 

8 

14 

21 

805 

2626 

.0151 

14 

79 

2 

31 

5 

•2737 

6  5 

5 

8 

15 

22 

811 

2608 

.0150 

14 

82 

2 

(  31 

9 

.2736 

6   I 

3 

8 

15 

23 

818 

2590 

.0150 

14 

86 

2 

32 

2 

.2736 

5  57 

0 

8 

15 

24 

824 

2572 

.0151 

14 

89 

2 

[  32 

6 

•2737 

5  52 

7 

8 

15 

25 

831 

2554 

.0152 

14 

93 

2 

[  33 

0 

•2737 

5  48 

4 

8 

14 

26 

838 

2536 

■  0154 

14 

97 

2 

[  33 

4 

.2738 

5  44 

2 

8 

13 

27 

844 

2519 

.0156 

15 

00 

21 

[  33 

7 

■2739 

5  39 

9 

8 

12 

28  +1 

851  -0 

2501 

+0.0159 

15 

04 

2 

[  34 

I 

I . 2740 

5  35 

6 

+  8 

II 

29 

858 

2484 

.0162 

15 

07 

2 

[  34 

5 

•2742 

5  31 

3 

8 

10 

30 

864 

2466 

.0166 

15 

1 1 

2 

[  35 

0 

•2743 

5  27 

0 

8 

08 

Oktbr. 

1 

871 

2449 

.0171 

15 

14 

2 

t  35 

4 

•2745 

5  22 

7 

8 

06 

2 

878 

2432 

.0176 

15 

17 

2 

t  35 

8 

.2748 

5  18 

5 

8 

04 

3 

884 

2415 

.0182 

15 

21 

2 

[  36 

2 

.2750 

5  14 

2 

8 

Ol 

4 

891 

2398 

.0188 

15 

24 

2 

I  36 

7 

•2753 

5  9 

9 

7 

98 

5 

898 

2382 

•  0195 

15 

27 

2 

[  37 

I 

.2756 

5  5 

7 

7 

95 

6 

905 

2365 

.0202 

15 

31 

2 

[  37 

6 

■2759 

5  I 

4 

7 

92 

7 

912 

2349 

.  0210 

15 

34 

2 

t  38 

I 

.  2762 

4  57 

I 

7 

89 

8  +1 

919  — 0 

2332 

+0.0218 

15 

37 

2 

t  38 

5 

1.2765 

4  52 

9 

+  7 

85 

9 

926 

2316 

.0227 

15 

41 

2 

[  39 

0 

.2769 

4  48 

6 

7 

82 

10 

933 

2299 

.0236 

15 

44 

2 

[  39 

5 

•2773 

4  44 

4 

7 

78 

II 

940 

2282 

.0245 

15 

48 

2 

[  40 

0 

■2777 

4  40 

I 

7 

73 

12 

948 

2266 

•0255 

15 

51 

2 

[  40 

5 

.2781 

4  35 

9 

7 

69 

13 

955 

2249 

.0266 

15 

54 

2 

t  41 

0 

.2786 

4  31 

7 

7 

64 

14 

962 

2232 

.0277 

15 

58 

2 

[  41 

5 

.2790 

4  27 

4 

7 

59 

15 

969 

2215 

.0288 

15 

61 

2 

[  42 

I 

•2795 

4  23 

2 

7 

53 

16 

977 

2198 

.0300 

15 

64 

2 

[  42 

6 

.  2800 

4  19 

0 

7 

48 

17 

984 

2181 

.0312 

15 

68 

2 

t  43 

I 

.2805 

4  14 

8 

7 

42 

1837 


59 


12»' 

M.  Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G 

og  h 

H 

1 

Oktbr.  i8   +1 

?992  — 0 

2164  +0 

■  0325 

i5''7i 

21 

'43^7   I 

.2811 

4^ioT6 

+  7-36 

IQ      2 

000 

2146 

•  0338 

15-75 

21 

44 

.  2 

.2816 

4  6.4 

7-30 

20 

007 

2129 

•  0351 

1578 

21 

44 

.8 

.2821 

4   2.3 

7  23 

21 

015 

211 1 

0364 

15.82 

21 

45 

-4 

.2827 

3  58-1 

7.17 

22 

023 

2093 

0378 

1585 

21 

45 

-9 

-2833 

3  53-9 

7.10 

23 

031 

2075 

0392 

15,89 

21 

46 

-5 

.2839 

3  49-8 

7-03 

24 

039 

2057 

0406 

15  93 

21 

47 

.  I 

.2845 

3  45-6 

6.96 

25 

047 

2039 

0420 

15.96 

21 

47 

-7 

-2851 

3  41-5 

6.88 

26 

056 

2021 

0435 

16  .00 

21 

48 

-3 

•2857 

3  37-3 

6.80 

27 

064 

2002 

0450 

16  .04 

21 

48 

-9 

-2863 

3  33-2 

6.73 

28   +2 

072  — 0 

1983  +0 

0465 

16.08 

21 

49 

-5   I 

.2869 

3  29.1 

+  6.64 

2Q 

081 

1963 

0481 

16.12 

21 

5° 

.  I 

.2876 

3  25.0 

6.56 

30 

090 

1944 

0496 

16.15 

21 

50 

-7 

.28S2 

3  20.9 

6.48 

31 

098 

1924 

0512 

i6 .  19 

21 

51 

-4 

.2888 

3'  16.9 

6-39 

Novbr.   I 

107 

1904 

0528 

16.23 

21 

52 

.0 

-2895 

3  12.8 

6.30 

2 

116 

1884 

0544 

16.  27 

21 

52 

.6 

.  2902 

3  8.7 

6.21 

3 

125 

1864 

0560 

16.31 

21 

53 

.  2 

.  2908 

3  4-7 

6. II 

4 

134 

1843 

0576 

16.36 

21 

53 

.8 

-2915 

3  0-6 

6  .02 

5 

143 

1821 

0592 

16  .40 

21 

54 

-5 

.  2921 

2  56.6 

5-92 

6 

153 

1799 

0608 

16.44 

21 

55 

I 

.2928 

2  52-6 

5-82 

7  +2 

162  — 0 

1777  +0 

0624 

16.4g 

21 

55 

•7   I 

2934 

2  48.6 

+  5-72 

8 

171 

1755 

0640 

16.53 

21 

56 

4 

2941 

2  44.6 

5.62 

9 

181 

1733 

0656 

16.58 

21 

57 

0 

2947 

2  40.6 

5-52 

10 

191 

1710 

0672 

16.62 

21 

57 

7 

2954 

2  36.6 

5-41 

II 

200 

1687 

0688 

16.67 

21 

58 

3 

2960 

2  32.7 

5-3° 

12 

210 

1663 

0703 

16.  72 

21 

58 

9 

2967 

2  28.7 

5-19 

13 

220 

1639 

0718 

16.76 

21 

59 

6 

2973 

2  24.  S 

5.08 

14 

230 

1615 

0733 

16.81 

2  2 

0 

2 

2979 

2  20.8 

4-97 

15 

240 

1590 

0748 

16.86 

22 

0 

9 

2985 

2  16 . 9 

4-85 

16 

251 

1565 

0763 

16  .91 

22 

I 

5 

2991 

2  13.0 

4-74 

17   +2 

261   — 0 

1540  +0 

0778 

16.96 

2  2 

2 

I   I 

2997 

2  9.1 

+  4-62 

18 

271 

1514 

0793 

17  .02 

22 

2 

8 

3003 

2  5-2 

4-50 

19 

282 

1488 

0808 

17.07 

22 

3 

4 

3009 

2   1-3 

4.38 

20 

2Q2 

1461 

0822 

17.12 

2  2 

4 

0 

3015 

I  57-4 

4.  26 

21 

?,o3 

1434 

0836 

17.18 

22 

4 

6 

3020 

I  53-5 

4.14 

2  2 

314 

1406 

0850 

17-23 

22 

5 

2 

3026 

I  49-7 

4.01 

23 

325 

1378 

0863 

17.29 

2  2 

5 

9 

3031 

I  45-8 

3-88 

24 

336 

1350 

0876 

17-35 

22 

6 

5 

3036 

I  42  .0 

3-76 

25 

347 

1321 

0889 

17.40 

22 

7 

I 

3042 

I  38.1 

i(>3 

26 

358 

1292 

0901 

17.46 

22 

7 

7 

3047 

I  34-3 

3-50 

27  +2 

369  — 0 

1263  +0 

0913 

17-52 

22 

8 

2   I 

3051 

I  30-5 

+  3-37 

28 

381 

1233 

0925 

17-58 

22 

8 

8 

3056 

I  26.7 

3  24 

29 

392 

1203 

0936 

17.64 

22 

9 

4 

3061 

I  22.8 

3.10 

30 

404 

1172 

0947 

17.70 

22 

10 

0 

3065 

I  19.0 

2-97 

Dezbr.   i 

415 

1141 

0958 

17.76 

2  2 

10 

5 

3069 

I  15.2 

2.83 

2 

427 

IIIO 

0968 

17-83 

22 

II 

I 

3073 

I  II  .4 

2  .  70 

3 

438 

1079 

0977 

17.89 

22 

1 1 

7 

3077 

I   7-6 

2-56 

4 

450 

1047 

0986 

17-95 

22 

12 

2 

3080 

I   3-9 

2-43 

5 

462 

IOI5 

0995 

18.02 

22 

12 

7 

3084 

I   0. 1 

2  .  29 

6 

473 

0982 

1003 

18.08 

22 

13- 

3 

3087 

0  563 

2-15 

60 


1837 


M. 

12» 
Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G 

og  h 

H 

i 

Dezbr.   7 

+  2^485 

—0.0949 

+  0 .  lOI  I 

18'.' 15 

22^I3l'8    I 

3090 

0^2-5 

+  2 '.'  0 1 

8 

•497 

.0916 

.1018 

18 

22 

22  143 

3093 

0  48.8 

1.87 

9 

•  509 

.0882 

.1025 

18 

28 

22  14. 8 

3095 

0  45.0 

1-73 

10 

•521 

.0848 

.1031 

18 

35 

22  153 

3098 

041.2 

1.58 

1 1 

•533 

.0814 

•  1037 

18 

42 

22  15.8 

3100 

0  37-5 

1.44 

12 

•545 

.0780 

.  1042 

18 

49 

22  16.2 

3102 

0  33  7 

1.30 

13 

•557 

•0745 

.1047 

18 

56 

22  16.7 

3104 

0  30.0 

1.16 

14 

•569 

.0710 

.1051 

18 

63 

22  17  .  I 

3106 

0  26.  2 

1 .02 

15 

.582 

.0675 

■  1055 

18 

70 

22  17.6 

3107 

0  22.5 

0.87 

16 

•594 

.0639 

.1058 

18 

77 

22  18.0 

3108 

0  18.8 

o^73 

17 

+  2  .606 

— 0 .0603 

+  0.  I06I 

18 

84 

22  18.4    I 

3109 

0  15.0 

+  0.58 

18 

.618 

.0567 

.1063 

18 

91 

22  18.8 

3IIO 

0  II. 3 

0.44 

19 

.630 

•0531 

.  1064 

18 

99 

22  19.2 

3III 

0  7.6 

0.  29 

20 

•  643 

.0494 

.  1064 

19 

06 

22  19.6 

3III 

0  3.8 

+  0.15 

21 

■655 

.0458 

.  1064 

19 

13 

22  20.0 

3III 

0  0. 1 

0.00 

2  2 

.667 

.0421 

.  1064 

19 

21 

22  20.4 

3III 

23  56-3 

— 0 .  14 

23 

.680 

.0384 

.1063 

19 

28 

22  20.7 

3III 

23  52.6 

0 .  29 

24 

.692 

•0347 

.  1062 

19 

36 

22  21  .  I 

3IIO 

23  48.9 

043 

25 

.704 

.0310 

.  1060 

19 

43 

22  21.4 

3IIO 

23  45-1 

0.58 

26 

.716 

.0273 

.1058 

19 

50 

22  21.8 

3109 

23  414 

0.  72 

27 

+  2.728 

—0.0236 

+0.1055 

19 

58 

22  22.1    I 

3108 

23  37^6 

—0.86 

28 

•741 

.0198 

•  1052 

.19 

65 

22  22.4 

3106 

23  33-9 

I  .01 

29 

•753 

.0161 

.  1048 

19 

73 

22  22.7 

3105 

23  30.1 

1-15 

30 

■765 

.0123 

.1044 

19 

80 

22  23 .0 

3103 

23  26.4 

1 .  29 

31 

•777 

.0085 

.  1040 

19 

88 

22  23.3 

3IOI 

23  22.6 

1.44 

1838 


I  — 0 

^282  — 0 

5832  +0 

1032 

8 

'36 

17^  9^ 

"2   I 

3098 

2 

270 

5835 

1026 

8 

35 

17  II 

4 

3096 

3 

258 

5837 

1019 

8 

35 

17  13 

5 

3093 

4 

246 

5839 

1012 

8 

34 

17  15 

7 

3090 

5 

234 

5840 

1004 

8 

34 

17  17 

8 

3087 

6 

222 

5841 

0996 

8 

34 

17  20 

0 

3084 

7 

211 

5841 

0987 

8 

34 

17  22 

I 

3081 

8 

199 

5840 

0978 

8 

34 

17  24 

3 

3077 

9 

187 

5839 

0968 

8 

34 

17  26 

4 

3073 

10 

176 

5837 

0958 

8 

35 

17  28 

5 

3069 

II  — 0 

164  —0 

5834  +0 

0948 

8 

35 

17  30 

6   I 

3065 

12 

153 

5831 

0937 

8 

36 

17  32 

7 

3061 

13 

141 

5827 

0926 

8 

37 

17  34 

8 

3056 

14 

130 

5822 

0914 

8 

38 

17  36 

8 

3051 

15 

119 

5817 

0902 

8 

39 

17  38 

9 

3047 

16 

107 

5811 

0889 

8 

40 

17  40 

9 

3042 

17 

096 

5804 

0876 

8 

41 

17  42 

9 

3036 

1.8 

085 

5797 

0863 

8 

43 

17  44 

9 

3031 

19 

074 

5790 

0850 

8 

44 

17  46 

9 

3026 

20 

064 

5782 

0836 

8 

46 

17  48 

8 

3020 

23^i8'?9 

—  I 

'58 

23  15-1 

I 

72 

23  II-3 

I 

86 

23  7^5 

2 

00 

23  38 

2 

14 

23  0.0 

2 

28 

22  56.2 

2 

42 

22  52.4 

2 

56 

22  48.6 

2 

70 

22  44.8 

2 

83 

22  41.0 

—  2 

97 

22  37.1 

3 

10 

22  33.3 

3 

24 

22  29.5 

3 

37 

22  25.6 

3 

50 

22  21.8 

3 

63 

22  17.9 

3 

76 

22  14.0 

3 

89 

22  10.2 

4 

Ol 

22  6.3 

4 

14 

6i 


1838 


12 

M.Z.  E 

)erlin 

f 

X 

y 

g 

G 

og  h 

H 

i 

Januar 

21   — 0 

•053  — 0 

■5774 

+0.0822 

8"47 

17V7   I 

■3015 

2  2^^  2'r4 

—  4726 

22 

042 

■5765 

.0807 

8 

■49 

17  52.6 

.3009 

21  58 

■5 

4 

■39 

23 

032 

5756 

•0793 

8 

■51 

17  54^5 

■3003 

21  54 

.6 

4 

•51 

24 

021 

5746 

.0778 

8 

■53 

17  564 

2997 

21  50 

.6 

4 

•63 

25 

Ol  I 

5736 

.0763 

8 

55 

17  58.2 

.2991 

21  46 

■7 

4 

■75 

26   — 0 

001 

5726 

.0748 

8 

57 

18  0.0 

2985 

21  42 

.8 

4 

.86 

27   +0 

010 

5715 

•  0733 

8 

59 

18  1.8 

2979 

21  38 

.8 

4 

.98 

28 

020 

5704 

.0717 

8 

61 

18  35 

2972 

2  1  34 

.8 

5 

.09 

29 

030 

5693 

.0701 

8 

64 

18  53 

2966 

21  30 

■9 

5 

21 

30 

040 

5681 

.0685 

8 

66 

18  7.0 

2960 

21  26 

9 

5 

32 

31   +0 

050  — 0 

5669 

+0.0669 

8 

68 

18  8.7   I 

2953 

21  22 

9 

—  5 

42 

Februa 

-  I 

059 

5657 

•  0653 

8 

71 

18  10.3 

2946 

21  18 

9 

53 

•^ 

o6q 

5645 

.0637 

8 

73 

18  II  .9 

2940 

21  14 

9 

64 

3 

078 

5632 

.0621 

8 

76 

18  13.5 

2933 

21  10 

8 

74 

4 

088 

5619 

.0605 

8 

78 

18  15. I 

2927 

21  6 

8 

84 

5 

097 

5606 

.0589 

8 

81 

18  16.6 

2920 

21   2 

7 

94 

6 

106 

5593 

.0572 

8 

84 

18  18. I 

2913 

20  58 

7 

6 

04 

7 

115 

5580 

•  0556 

8 

86 

18  ig. 6 

2907 

20  54 

6 

6 

13 

8 

124 

5567 

.0540 

8 

89 

18  21. 1 

2900 

20  50 

5 

6 

22 

9 

-^T^Z 

5553 

.0524 

8 

92 

18  22.5 

2894 

20  46 

4 

6 

32 

10  +0 

142  — 0 

5540 

+0.0508 

8 

94 

18  23.9   I 

2887 

20  42 

3 

—  6 

41 

1 1 

151 

5526 

•  0493 

8 

97 

18  25.3 

2881 

20  38 

2 

6 

49 

12 

160 

5513 

.0477 

9 

00 

18  26.7 

2874 

20  34 

I 

6 

58 

13 

168 

5499 

.0462 

9 

02 

18  28.0 

2868 

20  29 

9 

6 

66 

14 

177 

5485 

.0447 

9 

05 

18  29.4 

2862 

20  25 

8 

6 

74 

15 

185 

5471 

.0432 

9 

08 

18  30.7 

2855 

20  21 

6 

6 

82 

16 

193 

5457 

.0417 

9 

II 

18  31.9 

2849 

20  17 

4 

6 

90 

17 

201 

5444 

.0402 

9 

13 

18  33-2 

2843 

20  13 

2 

6 

98 

18 

210 

5430 

•  0387 

9 

16 

18  34^5 

2837 

20  9 

I 

7 

05 

19 

218 

5417 

•  0373 

9 

19 

18  35  7 

2831 

20  4 

9 

7 

12 

20  +0 

225  — 0 

5404 

+0-0359 

9 

22 

18  36.9   I 

2825 

20  0 

7 

—  7 

19 

21 

233 

5391 

.0346 

9 

24 

18  38.1 

2820 

19  56 

4 

7 

26 

22 

241 

5378 

■0333 

9 

27 

18  392 

2814 

19  52 

2 

7 

32 

23 

249 

5365 

.0320 

9 

29 

18  40.4 

2808 

19  48 

0 

7 

38 

24 

256 

5352 

.0307 

9 

32 

18  41.5 

2803 

19  43 

7 

7 

44 

25 

264 

5340 

.0295 

9 

34 

18  42.6 

2798 

19  39 

5 

7 

50 

26 

271 

5327 

.0283 

9 

37 

18  437 

2793 

19  35 

2 

7 

55 

, 

27 

279 

5315 

.0272 

9 

39 

18  44.8 

2788 

19  31 

0 

7 

61 

28 

286 

5303 

.0261 

9 

42 

18  45 ■9 

2784 

19  26 

7 

7 

66 

März 

I 

293 

5291 

.0251 

9 

44 

18  46.9 

2779 

19  22 

4 

7 

70 

2  +0 

301  — 0 

5279 

+0 .0241 

9 

47 

18  48.0   I 

2775 

19  18 

I 

—  7 

75 

3 

308 

5268 

.0232 

9 

49 

18  49.0 

2771 

19  13 

8 

7 

79 

4 

315 

5257 

.0223 

9 

51 

18  50.1 

2767 

19  9 

5 

7 

83 

5 

322 

5246 

.0215 

9 

53 

18  51. I 

2764 

19  5 

2 

7 

87 

6 

329 

5235 

.0207 

9 

55 

18  52.1 

2760 

19  0 

9 

7 

91 

7 

336 

5224 

.0199 

9 

58 

18  53^i 

2757 

18  56 

6 

7 

94 

8 

343 

5214 

.0192 

9 

60 

18  54.1    . 

2754 

18  52 

3 

7 

97 

9 

350 

5204 

.0185 

9 

62 

18  55^1    • 

2751 

18  47^ 

9. 

8. 

00 

10 

357 

5194 

•  0179 

9 

64 

18  56.1    . 

2749 

18  43- 

6 

8 

02 

II 

l^Z 

5185 

.0174 

9 

65 

18  57.0   . 

2746 

18  39^ 

3 

8. 

05 

62 


1838 


12" 

M.Z.Berlin 

f 

X 

y 

g 

G      1 

og  h 

H 

i 

März 

12   +0 

'370  — 0 

5176 

+  0 .0169 

9."  67 

18^^581^0   I 

2744 

i8^35"o 

— 8'.'o7 

13 

377 

5167 

.0165 

9 

69 

18  59.0 

2742 

18  30.6 

8 

09 

14 

384 

5158 

.0161 

9 

71 

18  59.9 

2741 

18  26.3 

8 

10 

15 

390 

5150 

.0158 

9 

73 

19  0.9 

2740 

18  22.0 

8 

12 

16 

397 

5141 

•0155 

9 

74 

19   1.9 

2739 

18  17.6 

8 

13 

17 

404 

5133 

■0153 

9 

76 

19  2.8 

2738 

18  13.3 

8 

14 

18 

411 

5125 

.0151 

9 

77 

19  3.8 

2737 

18  9.0 

8 

14 

19 

417 

5118 

.0150 

9 

79 

19  4.7 

2736 

18  4-7 

8 

15 

20 

424 

5110 

.0150 

9 

81 

19  5-7 

2736 

18  0.3 

8 

15 

21 

431 

5103 

.0150 

9 

82 

19  6.7 

2736 

17  56.0 

8 

15 

22   +0 

437  — 0 

5096 

+  0.0151 

9 

83 

19  7.6   I 

2737 

17  51-7 

—8 

14 

23 

444 

5090 

.0152 

9 

85 

19  8.6 

2737 

17  47-4 

8 

14 

24 

451 

5083 

•0154 

9 

86 

19  9.6 

2738 

17  43-1 

8 

13 

25 

457 

5077 

•0157 

9 

87 

19  10.5 

2739 

17  38.7 

8 

12 

26 

464 

5071 

.0160 

9 

88 

19  II. 5 

2741 

17  34-4 

8 

10 

27 

471 

5065 

.0163 

9 

89 

19  12.5 

2742 

17  30.1 

8 

09 

28 

477 

5059 

.0167 

9 

91 

19  13-5 

2744 

17  25.8 

8 

07 

29 

484 

5054 

.0172 

9 

92 

19  14 -5 

2746 

17  21.5 

8 

05 

30 

491 

5049 

.0177 

9 

93 

19  15-5 

2748 

17  17-3 

8 

03 

31 

498 

5044 

.0183 

9 

94 

19  16.5 

2750 

17  13.0 

8 

00 

April 

I   +0 

505  — 0 

5039 

+  0 .0189 

9 

95 

19  17-5   I 

2753 

17  8.8 

—  7 

98 

2 

511 

5034 

.0196 

9 

96 

19  18.5 

2756 

17  4-5 

7 

95 

3 

518 

5029 

.0204 

9 

97 

19  19.6 

2759 

17  0.2 

7 

92 

4 

525 

5025 

.0212 

9 

97 

19  20.6 

2763 

16  56.0 

7 

88 

5 

532 

5021 

.  0220 

9 

98 

19  21.6 

2766 

16  51.8 

7 

85 

6 

539 

5017 

.  0229 

9 

99 

19  22.7 

2770 

16  47-5 

7 

81 

7 

547 

5012 

.0238 

10 

00 

19  23.8 

2774 

16  43-3 

7 

76 

8 

554 

5008 

.0248 

10 

Ol 

19  24.8 

2778 

16  39.1 

7 

72 

9 

561 

5004 

.0258 

10 

02 

19  25.9 

2782 

16  34.9 

7 

67 

10 

568 

5000 

.0268 

10 

03 

19  27.0 

2787 

16  30.8 

7 

63 

II  +0 

576  — 0 

4996 

+  0.0279 

10 

03 

19  28. I   I 

2791 

16  26.6 

—  7 

58 

12 

583 

4992 

.0290 

10 

04 

19  29 . 2 

2796 

16  22  .4 

7 

52 

13 

590 

4989 

.  0302 

10 

05 

19  30  3 

2801 

16  18.3 

7 

47 

14 

598 

4985 

•0314 

lO 

06 

19  315 

2806 

16  14. I 

7 

41 

15 

605 

4982 

.0326 

10 

06 

19  32.6 

2811 

16  10. 0 

7 

35 

16 

613 

4978 

■0338 

10 

07 

19  33-8 

2816 

16  5-9 

7 

29 

17 

621 

4974 

■0351 

10 

08 

19  350 

2821 

16  1.8 

7 

23 

18 

629 

4970 

.0364 

10 

09 

19  36.2 

2827 

15  57-7 

7< 

.16 

19 

637 

4966 

•0377 

10 

09 

19  37-4 

2833 

15  53-7 

7 

10 

20 

645 

4961 

.0391 

10 

10 

19  38.6 

2838 

15  49-6 

7 

03 

21  +0 

653  — 0 

4957 

+  0.0405 

10 

1 1 

19  39.8   I 

2844 

15  45-5 

—  6 

96 

22 

661 

4952 

.0419 

10 

12 

19  41.0 

28S0 

15  41-5 

6 

88 

23 

669 

4948 

■  0434 

10 

13 

19  42.3 

2856 

15  37-5 

6 

81 

24 

677 

4943 

.0449 

10 

14 

19  43-5 

2862 

15  33-5 

6 

73 

25 

686 

4938 

.0464 

10 

15 

19  44.8 

2868 

15  295 

6 

65 

26 

694 

4933 

.0479 

10 

16 

19  46.1 

2875 

15  25.5 

6 

57 

27 

702 

4928 

■0495 

10 

17 

19  47-3 

2881 

15  21.5 

6 

49 

28 

711 

4922 

.0510 

IQ 

18 

19  48.6 

2887 

15  17.6 

6 

41 

29 

720 

4916 

•0525 

10 

19 

19  49.9 

2894 

15  13-6 

6 

32 

30 

728 

4910 

.0540 

10 

21 

19  51.2 

2900 

15  9-7 

6 

23 

63 


1838 


12" 

M.  Z.  Berlin 

f 

X 

y 

g 

G      1 

og  h 

H 

i 

Mai     I   +o 

'737  — 0 

4904  +0 

0556 

I  0 '.'  2  2 

19' 5 2-6   I 

2906 

15^  5-8 

—  6 '.'  1 4 

2 

746 

4898 

0571 

10.23 

19  53 

9 

2913 

15   ^-9 

6.05 

3 

755 

4891 

0586 

10.24 

19  55 

2 

2919 

14  58-0 

5-96 

4 

764 

4884 

0601 

10.26 

19  56 

6 

2925 

14  54-1 

5.86 

5 

774 

4877 

0617 

10.  27 

19  57 

9 

2931 

14  50-3 

5-77 

6 

783 

4869 

0632 

10.  29 

19  59 

3 

2938 

14  46.4 

5-67 

7 

792 

4861 

0647 

10.31 

20  0 

6 

2944 

14  42.6 

5-57 

8 

802 

4852 

0662 

10.32 

20  2 

0 

2950 

14  38.8 

5-47 

9 

811 

4843 

0677 

10.34 

20  3 

4 

2956 

14  35-0 

5-37 

lO 

821 

4834 

0692 

10.36 

20  4 

8 

2962 

14  31.2 

5.26 

II   +o 

831   — 0 

482s  +0 

0707 

10.38 

20  6 

2   I 

2969 

14  27.4 

-5. 16 

12 

840 

4815 

0722 

10.40 

20  7 

6 

2975 

14  23.6 

5-05 

13 

8so 

4805 

0737 

10.42 

20  9 

0 

2981 

14  19.8 

4-94 

14 

860 

4794 

0751 

10.44 

20  10 

4 

2986 

14  16 . I 

4-83 

15 

870 

4783 

0766 

10.46 

20  II 

8 

2992 

14  12.3 

4.72 

16 

880 

4772 

0780 

10.48 

20  13 

2 

2998 

14  8.6 

4.60 

17 

891 

4760 

0794 

10.51 

20  14 

6 

3004 

14  4.9 

4-49 

18 

901 

4748 

0808 

10 -53 

20  16 

0 

3009 

14  1.2 

4-38 

19 

911 

4735 

0822 

10. 56 

20  17 

4 

3015 

13  57-5 

4.26 

20 

922 

4722 

0835 

10.58 

20  18 

8 

3020 

13  53-8 

4-15 

21    +0 

932  — 0 

4708  +0 

0848 

10.61 

20  20 

2   I 

3025 

13  50-1 

—4  -  03 

22 

943 

4694 

0861 

10.64 

20  21 

6 

3030 

13  46.5 

3-91 

2.S 

954 

4679 

0873 

10.67 

20  23 

0 

3035 

13  42.8 

3-78 

24 

964 

4664 

0885 

10.  70 

20  24 

3 

3040 

13  39-2 

3  66 

25 

975 

4649 

0897 

10.73 

20  25 

7 

3045 

13  35-6 

3-54 

26 

986 

4633 

0909 

10.  76 

20  27 

I 

3049 

13  31-9 

3-42 

27      0 

997 

4617 

0920 

10.79 

20  28 

5 

3054 

13  28.3 

3-29 

28      I 

008 

4600 

0931 

10.83 

20  29 

8 

3058 

13  24-7 

3-17 

29 

019 

4583 

0942 

10.86 

20  31 

2 

3063 

13  2 I . I 

3-04 

30 

030 

4565 

0952 

10. go 

20  32 

5 

3067 

13  17-5 

2 .  92 

.y    +1 

041  — 0 

4547  +0 

0962 

10.94 

20  33 

9   I 

3071 

13  13 -9 

—  2.79 

Juni     I 

052 

4528 

0971 

10.97 

20  35 

2 

3074 

13  10.3 

2.66 

2 

064 

4509 

0980 

II  .01 

20  36 

5 

3078 

13  6.8 

2-53 

,3 

075 

4489 

0988 

11.05 

20  37 

8 

3081 

13  3-2 

2  .40 

4 

086 

4469 

0996 

II  .og 

20  39 

I 

3084 

12  59-7 

2 .  27 

5 

098 

4448 

1004 

II. 13 

20  40 

4 

3087 

12  56.1 

2.14 

6 

109 

4427 

lOII 

II. 18 

20  41 

7 

3090 

12  52.6 

2  .01 

7 

121 

4405 

IOI8 

11.22 

20  42 

9 

3093 

12  49.0 

1.88 

8 

132 

4383 

1025 

11.26 

20  44 

2 

3095 

12  45-5 

1-74 

9 

144 

4360 

I03I 

II. 31 

20  45 

4 

3098 

12  42 .0 

1.61 

10  +1 

156  •— 0 

4337  +0 

1037 

11.36 

20  46 

6   I 

3100 

12  38.4 

-1.48 

1 1 

167 

4313 

1042 

11.40 

20  47 

8 

3102 

12  34-9 

1-34 

12 

179 

4289 

1046 

11-45 

20  49 

0 

3104 

12  31.4 

I  .  21 

13 

190 

4265 

1050 

11.50 

20  50 

2 

3105 

12  27.9 

1.08 

14 

202 

4240 

1053 

11-55 

20  51 

4 

3106 

12  24.4 

0.94 

15 

214 

4215 

1056 

II  .60 

20  52 

5 

3108 

12  20.8 

0.81 

16 

226 

4190 

1059 

11.65 

20  53 

6 

3109 

12  17.3 

0.67 

17 

237 

4164 

I06I 

11.70 

20  54 

7 

3110 

12  13.8 

0-54 

18 

249 

4138 

1063 

11-75 

20  55 

8 

3110 

12  10.3 

0.40 

19 

261 

41 12 

1064 

II. 81 

20  56 

9 

3111 

12  6.8 

0.26 

1838 


12' 

M.Z.  E 

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f 

x 

y 

g 

G      1 

og  h 

H   • 

i 

Juni 

20   + 1 

'273  — 0 

4085  +0 

1065 

II '.'86 

2o^'58To   I 

3111 

12^  3'^3 

— o'.'i3 

21 

28s 

4058 

1065 

II 

92 

20  59.0 

3111 

II  59 

8 

+  0 

Ol 

22 

296 

4030 

1065 

II 

97 

21  0.0 

3111 

II  56 

4 

0 

14 

23 

308 

4002 

1064 

12 

03 

21   I  .  0 

3111 

II  52 

9 

0 

28 

24 

320 

3974 

1063 

12 

08 

21   2.0 

3110 

II  49 

3 

0 

41 

25 

332 

3945 

1061 

12 

14 

21   3.0 

3110 

II  45 

9 

0 

55 

26 

343 

3916 

1059 

12 

20 

21  4.0 

3109 

II  42 

3 

0 

68 

27 

355 

3887 

1056 

12 

26 

21   4.9 

3108 

II 38 

8 

0 

82 

28 

367 

3858 

1053 

12 

32 

21   5.8 

3106 

II  35 

3 

0 

95 

29 

379 

3828 

1049 

12 

38 

21   6.7 

3105 

II  31 

8 

I 

09 

30  +1 

390  — 0 

3798  +0 

1045 

12 

44 

21   7.6   I 

3103 

II  28 

3 

+  1 

22 

Juli 

I 

402 

3768 

1041 

12 

50 

21   8.5 

3102 

II  24 

8 

36 

2 

413 

3738 

1036 

12 

56 

21   9-3 

3100 

II  21 

3 

49 

3 

425 

3707 

1031 

12 

62 

21  10. I 

3098 

II  17 

8 

62 

4 

437 

3676 

1025 

12 

68 

21  10.9 

3095 

II  14 

2 

76 

5 

448 

3645 

1018 

12 

74 

21  II. 7 

3093 

II  10 

7 

89 

6 

460 

3614 

lOI  I 

12 

80 

21  12.5 

3090 

II  7 

2 

2 

02 

7 

471 

3583 

1004 

12 

87 

21  13.2 

3087 

II  3 

7 

2 

15 

8 

483 

3552 

0996 

12 

93 

21  13.9 

3084 

II  0 

I 

2 

28 

9 

494 

3520 

0988 

12 

99 

21  14.7 

3081 

10  56 

6 

2 

41 

10  +1 

505  -0 

3489  +0 

0980 

13 

06 

21  15.4   I 

3078 

10  53 

0 

+  2 

54 

II 

517 

3457 

0971 

13 

12 

21  16 . I 

3074 

10  49 

5 

2 

67 

12 

528 

3426 

0962 

13 

18 

21  16.7 

3070 

10  45 

9 

2 

80 

13 

539 

3394 

0952 

13 

25 

21  17.4 

3066 

10  42 

3 

2 

92 

14 

550 

3362 

0942 

13 

31 

21  18.0 

3062 

10  38 

7 

3 

05 

15 

561 

333° 

0931 

13 

38 

21  18.6 

3058 

10  35 

2 

3 

17 

16 

572 

3298 

0920 

13 

44 

21  19.2 

3054 

10  31 

6 

3 

30 

17 

583 

3266 

0909 

13 

50 

21  19.8 

3050 

10  28 

0 

3 

42 

18 

594 

3234 

0898 

13 

57 

21  20.4 

3045 

10  24 

4 

3 

54 

19 

604 

3202 

0886 

13 

63 

21  20.9 

3040 

10  20 

8 

3 

67 

20  + 1 

615  —0 

3170  +0 

0874 

13 

69 

21  21.5   I 

3035 

10  17 

I 

+  3 

79 

21 

626 

3138 

0862 

13 

76 

21  22.0 

3031 

10  13 

5 

3 

91 

22 

637 

3106 

0849 

13 

82 

21  22.^ 

3026 

10  9 

9 

4 

03 

23 

647 

3075 

0836 

13 

89 

21  23.0 

3020 

10  6 

2 

4 

14 

24 

657 

3043 

0823 

13 

95 

21  23.5 

3015 

10  2 

5 

4 

26 

25 

668 

301 1 

0809 

14 

Ol 

21  24.0 

3009 

9  58 

9 

4 

38 

26 

678 

2979 

0795 

14 

08 

21  24.5 

3004 

9  55 

2 

4 

49 

27 

688 

2948 

0781 

14 

14 

21  24.9 

2998 

9  51 

5 

4 

60 

28 

698 

2917 

0767 

14 

20 

21  25.3 

2993 

9  47 

8 

4 

71 

29 

708 

2886 

0753 

14 

27 

21  25.8 

2987 

9  44 

I 

4 

82 

30  +1 

718  — 0 

2855  +0 

0739 

14 

33 

21  26 . 2   I 

2981 

9  40 

4 

+  4 

93 

31 

728 

2824 

0725 

14 

39 

21  26.6 

2975 

9  36 

7 

.5 

04 

August 

I 

738 

2793 

0710 

14 

45 

21  27.0 

2969 

9  32 

9 

5 

15 

2 

748 

2762 

0695 

14 

51 

21  27.4 

2963 

9  29 

2 

5 

25 

3 

757 

2731 

0680 

14 

57 

21  27.8 

2957 

9  25 

4 

5 

36 

4 

767 

2701 

0664 

14 

64 

21  28.1 

2951 

9  21 

6 

5 

46 

5 

776 

2671 

0649 

14 

70 

21  28.5 

2945 

9  17 

8 

5 

56 

6 

786 

2641 

0634 

14 

76 

21  28.8 

2939 

9  14 

0 

5 

66 

7 

795 

2611 

0619 

14 

81 

21  29.1 

2933 

9  10 

2 

5 

75 

8 

804 

2582 

0604 

14 

87 

21  29.5 

2926 

9  6 

4 

5 

85 

1838 


65 


12» 

M.  Z.  B 

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g 

G 

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H 

i 

August 

9  +1^ 

813  ~o 

2553 

+0.0588 

14'' 93 

21 

^>2  9%S 

I . 2920 

9'^  2-5 

+  5"  94 

10 

822 

2524 

•  0573 

14.99 

21 

30 

I 

.2914 

8  58 

7 

6  .04 

1 1 

831 

2495 

■0557 

15-05 

2  ] 

30 

4 

.2907 

8  54 

8 

6.13 

12 

840 

2466 

.0542 

15. II 

2] 

30 

7 

.  2901 

8  50 

9 

6 .  22 

13 

849 

2437 

.0527 

15.16 

2] 

31 

0 

.2895 

8  47 

0 

6.30 

14 

858 

2409 

.0512 

15.22 

2] 

31 

3 

.  2889 

8  43 

I 

6-39 

J5 

866 

2381 

.0497 

15.28 

2] 

31 

6 

.2882 

8  39 

2 

6.47 

16 

875 

2353 

.0482 

1533 

2  ] 

31 

9 

.2876 

8  35 

3 

6.56 

17 

883 

2326 

.0467 

1539 

2] 

32 

2 

.  2870 

8  31 

4 

6.64 

18 

891 

2299 

.0452 

15-44 

2] 

32 

4 

.2864 

8  27 

4 

6.72 

19  +1 

900  — 0 

2272 

+0.0438 

15-50 

2] 

32 

7 

1.2858 

8  23 

4 

+  6.79 

20 

908 

2245 

.0424 

15-55 

21 

33 

0 

.2852 

8  19 

5 

6.87 

21 

916 

2218 

.0410 

15.60 

2] 

33 

2 

.2846 

8  15 

5 

6.94 

22 

924 

2192 

.0396 

15.66 

21 

33 

5 

.  2840 

8  11 

5 

7.01 

23 

932 

2166 

.0382 

15-71 

2] 

33 

7 

-  2835 

8  7 

5 

7.08 

24 

940 

2141 

.0369 

15-76 

2 

34 

0 

.  282g 

8  3 

5 

7-15 

25 

948 

2116 

•  0356 

15.81 

2 

34 

2 

-2823 

7  59 

4 

7.21 

26 

956 

2091 

•  0343 

15.86 

2] 

34 

5 

.2818 

7  55 

3 

7.28 

27 

963 

2066 

•  0330 

15-91 

21 

34 

7 

-2813 

7  5' 

3 

7-34 

28 

971 

2042 

.0318 

15.96 

21 

35 

0 

.2807 

7  47 

2 

7-39 

29  +1 

978  — 0 

2018 

+0.0306 

16 .01 

2] 

35 

2 

I . 2802 

7  43 

I 

+  7-45 

30 

986 

1994 

.0294 

16.05 

2] 

35 

5 

.2798 

7  39 

0 

7-50 

31    I 

993 

1970 

.0283 

16. 10 

2] 

35 

7 

-2793 

7  34 

9 

7-56 

Septbr. 

I    2 

001 

1947 

.0272 

16.15 

2] 

E  36 

0 

.2788 

7  30 

8 

7.61 

2 

008 

1924 

.0261 

16. 19 

2] 

[  36 

2 

-2784 

7  26 

6 

7.66 

3 

015 

1901 

.0251 

16. 24 

21 

[  36 

5 

.2780 

7  22 

5 

7-70 

4 

023 

1879 

.0241 

16.28 

2 

i     36 

7 

-2775 

7  18 

3 

7-75 

5 

030 

1857 

.0232 

16.33 

2 

[  37 

0 

.2771 

7  14 

2 

7-79 

6 

037 

1835 

.0223 

16.37 

2] 

f  37 

2 

.2768 

7  10 

0 

7-83 

7 

044 

1813 

.0215 

16 .42 

2 

[  37 

5 

-2764 

7  5 

9 

7.86 

8  +2 

051  — 0 

1792 

+0.0207 

16.46 

2 

[  37 

8 

I . 2761 

7  I 

7 

+  7.90 

9 

058 

1771 

.0200 

16 .  50 

2] 

f  38 

0 

-2758 

6  57